ID
Illustriertes Sonntagsblatt.
M 145.
5 UNd
luerel
,61er).
3841 j
kt
nanu
'3876 ,bier).
! aufs neues (3873
s. w. s zu 1914 > ge-
3 bis st an- (3874
Marburg,
Freitag, 22. Juni 1888.
Nachdruck verbaten,
les SttUttutu Heimkehr.
Von Walter Brsant und James Rice. Autorisierte Uebersctzung von H. Henschel.
(Fortsetzung.)
Diese Menschen waren allerdings wilden Tieren rlich; aber ich habe nie gesehen, daß man wilde ne so niedergestoßen und geprügelt hätte; sie waren, runkeu und hatten doch noch Besinnung, um sich, alb die Offiziere vorüber waren, umzuwenden und d zu fluchen. Ans dem Quaterdeck stand die ge Dame ganz allein; sie klammerte sich an das ckbord und starrte hinüber nach der entschwindenden sie. Am Steuerrade stand ein ältlicher Manu mit t auseinander gespreizten Beinen; ich hielt ihn ch für den Quarrierweister oder HochbootSmann. hatte die Auge» tu die Höhe gezogen und den pf etwas nach der Seite geneigt. Hin und wieder cf er ihn plötzlich zu der jungen Dame herum, > ich sah, wie er sie ermutigte, obgleich ich notfir» kein Wort verstehen konnte, wenn er überhaupt aS sagte.
Den ganze» ersten Tag hindurch wurden die Leute
die Kreise Marburg uud Kirchhain
Marit 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Lug. Loch.
m Berlin aus die Rückreise nach Baden-Baden zutreten. Die Kaiserin Augusta stattete mit der roßherzogin von Baden der Kaiserin Victoria len Besuch ab, dieselben begaben sich sodann in
iten Kranz mit der Inschrift: „Letzter Gruß von it Mainau" niederlegte. — Der „Post" wird be- Zeffs der militärischen Umgebung des Kaisers mit-
rte ng er
79
hr, hr,
t erste Offizier auf Deck befanden,, so war doch genscheiulich eine Art Ordnung herg'estellt, und der ipstäu schien sich der Mannschaft versichert zu haben. . Für einen Monat oder länger galt es seine eigene Sicherheit.
Ich glaube, so lauge Schiffe auf de» Meere segelu, i fich noch keine Mannschaft so ausgesnchter Vaga- »den zusammeogefullden wie auf der Lucy Derrick, i hatte Gelegenheit, ihre Erzählungen uud die Flüche,
Deutsches Reich.
Berlin, 20. Juni. Ein Erlaß des Kaisers nehmigt, daß am 24, Juni eine Trauerfeier _____l weiland Kaiser Friedrich in allen Kirchen statt- idet. — Der Kaiser, der gestern Besuche fiirst- !>• i (her Herrschaften empfangen hatte und nachher dem M j iberpräsidenten Grafen Zedlitz, sowie dem Oberst- j immerer Grasen Stolberg Audienz ertciltx, wohnte . tute morgens den Truppenübungen bei und empfing n 10 Uhr in Abschiedsaudienz die österreichischen, » issischen, bayrischen und württembergischen Militär- । Meputa ionen. Nachmittags wurde der Reichskanzler «pfangen. Die Kaistrin Augusta und die Großh. »5, j ldischen Herrschaften beabsichtigen, morgen Abend
ehen. * dem Kapitän uud de» Offiziere» umhergejagt aben. b kommandiert, als wen» sie ebenso viele Neger. —- ave» gewesen wären. Mit Einbruch der Nacht be.
A wen die Dinge ei» mehr schiffmäßiges Ansehen; i lh die Mannschaft schien nach und nach vernünf.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach dann- und Feiertagen. — Onartal-AbonnementS-PreiS bei der Expedition 2*/t Ml., der den Postämtern 2 Ml 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnfertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Zum bevorstehenden
Quartalwechsel
chtchen wir die Bestellungen bei der Post öf die
Oberhessische Zeitung
| mit ihren Gratis-Beiblättern
rßreisblatt fSr die Kreise Marburg
! uud Kirchham
f und
। Illustriertes Souutagsblatt
kldigst machen zu wollen. Auf dem Lande sehmen die Postboten Bestellungen entgegen, ßür Kirchhain nimmt unsere Agentur (Herr Luchbinder Rindt) Bestellungen an, — für Hefige Stadt die unterzeichnete Expedition.
