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Illustriertes Sonntagsblatt.

Expedition Mar« 21. Redaktion, Druck nab Verlag von Joh. Lug. Koch.

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Berlin zur Besichtigung der Central- und anderer Markt-Hallen.TieNordd. Allgem. Ztg." meldet: Das Befinden des Kaisers macht gegenwärtig erfreuliche Fortschritte. Infolge des Fiebcrabfalls und der reichlichen Nahrungsaufnahme nehmen die Kräfte zu, das Aussehen ist frischer und gesunder. Der gcstlige kleine Gang durch das Zimmer gelang ohne jede Anstrengung und Pulsbeschleunigung. Der | Schlaf ist trotz noch immer reichlicher Absond erung

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richtete diesem über den seitherigen Krankheilsverlauf. Birchow wird den Auswurf des Kaisers untersuchen.

w den Abendstunden auf 38.1 Grad. Mackenzie besuchte heute zum ersten Male Virchow und be-

so daß bis zur Ausprägung anderer Münzsorten mit dem Bildnis des Kaisers Friedrich doch noch einige Wochen vergehen können.

X Berlin, 13. Mai. Aus Schloß Charlotten- burg wird berichtet: Die vergangene Nacht war leidlich, aber doch nicht ganz so gut, wie die früheren Nächte. Das Fieber stieg bis zu 38,5 Grad. Heute Morgen war der Kaiser saft fieberlos, indessen ein wenig angegriffen und stand deshalb erst mittags auf, verblieb aber dann auf Sopha und Lehnstuhl. Immerhin wird noch viel Schonung nötig sein, denn, wenn der Kaiser auch kleinere Gänge durch das Zimmer machen kann, ist doch an längere Be­wegungen noch gar nicht zu denken. Trotz der stetigen Kräftezunahme ist der Krästestand, welchen der Monarch in den ersten Wochen nach seinem Regierungsantritt besaß, noch nicht wieder erreicht. Das kalte Wetter ist sehr unangenehm. Heute Mittag hörte der Kaiser mehrere Vorträge und emvfing nachmittags den Besuch des Kronprinzen und anderer Familienmitglieder. Der Nachmittag verlief befriedigend. In den Ärzten befestigt sich die Hoffnung, es werde nicht so bald wieder eine Schwankung eintreten. Vor einigen Tagen wurde der Kaiser von unbedeutenden Schlingbeschwerden gefallen, die ihren Grund in einer Entzündung des Zäpfchens hatten. An dieser Störung hat der Kaiser schon seit vielen Jahren gelitten. Ungefährlich, wie sie ist, geht sie auch meist schnell vorüber. Co war es auch diesmal der Fall. Daß der Kaiser während dieser Zeit wesentlich flüssige Nahrung zu sich nahm, ist selbstverständlich. Gegenwärtig nimmt der Kaiser wieder häufiger Fleischspeisen zu sich, besonders Ge­flügel, und zwar in nicht geringen Portionen. Um dem Arbeitsdrange nachzugeben, haben die Ärzte jetzt dem Kaiser gestattet auch Zeitungen zu lesen. Am Sonnabend wurde damit begonnen. Im Übrigen erledigt der Monarch die an ihn gelangenden Re­gierungsgeschäfte mit nur allzugroßem Eifer, leichte Lektüre verlangt er nur selten noch. Im Laufe des gestrigen Nachmittags beschäftigte sich der Kaiser viel mit der kleinen Prinzessin Feodora von Meiningen, seiner Lieblings-Enkelin, der er zu ihrem 9. Ge­burtstag einen Pony zum Reiten geschenkt hat. Die Mutter kam mit dem Töchterchen zum Groß­vater nach Charlottenburg, um für die reizende Ueberraschung zu danken.

Sir Morell Mackenzie hat an den Heraus­geber desBritish Medizinal Journal- die folgende, von Charlottenburg, den 8.- Mai, datierte Zuschrift gerichtet:In der Versammlung der Berliner medi-

14. Kapitel.

Ein Vertrag.

