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WöcheMche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain." - _______________________________________________________________________Expedition: Markt 21. Äeboftion, Druck und Strlag von Joh. Sag. Koch.

Erscheint täglich außer an Wtrktagtu nach foonn- und flflr*. .. T~~~

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M. Ä* Mittwoch, 11. 3ult 1888 XXIII. Jahrgang

----- -------* _________ Daube u. Co. m Frankfurt a.«., Berlin, Hannover. Pari-

Einjttzung einer Regeiiljchast wäre wahrscheinlich ge^

wesen, wenn er zugegeben hätte, daß Kaiser Friedrich an Krebs litt. Das .Tagblad" hält dieser Ableug­nung des Herrn Mackenzie gegenüber die Mitteilung in ihrem ganzen Umfange aufrecht. Mittags um 2 Uhr habe sich der Berichterstatter bei dem eng­lischen Arzt gemeldet, der ihm gegen 8 Uhr abends eine Unterredung gewährte. Mackenzie hätte also geraume Zeit zur Vorbereitung gehabt. .Nicht der Berichterstatter, sondern Mackenzie selbst habe zuerst die Regenlschastsfrage ^zur Erörterung gebracht und sogar schärfer und länger über diese Frage gesprochen, als der Berichterstatter zu veröffentlichen für er­wünscht erachtet habe. Der Berichterstatter machte wahrend der Unterredung seine Aufzeichnungen, die er später ausarbeitete. Das .Dagblad" nimmt kein Wort zurück von dem, was es über Mackenzies Er-

Deutschro Leich.

Berlin, 9. Juli. Ter Kaiser empfing gestern den Generaladjutanten von Witttch und den Kapitän zur See von Seckendorff, erteilte sodann den Ge­sandten von Rotenhan und von Zedtwitz Audienz, empfing hierauf den General von Winterfeld, arbei­tete mit dem Regierungsrat von Brandenstein und hörte darauf einen längeren Vortrag des General- Arztes Or. Leuthold. Heute früh wohnte der Kaiser mit einer großen Suite der Besichtigung des Lehr- Jnfanterie-Bataillons bei. Nach der heutigen Besichtigung des Lehrbalaillons wohnte der Kaiser der Gefechtsübung der Gardejäger des ersten Garde- Ulanen - Regiments bei. Der Monarch nahm die Parade derselben ab und versammelte dann die

Offiziere beider Regimenter zur Kritik. Nach der

Rückkehr in das Marmor - Palais nahm der Kaiser I klärungen mitgeteilt hat.

mehrere Vorträge entgegen und arbeitete mit dem! Nach einem unterm 7. Tezmber v. Js. Zivil-Kabinett und dem Kriegsminister. Dem gest- ergangenen Erkenntniffe des k. Oberverwaltungs­rigen Diner bei den Majestäten wohnten der Ober-1 gerichts sind die mit Wahrnehmung des Sicherheits- Präsident Achenbach, der Kapitän zur See von l dienstes an der Landesgrenze betrauten Gendarmen, Seckendorff, der Gcneralarzr Dr. Leuthold und obwohl dieselben zu Hülfsbeamten der Staatsan- Regierungsrat von Brandenstein bei. DemReichs-Iwaltschaft nicht bestellt sind, auf Grund der Vor- Anzeiger" zufolge ist General v. Hahnke bereits zur I schristen des Vereinszollgesetzes vom 1. Juli 1869 Dienstleistung bei dem Militärkabinelt kommandiert. sowie des § 23 des Gesetzes wegen Untersuchung DieNvrdd. Allg. 3tg." meldet: Ter Vizeadmiral I und Bestrafung der Zollvergehen vom 23. Jan. Graf Monts ist unter vorläufiger Belassung in seiner 1838 zur Beschlagnahme des dem Einfuhrverbot Stelle als Chef der Marinestation an der Nordsee zuwider eingeschwärztem Viehes für ermächtigt zu und unter Ernennung zum kommandierenden Ad- erachten. Über die Abzeichen der neuen deutschen miral behufs Vertretung des Chefs der Admiralität! Kaiserwürde ist vielfach in letzter Zeit gestritten zur Admiralität kommandiert. General v. Albedyll worden. Nach dem Werke des Grafen Stillfrid- wird noch im Laufe dieses Sommers oder des I Aleanlara sind es folgende zwölf: 1) der Reichs- Herbstes das Kommando eines Armeekorps über-Iadler, 2) die Reichskrone, 3) die Wappen des nehmen. Als Chef des MilitürkabmettS ist General Kaisers (kleineres, mittleres und größeres), 4) die von Hahnke in Aussicht genommen. Standarte des Kaisers, 5) der Koiserlhron, 6) der