HM- Neuzugehende Abonnenten in Kirch- ain und Marburg erhalten vom Tage der Bestellung an bis zum 1. Juli die „Oberh. Zeitung" mit ihren Beiblättern gratis.
Die Exped. der Oberh. Zeitung.
bange Sorge um das Leben des Teuren das preußische und das gesamte deutsche Volk bedrückt. Flammte auch, wenn vorübergehend Besierung einzutreten schien, immer von Neuem die Hoffnung auf, nur zu bald mußte sie in Enttäuschung enoen. Menschliches Wissen und Können, hingebendste Sorgfalt und Pflege, waren machtlos gegen die tückische Krankheit, welche schleichend die Lebenskraft des geliebten Fürsten untergrub. Nun hat der Königliche Dulder ausgerungen. Die Kaiserin und Königin trauert um den geliebten, so treu gepflegten Gemahl. Die Kinder beweinen den liebevollen Vater. Die hochbetagte Mutter beklagt den Verlust des einzigen Sohnes. Das Königliche Haus vermißt sein teures Haupt. Und das Volk klagt um den Heimgang seines heißgeliebten Landesvaters. Seine edle Männlichkeit, seine machtvolle Erscheinung, seine Leutseligkeit und Freundlichkeit gewannen ihm frühzeitig die Herzen. Vor allen hingen mit Begeisterung ihm an die, welche unter ihm gekämpft und gesiegt hatten. Der Süden und der Norden Deutschlands waren in der Liebe zu ihm, in dem Vertrauen auf ihn geeinigt. Allein trotz der Höhe, au der er stand, trotz des Ruhmes, der ihn umstrahlte, trotz der Liebe, die ihn umgab, war es doch ein Weg tiefster Selbstverleugnung, den ihn Gott geführt hat. An einem der Gedenktage aus der Zeit der Befreiungskriege, am 18. Oktober, im Jahre 1831 geboren, wurde er in einem Alter, wo andere noch in der Vollkraft des Lebens und Wirkens stehen, dahingerafft. Von Jugend auf für den Thron bestimmt, hat er denselben nur wenige Tage über drei Monate eingenommen. Ein Friedenswerk wollte er vollbringen; unbekümmert um den Glanz ruhmbringender Großthaten, wollte er zufrieden sein, wenn seine Regierung dem Volke wohlthätig, dem Lande nützlich und dem Reiche ein Segen sei. Gott hat es ihm nicht beschieden, seine in der Stille gereiften Gedanken und Grundsätze allzumal zu verwirklichen. Ein siegreicher Held im Kriege, hat er sich auch als Helden erwiesen im Dulden und Tragen. Lerne leiden, ohne zu klagen — diese Losung hat er selbst geübt. Still, ergeben, voll ungebrochenen Gottvertrauens hat er sein schweres Geschick getragen und mit jener erhabenen Tapferkeit, die er in zahlreichen Schlachten bewiesen, hat er auch dem nahenden Tod in's Angesicht geschaut. Nun er von uns geschieden ist, wollen wir ihm ein ehrendes Gedächtnis bewahren! Laßt uns Gott danken, für alles, was durch den Entschlafenen für unser Vaterland geschehen ist! Laßt uns auch zu Gott flehen, daß er
zu bewache» schiene»; auch hörte ich die Matrose», wen» ich unter ihnen war, mit einander flüstern. Ein junger Bursche vou zweinudzwauzig Jahren schien an der Spitze dieser Umtriebe zu stehen. Er ging nie an einem Matrosen, vorüber, ohne ihm etwas zuzuraunen, und wen» er in meine Nähe kam, hatte er eine empörende Art und Weise, zu grinse» und zu nicken. Er hatte ein ganz nette» Aenßere. Auf den erste» Blick schien feine Lippe rechts etwas nach oben gebogen zu feto, was sich jedoch später als die Narbe einer Messerstichwunde erwies, die er fich wahr, scheinlich i» einem nächtliche» Streit geholt hatte, und dies gab ihm ein böses