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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg md Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt.

Expedition: Martt 21. Rckakttou, Druck und Brrlag von Ioh. Lug. A»ch. ' JH'Kf

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)i^sSSDaSÄ i^Me öÄe Sonntag, 15. Juli 1888 M

10 Wg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. ° v Daube u. Co. m Frankfurt a. Ä., Berlin. Hannover. Nari-

vor der Hand zufrieden, und Deutschland kann es auch sein.

Kaiser Wilhelm hat in dieser Woche des König Albert von Sachsen Bruder, den Prinzen Georg, zum Generalfeldmarschall und Inhaber der 2. Armee­inspektion ernannt. Der Prinz ist aus diesem Anlaß nach Potsdam gekommen, um dem Kaiser seinen Dank abzustatten. Fürst Bismarck wollte schon zu Ende voriger Woche Berlin verlassen und sich nach Friedrichruhe begeben, was jedoch erst vorgestern geschehen ist. Biel besprochen wird gerade in Deutsch­land die Scheidungsangelegenheit des serbischen Königspaares. König Milan verlangt die Trennung oder Scheidung von der sich gegenwärtig in Wies­baden aushaltenden Königin Natalie, - da an ein ge­deihliches Zusammenleben der beiden fürstlichen Gatten infolge ihrer tiefen politischen Feindschaft doch nicht mehr zu denken ist. Königin Natalie hat bisher starrsinnig alle Vorschläge ihres Gemahls abgelchnt, auch die Aushändigung ihres Sohnes an den Abgesandten des Königs Milan verweigert; aber man glaubt doch, die Königin werde bald ruhigeren Erwägungen zugänglich werden, wenn sie sich überzeugt haben wird, daß sie mit ihrem Trotz nicht durchdringt. In Leipzig ist zum Beginn dieser Woche das Urteil im Landesverratsprozcsse Dietz und Genossen gefällt worden. Wie nicht anders zu erwarten war nach dem Verlause des Prozesses, sind alle drei Angeklagten für schuldig erklärt und zu schwerer Strafe verurteilt worden.

Nach langer Pause hat der orleanistische Thron­prätendent Frankreichs, der Gras von Paris, es für angemessen erachtet, wieder einmal von sich hören zu lassen. Er hat eine Art von Pronunciamento an die monarchistischen Bürgermeister und Ortsvor­steher in Frankreich versendet. Vortrefflich war die Verteilung organisiert; denn von mehr als zwanzig­tausend Exemplaren konnte man in Paris nur fünf mit Beschlag belegen und konfiseieren. Im übrigen ist das Manifest herzlich dumm und die Republi­kaner brauchen sich wegen dieses Prätendenten keine grauen Haare wachsen zu lassen, Mit dem be­rühmten Regenschirm der Orleans wird keine Staats­form umgestoßen. Und dann Boulanger! Er hat eine Rundreise durch seine Heimat, die Bretagne, unternommen, vielen Festessen beigewohnt und noch mehr Reden gehalten, alle natürlich über denselben Leisten gearbeitet. Boulanger sagt stets: die Re­gierung taugt nichts, die Kammern taugen noch viel weniger, ich aber bin der rechte Mann! Anfangs ging es ihm nicht sonderlich, und von den Lorbeeren, wieder gut gematzt werde». Meine Braut sah das Bild uuo hat wich vuu im Verdacht, heimlich ver­heiratet zu sein, Weib und Kind besitzen! Gehe aus der Stelle hinüber zu meiner Brant und sage ihr, daß Du den schlechten Witz gemacht und mir dieses Bild in die Tasche gesteckt habest; zum Schluffe kannst Du ihr auch noch versichern, daß ich noch ledig fei.*

.Albert lachte.

