M
Illustriertes Sonntagsblatt.
M123
chseide
chseide
E vverhesfische Zeitung
hinreich - mit i(,ren Gratis-Beiblättern
?nb gro Irrt blatt für dir |rrifr Marburg
ässe
ist bet
tarburg
ildert
startete abends dem Öberstkämmercr Grafen Stolberg
eilung
idluug.
ldei
! 4'2
zu Ca
tun.
101
29‘‘
La.
Saut esatzar
m 50 I Warben,
treffenden Artikel der »Moskauer Zeitung", worin gesagt war, daß das russische Volk Beleidigungen leicht verzeihe, aber den systematischen Betrug, die Verhöhnung seiner besten Gesühle und die Untergrabung seiner Macht und seines besten Wohlstandes seilens derer, die sich für seine besten Freunde ausgeben, nicht verzeihe, und bemerkt dazu: Die „Mosk. Zig." fordert von uns nichts anderes, als daß wir, um die russische Freundschaft zu erwerben, russisches Getreide kaufen und die eigene Landwirtschaft nicht nur verarmen, sondern sogar ruinieren lassen, mit anderen Worten, daß wir den russischen Bauern einen Tribut zahlen, der früher nicht existiert hat. Solche Tributzahlung und Freundschaft für Geld ist aber für keine unabhängige Macht annehmbar. Wenn die „Mosk. Ztg." auch die alte Fabel der deutschen Undankbarkeit wieder aufwärmt, so stellen wir, auf die Aufstände der Polen und die Orientkriege seit 1828 hinweisend, aufs neue fest, daß Rußland uns sehr viel Dank schuldet und uns sehr undankbar behandelt hat, nicht umgekehrt. — Die Verwundung des Parkwächters Langhammer hat sich derselbe, wie er eingesteht, selbst beigebracht.
Stolp in Pommern, 25. Mai. Der Prinz von Wales traf heute morgen, begleitet von dem Obersten Riesdael Swaine und dem General ä la suite Graf Alten, zur Besichtigung des Blücher'schen Husarenregiments, dessen Chef er ist, hier ein und wurde von den Spitzen dcr Civil- und Militärbehörden empfangen. Die Stadt ist festlich geschmückt. Das Dejeuner wurde auf dem Bahnhofe eingenommen. Ter Prinz nahm in Gegenwart des Brigade- Kommandeurs die Parade über die hier garnisoniren- den 4 Eskadrons des Blücher'schen Husaren-Regiments ab und sprach seine äußerste Befriedigung aus. Er kehrte sodann nach der Stadt zurück und besichtigte die Kaserne, wohnte dem ihm zu Ehren veranstalteten Diner im Ossizierkasino bei und reiste um 2 Uhr 5 Minuten wieder nach Berlin ab. Auf dem Bahnhofe war eine Ehrenwache aufgestellt.
;cn längeren Besuch ab. — Das „Militärwochen- __ trt“ enthält die Erncnnwig des Großherzogs »vn Hessen zum Generalinspekteur der dritten nceinspektion (7., 8. und 9. Korps), sowie die Generalleutnants v. Hänisch zum Kommandeur der Kavallcriedivision des 15. Korps; der bisherige Kommandeur v. Gott berg ist pensioniert. — Die „Nordd. Allg. Ztg." wendet sich gegen einen, die Angriffe der deutschen Presse auf Rußland be-
ulk ,d.
en
Gerichte tet
>7V, )2‘/, 2’,'4 >6»/4 Vi I2»A 141/« ’8 'S1/. >3‘/< 19 TI, Wu '8 'l1/.
5 0 ’/.
2 IV.
7 IV.
Und doch mischte sich eine wilde Freude in ihre Furcht, denn sie war wieder Harvey nahe. DaS alte eifersüchtige Mißtrauen batte fich aufS Neue eiuge- falben, seitdem sie ihm Lebewohl gesagt hatte. Der «danke, ihm wieder nahe zu fein, wieder den Ton
1^"'
bis zum 15. Okt. fertigzustellen und zu eröffnen, sodann von den übrigen Moratoriumslinien zuerst die von Koblenz nach dem Rhein (Waldshut), die von Etzwylcn nach Schaffhausen und die von Dils- dorf nach Niederwenigcn, nachher die von Bulach nach Schaffhausen herzustellen. Als spätester Termin für die Vollendung derselben ist das Ende des Jahres 1895 festgesetzt. Für die Linie Thalwyl- Zug werden spätere Verfügungen Vorbehalten.
