Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg uud Kirchham.
Markt 21. — Redaktion, Druck und Brrlag von Joh. Lug. Koch.
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d-, i-b<t Kaiserin, vom Publikum überall mit enthusiasti- - lchem Huruf willkommen aebeifien. eine Snniiertnhrt
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Dem Zuruf willkommen geheißen, eine Spazierfahrt ^trch Charlottenburg und den Tiergarten nach Schloß Bellevue. In einem zweiten Wagen folgten Ihre königlichen Hoheiten die Prinzessinnen-Töchter, M drittln Wagen Flügel-Adjutant Major v. Vieting- W und Dr. Sir Morell Mackenzie. Ter im Lause des Abends eingetretenen Abkühlung roegm erfolgte
Feindliche Gewalten.
Roman von 8. Mac«.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung)
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8effeu=Nassau.
Marburg, 23. Mai. Gestern abend mit dem
Dentschea Reich.
Berlin, 22. 9><ai. Die „Nordd. Allg. Ztg,' schreibt: Die außerdem vorliegenden Nachrichten bestätigen in erfreulichster Weise die Fortschritte im Befinden des Kaisers. Die zwecke Hälfte der Nacht zum Sonntag brachte zwar häufigere Hustenanfälle, der Auswurf zeigt aber festere Form und wirkt weniger belästigend. Der Kaiser war am Sonntag schon um 8 Uhr früh in seinem Arbeitszimmer und empfing dort den General von Wintcrscld zum Vortrage. Gegen 11 Uhr erschien der Kaiser zweimal am Fenster, von dem massenhaft herbeigeströmten Publikum mit begeisterter Sympathie begrüßt. Von 11 bis 1*/* Uhr verweilte Sc, Ma-
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zum Signal begeisterter Kundgebungen aus dem zahlreichen vor dem Schloß versammelten Publikum wurde. Später fuhr der Kaiser im Schloßpark spazieren, empfing gegen Mittag den Vizepräsidenten des Staatsministeriums in halbstündiger Audienz, und nahm Besuche des Kronprinzen, des Prinzen Heinrich und der erbprinzlich memingenschen Herrschaften an. Im Laufe des Nachmittags wurden ferner der neue belgische Gesandte Baron Greindl, Eeneraladjutant Fürst Radziwill und Ober-Hofmarschall Fürst Radolin empfangen. Von 3*/t bis 5 Uhr ruhte Seine Majestät und unternahm dann im offenen Wagen an der Seite Ihrer Majestät
Die Bank, bei der eS präsentiert wurde, hegte 8»etfel und sandte eS mir zu, um zu bestätigen, ob i«8 Deine Unterschrift sei?*
11892 Seine Stimme klang, als er diese Worte an seine Rändel richtete, wie aus weiter Entfernung. Ihre «ugeu waren auf das Papier geheftet, das er ihr attegeuhielt, doch vor demselben schwebte eine finstere «olke. Sie tonnte kein Wort keine» Buchstaben er» ramen. Harry ist nickt tot, eS war ihm kein Unglück drgegui t. WaS war ihr alles Andere, was das Schick- M für sie in Bereitschaft hielt?
Das Blut kehrte langsam zu ihrem Herzen zurück »te Pulse fingen wieder an lebhafter zu schlagen, ueueS .«den durchdrang ihre» Körper. Endlich klärte sich
Blick sie las:
Es war et» Wechsel, vor drei Monate» auf de» A Januar ausgestellt, ein Wechsel über füufuud- lllufzig Tausend Dollars an einen gewissen Moses Abraham zahlbar uud unterschrieben: .Mary Horn/ Nachdem sie erst daS Papier gelesen, fand sie in ««selben, obwohl sie dessen Tragweite gar nicht er. Akssen konnte, eine sonderbare Anziehungskraft. Sie «b es wieder uud immer wieder, doch ihre Augen Men stets auf der Unterschrift. Wann und wo Me sie daS geschrieben? WaS sollte eS heiße»? «ar das ihr Bersprecheu, diese Summe zu zahle»? i«d wem?
navvusgimmvv guvtuujti t IUU UUU| ■ - Ober - Hofmarschall Fürst Radolin zum Vortrag
trab empf ngen, wurde abwechselnd geruht; um 3’/.- und gegen Abend um 6 Uhr erschien Se. Majestät trth« - Eder am Fenster, von dem zahlreichen Publikum rsüina jedesmal mit jubelndem Zuruf empfangen. Tie be- ;be‘rli i libsichligt gewesene Ausfahrt unterblieb wegen der tt Bi ungünstig gestalteten Witterung, dagegen wurden > A am Spätnachmittage noch der Besuch des Prinzen rtetaflü Heinrich und der erbprinzlich meiningcn'schen Herrschaften empfangen. Die Nacht zum Montag war wiederum durchaus zufriedenstellend. Um II Uhr erschien der Kaiser, welcher Uniform angelegt hatte, wieder zweimal am Fenster, was jedesmal wieder
Doch die Bankdeawteo hatten schärfere Äugen da- F und hatte» bezweifelt, daß dir» von ihrer eigenen «tt geschrieben sei.