.Na, na, die Geschichte ist nicht schlecht. Aber ebensowenig wie ich Dir dieses Bild* er hob es hier vom Boden auf .in Deine Tasche gesteckt habe, kann ich Deiner Braut mit der Wucht der eigenen Ueberzeuguug versichern, daß D» wirklich noch ledig bist. Ich glaube sogar, daß au der Sache etwas ist. Hast Du den Prozeß von Dudley verfolgt, der jetzt so vieleu Staub oufwirbelt? Lieber Freund, dieser Dudley sollte Dir denn doch als Warnung dienen. Das Gesetz verbietet uns einmal, und das mit Recht, zwei Frauen zu gleicher Zeit zu besitze». Meine Prtvatanfichten über diesen Punkt lauten anders, aber ich werde mich hüten, sie der Welt aufdrängen zu wolle». Weißt Du was? Die junge Fra» hier auf dem Bilde ist gar nicht übel, nein, sie ist reizend, und dieses süße Kind! Donnerwetter, wer et» so reizendes Weibchen, ein so herziges Kindchen besitzt, dem sollte den» doch die Idee ferne liege», ich noch eine zweite Frau dazu heiraten zu wollen! Du mußt kein Gewifleu haben, Egon.*

.Höre auf. Du scheinst -das alles für Jur zu (alten?*

.Gott bewahre! Ich nehme die Sache ernst. Ich halte eS für weine Aufgabe, die beabsichtigte neue Heirat unmöglich zu machen uud Dich wieder Deiner Frau und Deinem Kinde zuzuführe» I*

Zu dieser Weise deklamierte Albert, vielleicht aus Verdruß darüber, daß er die Geschichte seines neuen Liebesabenteuers nicht au den Mann bringen konnte, noch eine Weile fort.

welche er eznlelc, hätte er sich kein Gericht würzen können; aber zum Schluffe machte sich die Sache noch, und so ist denn abermals konstatiert, daß der von seinen Gegnern totgesagte Boulangismus immer noch lebt. Nächsten Sonnabend wird in Paris und ganz Frankreich das Nationalfest zur Erinnerung an dm Bastillesturm gefeiert, und bei dieser Ge­legenheit soll unter Präsident Carnots Vorsitz ein großes Festessen aller Bürgermeister von Frankreich stattfinven. Man ist gespannt, ob namentlich diese Fete so ganz programmmäßig verlaufen wird.

Die Engländer haben von dem Zulukriege mehr Mühe, als sie erst glaubten, Der Aufstand, der infolge der Bedrückungen britischer Kolonialbeamten mtstanden ist, hat ganz bedeutende Dimensionm angenommen, und die vorhandenen Truppen genügen nicht. Bedauerliche Exzesse haben in Boom, der Vorstadt von Antwerpen, aus Anlaß der Gemeinde- wahlm stattgefundm. Roch bedauerlicher ist aber das gar zu energische Eingreifen der Gendarmerie, die mit blanker Waffe blind einhieb. Auch viele Frauen und Kinder, die im Gewühl wareki, sind verletzt. Auf der Balkanhalbinsel herrscht politische Stille. Diese scheint in Rumelien von dm dort grassierenden Räuberbanden als die rechte Erntezeit betrachtet zu werden. Eine Eisenbahnstation ist von einem Brigantenhaufen überfallen ynb mehrere öster­reichische Unterthanen, Bahnbeamte und Passagiere, sind fortgefchleppt worden. Die bulgarische Regierung hat sofort ein Bataillon Infanterie zur Verfolgung der Räuber ausgesandt.

Mi»BMggjMMg Deutsches Reich.

