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i^ÄWöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt.'
•__I | Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Ang. Koch.
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach dann» und . ..f... ,, ,
Feiertagen. — Qnartal-Abomiements-PreiS bei der Expe- wlRrVlirUf
dition 2*/i Ml., bei den Postämtern 3 ÜRL 50 Pfg. (exü.
Ä'K"' ** Sonnabend, 30. Juni 1888
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Blatte«.
sowie d. Annoneen-Bureanx von Haasenstem und Bögler
xxm- Jahrgang
Dauben.Co. in Frankfurt a.Berlin, Hannover. Paris.
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'• Juni: >urg bei Santau. rgs.
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Zum bevorstehenden
| Quartalwechsel «suchen wir die Bestellungen bei der Post auf die
Overhesfifche Zeitung
mit ihren Gratis-Beiblättern
Kreisülatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
, und
Illustriertes Iouutagsblatt baldigst machen zu wollen. Auf dem Lande »ehmen die Postboten Bestellungen entgegen. Für Kirchhain nimmt unsere Agentur (Herr Buchbinder Rindt) Bestellungen an, — für hiesige Stadt die unterzeichnete Expedition. IW* Neuzugehende Abonnenten in Kirchhain und Marburg erhalten vom Tage der Bestellung an bis zum 1. Juli die „Oberh. Zeitung" mit ihren Beiblättern gratis.
Die Exped. der Oberh. Zeitung.
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»ichtigie. Noch den Geistlichen kamen die Laien,
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drei Ktrcheupfleger, der Schulmeister und den Schluß bildete eine Schaar von Knaben. Hierauf betrat ein ßattlicher Herr, der nicht zur Prozession gehörte, die Arche. Bei seinem Anblick fuhren die Beiden, die gf der Orgeltreppe saßen, zusammen, und der junge Nau« wechselte die Farbe.
_ ,Da kommt mein Wohlthäter, Mr. Baldwin,' lifterte Ruth, ohne aufzublicken, sonst würde sie be- Uerft haben, wie John erst bleich und daun Purpur« Bt wurde.
Mr. Baldwin stand auf seinen Stock gelehnt und Wien dir Ceremonie am Grabe aufmerksam zu beo« Wen. Sie dauerte ungefähr zehn Miauten; bann *bn:te sich die Prozession wieder und verließ mit stoßer Feierlichkeit die Kirche.
Die alte Fran, eine der Witwen des Armenhauses, «ß die Thüreu für den znrückbletbeuden Herrn offen.
Nachdmck verboten.
-es Verlorene« Heimkehr.
Von WalterBesantundJameSRice. Autorisierte Uebersetzung von H. Henschel.
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Landtag.
Berlin, 28. Juni.
Die heutige zweite Sitzung des Herrenhauses nar ebenso zahlreich besucht, wie die gestrige. Der Präsident, Herzog vonRatibor, eröffnete dieselbe an 11 Uhr 15 Minuten mit den üblichen geschäft- dhen Mitteilungen. Am Miniftettische befindet sich Machst der Justizminister Dr. von Friedberg, iiach Beendigung der geschäftlichen Mitteilungen und n dem Augenblick, wo der Präsident die Verlesung «s Adreßentwurfs beginnen wollte, erschien am kinistertisch der Ministerpräsident Reichskanzler fürst v. Bismarck, um mit dem Hause stehend tn Wortlaut des Adreßentwurfs zu vernehmen. La Niemand zur Debatte das Wort ergreift, er- llärte der Präsident diesen Entwurf einstimmig für wgenommen.
Die Adresse lautet:
Allerdurchlauchtigster Großmächtigster Kaiser und König!
lllergnädigster Kaiser, König undHerr!
Eurer Kaiserlichen Majestät getreue Unterthanen Wen mit Allerhöchstdenselben den tiefen Schmerz,
Mr. Baldwin schien eS durchaus nicht eilig zu (den. Er ging in der Kirche nmher und betrachtete R Grab nach andern.
