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Illustriertes Sonntagsblatt.
Expedition; Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Lug. L-ch.
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Marburg,
Dienstag, 8. Mai 1888.
besten cao csden hier.
vielleicht Harvey der reiche» Erbin, ihrer Nebenbuhlerin, seinen Heiratsantrag machen. Eine Wolke des Erstaunens, von tiefem Mißfallen gefolgt, roa über das Gesicht deS jungen Gatten, er glaubte kaum daß er recht gehört habe.
»Helene!* rief er aus und in diesem bloßen Namen lag eine Frage und das Verlangen nach einer Erklärung.
Sie lachte und strich sich mit der Hand über die ® .rn* »3ch ~ glaube, ich biu nicht wohl. Führe mich nach Hause, Hany, doch suche erst Mary. Sie muß mit uns kommen, tch kann sie hier nicht allein lassen; Du hast mir ihretwegen neue Befürchtungen eingeflößt.' ' w
Sein Mißvergnügen verschwand; er beugte sich in zärtlicher Sorgsamkeit zu ihr nieder, doch sic war jetzt voller Ungeduld, fortzukommen. W
.Lasse mich hier,' wiederholte sie, .und suche Mary; sage ihr, daß ich unwohl sei und sie brauche.'
Ihrem Wunsche gemäß durcheille er die Zimmer- doch lange Zeit war sein Suchen vergeblich und schließ, ch nur durch einen Zufall von Erfolg gekrönt, der hm jedoch zu gleicher Zeit bewies, daß seine Furcht wegen Mr. Barclay nicht unbegründet gewesen war. Vor einem verhängten Fenster blieb er stehen, da er ou diesem Platze aus einen Ueberbl ck über die Zimmer hatte und so Mary herauSzufinden hoffte, als er plötzlich ihre Stimme hinter seinem Rücken
Der Vorhang entzog sie seinen Blicke». .Es ist unmöglich, Mr. Barclay!' hörte er sie sagen .ganz unmöglich. Wenn Sie wirklich mein Benehmen zu dem Glauben ermutigt hat, daß meine Gefühle wärmere, als fteuudschaftliche wären, so können Sie as nicht mehr bedauern, als ich selbst. Vielleicht t Ihr Vorwurf nicht ganz ungerecht, weil, darf ich offen gegen Sie sein?' - ich vor einiger Zeit Ge. ruchte über Sie vernahm, die mir schmerzlich waren. Ich hatte keine Mittel, Gewißheit darüber zu erlangen ob dieselben wahr waren; doch in diesem letzteren Falle dachte ich, daß unsere Freundschaft Sie vielleicht
bcsindct sich außer Bett. Er nahm vormittags den i Vortrag Albebylls entgegen. Die Temperatur des
Kaisers in den letzten 24 Stunden war niedriger als zu irgendwelcher Zeit seit dem Eintreten des Fiebers, welches heute vor drei Wochen begann. Ter Kaiser machte gestern wohlgelungene Gehversuche,
Mk. a Kaiser empfing heute mittag den Besuch der Kaiserin- 50 Ps Mutter Augusta und der Prinzessin von Meiningen teh- ui und nahm dann die Meldung des Generals von N-Stt Hullesscm entgegen. — Der Kronprinz, welcher iestriä gestern nachmittag Karl Schurz in Audienz empfangen Hoff hat, nahm heute vormittag eine militärische Be- 2ßtt ßchtigung in Spandau vor und empfing nach seiner Dam Rückkehr den Vortrag des Kriegsministers. — Tie in all Almprinzessin eröffnete heute, vormittags 11 Uhr,
Sie zwang sich mit furchtbarer Anstrengung zu lächeln und aus ihren Augen den Schmerzensansdruck zu veischeucheu.
»Ich bin ganz wohl," antwortete sie, .doch war mir in dem Zimmer zu heiß. Wauu — wann hast Du Mary verlassen?