Tiefes Schweigen folgte diesen letzten Worten, ein Schweige», welches endlich von der Frau gebrochen wurde; doch sie sprach mit einer ganz andere», vom Schmerze fast gebrochenen Stimme:WaS meinst Du?« fragte sie, .sprich deutlich! Mein Kopf ist zu schwacb, um Rätsel löse» zn können.«

»Ich meine das, was ich sagte," erwiderte er. Vielleicht ist das Mittel zum Zwecke in meinem eigenen Gehirne »och nicht ganz klar, doch der Zweck selbst ist mir um so klarer. Mary Horn hat mir eiuen Korb gegeben, das weißt Du. Nun wohl, fie muß dazu gebracht werde», diese» zu widerrufen!«

.Und um fie zu Deiner Frau zu machen, wünschest Du meine Hilfe? Eher möchte ich

»Still, Helene!« unterbrach er. .Du könntest vielleicht etwa? sagen, waS wir Beide bedauern müßte». Ich meinte, fie muffe sich mir v-rloben, von Heiraten habe ich uichts gesagt. Liebst Du mich denn nicht genug, daß, wenn Du mein ganzes Her, befitzsst, Du mich nicht, um unserer Rettung willeu, eiuer anderen willst die leere Hülle geben laffen?«

.Ich liebe Dich so sehr, Harvey." flüsterte fie, .daß eS Momente giebt, in denen ich Dich Haffe. Kannst Du eine solche Liebe begreife» ?*

.Vielleicht," antwortete er lächelnd. .Doch lege mir keine Hindernisse in den Weg, Helene, und be­kämpfe die Eifersucht, die unS Beide» verhängnisvoll werden kann. Ich bin kein HeiratSkaudidat, glaube mir; doch das, was man vorbereitet, wird nicht immer auSgeführt. Ich brauche das VerfügungSrecht über Mary Horns Vermögen, nicht fie selbst. Wenn ich nur einige Wochen für ihren Verlobten gelte» kau», werde ich schon dafür Sorge trage», mir die Fessel nicht anzulegen, doch eS stellt unsere Zukunft sicher, Helene; und wen» daun daS Schlimmste kommt, nun, so ist Jeder sich selbst der Nächste. WaS gewinnst

Feindliche Servalte«.

Roman von 6. Mace.

(Nachdruck verboten.)

(Fortsetzrmg)

unbeschränkt vertrauen.« Sie schlug die Augen zu hm auf und er sah, daß er gesiegt hatte, daß fie durch ihre Liebe ihm für zukünftige Verräterei eine neue Waffe in die Hand gegeben.

Sie gefiel seinen Sinne», das war wahr, doch re feffelte seine Schritte und er konnte auf dem Pfade, der ihn zum Siege führe« sollte, kein HinderuiS der. tragen.

Er haite in seinem Innern beschloffen, daß Mai y Hoin seine Frau werden sollte, doch dieser Entschluß war in der tiefsten Tiefe seines Herzevs ve> borge».

Wen» Helene ihm nur auf den Weg half, so konnte er dann auch ohue ihre Hülfe sein Ziel er­reichen. Und waS Mary anbelangt, so war es nicht das Schlimmste für sie, seine Frau zu werden; mit Geld in der Tasche konnte er sich, wenn eS darauf aukam, auch entschließen, ein ehrlicher Mann zu fei».

»Dein Mann hat mich niemals leiden könne», Heleue,« fuhr er fort. .Doch jetzt, fürchte ich, be- ginut er, mir zu mißtrauen. Du fiehst also, wie nötig eS ist, Mary auf uusere Seite zu bringe»!«

,3a, ich sehe eS!« antwortete sie düster, indem re sich mit der Hand über die Stirn fuhr. .Ich kann nicht denke», Harvey, mir schwindelt.«

.Bemühe Dich nicht mit dem Denke», überlass: mir daS. Komm, lasse mich Dich zu Deinem Manne ühren.«

.Mein Manul O Harvey, wie mir das klingt! Mein Mann! Ha, ha!«

Sie lachte schrill auf uud diese» Lachen drang zu en Ohren Hany Reynolds, als er, fie suchend an hrew Verstecke vorüberging.

.Mein Mann!« wiederholte fie »och einmal. Und als fie die Augen aufschlug, stand der, von bem fie eben sprach, vor ihr.

.Du riefst mich, Helene?« fragte er. Seine Stimme war ernst und traurig.

»Ich bat gerade Mr. Barclay, mir zu helfen. Dich aufzusucheu,« erwiderte sie. .Er hat Mary für den nächsten Tanz engagtrt und ich höre schon die ersten

Marburg,

Dienstag, 15. Mai 1888.

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Deutsches Reich.