Aussehen. Seine Augen waren glänzend und standen dicht zusammen, feine Stirn hoch, aber »ach hinten gebogen, und er sah trotz feines SeemannSanzugeS weniger einem Matrosen ähnlich, als irgend einer, den ich jemals auf der See gesehen habe. Doch war er stets oben to den Masten ober °n Deck beschäftigt, nnb ich habe ihn an einem stürmischen Tage beobachtet, wie er rittlings am Ende einer Segelstange saß, die Spitze des RaadandeS in der Hand, und so mutig sein Werk verrichtete, wie es nur der beste gethau hätte. Ich zweifelte nicht einen Augenblick) daß dieser Bursche den Anführer wachte, nnb Dank meinen Erfahrungen, bie ich als Sträfling angesammelt hatte, la» ich in seinem @e> ficht, baß er ein großer Schurke wäre, wie nur je einer seine ungefesselten ©lieber außerhalb beB Ge. änfuifleS bewegt hat. Noch anbereS nahm ich wahr. Der HochbootSmann, bet zuerst feine ganze Zeit am Steuer zuzubriugen schien, übergab seinen Posten manchmal auch bem brttteu Offizier und kam nach bem Vorderteil deS Schiffes. Dan» hörte jedes Flüstern auf, unb bie Leute, außer Boston, Tom, so hieß der Spitzbube mtt dem freundlichen Gesicht, gingen ihm möglichst ans dem Wege. Boston, Tom prach ihn sogar an nnb schmeichelte ihm, inbem er h» .Mister Groll, betitelte. Ben Groll, wie Ich ihn piier nannte, war ein Mann von fünfnubfünfztg bis 60 Jahren, von kleiner, dünner sehniger Gestatt unb
geteilt, daß Generalmajor von Wittich und Generalleutnant von Hahnke zu Generaladjutanten befördert sind und mit dem Generaladjutanten von Winterfeld i ct dem Kaiser verbleiben. Die jetzigen persönlichen Adjutanten Major Frhr. von Vissing und Hauptmann von Pfuel werden Flügeladjutanten. — Unter dem Vorsitze des Reichskanzlers fand heute Mittag eine Sitzung des preußischen Staatsministeriums statt. — Der Oberpräsident von Posen verließ heute Berlin und kehrte auf seinen Posten nach Posen zurück. — Der Reichskanzler kehlte um 5 Uhr 25 Min. aus Potsdam zurück. — Prinz Albrecht von Preußen, Regent des Herzogtums Braunschweig, ist vom Kaiser Wilhelm zum Geueralfeldmarschall ernannt worden. Außer dem Grafen Moltke bekleidet von den aktiven Generalen jetzt nur noch Graf Blumenthal diese Würde. Im französischen Kriege führte Prinz Albrecht die Garde-Kürassier- Brigade, die zu einer besonders hervortretenden Thätigkeit nicht gelangte. Die Ernennung zum Feldmarschall dürfte die zum Inspekteur der aus dem 9., 10. und 12. Armeekorps bestehenden 2. Armee-Inspektion folgen. — Dem Aeltestenkollegium der Kaufmannschaft ging ein Reskript des Handelsministers zu, worin die Bedingungen für die Regelung des Getreidehandels an den Produkten-Börsen generell ausgestellt werden. Die Bedingungen beziehen sich auf die Qualität, das Gewicht und au: das lieferbare Normalgewicht des Roggens und Weizens. Das Normalgewicht für Roggen würde sich auf den Satz von 122 Pfund holländisch pro Scheffel belaufen.
— Mit Allerhöchster Genehmigung wird in sämtlichen christlichen Kirchen der Monarchie von den Kanzeln bie nachstehende Bekanntmachung des Ablebens Sr. Hochseligen Majestät des Kaisers und Königs Friedrich am Sonntag den 24. Juni verlesen werden:
Bekanntmachung des Ablebens
Sr. Majestät des Allerdurchlauchtigsten, Groß- mächtigsten Kaisers, Königs und Herrn, Herrn Friedrich,
Deutschen Kaisers und Königs von Preußen rc.
