Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt M ole Kreise Marburg nnb Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt.
Expedition? Marit 21. — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Lug. Loch.
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' Sonnabend, 2. Juni 1888. *£.“f XX,IL Ä«pgang.
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Für den Monat Juni nehmen alle Postanstalten, auf dem Lande die Landpostboten, sowie in Kirchhain unsere Agentur (Herr Buchbinder Rindt) Bestellungen au die
Oberhesfische Zeitung
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Roman von 6. Mace.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
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-Wo ist Hemy George?' fragte er. „Wo ist vl der Mann, der Dir bei Deiner Flucht behilflich war? ‘ÖL Sage mir, wo ich ihu finden kann, daun will ich Dich wieder einige Zeit in Frieden lasien, denn ich habe geschworen, meine Schuld zuerst au ihn «bzuzahleu.«
: einen Fall, in welchem ein Rektor, entgegen einer > Verfügung der betreffenden Bezirksregierung, eine 1 Schülerin mit einer Ohrfeige bestraft hatte. Das Obcr-Verwaltungsgericht erkannte, daß die lieber« i schreitung nicht nur der durch Gesetz, sondern auch ! der durch behördliche Anordnung gezogenen Grenzen : des Züchtigungsrechts Strafverfolgung nach sich : ziehe. Aus der Entscheidung folgt nun nicht etwa, i daß fortan jeder Lehrer wegen jeder erteilten Ohr- ■ feige bestraft werden müßte, sondern nur, daß die ■ Einleitung des gerichtlichen Verfahrens nicht durch ■ Erhebung des Konflikts gehindert werden, daß also i die Kabinetsordre vom 14. Mai 1825 über die I Schulzucht keine Anwendung mehr finden kann. : Die letztere bestimmt nämlich: „Wird das Maß der Züchtigung ohne wirkliche Verletzung des Kindes ' überschritten, so soll dies von der, dem Schulwesen : vorgesetzten Provinzialbehörde durch angemessene Disziplinarstrafen an dem Lehrer geahndet werden. Wenn dagegen dem Kinde durch den Mißbrauch des Züchtigungsrechts eine wirkliche Verletzung zu- gefügt wird, soll der Lehrer nach den bestehenden Gesetzen im gerichtlichen Wege bestraft werden." Auf diese Unterscheidung zwischen gerichtlicher und disziplinarischer Verfolgung kommt es nicht mehr an, da der Konfliktsrichter nach der gegenwärtigen Lage der Gesetzgebung (§ 11 des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze) nur noch zu entscheiden hat, ob eine Ueberschreitung der Amts- befugnisie vorliegt, und nicht mehr, wie früher, ob dieselbe zur gerichtlichen Verfolgung sich eignet. Dies hat auch das Reichsgericht, II. Strafsenat, bereits in einer Entscheidung vom 18. Dezember 1881 anerkannt Mim M den Rechtssatz aüfstellte: „Ueberschreitet ein Lehrer bei Ausübung des Züchtigungsrechts die ihm landesgesetzlich bestimmten Grenzen, so ist er wegen vorsätzlicher Körperverletzung, in Ausübung seines Amtes aus § 340 St.-G.-B„ resp. wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Übertretung seiner Amtspflichten aus § 230 Abs. 2 zu bestrafen. Die früheren landesgesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die preußische Kabinetsordre vom 14. Mai 1825, nach welcher die Überschreitung des Züchtigungsrechts unter Umständen nicht strafrechtlich, sondern nur disziplinarisch an dem Lehrer zu ahnden sei, sind mit dem 1. Oktober 1879, dem Tage des Inkrafttretens der Reichsjustizgesetze, außer Kraft getreten." Das Oberverwaltungsgericht erkennt in seiner in Rede stehenden Entscheidung ausdrücklich an, daß die durch Einführung der Reichsjustizgesetze eingetretene Änderung
reihe der Ketzerbach herab und dehnen sich nach Westen hin bis an d n Fahrweg „hinter den Höfen" und bis zur Saueramsgasie ans, welche letztere die Scheide bildet zwischen den Gärten am Weinberg und l enen an der Kirchspitze.
