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beruhigen, der nun, da er seinen Feind in der Ge­walt hatte, schon darauf brannte, ihn anzuzeigen und ich im Geiste vor Gericht die Angaben machen sah, die ihn au den Galgen bringen sollten. Sie mutzte jemand in Manchester ausfindig machen, der die fünf Pfvnd mst einem passenden Brief an Rupert schicken konnte. Dies wurde auch von einem Freunde Bens besorgt. Dann mußte fie auch den Eifer Ruths im Zaume halten; diese wollte einen ganzen Trupp Po» lizisten htuschicken, die den Mann arretiren und znm Geständnis bringen sollten. Sogar Georg zeigte, da er die Situation klar vor Angen hatte, eine unzweck­mäßige Thätigkeit »ud Erregung.

.Ich will selbst zu Mr. Baldwiu gehen, Helene." .Nein, Georg, ich werde dies auf mich nehmen; denn ich kann ohne Erregung sprechen. Bleib Du ruhig zu Hause."

Die ganze Nacht hindurch hörte fie ihn in seinem Zimmer auf «ud nieder schreiten.

Sollte das Ende wirklich vor der Thür sein? O, das war zu viel; er hatte niemals so wett vorwärts itt schauen gewagt. Wenn ihn auch Helene noch so ehr liebte, fie konnte es ihm doch nicht nachempfindeu oie sich bet der Aussicht aus die Wiederherstellung einer Ehre sein ganzes Innere zusawmenkrampfte. Nach so vielen Jahren des Leids und der Schande, nachdem er unter angenommenem Namen wie ein Verbrecher nach England znrückgekehrt war, ko er mst anseheu mußte, wie seine Schwester mit ihm und durch ihn litt, ohne daß er fie au feine Brust »rücken und ihr sagen konnte, wer vud war er war! »loch eins, er hatte sich bei allen seinen Plänen doch stets ans EuttLuschung gefaßt gemacht. Wie sollte auch nach so viel Jahren die Schuld eines ander«, rr die er gebüßt, an den Tag gebracht werden? !Lie sollte« di« Beweise gesammelt Verden? Woher ollteu fie kommen? Wer sollte fie zusammenstelle»?

Nun zeigte sich ihm plötzlich «ine Lösung, die das lumögliche möglich mache» konnte. Der Manu, der den gauzeu Sachverhalt kannte, war nicht eine Meile

im Mormorpalais eine Deputation der städtischen Behörden, bestehend aus dem Oberbürgermeister Boie, dem Stadtbanrat Vogdt, Stadtverordnrten- Borsteher Pusch, dessen Stellvertreter Parlasea und den Schriftführern Jahn und Steinbach empfangen und auf des Oberbürgermeisters Ansprache und der Ueberreichung einer Adresse laut Bekanntmachung des Oberbürgermeisters etwa Folgendes erwidert: Mit dankerfülltem Herzen habe ich die vielfachen Kundgebungen der Teilnahme seitens der Bewohner Potsdams an meinem schweren Verluste ausgenommen und bitte Sie, Herr Oberbürgermeister, dies der Bewohnerschaft mitzuteilen. Mein Vater hat, wie Sie wissen, Potsdam ganz besonder- lieb gehabt, und aus vielen einzelnen Anzeichen und Andeutungen habe ich die Ueberzeugnng gewonnen, daß der Kaiser den Wunsch hatte, in Potsdam auch zu sterben. Mein Vater wußte sich selbst wohl viel kränker, als er es irgend Jemand merken lassen mochte; dennoch drang er damals auf die Abreise nach Potsdam, obwohl das Wetter ungünstig war und die Aerzte eigentlich dagegen waren, wohl nur um alle die Plätze noch einmal wieder zu sehen, welch« ihm so lieb waren, und dann in seiner Vaterstadt zu sterben. Ich bitte dies ganz besonders der Bürgerschaft Potsdams zur Kennwis zu bringen. Was mich betrifft, so bin ich ja auch von meiner Jugend an immer sehr gern in Potsdam gewesen. . Ich habe hier mit meiner Frau sehr glückliche Zeiten verlebt und kann mir nicht denken, daß in meinem guten Verhältnisse zu der Stadt sich jemals etwas ändern könnte.- Der Ehef der Admiralität, Generalleutnant v. Caprivi, hat, nachdem er am Freitag die Genehmigung feines Enüassungsgesuches erhalten, am Sonnabend den Besuch des Generals v. Albedyll in der Admiralität bekommen. DieKreuzztg." erfährt, daß demselben ein höheres Kommando in der Armee zugedacht sei, welches, wie man annimmt, nichts mit dem in manchen Blättern erwähnten, nicht erledigten 9. Armee- örps zu thun hat. Gestern sind die ersten Zwei-Markstücke mit dem Bilde des Kaisers Friedrich zur Ausprägung gelangt; dieselbe wird in dieser Woche rasch fortgesetzt werden. Trotzdem ein erhebliches Quantum dieser Münzen zur Ausprägung gelangt, wird von denselben in den Verkehr als Scheidemünze wohl nur wenig übergehen. Wer in den Besitz eines derartigen Zweimarkstückes gelangt, wird dasselbe gern als eine Erinnerung an den Entschlafenen zurückhalten. Wie wir erfahren, werden z. Z. noch immer Zwanzigmark- und Zehn­markstücke mit dem Bildnisse des Kaisers Friedrich

