Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain.
Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Lug. Koch.
Illustriertes ^Sonntagsblatt.
M 153.
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Marburg,
Sonntag, 1. Juli 1888
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Blatte», sowie d. Annonren-Bureaux von Haasenstein und Bögler ™L Jahrgang.
Daube n. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Pari».
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Oberhesfische Zeitung
mit ihren Gratis-Beiblättern
Kreisblatt für die Kreise Marburg «ud Kirchham und
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Die Exped. der Oberh. Zeitung.
Der „Reichs - Anzeiger" enthält folgenden Allerhöchsten Erlaß:
Schwere Tage sind über Mich und Mein Haus gekommen, von Neuem ist Mein kaum beruhigtes Gemüt tief erschüttert. Mit dem Heimgange Sr. Majestät des Kaisers und Königs Friedrich, welcher Meinem teueren Großvater so bald in die Ewigkeit folgen mußte, ist Mir der beste und liebevollste Vater, dem Lande der treueste und edelste Herrscher entrissen worden. Nur auf all zu kurze Zeit war es Ihm durch ein hartes Geschick vergönnt, zum Heile Seines Volkes, das Er mit voller Liebe umfaßte zu änirken. Die ganze deutsche Nation in erhabener Einmütigkeit trauert mit Mir um einen solchen Verlust und fremde Völker nehmen teil an unserem gemeinsamen Schmerze. Prachtvolle Blumen und Kränze, welche von nah und fern dem Hohen Entschlafenen gewidmet worden, zahlreiche Zuschriften und Telegramme, in denen Mir herzliches Beileid ausgcdrückt wird, geben Zeugnis von der reichen Liebe und Verehrung, welche der Verewigte Sich im Leben erworben hatte. Gemeinden, Vereine und einzelne Personen aus allen Teilen Deutschlands, insbeson-
beie auch aus Elsaß-Lothringen, Deutsche auf fremdem Boden, selbst in fernen Weltteilen, soweit nur die Trauerkunde drang, haben in solcher Weise ihr warmes Mitgefühl zum Ausdruck gebracht.
Es ist wahrlich rührend für Mich und gewährt Mir erhebenden Trost, Meinen geliebten Vater noch über das Grab hinaus so treu und innig geehrt zu sehen. Aus der Tiefe Meines Herzens sage Ich daher für alle diese Zeichen wahrer Teilnahme, welche Mich in den Tagen der Trübsal aufgerichtet haben, Meinen herzlichsten und aufrichtigsten Dank mit der Versicherung, daß gleich Meinen Vorfahren auch Mein ernstes Bestreben nur darauf gerichtet sein wird, in ungestörter friedlicher Arbeit das Wohl des Landes zu fördern und zu befestigen. Möge Gott Mir Seinen Segen dazu geben.
Ich ersuche Sie, diesen Erlaß zur öffentlichen Kenntnis zu bringen.
Berlin, den 26. Juni 1888.
Wilhelm.
An den Reichskanzler.
Wochenschau.
In der vorigen Woche ist unter tiefster Teilnahme und Trauer ganz Europas Kaiser Friedrichs sterbliche Hülle in ihrer letzten Ruhestätte beigesetzt worden. Tie Woche gehörte ganz dem Toten. Auch heute ist noch nicht die Klage um den dahingeschiedenen Herrn verstummt, aber die Lebenden verlangen nicht minder ihr Recht, und so ist der junge Kaiser Wilhelm II. denn vor den Vertretungen des Reiches und Preußens erschienen, um seinen Regierungs- Antritt in feierlicher Weise zu dokumentieren, die Grundsätze klarzulegcn, nach welchen er sein Regiment zu führen gedenkt. Mit noch nicht dagewesenem Glanze ist die Eröffnung des Deutschen Reichstages vor sich gegangen. Alle Bundesfürsten waren bereitwillig in Berlin erschienen, um durch ihre Anwesenheit bei der Parlamentseröffnung zu zeigen, daß die Freundschaft d r deutschen Fürsten nicht geringer ist, als die der deutschen Stämme, daß die Devise „Kaiser und Reich" eine über alle Anfechtung erhabene ist. Mit gleichem Pomp wie der Reichstag ist auch der Preußische Landtag eröffnet worden, nur daß dort die Bundesfürsten fehlten, welche dem ersten Akte eine welthistorische Bedeutung gaben.
