Einzelbild herunterladen
 

Bald aber trat das Fieber in erhöhtem Grade auf, und Se. Majestät mußte sich wieder zu Bette be­geben. Bei der Abend-Konferenz der Aerzte zeigte sich der Puls rasch und schwach, das Fieber hoch­gradig, Kräftezustand und Allgemeinbefinden sehr wenig befriedigend. An der Abend-Konferenz nahmen außer den ständig um den Kaiser beschäftigten Aerzten auch die Professoren Krause und Leyden teil. Pro­fessor Bardelebcn wurde noch für später erwartet und dürfte wohl die Nacht über im Schlosse bleiben. Alles in allem bie Gesamtlage ist eine in hohem Grade besorgniserregende."

DieNat.-Ztg." schreibt:Der Zustand des Kaisers läßt leider darauf schließen, daß es sich um einen Durchbruch des Grundleidens von der Luftröhre nach der Speiseröhre handelt. Bei der vorhandenen Krankheit kommt es vor, daß sich solche Kommunikationen zwischen Luft- und Speiseröhre bilden, und cs gelangen dann durch die abnorme Öffnung verschluckte Speiseteile in die Luftröhre hinein. Meistens werden dieselben wieder ausge­hustet, können aber auch in die Lungen hinabge- langcn und dort Entzündungen Hervorrufen. Für diesen Fall würde die eingelegte Tampon - Kanüle auch den Zweck haben, die entstandene Öffnung zu verstopfen. Leider scheint dieser Zweck nicht erreicht zu sein und es mußte die künstliche Ernährung an- gcwenvet werden. Der zur Anwendung gelangte Apparat ist keineswegs eine Magenpumpe oder Schlundsonde, sondern nur ein kurzes Rohr, das über die erkrankte Stelle der Speiseröhre hinweg­reicht, um diese, sowie den Kehlkopf von der Mit- bewcgung beim Schluckakte auszuschließen und in Ruhe zu lassen."

DiePost" schreibt: Das Befinden war heute entschieden bester, die Milch wurde gut vertragen und nach einer guten Nacht war auch die Stimmung gut. Man hat Hoffnung, daß in wenigen Tagen das Niveau des Zustandes der Charlotten­burger Zeit wieder erreicht fein wird. Tie bedenk­lichen Stunden sind für die nächste Zeit von 8 Uhr abends bis 2 Uhr nachts. Die Kaiserin wachte in der vergangenen Nacht selbst bei ihrem Gemahl, obwohl die Aerzte ihr versichert hatten, es liege keine direkte Gefahr vor. Ganz bewunderungswürdig ist auch in diesen schweren Tagen die Stimmung, des hohen Kranken. Während seine ganze Umgebung den Ausdruck des tiefsten Schmerzes über die er­neute Verschlimmerung des Leidens nicht verbergen kann, bleibt der Kaiser unerschütterlich in seinem Gottvertrauen und wenn seine Familie sich ihm

empor. Ede fuhr zurück und griff mit den Händen nach seinem Kopf, als könne er ein so nnverhoffles Wiedersehen nicht fasten:

Mein Vater mein Vater * stammelte er.

.Was ist denn Io8?' frug der Schlesier, welcher neben ihm im Grase lag und nur ab und zu eine» gleichgiltigen Blick nach der ihm fremden Gestllschaft hiountergeworfeu hattte.

.Nichts, nichts," erwiderte der Gefragte, .es scheinen wir Bekauute zn sein Leute aus P. weißt Du!"

Mittlerweile hatte die Gesellschaft ihr Picknick beendet und man rüstete sich zum Anfbruch. Vorher traten aber die Sänger nochmals zusammen, um den gastlich grünen Laubhallen ihren Scheidegruß zu zu widmen und bald klangen die allbekannten Laute au Edes Ohr:

Wer hat Dich Du schöner Wald Aufgebaut so hoch da droben!

Still lauschten die beiden Wanderer dem schönen devtschen Sange, der so schlicht nnd einfach, doch er­hebend zum Herzen spricht.

Eine zeitlang gaben sich die Sänger und ihre Angehörigen, nachdem daSLied im grünen Dom der, hallt war, mit stiller Andacht dem GenMe hin und allen war es als ob hoch oben in der Höhe, wie von einer überirdischen Stimme ein Echo des der. klungeuen Liedes über die Wipfel dahin rauschte. Es war k ine Täuschung beim letzte» Verse unterschied mau es ganz deutlich.

