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Illustriertes Sonntagsblatt.

Expeditton Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Lug. Koch.

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-feöllig genau, bis in die kleinsten Details, informiert zu fein, während für den Eingeweihten auf den

bei den Majestäten nahmen die Meiningischen Herr- ^-ichaften teil. Den Abendblättern zufolge hat der . Kaiser am Hochzeitstage des Prinzen Heinrich den : Schwarzen Adlerorden dem Prinzen Wilhelm von

Hessen verliehen. Seit einiger Zeit erscheinen - 'mBerliner Tageblatte" Artikel, welche sich mit

Militär-Reformen befassen, die angeblich vom Kaiser

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Prinz Heinrich int Dienst der Marine.

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Marburg,

Mittwoch, 30. Mai 1888

Für den Monat Juni nehmen alle Postanstalten, auf dem Lande die Landpostboten, sowie in Kirch­hain unsere Agentur (Herr Buch­binder Rindt) Bestellungen auf die

Overhesfische Zeitung

mit ihren Gratis-Beiblättern

Kreisblatt Mr die Kreise Marburg und Kirchhain und

Illustriertes Sonntagsblatt «ttgegen.

Bestellungen für hiesige Stadt nehmen unsere Expedition und unsere Zeitungsträger an.

Feindliche Sewalte«.

. Roman von s. Mare.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

Liebste Mary,' sagte Harry,Du hast mir sonst vertrant, kannst Du eS denn jetzt nicht mehr?-

Einen Augenblick lang klang ihr feine Stimme die so offen und ehrlich an ihre Ohren drang, wie eine süße Musik der Vergangenheit, einen Augenblick lang war sie versucht, ihren müden Kops an seine Brust zu lehnen und alle ihre Zweifel hervorzn- schluchzen, damit er sie zerstreuen könne, doch dann stieg wieder ein seiner Nebel um ste auf und sammelte sich zu dem Gespenste ihrer eigenen Beweise^ Sein jetziges Benehmen war nur Komödie, wie alle» Uebrige. Vielleicht hatte auch sein Auge, wie da» Helenen» ihr armseliges Geheimnis entdeckt und er wollte sich hinter ihrer Schwäche verschanzen. Hel«re hatte ihre Liebe zu ihm eine Schlechtigkeit gerannt War sie das wirklich? Sie, die derselben bi» jetzt noch gar

hat man Gelegenheit genug gehabt, fein freundliches, leutseliges Wesen laut zu rühmen. Sein Streben ist Sicht auf äußeren Schein gerichtet, sondern er sucht »ach Hohenzolleruart sein Heil in innerer Befriedigung durch gewissenhafte Pflichterfüllung und eine für König und Vaterland fruchtbare Thätigkeit. Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit find für ihn fast der einzige Maßstab, «ch dem er den wert der Menschen mißt. Idealisiert wird von ihm vor alle« sein Verhältnis zu seiner Familie, wahrhaft schwärmerisch ist seine Liebe zu ihren Gliedern. Am 14. August 1872 wurde Prinz Heinrich als Unterleutnant zur See der Marine au»

gestellt, bis zum 20. April 1877 blieb er an Land and trat bann am folgenden Tage feine erste See. reife an Bord der SegelftegatteNiobe- als See­kadett an. Die erste Seereise dauerte sechs Monate. DieNiobe- berührte auf ihrer Fahrt von Kiel aus Saßnitz auf Rügen, Swinemünde, Karlscrona, wo tae Begrüßung durch die schwedischen Offiziere statt- fand, Kopenhagen, woselbst unter entsprechenden Fest, «chkeiteu die Vorstellung de» Prinzen Heinrich am ütf dänische u KöuigShofe erfolgte, Aren dal, Leith, Edin.