Kaiser Wilhelm II. ist von den Volksvertretern mit lautem Jubel begrüßt worden, mit lebhaftem Beifall sind die beiden von ihm verlesenen Thronreden begleitet worden, welche die Runde über die ganze Erde gemacht haben. Der Kaiser vermeidet,
Nachdruck verboten.
-es verlorene« Heimkehr.
Bon Walter Besant und James Rice.
Autorisierte Uebersetzung von H. Henschel.
(Fortsetzung.)
Er fand Miß Elwood bei den Kindern und mit alle» vertraut. Die Kinder meinten, es wäre so sonderbar gewesen, daß die fremde Dame Ruth gleich Vkannt hätte, als sie hereiugctreteu. „Sie find Ruth Warneford," hatte sie gesagt und ihr die Hand ent» Skgengsstreckt. Woher mochte sie wohl Ruth kennen, da sie Nittte nicht kannte?
Nach einigen Tagen hatten sich die Mieter schon so weit eingerichtet, daß sie zur Familie zu gehören schienen. Der ältere Manu, Croil hieß er, — der sein Zimmer im zweiten Stock und zwei der Knaben ül dasselbe genommen hätte, als er bemerkte, daß sie sonst in einem Verschlag schlafen mußten, — war entschieden ein Seemann. Er trug einen marineblauen Anzug und eine Pelzmütze von seemännischem Schnitt. ES war ein kleiner Manu mit sausten, träumerischen, hellblauen Augen, der stets sehr ruhig sprach. Er hatte in der Regel in der rechten Hand ein Meffer, in der linke» ein Stück Tabak, das er immer langsam beim Gehen zerschnitt.
Er rauchte in regelmäßige» Pausen seine Pfeife, eine vor, eine nach Bem Frühstück, eine um Punkt acht Uhr, eine nach dem Mittageffen, eine um die Theestuude, eine nachher, eine vor und eine nach dem Abendbrot. „Aber man darf die Pfeife nicht immer J® Munde haben,' sagte er zu Rupert Lemire, dem Erstgeborene» — »daß man qualmt, wie der Ofen kmeS Lichterschiffes. DaS ist keine Manier, mein «ursche, für einen, der fein Brot aus der blauen See derdient."
Bet trotzsem Wetter benutzte er das Straßen- Pflaster als Promenade oder Rauchsalon; aber wenn «8 regnete, mußte er sich mit feinem Zimmer begnügen, •aB die Kinder sehr bald als eine Stätte unsagbaren
Entzückens betrachten lernten. Schon am zweiten Tage riefen sie ihn auf seinen speziellen Wunsch „Ben*. Dir letzte Pfeife rauchte er jeden Abend im ersten Stock bei den andern neuen Hausbewohnern.
Das war ein ruhiges Paar. Der Herr mochte wohl dreißig Jahr alt sein, aber er sah älter au8, denn man bemerkte schon Fallen um seine Augen und ab und zu graue Haare in seinem braunen Vollbart. Natur oder Kummer hatte eine lange, tiefe Furche auf seine Stirn gezogen, das Haar war ihm an den Schläfen ausgegangen, so daß die Stirn breit und offen dalag; die hübsch geschwungenen, beweglichen Lippen waren von dem mächtigen Barte ganz bi deckt, seine Rehangen schienen weit in die Ferne zu schauen und blickten wie die eines Menschen, der wartet und hofft; feine Stimme war tief, aber er sprach selten.