Auch auf der Ost. und Südseste der Stadt befanden sich Weinberge, welche sämtlich landgräfltch waren, und von denen etliche sogar bis hinter die Wohnhäuser derselben sich erstreckten, — in einem dieser Weingärten befand sich in der Stadtmauer eine Pforte, welche im Volksmuude die güldene Weiu- pforte hieß — während die anderen Weinberge die dermaligen Gärte» »mfaßte, welche unter dem vom Schlöffe zum Dammelsberge führenden sogenannten breiten Weg liegen, einschließlich derjenigen an und unter dem Rotenberg. Von letzterem aus setzten sich die Weinberge in der Richtung nach Ockershausen hi» fort, wurden aber durch das schmale Habichtsthal unterbrochen. Sie lagen über der Lehmkaute am öst» lichen Abhänge der hohen Leuchte, des Berges, der seinen Namen erhalle» hatte, von einem auf dessen Spitze gestandenen, weithst, leuchtenden, im 30jährigen Kriege zerstörten Haase. Auf einer alten Flurkarte wird der Weg, welcher vom Rotenberg über die hohe Leuchte nach Ockershausen führt, „der lichte Hausweg' genannt. Das Kelterhaus stand in dem im Jahre 1487 urkundlich erwähnten großen ländgräflichen Weinberg, welcher stch vom Rotenberg btS zum Sandweg erstreckte, und zwar auf dem gegenwärtig mit Nußbäumen bepflanzten Grundstück an letzterem, welches >ie Stadt Marburg vor mehrere» Jahren von den ki den des Landrat Götz käuflich erwarb. Auch in int Nähe des KämpfraseuS und bei den Dörfern Giffelberg und Möfcht befanden sich laudgrafliche Weingärten, wie dies aus der Kammerfchreibenechunug vom Jahre 1471 ersichtlich ist, es heißt da: „5 Pfd. für Setzlinge in die Weingärten nm Giffelberg, za Möfcht nnb bei der Pforte am Grient. Als Land- iraf Ludwig der Freimütige im Jahre 1455 sein Bei. lager in Marburg hielt, mußten auf Befehl deS
Adolf Menzel, Anton von Werner, K. Begas und Knaus befanden. — Fürst Bismarck hatte um - 4 Ubr eine Audienz bei Sr. Majestät dem Kaiser. — - Die Erbprinzessin von Meiningen und die Prinzessin . Friedrich Karl sind heute zu Tische bei Ihren
Majestäten geladen. — Der Kronprinz enchfing gestern den brasilianischen Gesandten, nachher hörte er den Vortrag . des Generals von Albedyll und heute um halb 1 Uhr einen längeren Vortrag des Staatsministrs Grafen Herbert Bismarck. Ter Kronprinz beabsichtigt, morgen den Kaiser auf der Fahrt nach Potsdam zu begleiten und nachher zur Jagd nach Ostpreußen abzureisen. — Der „Reichs- Anzeiger" meldet: Die Regierungen sind von dem Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Dr. Freiherrn von Lucius, angewiesen worden, dem asiatischen Steppenhuhn auf dem forstfiskllischen Jagdterrain vollständige Schonung zuteil werden zu lassen und auch dahin zu wirken, daß die Schonung - thunlichst auf den sonstigen Jagdgebieten gehanb- l habt werde. — Dr. Mackenzie wohnte dem heute in der Universität von Profeffor Leyden über die Ernähru gstherapie gehaltenen Kolleg bei, und zwar erschien er von Professor Krause eingeführt. Leyden empfing die Kollegen, betrat mit ihnen das Audi- , torium, wo er den Hörern den englischen Kollegen mit warmen Worten vorstellte. Leyden wies in seinem Vortrage darauf hin, daß die innere Medizin >m Gegensätze zu den Spezialfächern nicht den Krankheitsherd anzugrcifen, sondern den Patienten über die Krankheit hinweg zu bringen habe, was nur auf Grund einer rationell ausgebildeten Ernährungsmethode möglich sei. Diese sei nicht nur im Stande, das Allgemeinbefinden zu beffern, sondern, sie vermöge auch, wie häufig genug bei chronischen Krankheiten beobachtet worden sei, die Krankheit zu mildern, so daß man berechtigt fei, sogar von Heilung zu sprechen. Nach Beendigung des Vortrags verließ Professor Leyden mit Dr. Mackenzie das Auditorium. — Nach der „Kreuz-Ztg." wird General von Siosch an Stelle des juriieftretenben Grafen von Stolberg-Wernigerode Hausminister. — Durch die Ablehnung der Prolongation seitens der Handels- Gesellschaft und des Vereins der Spiritusfabrikanten ist das Projekt der Gründung einer Spiritusbank als gescheitert anzusehen. — Dem bekannten Orientalisten Dr. Nöldecke in Straßburg, sowie dem englischen Maler Frederic Leighton hat der Kaiser den Orden „pour le merite“ verliehen.