„Ich muß warten, bis er hierher kommt, dann A ich mit ihm spreche«,' sagte Ruth.
Beide erhoben sich. John nagte an den Lippen, widerte aber nichts. Er stand anftecht mit über kr Brust gekreuzten Armen in ttotziger Stellung da.
Der alte Herr kam langsam die Nordmaner ent«
(Fortsetzung.)
Die Thür wurde geöffnet, und die Prozession tritt den Flügel entlang. Voran der Pedell mit
(3975 tot® goldenen Amtsstube; dann folgte der Rektor ---- i vollem Ornat und auf diesen der Küster, der.den ;nung fffekt durch seine dürftige Kleidung ein wenig beein-
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97*4 vg; et rückte seine Brille zurecht, las die Inschriften
daß schon drei Monate nach dem Heimgänge unseres unvergleichlichen und unvergeßlichen Kaisers Wilhelm I„ Eurer Majestät Herrn Großvaters, unser vielgeliebter, in unaussprechlichem Seibeti bewährter Kaiser und König Friedrich III., Eurer Majestät teurer Herr Vater — das hehre Vorbild seines Volkes in dem Heldenmute, mit welchem er dies Leiden trug, wie er ftüher die deutschen Heere zum Siege führte —, ihm gefolgt ist. Es giebt in der Weltgeschichte keinen dem ähnlichen erschütternden Vorgang. ;
Eure Kaiserliche und Königliche Majestät besteigen den Thron Ihrer Väter in ernst bewegter Zeit, aber dieser mächtige und erhabene Thron ruht auf dem festen Grunde deutscher Art und Gesittung, er bietet Eurer Majestät die Regierung des preußischen, und — durch das von Seiner Majestät dem Kaiser Wilhelm wiederhergestellte Deutsche Reich — damit zugleich des so reich begnadigten und gesegneten gesamten deutschen Volkes. Gottes wunderbares Walten hat zur Ausführung seiner Ratschlüffe über dasselbe das große Geschlecht der Hohenzollern m unseren Königen berufen, und es damit Eurer Majestät anverttaut unter dem Segen des von Allerhöchstdenselben gesicherten europäischen Friedens, das preußische und das deutsche Volk zur Erfüllung seiner Aufgabe zu führen, eine Stätte der Gottesfurcht, der Liebe zu seinen Fürsten, des Friedens in seinem Innern unter den verschiedenen Klassen seiner Einwohner zu sein, sich des Besitzes der höchsten geistigen Güter in wahrer persönlicher und politischer Freiheit, in der Wahrung des Rechts, in der Fürsorge für die Schwachen und Bedrängten, sowie des Genusses allgemeiner Wohlfahrt zu erfreuen.
Eure Kaiserliche und Königliche Majestät habenden Entschluß ausgesprochen: den hohen Wegen Allerhöchstihrer Väter folgend, diese Aufgabe zu erfüllen, dem Volke ein gerechter und milder Fürst und nach dem Vorbilde von Eurer Majestät erlauchten Ahnen in treuer Pflichterfüllung der erste Diener des Staates zu sein, gewissenhaft die Gesetze und die Rechte der Volksvertretung zu achten und zu schützen und mit gleicher Gewiffenhaftigkeit die verfassungsmäßigen auch dem preußischen Volke unentbehrlichen Rechte der Krone zu wahren und aus- zuüben. So wird Gott, auf den Eure Majestät trauen, AllerhöchstJhnen auch das Gelingen geben, und das preußische Volk wird Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät Regierung dabei mit hoher Begeisterung in dankbarer Liebe und in freudigem Gehorsam unentwegt zur Seite stehen.
und betrachtete die Monumente. Ruth sah ihm mit vergnügtem Lächeln zu.
.Wie er sich wundern wird, mich hier zu treffen,* raunte sie Job« zu.