Mailand, 25. Mai. Der Kaiser von Brasilien hatte am gestrigen Nachmittage einige Lähmungsanfälle, welche binnen einer Stunde wieder verschwanden.
Paris, 25. Mai. Die Bank von Frankreich erklärt die Meldung des .Figaro", wonach die Bank nunmehr auch Kenntnis von der Existenz ge fälschter 1000-Francsbillets habe, für unrichtig. Die Zahl der der Bonk bekannten gefälschten 500 Francsbillets betrage bis jetzt 53. — Tie „Lanterne" erfährt Ttzroulede habe die boulangistische Kandidatur in der Charente angenommen. — Tas „Journal osficiel" veröffentlicht eine Bekanntmachung der Bank von Frankreich, welche Angaben für das Erkennen der falschen Bankbillets enthält und worin mitgeteilt wird, daß die Bank gegenwärtig nur 50 nachgemachte Billets kennt.
feiner Stimme zu hören, dru Druck feiner Hand fühlen zu können, versöhnte sie fast mit allen sonstigen Folge« ihrer Rückkehr. Ohne dies wäre sie vielleicht allein abgesegelt und hatte ihren Gatten allein zurückkehren lassen. Nur dies war die Kraft, die sie zmück- gedrocht hatte.
»Dein Vater hat nach Dir gefragt, Hary," sagte Mary später. „Die Aerzte wünschen, daß Du gleich zu ihm kommen sollst."
Während das Mädchen sprach, blickte sie dem, an dcu sie diese Worte gerichtet hatte, voll in das Gesicht. Wo war in diesem ein Zeichen der Schuld und der Furckt? Ein Schatten 6t 8 Kummers und der Angst ruhte auf demselbeu, und das war in diesem Augenblicke, gewiß natürlich, doch außerdem begegneten ihr seine Augen so offen, so furchtlos wie damals als sie das Vertrauen des kleinen Kindes gewonnen.
.Mein armer, guter Vater!' antwortete er, während fich feine Augen feuchteten. .Ich gehe sogleich.'
Er eilte die Treppe« hinauf.
Helene wandte sich zu Mary und blickte ihr in die Augen. ’
.Was ist geschehen?' fragte sie. .ES ist roch außer der Krankheit deS Vaters etwas nicht in Ordnung.' Sie fragte fich, ob diese Frage wohl das Haar reißen würde, an dem daS Damoklesschwert hing? Es war wohl möglich, doch ihre Augst war zu uner« trägl ch, als daß sie länger hätte schweigen können, sie mußte endlich erfahre«, ob Mary schon von dem falschen Wechsel wußte.
, Nichts, daS Dich ängstige«sollte, Liebe," antwortete Math zärtlich.
.Was har diese« Aofall herbeigeführt?' beharrte die Fragende. .Er war z« plötzlich, alS daß er nicht eine« Grund gehabt habe« mußte. Ist irgend etwas, Harry Betreffendes, feinem Vater zu Ohren gekommen?'
.Nichts, Liebe, Nichts! Und das darf eS and) uw keine« Preis, eS wäre fein Tod! Ich glaube der
Feittdtiche Gewalten.
Roman von E. Mace.
(Nachdruck verbaten.) (Fortsetzung.)
Die Nachtluft war noch sehr kalt und eS war noL überall eiugeheizk, doch als er ihre Hand erfaßt?, fühlte er, obgleich er selbst von der Straße kam, daß dieselbe kalt wie Marmor sei, und selbst in diesem Augenblicke unsäglichster Angst merkte er, daß sie vor seiner Berührung zurückschrak. ArmeS Kind l Daran bar gewiß die Angst und der Schreck schuld, den sie allein durchgemacht hatte.
Anstand.
Wien, 25. Mai. Das Abgeordnetenhaus beendele die Spezialberatung des Budgets und nahm das Finanzgefetz in zweiter und dritter Lesung an. — Tie „Wiener Zeitung" veröffentlicht den österreichisch- italienischen Handels- und Cchisisahrts-Vertrag und den Fabrikmarkenschutz-Vertrag mit Dänemark.
