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Illustriertes Sonntagsblatt."

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Deutsches Reich

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ität 6 M<ht erinnerst, gehöre ich nicht zu denen, die eitle Narka jungen aussprechen. Wie heißt dieser Ma»»?'

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36.

X Berlin, 10. Mai. Die Nachrichten von heute über das Befinden des Kaisers lauten recht erfreulich, wenn auch die volle Körperkrast noch nicht ganz wieder hergestellt ist. Die Aerzte bestehen in Folge der wiederholten Schwankungen der letzten beiden Wochen streng darauf, daß der Kaiser sich schont und nur ganz vorsichtig Gehversuche und Be­wegungen im Zimmer wieder aufnimmt. Die Wieder­gewinnung der Kräfte würde zweifellos schneller vor! sich gehen, wenn das Wetter besser wäre. Heute war cs oft regendrohend, kühl und windig, zeitweise fast rauh. Trotzdem halten Tausende den Weg nach Charlottenburg angetreten und vernahmen freudig die besseren Nachrichten über den Zustand des Kaisers. Die vergangene Nacht war eine entschieden gute, der Kaiser schlief ununterbrochen mehrere Stunden. Husten, Auswurf, sowie der Eiterausfluß haben gegen Beginn I der Woche bedeutend nachgelassen, Appetit und Kräfte I nehmen mehr zu. Vormittags nahm der Kaiser Cacao zu sich, Mittags etwas leichte Speisen, diel Hauptnahrung besteht aber in Milch. Der Kaiser verließ um 107z Uhr das Bett, wurde ans Fenster getragen und sprach seine große Freude über das! ihm von der Kaiserin geschenkte, im Parke auige-I chlagene Erholungszelt aus. lieber die kalte Wit-1

tcrung äußerte der Kaiser seine Betrübnis. Auch die Aerzte sind nicht erfreut darüber, da sie es gern sehen würden, wenn der Kaiser im Garten frische Luft genießen könnte. Dem Gottesdienst in der Schloßkappelle wohnte die kaiserliche Familie bei. In sichtlich heiterer Stimmung empfing der Kaiser Mittags und Nachmittags Familenbesuche, erledigte auch einige dringende Staatssachen. Fieber war Nachmittags nicht vorhanden, das Gesamtbefinden! dann sowohl, wie am Abend günstig. Eine kleine Fiebeisteigerung besagt nicht viel. Der Kaiser schläft zur Stärkung mehrfach am Tage. Ginge es freilich I

Karlsruhe, 9. Mai. Die starke katarrhalische Luftrohren-Affektion des Großherzogs verläuft langsam aber regelmäßig. Fieber ist nicht vorhanden, doch muß der Großherzog das Zimmer hüten.

Hamburg, 9. Mai. Die Bürgerschaft nahm heute ohne Debatte den Antrag des Senats an, betreffend die definitive Ausdehnung des nördlichen Freihafen-Bezirks. Der Senat wird demnach aus

werde, daß aber hinsichtlich weiterer Zu iehung des im Anschlußvertrag bezeichneten Stadtteils zum Frei­hafen die Ausdehnung der Frist auf drei Jahre nach erfolgtem Anschluß beim Bundesrat beantragt werde.

.Das ist kaltblütig gesprochen, bei meiner Ehre!" erwiderte der Manu. »Ich will hier ein wenig auf. und abgehen und über den Vorschlag Nachdenken doch ich gehe nicht weit genug um Dich aus den Auae» zu verlieren, Schätzchen.' —

Sie fiel wieder aus ihre» Sitz zurück, als er sich abwaodte, die Nägel ihrer Hand bohrten sich durch die Handschuhe ihr iu das Fleisch; ste war weiß wie Kreide und kalt wie Marmor und sie wußte nicht wie sie zn sprechen oder zu deukeu im Staude ae.' wesen war. "

Jetzt zählte sie uur seine Schritte, als er da! onner auf uud abgiug und fragte fich, wann die. elbeo wohl aufhöreu uud was er daun thnu oder ageu Hürde?

Berlin, 9. Mai. Der Kaiser hatte einen recht befriedigenden Tag und blieb bis 81/« Uhr abends außer Bett; das Fieber war nachmittags gering. ~ "

Feindliche Gewalten.

Roman von E. Mace.

lRachdrnck verboten.)