X Berlin, 31. Mai. fAns Schloß Charlotten- burg.j Der K a i se r verbrachte die gestrige Nacht daß, wenn D» henke das HanS, das ich mir znm Heim gewacht, in Trümmer legst, D» auch nur um ein Haar breit wich mehr in Deiner Gewalt haben würdest? Iw Gegenteile — ich würde vollkommen aus Deinem Leben verschwinden — dieses Mal sicher für immer! Welche andere Macht hast Du über mich, als die Furcht, daß Du wir den Mantel der Ehr- barkell von der Schulter reißen könntest? Thue es, dann stehen mir ans gleichem Boden und ich habe nichts wehr zu fürchten. D» thust besser, Tom, wich in Frieden zu lassen.«
Er blickte sie trotz seiner Rohheit mit einer gemisst n Bewunderung an.
,Dn hast immer noch Courage, Helene«, sagte er. — „Daran hat cs Dir nie gefehlt, Liebchen, aber D» kennst Deinen Herrn doch und weißt, daß er nicht derjenige ist, der seine Rechte aufgiebt. Ich glaube, wir lasten einstweilen die Zukunft und rechnen mit der Gegenwart. Ich branche Geld — wie viel kannst Du mir geben?«
„Gar keins", antwortete sie sc st, „nicht einen Dollar. Mein Mann ist sehr krank und auch sein Vater liegt in Todesgefahr. Ist das die Zeit, wo ich Geld von ihnen verlangen kann?«
„Ach, Dein „Mann' ist krank', wiederholte er pöttisch. „Gut, ich werde warten, bis es ihm bester >eht, inzwischen werde ich in Erfahrung bringen, ob Du wich betrügst. Doch wenn Du kein Geld hast o hast Du Schmuck, ich will mih einstweilen mit diesem begnügen.'
„Wie viel ist nötig, um Dich zü befriedigen?' । tagte sie düster.
„Hundert Dollars,' erwiderte er, „bis die Ans. cht, daß Du WUtwe wirst, vorüber ist.' ;
„Wohin kann ich Dir es schicken?" ,
,O, ich hole mir eS heute Abend! Ich werde um ; neu» Uhr hier auf derselben Stelle sein.' |
„Nein, ich will cs Dir schicken; ich könnte vielleicht i nicht im Stande sei» das HanS zu verlasse».' i
(Fortsetzung folgt.) !