Ein herrlicher Tenor mit perlend reinem Anschlag saug die einfache Weise:

Was wir still gelobt im Wald

Wollens draußen ehrlich halten . . .

Dann brach er plötzlich ab, er war gestört worden. Einige Sangesbrüder hatten rasch die steile Wand erklommen um nach dem unbekannten Sänger zu spähen. Ehe sichs der Schneider und sein Reisekollege versahen waren sie von zahlreichen Männern umringt und immer noch tauchten neue Köpfe über dem Rande

thränenden Auges naht, dann deutet er mit der Hand nach oben und ein unbeschreiblicher, hoffnungs­voller Ausdruck belebt sein Antlitz. Den Ausspruch seines hochseligen Vaters hat sich Kaiser Friedrich zur Richtschnur gemacht:Er hat keine Zeit, krank zu sein" und während er mit der tückischen Krank­heit einen schweren Kampf zu kämpfen hat, trägt sich sein ungebeugter Geist mit weitgehenden Plänen zu seines Volkes Wohl. Seine Arbeitskraft und Arbeitslust trotzt allen Angriffen der Krankheit.

DerBörs.-Kur." meldet: Die Besserung im Befinden des Kaisers ist eine so außerordentliche, daß die Aerzte selbst darüber erstaunt sind. Die Berliner Aerzte reisten gleich nach der Konsultation wieder nach der Hauptstadt zurück.

DieC. C." schreibt: Seit gestern ist in dem Befinden Seiner Majestät des Kaisers und Königs darübrr ist eine Selbsttäuschung nicht länger möglich abermals ein derartiger Um­schwung zum Schlimmern cingetreten, daß hinter den betrübenden Nachrichten, die aus Potsdam stündlich in der Reichshauptstadt eintreffen, alle anderen Interessen zurückzutreten haben und that- sächlich auch zurücktreten. Bereits seit mehreren Tagen hatte Seine Majestät über Beschwerden beim Schlucken geklagt. Diese Schlingbeschwerden haben im Laufe des gestrigen Tages so zugenommen, daß es dem erlauchten Patienten unmöglich wurde, über­haupt auf natürlichem Wege noch flüssige Nahrung zu sich zu nehmen, da die Flüssigkeit aus der Speiseröhre in die Luftröhre drang und heftige schmerzhafte Hustenanfälle erzeugte. Gleichzeitig trat am Dienstag Abend starkes Fieber ein, durch dessen schwächende Wirkungen in Verbindung mit der unzureichenden Ernährung die Kräfte des hohen Kranken in beängstigender Weise abnahmen. Die Nacht ist dann aber über alles Erwarten gut ver­laufen, und da die Aerzte jetzt begonnen haben, dem Kaiser mehrmals täglich flüssige Nahrung mittels einer durch den Hals bis in den Magen einge­führten Röhre zuzuleiten, und Seine Majestät nach wie vor im Stande ist, feste Nahrung ohne künst­liche Hilfe zu sich zu nehmen, so ist ein weiteres Zurückgehen der Kräfte seit gestern hintenangehalten worden. Heute hat Seine Majestät mehrere Stunden außerhalb des Bettes und zum Teil auch in freier Lust verbracht. Schmerzen hat der Kaiser nicht, auch keine Atemnot. Die Behandlung des Monarchen liegt jetzt wieder vorwiegend in den Händen der deutschen Aerzte wie dies immer der Fall gewesen ist, wenn Komplikationen emtraten.

der Schlucht empor. Jetzt kamen auch die Dameu zum Vorschein, welche auf der bequemen mit Geländer ver­sehenen Treppe hiuaufgesttegen waren.

Alle beglückwünschten den bestürzten Säuger, der sich, berauscht von den HeimatSklängen, zum mit Einstimmen hatte hiureißen lassen. Alle lobten seine schöne Stimme. Man fragte kreuz und quer durch, einander, wer und was er sei, woher er käme und anderes mehr.

