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gewußt, wie effen dunkler

; (Fortsetzung folgt.)

18. Kapitel. Am 3. April.

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Marburg,

Freitag, 18. Mai 1888

besonderes Augenmerk. Ueberraschen kann das nicht u» geringsten und *cS wird wohl niemand gegeben haben, welcher glaubt, Rußland wolle in den Sand-

Er spielte ein gewagtes Spiel, das wußte niemand besser, als Harvey Barclay selbst, als er langsam in seinem Zimmer hin- und hergehend sich die Unter­haltung vergegenwärtigte, dke soeben stattgefunden hatte, doch er hatte nichts und alles zu gewinne». In wenige» Tagen war der Wechsel fällig, and wenn er vor diesem Termine nicht Marys Einwilligung er. laus«! konnte, seine Frau z« werden, wollte er dies als Waffe benutzen. Sollte sie wünschen, den Mann zu schonen, der ihren Namen gefälscht hatte, so wollte er ihn dem Gerichte überliefern, wenn sie ihn nicht durch ihre Versprechen davon zurückhielt. Helene mußte seine Behauptung beschwören, und Hany konnte »erselben nur widersprechen, indem er die Infamie der Frau, welche seinen Namen trug, aufdeckte.

Harvey Barclay hatte selbst nicht gewußt, wie weit ihn der Strom tragen sollte, an dessen dunkler Quelle er träge geruht hatte. Endlich unterbrach ?^^d,diesich schwer auf seine Schütter Me, seine finsteren Gedanken.

Sie glauben, es ist Ihr Geld, das ich wünsche, ich will nicht leugnen, daß es im Anfänge der goldene Rahmen war, der mich zu dem Bilde zog, doch jetzt ist es das Letztere, welches ich begehre. Ich liebe Sie! Sie haben es in Ihrer Macht, einen besseren, edleren Menschen aus mir machen! Heiraten Sie mich und ich will jeden Nerv auspanneu, um Ihrer würdig zu werden, mein altes Ich abschütteln und Sie die Liede zu lehren, die Sie jetzt verachten. Sie find es, die mich retten ober ins Verderben stürzen kann, mein Schicksal liegt in Ihrer Hand.*

»Ich kann diese Verantwortlichkeit nicht übernehmen, Mr. Barclay, ich liebe Sie nicht und kann Sie nie­mals lieben, und heute hab« ich sogar gelernt, Ihnen zu mißtrauen. Ich weiß es nicht, was Ihre dunklen Drohungen meinen können, doch ich kann eS nicht glauben, daß die Ehre eines alten edlen MauneS von dem launenhaftenJa" oberNein" eines einfachen Mädchens sollte abhäugea können.*

»Ihre Entscheidung ist unwiderruflich?* ^ «Unwiderruflich.*

.So mag es sein!" erwiderte er.Wenn wir iu8 wieder begegnen, werden Sie eS sein, die mich rittet. Doch erinnern Sie sich immer daran, daß ich Ihnen gern den Kummer erspart, wenn ich es gekonnt Hütte; wie es jetzt steht, wasche ich meine Hände. Mögen Harry Reynolds Gläubiger das Hau» seines BaterS überfallen, trögen sie ihre Geschichten dem alten Mauve erzählen, der die Ehre seines Namens o hoch hält. ES find Spielschulden sogenannte Ehrenschulden; ich möchte wissen, ob er sie auch so betrachte» wird?'

Mary trat heftig näher n»d legte die Hand auf reu Arm ihres Peinigers.

.Welcher Summe bedraf eS, diese Meuschen zu befriedige»?* fragte sie.

Ha, ha!" lachte er,Eie wolle» ihn als» schützen? Warum? Weshalb sollen Sie Helene Reynolds Gatten vor den Folgen seiner eigene» Thorheit schützen? WeU Sie ihn lieben! Weil sein Bild eS ist, das zwischen

ist ein Sandloch, die nicht die Zinsen der für ihre Okkupation aufgewendeten Kosten einbringt. Am allerwenigsten hatte es Zweck, dorthin eine große Eisenbahn zu bauen und zahlreiche Truppen zu senden, wenn die Grenze von Afghanistan für immer unantastbar bleiben sollte. Rußland denkt aber

Es spinnt sich rtrvas an.