Berlin, 12, Mai. Der Kaiser empfing um elf Uhr den Vortrag des Generalintendanten Grafen Höchberg, sodann einen kurzen Besuch des Fürsten zu Putbus, worauf bis U3/< Uhr der Kriegsminister und General v. Albedyll Vortrag hielten. Nachher bis gegen 1 Uhr war die Kaiserin Augusta bei dem Kaiser zum Besuche, desgleichen später die Kron­prinzessin mit dem Herzog Günther von Schleswig- Holstein, sodann der Kronprinz und die Meiningen- schrn Herrschaften mit Tochter. Die Kaiserin und Prinzessin Victoria fuhren heute Morgen nach

iS Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

ecken

---------------^enn. StSIn; £ XXIII. Jahrgang.

Frankfurt a.«., Berlin, Hannover. Pari».

t305 er, 56.

zinischen Gesellschaft vom vorigen Dienstag wurde ein Schreiben des Professors von Bergmann ver­lesen, das wie folgt lautet:Am 28. April machte dasBritish Medical Journal" die nachstehenden Bemerkungen:Da Professor von Bergmann dieser Behauptung nicht widersprochen hat, so muß sie als wahr betrachtet werden", d. d. weil ich angesichts thatsächlicher und persönlicher Behauptungen schweige, so beweise dieses, daß sie wohlbegründet sein müssen. Wenn dasBritish Medical Journal" nicht eine Zeitschrift wäre, deren wissenschaftlichen Wert ich sehr hoch schätze, so möchte ich auch gegenüber solcher Anschuldigung dennoch schweigen, aber unter den Um­ständen muß ich mich verteidigen. Ich schweige, nicht weil ich im Unrecht bin, sondern weil ich, wie jeder ehrenwerte britische oder deutsche Arzt, nicht öffentlich spreche über das, was an dem Kranken­bette meiner Patienten vorgeht." Die Bemerkungen, welche Sie über Professor Bergmann machten, wurden, glaube ich, hervorgerufen durch das Schreiben, welches Herr Hovell an dieKöln. Ztg." richtete, in welchem derselbe eine Berichtigung verlangte, als jene Zeitung ihm vorwarf,daß er Sr. Majestät ernstlichen Schaden zugefügt habe, indem giftige Stoffe in die Lungen gedrungen seien." In Deutsch­land muß, ehe man eine Kriminal-Anklage gegen eine Zeitung wegen Verbreitung unwahrer Nach­richten anstrengt, der Geschädigte nach dem Preßge­setz eine Berichtigung verlangen und dieses Ansuchen muß unterzeichnet werden. Ich habe der Presse niemals irgend welche Information gegeben, außer soweit erlauchte Personen dies gestatteten zu dem Zwecke, falschen und übertriebenen Berichten, an deren Verbreitung gewisse Leute eine Freude hatten, entgegenzutreten. Während Professor von Bergmann jedoch an der Behandlung teilnahm, wurden die allergeringsten Details über alles, was im Kranken­zimmer vorfiel, in derNational-Zeitung" veröffent­licht, eine Zeitung, welche ihre Information von Professor von Bergmann erhielt. Nicht nur wurde der Zustand des Pulses, sondern auch die Häufigkeit der Athemzüge berichtet, und nicht nur Nahrungs­mittel und Getränke wurden bekannt gemacht, son­dern sogar die Medikamente und selbst die von Prof, von Bergmann vorgeschlagencn, aber nicht ausge­führten chirurgischen Maßnahmen wurden beschrieben. Weder ich noch mein englischer Kollege haben jemals über die verordnete Diät oder die zur Anwendung gekommenen Medikamente Auskunft gegeben, noch viel weniger aber über die Anzahl der Athemzüge. Alle Details darüber, welche in den englischen Zei­