Kaum hatte er eine Sylbe davon verlauten lassen, daß er aus Italien käme da war Gevatter Schmidt, der sich auch gern Musikdirektor schimpfen ließ, schnell bei der Hand mit einer brillanten Vorlesung über italienische Musik, für die er schwärmte und über die er stundenlang hätte predigen können, denn in bezug auf Operumusik, italienische besonders, war er gerade­zu gefährlich wer ihn kannte, brachte ihn nie auf dieses Thema.

Aber es legten sich verschiedene Sangesbrüder ins Mittel, da R. noch vor Abend erreicht werden sollte, wo man in dendrei Linden" zu übernachten ge­dachte. Neumanns Ede, den keiner der Gesellschaft, selbst sein Vater nicht, der sich übrigens sehr reserviert und in sich gekehrt bewegte, wiedererkannte, wurde nunmehr von allen Setten aufgefordert sich der Ge- s-llschaft anzuschließeo. Man würde für seine Zehrung, Nachtquartier und die Versäumnis, die er etwa hätte, auskommeu und ihn entschädigen. Er solle sich nur nicht genieren, sie seien ja auch meistens Handwerker, wären auch auf der Reise gewesen, hätten selbst Söhne in der Fremde und schwatzten noch dies und das, um den Schneider zu bewegen, wieder mit zurück- zukehreu, weil sie wünschten, daß er am Abend noch einige Lieder mit seiner schönen Stimme vortragev möchte.

Ede, welcher hoffte bet dieser Gelegeuhest leicht eine Lösung seiner Angelegeuheit herbeiführen zu können, da er sah wie gern sie ihn alle hatten, war umsomehr geneigt mit umzukehreu als er auf die Art wieder zu Ltudeuwirts Töchterlein kam, bei der

Deutsches Leich.

Berlin, 13. Juni. DieNordd. Allg. Ztg." ist in der Lage, die Meldung verschiedener Zeitungen, der Justizmiiiister Dr. v. Friedberg habe anläßlich von Meinungsverschiedenheiten mit dem Reichs­kanzler sein Entlassungsgesuch eingereicht, als eine willkürliche Erfindung zu bezeichnen. Zwischen Dr. v. Friedberg und dem Reichskanzler bestehen keine Meinungsverschiedenheiten; es fehle auch an jedem Terrain dazu; ersterer habe denn auch kein Abschieds­gesuch eingereicht. lieber die gestrige Ankunft des Königs von Schweden werden folgende Einzelheiten be­richtet : Trotz der vorgerückten Abendstunde und des Inkognito, welches Se. Majestät der König von Schweden auf seiner Heimreise nach Stockholm ge­wahrt wissen will, hatte sich gestern Abend von den Linden aus bis zum Zentralbahnhofe Friedrichstraße eine sehr zahlreiche, Spalier bildende Menschenmenge eingefunden. Auf dem Perron, welcher teilweise sür das Publikum abgesperrt war, hatten die Mitglieder der hiesigen königlich schwedischen Gesandtschaft und zahlreiche in Berlin dornizilirende und vorübergehend anwesende Schweden beiderlei Geschlechts Aufstellung genommen, um ihren Landesherrn zu begrüßen. Wenige Minuten vor IO3/* Uhr erschien Se. kaiserl. und königl. Hoheit der Kronprinz in der großen gestickten Generalsuniform mit dem lichtblauen, breiten Bande und Stern des königlichen Schwedischen Seraphinenordens, begleitet von dem Erbprinzen von Sachsen-Meiningen und seinem persönlichen Adjutanten, Hauptmann v. Pfuel. Dem fahrplanmäßig einlau­fenden Kourierzuge war, als letzter Wagen, der Salonwagen Sr. Majestät des Königs angchängt, und unmittelbar nach dem Halten des Zuges ver­ließ König Oskar II. mit seltener Elastizität den­selben, aus den Kronprinzen zueilend und denselben wiederholt umarmend und auf Mund und Wange küssend. Der König trug einfache Reisekleider, ohne Überzieher, und einen niedrigen Hut; die trotz des Alters von 59 Jahren noch immer frischen, männ­lich schönen Züge verriethen keinerlei Ermüdung von der angestrengten Reise. Vom Publikum mit Hoch­rufen teilweise in schwedischer Mundart begrüßt, dankte der Monarch herzlichst nach allen Seiten durch Lüften des Hutes und Verneigen, reichte als­dann dem Erbprinzen von Sachsen-Meiningen die Hand, nahm huldvollst die Begrüßung der schwedi­schen Gesandtschaftsmitglieder sowie die Vorstellung des Gefolges entgegen und begab sich dann in Be­gleitung unseres Kronprinzen zu der bereilstehenden