Eine neue Heimsuchung hat Gott der Herr über uns verhängt. Nach Seinem unerforschlichen Ratschluß ist binnen wenigen Monaten der zweite Deutsche Kaiser aus diesem Leben abgerufen worden. Am 15. Juni 1888, vormittags 11 Uhr 12 Minuten, ist unser innig ft geliebter Kaiser, König und Herr, Herr Friedrich,
sanft entschlafen. Seit mehr denn Jahresfrist hat
mit denen sie ihre Reden unterbräche», anzuhören' da mir als ZwischendeckSpasiagier mein Platz im Vorderteil angewiesen worden, und da Ich den ganzen Tag hindurch dicht am Vorderkastell saß. Nun, ich sollte meinen, einem freigelassenen Sträfling, der von Sidney zurückkehtt, hätte eigentlich nichts aus der Hefe menschlicher Verworfenheit unbekannt fein müssen, und wenn ich die Wahrheit gestehe, so gab es auch nur weniges. Wenn man wie ich auf einem 8er» brecherschiffe mit Gefangenen Ihrer Majestät die traurige Reise überS Meer znrückgelgt hat, daun bot sich wohl die Gelegenheit, zu erfahre», wie die schöne Erde zur Hölle gemacht werden könnte, wenn die Menschen ihre» eignen bösen Weg gehe» dürften. Met» entsetzliches Elend mochte mir damals auch Auge und Ohr geschwächt habe»; jedenfalls war die Reise mit ihre» Qualen bei Nacht, ihrer Verzweiflung bei Tage und auch der Abscheu vor meinen Genossen vergesse», so daß mich die Verwünschungen unb bie schmutzige Sprache der Mannschaft der Lucy Derrick aus meinem stumpfen Sinnen aufschreckte», wen» ich auf Deck lag, gleichwie irgend ein unerwartetes Ge. räusch, daS zur Nachtzeit das Ohr eines unruhig Träumende» trifft, ihn zur Wirklichkeit erweckt. Keiner auf dem Schiffe sprach mit mir; man beachtete mich iberhavpt nicht. „Well Du ein Sträfling bist/ sagte ch mir, und doch war dies nicht der Grund; es gab ich eben niemand bie Mühe, zu erfahren, wer der einzige ZwifchendeckSpaflagier fei. Bei ben Mahlzeiten, bie ich mit bem zweiten unb britien Steuer» mann etouahm, wurde nur wenig gesprochen; ich glaube, sie hielten mich für recht mürrisch. Die ganze übrige Zeit brachte ich auf Deck zu, uud da ich nichts Wetter vor hatte, schaute Ich mich um uud beobachtete die Mannschaft.
Einige Woche», nachdem wir anSgelanfen waren, lei mir verschiedenes auf, das mir bedeutsam schien. Erstlich, daß bie Offiziere niemals allein nach bem Sorbetten gingen, nnb baß sie stets bewaffnet waren, etner baß sie düster um fich blickten und die Leute
unseren nunmehrigen Kaiser, König und Herrn, Herrn Wilhelm II., : ausrüste mit der Kraft aus der Höhe, damit er ■ seines erhabenen Berufs warte Gott zu Ehren, und dem Volke zum Segen! Wir alle aber wollen uns demütigen unter die gewaltige Hand Gottes, damit : wir auch erfahren: „Tröstet, tröstet mein Volk! : spricht euer Gott." Amen.