T ®*e "N- R--C." schreibt: In tausend Ängsten Kaisermantel, 7) die Krone der Kaiserin,' 8) die ichwkben, seitdem die Veröffentlichung des amtlichen Wappen der Kaiserin (kleineres und größeres), 9) Berichtes über den Verlauf der Krankheit des hoch-!die Standarte der Kaiserin, 10) die Krone des seligen Kaisers Friedrich in nahe Aussicht ge- Kronprinzen, 11) die Wappen des Kronprinzen rückt ist, die freisinnlichen Lobhudler Mackenzies, I (kleineres und größeres), 12) die Standarte des und auch dem englischen Arzte selbst ist augenschein-! Kronprinzen. Über ihre Annahme und Beschaffen- llch nicht ganz wohl zu Muthe. Wenigstens zeigt I heit hat der hochselige Kaiser Wilhelm am 15. Ott. ec sich nach Kräften bemüht, wobei ihm die Frei- 1871 die betreffenden Befehle erlaffen. Von diesen swnsorgane trefflich zur Seite stehen, im Vorhinein zwölf Abzeichen der deutschen Kaiserwürde sind bisher die Enthüllungen der deutschen Wissenschaft in der in Gebrauch genommen: der Reichsadler sowie die öffentlichen Meinung zu diskreditieren, wobei er Wappen und Standarten des Kaisers, der Kaiserin wenso unbefangen als ungeschickt operiert. So be- und des Kronprinzen. Die übrigen, also Kaiser­stritt Mackenzie, wie die deutschfreisinnigen Zeitungen kröne, Kaiserthron und Kaisermantel sowie die Kronen lehr lebhaft betonen, daß er dem Berichterstatter des der Kaiserin und des Kronprinzen, bestehen unseres Tagblad van s Graden Hage" gesagt habe, die Wissens bisher lediglich theoretisch. Die Vor-

i Frau Dietz auf 4 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust und für Appell auf 9 Jahre Festungshaft uni> 1 Jahr Gefängnis. In den Entfcheidungs- gründen des vom Reichsgerichte gefällten Urteils wird als festgestellt angenommen, daß die verratenen Schriften, dem Urteil der militärischen Sachverstän- digen zufolge, solche waren, deren Geheimhaltung znm Wohle des deutschen Reiches unbedingt erfor­derlich gewesen, daß aber Dietz als Deutscher selbst der französischen Regierung solche angeboten und sie seinem Geständnisse nach auch teilweise in die­bischer Weise sich verschafft habe. Dietz sei auch vollständig in der Lage gewesen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, da die französische Re­gierung beziehentlich der Oberst Vineent ihn selbst als Goldes wert bezeichnet habe. Das Verbrechen des Dietz sei das denkbar schwerste, der Schaden, den er angerichtet, unermeßlich, deshalb seien keine

schrift des seit dem 1. Juli d. I. in Kraft getretenen Vogelschutzgesetzes:Wer es unterläßt, Kinder oder andere unter seiner Gewalt stehende Personen, welche seiner Aussicht unterworfen sind und zu seiner Hcms- genossenschast gehören, von der Übertretung dieser Vorschriften abzuhalten, wird mit Geldstrafe bis Lu 150 Mk. oder Hast bestraft", hat vielfach die Befürchtung hervorgerufen, daß hiernach ganz un­schuldige Eltern u. st w., die das Ihrige gethan haben in der Ermahnung und Beaufsichtigung ihrer Kinder, bestrast werden können. Diese Besorgnisse sind indes nicht begründet. Bereits feit dem Jahre 1876 besteht eine ähnliche Bestimmung in bezug auf den Schutz der Jagd-, Forst-, Feld- und Fischerei-Gerechtsame, und das vormalige Obertri­bunal hat sich darüber, wie die Bestimmung zu ver­stehen sei, in einer Entscheidung im Jahre 1878 wie folgt ausgesprochen: Das Wesen dieser Über-.......0D ,eien inne