W Die tiefe politifche Stille und Langeweile, welche auch durch die bulgarische Angelegenheit nicht mehr gestärkt werden konnte, scheint nachgerade lange genug gewährt zu haben und etwas neues sich an- zuspinnen. Der russische Rubel hat auf der Balkan­halbinsel nichts ausrichtcn können; die Leute dort find klug geworden und wissen genau, daß aus den Kubel die Knute folgt, wie die Thräne auf die herbe Zwiebel. Das Geld mußte also besser an­gelegt werden. Das beste Kapitalanlagesystem für das Zarenreich wäre nun freilich die Schulden- tilguvg: aber das ist zu gewöhnlich für die großen

Barclays Stimme war nicht um eine Scknvingung lauter, als er diese Frag- stellte und sein blassis Gesicht nicht um eine Spur blässer, doch in seinen Augen war ein böser Ausdruck und um feinen Mund lagen harte, entschlossene Linien. Ein Schaudern schüttelte Mary, doch sie wollte dies« augenblickliche Schwäche nicht verraten.

,O, so haben Sie endlich Ihre falschen Farben bei Seite geworfen, Mr. Barclay,* sagte sie mit ironischem Lächeln, .und kehren zu Ihren Drohungen zurück. Doch Drohungen beflecken keinen alten, ehren­haften Namen, nnb obgleich Hany schwach gewesen sein kann, bin ich doch überzeugt, daß er keinen Fleck auf sein Wappenschild geworfen hat, der nicht ver­wischt und vergesse» werden könnte."

.Glauben Sie das? Sie haben Unrecht. Dock ich vergesse, es ist ja nicht Ihr Slawe. Was geht es Sie a», wenn er befleckt wird?*

.Er ist mir teuerer, viel teuerer, als mein eigener," erwiderte das Mädchen leidenschaftlich. .Es giebt nichts, was ich nicht thun würde, um ihn vor Unehre zu bewahren, wenn ihm dieselbe drohte.*

.Nichts, Mary?" fragte her Maun, indem die rühere Zärtlichkeit sich wieder in den Tor» seiner Stimme schlich.Nun wohl, setzen wir den Fall, daß ich Ihnen fogte, eS drohe ihm Schande nicht von weitem, sondern nahe, ganz nahe; Schande, die ch abzuwendeu vermag unter einer Bedingung, ich »rauche dieselbe nicht zu wiederholen, wollen Sie daun reuudlicher auf meine Bitten hören?*

.Ihre Bitten?" wiederholte sie verächtlich. .Neunen Sie eS lieber die Bedingungen des Handels. Ich bin reich, Mr. Barclay, wie viel Geld ist notig, nm Ihnen das Geheimnis abzukanfeu, in dessen Besitze Sie find, ober bie Macht welche Sie zu Haden »ergeben?*

-Das Dreifache von Ihrem ganze» Vermögen reicht nicht hin» es zu kaufen," antwortete er, zum ertzeumale bie Ruhe verlierend, die er bis jetzt zur Schau gettagen. .Hören Sie mir zu, Mary Horn:

in. feit Diai: rt

in Afghanistan und werden auch weiter kommen. Was sich gegenwärtig zwischen Herat und der russischen Grenze abspielt, ist nicht recht klar. Wir erinnern aber daran, daß im Vorjahre sich plötzlich eine Karwane von mehreren hundert russischen Kauf­leuten in Pas Gebiet von Herat begab, und daß dir Gouverneur der Stadt die Rückkehr der Russen aus russischen Boden verlangte, weil ihm die Leute verdächtig vorkamen. Der russische Statthalter von Merw protestierte dagegen und setzte es durch, daß die Kaufleute ihres Weges ziehen konnten. Diese russischen Agenten scheinen mit großem Erfolge unter den afghanischen Grenzstämmen, die von dem ver­haßten Emir Abdurrahman in Kabul wenig wissen wollen, gewirkt zu haben, und es ist THatsache, daß der Emir die Widerspänstigen mit Waffengewalt hat zur Ordnung bringen müssen. Uebertrieben erscheint es indessen, wenn gemeldet wird, russische Truppen seien abgesandt, um den unterlegenen neuen Schutz­befohlenen des Zaren Hilfe zu bringen. Sofort mit Hurra über die Grenze zu marschieren, wäre doch etwas sehr voreilig, dazu sind auch die Russen viel' zu schlau.- Es genügt, daß der Boden im afghanischen Grenzgebiet völlig unterminiert ist, und eine tüchiige Explosion, welche Rußland einen Schein des Rechtes zum Einschreiten giebt, wird von selbst und bald kommen. Dann werden die Soldaten des Zaren zur Aufrechthaltung der Ordnung in Afghanistan em und vor Herat rücken; an Kämpfe braucht man nicht zu denken. Seit Philipp dem Macedonier sind diesilbernen Lanzen" eine berühmte Waffe geworden, die Rußland genau so gut zu schwingen versteht, wie die Engländer. Aus Petersburg -wird wohl aufs Eifrigste beteuert werden, Niemand denke an ein Vorrücken in Afghanistan. Wir wollen dazu nur ein historisches Faktum hinstel en: Genau zwei Monate vor der Besetzung von Merw erllärte der Petersburger Regierungsanzciger, es liege kein Anlaß vor, nach Merw zu gehen. Zwei Monate später teilte dasselbe Blatt mit, der Zar habe die Unter­werfung der Turkmenen von Merw in Gnaden ange­nommen. Es läßt sich also alles machen. Die sonst in Militärsachen so saumseligen Engländer haben nunmehr ebenfalls gemerkt, was in Sicht steht, und in London ist eine große Bewegung int Gange, welche auf die notwendige Verstärkung der Armee hinarbeitet, um eventuell Rußland die Spitze bieten zu können. Der Fall von Herat würde keinen Krieg bedeuten, wohl aber den Fall von Kabul an Eng­land. Und dann sind die Beiden Nachbarn, in der Poliiik oft kein angenehmer Zustand.

dies Mittel. Aber cs fand im Verlaufe der Jahre ein so starker Zuzug vom platten Lande nach den Städten statt, daß die städtische Bevölkerung in den 20 Jahrttr um 416 pro Mille, die ländliche dagegen nur um 72 pro Mille zugenommen hat.

X Berlin, 16. Mai. fAus Schloß Charlotten- burg.j Die Besserung im Befinden des Kaisers dauerte erfreulicherweise auch heute an. Die Nacht war freilich nicht ganz tadellos, verschiedene Unter­brechungen machten sich gellend, aber der Kaiser schlief trotzdem ziemlich gut, war am Morgen bei guter Stimmung und gleichem Appetit. Tie Tem­peratur war nachts eine schwach fieberhafte, vor­mittags aber wieder normal. Die Schlingbeschwerden und die Rachenentzündung sind fast verschwunden, haben jedenfalls ihre Bedeutung verloren, Auswurf und Hustenreiz dauern in gewissem Umfange fort. Ein Bulletin wurde nicht ausgegcden. Bald nach dem Fortgang der Ärzte stand der Kaiser auf und schritt wieder selbständig durch die Zimmer und begab sich an seinen Arbeitstisch. Er hörte mehrere Vorträge und unterzeichnete eine Reche von Schrift­stücken. Mittags statteten der Kronprinz und die Kronprinzessin mit dem ältesten Sohae, dcm Prinzen Wilhelm, den Majestäten einen Besuch ab- und blieben zum Diner. Auch die Kaiserin Auguste kam zum Besuch und verblieb längere Zeit bei dem Kaiser. Ter hohe Patient war den ganzen Tag über fieberfrei. Ter eigens konstruierte Tragstuhl, welcher zur Überführung des Kaisers aus seinen Gemächern in den Park dienen soll, ist bereits im Schlosse eingetroffen. Der Tragstuhl ist, wie be­merktsein mag, in England angefertigt und den Dragstühlcn ähnlich, wie man sie im Gebirge findet. Die Beine sind kurz, der Sitz und die Rücklehne breit. Tie letzter« ist je nach der Lage, die der Kaffer einnehmen will, verstellbar. Polsterkissen decken Rücken-, Seitenlehnen und Sitz und können je nach Wunsch entfernt werden. Die Seitenleisten, an denen der Stuhl von zwei Dienern an Trag­bändern getragen wird, ziehen sich in gebogener Form von der Rückenlehne nach den anderen Stuhl­beinen hin. Auch heute ist das Befinden zufrieden­stellend geblieben, doch fordern die Ärzte noch dringende Schonung. Am Vormittag hat auch ein Kanülen­wechsel stattgefunden, welcher von Mackenzie ohne Schwierigkeiten ausgeführt wurde. Tie Kanüle lag den ganzen Tag über bequ.m. Ter Wundrmih ist völlig vernarbt und zeigt feine Wucherungen. Über Virchows neueste Untersuchungen heißt cs, jetzt, dieselben hätten kein bestimmtes Resultat ergeben.