en 1 sp Was hatte dies also z» bedeuten? Wie kam der '$ai dahin? Wenn eS nicht ihre Schrift war, so [296 J?1 cs eine Fälschung, eine Fälschung, die irgend L P verhärteter Sünder begangen hatte. Sie öffnete
r*1 Mund, nm zu sprechen. Ihre »efiuuung kehrte
eben* sestät 'M Park und unternahm da auch einige lisch« L Spazierfahrten. Im Laufe des Nachmittags, den [511 der Kaiser int Arbeitszimmer zubrachte, wo auch
zerntagew^-Quarckrk.«boEE^P«iS^betberGipfr HtVlttül ckwie^d"ömtoncenB^M b .Eilatte«,
diti-n2«/.Mto bei de» Postämtern 2 M. Sv Psg. (exkl. !°wu Amonem-Bureau, von Haas eustem und «ogler
e‘^ WÄÄ M".Ä‘ Donnerstag, 24. Mai 1888. rrill. Jahrgang.
——ja—— Taube u. tto. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris.
\ VWWWMUWWMWW - Der „Reichsanzeiger- publizirt die Ernennung zu sein, ift St
. des ersten Botschaftssekretärs in Petersburg, von Teppichen reich geschmückt Sh t ‘ unvorhergesehene Ereignis
t Bülow, zum Gesandten in Bukarest. — Die „Nordd. Münster «.St. 22 Mai Die rur ^eier Melcker A 8 I J? '8- ?.fu"9 herausfordert. ‘ Allg. 3tg.« kommt nochmals auf den deutschen de: Emwtthung M Hütte» .Dicking!» - DenLÄ wch^ sL? L ’T6 id>
' Reffenden Lcktauer zurück, der mit Geld und Paß prächtig dekorierte, in ein Festlokal verwandelt Ebern- Swlluna des^Generals
versehen, an der französischen Grenze verhindert bürg konnte die Zahl der Festgäste, deren mehrere! kann der Krien^nicki niöüN^ sn l o"? <!,Unb wurde, nach Nancy zu reifen und reproduzirt eine Tausende erschienen waren, nicht fassen. Um '/,12Ubr darum hehnnf9 5 Ä? ausbrechen? Dann Äußerung des Pariser Blattes „Pays" : „Unsere! begann der fteftaft mit Musik ,,„8 , ■■ I . 8 / Urns geschehen werde, wenn, voraus-
Landleute, die sich nach Elsaß-Lothringen begeben Schulinspektor Bornemann - Kreuznach begrüßte^die boulanaistssch °V V'reoisionisllsck V?
und dort verweilen wollen, sind fortwährenden Behörden und die anwesenden Nacktommen Hucken« 8-^«^ M \ }' ”miwn W$ f«, ber fßrä)ibent Plackereien ausgesetzt; wir sehen gar nicht ein, wes- undSickinqensundbeTcknete"bk Stil P W’f Iet^en würben, antwortete
halb Frankreich weniger Herr in seinem Hause sein Denkmals als eine nationale That. Hieraus folgten von de" ErwÄten^des^ll^ Gegner eines
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und wenig gestört. Der Kaiser verließ bereits gegen hatte einen versöhnenden Ausklang Hierauf erfolgte s'affunaenSttmmrecht steht über allen Ver- 8 Uhr das Bett und empfing um 9 Uhr die Ärzte I unter Böllerschüssen die Grundsteinldn J;p au ® | ’t ,^en" ® e*e Theorieen Laguerres werden zur Konsultation. Mehrfach trat er an's Fenster l zerstreute fick unter Sfßfinmmn l wahrscheinlich zu einem Zwischenfall in der Kammer
L brr °uch 4m I19t wKESÄtei1 “"SÄ'?“ D-M'E -i. Mich.
Menschenmenge jubelnd begrüßt. Gegen i(^ Uhr --—————————^8'erung zu befragen, welche Maßregeln begab sich der Kaiser nach dem Park, um 10V» Uhr JLttSlütth I xT" ungesetzlichen Auftreten der Boulangisten
erschien der Kronprinz zum Besuch und um 11 Uhr Mailand, 22. Maü Der'Kaiser von Ri-asitipn I hPre b°uapartlstischen und ihrer sonstigen Helfers-
tras eine Deputation des uniformierten Kriegervereins wurde von einem neuerlichen heftigen Gehirnscklaae gedenke.