doch nun einmal, seit er sie gesehen, alle seine Ge. danken waren. Der Schlesier aber, welcher in Dresden Arbeit in Aussicht hatte, wollte von Umkehr nichts wiffeu nnd so trennten sich denn die beiden Gefährten mit herzlichem Händedruck. Ede war jetzt fest eutschlosseu, noch heute sei» Schicksal zu Pollen deu

Die Gesellschaft nahm nun den iutereffanten Jta» ltener in die Mitte, denn da mau trotz der vielen Fragen seinen Namen nicht gehört oder nicht ver­standen, so taufte man ihn raschden Italiener.' Und so ging es dann munter vorwärts. Ede war zu Scherze» aufgelegt wie noch uie, man bot ihm die Flaschen an:He Sie, Italiener, feuchten Sie sich mal die Kehle bischeu au!'Italiener, Sie find ein verfluchter Kerl!' Italiener! schallte es vorn, hinten und in der Mstte, er war der Held dcs Tages. Die Sangesbrüder, weihe schon ein wenig ttef in die Flaschen geguckt, schwankten bedenklich und ließen sich von ihren Ehehälften stützen. Der Trupp der Unverwüstlichen stimmte ein Lied au:

So lebe hoch mein Sachsenland, dv edler Peil im deutschen Land--im deutschen Land.'

Wieder andere schrien fich heiser Nachbar Meischen war mit dem total betrunkenen Fahnenjunker in Streit geraten.

(Fortsetzung folgt.)

(Nachdruck Verbotenh

Der König der Sanner.

Benson hat sich in Newyork entleibt; kurz und bündig, wie das seine Art, hat uns der Telegraph von diese« Ereignis Mttteilung gemacht.

Harry Benson!

Wer war Denso» ? Ein Diplomat etwa, ei» Ge­lehrter, ein Dichter, ei» Feldherr? Nichts vo» alle­dem. Harry Benson war ein Gauner, und in dem Umstaude, daß der Telegraph eS für nötig hielt, uns

:mp|

roo, lnker.

7. H efte h, 1's 6

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Lnq. Koch.

Erscheint täglich außer an Werttage» nach Sonn- und ..... Feiertagen. Quartal-AbonnementS-PreiS bei derExpe-

M 139. RtfatfuRL bei den Postämtern 2 Ml. 50 Pfg. (exkl

Bestellgeld). JnfertionSgebühr für die gespaltene Zeile

10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.

Marburg,

Freitag, 15. Juni 1888.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», sowie b. Annoncen-Bureaux von Haaseustei» und Bögler in Fr-Mert a. BL, Kassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIII Moffe in Frankfurt-.M.,l6erlin,Münche«u.1kölL; S.L.

Daube u. Co. in Frankfurt a.«., Berlin, Hannover. Baris.

Aas Befinde» des Kaisers.

Potsdam, 13. Juni. Da bei der augenblick­lichen Lage Sr. Majestät des Kaisers die Ein­führung einer Ernährungssonde mit einiger Gefahr verbunden ist, hat Dr. Mackenzie seine Zustimmung zur Anwendung dieses Jnstrumenies erst gegeben, als von allen Ärzten einstimmig zugegeben wurde, daß diese Methode notwendig sei, um das Leben

5odi

*ke

25 Ps

bild

"t

>

er Ps

10 Ps

des Kaisers zu verlängern, da die Patienten öfters selbst noch einige Monate länger gelebt haben, wenn die Ernährung durch eine Sonde erfolgte. Bereits am Sonnabend Morgen hat Dr. Mackenzie eine Tamponkanüle eingesetzt, da sich eine Verbindung des Kehlkopfes mit^dcr Speiseröhre gebildet hatte. Die Ernährung Sr, Majestät erfolgt durch Dr. Mackenzie mit mehrmals im Laufe des Tages konzentrierter Milch, Sahne, Whisky u. s. w. Der Kaiser ver­weilte von 11'/» Uhr ab einige Zeit auf der Terrasse des Schlosses Friedrichskron. Um 1 Uhr 48 Min. traf der Reichskanzler auf der Station Wild­park ein und fuhr sosort nach Schloß Friedrichskron. Fürst Bismarck verließ nachmittags 4*/» Uhr Schloß Friedrichskron und fuhr per Wagen nach Potsdam,

düstere Berichte ausgezeichnet hak, veröffentlicht

int)

önij terif erlich

s

fb, [37

W

cht dli nt da

Herr Schmidt, Herr Schmidt, was kriegt die Lottchr» mit?

