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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - Mnstriertes SonntaaMatt.
________________________________Expedition- Markt 21. — Redaktion, Druck und Derlag von Joh. Auq. Koch. ”
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Marburg, Mittwoch, 9. Mai 1888.
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X Berlin, 7. Mai. Der Zustand des Kaisers ist leider nicht sehr günstig. Es liegt keine bedrohliche Verschlimmerung der Krankheit selbst vor, aber die Mattigkeit des Kaisers ist recht stark geworden, Md sie vermindert seine Widerstandskraft gegen di« Krankheit An der Luftröhre haben sich zudem Aue Abscesse gebildet und die Eiterung ist deshalb r gestiegen. Husten und Auswurf störten den
laf in der Nacht zum Montag sehr, und der
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hohe Kranke fühlte sich daher vormittags ziemlich matt. Auch der Appetit hat nachgelasien, ebenfalls l eine nicht erfreuliche Erscheinung. Die Fiebertemperatur stieg in der Nacht auf über 39 Grad und sank Montag Vormittag auf 38,3 Grad. Während der Kaiser am Sonntag thatsächlich von 11—3 Uhr außer Bett gewesen war, durfte er I letzteres am ganzen Montag nicht verlassen. Alle I sieben Acrzte nehmen an der Konsultation teil, sie hoffen, auch dieser Anfall werde vorübergehen, ver- I hehlen sich indessen nicht, daß die außerordentlichste I Schonung geboten ist, um die sehr herabgegangenen Kräfte des Kaisers wieder zu heben. Die Arbeits- I lust ist groß, der Kaiser muß sich aber auf die Unterschriften beschränken, die allein von ihm vollzogen werden dürfen. So hörte er auch Montag im Bette mehrere Vorträge. Am Nachmittage I stattete die Herzogin Wilhelm von Mecklenburg- Schwerin den Majestäten einen Besuch ab und speiste mit der Kaiserin. Die Kaiserin Viktoria geht abends noch früh zur Ruhe, ist im Ganzen aber von ihrer Unpäßlichkeit wieder hergestellt. — IDie „Post" schreibt: In dem örtlichen Leiden des I Kaisers ist seit Sonnabend eine Verschlimmerung eingetreten, die indessen, wie die Aerzte hoffen, bald wieder weichen wird. In der Nacht zum Montag I hat sich der in einem Absceß angesammelte Eiter einen Ausweg gesucht. Die starke Eiterabsonderung bedingte zunächst Fieber und dann wurde die Nachtruhe so häufig unterbrochen, daß sich des Kaisers eine große Mattigkeit bemächtigte. Nach völliger Absonderung des Eiters wird voraussichtlich wieder eine Ruhepause eintreten und der Appetit sich mehren. Daß unter den jetzigen Umständen, wo die Schwankungen sich in so kurzen Pausen wiederholen, der Gedanke an Ortsveränderung wieder zurückgetreten ist, ist selbstverständlich. Zunächst müßte Se. Majestät schon im Stande gewesen sein, längere Zeit im Freien zuzubringen. Vom Abend: Wie immer, ging es im Laufe des Tages bester.' Eine drohende ^Komplikation der Krankheit liegt in der That nicht vor, nur die Schwäche wäre besser nicht vorhanden. Der Kaiser hat glücklicherweise kein so starkes Fieber, wie vor zwei Wochen, es wäre auch die Frage, ob er es jetzt noch ertragen könnte. Abends nahm das Fieber wieder zu, der Auswurf indessen nicht.
— Der „Reichs-Anz." enthalt folgenden Allerhöchsten Erlaß an das Staatsministerium: Ich will : aus Anlaß Meiner' Thronbesteigung den in den zu- : rückfolgenden Vorschlagslisten aufgeführten Personen ' die darin bezeichneten Rangerhöhungen, Orden und |
Feindliche Gewalten
Roman von E. Mace.
Deutsches Keich.