Alrgh, Ostende, Cawe», Dartmouth und kehrte über »hristiausaud nach Kiel zu-ück, wer die Fregatte am

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erpen. und König Friedrich geplant sein sollen. Ter Ver- i W fflffcr dieser Artikel giebt sich den Anschein, über ! die Absichten Seiner Majestät in dieser Beziehung

1849- ellein! '

Politik der nordischen Großmacht in jenen Gegenden verwirklicht, trägt gewissermaßen einen universellen Charakter, insofern die Sache der Gesammtkultur dabei gewinnt. Deshalb darf auch die Nachricht von der am Jahrestage der Zarenkrönung, d. h. gestern stattgehabten Eröffnung der transkaspischen Bahn bis Samarkand allseitiger sympathischer Beurteilung gewiß sein. Wenn schon die Erschließung der Balkanhalbinsel für den Eisenbahnverkehr und der analoge Vorgang, dessen Zeuge soeben die Stadt Samarkand in Mittelasien geworden, direkt nichts mit einander zu schaffen haben, so ist doch die Parallelität beider tagesgeschichtlichen Ereignisse eine augenfällige, sofern dadurch ein neuer Faktor in die Entwickelung von Ländergebieten eingeführt wird, die schon im grauen Altertume zu hoher Kulturstufe gediehen waren und nunmehr befähigt werden, unter­stützt durch die gewaltigen Hilfskräfte der modernen Verkehrstechnik, sich aus dem chronischen Verfall zu neuer Prosperität heraufzuarbeiten.

sDie Demokratie als Stütze des Thrones.j Herr Eugen Richter, von ihm selbst im Brillantfeuer der Redensarten derFreisinnigen Zeitung" und desReichsfreundes" als Ritter des Königtums und des Kaiserpaares dargestellt, das war der Inhalt des- großen Spektakelftücks, welches in der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses am vcr- floffenen Sonnabend aufgcführt wurde. Wer's glaubt, zahlt einen Thaler! Daß gegenüber der Lichtgestalt des großen Eugen Richter, dieses zweiten Ritter St. Georg, als der Drache, welcher das Deutsche Reich und Kaisertum bedroht, Fürst Bismarck in Verbindung mit den bösen Kartellparteien hinge­stellt wurde, ist selbstverständlich. Es ist ja so klar, daß der Führer der Partei, deren ganzes Streben darauf hinzielt, unsere preußisch-deutsche Monarchie zu republikanisieren, das kräftige lebendige Königtum der Hohenzollern zu einem Scheinkönigtum nach belgisch-eng­lischem Muster herabzudrücken, ganz der geeignete Mann ist, sich zum Verteidiger dieses Königs- und Kaisertums gegen den Staatsmann aufzuwerfen, welcher mehr denn je ein Deutscher zur Stärkung und Verherr­lichung des Hohenzollernhauses und seiner Herscher­macht beigetragen hat! Es ist ja so richtig, daß die deutschfreisinnige Partei, welche 1867 der Regierung Kaiser Wilhelms die Indemnität verweigert, die Reichsverfaffung abgelehnt und bis zu der entschei­denden Wahlniederlage vom 21. Februar 1887 stets der im Interesse der Sicherheit Deutschlands, wie der Erhaltung des Friedens notwendigen Ver­stärkung der Wehrkraft Deutschlands und seiner

Stabsarzt Dr. Braune begleitete». Nach der Heim, kehr wurde Prinz Heinrich auf 3 Monate zur 1. Mattosen » Artillerie. Abteilung kommandiert. Im Oktober 1882 wurde von Kiel aus bann die dritte Seereise an Bord Sr. Maj stät Kreuzer. Korvette Olga- angetreten, auf welcher Prinz Heinrich den verantwortungsreichen Posten als wachthabender Offi­zier versah. Ziel der Reise Westindien und Ost. amerika, es wurden dabei folgende Stationen berührt: Plymouth, Madeira, Balbados, St. Thomas, Prinz RupertS.-Bay (Dominica), Trinidad, Macarno-Fluß, La Guayra, Caracas, Sabanicka, Port an Priuce, St. Thomas, St. Vincent, Peruantbuco, Bahia, SantoS, Campinas, Rio de Janeiro, Pettopplis, Jllha Grande, St. Jago de Cuba, Havanna, Azoren, Plymouth, Loudon und zurück zur Heimat. Am 21. März 1884 war der Dienst au Bord beendet. Vom 13. Oktober 1884 an bis zum 9. April 1885 nahm Prinz Heinrich am 1. Kursns der Marine Akademie Teil, wurde während dieser Zeit zum Kapitäuleuwaut befördert und ließ sich am 15. Oktober desselben Jahres bei der Universität Kiel tmmattikuliereu. Vom 14. April 1885 an bis zum 22. September war Prinz Heinrich wachthabender Offizier au Bord der in Ost- und Nordsee kreuzenden FregatteStein-. Vom 26. September bis zum 28. März 1887 führte Prinz Heinrich die 2. Kompagnie der ersten Matroseu- divifion. Vom 27. April 1887 an war Prinz Hein­rich, der sich an Bord des TorpedobootsD 2- be­fand, Chef der 1. Torpedobootedivisiou, deren Hebungen nnd Dienst er bis zum 15. September leitete, sich allen Beschwernissen de» letzteren persönlich unter- ziehend. Noch ist in aller fttschen Erinnerung die Aufsehen erregende Fahrt, welche zwei unter dem Kommando deS Prinzen vereinigte Torpedoboot», diviflouen bei Gelegenheit des Regierungs-JnbilLnws der Königin von Großbritannien nach England unter, nahmen, und in allen Fachkreisen erregte die Sühn- hett Bewunderung, mit der die Torpedoflottille e» durchgesetzt, die damals gerade besonder» stürmische

