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Illustriertes Sonntagsblatt.

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heute bestätigt, den Monat Juni überdauern. Dann V ist ein Aufenthalt von 6 bis 7 Wochen in Homburg in Aussicht genommen, von da wird der Kaiser sich

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Quelle behauptet wird, daß jetzt von allen Ärzten, hie den Kaiser behandeln, die Ansicht aufgegeben

zu arbeiten.

Er sagte mir, daß Han y Reyuold ein großes Ver- möge» habe und gänzlich unabhängig sei, und daß ich dieses Vermögen erlangen könne, wenn ich ihn dazu brächte, es mir zu verschreiben. Weiter gingen wir in unseren Besprechungen nicht doch wir ver­standen unS auch in dem, was ungesagt blieb. Wir

wollten zusammen tu eia ferne» Land gehen, uns dort des geraubten Vermögens erfreuen und an nichts als an unsere Liebe denken. Diese Geschichte ist nicht für Deine reinen Ohren geeignet. Du siehst, ich be- kenne meine ganze Schlechtigkeit, und von dieser kannst Du auf die seiuige schließen. ES war nicht nur der Reichtum, die Ehrenhaftigkeit und die- Befriedigung meines Ehrgeizes, was mich lockte, diese wareu mir »nur Mittel zum Zwecke. Ich liebte, und um seinet- willeu hätte ich die ganze Welt hiugegebe». Und jetzt «Äst Du ihn mir entreiße» jetzt t» dem Augenblicke, wo ich am meisten seiner bedarf. Doch Du hast genug gehört! Du wirst ihn aufgeben, heute noch jetzt gleich nicht wahr?*

Die Nacht war hereiogrbroche» nud daS niedrig geschraubte GaS ließ kaum die beiden Gesichter er­kennen. Jedes derselben war gkspensterhast bleich, «der ans dem eine» stand ein fester, verzweifelter Entschluß, auf de» andere» Entsetze» und Abscheu geschrieben. DaS war der Mau», der sie in seiner

knach Charloltenburg zurückbegeben, dessen Schloß legt | inzwischen renoviert wird. Die,,Volkszeitung^ ver- " x öfsentlicht eine Zuschrift, in der aus zuverlässiger

Feindliche Gewalten.

Roman von E. Mac«.

(Nachdruck verböte».)

(Fortsetzung.)

Ja, mich ermordet, wie ich daS Weib ermorden

Marburg,

Dienstag, 5. Juni 1888. /

it ß dahier n sein, iste zu vollen.

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Marl» inktlich

Prof. | h bittet fid.

Für den Monat Juni nehmen alle Postanstalten, auf dem Lande die Landpostboten, sowie in Kirch­hain unsere Agentur (Herr Buch­binder Rindt) Bestellungen auf die

Oberhesfische Zeitung

mit ihren Gratis-Beiblättern

ßKreisblatt für die Kreise Marburg

und Kirchham

und

Illustriertes Sonntagsblatt entgegen.

Bestellungen für hiesige Wadt nehmen unsere Expedition und unsere Zeitungsträger an.

könnte, desieu Lippen Harvey Barclays Kuß empfangen I s Du zitterst und wirst blaß, Du glaubst ich sei wahn­sinnig. Ich bin nicht wahnsinnig. Höre mich an, - Mary Horn, Du sollst alles wiffen, wissen weshalb ich Hany Reyoold heiratete: Ich that eS um Harvey Barclays Wille»; ich lieble ihu, doch wir waren arm, und er halte nicht den Muth, für unS Beide

ufmaia sei, daß die Krankheit Krebs sei. Tas dürfte doch ein zu weit gehender Optimismus fein. Richtig ist

Erscheint täglich außer an Werktage» »ach tzonu- und Ferertagen. Ouartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe­dition 21/. SIL bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Wg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Deutsches Reich.