.Barclay wollte sie eben anfsucheu. Wie aufmerksam er jetzt gegen Mary wird, Helene! Ich versuchte einmal, ie vor ihm zu warnen, doch sie wollte nicht auf mich hören. Ich fürchte manchmal, daß sie wirklich von ihm eingenommen ist und ich kann die Gerüchte, die über ihn im Umlauf sind, nicht bestätigt bekommen. Wie ich Dir einst, ihn betreffend Unrecht that! Und doch bedanre ich aufs Tiefste, daß ich meine Eifer- ncht unterdrückte und ihm erlaubte, einen so familäreu Standpunkt in unserem Hause zu gewiuuen. Ich fing n, ihn recht gern zu haben; doch seitdem ich seine Zuvorkommenheit gegen Mary beobachtet habe, und liefe Geschichten hörte, die man sich über ihn erzählt, t mein altes Mißtrauen zurückgekehrt. Was soll ich thuu, Helene! Kannst Du mir nicht helfen?'
Aucher verlangte ihre Hilf«! Sie hätte lapt auf- chreien können bei der Erkenntnis dieses sonderbaren i usalles, so fürchterlich waren ihre Nerven angespannt.
.Von welchen Gerüchten sprichst Du?' fragte sie endlich. Ihre Kehle war trocken, die Zunge klebt ihr am Gaumen.
.Habe ich Dir noch nicht davon erzählt? Ach nein ich erinnere mich. Man sagt, daß er sehr hoch spielt, und darum fürchte ich, daß er es auf Marys Vermöge» abgesehen hat. Armes Kind! Sie ist eines besseren Schicksals wert!' "
.Weshalb hast Du sie denn nicht g-rettet, indem Du sie und ihr Vermögen selbst nahmst, als Dn nur hättest zugreifen dürfen?'
Sie erschrak selbst bei der zurückgedrängteu Bitter- !eit in Wort und Ton; sie hatte sich noch niemals so sehr verraten. Doch sie hatte kaum auf das, was gesagt, gehört, oder geachtet; jeder Augenblick war i>r eine Folter, denn tu diesem Momente konnte
geeichte in Danzig, 1854 als Regierungsassessor in das Handelsministerium als Hilfsarbeiter berufen und dann beim Oberpräsidium in Coblenz beschäftigt. Im Jahre 1860 zum Landrat des Demminer Kreises erna.mt, war er später während des Feldzuges von 1866 als Zivilkommissar für Mähren in Brünn thätig, wurde 1867 zum Geh. Regierungs- und vortragenden Rat im Bundeskanzleramte ernannt, kam 1871 als Regierungspräsident nach Gumbinnen und 1874 als Bezirkspräsident nach Metz, wo er bis 1877 verblieb, um dann seinem Vorgänger in Metz, dem zum Oberpräsidenten von Schlesien ernannten Grasen von Arnim-Boitzenburg, in diesem Amte in Breslau zu folgen. Als Nachfolger des Dr. Falk übernahm er 1879 das Kultusministerium, bis er zwei Jahre später den Grafen zu Eulenburg als Minister des Innern ablöste — Dem Vernehmen der „Berl. Pol. Nachr." zufolge ist der Oberpräsident vr. Achenbach in den Adelstand erhoben worden. Als geadelt werden ferner bezeichnet: der Museumsdirektor Schöne und der posensche Gutsbesitzer Kennemann. — Der Verein der Spritfabrikanten Deutschlands hat in der heute' hier stattgehabten Versammlung den von der Spiritusbank für Deutschland vorgeschlagenen Vertrag genehmigt, der bereits von etwa 70 Prozent der Spritfabrikanten unterzeichnet wurde.