Erscheint täglich 'außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quart al-AbonnementS-PreiS bei der Expe- bition 21/. 9RL bei den Postämtern 2 Mk. 60 Pfg. (exkl- Bestellgeld). Jnfertionsgebühr für die gespaltene Zelle 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.

ersten Blick erkennbar ist, daß es sich hier lediglich um private resp. persönliche Absichten, Wünsche oder Vorschläge des sogenanntenmilitärischen Gewährs­mannes" handelt. Lieft man die in Rede stehenden Artikel genauer, so ergiebt sich auch alsbald, daß es dem Verfasser, unter der Vorgabe, daß er den Ansichten des Allerhöchsten Kriegsherrn Ausdruck verleiht, nur darum zu thun ist, seine eigenen Vor­schläge an die Öffentlichkeit zu bringen, denn den einleitenden Versicherungen:über die Reformen Kaiser Friedrichs informiert zu sein", oder:in dieser Richtung bewegen sich die Absichten Kaiser Friedrichs", reihen sich sofort die eigenen Aus­führungen desmilitärischen Gewährsmannes" mit den Worten an: wir (sic) werden Vorschlägen, oder: bei der Garde hätte" u. s. w. Es wird genügen, zu betonen, daß alles, was in diesen Artikeln von dem Waffenrock, dem Überrock, dem Rockkragen, der Halsbinde, den Epaulettes und Achselstücken, dem Schleppsäbel, den außerdeutschen Orden, von der Admiralität und den Armee - Inspektoren, und von übrigen angeblich beabsichtigten Reformen gesagt worden ist, aller und jeder Begründung entbehrt, da in maßgebenden Kreisen, b. h. also in jenen Kreisen, denen die Beratung resp. Beschlußfassung über derartige Reformen obliegt, auch noch nicht von einer einzigen der erwähnten Reformen die Rede gewesen ist. Auch die Epauletten und Achsel­stücken - Frage ruht vorläufig ganz. Es schien ge­boten, den wiederholten falschen Zeitungsnachrichten gegenüber dies einmal zu konstatieren, um weiteren halt- und grundlosen Kombinationen bezüglich an­geblicher aber keineswegs geplanter Armee-Reformen die Spitze abzubrechen. Die gestern abend er­folgte Ankunft des Fürsten Bismarck aus Varzin ist veranlaßt worden durch die Erkrankung feiner Gemahlin, die hier in Berlin zurückgeblieben war. Sie litt in den letzten Tagen an starken asthmatischen Beschwerden nnd großer Athemnot. Es soll in­zwischen jedoch eine leichtere Beffernng eingetreten sein. Der Reichskanzler will nur wenige Tage, wahrscheinlich nur bis zu der für den 1. Juni an- beraumten Übersiedlung des Kaisers nach Potsdam in Berlin bleiben. Er wird dann mit seiner Familie nach Friedrichsruh übersiedeln. Für den Sommer ist, wie dieNat.-Ztg." hört, wieder eine mehr­wöchige Kur in Kissingen in Aussicht genommen. DieNordd. Allg. Ztg." schreibt in ihrer Rund­schau: Tas unbestreitbare iwb unbestrittene Ge­biet russischer Kulturaktton liegt im fernen Mittel­asien. Jeder Fortschritt, den die Ausdehnungs-