Berlin, 7. Mai. Der Schlaf des Kaisers wurde in der Nacht durch reichliche Absonderung unb Husten unterbrochen. Das Fieber betrug gestern abend 38,3, heute früh 37,9 Grad. Die Nahrungsaufnahme ist genügend, ebenso der Appetit. Der Kaiser bleibt heute im Bette. — Der Kaiser nahm heute vormittag einen längeren Vortrag des Geh. Kabinettsrates von Wilmowski entgegen und emsing den Besuch der Herzogin Wilhelm von Mecklenburg. Die Kaiserin begab sich heute nachmittag nach Berlin. — Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Der Kaiser fühlt sich seit Sonnabend Abend etwas matt
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d WatteS n®^.?;^TnC»'aU«°rU,^onH°°s-»stei«und Bögler
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Daube u. Co. ,n Frankfurt a.Berlin, Hannover.'Paris.
1 Ehrenzeichen verleihen und beauftrage das Staats-1 die Generallieutenants von Gottbera Graf Läseler
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n.“$ e'®!nnen Eami, meine liebe Mary, in drei Er war eine ziemliche Strecke von dem Lause ^?",ssiue Entschlüsse ändern.! entfernt, doch der Gang und die rasche Bewegung n°S baB ichon einen Weg vor I gewährten ihr die einzige Erleichterung, die fie letzt °>ir sehe, Dich zu zwingen, diese gestrige Entscheidung finden konnte. W8’ °‘e ,te Je6t
fügen müffen!* ^nch fie wird sich y Horus Namen fälschen oder
' “ " _ „ I Harrys nnschuldige Spielerei dazu benützen, und daun
10. Kapitel. wenn es entdeckt wird, wird man meinen Gatten für
Eine unerwünschte Begegnung. Lbcn S^uldigen halten. Ich kann nicht, — o, ich Zehn Minuten waren vorüberaeaauauen feith#in I 1 o?“1 u“b wenn ich mich weigere?
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Doch die Marworstatue, welche in der Ecke beä Äh“ Lb ba8
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insultiert wurden, und bemerkt hierzu, die Bahn- beamien hätten ihre Schuldigkeit gethan, indem sie . den überfallenen Studenten Schutz gewährten und fie höflich behandelten; die Polizisten hätten vielleicht ► W mehr Energie beweisen sollen, das Benehmen der Offiziere aber lasse einen traurigen Schluß auf die Bildung und den Geist des französischen Offizier- cknend, korps zu. Deutschland könne nur wünschen, daß solche Offiziere dem französischen Offizierkorps erhalten blieben. Angesichts jener Vorgänge könne man nicht erwarten, daß Deutsche sich an den Aus- ' Münzen in Frankreich beteiligen und ihr Eigentum [12 einer ähnlichen Behandlung aussetzen, wie es die \u - Personen dort erfahren.
uud angegriffen, ohne daß dafür in den objektiven Krankheitssymptomen ein ausreichender Grund zu finden ist. Ein Grund zu augenblicklichen Besorgnissen liegt in dieser hoffentlich vorübergehenden Körperschwäche nicht, die sich schon wiederholt im Laufe der letzten Woche gezeigt hat und bisher immer wieder überwunden worden ist. — Der Kaiser konferierte heute nachmittag nach 5 Uhr rocknet kurze Zeit mit dem Fürsten Bismarck. — Die
, wird Kaiserin wohnte der heutigen Sitzung des Komitees
zur Unterstützung der Überschwemmten im hiesigen Rathause bei. — Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht das Ergebnis der amtlichen Untersuchungen über die Vorgänge in Belfort, wo vier Studenten
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.Bleibe, Harviy, märte!* sagte fie. ,O Gott, zeige mir einen Weg, nm ihn zn retten!*
rea&bn«! r I mu** ^hte sich zu ihr nnb heftete feinen brennenden (Fortsetzung)^^ " verboten.) Blick auf ihr leichenfarbenes Erficht.
