Illustriertes Somitagsblatt
Expedition i Markt 21. — Redaktion, Druck und «erlag vou Joh. A«g. K,ch.
Arr neuen Minilterkrilis in Berlin,
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U»! und immer wieder und vermochte ui fit, ihre ’l , ?utuus zu begreifen; fie fühlte nur das Eine,
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Marburg,
Freitag, 8. Juni 1888.
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11 Heleue ihre Pflicht als Gattin verletzt habe. ' - „ Doch wer war ihr Begleiter auf der Flucht?
War sie frei? Allein nm welchen Preis, da ihre Freiheit dem Manne, deu sie liebte, Entehrung brachte!
; | wie auch H lene seinen Namen in den Staub Men mochte, ihr konnte es nichts nützen, denn blieb !» nicht trotzdem seine Frau?
Wie sollte sie ihm nur die Nachricht beibrivgen? Me konnte sie ihm sagen, daß seine augebctete Frau k M verlassen habe?
überlegte diese Frage hin und her, als sie, «sein Bett zurückkehrend, den Platz so gut als möa. A auszufülleu suchte, de» Helene frei gelassen. Ihre «°8en waren am nächsten Morgen eiugesalleu und ^be von der Nachtwache, als Audrew ihr Harvey «nclays Karte brachte. Sie erschrak, als ihre Blicke den Name» fielen; fie war so überzeugt davon er Helene auf ihrer Flucht begleitet Ee. Bon wem hatte denn uuoHeleue gesprochen? c?‘ 6Mg fast begierig hinab, ihn zu empfangen, da V ” hoffte, durch ihn das Rätsel zu lösen.
ist Helene?" rief fie ihm statt des GrußeS '«gegen.
1 folge sind der hiesigen Polizei Mitteilungen über 1 oin Komplott zur , Ermordung des Kronprinzen I Wilhelm und des Fürsten Bismarck zugegangen.
Die Verschwörer, welche zumeist Mechaniker und Elektriker sind, halten ihre Zusammenkunft in der I Behausung eines fanatischen Anarchisten im Norden : Londons und es wird geglaubt, daß sie die für die ■ Mordversuche bestimmten Höllenmaschinen, welche teilweise elektrisch sind, beinahe vollendet haben. : Die Maschinen sollen von einem Schiffszimmermann, der in revolutionären Kreisen als erfolgreicher Schmuggler sozialistischer Flugschriften wohlbekannt ist, nach Deutschland mitgenommen werden. Der Bericht schließt: Zwei junge Leute, die, wie man glaubt, gegenwärtig in Berlin wohnen, haben es unternommen, das Attentat auszuführen, allein die Polizei ist augenscheinlich gründlich informirt über die Pläne der Verschworenen, so daß wohl keine Aussicht darauf vorhanden ist, daß sie zur Ausführung gelangen werden.
— Der deutsche Handelstag versendet soeben das Protokoll seiner Ausschußsitzung vom 7. Mai d. I. Aus demscben ist eine Mitteilung des Dr. Hammacher über das orientalische Seminar hervorzuheben. Der genannte Herr führt aus, daß man bei Begründung des Seminars als Motiv hauptsächlich die Bedürfnisse des auswärtigen Dienstes hervorgehoben habe. In Wirklichkeit sei aber ein ebenso erheblicher Zweck der, für die Jnterefsen unseres Exporthandels die geeigneten Kräfte sprachlich vorzubilden. Ihm sei vor kurzem die Eröffnung gemacht, daß zum lebhaften Bedauern der Leitung des Seminars bis jetzt die kaufmännischen Kreise von diesem Institut nicht den erhofften Gebrauch gemacht hätten, und man habe ihn ersucht, die heutige Gelegenheit zu benutzen, um in dieser Versammlung von Industriellen uno Kaufleuten aus allen Teilen des Reiches den bezeichneten Gesichtspunkt hervorzuheben. Diese praktische Seite des Unterrichts sei nun nach seiner Meinung wohl geeignet, in den einzelnen Teilen Deutschlands in erhöhtem Maße die Aufmerksamkeit auf das orientalische Seminar zu lenken; es habe die Absicht bestanden, durch einen Beamten desselben die einzelnen deutschen Kreise bereisen zu lassen, um durch Rücksprache mit den betreffenden Personen das besondere Interesse in der angedeuteten Richtung anzuregen. Aus mehreren Gründen habe man von dieser Art der JnieressenelWeckung Abstand genommen und den gegenwärtigen Weg der Mitteilung an die Vertreter des Handels und der Industrie gewählt. — Die
(Nachdruck verboten.)