(Fortsetzung.)

n.

morg« e. A! 'Tur, [305

«tragen, was ich damals ertrug, daS kannst Du mir glauben!"

.Du warst auch damals schon eine wilde Katze, Schätzchen, doch ich fürchte mich nicht vor Deinen Krallen."

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Sie schrak aufs Neue fmchtsam zurück.

«Tom, sprechen wir vernünftig," sagte sie. .Du ßigst Tu hast nicht mehr als fünf Dollars and das Glück habe Dich verlasse». Ich habe hier nichts als die Juwelen, die ich in meinen Ohren trage. Du bringst mich niemals zurück zu dem alten Leben, eher töte ich mich! Niemals werde ich mich mehr Deiner Brutalität auss-tzen, kein Gesetz GottcS oder der Menschen kann mich dazu zwingen. Du kannst mich zu Grunde richten, indem Du die Wahrheit ver. öffentlichst. Du könnest Zeugen genug für die 9e. -3™, V1U1 stätignng Deiner Geschichte finden, wenn ich so töricht einverstanden? wäre, sie lengnett zu wollen, deshalb will ich es gar. nicht versuchen, Du kannst mich aus dem Haufe treiben, in dem ich ein Heim und ein Obdach gefunden, oder Du kannst mich in Frieden dort lassen. Im letzteren Falle könnte ich Dir mit den Summen, die ich zu erhalten im Staude biu, auShelfeu, uud Du kannst mir dieselben durch Dein — Schweinen bezahlen.'

Ausland.

wten, 9. Mai. Die »Politische Korrespondenz" erfährt aus authentischer Quelle, daß die von den Zeitungen verbreiteten Gerüchte über bevorstehende bedeutende Veränderungen im österreichischen diplo­matischen Korps vollständig unbegründet sind. Richtig sei nur, daß der diesseitige Botschafter in London, ®raf Karolyi, im Laufe des Jahres in den Ruhe­stand treten werde, und daß über den Nachfolger desselben noch keine Enscheidung getroffen sei.

Paris, 9. Mai. Floquct sagte bei der Eröff­nung der Ausstellung zur Erinnerung an die Zer-

würden sich von den Prälaten ihre politische Pflicht gegen ihr Land nicht diktiren lassen, die Jntriguen der britischen Regierung mit Rom gegen Irland seien stets mißlungen, sie werden auch diesmal kläg- ltch scheitern. Die Nationalliga der irischen Partei habe übrigens mit dem Feldzugsplane nichts gemein, gleichwohl wolle er dem Verfahren nicht cntgcqen- treten, welches O'Brien, Dillon und die übrigen Katholiken gegen das Dekret des Papstes einzu­schlagen für angezeigt halten dürften. — Der Staats­sekretär des Kriegsministeriums Stanhope empfing heute Nachmittag eine Deputation hervorragender Parlamentsmitglieder und setzte denselben die neuer­dings gemachten Fortschritte zur Verbesserung der Vertheidigungsmittel des Landes auseinander. Eins der Hauptziele sei, zu verhindern, daß Loudon von der Themse aus angegriffen werden könne, da aber die Befestigungen allein nicht genügten, so bedürfe man einer hinreichenden Armee, um England und hauptsächlich London zu vertheidigen. Stanhope entwickelte Details des Planes zur Organisation von Verftarkungskorps, zusammengesetzt aus Regu­lären und Miliztruppen, während die Freiwilligen chnellstmöglich zu konzentriren wären, um diese Korps zu verstärken. Dieser Plan rechne zuversicht­lich auf den Patriotismus der Freiwilligen. Der

Ihoft , ?Dtt vergißt, daß ich Rechte habe, die ein Manu 22! 1° kicht aufgibt und daß ich Dich seit 5 Jahren 22* Du hast Mut, indem Du wir sagst, T?8. Dn soeben gesagt. Wer ist der Mann, den Du n i ^etr“tet hast? Wie heißt er?" II «F » sollst seinen Namen nicht erführen!'