Nnr des Geldes wegen!* wiederholte er bitter, von "einem plötzlichen Gedanken^erfaßt. ^Der Hl'mme! deS Geldes wegen. Ahnst Du, wie viel? zeigt mir einen Ausweg, doch wirst Du den Mnt Dre es Mal stnd es nicht fünf Tausend, und auch haben, ihn zu beschreiten?*
^"<;°der zwanzig. bettog Tih vorher, .Mut?* wiederholte fie. „Hat es mir ie au Wene. Ich hoffte mit dem Gelbe, daß Dn mir gabst Mut gefehlt, Geliebter? Und glaubst Du, daß er W gewinnen, bod) ich wußte, daß es, wenn das Glück mir in einem solchen Augenblicke mangeln könnte« ^elte, das Verderben nicht anfhalten Zeige mir den Weg und fei versichert, daß ich ihn «»Ute. Ich kam nicht her nm zn klagen; ich kam betreten werde!" B w 9
W her um Dich und mich mit Unmöglichkeiten zu l Er schwieg einen Augenblick, dann sagte er mit Quälen. Es ist hoffnungslos, Liebe, und wir wollen I klarer, bedeutungsvoller Stimme:
Z® »es hätte fein können* mit meinem Grabe be. l „Veraulaffe Deinen Gatten, Mary HornS Namen Een-.* ans ein leeres Blatt Papier zn schreiben!*
u' dat sie schaudernd. ,O l »Harv.y!* keuchte sie, ,Du wolltest —*
2 ” Geliebter, Du darfst nicht sterben! Wie biel,l Er unterbrach sie mit leisem, ranhen Lachen unb Wbet), wie viel brauchst Du? I wandte sich ab, wie um zu gehen.
^..FünszigTausend Dollars!* antwortete er langsam. I »3<6 wußte ja, daß Dn nicht den Mnt haben •weniger kann mich nicht retten." I würdest," sagte er höhnisch.
U Verzweiflung breitete sich über ihre Züge. L flüsterte fie, ihn mit der Hand fest.
*l“l4“fiJSU -«n «Hl- D»« Uralt Ich »Ich! f«D<«, e*Me. Crfieu« » nü Z r l. # « n ! wurde ich die Zahlnug ans drei Monate hinaus.
» t mCn ^D <5en Betrag zn erhalten, müßte fie I schieben, und bis dahin bin ich wieder obenanf und »ihrem Vormund gehen und die Wahrheit würde kann den Wlchsel einlßfen. Wenn nicht, wenn der »irgend eimrWe e ans Licht komme». Nein, sage schlimmste Fall eintritt, fo wird daSnür eine Be- RnhC!^S f, Slf r?'l4e E.D-t-eu süßen KSttgung der Geschichte fein, die Du ihr von Mr. Mmd und lasse mich ,denselben nnr noch einmal kusien. Reynolds Schwäche erzähllest; fie wird das Geld be. «ch, daß ich das Gluck einem anderen lassen mußte! zahlen und die Sache vertuschen. Du hast ja gehört, ®Hne Lippen find setzt nicht so kirschrot, wie sonst! wie er fie einmal fragte, was sie thun würde, falls «wer, Geliebte, aber sie find mir darum nicht weniger er ihren Namen fälschen sollte. Nmr, stelle fie auf o?1' die Furcht nm mich gebleicht hat.!die Probe, ich glaube kaum, daß fie dieselbe nicht
Gr zog sie bestehen würde. Wollen wir den «ersuch machen, A^ch hi°'u bückte^ sich nnb küßte fie und wandte fich Helene? ^Schnell, die Ungewißheit ist schlimmer, als
Eie hielt ihn krampfhaft fest. | .Ich kann nicht denken, Harvey,* antwortete fie
Erscheint täglich 'außer an Werktagen nach Sonn- unb iaa Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe-
Jt5L 1U«7. drtion2t/,Mk., bei den Postämtern S Mk. Sv Pfg. (exkl. Bestellgelds. JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Big.. Reklamen für die Zelle 25 Pfg.