Nachdruck verboten.

-es Verlsrerre« Heimkehr.

Von Walter Besant und James Rice. Autorisierte Uebersetzung von H. Henschel.

(Fortsetzung.)

Georg, da Dich dieser Thomas Pringle, de« die ^«te Bostom Tom nannten, kannte, da er Deine Beschichte wußte und den Namen des Thäters Btnnen wollte, so muß man doch notwendig Samuel Pringle und Thomas Pringle in Zusammenhang »ringen. Was ThomaS weiß, das wttd auch Sa» ®u«I wissen.*

.3d) glaube, Sie haben «r getroffen, Fräulein," "rtnte Ben;ober wie kann man Samuel Pringle »-findig machen?*

.Im Geschäft könnte mau weuigsteur erfahren, sragen?"ch bOlt meinte ®eor0» »aber wer soll

Helene dachte einen Augenblick «ach.

, «Ich werde selbst gehe« «ud mit Mr. Baldwin Mrwen. Georg, wir sollte« Mr. Wybrow ebenso ££ Deine Schwester ins Vertrauen zieh». Weun "»fcrt und John Whbiow für uns thätig wären, »frn wir schon etwas ansrichteu."

Georg seufzte.

j»8°ffe Mut, lieber Freund,* wie oft hatte die arm« Helene schon gesagt zu ihrem eigene« zu seinem Tröste,fasse Mut und hoffe. Wir M letzt weiter, als wir je waren; wir haben beuge. btI drn Sachverhalt kennt; uuu müffen wir M unr irgendwie zu einer Aussage bringen."

»Ruperts Brief war erst am Abend augekommen, »» nm, hatte Helene viel zu thun. Sie mußt« zuerst jf^'ffor und Madame Lemire klar «acheu, daß deren in Sicherheit fei, wenn er auch einige Tage znrückkehre« würde, daß er in einer Angelegen» O? thatig sei, die Diskretion und Berttaueu bean» und Ruth vou großem Nutzen sei« könne. u mußte auch die schäumende Wulh des ave» Leu

Worten wollen, werde ich Ihnen ntttteileu, warum ich gefragt habe.* >

.Mir mangelt jeder Gnwd, Ihne« zu vttheim. lichen, was Sie zu wiffeu wünschen. Pringle ist un­gefähr vierzehn Jahre in meinem Geschäft. Ich fetzte einmal voraus, er würde sich über den Durchschnitt erhebe«; aber ich hab« mich getäuscht. Er ist nicht charfstanig und leidet au nervösen Anfällen, bte einem Fortkomme« in der Welt hinderlich fein werde«. Immerhin kann man sich auf ihn verlassen.»

flennen Sie feine Familie?*

Wir engagieren nie eine« jungen Mann, ohne seine Familie zu kennen.*

Dann vermöge» Sie mir gewiß zu sagen, ob er eine« Brnder besitzt?»