— Professor von Treitschke begann am ; Dienstag seine Vorlesung über das Zeitalter der Reformation mit folgenden ergreifenden Worten: „Meine Herren! Mehr als eine ganz kurze Ansprache werden Sie heute, da wir tief erschütterten Herzens zum zweiten Male an einer Kaisergrust ; stehen, nicht von mir erwarten. Scheint es doch, als ob mit der Wiederaufrichtung unserer alten Kaiserlichen Größe auch jene gigantischen Schicksalswechsel, an denen die Geschichte der deutschen Kaiser so reich ist, wieder sich erneuern sollten. Wir haben nach einander eine beispiellos glückliche und eine beispiellos unglückliche Regierung gesehen. In Kaiser Wilhelms Leben haben wir gesehen das Bild eines Mannes, der, unscheinbar beginnend, kaum geachtet, noch in den Jahren seiner volleren Mannesreife zur Regierung gelangte, und mm unaufhaltsam aufstieg von Erfolg zu Erfolg, bis er endlich in welthistorischer Größe daftand und in Verklärung endigte. Es kam der erschütternde Tag, da ein Kaiser starb und ein sterbender Kaiser kam, das Erbe anzutreten. Welch' tragischer Gegensatz zwischen dem großen Vater und dem edlen Sohne! Kaiser Friedrichs Leben begann unter den denkbar schönsten und glücklichsten Vorzeichen. Ganz Preußen jubelte laut, als der Thronerbe geboren wurde, en jenem verheißungsvollen Tag der Leipziger Schlacht. Für den Thron erzogen und nach menschlichem Ermessen für ihn geschaffen und geeignet wie kein anderer, schien er einer großen und ruhmvollen Regierung sicher. Ihm ist es beschieden gewesen, die deutschen Heere zum Sieg mit zu führen und vor allem Süd und Nord durch den Zauber seiner edlen Persönlichkeit und durch das Bild männlicher Kraft fest zu verbinden. Und so sahen wir einer schönen Zukunft entgegen. Wie anders ist alles gekommen! Das Wesen der Monarchie, ihre Größe gegenüber der Republik liegt doch darin, daß sie menschlicherweise auf eine sehr lange Zukunft rechnen kann. Wo aber dieser sichere Blick in die Zukunft fehlt, da ist ihr innerstes Wesen gelähmt. Und so ist es diesem edlen Helden nur vergönnt gewesen, in der Gewißheit seines nahen Todes die Zügel einem über und über mit Runzel» bedecktem Gesicht. Sei» graues Haar trug er kurz geschnitten, und seine Auge», die er sonderbarer Weise abwechselnd schloß, während er einen ansah, waren von eigentümlich blassem und zarten Blau. In seiner Jugend mußte Ben Croll ganz eigenaitig schön gewesen fein, wie er auch mit Stolz erzählte. Jetzt im Atter hatte er ein Verttauen erweckendes Gesicht, und was feine SlnnenSart betrifft--aber wir werbe» feinen
Charakter kennen lerne». Um seinetwillen liebe unb achte ich die Hochbootsmänner, und Ouartiermeister und Unteroffiziere der Marine Ihre Majestät, sowie aller Handelsschiffe nnb Dampfer.
Wir hatten einen Schiffsjunge» an Bord, was 'ichts Außergewöhnliches ist. Ich habe behaupte» höre», baß in ben Körpern bet Schiffsjungen bie Seele» berer wohnen, bie einst grausame Kapitäne waren; andere Leute meinen wieder, daß sie für Schiffsverwalter, Schiffsausrüster, Zahlmeister, See. Agenten und Werber bestimmt seien. Welche Theorie nun bie richtige ist, vermag ich nicht zu entleiben, jedenfalls stimmen beide Parteien darin überein, daß das Dasein aller Schiffsjungen elend sei, daß nie einet die Iahte bet Reife erreiche, nnb daß ihr Weites Leben als Buße für bie im ersten begangene» Rlffethaten bettachtet werden müffe. Unser locken- köpfiger Junge wat et» Anfänger von zwölf Iahte». Man stelle sich ihn nicht etwa hübsch vor; denn er wusch sich nie unb kannte keinen Kamm. Balb be» werkte ich, daß er nicht allein alles wußte, was in dem Vorberkastell »erging, sondern daß er auch hl», ging und bem HochbootSmann seine Entdeckungen hinterbrachte. Den Jungen ttaf ich eines Tages allein, als er ein Ta» aufwickelte, und sagte zu ihm: »Dan, teile Mr. Croll mit, daß er auf mich rechne» »fltfe. Ich weiß, weshalb Du Dir am Steuer zu (baffen machst; Ich vermute, waS D» ihm sagen willst, und ich habe gesehen, wie Du zwischen der Mann» chaft hernmhotchst. Sage also Mr. Ctoil, daß er auf mich zählen dürfe, sobald er mich braucht.« Der
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Blatte», sowie b. Annoncen-Bureaux von Haasensteto nnd Bögler M-ÄifSSMÄÄ Ml ™ Jahrgang. Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris.
öchn^ Friedcnskirche, wo die Großherzogin von Baden
tr SU werde». Als ich htneingtog, war die Wache '""» Mellt, nnb obgleich sich weder der Kapttän, noch HttS
MechM 3rilunti
IMchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für "
Expedition: !
■ Ersckeint tialick außer an Werttaaen nea> Sonn- und