trrtung, nad) der die Eltern und Erzieher bestraft mildernden Umstände angenommen, sondern nur

erben fön"enzf* J" fcer Unterlassung der pflicht- Rücksicht genommen ans die bittere Not und das mäßigen und den Umstanden nach möglichen Aufsicht offene Geständnis. Die Ehefrau des Dietz sei eben- zu suchen. Dasur, datz letzteres, d. h. diese Unter- falls für überführt erachtet, sie habe den Verkebr lassung stattgefunden hat, der Fall sei, genügt nicht! mit der französischen Regierung erst vermittelt und der objektive Umstand, daß die That der Kinder ohne sie würde wahrscheinlich ^

vorliegt, al,o schon eme Vermutung, nein, es muß nicht vorgekommen fein. Die Frau fei dem Gerichts-

Setoeto bU?r blC Strafbehörde der Hof als klug und thatkräftig erschienen und die An-

?ntoe'S "erden, daß er dre mögliche und nähme sei ausgeschlossen, daß ihr Ehemann vor ihr

e Ut^tan&en angemeffene Aufsicht und Sorgfalt Geheimnisse bewahrt habe, auch habe sie Gelder

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~ 5 Juli. Ter zum Generalseld-!Umstände zugebilligt. Bezüglich des Apvell babe daS

Marschall und Inspektor der 1. Armeeinspektion er- Gericht die Überzeugung bon seiner^ Schuld ae- namite Prinz Georg von Sachsen steht gegenwärtig womien. Auf die Aussagen des Cabannes allein im 56 Lebensjahre. Das Kommando des sächsischen habe das Gericht nicht Gewicht gelegt wohl aber SlrmeetorP§ übernahm er im Sommer 1870, als lauf die mit jenen völlig übminfttmmenbcn Aus- bet damalige Kronprinz und jetzige Komg Albert sagen der Ehefrau des Cabannes: eine Verbinduna betroS zwischen den beiden Eheleuten in dieser Hinsicht fei

betraut tourte. Prinz Georg wird sich bereits in unmöglich gewesen. Ferner hätten sich in den eiae-

X9'".-*0# ?.^'n begeben, um sich nen Angaben Appell's Widersprüche ergeben auch Sa sra*{brmar t°a 6 r 6tm ftaifer meIbcn-1 liege ein beschränktes Geständnis desselben vor RaroS^? °^ bes österreichischen Gesandten, Mildernde Umstände seien hinsichtlich Appells ange- ke°l der nach Beendigung nommen, Neil derselbe eta geborn« grXfe W a" ^wöchentlichen Urlaubs sicherem Vernehmen und aus exaltirter Anhänglichkeit an Frankreich rum nach nicht nach Dresden zurückkehren wird, soll der Verrate beigeholfen, refp? angestiftet und deshalb ®rnrenGßoSrre^1j?a3anbte Brüsseler Hofe, auch Beamte bestochen habe. - In den Prozessender al genommen sein. Ver- Liquidatoren der Diskontogesellschaft gegen die Aufsichts-

Vlleclvon Las la?a?n^°?8 Legationssekretär räte und der Aktionäre derselbe! Gesellschaft gegm die J £ Un8 ber hefigen Aussichtsräte wurde ein Vergleich borgeschlagen wonach

Gesandchchaftsgeschaf e beauftragt worden. . die Beklagten sich verpflichten/ an die ffirMe in Ä Ltv? verkündete Urteil 700 000 Mk. und auf jede Aktie 10 Proz. ober 30 Mk

" « fÜr T--tz auf zu zahlen, ferner, sämtliche Kosten barunter auch

l^ ^ahre Zuchthaus unb 10 ^ahre Ehrverlust, für Diejenigen der Anwälte, zu übernehmen unter der

al?tefifentenn Blick W °"ts4uldigenden zurück. - Natürlich bereue ich. - Wer würde wohl -s wir noch für ihn thnn d"«'^ch^

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< kj ar , _ !die anberen aus dem Staube gemacht haben'__ Du