Die kriegt ei» Sopha lang und brett »Wegen ihrer großen Sit-zsamkeit.'

Er mußte fichS Lachen verbeißen und doch standen ihm dabei die Thränen in de» Augen, vor Freude! Sah er doch seit zehu Jahre» die ersten, alten, lieben bekannte» Gesichter wieder. Alle Unbill, die «au ihm gethau war vergessen. Ja, sogar dem Gevatter Schmidt verzieh er und war selbst am meisten über seine eigene Großmut gerührt. Nachdem er fich die Augen wieder blank geputzt, schaute er wieder htuuuter. Am beste» do» des Sautors Töchter» gefiel ihm noch die jüngste Julchen, ein überlustiges Mädel, die uetteste von allen von der mau das übliche Berschen sang:

sodann per Eisenbahn nach Berlin.

Wildpark, 13. Juni, morgen». Die Professoren Leyden und Krause sind gegen Mitternacht nach Berlin zurückgekehrt, Professor Bardeleben ist in Friedrichskron geblieben. Wir schließen hieran folgende Mitteilungen, welche heute morgen von dem Bert. Tagbl.", das sich bisher abwechselnd durch übertrieben optimistische und dann wieder besonders

wurden. Tas mit Mackenzie in Verbindung stehende Organ schreibt:Die Lage ist ernst, sehr ernst ge­worden; daran ist jetzt leider kein Zweifel mehr. Die Erholungspause, die gestern morgen dem schwer­kranken Kaiser gegönnt war, erwies sich als von sehr kurzer Dauer. Die wiederholten Versuche, die ge­sunkenen Strafte des hohen Patienten durch flüssige Nahrung zu heben, führten zu keinem genügenden Resultat; Schluckbescherden und Hustenreiz stärksten

[37;

-Hil­st

Mristrr Dieb.

Eine Pfingst-Geschichte von O. Ludwig.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

Es ist leider leider nicht mehr nachzuweisen, ob dieser Herr Schmidt und seine Töchter derselbe ist auf den der Volkswttz die bekannten Bersche» ge­dichtet hat, jedenfalls paffen fie sehr gut auf seinen Fall und wie Ede die lange Lotte tu ihrem eut- ß fetzlich grünen Kleide so stets fitzen sah, kam ihm unwillkürlich der Gedanke, daß diese edle Dame wie »um Sitzenbleiben geschaffen sei und das Verscheu | fiel ihm ein:

Zuck npfieh HM

id $ t unk

rt b-

--- ) W

- Grades verhinderten die Ernährung auf natürlichem p Wege. Infolge dessen wurden dem Kaiser stärkende Nahrungsmittel in flüssiger Form m'uels der Schlund­sonde direkt in den Magen eingesührt und so min- npftt bestens bewirkt, daß die Entkräftung nicht allzu rasche llilÜ Fortschritte mache. Ter hohe Patient verweilte noch ' einige male für kurze Zeit auf der Schloßterrasse, schlief auch nachmittags einige Zeit und zeigte nach der Nahrungsaufnahme einige Kräftigung.

R-ui

Die Julchen ist daS Gackelnest Die kriegt de» ganzen Ueberrestl

Weiter boxt saßen ja noch mehr Bekannte, der Nachbar Meischen z»m Beispiel, 'der alte Schwede unb neben ihm in dem breittandigen Strohhute mit dem Eicheusträußchen wer mochte denn das sein? Sein Gesicht war von oben nicht zu sehen lange silberweiße Locken legten sich schlicht um den schmalen hageren Kopf nnd fielen schwach gelockt bis auf die Schultern nieder. Jetzt erhob er sich und blickte

Lasiel «8.