18. September wieder vor Anker ging. Am 31. März 1878 bezog der Prinz die Marineschule zu Kiel, um auf derselben einen Kursus als Seekadett zu absolvieren; vom 14. April bi» 24. Mai desselben JahreS war derselbe an Bord des Artillerieschulschiffts .Renowe- auf der Nordseestation. Die zweite See. reife trat Prinz Heinrich am 6. Oktober 1878 an Bord der PanzerfregattePrinz Adalbert- an und nahm an allen Beschwerlichkeiten der auf die Dauer von zwei Jahren sich anSdehnenden Dienstreise teil, die dar Schiff »ach den ostasiatischen Gewäffern zu bestehe» hatte. DieseSmal hatte ihn das hohe Eltern, paar an Bord geleitet, galt e» doch einen Abschied zu nehmen auf längere Zeit. Diese Reise, von Siel ausgehend, berührte »ach einander folgende Stationen: Plymouth, Madeira, Porto Grande (Kap Verden) Montevideo, Punta ArenaS (Mag-lhanstraß-), Val­paraiso, Santiago, Jqniqne, Mollendo, Callao, Lima, Chiele, Panama, Colon, Acapuleo, Honolulu, Ioko- dawa, Sjeddo, Hakodate, Madiwostock, JokoSka, Sazu- Sima, Hinc Mifaki, Kobe (Hiogo), mehrere kleinere Häfen, dann Shanghai, Hongkong, Macao, Singa- pore, SimonStown, Kapstadt, St. Helena, Ferrol, Plymouth und zurück nach Kiel, woselbst der ,P inz Adalbert- am 6. Oktober 1880 wieder eintraf. Hier begrüßte ihn als erster in der Heimat der zum Em- pfange seines Sohnes herbeigeeilte erlauchte Vater. Nur kurze Zeit der Rast und der Erholung vou den Sttapszen der Seereise war dem Prinzen gegönnt. Bereit» am 1. Nov.mber 1880 bezog derselbe auf ein Jahr die Marineschule in Kiel behufs Teilnahme an dem Offizier kursus. Sm 18. Oktober de» folgenden Jahre» wurde Prinz Heinrich sodann zum Leutnant zur See befördert und ihm am 8. November da» Zeugnis der Reife zum Seeoffizier erteilt. Vom 6. Dezember 1881 bis zum 31. Mai 1882 unternahm der Prinz sodann mit Urlaub eine Reise nach dem Süden, Aegypten, Italien und die Schwei, waren da» Ziel de» Ausfluges, auf welchem ihn der Kapitän Frhr. vou Seckendotff, Leutnant vou Heeringeu uud

Finanzen und auch später noch sich widersetzt hat, durchaus berechtigt ist, sich als die sichere Stütze von Thron und Vaterland, diejenigen aber, welche in patriotischer Hingabe an Thron und Vaterland bereit waren, die zum Wohle oerselben erforderlichen Opfer zu bringen, als die Gegner des Herrschers und des Reichs zu bezeichnen! Sie haben ja endlich darin so Recht, daß jetzt in so schwerer Zeit der geeignete Moment gekommen ist, um gegen die Vertrauens­stellung des Fürsten Bismarck bei dem Kaiser Sturm zu lausen und diesen, wie das Vaterland des treuesten Dieners, der festesten und sichersten Stütze, der besten Schutzwehr gegen äußere und innere Feinde berauben zu wollen 1 Sie haben ja so recht, Herr Eugen Richter und feine Myrmidonen, sich selbst und ihre Gegner in dieses Licht zu stellen; denn andere würden sich zn einem solchen Uebermaß heuchlerischer Verlegenheit und dummdreister Verdrehung des That- bestandes niemals bereit finden. Rur das eine haben sie Übersehen: die Lächerlichkeit tötet rel6ft in Deutsch­land und Herr Eugen Richter in der Person des Ritters des Königtums gegen Fürst Bismarck ist einfach lächerlich. (R. Reichs-C.)