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ei fe" ba6 schlossen sei, .Ach ja, - ich erinnere mich; - das war ein

.Wo bleibt denn der Strick, von dem Sie sprachen ^Jch weiß^lles'Ihr Bruder Samuel batet f-hlgLoK7- gestauten.-^ fle8' 2hr Br-der S°m«el hat es mir Tom laßt sich nicht fangen. Die andern .Hat er da» gethan?» fragte Bosiom Tom mit Pub qUc longc tot» Stniflc ftnb tTtinnfcn, ciniöe I tnratbciKfitltcin a 9 qa Ymih«

--- s iLVL auf die Boote gingen, - einige wurden von Haifische« - sagen wir in Hamv8ead.S^

dsj? - ä&v-iwä ?JL läßt; stütze mich ein buchen | .Kurz und gut," fuhr Helene fort, .Sawnel Mfchte

oester, ^uuge. So, das ist also nun vorbei, Ben.» die Anweisung ans Ihr Geheiß.' ,

«Sage, daß Du bereust, Mensch," rief Beu, dem I ©o ist e8 __ fo ist es __ba» iw

Äe?4rbiftnÄe1ll7?SmietDi^t8 m Helenens Ich ' machte damals sehr schlechten Gebrouch von Ä M «ar wurden, dem Geld^ -Warneford wmde dafür Tast, Z

.Was soll das helfen?' fragte der verstockte! ** ' MM Met t

Mörder, .das bringt die .Lucy Derrick' doch nicht! (MNfttzmrg folgt«)

Rachdmck verboten. I unterhielt, niemand auf dem Gange, uiemaud auf der Des Verlorenen NeiMkeiir. Treppe, alles dunkel und M.

-Von W a l t e r B e s a n t und I a m e S R i c e. L ^ben wüten"' äUn^ft Hnb to^tn Autorisierte Uebrrsetzung von H. Henschel. $a hörte man oben eine Stimme und Tritte.

(Fortsetzung.) Beu horchte.

10. Kapitel. I .Das ist Mr. Rupert, halten Sie sich dicht hinter

»en hat seine Rache. mir Miß HZeue.'

Lullten Straßen. Der alte Mann schrstt schweigend £atenater^bie'^arbe^Ihfe'^Tt* «iA? 'Jhr

H - nachdem er seinen Feind, den größten Schurken m^ e"ue Waschtollette ote?

®>ter allen Meuterern, ausfindig gemacht hatte, mußte ob« M Tisch. In diesem

H erfahren haft hie rhriftfirhe Ptehe s,sl,s. si.t.m I durch Kissen aufrecht erhatten, saß Bostom Tom.

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»SfÄh" «-«-» 16m iUm dl, Stirn, ein, ätofarb.« ^werden fich auch freuen, Ben, weuu Mr.'WarnefordS ^^tkr^tea^tyänbT6k^en4eUi^e^ «S^ter halb lnter Ruf Bieber hergestellt ist?" ! Rum aefüIU mar Rr8' btr ^alb mtt

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'mW-«dmich «u« hi«-»I, «oft.»IEschrnd." ""N". b gm war es, Beu; aber da er-jetzt auf dem Sterbe-! Croil, der Hochbootsmaun. Ich dachte, Sie wären x»e liegt, müssen wir ihm dieses nnd das größere längst tot, mit der jungen Dame und Georg »icheu vergeben.' IWarneford in des Kapitäns Barke uwgekommcu.

«kn antwortete nicht. Es freut mich, daß es nicht so ist, sind drei

hj, ?le bogen in die Whitechapel-High-Stteet ein, weniger, das ist doch etwa?. Drei weniger gegen ul® Lichterschein erglänzte, nnd waren bald vor «Dich, Bostom To«.'

L°ule °ngelangt. Er setzte den Krug an seine Lippen, der ihm sicher

» Lte Thür stand offen; aber es war niemand im laus den schwachen Händen gefallen wäre, wenn ihn ^vcrzimmer, wo Rnpertsonst die lärmenden Matrosen I nicht Rupert für ihn gehalten hätte. Der jiuge Mann

Hre Freunde durch Borsühruug seiner Kunst seS war deS Sterbenden einziger Gesellschafter, nnd