r. Potsdam, 2. Juni. Tie Uebersiedelung nach ,M. Potsdam mit ihren nicht zu vermeidenden Auf­regungen hat den Kaiser doch etwas angegriffen. Infolge dessen war die Nacht etwas weniger gut und der Patient fühlte sich heute etwas matter. Eine Verschlechterung des Allgemeinbefindens oder gar etwa einige bedenkliche Symptome sind aber nicht eingetreten. Die Ärzte fanden bei der heutigen - Konferenz den Zustand des Kaffers vielmehr so ^unverändert befriedigend, daß sie von der Ausgabe eines Bulletins Abstand nahmen. Heute Nachmittag fuhr der Kaiser, nachdem das Wetter sich etwas aufgeklärt hatte, im Park des Schlosses Friedrichs- zir-ger krön spazieren. Ter Aufenthalt des Kaisers in U M Potsdam soll, von Zwischenfällen natürlich abgefehen, --M wie wir früher gemeldet haben und wie diePost"

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg und Kirchhain

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aua. Koch.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b Blatte-, sowie b. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler

M EI. Jahrgang

Daube u. Co. in Frankfurt a. SU, Berlin, Hannover. Paris.

trieben beschäftigten Personen für Elsaß-Lothringen drei Berufsgenossenschaften und zwar je eine für den Bezirk Ober-Elsaß, den Bezirk Unter-Elsaß und den Bezirk Lothringen gebildet werden. Für die Nachwahl des Stellvertreters eines von den Be- rufsgenosfenschaftsvorftänden aus ihrer Mitte ge­wählten nichtständigen Mitgliedes des Reichsversiche­rungsamts wurden die dem Bundesrat gesetzlich ob­liegenden Festsetzungen bezüglich des den einzelnen Wahlkörpern zu gewährenden Stimmenverhältnisses getroffen. Zwei verabschiedeten Reichsbeamten wurde aus ihre Anträge Berücksichtigung im Gemeindedienst zurückgelegter Dienstzeit bei Feststellung ihres Ruhe­gehalts zugestanden. Endlich wurde über die Zoll­behandlung verschiedener Gegenstände Beschluß ge­faßt. Den Vorsitz führte im ersten Teil der Sitzung der Staaisminister, Staatssekretär des Innern, von Bötticher, später, nach eingetretener Behinderung desselben, bet Königlich bayerische Bevollmächtigte, Gesandte re. Graf von Lerchenfeld - Köfering. Wie bereits mitgeteilt, haben der Minister des In­nern und der Finanzminister die Zahl der Re­gierungs-Referendare, die gleichzeitig bei den preu­ßischen Regierungen beschäftigt werden können, auf 210 beschränkt hat. Hierzu bemerkt dieVoss. Zig.":Da um Mitte v. Js. nach dem letztenTerminskalender für Verwaltungsbeamte" 360 Regierungsreferendare vorhanden waren, muß also eine nicht unbeträchtliche Beschränkung ber Zahl erfolgen, so daß die Vcr- walltungskarriöre für die nächste Zeit den jüngeren Juristen wenig Aussichten bietet. Der vielfach ge­hörte Wunsch, daß auch bei den Justizbehörden ein nuaftenis clausus der Referendare eingeführt werden möge, findet seine Begründung in ber ungemeinen Überfüllung dieser Karriere mit jungen Anwärtern. Es erscheint immerhin noch besser, den Studierenden den Eintritt in die Staatslaufbahn zu erschweren oder zu beschränken, als in der späteren Karriere durch allzu großen Zudrang und Überfüllung eine ^Stauung Hervorrufen lassen, welche unbegrenzt ist." DieNordd. Allg. Ztg." erklärt offiziös, daß an maßgebender Stelle von einer Verfügung über die Beschränkung der Lehrziele der Volks­schule nichts bekannt ist, noch an solche gedacht wird. Anscheinend liege eine Verwechselung mit den Vor­schriften vor, die vorübergehend für die überfüllten zweisprachigen Schulen der Provinz Posen erlassen, wurden.

Posen, 2. Juni. Das Hofmarschallamt teilte telegraphisch mit, daß der Kronprinz der Enthüllungs­feier des Kriegerdenkmales nicht beiwohnen wird.