.Ich will ihn wissen, oder alle Zeitungen werden ^Srn Deine Geschichte erzähle» ttnb wie Du Dich

„Dn hast also geheiratet, so?" sagte er nach einer M tmmerNichen Pause. „Nun gut, mein Schätzchen, Me mir Deinen Gatte» vor. Sage ihm, daß Dn (305 tu,e8 Bruder aufgefunden, den Du tot geglaubt." wAe ihm nichts sagen, und weide auch N «‘“'"Ä von diesem Platze weichen, so lange - 2“ hier bist. Laß mich gehen. O, was kann cs E nutzen, wenn Du mich wieder in deu Schmutz ? LH hatte es schon fast vergeffen, doch • iuhle ich schon wieder, wie der Ekel mich über, »ach 2ch will Dir mit Geld Helsen, soviel ich ■gJJ M nie — niemals will ich Dein Gesicht wieder

k Allgemeinbefinden wieder erreichen kann, dessen er I stch vor demselben erfreute. Das Zelt im Schloß- j park, in welchem sich der Kaiser bei schönem Wetter aufhalten soll, ist seit gestern aufgeschlageu. Durch den günstigen Verlaus der letzten beiden Tage scheint den ArMr der Zeitpunkt nahegerückt, an welchem

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt fiir die Kreise Marburg uud

__Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck uud Verlag von Ich. Ang. Koch.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Blattes. °v»e d- Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler m Frankfurt a. SR., Kassel, Magdeburg u. Wien: »ubolf YYHT Moffe in Frankfurta.M.,Berlin,München«. Köln - 8. L. ' ^5^1)1 ßlllllj, Dauben.Co.mFrankfurt a.M.,Berlin,Hannover.'PariS.

Lr, ®to,7Ä S'ir x»d"ch ,,°»d Pe auf u«d M >-»,,« Ih„

„Sflnf TauseudDollarS l" wiederholte sie mechanisch. I Ein Blatt Papier.

We'nn '-T,? ärget[i(6 und argwöhnisch.! Am nächsten Morgen lag Helene Rkynold blaß

| $ Bc!?8‘“ hast, ist mein Ver. I und matt auf dem Sopha, doch diese Blässe und

langen bescheren genug. Jedenfalls bestehe ich da. I Mattigkeit verlieh ihr nur einen höheren Reiz. M und verlange De ne Antwort bald." W Die kleine Uhr aus dem Samin?Ichlug elf; der ste eaib I?tr »h, n°r.6cn Miden" erwiderte Tag war schon weit vorgerückt und noch war nichts Igethan worden, sie konnte nicht länget zöger» mit Lnh?r_ s^^ rasch einige Worte auf ei» Stück Idem Werke, daS ste vor fich hatte, Ächt länger die warnend ä“ ^en." sagte er kostbare Zeit versäume», die gefälschte Unterschrift

6 n 1<6t l"nge genug Dein Narr I ihres Gallen auf Mary HornS Namen mußte sofort gewesen. I erhalten werden. Harry selbst saß dicht neben Ihr

„®u »iifi eS s<hon erhalten," erwiderte fie. Ian einem Tische schreibend und fast in jeder Minute «Ä sagte er höhnend, I erhob er einmal den Kopf, um fie anzusehen.

MZWUW -SM-M-SZ Glück beten wirst." 6 ' Du für ^lul eine gro^ «ufregung gehabt haben müffe. Helene

Dann ginger, seine Schritte verhallten 1* her «Ter«» I«. nieder zu fich kam, dies dahin, daß

|fie nicht sahen, einen Ranbanfall verabredeten und

1,40 ■ heißt Rkynold," antwortete fie zögernd. .Ich l t8 Dir ja sagen, Du könntest eS'ebenso leicht 20 Ü h Jt”}Qnb anderem erfahren. O Tom, lafie mich l. @li «rteden und verfolge mich nicht!'

mnL u»21« wirst heute mit mir zu Hanse gehen!' be. lUID’ ’S1' « ruhig und faßte ste wieder fest am Arme, __j Du? Du wirst mit mir komme».

>Ünd waS hättest Du davon?' fragte fie ver. leit. .Weißt Dn, was ich thnn würde? Ich (30*62 «* Dich umbringen. O, ich bin nicht mehr die, eis« ’’ 6ot W 3ahren war, ich würde heute nicht

Erscheint täglich 'außer an Werktagen nach Sonn- und <

Feiertagen. - Quartal-AbonuementS-PreiS bei der Expe.

dition 2»/. Ml., bei den Postämtern 2 SH. 50 Pfg. (exkl.