»Bor Jahren hätte ich eS Ihnen beantworte» könne»: aber jetzt habe ich eS vergesse».*

Sinn spielte Helene ihre» Trumpf aus.

Würden Sie mir gestatttn, ihm in Ihrer Segen» wart et«« einzig« Frag« vorzulegeu? Es ist nicht Auf» dringlichkeit oder Neugier, Mr. Baldwin nein, gewiß nicht; wenn Sie nur wüßten, wieviel davon abhäugt.»

Mr. Baldwin drückte ans eine Handglocke.Mr. «tagte,» befahl er.

Einen Augenblick daraus erschieu der Gerufene. Er war groß und ging etwas gebeugt, dabei blickte et rasch und nervös um sich; beim Sprechen spielle er stets mit irgend etwas, was ihm unter die Finger Ham. Seine Äugen standen ebenfalls dicht aneinander, und seine Stttn war hoch und zurückweichend.

Pringle, diese Dame wünscht Ihne» eine Frage vorzulegen." -s

Mr. Pringle verbeugte sich. Da- Gesicht der junge« Dame war ihm gänzlich unbekannt.

Ich wollte nur wisse«, Mr. Pringle, van« SM taletzt etwas über Ihren Binder Thomas hörten.» ---------(Fortsetzung folgt) 151

von ihm entfernt. Nun galt es nur, ausfindig zu wachen, ob dieser Mann zur Aussage bereit ober zu zwinge« wäre.

Gegen Morgen warf sich Georg auf sein Lager und schlief fest ein. Avch Helene war eiugeschlafe», als feine Tritte verhallten; aber um neun Uhr, als er noch swlief, machte fie sich schon pochenden Herzens auf den Weg, nm ihre Mission zu erfüllen.

Durch die häufige« Beschreibungeu Georgs kannte re das Lokal vou Batterick und Baldwin so genau daß sie den richtigen Weg zu Mr. Baldwins Privat- komptoir einschlug. Sie schritt unbehelligt und ohne Zögern in die Bureanx. Die jnuge» Leute blickten einen Augenblick auf; denn die Erscheinung einer nngen Dame ist etwas Seltenes; ober da fie die» elbe nichts angtag, schrieben fie ruhig weiter. Helene öffnete die Thür, ohne anzuklopftu. Mr. Baldwin saß allein a« seinem Pull.

Ich bin Ihnen fremd, Mr. Baldwin,' begann Helene auf seine Frage,nud mein Name wird Ihnen auch nichts nützen; indes hier ist meine Karte, und wenn Sie wünschen, will ich de» Namen meines Rechts» anwolts darauf schreibe», damtt Sie Erkundiaunaen über wich einzieheu können.»

Bitte, nehme« Sie Platz, meta Fräulein.* , Baldwin las die Karte nud wartete auf w«i» ter« Mitteilungen.

»Ich will nicht erst viel Umschweife mache». Sie hotten, glaube ich, früher einen Gehilfen, namens Samuel Pringle, Mr. Baldwin?*

Der wird »och gegenwärtig bei mir beschäftigt.* » « tüchtig - Könne» Sie ihm Ihr volles

Berttaueu schenken?»

Gewift m«iu Fräuleich'- Mr. Baldwin sah sich wieder die Korie au, -Miß Elwood, ich ver» stehe nicht recht, weshalb ich Ihnen Ausschluß über de» Charaller meiner jungen Leute geben soll.'

Glauben Sie mir, Mr. Baldwiu, mich treibt nicht Neugier, «ud weun Sie mir meine Frage beont»

Deutsches Reich.