lForlsetzung)
lung Jung
Feindliche Gewalten
Roman von E. Mace.
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fn sie nur gegangcu sein?" fragte er .Oder - Helene!"
1/ 8 e j ,raLt selbst spräche. .Wohin mag I Der Ton, in dem er diesen Namen sprach, drückte fie gegangen fein? Und mit wem?" deutlich Verdacht aus - Mary schrak entsetz zurück
.Da Sie nichts davon wissen, so muß sie allein .Helene!" schrie sie auf. ' $ 6 $
gegangen fein. Gott sei t)ank dafür! Harry hat! .Ja, Maiy, ich zweifle nicht daß fie es war dnen9 a%ri $n benIetl' daß sie I welche in ihrer V rzweiflung den Diebstahl verübte'
etnenffi®'fiJa'ÄW 6atte< Wenn Sie einen Detektiv holen lassen, so muß ihn
’S'KIch »m, ,r ta ÄV5 "Ä
Sn™ Jdne L'ppeul .Walten Sie!" rief das Mädchen. .Mir dreht
^°^s^dgar spricht fortwährend von ihr, I sich der Kopf so, daß ich kaum denken kann" $
doch Harry niemals. Ich—Was gibt es, Andrew?"! »Dann muss ick für hmfrn sn>n\h a*
in bTr Vfiftr totenbIei<16em Gesichte Iwerde Andrew sagen, daß er vorläufig uoch'nichts
Jst d-r Äel -S" von seiner Entdeckung verlaute» lassen soll? Doch
n,in TOifi TOnth!« f K m I ba$“ muß ich eine gewisse Autorität haben. Mary,
^er alte Mann. I Sie müssen Ihr mir gegebenes Wort sogleich ein- .Es ist nichts von ihm, aber man hat uns be-! lösen, Sie müssen noch heute meine Frau werden!" Abputzen, doch I .Heute! Das ist unmöglich! Nein! Sowohl niih ar‘ J*” h 8*1"3 leer;! Harry, wie Onkel Edgar können mich nicht entbehren,
Ma'^n groß?/'Äufre^üno"' ~ ^.Dak br°»che»°Si! anchnicht! Sie sollen bleiben
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S 6». « V t , steht auf dem Giro JhreS Vormundes, uad um diests
®?e' ^v^rbrach sie Harvey.!zu erhalten, müssen Sie ihm alles sagen. AIS ver- m«!e JTh«. 7 Wary, lassen Sie!heiratete Frau haben Sie deu Gatten zum Bormund
nich einige Worte mit Ihnen sprechen." Sie blickte! und Sie können dadurch Harry Re unold vor der fbleCr?fi°renLd?' Hff7kI7°§ mit dem Be-! Entehrung retten, die er so vollauf verdient hat." )em '4mme? t Entschließungen abzuwarten, an. Und um dies zu thun, muß ich Sie heiraten?" Harve^^als°sie°fich'allestr^bef?nd^utt-gte ihrer "stimme, doch tto'tzdem Maun^die^St'stn too£'eiprObt' ,ben ° flttt Mnnte 14 b-arg.!trotzen, und deshalb mußte er vor allen Dingen ihre
tEiuwilligaug erlangen.
MchW Zeitung
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte«, !°wie d-Almoncen-Bureanx von Haasenstein und Vogler
Mill. Jahrgang
Daube u.Eo. in Frankfurt a.Berlin, Hannover. Bari«.