^9?ob)s«M Äe hcUe Sonnabend, 12. Mai 1888.

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?nh ®aifer wieder in das Freie kommen kann. —

-Bezüglich der Zeitungsmeldung über eine angebliche Unterhaltung des Fürsten Bismarck mit zwei her- (305 sagenden Persönlichkeiten des Auslandes sagt die imvFi " .ordd. Allg. Zig.", daß dem Reichskanzler dabei 36 Mchiedene Äußerungen über die politische Lage in den Mund gelegt worden, die vollständig aus der «ift gegriffen sind. Es sei nicht die Art des Fürsten «isrnarck, seine Meinung auf Schleichwegen zum

f^rtE Götzen; heutzutage würde niemand i ----

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-st -n keinem Falle zulässig. Hoffentlich tritt wurde verschoben. — Brazza ber £iZafir? W untergebracht,- der Rest dagegen nun bis Pfingsten kein weiterer Rückschlag ein, vor gestern hier eingetroffen ist Gedenkt ben uml-egenden Ortschaften Ockershausen u. s. w.,

dem^nan^allerdings me ganz sicher ist. > dorthin'zurückzukehL M 3 M°«ateu emquarttert.

London 9 gg?ai T'pt <- qrx. • „ , I § Marburg, 11. Mar. Wochenlang hält nun der

S«6 grfk» abmb GH L*“ •» «"l' P »elf™

wobei der letztere über die vävnlickie «„nt '! . vorerst nicht abzusehen; die ßeitung nimmt, >- wrU Lr

J^arfte der Öffentlichkeit zu tragen. Wem ehrlich «Grund des Anschluß-Vertrags dem Reich aeaenüber daran liegt die Ansichten des deutschen Reichskanz- die Erklärung abgegeben, daß das ins Eigentum des ers über bie heutige Lage kennen zu lernen, der Staats übergegangene Areal zwischen dem Klein sucht sie in seiner Rede vom C. Februar, aber nicht fleeth und St. Annen dem Freihafenbezirk zugezogen 'SVr »’.k t, , ' . ,- 111 unverbürgten, zu unlauteren Zwecken auszubeu-1 j . 5 .8989

— Der Kaffer empfing heute nachmittag- tenben Zeitungsnotizen. tirtPYPn SRoturft XoA Cxv._____s. D 0

einen längeren Besuch des Prinzen Heinrich und der Eibprinzessin von Meiningen. Tas Befinden des Kaisers ist gut, derselbe war nachmittags 3 Uhr noch außer Bett. Morgen, vormittags 10 Uhr, 'GCfilsI stnvet Gottesdienst in ber Schloßkapelle statt. Die - 1 „Nordd. Allg. Ztg." sagt: „Tie letzte Nacht, ob- . - wohl mehrfach durch Auswurf gestört, brachte dem

tu)61 Kaiser doch hinreichend erquickenden Schlaf. Tie

iae« Temperatur ist heute früh normal, auch der Puls

a , md die Athmung siuo befriedigend, sie sind etwas

Pille ruhiger und der Norm näher, als in ben letzten

Sa ist Tagen. Als erfreuliches Resultat ber jüngst ver-

Preist Lnberten Form ber Kanüle zeigte sich bei bem heu-

[305 tigen Wechsel derselben, daß die äußere Umgebung

Hi01 M Wundkanals, welche stark entzündlich und gc-

______ wuchert war, abgeschwollen, benarbt und fast gänz- Lch frei ist von entzündlicher Reaktion.- — Die Ärzte dursten den augenblicklichen Zustand des IQ Kaisers als günstig genug betrachten, um die Er- laubnis zum Verlassen des Bettes und zu ruhiger eiättt ^ge auf dem Sopha zu erteilen, von welchem uus ' billig ^ojestät einen freien Blick in den grünen Park . , — Tie Besserung im Befinden des Kaisers

nWl hält an und macht sich in einer deutlichen Zunahme \____ ver Kräfte und durch gehobenere Stimmung be-

' merkbar. Es wird sich nunmehr bald zeigen, ob

| P| der Kaiser auf die Dauer fieberfrei wird. Wenn

* d-es der Fall ist, so hoffen die Ärzte, daß der Kaiser die Folgen des letzten Anfalles wieder überwinden 305 . und etwa denjenigen Stand der Kräfte und das