Berlin, 4. Juli. Man hatte bisher erwartet daß die am hiesigen Hose beglaubigten Botschafter und Gesandten, wie dies sonst üblich, nach dem stattgehabten Thronwechsel Sr. Majestät Kaiser Wilhelms II., ihre Kreditive in feierlicher Audienz überreichen würden, doch hat, wie wir zuverlässig erfahren, der Kaiser und König von diesem her­kömmlichen Zeremonie! Abstand genommen und wird statt dessen sämtliche chefs des Mission« ge­legentlich eines zu diesem Zwecke zu veranstalteten GaladinerS empfangen. Dieses Galadiner wird noch vor der Reise Sr. Majestät des Kaisers und Königs nach St. Petersburg, und zwar in etwa 8 Tagen, stattfinden, während letztere überein­stimmend mit den letzten Zeitungsnachrichten Milte dieses Monats auf der Kaiserlichen Dacht Hohenzollern» von Aiel aus, wohm sich der Kaiser am 11. oder 12. Juli begeben wird, angetreten werden dürfte. Auf der Reise nach St. Petersburg wird Se. Majestät nicht, wie man ursprünglich an­nahm, vom Reichskanzler Fürsten Bismarck, sondern vom Staatsminister und Staatssekretär Grafen Herbert Bismarck begleitet sein. Der Aufenthalt des Kaisers Wilhelm in Petersberg dürfte sich auf 3 bis 4 Tage erstrecken und legt man in russischen Kreisen der Thatfache, daß Kaiser Wilhelm II. den ersten Besuch, welchen er nach seiner Thronbesteigung dem Kaiser Alexander III. in der russischen Haupt­stadt abstattet, groß« Bedeutung bei; man will in dieser Thatsache eine große Friedensbürgschaft er­kennen. Der offizielle Besuch Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen Heinrich von Preußen an den nordischen Höfen dürfte vor der Petersburger Reise unseres Kaisers erfolgen. In Kopenhagen wird Prinz Heinrich mit dem sächsischen Königspaare zusammen- tteffen, welches zum 6. d. M., zur Eröffnung der deutschen Abteilung der dortigen Ausstellung, daselbst einzutreffen gedenll. Zu dieser Eröffnung hat sich gestern bereits der Geheime Ober - Regierungsrat im Handels-Ministerium, Lüders, als Regierungs- Kommiffar für die deutsche Abteilung, nach Kopen­hagen begehen und wird jedenfalls erst nach been­digtem Besuche der genannten höchsten Herrschaften von dort nach Berlin zurückkehrcn. Der Beuch unseres Kaisers am österreichischen und italienischen Hofe wird im Lause des Monats August erfolgen; im September gedenkt Se. Majestät den großen Manövern des Garde- und 3. Armee-Korps beizu­wohnen. Am Sonnabend Mittag hat der Kaiser

den ersten Monaten dieses Jahres unter mancherlei, widrigen Umstäuden nur Ischwer zur Geltung komme«. Die wenig fremidlicheHaltung, welche Ullsere Grenz- nachbaren gegen Deutschland blichen ließen, nötigten unser« Regierung .immer bofl neuem, für Vervoll­ständigung und Verstärkung unserer Wehr - Einrich- tungen zu sorgen. Hofft« auch jedermann, daß es der weisen Leitung unseres Reiches gelingen werd«, hie Gefahren abzuwenden und den Frieden zu er­halten, so mußte doch Handel und Wandel mit'der Möglichkeit rechnen, daß Zufälle und Kombinationen, die außer der Machtsphäre Deutschlands liegen, plötzlich die Weltlage ändern und den Krieg herbei­führen könnttn. Unter solchen Umständen mußte jeder bedacht fein, etwaigen Unternehmungen vor­sichtig Grenzen zu ziehen. Unter diesen Vorhalten hat die gewerbliche und Handelschätigkeit einen tat. ganzen befriedigenden Fortgang genommen. Die Preise einiger wichtiger Waren und gewerblicher Erzeugniffe verfolgten nicht mehr eine fallende, sondern eher eine steigende Richtung; Bereinigungen von Interessenten um der Überproduktion zu wehren und den inlän­dischen Markt im Interesse der Produktion zu regu­lieren, erwiesen sich m mehreren Branchen, wirksam.; auch war der Konsum im Inland für mehrere Ar­beitszweige beftiedigender als im Vorjahr, die Aus­fuhr wenigstens in den Menge«, größer, die Befchäft. tigung in den meisten gewerblichen Branchen eine lebhaftere und beständigere; die Arbeitskräfte haben sich eher gemehrt als vermindert, die Löhne sich auf ihrer Höhe behauptet. Ein« reichliche Ernte auch im Jahre 1887 neben den Vorräten, welche die Ernte von 1886 noch gelassen hatte, sowie di« aufmerksame Versorgung des Marktes vom Ausland« her durch den jedes Bedürfnis erspähenden Handel, hielten die Lebensmittel auf einem mäßigen Stande, und der deutsche Gewerbefleiß verdankt es wohl hauptsächlich dieser Gunst der Umstände, daß unsere Gewerbetreibenden wie ihre Arbeitskräfte die in allen Branchen wachsende Konkurrenz mit anderen indn- triellen Völkern auf den Märkten des Auslandes bestehen konnten. Die internationalen Bezie- Ijungen, so führt der Bericht weiter aus, haben sich trotz mancher erschwerenden Umständen im Jahre 1886 und, soweit zur Zeit zu übersehen ist, auch 1887 nicht verändert, sie sind vielmehr in diesen beiden Jahren erstarkt, und haben gewissermaßen einen neuen Anlauf genommen. Ob sie unter den neuen Zollschranken, welche das abgelaufene Jahr in mehreren Staaten Europas ausgerichtet hat, sich werden behaupten können, ist allerdings fraglich.