Berlin, 13. Juli. Der Kaiser besuchte heute früh die Kunstausstellung im Ausstellungsparke, be­gab sich darauf in das königliche Schloß, empfing dort die Mitglieder der Kommission für das Neue Exerzierreglement, sowie den Staatsminister von Bötticher und nahm hierauf eine Reihe von militäri­schen Meldungen entgegen. Der Kaiser verlieh dem Proseffor von Bergmann Stern und Kreuz der Komture des Kgl. Hausordens von Hohenzolleru und dem Professor Gerhardt den Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub. Der deutsche Ge­sandte in Petersburg, General von Schweinitz, ist von Karlsbad hier angekommen und wird in Peters­burg der Entrevue der beiden Kaiser beiwohnen. Nach einer heutigen öffentlichen Bekanntmachung findet die Eröffnung der großen akademischen Kunstaus­stellung am 15. Juli statt. Gutem Vernehmen nach ist Prinz Albrecht von Preußen zum General- Jnspekteur der ersten Armee-Inspektion und General­leutnant von Caprivi zum kommandierenden Genexal des 10. Axmeekorps ernannt worden. Der »Post" zufolge wäre die Ernennung des Ministerialrates v. Zastrow zum Unterstaatssekretär im Ministerium des Innern bereits erfolgt. Die Nachricht, daß der Kaiser auf der Rückreise von Petersburg in Stockholm und Kopenhagen Besuche abstattrn will, wird jetzt von derKreuzzeitung" bestätigt. _ Die Nordd. Allgem. Ztg." bezeichnet die Meldung ver­schiedener Blätter, Kaiser Wilhelm habe bei der letzten Sitzung des Kronrates eine programmatische An­sprache gehalten und die Räte der Krone ersucht, ihm in der gleichen Weise wie seinem Großvater und seinem Vater zur Seite zu stehen, der Kaiser habe ferner den Ministern die Prinzipien seiner Regierung dargelegt, als völlig aus der Luft gegriffen; es ge­höre übrigens nicht zu den Gepflogenheiten des Kronrates, in seinem Schoße Geschehendes in die Oeffentlichkeit gelangen zu laffen. Dem Bericht über die gestrige Sitzung des Bundesrats ist zu entnehmen, daß die nur Gegenstände von geringerer Bedeutung aufzuweisende Tagesordnung geschäftsmäßig erledigt worden ist. Der Bundesrat hat damit seine Thätigkeit beschlossen uud sich wie üblich auf unbe- iimmtc Zeit, d. h. in diesem Falle etwa bis gegen Ende September vertagt.

Ausland.

Bern, 18. Juli. Der Präsident des Grüili- vereins und des Arbeiterbundes hat von dem Bundes­rat Auskunft erbeten über ein Kreisschreiben des Justizdepartements an die kantonalen Regierungen, betreffend Me politische Ueberwachung von sozialisti­schen Versammlungen. Der Bundesrat antwortete, das Kreisschreiben bezwecke einzig, über alle Bor-

(Schluß folgt®

kommnisse, welche die innere Sicherheit des Landes

Wochenschau.

Der schon lange mit Svannung erwartete amt­liche Bericht über die Krankheit Kaiser Friedrichs III. ist in der Mitte dieser Woche vcröffenilicht worden. Wenn er auch im Großen und Ganzen nichts ent­hält, was nicht schon bekannt war, so bedeutet doch das, was an Thatsachen dort vorgebracht wird, eine schwere Anklage gegen den britischen Arzt des hoch- seligen Herrn, Dr. Morell Mackenzie. Daß Br. Mackenzie im Gegensatz zu den deutschen Ärztcn die Krankheit des damaligen Kronprinzen im Mai 1887 nicht für Krebs hielt, sondern für eine nicht bös­artige Warzenbildung, deren Beseitigung in kurzer Zeit gelingen weide, kann ihm nicht zum Verbrechen angerechnet werden. Der Arzt soll lediglich seiner eigenen Überzeugung folgen, und das hat Mackenzie gethan. Außerdem erkennen die deutschen Ärzte in ihrem Bericht an, daß die von ihnen befürwortete Kehlkopfspaltung und Entfernung der Neubildung, nicht sofort zu geschehen brauchte. Was aber Mackenzie zum Vorwurf gemacht wird, und mit Recht, wenn die aufgestelltcn Behauptungen richtig sind, das ist, daß er während der Anwesenheit des Kronprinzen in England die gefährliche Weiterwucherung am Kehlkopfe nicht beachtete, trotzdem er von dem deutschen Arzt Dr. Landgraf wiederholt und dringend darauf aufmerksam gemacht wurde, daß er es unter­ließ, eine neue Konsultation aller Ärzte zu berufen, trotzdem er sich hierzu in Berlin für den Fall ver­pflichtet hatte, daß in dem Leiden die geringste Wendung zum Schlimmeren eintreten sollte. Als dann die große Konsultation der Ärzte in San Remo berufen wurde, war es für eine einfachere Operation zu spät. Dort hätte bereits der ganze Kehlkopf entfernt werden müssen, eine direkt lebensgefährliche Operation, welche der Kronprinz auch ablehnte. Mackenzie behauptet nun diesen Ausführungen gegen­über, daß in ihnen die Krankheitsgeschichte des Kaisers PM größten Teil entstellt und parteiisch wiederge­geben sei. Er sei an der speziellen Beantwortung im Moment gehindert, denn er habe Rücksicht zu nehmen, namentlich auf die Kaiserin-Mutter Viktoria. Im übrigen werde jeder Sachverständige mancherlei Lidersprüche in den Berichten der deutschen Arzte erkennen. Von anderer Seite wird behauptet, aus dem Bericht ergebe sich gerade, daß die im Früh­jahr vorigen Jahres geplante Kehlkopfspaltung in keiner Weise eine völlige Heilung des Kaisers garan­tiert hätte. Sie hätte eben so gut den schnellen Tod herbeiiühren können. Nach allem erscheint be-