Bern, 25. Mai. Der Bundesrat hält die Nordostbahn an, die Zürichseebahn auf dem rechten Ufer vom Bahnhofe zu Zürich bis nach Rapperswyl
Erscheint täglich 'außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe- bition 2*/4 Mk., bei den Postämtern 2 Ml. 50 Pfg. (exkl Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pig.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg,
Sonntag, 27. Mai 1888.
, J und Kirchhain
und
, | Illustriertes Sonntagsblatt
Zer» entgegen.
Bestellungen für hiesige Stadt
rburg,
40.
CJ. 6«=
n der j und Kii ) Kinder 1 Mk.
)n 50 i Steh- rren-S
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham
Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Ang. Loch.
® .Eine Stunde später hätte eS uns nickt getroffen." £ ! Diese Worte welche ihr Gatte mit Dank gegen eine * barmherzige Vorsehung sprach, meinten bei ihr gerade pj : *08 Gegenteil. Eine Stunde — eine einzig kurze xf Stunde, — und sie hätte das Damoklesschwert hinter 10S och gelassen; und jetzt — jetzt hatte sie zurückkehren 10$ stfifftn, vielleickt gerade in dem Augenblicke, wo das 0 H°ar reißen und es aus ihr «ubeschützteS Haupt falle«
»ureigen nimmt entgegen die Expedition b Blatte«, sowie b. Annoncen-Bureanx von Haasenstein und Bögler
J-hrgau,
Daube u. io. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Pari!
höbe -
Srecfytln = Kaiser in den Park und fuhr noch in seinem it als- khMnywagen spazieren. — Der Kronprinz em- ; wie re i4>fing gestern früh den Geheimrat Dr. Hinzpetcr, nb ent’ Erbettele nach der Hochzeitsfeierlichkeit allein und
§ ßQ i heute von 48/* bis 6 Uhr im geschlossenen Wogen und in Begleitung des Dr. Mackenzie, sowie des Majors zur Lippe spazieren. Später begab sich
„Der Doktor giebt wenig Hoffnung. Beide Aerzte sitzt bei ihm und sie habe« noch eine« drillen E ' fa Konsultation bestellt."
•n* Sie wandte fich bei diesen Worten zu Helene, u deiche ihrem Gatten in das Haus gefolgt war. Auch $ - liefe war sehr blaß, und die goldglänz nde« Auge« 95 blitzten vor Furcht und Aufregung.
;0i ; Sie blickte um fich, als ob sie sehen wollte, ob ßl licht in ihrer Abwesenheit eine Veränderung borge- Ti langen sei.
Dessen-Nassau.
Marburg, 26. Mai. Im Verlage von Veit u. Comp. in Leipzig, erschien soeben ein Vortrag des Herrn Professor Dr. R. Leonhard dahier über: „Die Universität Bologna im Mittelalter." Tie Veröffentlichung dieses geistreichen Vortrages ist durch das bevorstehende achthundertjährige Jubiläum der Universität Bologna, dieser ältesten Hochschule der Kulturwelt, deren Ruhm während mehrerer Jahrhunderte Schüler aus allen Ländern anzog, veranlaßt. Der Vortrag ist wesentlich auch für das nichtjuristische Publikum berechnet, welchem es die Bedeutung des mittelalterlichen Bologna darzustellen sucht, und wird in seiner geschmackvollen Ausstattung gewiß das Interesse weiter Kreise erwecken. Gewidmet ist das Schristchen dem derzeitigen Rektor der hiesigen Universität, Herrn Professor Dr. gerb. Justi.
Marburg, 26. Mai. Am vergangenen Dienstag unternahm der hiesigeGeschichtsverein zusammen mit dem von Gießen einen Ausflug in dasSchwalm- thal. Die aus über 30 Personen bestehende Gesellschaft wanderte in der angenehm frischen Lust von Treysa zunächst nach Ziegenhain, wo Herr Superintendent Heußner die Führung freundlichst
Anfall war unvermeidlich, n«r wurde er durch Ge- schäftSverdri'ßlichkett.« beschleunigt. Ich hatte mehr ausgegeben, als gut war: ich ve: stehe so wenig von Geldaugelegeuhetten.' Sie versuchte ein wenig zu lächeln.