Anweisungen für den Patienten ausgeführt, die ihr der Arzt gegeben. Sie klingelte nach Andrew und gebot ihm, Harty von dem Sopha ins Bett zu tragen. Der junge Mann öffnete die Augen und sprach den Diener bei seinem Namen an, dann schloß er sie eiligst wieder; sei» Bewußtsein schien zurückzukehreu.

Helene gab ihm die Medicin und setzte sich auf einen nieder» Stuhl neben ihn.

Andrew sagte ihr, daß eS dem alten Herr«» beffer gehe, die Aerzle meinten, die Gefahr sei vorüber, wenn ihm jede Aufregung fern gehalten würde. Die Nach­richt von Mr. Hanys Erkrankung war sorgfältig vor ihm verborgen worden, obwohl er an diesem Tage schon zweimal nach ihm gefragt hatte. Die Aerzte hatten vorgeschützt, daß sie niemanden gestatten könnten, zu ihm zu komme». Sie horchte schweigend auf die Nachrichten, die der alte Diener brachte.

Daun befahl sie ihm, ihr das Diner auf ihr Zimmer zu bringe» und nachdem es gebracht worden war, zwang sie sich, etwas Nahrung zu sich zu nehmen und ein Glas Wein zu trinken.

Acht Uhr war vorüber, als der Tisch abgerüumt wurde; der Doktor war noch nicht wtedergekommen. Sie konnte ja bei seinem Besuche unmöglich abwesend ein und doch wußte sie um neu» Uhr wieder mit >em lebendigen Gespeuste ihrer Vergangenheit zu- ammeutreffe». Sie erschrak, denn sie hatte ganz vergeffe», daß fie die Summe für ihu berett haben mußte, die er von ihr v-rlaugt hatte.

Sie sah in ihrer Börse »ach, dieselbe euthtelt nur zwanzig Dollars. Sie durchsuchte die «leider ihres Gatte», i» bereu Tasche» fand sie »och vierzig, doch fehlte» ihr immer »och vierzig z» der nötigen Summe.

. Nu» wohl, so wußte er sich für heute damit be- jnügeu uud fie würde ihm morgen dar Fehlende chicke». Morgen! O wenn es doch schon morgen wäre! Wen» diese entsetzliche Versuchung, die fie über­wältigte bei der Macht der Stille uud der Finsternis doch schon vom Tageslicht zerstreut würde!

höchstens, daß durch gewisse Ericheinungen der letzten Wochen, namentlich durch die Vernarbung von Stellen, die man für krebsartig hielt, die nie ganz beseitigten Zweifel an der Richtigkeit der ursprünglichen Diagnose eine^ Verstärkung erfahren haben. Der Kaiser, welcher sich mittags frischer fühlt, machte mit der Kaiserin, begleitet von einem Flügeladjutanten, eine Spazierfahrt nach Charlottenburg, welche von llVe bis l1/« Uhr dauerte und bei welcher er zeitweise ausstieg. Der Kaiser nahm vorher den Vortrag des Generals von Albedyll entgegen. Zum Diner sind feine Einladungen ergangen. Der Kaiser erholte sich im Laufe des Tages zusehends von seiner Müdigkeit. Infolge des starken Windes schlugen die Ärzte dem Kaiser vor, nachmittags nicht in den Park zu gehen.