Legislaturperioden von einer Vorbedingung, der! Kaiserin fuhren heute, abends 6 Uhr, im offenen 1 gleichzeitigen Veröffentlichung seines an den Minister Wagen nach Altgeltow zur Besichtigung der dortigen des Innern gerichteten Erlasses über die Wahl- Kirche. Ihre Majestäten wurden überall enthusiastisch freipeit, abhängig gemacht, ine zu Erwägungen im I begrüßt.
; Staatsministerium oder doch bei dem Ressortminister Berlin, 6. Juni. Die „Nordd. Allqem qta “ ; ?nIa6 Späten hat. Die bemerkt anläßlich der Hindernisse bei der Aufführung
' "Evd. Allg. Zig. hat ganz offen zugegeben, daß des Trümpelmann'schen Lutherfestspiels welche 1 °>e Ansicht des Kaisers eine andere war, als die nunmehr durch Abänderung des Textes beseitigt ' ^«^inifteriuntä unfe das letztere hat sich sind, daß es nicht notwendig sei, nach 300 Jahren eben der Ansicht des selbst regierenden Monarchen! zur Wahrung des Reformationsgedankens katholische unterworfen. L-etzle es der Ansicht des Kaisers die Institutionen und Gebräuche in geradezu blasphemi- semige entgegen so blieb schließlich nichts übrig, scher Form zum Gegenstände burlesker Theaterseenen als die Eventualität eines Kntlassungsgesuches. Das zu machen. Die Obrigkeit Preußens, in welchem letztere ist aber nicht erfolgt und wird auch nicht | die religiöse Gleichberechtigung die erste Regel sei erfolgen. Aus dem ganzen Verlauf der Angelegen- könne sich unmöglich von der Pflicht der Aufrecht-
T1 i1' 8C? d°ß Fürst erhaliung und Wahrung des konfessionellen Friedens Bismarck sich derselben gegenüber recht kühl ver- abdrängen lassen. Die Aufführung findet heute halten hat und niemals daran gedacht hat, daraus Abend statt nach den von dem Kultusminister und eine .^abmettsfrage machen zu wollen. Es entspräche dem Minister des Innern verlangten, durch von auch der ganzen politischen Vergangenheit des Fürsten Wildenbruch bearbeiteten Umänderungen. — Dem wenig, wenn er Kaiser Friedrich halb mit Gewalt! Bundesrat ist die übliche Übersicht der Ergebnisse feinen eigenen Willen aufzwingen wollte. Das Hai der Heeres-Ergäuz uug für 1887 zugeganqen. er auch dem hochseligen Kaiser gegenüber nie gethan. Danach werden in den alphabetischen und Restanten- und die ungeheure Festigkeit seiner Stellung beruht, listen geführt 1 394 566 Mann; davon sind u A abgesehen von ,einen Verdiensten, vor Allem mit zurückgestellt 491 118, ausgeschlossen 1260, ausqe- bann, daß er nie vergessen hat, daß er nur der mustert 62 901, der Ersatzreserve I überwiesen 96 741 Diener des Kaisers war. Darüber lange Worte! der Ersatzreserve II 64 337, der Seewehr II 440 ' mact)en zu wollen, hieße Eulen nach Athen tragen, ausgehoben wurden 161 193, und zwar für das 3m borhegenben-gälte ist übrigens kaum daran zu! Heer zum Dienst mit der Waffe 153 812 ohne äffieifeln, daß Kaiser Friedrichs Wahlerlaß über kurz Waffe 4923; für die Flotte aus der Landbevölkerung oder lang zur Veröffentlichung gelangt. Kaiser 1405, aus der seemännischen Bevölkerung 1683 — »r'ednch, der schon als Kronprinz allen seinen Die nach der „Rat.