Seine Schwester, die ihm nicht ähnlich sah, — so wenig, daß nicht die leichteste Familienähnlichkeit zn entdecken war, — glich ihm nur iu einer Hinsicht. Ihre Augen hatten denselben Blick in die Ferne, und iu Ruhe schienen ste wie die ihres Bruders zn warten und zn hoffen. Sie war groß und hatte eine Gestatt, wie fie die Grazien lieben; ihr Kopf, so schön geformt, daß ihn Canova zum Modell hätte wünschen können, war mit prachtvollem, braunem Haar bedeckt und ihr Antlitz zeigte eine Feinheit der Zeichnung, wie wenn es ein Maler gebildet hatte, der von derSchwesterknnst, derDichtkunst durchdrungen war.
Dies Antlitz schien zu Freude und Glück geboren zu sein; ober die Freude war daraus gewichen und hatte einem frühreifen Ernst Platz gemacht. Ein Schatte» von Sorge lag stets darauf; nur wenn ste ihren Bruder aufah, erhellte das süßeste Lächeln ihre Züge und verwischte die Spuren von Sorge nm ihre» Mund.
Aufmerksame Mitglieder der Familie Lemire hatte» tetS, wenn fie ihre Wahrnehmungen zusaimnenlhaten, einige bemerkenswerte Beobachtungen au den neuen Mietern gemacht. Sie schiene» alle »ur sehr wenig
was die innere Politik betrifft, das Eingehen auf alle Parteidetails, er hebt die allgemeinen großen Ziele hervor, welche als Prinzip so gut wie keine Anfechtung erfahren. Und mit Worten, welche besonders in der preußischen Thronrede zu wünschen nichts übrig lassen an fester Entschiedenheit, spricht Er es aus, daß Er Recht, Gesetz und Verfaffung gewissenhaft wahren, keines der bestehenden Rechte der Volksvertretung beeinträchtigen werde. Das ist die Ursache, weshalb die Kaiserlichen Kundgebungen mit ungeteiltem Beifall ausgenommen sind, weshalb es dem Reichstage leicht wurde, sofort eine Antwort- Adresse zu beschließen, worauf das Parlament wieder geschloffen wurde. Derselbe Vorgang spielte sich in den beiden Häusern des preußischen Landtages ab. Auch die Kaiserlichen Majestäten sind nach Beendigung der Eröffnungsfeierlichkeiten wieder nach Potsdam aus Berlin zurückgekehrt.
Von hervorragender Bedeutung ist, was Kaiser Wilhelm II. über die Auswärtige Politik gesagt; mit inniger Freude sind seine Worte ausgenommen worden, welche uns den Anbruch einer längeren und ungestörten Friedensperiode zu verkünden scheinen. Der Kaiser will Frieden halten, so viel an ihm liegt, auf einen Krieg nur eingehen, wenn er uns aufge- zwungeu werden sollte. Die Kraft und die Stärke des Reiches soll nicht zum Angriff und zur Eroberung, sondern nur zur Verteidigung benutzt werden. Gewissenhaft wird auch Wilhelm II. diese hohe Hinterlassenschaft seiner Vorgänger, das Bündnis mit Oesterreich-Ungarn und Italien, auftecht erhalten. Der Kaiser wird aber auch die Freundschaft mit Rußland pflegen, die befriedigenden Beziehungen zwischen Berlin und Petersburg immer mehr zu verbessern suchen. Durch diese Thatsache, daß sich das Berhältnis zwischen Deutschland und Rußland wieder zu einem freundlichen gestaltet hat, wird die völlige Isoliertheit Frankreichs gegenwärtig klargestellt, der beste Beweis, daß wir einen Krieg von dieser Seite so bald nicht zu besürchten haben. Denn selbst der kriegslustigste Franzose wird kaum Neigung haben, ohne Verbündete einen Krieg mit dem Deutschen Reiche zu beginnen. Die neuen Verhältnisse werden wahrscheinlich noch im Laufe dieses Sommers ihre Bekräftigung finden. Kaiser Wilhelm II., so sagt man, wird auf dem Seewege dem Zaren in Petersburg einen Besuch abstatten, auch eine Zusammenkunft mit dem Kaiser Franz Joseph von Oesterreich und dem König Humbert von Italien wird wahrscheinlich staltfinden. Genauere Bestimmungen liegen indessen noch nicht vor.