Berlin, 2. Juni. Ter Kronprinz hatte vor der gestern abend erfolgten Abreise nach Ostpreußen eine einftünbige Unterredung mit dem Reichskanzler. Auf Anordnung Sr. Majestät des Kaisers soll die in der preußischen Verwaltung gebräuchliche Be­zeichnung der Dienstentlassungs-Urkunde mit dem WorteDimissvriale" fortfallen und an Stelle der­selben die Bezeichnung Abschied treten. In der gestern abgehaltenen Plenarsitzung nahm der Bundes rat die infolge Ablaufs der Wahlperiode erforderlich gewordene Neuwahl der von demselben in Gemäßheit des Bankgesetzes zu ernennenden Mit­glieder des Kuratoriums der Reichsbank vor. Die Vorlage, betreffend die ausnahmsweise Zulassung von nicht vorschriftsmäßig geprüften Seeleuten in ausländischen Häfen als Steuerleute oder Maschi­nisten auf deutschen Kauffahrteischiffen, und- ber An­trag Hamburgs wegen Begrenzung des Freihasen­gebiets daselbst wurden, erstere den Ausschüssen für Handel und Verkehr und für das Seewesen, letzterer den Ausschüssen für Handel und Verkehr und für Zoll- und Steuerwesen zur Vorberatung übergeben. Mit der bereits erfolgten Überweisung der Beschlüsse des Landesausschusses von Elsaß-Lothringen zu dem Entwurf eines Feldpolizei-Strasgesetzes und zu dem Gesetzentwurf über das Teilungsverfahren und den gerichtlichen Verkauf von Liegenschaften für Elsaß- Lothringen erklärte sich die Versammlung einver­standen und erteilte einigen ergänzenden Bestim­mungen zu den Vorschriften über den Nachweis der Befähigung als Seefchiffer ihre Zustimmung. Entsprechend dem Anträge des Kaiserlichen Statt­halters in Elsaß-Lothringen wurde genehmigt, daß in Ausführung des Gesetzes über die Unfallver­sicherung der in land- und forstwirtschaftlichen Be-

Macht hielt, dies die Fra», um deretwtlle» Hany ihre reine Liebe verschmäht hatte. Und Harry ach! konnte er de» erste» Stet» auf hebe», wenn er selbst mit dem Schmutze der Entehrung befleckt war? Gab es denn gar keine Unschuld, keine Güte, keine Ehre in dieser Welt?

Mit einem leisen Schrei, der durch das stille Zimmer, wie das verzweifelte Stöhne» eines ge­brochene» Herzens klang, riß sie sich vou Helenes zurück, haltender Hand los uud floh wie von Dämonen verfolgt, in die reinere Atmosphäre des Teils des HaufeS, der für ihren eigenen Gebrauch bestimmt war.

30. Kapitel.

Ein unerwarteter Zeuge.

Helene horchte, bis Marys Schritte verhallt waren, bann kauerte sie neben einem Stuhle nieder und be. grub das Gesicht in den Kiffen. Es verging eine Stunde uud die gemurmelte», undeutlichen Worte, die ihr Gatte auSstieß, ausgenommen, durchbrach kein Ton die Stille des Zimmers.

Endlich stand sie auf, ging zum Spiegel nnb ordnete, nachdem fie das Gas höher geschraubt, ihre Toilette. Danu trat fie zum Lager ihres Gatten und blickte auf diesen herab: Wenn er stürbe, wäre ihr Geheimnis sicher.

»Wenn Du frei wärest», hatte Harv-y gesagt. O Gott, was war das für ein entsetzlicher Gedanke, der in ihrem Innern immer deutlichere Gestalt annah« ? Es war wohl wahr, daß er, nm der Ehre seines Namens willen, den Mund niemals öffnen würde, um fie zu verrate», doch konnte er nicht zu jeder Zeit erfahre», daß

Sie unterdrückte hier schaudernd ihre weiteren Gedanken nicht einmal sich selbst wollte fie zage, stehen, was er erfahren könnte, damit nicht das Ent­setzen ihre Kräfte lähme; fie mußte ruhig bleiben, um im Staude zu fein, klar zu denke» und Überlegt zu handel».

Lis jetzt hatte fie noch keine der ausführlichen

Strafiburg, 2. Juni. DieLandeszeitung" hört, cs sei für den Orient-Expreßzug eine Erleich­terung der Paßkontrolle eingeführt, indem die Reisenden mit direkten Billets von Paris bis wenigstens München von der Paßerfordernis befreit seien, wenn sie innerhalb des Reichstandes den Zug nicht verlassen.

Ansland.