Der alle Herr war allerdings verwundert, als er das Paar gewahr wurde. Erstaunt blicke er sie ab» wechselnd an.
»John! Ruth Wacneford! Was bedeutet das?*
Ruth trat lächelnd eine Stufe hinab und auf ihn zu. »Sie find in meiner Kirche, Mr. Baldwin, ich bin hier Organist.*
Er blickte immer mehr verwundert und zugleich zornig um sich.
.Ich wünsche eine Erklärung, John,* sagte er, ohne dem Mädchen zu antworten.
Da fühlte Ruth, daß hier ein Unrecht vorliegen müsse.
.Da gibt eS nicht viel z. erklären, dies ist Miß Warneford, die sie kennen, sie ist Organist in St. Ethelred, und ich singe hier im Chor.*
.Und ist das alles?*
.Nein, es ist nicht alles. Die junge Dame weiß meinen Namen; aber sie weiß nicht, daß ich ihr Neffe bin; das habe ich ihr nie gesagt, sie hört eS jetzt zum erste« Male.*
.Sie höre« eS zum erste« Male!* wiederholte Mr. Baldwin.
Diese Worte klangen wie ein WarnnugSrus in das Ohr des Mädchens.
.In Ihrer Gegenwart, mein Herr, und an diesem geweihten Orte wage ich ihr zum ersten Male zu agen, daß ich sie liebe.*
„Daß Du sie liebst!" wiederholte Mr. Baldwin. Er setzte sich auf die Stufen der Kanzel und sah das Mädchen mitleidsvoll an. „Daß Du sie liebst! Armes Mädchen! Armes Mädchen!"
„Und in Ihrer Gegenwart frage ich sie, ob sie mein Weib werden will. Ruth, geliebte Ruth, bet« zeihe diese Rauhe Sprache; aber mein Onkel zwingt mich dazu. Ich kenne Deine Güte, Deine Geduld und Deine Leiden. Komm zu mir, Geliebte, und
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Eure Kaiserliche und Königliche Majestät und das preußische Volk sind miteinander untrennbar verbunden. Das Herrenhaus empfing mit tiefer Bewegung Allerhöchstderen Gelöbnis, und erwidert dasselbe als ein Glied der Vertretung des Volkes, indem es Eurer Majestät die Wahrung der alten in den heißesten Kämpfen erprobten unwandelbaren preußischen Treue und Hingebung in guten wie in bösen Tagen, bis zum Tode gelobt.
Wir erstreben
Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät aller un terthä nigstes, treugehorsamstes Herrenhaus."
Das Haus beschließt hierauf,- das Präsidium mit der Überreichung der Adresse an Se. Majestät den König zu betrauen. Nachdem der Präsident das Haus davon in Kenntnis gesetzt, daß der Rektor und Senat der königlichen Hochschule zu einer Gedächtnisfeier für König Friedrich III. am 30. d. M. das Haus eingeladen, teilt derselbe noch ein Schreiben des königlichen Staatministeriums mit, nach welchem heute Nachmittag 1 Uhr im Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses in gemeinsamer Sitzung der Schluß der Session erfolgen soll. Da somit die Thätigkeit des Hauses beendet ist, schließt der Präsident um ll1/« Uhr mit einem dreimaligen Hoch auf Se. Majestät den König Wilhem II., in welches die Mitglieder lebhaft einstimmen. Ä
Das Abeordnetenhaus hielt heute vormittag 11 Uhr eine kurze Sitzung, in welcher nach Erledigung _ einiger geschäftlichen Mitteilungen die Beschlußfassung über den vom Präsidium vorbereiteten Entwurf einer Adresse an Se. Majestät den Kaiser imd König- zur Disktrsfiw stand. Eine Debatte knüpfte sich daran nicht; der verlesene (Enttour: wurde einstimmig vom Hause genehmigt. (Lebhafter Beifall.)
Die Adresse lautet:
„Aller durchlauchtig st er,Großmächtigster Kaiser und König,
Allergnädigster Kaiser, König undHerr!