1 gut, das Allgemeinbefinden war befriedigend. Der 1 hohe Herr stand bald nach 8 Uhr auf und begab sich nach dem Arbeitszimmer, wo er die laufenden > Regicruiigsgeschäfte erledigte. In den Morgen- 1 stunden überreichten zwei Deputierte des Vereins I ehemaliger Ziethenhusaren ein großes, prachtvolles : Rosenbukett, welches dem Kaiser durch den Flügel- 1 adjutanten überbracht wurde. Der Monarch war ! über diese Aufmerksamkeit sehr erfreut und ließ den • Herren seinen herzlichen Dank sagen. Im weiteren • Verlaus des Vormittags hörte der Kaiser mehrere : Vorträge und arbeitete mit dem General v. Albedyll. : Wegen des herrschenden kühlen und regnerischen 1 Wetters blieb der Kaiser im Schloß; hält die wenig günstige Witterung an, so wird auch wohl die für
1 morgen geplante Uebersiedelung nach Potsdam 1 verschoben werden. Heute nachmittag stattete die 1 Frau Erbprinzessin von Meiningen den Majestäten । einen Besuch ab. Ter Kaiser hatte geruht und ; befand sich recht wohl. Er ist durchaus im Stande, ! die Eisenbahnfahrt nach Potsdam zu vertragen; wenn ■ die Aerzte trotzdem die Fahrt zu Wasser vorziehen, ' so geschieht es eben aus Vorsicht. Man will alles vermeiden, was irgend welchen störenden Einfluß auf das Befinden des Kaisers ausüben könnte. — Wenn morgen die Witterung die Uebersiedelung des Kaisers nach Potsdam gestattet, wird die Ankunft etwa um /‘I Ühr bei der Matrosenstation an der Glicnecker Brücke erfolgen. Um jede Störung zu vermeiden, wird für die Fahrzeit der Schiffsverkehr auf der Hobel gesperrt. Offizieller Empfang ist verboten, doch werden es sich die Havelorte nicht nehmen lassen, dem Kaiser ihre Huldigung darzubringen. Besonders in Spandau und Wannsee trifft man große Vorbereitungen. Nach der Ankunft in Pots- bam wird wieder ein Bulletin ausgegeben werden. Gegen abend ist das Wetter wärmer geworden. Der Kaiser konnte das Schloß also etwas verlassen. Wahrscheinlich wird nun doch morgen die Fahrt nach Potsdam erfolgen. Gewisses steht allerdings noch aus. Das Gesamtbefinden des Kaisers ist recht gut.
— Der Kultusminister hat, wie kürzlich berichtet wurde, die Bezirksregierungen angewiesen, alle von ihnen erlassenen allgemeinen Verfügungen, welche das den Lehrern zustehende Züchtigungsrecht hinsichtlich des Maßes ober ber Art seiner Ausübung in engere Grenzen schließen, als es bie bestehenden Gesetze thun, aufzuheben. Hierzu schreibt die „Vossische Zeitung": „Eine kürzlich ergangene I Eutscheibung bes Ober-Verwaltungsgerichts betraf Htbtt Weinbau bei Marburg.
Auf der Nordsette der Stadt Marburg liege» sich zwei Berge einander gegenüber, w-Iche den gemeinsamen Namen.Weinberg' führen. Derselbe erinnert au längst vergangene Zeiten, wo hier einmal Wein gebaut wurde. Der eine dieser Weinberge liegt je», seit? deS Bahnhofes, der andere erhebt fich am Wettende der Bahi hofsstraße diesseits desselben. Ersterer ist ein dem Lahngebirge angehöriger Gebirgszug, dessen obere Hälfte seiner abschüssigen Westseite mit Tannen bepflanzt ist, während die untere größtenteils aus urbarem Felde und einem Gartenkomplex besteht, welcher ehedem die Rebenpflauzung trug und vou der der Gebirgszug de» Namen erhielt. Die nordwest- tche Ecke desselben, worin fich ein Steinbrnch be- indet, heißt „Brndershäuschen'; dieser Name erinnert an die Zeit, wo hier einmal ein Waldbruder oder Einsiedler seine Klause hatte; eine Urkunde im Stadtarchiv aus dem 15. Jahrhundert nennt den Gebirgszug mit seinem Waldbestand „BrungerShuswald'. Der andere Weinberg, der vorher Lützelberg hieß bat die Form einesi Kegels und hängt auf feiner Nordseite mit der Kirckspitze zusammen. Auf der Spitze desselben erhebt sich inmitten von Anlagen und umsäumt von Waldbäumen und Sträuchern ein mit Inschrift versehener steinerner Obelisk, welcher m November deS Jahres 1814 daselbst errichtet wurde. Die Inschriften au demselben nehmen Bezug auf einen vou der Kurpriuzessin Auguste, geborene Prin zesfin von Preußen und Gemahlin deS späteren Kur. ' tfiiften Wilhelm n. von Hessen, am 14. Mai j. I. | dieser Bergspitze abgestatteten Besuch. Die abschüssige । Südseite des Weinberges, welche ehedem die Reden- 1 Pflanzung trug, besteht auS 3 Reihen übereinander i "egender Gärten, durch welche fich die beiden söge, nannten WeiubergSgaffeu bioziehe», vou denen die untere Sackgaffe ist. Die Gärten reichen bis an St. i MichaelStoteuhof und bis hinter die nördliche Häuser-
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Deutsches Reich.