Wert auf Speise und Tiauk zu legen. An Waschtagen, das heißt Montag, Dienstag und Mittwoch, wenn die Mutter und das Dienstmädchen mit der Wäsche zn thuu hatten, »ahmen die Mieter, ohne zu murre», wie doch andere gethan hätten, mit gekochtem Hammelfleisch, entweder mit oder ohne Kartoffeln, vorlieb. Sie tranken nichts als Kaffee, Thee oder Milch, nur Ben begab sich einmal des Tages, meist gegen Abend mit einem leeren Kruge nach dem Wirtshaus un- brachte ihn gefüllt zurück. Bei Tage gingen die Geschwister stundenlang zusammen aus, und des abends saßen sie stets Hand in Hand neben einander bet dem Feuer und blickten hinein. Dann hatte auch Bcn Croil bei ihnen Platz genommen, die Beine hatte er unter dem Stuhl verschränkt, den Kopf an die Wand gelehnt und war fest eiugeschlase». Manchmal saßen fie auch des morgens stundenlang chweigend neben einander, und Rupert L-mire hörte einmal die Dame nach solchem langen Schweigen sagen:
.Georg, wenn Bostom Tom irgendwo lebt bann, müssen wir ihn finden, ist er tot, bann müssen wir erfahren, wer und was er war.'
Ein anbereS Mal, als Netti Lemire ins Zimmer trat, um baS Bett zu mache», faub ste bie Dame auf den Knieen neben dem Bette, unb unter krampfhaftem Schluchzen rief fie letbenschaftlich: ,O, Herr! wie lange?*
Noch etwas mußte einem Beobachter auffalle». Miß Elwood schien Ruths Gesellschaft förmlich zu uche». Nun war Ruth zu jener Zett sehr traurig wegen ihrer gestörten Liebeshoffnnngen; da wäre fie gewiß lieber still für fich geblieben; aber fie konnte d« Aufforderungen nicht ablehuen, mit denen Miß Elwood fie überschüttete. Bald sollte ste mit ihr zn Mittag essen, bald mit ihr Thee trinken, bald sie be. uche», bald mit ihr ansgehe». ES wäre auch schwer gewesen, der Freundlichkett, mit der bie Einladungen geäußert wurde», zn wiederstehe», und die Lieben». Würdigkeit ermutigte das junge Mädchen schließlich, das Entgegenkomme» zu erwidern. Nach und nach
Tas Ausland beschäftigte sich ganz ausschließlich mit den Vorgängen in Berlin. Die Bedeutung der Thronreden, die Friedfertigkeit der Gesinnungen Kaiser Friedrichs ist säst allgemein anerkannt. Einige Pariser und einige Pestcr Blätter nur haben sich zu persönlichen Angriffen gegen Kaiser Wilhelm II. hinreißen lassen. Bei Ersteren ist das erklärlich, bei den Letzteren muß man sich billig wundern, wenn man nicht wüßte, mit welcher bodenlosen Oberflächlichkeit oft die deutschen Verhältnisse im Auslande beurteilt werden. Ucbrigens haben nicht nur die Vertreter der ungarischen Regierung und die Regierungsblätter ihre volle Sympathie für Deutschland und Kaiser Wilhelm II. ausgesprochen, auch jene Blätter nahmen, als fie erkannten, wie sehr sie sich verrannt hatten, ihre Aeußerungen zurück. Im Ucbrigen liegt nur äußerst wenig aus den fremden Staaten vor, überall herrscht bereits bie tiefste sommerliche Stille. Die österreichisch-ungarischen Delegationen in Pest haben ihre Arbeiten beendet und alle Regierungsvorlagen unverändert angenommen. In London haben die verbündeten Glad- stoneaner und Irländer einen neuen Angriff auf das Ministerium Salisbury versucht, sind aber kläglich abgewiesen worden. Dasselbe Schicksal hatte ein Versuch der französischen Akademie in Paris, die Rücklehr des verbannten Herzogs von Aumale, Prinzen von Orleans, nach Frankreich dnrchzusetzen. Das Ministerium lehnte das Ansinnen rundweg ab. Von Boulanger sagt man, er stecke in Geldnöten.