tungen veröffentlicht wurden, entstammen deutschen Quellen. Des weiteren haben weder ich, nvck Herr Hovell, jemals einen Kollegen unter dem Deckmantel der Anonymität angegriffen, und auch noch nicht einmal offen, es sei denn zur Selbstverteidigung. Von Professor von Bergmann ist es gegenteils be­kannt, daß er intime Beziehungen unterhielt mit Dr. Fischer, dem Berliner Korrespondenten der Zeitung (Köln. Ztg.), die Herrn Hovell so grausam ver­leumdete. In der deutschen Presse ist in der That immer und immer wieder darauf aufmerksam ge­macht worden, daß dieser Angriff nur von Professor von Bergmann kommen könnte. Das englische Publi­kum weiß, daß Professor von Bergmann auf so in­timem Fuße mit dem Berliner Korrespondenten der Times" st ht, daß er diesem Journalisten sogar einen von mir an ihn gerichteten Privatbrief gezeigt hat. DieKreuz-Ztg.", ein Organ, das gleichfalls von Professor von Bergmann inspiriert wird und seine Information überhaupt nur von ihm direkt oder indirekt bezogen haben könnte, erklärte, daß ich ratlos" gewesen sei. Als ich darauf, wie es das deutsche Preßgesetz verlangt, einen Brief sandte, in welchem ich um Berichtigung ersuchte und darauf hinwies, daß Professor von Bergmann die Kanüle überhaupt nicht einführte, fühlte sich der Herr Professor über meinen Freimuth entsetzt und gab sich die Pose einesganzen" Mannes, dernicht öffentlich über das, was im Krankenzimmer vor­geht, spricht." Dies kommt wirklich dem nahe, als wenn die Gracchen gegen den Aufruhr predigen. Es wird dem ärztlichen Stande Englands angenehm sein, zu erfahren, daß ich immense Menge Briese von Medizinern in allen Teilen Deutschlands er­halten habe, in welchen dieselben ihre Befriedigung über den Gang meiner Behandlung Sr. Majestät aussprechen, und es sind Mitglieder der Berliner medizinischen Gesellschaft, deren dringendes Ersuchen mich veranlaßt, mich jetzt imBritish Medical Journ " gegen die Angriffe des Professor von Bergmann zu verteidigen. Ich verbleibe rc."

Zur Einrichtung von evangelischen Vikariaten ind durch den diesjährigen Staatshaushalt 140 000 Mark bewilligt. Nach den Ausführungsbestimmungen des Kultusministers soll der Geistliche, welcher einen Vikar in Kost und Wohnung nimmt, eine Ent- chädigung bis zu 600 Mk der Vikar selbst eine olche bis zu 500 Mk. erhalten. DieSchlesische Volkszeitung" (Nr. 193, Beilage vom 28. April) meint dazu:Warum sollen dieser Wohlthat sich nur die protestantischen Gei. lichen erfreuen, und

Während dieser ganzen Zeit hatte er keinen Ver gemacht, fie zu unterbrechen, ihre Stimme hatte dch niht einmal über ein monotones Murmeln er- wen, doch fie klang wie ein Todesröcheln; die lange Zurückhaltung, die sie sich onferlegt hatte, rächte sich i M Als fie endete, sprach er: .Math, Helene!" ®ib drückte jetzt die Hände, die er festhielt, an feine I, «ippe».Sieh mich a», Teuerste! Wir sind beide Strittet! Mit Geld kann man Tom Windows Seele Kaufen, wenn er eine hat, wie vielmehr seinen Köi per. «tun er zurückkehrt, werden wir fein Schweigen «nso erkaufe», wie wir eS bis jetzt erkauft. Er ist zu !N M» um die Henne zu töten, die ihm die goldenen «tt legt; waS hätte er davon, Dch bloßzustellen?"

, »Du kennst ihn nicht so, wie ich, Harvey, wenn - «r Teufel in ihn fährt, so thut er eS, blo», uw leiden zu sehe», um zu beobachten, wie ich mich r der Folter winde! Und außerdem, wo soll denn

mitgeteilt, sollten zunächst für 20 Millionen Mark ft »Wkvanzigmarkstücke zur Ausprägung gelangen, indessen bereits weitere größere Aufträge eingegangen, r die Zehn-, Fünf- und Zweimarkstücke sind die Woligen Stempel bereits in Angriff genommen. -M^bgleich der Kopf selbst nach dem ursprünglichen ^WModcll mit der K'vpirmaschine vergrößert bezw. "^verkleinert wird, so nimmt die Anfertigung der lrägestempel selbst doch geraume Zeit in Anspruch,

meist tief und erquickend, so daß der Kaiser schon [s in früher Morgenstunde sich ausgeruht hat und

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Blatte», sowie b. Aimoncen-Bureaux von Haasenstein und Logier tn Fraukfint o.«t. Lassest Magdeburg u. Bien; Rudolf Moste m Frankfurt a. M., Berlin, Münch, Daube u. So. in Frankfurt a.«., Berlin.