aus Berlin im Schlosse ein, um ein prächtiges betroffen. Ter Kaiser wurde mck bern SZ 1,®cm »Datly Telegraph- Blurnenkissen zu überreichen. Der Kaiser, der sich sakramente versehen; spater erschien sein Ruftanb irhnf^nphisk’"6 o>lafnkanische Gesell-
recht wohl befand, hörte dann noch mehrere Vor- etwas gebessert ' $ Zustand schäft gebildet, deren Geb.et an das der deutschen
träge und empfing um 1 Uhr den Besuch der Erb- Paris, 20. Mai. Die Erklärungen welche der SnftÄ 2?'%-* ,
Prinzessin von Meiningen und des Prinzen Heinrich. Boulanzistische Deputierte Laauerre bei seinem kürckick^n enn^in^r^' 2?’ König und dte
Nach dem Mittagsmahle ruhte er wieder einige Zeck, Aufenthalt in CT ÄX M Ä fmb S-"»" von Schloß Sinaia hier ein- und empfing dann mehrere Besuche. Später wurde erscheinenden Nouvelliste gab erregen hier infofern Ma «T h' •• lrstl'chen Begehung des Jahres- bei dem prächtigen Wetter eine Spazierfahrt unter-Aufsehen als aus benfdben bervomebt *a8eäb®r Tonung beizuwohnen. Nach dem Heu-
«ommm. bei meld,« dem SeiÄ ?«» # Ä di-r.^e» « d-»m°j-.
rctche Ovationen zuteil wurden. Das Befinden des nicht allein an einen Gewaltstreich denken sondern überall "ner glanzenden Suite umgeben,
Kaisers ist fortgesetzt ein recht befriedigendes, die! auch mit der Möalickkeit eines Krieae«^ I Ova tonen fettens emer ungeheuren Menschen-
Einstellung der Bulletins ist deshalb bald zu er- Befragt, auf welche Weise sich die Boulanaicken an I .Eppugen Dte Stadt ist beflaggt, abends
warten Im Schlosse Charlottens selbst huscht dieÄLalk zu erm^Ä berlelben statt.
in Vorbereitung der VermahlungSfeierlichkeit ein daß man die allgemeinen Wahlen abwarten werde' ziemlich reges Leben, wenn auch die Gemächer des Kaisers, die boulangistisch ausfallen würden, sodaß der Präsident
f&ÄI» & WÄSLfiÄf SWtta dÄXÄttÄ! “Ä .3* d"b- di-l--P°»i-- Bank, i Halldloo/fchützkll mürbe. 1,11 ®°P* ln We Men
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Namm zeigte, welcher als erster Girant auf demselben! los betröge» n»b der de» Bktrna ar'amöhnck b«eisel. I seine Fra« gerade im Begriffe wäre«, de» Wage» stand, den Name» Harvey Barclay. Dieser Name .ES ?st natürlich eine Fälschuna^Marv - s°ack dem Landungsplatz des Schiffes
enthüllte Mary all.,, mrd jetzt waren Mr. Barclays Mr.' berk Ä tbt8
Andeutungen, seine Drohungen und Auerbietrtngen regtmg zitterte. 8 * ’ vor Auf.lein ^«ramm, welchiS folgende^Botschaft enthielt:
ihr erklärlich; ihrem Geiste, der kar, vorher so um.! J-tzt fühlte fie, daß sie spreche» müsse daß fieIna*'ftanf^änrVXh«nb- <bttant $n®“6t
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ob bei selbe eine ganze Ewigkeit gedauert hätte. I Konnte fie denn die Wahrheit sagen? Lieber! ^0- Kapitel.
Es war, afö wäre fie in Schlaf versunken und sollte er von ihr glaube», was er wollte. Sie trug Entsetzliche Wahl,
träume eineu Traum, in welchem sie Jahre durch»!ja sicht seinen Name» n»d her alte smnnn I ,
lebte, Jahre voll wichtiger Sreigrr.fle, deren jedes ew. niemals !rfähren d!tß dieser älte edü Äme kn lck ib?7«ntonaek sÄ s- will
'Ve« G-dächt°isse lebhaft eingeprägt ist, n»d seinem Sohne befleckt word!» war. ” Arecken « sagte Mary zu d m Diener ^Uma”bt” *“ L'LlLL gL?/t »..--icht k°°m GS sst keine Fälschnng, Onkel Edgar/, sagte fit ^serASL» T& Befehl seiner
Fünf Minuten früher hatte fie unr den einen l .Mary!" I^ktoä^ls er"?ck"alle!?Ä«nh^b°^ bekümmert
ihre Bitte war erhört: Hany lebte, doch »ur, um | Onkel Edgar wie fchwer Dck ha« a«^ .^^^^ I K u lin'11-nnb1^ mu6ft^rIltb habe« fftr immer d°S Gespenst seiner Entehntng mit sich mag. Und jetzt, was mvß geschehen, um d?eseu Wechfel !lw H^tm Sterbe» li!ick,^ e"PfflBflen' ®tnn bet hernmzntragen. Wer, al» er, hatte so ost ihre» NamenS.! zu beiablen ? Denn Onkel «haar »r mit r _ „
zag »achgemacht? Jetzt erkannte fie el deutlich. | Preis eiugelöst werden.' 8 ' “ DBI ^eben |. breit war eS getoame», Edgar Reyaold
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