Mit Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät betrauert das Preußische Volk in tiefem Schmerze den Heimgang seines nach schweren Leiden in Gott ruhenden Kaisers und Königs. Ihm war es nicht vergönnt, seine hochherzigen, auf das Wohl des Landes gerichteten Absichten zu verwirklichen; die herzliche Liebe und Bewunderung seines Volkes aber hat er in vollem Maße erworben durch die ruhmvolle Mitwirkung an der Herstellung der nationalen Einheit, vergiß all Deinen Schmerz in der Liebe eine» Gatten. Komm, Ruth!"
Er hatte ihre Hand ergriffen und wollte sie an fich ziehen; sie aber sah starr auf Mr. Baldwin und flüsterte:
„Ihr Neffe?" .
„Mein Neffe." . , s j j
„Ruth, Geliebte, komm l"
Wie gern wäre sie gegangen, wie gern die eine Stufe hinaufgeeilt und in die Arme gesunken, die fich nach ihr ausbreiteteu; aber der Blick deS alten Mannes bannte sie.
„Gedenken Sie," sprach er feierlich.
Ruth zog ihre Hand au8 der des Geliebten.
„Gedenke nicht," ries John leidenschaftlich; „Du hast lauge genug daran gedacht. ES wäre grausam, wenn Du eS ferner wolltest. Was hat die Vergangenheit mit der Gegenwart zu thun?"
„Alles," sagte Mr. Baldwin ernst — „alles. Ruth Warneford, ich tadele Sie nicht. Es ist nicht Ihre Schuld, daß Sie mein Neffe ausgesucht hat; eS ist die seine, daß er nicht wußte, wie er sich Ihnen gegenüber zu benehmen hatte."
„Wie ich mich zu benehmen hatte?" fragte der Jüngling stolz. ’ F -,
„Danach frage in zehn Jahren, wen« ich noch leben sollte, und Du Zeit gehabt hast, darüber nach, zudeuken. Ruth, zwischen Ihnen und meinem Neffen teht eine Schranke, — der Schatte« eines großen Verbrechens."
,^Jch weiß," schluchzte Ruth, „o, ich weiß eS."
.Ich weiß von keiner Schranke; es ist nichts als ein Vorurteil eines kranken HftnS, dar auf weit hinter u«S liegenden, längst »ergebenen Ursachen beruht, komm aus de« Schatte« hervor, Ruth, und tritt ins Licht.*
.Was einer Ihrer Verwandt« vor acht Jahr« gethan hat, trennt Sie bis in die dritte und vierte Gmeratton von mir und ben meinigen."
.Was gestern geschehen ist, kümmert mt8 heute
durch feinen Heldenmut im schwersten Leiden, durch seine unwandelbare Pflichttreue bis zur letzten Stunde und vor allem durch die vertrauensvolle Liebe» die er selbst seinem Volke entgegenbrachte.
Eure Majestät haben das eidliche Gelöbnis abzulegen geruht, die Verfassung zu halten, und die Zusicherung erteilt, die Gesetze und die Rechte der Volksvertretung achten und schützen, die versassungs- mäßigen Rechte der Krone wahren und ausüben zu wollen. _ Mit Dank nimmt die Landesvertretung dieses fürstliche Wort entgegen; einig mit Eurer Majestät in der Anerkennung der Notwendigkeit, die Rechte der Krone gewissenhaft zu wahren und die Rechte des Volkes und seiner Vertretung ungeschmälert zu erhalten.
Eurer Majestät Entschluß, den Bahnen zu folgen, welche der Begründer der Deutschen Einheit Kaiser Wilhelm I. und der in Gott ruhende Kaiser Friedrich III. ihrer Politik im Reiche wie in Preußen vorgezeichnet haben, ist des Dankes und der freudigen Zustimmung aller Preußen sicher.