Berlin, 31. Mai, In der Begleitung des Kaisers nahmen die Toktoren Wegner, Mackenzie und Hovell im Schlöffe Friedrichskron Wohnung, Dr. Krause und Geheimrat Dr. Leyden ahren täglich nach Potsdam, ebenso abwechselnd hie Professoren von Bardelcben und Senator. — Der Kaiser und die Kaiserin richteten ein Dankschreiben an den Magistrat und die Stadtverordneten von Charlottenburg, in welchem es heißt: Die lebhafte Teilnahme, welche Uns während der | Dauer Unseres Aufenthaltes im hiesigen Schlosse von der Bürgerschaft Charlottenburgs jeder Zeit bezeigt worden ist, hat, wie in den Gott lob hinter Uns liegenden bangen Stunden, sv auch an dem frohen Tage der Vermählung Unseres vielgeliebten Sohnes, des Prinzen Heinrich mit der Prinzessin Irene besonders warmen Ausdruck gesunden. Wir haben die Glückwünsche, welche Uns zu diesem freudigen Feste von dem Magistrat und den Stadtverordneten Charlottenburgs in der Adresse vom kI4. Mai dargebracht wurden, mit hoher Befriedigung Entgegengenommen und können Uns nicht versagen, für diese treu gemeinte Kundgebung Unseren herzlichen Dank auszusprechen. — Die Kaiserin . empfing gestern in Charlottenburg eine Deputation der Berliner Künstler, worunter sich die Professoren
»Und deshalb peinigst Du mich!« rief sie, fich mit plötzlicher Heftigkeit an ihn wendend. „Zu mir kommst Du, damit ich Deine elende Verschwendung bezahlen soll? Wohlan denn, ich kann nichts mehr für Dich chuu. Ich habe kein Geld, also kau» ich Dir auch l keines geben. Hältst Du so Dein Wort? Du ver. sprachst mir doch, mich in Ruhe zu lasse», wen» ich f Seine dringendsten Bedürfnisse befriedige und das that ich. Ich habe mich noch tiefer in den Pfuhl der Schlechtigkeit versenkt, um nur vor Dir Ruhe zu haben und damit mir das Heim, das ich mir errungen, sowie den Namen, de» ich trage, und den Anschein der Ehrenhaftigkeit, bie mich umgiebt, zu erhalten. Gott . weiß, wie viele Jahre Du mich in den Staub hiuab- zogst und jetzt willst Du auis Neue damit beginnen ? ... WaS nützt Dir diese gehäsfige Verfolgung? Was ge- 1<K1 i winnst Du dabei, indem Du meine Vergangenheit bloßgestellt? Ich kann mich doch nicht ruiniren, nm iE $ir die Taschen zu füllen?'
S „Doch das Hilst mir, meine Schuld bezahlen,« 7^ ' zischte er mit znsammengebiffemn Zähnen. Jetzt war | alle seine zur Schau getrogene Gleichgiltigkeit ver. !(H schwunden uud seine Wut warum so wilder, je länget bB « sie bezähmt hatte.
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