Erscheint täglich 'außer an Werktage» nach Sonn- und Feiertagen. Ouattal-AbonnerneutS-Preis bei der Expe- bition 21/» Mk., bei bei Postämtern 3 Mk 50 Pfg. (exv. Bestellgelb). JnsertionSgebühr für bie gespaltene Zeile 10 Wq. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

wehr Geld Herkommen? Du Du hast die Alk Abschrift benutzt, Harwy?« Ihre Blässe erhöhte als sie diese Frage an ihn richtete, er ließ ihre «Ude loS.

»Ja, ich verwandte fie," sagte er finster,und M ich mußte meinen eigenen Namen darunter setze», ywne, auf die Rückseite. Ich hoffte, ohne das .^chznkomme», eS kann ein böser Beweis gegen *4 fein, wen» die drei Monate vorüber find, wenn eh« «wt wenn wir nicht«

z. »Was?« fragte fie unwillkürlich alle Kräfte auf- erno ««tenb, um ein Bekenntnis einer neuen Infamie abß« Mören.

k »Wenn wir, unter uns gesagt," antwortete er,nicht >P" Horn in unsere Gewalt bekommen können."

Bei dem Kronprinzlichen Paare findet heute Abend ein größeres Diner statt, wozu unter anderen General v. Albedyll und Oberhofmarschall Graf v. Pcrponcher nebst Gemahlinnen geladen sind. Dem Vernehmen nach ist an die Ucbersiedelung der Majestäten nach Potsdam noch gar nicht gedacht, rcckn bie darauf bezüglichen Nachrichten sind unbegründet.

-- DieGoldprägungen auf der hiesigen Münze Serben nach Kräften beschleunigt. Wie bereits früher

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Du dabei, weine Pläne zu durchkreuzen? Trauest Du meiner Liebe nicht?"

Ich wage eS nicht, Haiv y, ich wage es nicht!" antwortete sie mit leiser, bebender Stimme.Wie kann ich wissen, ob, wenn Du ihr LiebeSschwüre zu- flüsterst, Du nicht auch Liebe zu fühlen beginnst? Daß die im Anfänge kalte» Lippen sich nicht nach und nach erwärmen? Daß sich aus dem Schutte der Vergangenheit nicht eine neue Flamme erhebt? N^in, Harvey nein! Wenn ich wüßte, daß Du mich b.trügst, würde ich Dich lieber töten! Ach! Du hast zu lange mit dem Feuer gespielt, die Flamme ist immer verzehrender geworden, gib Acht, daß sie nicht die Uebermacht gewinnt und Dich vernichtet I«

Sein G. ficht war so blaß geworden, wie das ihre und feine Auge» leuchteten in düsterer Glut, während die ihrigen ihn herausfordernd anblickteu.Du bist aufgeregt und übertreibst,« sagte er sanft.Armes Kind! ES ist kein Wunder. Doch höre, Helene! Ich beabsichtige nicht, diescS Mädchen durch Liebe zu gewinnen, sondern durch Furcht, Furcht für den Man», den fie liebt! Ach! glaubst D», daß ich, als Zn- chaner, ihr Geheimnis nicht erraten habe, welches fie elbst Dir nicht anvertraut hat? Sie liebt Deinen Manu! Du glaubst eS uicht? Und doch ist eS wahr! Auf diese Liebe also baue ich meinen Plan; lasse nftch ihr näher treten und ihr Vertrauen gewinnen >ann werde ich ihr unter dem Siegel der Verschwiegen, heft eröffnen, daß er mein Schuldner für den Betrag >eS Wechsels ist, bann werde ich fügen, er habe mich bezahlt, wenn sie nun später den Wechsel erhält, so wird meine Unterschrift ans der Rückseite dadurch er. I äit fein. Doch ich werde ihr Vertrauen gewonnen Oaben nnb fie wird Bereit fein, zur Rettung seiner Ehre mir Wetter entgegenzukommen. Du siehst, Teuerste, daß dieS wenig von Kurmacherei an sich hat. Ach Helene, was könnte mir irgend eine andere Frau fein, so lange Du atmest? Vertraue auf mich und lasse mich für die Zukunft sorge», Geliebte, eine Zukunft n der wir Tom ttotzen können, wett wir einander

' t zum Verlassen des Bettes, das aber erst nach dem uIB . Besuche der Aerzte geschieht, genügend gekräftigt 01t h Phlt. Der Kaiser hatte einen recht guten Tag, Has Gehen gelang bestens, der Zustand war völlig sftbcrfrei. Bei dem Kaiser stieg die Temperatur