Feindliche Gewalten.

Roman von E. Mace.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung)

f ,O Mary!* brach Helene aus, »lasse Harry ja t vermuten, daß Tu etwas weißt! Das würde J» zur Verzweiflung treibe». Außerdem sagte er auch heute, daß er einen Weg gefunden habe, herauSzuhelfen, und versprach mir, nie wieder

Itt Versuchung uachzugebe».*

,Unb er hat so wenig Vertrauen zu mir," sagte «>S junge Mädchen traurig,fo wenig, daß er nicht wunal meine Hilfe in Anspruch nehmen will."

»Helene!* rief jetzt Hanys Stimme draußen.

Mit einem halb bittende», halb befehlenden Blicke auf Haivey Barclay eilte diese hinaus, Mary wollte M folgen, doch Mr. Barclay machte eine schnelle veweguug, um diese Absicht zu vereitel».

.Sehen Sie nicht!* bat er, .ich muß mit Ihnen techeo. Ich sagte Ihnen einst, daß wenn Sie einen .-'ennb brauchten, Sie zu mir kommen sollten. O Mary, begreifen Sie denn nicht, daß eben, weil ich (Ä W, wie sich die Nebel um Sie verdichte», ich mich ' *>uach st he, Ihnen einen kräftigeren Schutz bieten zu Wien, als die Freundschaft mir erlaubt? Sie wisse» ® »icht, mein Kind, wie notwendig Sie einen starken 5? nni) ein treues Herz brauchen. Wollen Sie W den meinen annehmen? Darf ich mich nicht noch D «Utual um das köstlichste Gut bewerben, welches Fortuna

*ir schenken könnte?*

Deutsches Reich.

Berlin, 16. Mai. Der Kaiser arbeitete heute vormittag mit dem General von Winterfeld und machte nachmittags eine einstündige Fahrt im Char­lottenburger Park. Wie verlautet, wird der kürz­lich veröffentlichten Liste von Auszeichnungen dem­nächst noch ein erheblicher Nachtrag folgen. Die Kaiserin - Mutter Augusta begab sich heute mittag zum Besuche des Kaisers nach Charlottenburg.

Der Kronprinz wohnte heute vormittag den Truppenübungen auf dem Tempelhofer Felde bei unb folgte nachmittags mit der Kronprinzessin einer Einladung der Majestäten zum Frühstticke. Tas Staatsmini st erium trat heule vor der Plenar­sitzung des Herrenhauses in den Räumen desselben zu einer Beratung zusammen. Der Finanzminister bat sich unterm 6. d. Mts. damit einverstanden er­klärt, daß ein Brennereibesitzer, welcher in seiner landwirtschaftlich cn Brennerei an einem Tage durchschnittlich nicht mehr als 1050 Liter Bottichraum bemaischt, nachdem derselbe zu Anfang des laufenden Kalenderjahres die Erklärung abge­geben hat, daß erben Brennereibetrieb nicht über ben 15. Juni d. Js. hinaus fortzusetzen beabsichtige, auch für die Monate Oktober bis einschließlich Dezember v. Js. nur zu dem ermäßigten Steuer­sätze des § 41 II Absatz 2a des Branntweinsteuer- Gesetzes vom 24. Juni v. Js. herangezogen und ihm demgemäß der mehr entrichtete Steuerbetrag zurückgezahlt werde. Ter Minister ist ferner der Ansicht beigetreten, daß auch in denjenigen Fällen die bereits gezahlte höhere Steuer zu erstatten ist, wenn landwirtschaftliche Brennereien, welche auf Grund des § 42 I Absatz 3 des Gesetzes statt der Maischbottichsteuer den Zuschlag zur Verbrauchs- Abgabe entrichten, in der Annahme, daß sie eine größere Menge Alkohol als 150 bezw. 100 Hek­toliter im Betriebsjahre bereiten würden, den vollen Zuschlag ober einen solchen von 0,14 Mk. für bas Liter reinen Alkohols gezahlt haben, nachher aber jene Menge nicht überschreiten. Im preußischen Staate haben im Laüfe des Jahres 1886 1 117 881 Geburten, 231588 Eheschließungen und 786316 Sterbefälle stattgefunden. Die natürliche Ver­mehrung stellte sich mithin auf 331 565 Personen. Während der letzten 20 Jahre, von 1867 bis 1886, wuchs die preußische Bevölkerung durchschnittlich jährlich um 314500 Köpfe, das ist um 12 auf das Tausend der lebenden Bevölkerung. Bei der städti- chen Bevölkerung stellte sich die natürliche Ver­mehrung niedriger, bei der ländlichen höher, als