Wie», 2. Juni. DasFremdcnblatt" ver­weist auf den authentischen Text der Erklärungen des französischen Ministers des Acußeren, Gablet, welcher die ersten Pariser Mitteilungen berichtige, wonach es schien, als ob die französische Regierung noch eine ergänzende Erklärung des ungarischen Ministerpräsidenten Tisza abwarten wolle. Jeden­falls könne man annehmen, daß der Reichsminister des Aeußeren, Graf Kalnoky, von dem Standpunkte der internationalen Beziehungen aus jede Absicht Tiszas, Frankreich zu.verletzen, bestritten habe, sowie auch der Enthaltung von einer Ausstellung niemals und nirgends eine die politischen internationalen Verhältnisse der Staaten berührende Bedeutung bei­gelegt worden sei. Das Abgeordnetenhaus nahm den die Entschädigung der Brennereiberechtigten in Galizien und in der Bukowina stipulicrenden Para­graphen des Spiritussteuergesetzes in namentlicher Abstimmung mit 165 gegen 133 Stimmen an. Abg. Doblhammer interpellierte, ob es richtig sei, daß demnächst der Tarif in Wirksamkeit trete, durch welchen die Einfuhr russischen Getreides nach der Schweiz durch Oesterreich wesentlich, und zwar ins­besondere durch Frachtermäßigung auf den öfter« reichifche» Staatsbahnen, erleichtert werden solle.

Pest, 2. Juni. (Unterhaus.) Infolge der Äcußerungen des französischen Ministers des Aeußeren, Goblet, interpellierten die Abgeordneten Pozmandy, Apponyi und Ugrort den Ministerpräsidenten über die Art der an den Grafen Kalnoky erteilten Auf­klärung. Tisza erwiderte, er werde seinerzeit meri- torisch antworten, vorderhand erkläre er aber schon jetzt:Ich hatte nicht die Absicht, that es auch jüngst nicht, es ist auch heute nicht meine Absicht und wird es auch bei der Beantwortung der Inter­pellation nicht sein, ich habe überhaupt niemals die Absicht gehabt, eine Nation, mit welcher wir in Frieden leben und, wie ich selbst damals betonte, mit welcher wir Frieden halten wollen, auch nur im entferntesten zu beleidigen."

Bern, 2. Juni. Dem Vernehmen nach wird der Bundesrat von der Bundesversammlung die

Es verstrich noch eine halbe Stunde.

Kam denn der Doktor »och immer »icht! Ja, es wurde an die Thür geklopft.

Sie stand auf und begrüßte den so sehnsüchtig Erwartete», der fich viele Male wegen seines späten kommens entschuldigte.

Er fand, wie er sagte, den Kranken unvergleichlich beffer und meinte, daß bis zum nächsten Tage seine Jugend und seine Körperkrast ihre Rechte g-ltend machen würde». Die Augen zeigten schon, daß das Gehirn seine normale Verfassung wieder erlange.

Doch seine Untersuchung war aufmerksam und dauerte lauge und Helene hätte ihm gerne zugerufen, daß er gehen und sie allein lassen solle, als die Zeiger der Glocke sich derNeun" näherte». Wenn sie Tom Windom nicht zu rechter Zeit an dem bezeichneten Platze traf, was konnte daraus wohl entstehen?

Später konnte fie ihm trotzen, doch gerade jetzt war ihr jede Minute mehr als Goldes wehrt. Es chlug neun, als sich endlich der Doktor zu ihr wandte; ein scharfes, geübtes Ange sah ihre Bläffe und die Aufregung, die sich in jedem Zuge aussprach. Ec faßte, ohne ein Wort zu sagen, ihre Hand und fühlte ihr den Puls, derselbe schlug fieberhaft.

.Nehmen Sie fich in Acht, MrS. Reynold," sagte er warnend,sonst find Sie meine nächste Patientin. Sie müssen sich von der Angst um Ihre» Gatten »icht o überwältigen lasse», es geht ihm besser, als ich zu hoffen wagte. Nur Ruhe und gute Pflege, kamt wird bald wieder hergesti llt sein. Kan» nicht Jemand ür heute Nacht Ihre» Platz hier einnahmeu? Sie ind zu nervös und überangeftrengt*

«Ich traue ntetifarib anderem," antwortete fie.

.So komme ich also "morgen Früh wieder.

Gute Nacht!"

.Gute Nacht!' wiederholte fie mechanisch.

Die Thür öffnete und schloß sich, er war fort. Sie horchte auf den Klang feiner verhallenden Fnß- tritte, wie fie auf die Marys gehorcht hatte nab wartete, dir alles still war. : x

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