Eurer Majestät Zusicherung, nach den bewährt« Grundsätzen des erlauchten Hauses der Hohenzcllern bie_ freie Ausübung aller religiösen Bekenntnisse schützen zu wollen, findet in unseren Herzen lauten Wiederhall.
Daß Eurer Majestät Bemühungen, den religiös« Frieden zu erhalten, von Erfolg sein werden, hoff« auch wir.
Dankbar erkennt in Eurer Majestät Worten di» Preußische Volk die sichere Gewähr für die Erhaltung, Befestigung und Ausgestaltung der Selbstverwaltung.
Wie Eure Majestät ist auch die .Landesvertretung von dem Bestreb« erfüllt, unter Aufrechterhaltung der bewährten Grundsätze altpreußischer Finanzpolitik eine noch gerechtere Verteilung der Steuern und eine Erleichtern^ der Gemeindelasten herbeizuführen.
Mit Eurer Majestät erkennen wir in dem auf gegenseitiges Vertrauen gegründeten Zusammenwirken der Regierung mit der Landesvertretung im Dienste des Vaterlandes die sichere Gewähr für die Förde- berung der Wohlfahrt des Landes. Eurer Majestät danken wir und dankt mit uns das Preußische Volk, daß Allerhöchstdieselben Gerechtigkeit und Pflichtgefühl zum Leitstern Ihres Regiments erkoren haben. Wie Friedrich der Große durch das von Eurcr Majestät erneute hochherzige Wort seine völlige Hingabe an die Pflicht, sein Volk und das Vaterland bezeugte, so hat ihm auch das Preußische Volk in nicht mehr,* fiel der Jüngling ein. „Glaubst Du, Ruth, daß ich Deine Vergaugeuheit nicht kannte? Schon, als ich noch zur Schule ging, war ich mit Georg Warnefords Geschichte vertraut. WaS hat sie aber mit uns und mit unserer Liebe zu thun?"
„Sie steht zwischen Euch," versetzte der Onkel.
Während der ganzen Zeit hatte Rvth unverwandt dm GretS angeblickt. Seine Züge zeigten keine« Schimmer von Gnade, nur die äußerste Gerechtigkeit, und das machte sie zitter«.
„Ich bi» gütig gegen Sie gewesen, Ruth Warve- ford, was die Welt gütig nennt, doch davon will ich schweige«. Erinnern Sie sich dagegen, daß das bloße nenne« Ihres Namens mir Schmerz bereitet. Ich werde nicht aufhören, Ihn« beizustehe», wmn Sie etwas brauche«; und iw frage Sie nun, — ist es eine schwere Aufgabe für Sie, diesm jung« Mau» frei pr geben?*
»Eine schwere Aufgabe? In dem Augenblick, als John ihre Hand in die seine »ahm, wußte sie, daß eS ihr Leben, ihr Glück, ihr alles war, mal sie frei, geben sollte.
Sie antwortete nicht. 4^
„Solche thörichte Jugendneignngen*, fuhr Mr. Baldwin fort, immer noch wie ein Richter auf dm Altarstufen fitzend, während das schuldige Paar vor ihm stand, „solche thörickte Jugendueigungen find rasch vergessen. Sie werden in einem Moment darüber lachen, Ruth.*
„Ruth, gedenke der glücklichm Stund«, die wir n dieser alte« Kirche zusammen verlebten, der Abcnde « Deinem Heim, nuferer wonnigen Unterredungen —, oll dies alles vergessen sein?"
„Was ist die Liebe, daß sie die helligsten Pflicht» niedertret« soll nnd den Gehorsam verspotten? Kinder önnte t Jhr den« glücklich werden, wmn Ihr die Er. tunerung an die Vergangenheit immer vor Euch hättet?"
„Die Vergangenheit! was kümmert mich die Ser. gangmheit? Wenn Du meta sein willst, Ruth, dann wollen wir der Stadt «nd ihren verhaßt« Erinner.