lNachdruck verboten.)

Der Freund in der Not.

Original-Humoreske von Conrad Fischer-Sallstein.

(Fortsetzung.)

»Sind wir durch unsere Verlobung nicht schon ritt Ganzes geworden, und ist eS nicht deine Pflicht «wanda, wich an deinem Schmerze teiluehmcn zu laffen?

.Ach ja. Du sollst alles wisse». Ich weine v» meine unglückliche Freundin Sophie. Du hast doch von dem Prozeß gehört? Vor einem Jahre heirat te sie den Sir James Dudley ans London vld nun hat es sich herausgestellt, daß Dudley bereits »erheiratet war Weib und Kind besitzt.*

Egon fiel beinahe auf den Rücken.

»Das ist furchtbar!* stieß er hervor.

.Du lebtest ja auch zwei Jahre in London.*

.Allerdings; aber, Amanda, alles mit Unterschied!"

Amanda fröstelte. Egon stöhnte wie ein Mensch bei in eine ungeheuerliche Situation hineingeraten uud sich nun nicht zu helfen weiß. Er fühlte, daß der Verdacht AmandaS wie ei» Berg auf ihm lag. ll»d das alles nur, well er zwei Jahre in London Selebt und dieser Dudley ein uiederträchtigeS Sub- iekt war.

Sollte er sich hier verteidige»? Gewiß nicht, b»r htcßr sich auklagen. Aber dieser Verdacht ist ganz Beignet, den ruhigsten Verlobten rasend zu mache«.

Egon wurde ärgerltch, uud das konnte ihm nie» *a»d »erdenken.

»Egon," sagte uan Amanda uud verfiel i» einen der die geheimsten Falten einer verstockten Ge- ufen» auseinander reißen konnte, ,e» ist nicht alles * rein und lauter in deinem Herzen, wie ich es immer in weinen süßeste,» Träumen glaube» «Heu wollte. Du hast ei» Geheimnis stt deiner Brust rgrabeu. Enthülle es mir, gestehe wir alle» ein; * kennst ja mein verzeihende» Herz, Ego». Die

wnders das sicher, daß sich an diesen amtlichen Be­richt noch ein sehr heftiger Streit der Ärzte knüpfen wird, der leider nur keine praktischen Resultate mehr zutage zu fördern vermag.