Also der Wechsel war präsentiert worden, dachte Helene, und Mary hatte ihn angenommen, sie bewahrte daS Geheimnis, die Gefahr war vorüber. Mary verbarg das vermeintliche Verbrechen Hanys selbst vor Ihr, seiner Frau. Harv>y war klüger gewesen, als sie zu hoffen gewagt hatte. Sie holte lief Atem, so, als ob sie eben eine Last abgettorfen hätte, die für ihre Kräfte zu schwer gewesen war; sie hatte sitzt nur noch mit dem GZpenste ihrer Vergangenheit zu thun. Unwillkürlich ballten sich ihre Hände und ihre Zähne knirschten.
Es war eine feste Entschlossenheit in ihr, die immer mehr und mehr an die Oberfläche kam, und sie dachte halb unbewußt, daß „er' fich in Acht nehmen sollte, eS zu weit zu treiben.
.Ich möchte jetzt in mein Zimmer gehen,' sagte fie laut. Doch als fie den Saal verlaffen wollte, rief Mary ihre« Name» und daS hielt fie auf.
Es war noch etwas zu höre«, etwa?, das man ihr noch nicht gesagt hatte.
Sie blieb stehe« und blickte zurück auf das junge, schöne Geficht, welches, von dem Lampenlichte beschienen, jetzt dunkelrot anssah. Eine« Augenblick vorher war eS totenbleich gewesen.
.Nuus' fragte Helene wartend.
Das einzige Wort hatte einen Slang der Härte in fich, alS ob sie alle ihre Kräfte sammelte, um den Schlag, der fie treffen sollte, abzuwehreu. ES schien ihr später, als ob daS einfache Aussprechen ihres NamenS^ihr schon die ganze folgende Geschichte ent=
„®8 hat sich «och etwas ereignet, Helene,' fahr Mary fort. „Ich möchte Dir eS heute noch sagen und Dich bitte«, es Hany mitzuteile« und ihn zu er»
übernahm. Vom allen Schlosse, dessen geschichtliche Bedeutung wohl die Erwartungen etwas zu hoch gespannt hatte, war der Umgang durch die Höfe und an die alte Umwallung von allgemeinem Jntcreffe; auch verdienten einige Wappensteine vom Jahre 1537, der Erker, worin einst Gras Christoph von Dietz gefangen faß, eingehende Betrachtung. Dann brachte uns ein Gang durch das Innere des Schlaffes in die Räume der Strafanpalt, deren praktische Einrichtungen und peinliche Sauberkeit und Ordnung mit'Recht bewundert wurden. Architektonisch ivichtig sind hier fast nur die inneren Tbüren der Cchloß- kapelle. Die Kürze der Zeit erlaubte nicht, die wenigen älteren Häuser Ziege Hains genauer in Augenschein zu nehmen, dagegen besichtigte ein Teil der Gesellschaft noch im Rathaufe das wertvolle Schützenkleinod, das Heinz von Lüder 1538 gestiftet hat, und das berühmte sog. Schwert Bredas (welches ein dem sechzehnten Jahrhundert angehöriges Ceremonienschwert ist), während ein anderer Teil voraus ins Wirtshaus eilte. Nach dem Miitagseffen wurde nun in tüchtigem Marsche an den beiden, recht bequem scharf an der Landstraße errichteten Denkmälern vorbei, welche an dem Platze aufgestellt sind, wo Breda fiel und von welchem aus der populäre Ziegenhainer Hakenschütze, der Metzger Velten Muhly am 3. Nov. 1640 seinen glücklichen Schuß absandte, vorbei noch Neukirchen gewandert, wohin der Hauptanziehungspunkt des Ausflugs, die Svlatkirmes der Schwälmer, lockie, aus der Vergangenheit in das Leben der Gegenwart, aber diese Gegenwart wirkt doch auch fast wie historisch; es ist überraschend, sich plötzlich in eine so bunte Gesellschaft versetzt zu sehen, wie die Schwälmer namentlich am Festtage cs sind. Den Marburgern ist ja die Schwälmer Tracht genügend bekannt, aber in Festputz sieht man sie hier nicht, die Männer mit ihrer goldbekrönten Pelzmütze, die Frauen mit ihrem reichen Putze, namentlich an seidenen Tüchern, Bernsteinketten (unter denen sich einige kolossale Exemplare befanden) und den reich gestickten „Ecken", Männer und Frauen mit Schnallenschuhen. Es war aber doch zu bedauern, daß so viel städtische Kleidung von Neukirchen und auch von fremden Zuschauern sich unter das bunte Volk mischte. Wie lange mag es noch dauern bis die Tracht zuerst bei den Männern schwindet; in den Tänzen sind sie schon ganz „modern": Polka, Walzer, Galopp. Als der Schwälmer Nationaltanz auf Bestellung aufgespielt wurde, sanden sich doch nur wenige Paare, alle von Röllshausen, die ihn zu tanzen vermochten.