-Zig." von uns wiedergegebene Dienern vor einer Wahl laut heraus sagte, Jeder Mitteilung, daß von den neuen ^XneTmit Bon 'hnen könne Wahlen, wie er es für recht haltendem Kopfe des Kaisers Friedrich die bereits ausqe- Nlemand habe wegen seiner Wahl Folgen zu furchten, gebenen Stücke wieder eingezogen und umgefchmolzen wird sicher aus der Kundgebung seines Erlasses be-Iwerden sollen, da bei der Prägung am Hinterkopse e?urfi Bismarck hat offenbar nichts dagegen, des Kaisers eine Art Wulst entstanden sti, die un- es handelt sich also nur um die Ansicht des Ministers,! schön und störend wirkt, wird von der Direktion nnrf,ro^enhbcr^r..^ gerichtet ist. Es heißt ja, des Münzamtes als unrichtig bezeichnet. Ein Präge- auch Herr von Puttkamer wolle seine Bedenken jetzt fehler ist überhaupt nicht vorhanden; die unbedeu- 22—, | tende sogenannte Haarwulst, die auf den einfachen
- .r. - . .------------------ Kronen sich ebenfalls findet, ist von dem als Vorbild
Knfas«... « M ß * . , . .. vorgeschriebenen Relief übernommen. Ob dieselbe,
Potsdam, 6. ^unt. Der Kaiser und die welche eine künstlerische Unterbrechung des Hinter- Ka serin machten gestern nachmittags eme Spa- kopshaares bezweckt, schön oder unschön wirkt, ist ^/oh"' Der Kaiser, welcher eine gute Nacht Geschmackssache. Eine Einziehung dieser Goldmünzen -
V ? I • Üormit*a9§ m dem Ponywagen die anhaltend fortgeprägt werden und von denen 1
™ gieren. Zum Vortrage erschienen jetzt bereits circa 20 Millionen Mark in Doppel- :
rS Oberhof- krönen und ein größerer Betrag in einfachen Kronen i
v m • «“Hi SRaboIm An dem Diner nimmt m Kurs gesetzt sind, findet nicht statt. — Dem .
ie Prinzessin Feodora teil. Der Kaiser und die! Berliner Korrespondenten der „Liverpool Post" zu- i
ss<..'^lene?" wiederholte er erstaunt. »Weshalb üttfle» Sie mich nach Helene? Ist.sie nicht hier?" ^ieffür' ^ei” ^flU 8 Bn^ diesen
Di- hiell ihm da» Papier hi».
erblaßte. Wie weit mochte fie ihn verraten £»4 die Wolke lichtete sich, als ei» fläch.
'vr Blick ihm zeigte, daß er nichts zu fürchten habe. 3452
.Ich kann nicht!" sagte fie. „O Mr. Barclay, erlösen Sie mich von diesem verhaßten Zwange!"
.Niemals!" antwortete er fest. .Wenn Sie Ihr Wort breche», soll die Welt die Wahrheit erfahren. Dann wird dies« Flucht einer Abenteuerin nicht nötig sei», um de« Namen der Reynolds t» den Staub zu ziehen."
„Einer Abenteuerin! So sprechen Sie von Helene? Sie, der ihr Freund war! Sie, den sie liebte!?'
.Sie betrog Sie, Mary; fie lieble nicht mich, sondern den Manu, der an ihrer Flucht teilgenommen und de» Raub mit ihr geteilt hat. Wenn fie Ihnen ^was anderes sagte, so that fie dies, um ihren eigeuen Msichteu zu dienen. Doch wir verschwenden die Zeit, Maiy. Willigen Sie «in? Wollen Sie noch heute, bevor die Sonne untergeht, die Meine werden?"
.Ja", antwortete fie mit hoffnungsloser Stimme. .Was liegt au der Stunde des Opfers? Um fünf Uhr, Mr. Ba-.clay, wollen wir uns au Onkel Edgars Krankenbette traue» lassen. Ich will jetzt gehen, um ihn vorzubereiteu."
.Doch Sie versprecheu mir, daß uichts von allem, was er sagt, Sie von Ihrem Vorsatze abbringen kann — versprechen Sie das?"