ausgeprägt, und zwar soll der s. Z. bestimmte Betrag von 20 Millionen Mark voll zur Ausprägung ge­langen. Bisher sind ungefähr */» davon ausgeprägt und auch in Umlauf gesetzt worden. Von diesen Bettägen sind sehr beträchtliche Sunnnen ins Aus­land gegangen und der weitaus größte Teil der noch im Jnlande befindlichen Stücke dürfte ebenfalls nicht in den Verkehr kommen. Der bisherige Präsident des Reichstags, Herr v. Wedell-Piesdorf, scheint sein Mandat durch seine Beförderung zum Minister des kgl. Hauses nicht für erloschen zu halten, und zwar weil dieser Posten weder ein be­soldetes Reichsamt noch ein besoldetes Staatsamt im Stan« des Artikels 21 der Reichsverfaffung ist. Der Minister des kgl. Hauses fft nicht Staatsbeamter, sondern Beamter des Königs.

In den verschiedensten Provinzialzeitungen sind in jüngster Zeit Mitteilungen über Revisionen und angebliche Reformpläne, betreffend die Land­wirtschaftsschulen, verbreitet worden, welche nicht pur an und für sich unbegründet, sondern auch geeignet sind, in den Interessentenkreisen dieser Schulen unnötige Besorgnisse über den Bestand der Schulen wachzurufen und damit den Besuch derselben zu schädigen. Die Landwirtschaftsschulen bestehen in gedeihlichster Wirksamkeit; eine Aenderung ihres Lehrplanes ist von keiner Seite in Anregung ge­bracht; durch die im vorigen Jahre erfolgte definitive Verleihung des Einjährig - Freiwilligen - Rechts sind die Verhältniffe dieser Schulen konsolidiert; an eine Aufhebung dieses Rechts oder gar eine Umwandlung der Landwirtschaftsschule« in Ackerbauschulen denkt Niemand. Die angeblichen außergewöhnlichen Re­visionen der Landwtttschaftsschulen durch Kommissare des landwirtschaftlichen Ministeriums beschränken sich auf den üblichen in einem regelmäßigen Turnus stattfindenden Besuch einzelner dieser Schulen durch einen Ministerial-Kommissar unter Assistenz des mit der direkten Ucberwachung der betreffenden Schule betrauten Regierungs- und Schulrats. Es liegt deshalb nicht der geringste Grund vor, an einschneidende Reformpläne in Betreff dieser Schulen zu denken. ? Soeben ist der Bericht der Ältesten der hie- igen Kaufmannschaft über den Handel und die Industrie von Berlin im Jahre 1887 erschienen. In demselben wird über die allgemeine wirtschaft­liche Lage Deutschlands folgendes ausgeführt: Die günstig« Wendung, welche in der zweiten Hälfte des Jahres 1886 in wichtigen gewerblichen und Handels­bräuchen sich bemerkbar gemacht, hat sich im ganzen auch im Jahre 1887 fortgesetzt, doch konnte sie in

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und

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-Freitag, 6^Juli 1888. «

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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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Anzeigen rnrnrnt entgegen die Expedition b Blattes, . ,

sowie b. Amwnceu-Bureaux von Haasenstein und P

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Dauben. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Parik.