Die Reise des Kaisers nach Petersburg zum Besuch des Zaren steht nahe bevor, ihr wendet sich deshalb um so mehr die allgemeine Äufmerksarnkeit zu. Heute Sonnabend wird der Monarch in Be­gleitung eines gewaltigen Geschwaders deutscher Kriegsschiffe, über welches er vorher die Parade abuehrnen wird, Kiel verlassen, und der russischen Küste zufahren. Die erste Begegnung der Monarchen wird auf hoher See, nicht vor Mitte nächster Woche, an Bord der russischen KaiseryachtDerschawa" erfolgen. Die Seereise wird ziemlich langsam von Statten gehen, weil auf das begleitende Panzer­geschwader Rücksicht genommen werden muß. Man sagt, der Kaiser werde auf der Rückkehr von Ruß­land auch Kopenhagen und Stockholm besuchen. Wie weit das wahr ist, muß dahingestellt bleiben. An die Kaiserbegegnung knüpfen sich weitgehende poli­tische Erwartungen. Natürlich ist es ein Ereignis von besonderer Bedeutung, aber die Geschichte des letzten Dutzend Jahre sollte uns doch nachgerade gelehrt haben, daß man bei Rußland schon mit entschieden friedfertiger Gesinnung zufrieden sein muß und an praktische Ergebnisse des Freundschafts- bundcs nicht so leicht denken kann. Würde die russische Politik und Rußland selbst von einem ziele bewußten, klardenkenden Staatsmann geleitet, ließ, sich leicht ein definitives Abkommen treffen; aber leider macht nur zu häufig die Hintertreppen- und Jntriguen-Politik in Petersburg wieder zu Schanden, was gut begonnen wurde und auch gut enden konnte. Welche praktischen Folgen haben denn das erste und zweite Dreikaiserbündnis gehabt? Gar keine! Dank Rußlands einseitiger Haltung zerschellten sie regel­mäßig am ersten Stein des Anstoßes. Die Be­deutung der gegenwärtigen Entrevue liegt vor allem darin, daß sie, nach den oft sehr unruhigen Monaten des letzten Jahres, die Wiederkehr gesicherterer Zeiten und eines besseren Verhältnisses zwischen Rußland und dem Deutschen Reiche bedeutet. An praktischen Folgen kann uns die Kaiserzusammenkunst in der Folgezeit die Lösung der bulgarischen Frage und des deutsch-russischen wirtschaftlichen Krieges bringen, aber daß sie diese Ergebniffe haben muß, das ist nicht gesagt. Fürst Bismarck hat von Rußland die Zusicherung erlangt, von einem Bündnis mit Frank­reich absehen zu wollen und ebenso von einem be­dingungslosen Krieg mit Oesterreich. Damit ist er

fulchtbarstcu Enthüllungen werde ich standdafter er» tragen als diese Ungewißheit, die mich tötet!*

E-on fuhr mit der Hand nach der Brnsttasche seines Ueberrockes, um das fatale Bild hervorzuziehen aber, Gott sei Dank, er kam noch zur rechten Zeit zur Vernunft; fleht fle erst das Bild, dann ist alles aus! Er steckte es noch tiefer in die Briefe hinein und beschloß fein Geheimnis für fich zn behalte».

.Aber ich bitte Dich um alles in der Welt, was sollte ich Dir denn für ei» Geheimnis Mitteilen?"

Amanda bekam ans einmal einen Anfall von Kopf­schmerze». Egon mußte einen Wagen requiriren. Er stieg mit feiner leidenden Brant ei» und brachte fle zu den Ellern.

In einer Stimmung, in der man gleichgüllig selbst den Untergang der Welt hereinbrechen sehe» würde, kam Egon heute in feiner Gar?ouwoh»uua an. Er riß das Bild aus der Tasche uud schleuderte es an die Wand.

.Himmel es ist kei» Zweifel, fle hat daS Bild gesehen uud hält mich mm für einen Dudley für verheiratet! Ich könnte nun in di; Lage komme» den Beweis führen zu müffe», daß ich noch ledig bin! Wie mache ich da»? Vielleicht eine Aufforderung in allen Londoner Journalen? Was einem nicht alles pasfiren kann!* rief er an» und warf sich aufs Sofa.

Der Zufall führte seinen Freund Albert hetbei. Albert hatte ein reizendes Liebesabenteuer bestanden, welches demFreunde brühwarm mitgeteiltwerden mußte. Dadurch erhält ja ei» solches Ereignis erst seine richttge Farbe. Mit einem wahren Schwerenötergeficht trat er bei Egon an.

Wild fährt dieser auf den Arglosen ehr.

.Mensch, Du hast mir dieses Haseuhaidebtld in in die Tasche meines UeberzieherS gesteckt? Den Stteich dankt Dir der Teufel!"

.Wie sollte ich daz« kommen?*

.Keine Ausflüchte, ich sehe Dir das Verbrechen an ben Avgen an! Dieser Streich maß auf der Stelle