u»8 steht. Jetzt werden Sie die einzige Bedingung verstehen, die mich dazu bewegen kann sein Schicksal abzuweude». Er ist mein Nebenbuhler, leugnen Sie es, wenn Sie ei können!*

, .Er ist mein Bruder," erwiderte sie; doch sie war leichenblaß gewvrden.

.^/" letzte Glich hatte ins Herz getroffen^ er euthullte ihr, was sie bis jetzt sich selbst nicht zige. stehen gewagt hatte.

Sie wandte sich bei den letzte» Worten ab und verließ eilig das Zimmer, doch dieses Mal machte Haiv.y Barclay keine Bewegung weiter, nm sie zurück- zuhalten. Ec wollte erst das Gift wttfen lassen und deshalb mußte er einige Zett warten. Des Erfolges war er sicher.

irtü| -Ihre Sprache, Mr. Barclay, ist jetzt ganz Per. .kW Weben von der, die Sie noch vor weuigeu Minuten " J ^brauchten," antwortete Mary mtt ruhiger, schneidender

SWHWWiM.

; Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. ^Illustriertes Sonntagsblatt,

Expedition? Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Lug. Koch.

mohnende afghanische Stämme ihn um seine Schutz- uerfc ° h"rschast bitten, weil ihr Landesherr die Ordnung «icht aufrecht erhalten könne, dann wird er diese Ähutzhenschaft auch annehmen. Die Grenzlinie : wstiert immer Weiler, aber die Russen sind trotzdem

Erscheint täglich 'außer an Werttage» nach Sonn» und Feiertagen. Quartal-Aboimementt-Preis bei der Expe­dition 2*/t Mk., bei den Postämtern 2 Ml. 50 Pfg. (exü. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

gar nicht daran, Afghamstan zu verschonen. Bei Herat wird der Durchbruch erfolgen, von dort ans kann Indien in Schach gehalten werden, von dort geht der Weg durch das Küstengebiet zum Meer. Und nach der praktisch-einfachen Methode, welche y die Politik der Zaren in Zentralasien von je ver- folgte, wird cs nicht mehr so sehr lange dauern, . -bis die russischen Bataillone in Herat einziehen.

! Im vorigen Jahre ist zwischen Rußland unb England erst bie neue afghanische Grenze festgestellt worden; aber in diesem Grenzvcrlrage ist von triW^ußland mit keiner Silbe gesagt, daß es den Ver- g : trag für alle Zeiten heilig halten werde. Der Zar I erkennt die Grenze an, aber wenn jenseits derselben

Anzeige» nimmt entgegen bie Expedition d Blatte», ,,

sowie d.Anuoncen-Bureaux von Haasenstein unb Bögler " ll tv

n!!L Jahrgang

Daube u. Co. in Frankfurt a.«., Berlin, Hannover. Paris.

Geister, welche in Rußland das Wort führen und so ist denn eine andere Art dcr Verausgabung ge­wählt: Herat, bie schöne afghanische Grenzsestung, mit ihrem reichen Gebiet, welche den inbischen Ocean * -0 nQ^e an russischen Besitzungen heran ückt, ist

1 schon einen netten Posten von Millionen wert, dort- (31 hin richtet bie russische Regierung also wieder ihr

sA Pachtung. .Dow welche Sprache Sie auch immer acv ^wenden wögen," fuhr sie fest fort, .meine Antwort »aide stets dieselbe bleiben. Ich muß die Ehre, deren

r 8" «tt mich würdigen, zurückweistu."

1» »Selbst, Denn Sie wissen, daß die Ehre deS «rynoldfchen Namens davon abhängt?*