(Deckeneinsturz im König! Schauspiel hause.) Über diese entsetzliche Einsturz-Katastrophe, über die wir gestern telegraphisch berichteten, wird dem R.-B." von einem seiner, in nächster Nähe der Un­glücksstätte wohnenden Mitarbeiter, der gewisser­maßen Augenzeuge der Katastrophe gewesen, der Unglücksfall wie folgt geschildert. Es mochte un­gefähr 5 Minuten nach 7 Uhr fein, als plötzlich ein donnerähnlicher Krach hörbar wurde, der zu­nächst zu der Annahme Beranlaffung gab, daß eine Explosion ftattgefunben habe. Der Krach war mit einer erdbebenartigen Erderschütterung verbunden, die so heftig war, daß Fensterscheiben und Thüren erzitterten. Noch halb gelähmt vor Schreck bemerkte man über den Gendarmenmarkt eine mächtige weiße Staubwolke aufwirbeln, während sich gleichzeitig von allen Setten, namentlich aber aus den, in der zweiten Etage der nach der Charlottenstraße zu gelegenen Front des Schauspielhauses befindlichen Fenstern, von Bauarbeitern der Angstruf ertönte, daß der innere Bau des Schauspielhauses eingefiürzt sei. Leider bestätigte sich dieses Gerücht fast voll­inhaltlich, denn wenn auch wohl nicht das ganze Gebäude eingestürzt war, so war doch der gesamte Bühnenraum bis zum Dach berartig in sich selbst zusammengebrochen, daß man vom Bühnenraum aus den, oben auf dem nach der Charlottenstraße zuge­kehrten massiven Giebel stehenden ehernen Pegasus,

Nordsee z» durchttenzen. Arn 18. Oktober wurde Prinz Heinrich Korvetten-Kapitä»; vom 4. April d. I. an ist er zur Dienstleistung bei der Admiralität in Berlin kommandiert. Alles Fühlen uud Denken de» Prinzen erhält eine eigentümliche Weihe durch eine tief innerliche Religiösität, welche ihn alle gesetz­liche», moralischen nnd fittlichen Pflichten als höhere Gebote auffaffen und darum ohne Murren erfülle», wie auch die schreckhastesteu Momente des Mensche», lebens ohne Furcht »ud Bangen durchlebe» läßt. Wie er den» auch als Seekadett, während jenes furcht- baren CyklonS im japanischen Meere, in welchem der Adalbert- jeder menschlichen Bettung entrisse», dem unvermeidliche» Untergänge geweiht schien, in echt christlicher Ergebung nicht ohne Bedauern, aber ohne Schrecke» dem unmittelbar drohenden Tode entgegen zu sehen vermochte. Bei dnem so gearteten Manne haben die höchsten Wünsche Ausstcht aus Erfüllung.

MchssMMW ß Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

rchhaw Kiel, 24. Mai. Mancherlei hat dazu beigetiagen, :'-:n den Prinzen Heinrich früh zu einer bekannten uud 8 " beliebten Persönlichkeit nicht nur in Kiel, sondern in üottdt ganz Preußen und Deutschland zu machen; hierzu Soni^k wng nicht wenig die große Vorliebe des Prinzen zn >n Flotte bei. In zartem Alter, jünger sogar als

' {1y Äle seine Kameraden, wurde er der strengen Disziplin

i - uud harten, so gefahr- wie entbehrungSvollen Existenz !'» y des Seemanns bedingungslos übergeben. Mit Freude st. i/9" Iss man, wie würdevoll er sein Vaterland in fremden f zur " Zonen repräsentierte. Jedermann weiß, daß die Marine Gesch E die größten Hoffnungen auf ihn setzt. Hier in Kiel

Anreige» nimmt entgegen die Expedition d Matte», sowie b. Annoncen-Bmean, von Haasenßein und Bögler

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Dauben. Co. in Frankfurt a.Berlin, Hannover. Pari».

Frühj, reise.

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um 11 Uhr den Vortrag des Geh. Kabincttsrates von Wilmowski und begab sich um 12 Uhr in den Raffet Schloßpark. Gegen 1 Uhr machte die Kaiserin hmlÄ > Augusta dem Kaiser und der von Berlin zurück- (18$ gekehrten Kaiserin Viktoria Abschiedsbesuche und be­gab sich dann in das Mausoleum. An dem Diner

Aenlsches Leich.

Berlin, 28. Mai. Der Kaiser hatte eine gute Nacht; derselbe verweilte heute vormittag im Mark, für den Nachmittag ist eine Ausfahrt beab­sichtigt. Dr. Mackenzie wechselte in Gegenwart der übrigen Ärzte die Kanüle, was leicht von statten ging. Die Kaiserin eilte nach der Rückkehr von einem Spazierritte sofort nach Berlin zur Unglücks- t Hätte des Schauspielhauses. Der Kaiser empfing

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