suchen, nicht mit mir darüber zu sprechen; doch ich denke, Ihr beide müßt es wissen.'
„Wir müsse« eS wissen? Was? Was müffe« wir wissen?'
„Daß ich versprochen habe, Harvey Barclay zu h traten.“ Es waren dies einfache Worte in ruhigem, traurigem Zone gesagt, doch sic riffen wie ei« Wirbelwind Seltne die Larve vom Gesichte. Mary stand wie versteinert über die entsetzliche Veränderung, die ihre Augen wahruahme«. Das schöne Weib schien plötzlich i« einen Teufel verwandelt, ihre Züge waren von Leidenschaft verzogen, ihre Augen sprühten Feuer und ihre Zähne waren fest zusammeugebisfen zwischen den halb geöffneten Lippe«.
Mary schrak unwillkürlich zurück, alS wenn fie eine Schlange sähe, die im Begriffe wäre sich auf sie zu stürzen und ihr ihr tötliches Gift einzuspritzen.
„Du, Du willst Harv y Barclay heiraten?“ kam eudlich zischend zwischen de« zusammeugebiffeaen Zähne« hervor. „Du Verräterrin! D« —* Sie hielt inne.
WaS hatte sie gesagt? Wie weit hatte fie ihre Leidenschaftlichkeit geführt?
Doch fie hätte daS Mädchen, auf daS fie jetzt herabblickte,? ermorden können. DaS ganze, lange glimmende Feuer ihres Neides und Haffes brach jetzt in Flammen aus und jagte Vorsicht und Klug- hrit davon.
Weshalb sollte den« alles, alles Mary zufallen und ihr nur öde Leere bleiben? Doch hatte nicht Harvey versprochen, eS niemals zur Heirat wirklich kommen zu lasten? Konnte fie ihm vertrauen, wenn ein solcher Preis feinen gierigen Händen erreichbar war?
_ Sie wußte selbst, daß fie das nicht konnte; er würde fie schließlich doch betrügen und, wenn erst Mary seine Frau war, ihr offen Trotz bieten.
(Fortsetzung folgt)
„Dein Telegramm kam noch gerade zur rechten Zeit, eine Stunde später hätte eS unS nicht mehr ge> 105 hoffen. Wie geht es tfcm Vater?“
toben, bleiben, sowie den Besuch der Prinzessin Friedrich Lbüofo ®arl, worauf sich der Kaiser wieder zum Schlummer - - nieder! egte. — Der Kaiser und die Kaiserin fuhren
ß nehmen unsere Expedition und H unsere Zeitungsträger an.________
j. Deutsches Reich.
Berlin, 25. Mai. Ter Kaiser verließ das Bett gegen 11 Uhr, begab sich sodann in fein Arbeitszimmer und empfing den Fcldmarfchall Grafen Blumenthal, später die Besuche des Kronprinzlichen Paares, des Erbprinzen und der Erbprinzessin von Meiningen, die auch zum Tejeuner bei dem Kaiser
Gestrs 'en, Ho an. SS L_
-en, Da Für den Monat Juni nehmen Ue m alle Postanstalten, auf dem Lande die Landpostboten, sowie in Kirchhain unsere Agentur (Herr Buchbinder Rindt) Bestellungen aus