.Um fünf Uhr werde ich bereit sein; doch Sie werden der Manu einer Frau, deren Herz tot ist, Mr. Barclay, und welche selbst vor der Berührung Ihrer Haud zurückschreckt."
.Ich werde die Frau heirate», die ich liebe!" er. widerte er.
Er trat ihr einen Schritt näher, aber fie wich zurück und zeigte auf die Thür.
Mit Wuth im Herzen, doch ein Lächeln auf deu Lippen, gehorchte er ihr und überließ sie ihrem Elende.
35. Kapitel.
Die gestörte Trauung.
In der Kühle des frühe» Morgens stand Helme Rehnold am nächste» Tage auf dem Verdecke des Dampfers, als er langsam deu Hafe» verließ und
Erscheint täglich außer an Werktage» nach Sonn- und m inn Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-PreiS bei derExpe- JI5L loO bition 21/. Mk., bei den Postämtern 9 SRI 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zelle __10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.
welche seit Beginn der vorigen Woche das Interesse von ganz Deutschland in Anspruch nahm, ist die Spitze abgebrochen worden, sie Hot ihre Schärfe verloren, und wenn auch noch nicht bekannt ist, wie sie in ihren Einzelheiten ausgeglichen wirb, so steht f doch soviel fest, baß weder Fürst Bismarck, noch fffPltü bas preußische Gesamtministerium daran denken, ihre
lUlIr Entlassung zu nehmen, baß sie sich vielmehr bcm
Willen resp. der Ansicht Kaffer Friedrichs unter« ordnen. Dies Ergebnis ließ sich voraussehen, und den na4 ®enn in der Zukunft sich noch fernere T ifferenzpunkte )r 1887 ’n Preußen ergeben sollten, das Hauptresultat wird 0000-r das Gleiche fein. Der Reichskanzler betrachtet als ; sein Arbeitsfeld vor Allem die Reich-Politik. In 502611 der Auswärtigen Politik besteht gewiß nicht die 62882 L Ksseste Differenz zwischen Kaiser Friedrich und ihm, und in der inneren Politik sind schroffe Gegensätze vorerst kaum zu erwarten. Die große Frage der Sozialgesetzgebung kann nur bei einträchtigem Zusammenwirken der verbündeten Regierungen und des Reichstages gelöst werden, und-Kaiser Friedrich wird cheib« vcher der allerletzte sein, hier hemmend einzutreten.
. Reue Sternrvorlagen haben wir nach den vorjährigen Gesetzen fürs Erste wohl nicht wieder zu erwarten; v * ( Deutschland hat seine militärische Leistungssähigkeit
■ E das Höchste anspannen müssen, und die dafür nötigen Gelder sind bewilligt worden. Nach der Josbach Periode des Ausgebens ist also nun wohl eine solche
irchha» des Sparens am Platze. In der Gewerbepolitik
„ kann man annehmen, daß Kaiser Friedrich und
__Fürst Bismarck ganz genau derselben Meinung sind.
Fürst Bismarck war bisher der feste Gegner der I. Aushebung der Gewerbefreiheit und der Einführung - von Zwangsinnungen, und daß Kaiser Friedrich eine j b solche Maßnahme nie unterzeichnen wird, darüber braucht sich wohl niemand Illusionen hinzugeben. !•# Zudem entscheidet in der Reich-Politik nicht der Kaiser [ || allein, sondern die Gesamtheit der verbündeten Re- ______ gierungen, und dadurch wird immerhin der persön- i üche Wille des Kaisers etwas eingeengt. Nach allem : kann man also annehmen, daß die Reichsangelegen- hciten kaum Anlaß zu Konflikten bieten werden. De persönlichen Reformbestrebungen des Kaisers, soweit sie sich auf das Reich erstrecken, zu ignorieren, frttW luird Fürst Bismarck sicher der letzte sein.
. Wir hatten die Krisis in Preußen, und zu be- flrriten, daß eine solche Vorgelegen, ist unnütze Arbeit. Es ist Thatsache, daß der Kaiser die Publikation i be$ preußischen Gesetzes über die Verlängerung der i