Deutsches Reich.
Potsdam, 29. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin empfingen heute nachmttags l1/* Uhr das Präsidium des Herrenhauses. Der Herzog von Ratibor überreichte die Adresse des Herrenhauses, welche der Kaiser, auf das huldvollste dankend, entgegennahm. Der Empfang dauerte eine Viertelstunde. Hierauf begab sich der Herzog v. Ratibor allein nach Schloß Friedrichskron, um der Kaiserin- Mutter Victoria das Beileid des Herrenhauses auszudrücken, — Das Präsidium des Abgeordnetenhauses wurde heute um 2*/« Uhr nachmittags vom kaiserlichen Paare gemeinschaftlich empfangen. Ter Präsident überreichte die Adresse des Abgeordnetenhauses mit einigen Worten. Se. Majestät nahm gnädigst die Adresse entgegen und dankte für den einstimmigen Beschluß. Die Majestäten unterhielten sich auf das leutseligste mit den Mitgliedern des Präsidiums. Der Kaiser berührte vor allem die Uebcrschwemmungen
wurde Ruth mit Miß Elwood, — die fie Helene nannte, so vpttant, als wenn fie ihre beste Freundin gewesen wäre. Wen» ste de» Tag über angestrengt gearbeitet hatte, verbrachte sie gern einen ruhigen Abend bei ihren neuen Freunden; denn in dem Zimmer des erste» Stocks war fie sicher vor dem Lärm der Kinder.
Sie hatten fich augewöhnt. wenn ste fo zusammen aßen, leise mit einander zu sprechen, während Mr. Elwood ein rnheloser Mensch, schweigend im Zimmer ans und nieder schritt. Sie sprachen, als ob er gar nicht zugegen wäre, weil er nie ein Wort in die Unterhaltung einflocht unb fie gar nicht zu hören schien.
Eines Sonntags nachmittags teilte ihr Helene etwas mit, war ihr Herz höher schlagen machte unb sie mit unaussprechlicher Freube erfüllte.
Es war ein recht ruhiger Sonntag-Nachmittag; man hörte ben alten Ben nach Tisch auf der Sonnenseite, wo der Ostwind weniger fühlbar war, auf und nieder schreiten. Rupert ging mit ihm, unb sie sprachen — das heißt Ben sprach eifrig, — von Schiffen und Stürmen unb dem Lebe» der Matrosen auf ber See. Helene unb Ruth saßen am flamt»; Ruth hatte ihre» Kopf auf die Knie ber älteren Freundin gelegt. Mr. Elwood lehnte am Fenster und blickte ernst und chweigend z» ihnen hi».
»Hub Du stehst ganz allein, armes Kind? hast weder Bruder noch Schwester?«
.Ich hatte wohl einen Bruder," erwiderte fie chmerzlich und errötend; „aber er — er — ist vor acht Jahren von mir gegangen, und ich habe ihn eitdem nicht wieder gesehen. Armer Georg — armer, lebet Georg!"
Sie schmiegte ihr Geficht in die Hand der neue» Freundin, und Helene fühle ihre Thräuen fließe».
„Sprich nicht davon, wenn e» Dich schmerzt.* Dabei sah fie nach ihrem Bruder hi», der bleich und karr mit zuckende» Lippe» lauschte.
tFortsetzmg folgt.)