X Berlin, 6. Mai. Die beiden letzten Tage der vorigen Woche hat der Kaiser fieberfrei und in recht erfreulichem Wohlbefinden außerhalb des Bettes verbracht und hat an beiden Tagen int Kreise seiner Familie das Mittagessen eingenommen. Der Appetit war recht befriedigend. Ob freilich das Fieber vollständig und dauernd schwinden wird, bleibt abzuwarten, da die Steigerung der Körperwärme nicht allein von der Entzündung im Wundkanal abhängt, die jetzt fast ganz gehoben ist. Abgesehen davon, daß der Kaiser in Folge der Zunahme seiner Kräfte selbst das Bedürfnis hat, sich zu bewegen, sind die Veränderungen der Lage und des Aufenthaltes von den Aerzten schon deshalb gewünscht und angeordnet worden, um die Wirksamkeit verschiedener Organe, welche durch die lange Bettruhe träge geworden waren, wieder anzuregen und zu beleben. Der Kaiser hat deshalb am Sonnabend nicht nur die Geh- und Stehversuche, die er am Freitag im kleinen Maßstabe begann, fortgesetzt, sondern fühlte sich auch o gekräftigt, daß er die ganze Flucht seiner Zimmer allein ohne Stütze zu durchschreiten vermochte. Sonst verbrachte der Kaiser die Stunden, die er außer dem Bett verweilte, zum größten Teil int Lehnstuhl
int Balkan aus dem gewöhnlichen Geleise kommen sollte; man werde immer England bei der Besetzung von Konstantinopel den Vortritt lassen." Tie bou- langistische Bewegung überging Fürst Bismarck mit der ironischen Bemerkung, für Deutschland habe dieselbe keine Bedeutung. — Die „Post" erklärt bie Nachricht, der Kaiser habe dem Fürsten Bismark den Herzogstitel verleihen wollen, für eine Erfindung
. Feindliche Servalte«.
Roman von E. Macc.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung)
«Helene, Mr. Barclay sagte mir, daß ich Dich faben werde, und daß Tu ihn batest, mich zu »? ruschicken," ertönte jetzt die Stimme ihres Gatten. M ist geschehen, mein Herz? Du siehst blaß aus, * Du krank, Geliebte?'
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Kenzrsfreitde.
Gelobt sei Gott! Der Lenz erwacht! Jetzt muß sich alles wenden;
Was auch der Winter Leid's gebracht, Der Frühling wird es enden.
Schon schmelzt, die laue Frühlingslust Das EiS der starren Herzen, Und fliehen muß vor Blumenduft Der Gram, die Sorg, die Schmerzen. Der liebe, warme Sonnenschein, Des Himmels tiefe Bläue, Wie dringen sie ins Herz hinein Und wecken Lieb' auf's neue.
Seh' ich die Wolken lustig zieh'», M ächt' ich mit ihnen tauschen;
Doch lockt mich auch des Waldes Grün, DeS Wiesenbaches Rauschen.
Und Dlütenduft und Vogelsang Bestricken wir die Sinne;
Ich weiß bei all' dem frohen Klang Kaum noch, was ich beginne.
Da hab' ich dieses Lied erdacht Zu einer alten Weise,
Ausland.
Wien, 5. Mai. sProzeß Schönerer.s Auf Antrag des Staatsanwalts enffchied der Gerichtshof, die Beeidigung der Entlastungszeugen, welche sich im Gefolge Schönerer's bei dessen Eindringen in das Redaktionslokal des „Wiener Tageblatt» befanden, nicht vorzunehmen. — Die heutigen Zeugen, Genossen Schönerer's, darunter sechs Doktoren, sagten gleichmäßig entlastend für Schönerer aus. Im Plaidoyer hielt der Staatsanwalt seine Anklage in allen Punkten aufrecht, indem er hierbei den Angeklagten rücksichtsvoll behandelte. Schönerer selbst hielt eine längere Rede gegen die Presse. Nach der Rede des Verteidigers Klinger zog sich der Gerichtshof zur Urteilsbcratung zurück Um 10V, Uhr wurde das Urteil publizirt. Schönerer wurde des Verbrechens der öffentlichen Gewalt- thättgkeit und des Vergehens der Beleidigung der Wache für schuldig gesprochen und zu vier Monaten schweren Kerkers, zwei Fasttagen im Monat und zum Verlust des Adels verurteilt. Gerstgrasser erhielt zwei Monate schweren Kerkers. Durch diese Verurteilung ist Schönerer für neun Jahre nicht wählbar. Das Urteil erregte große Aufregung im Publikum, das sich schon vor der Verkündigung in großer Menge vor dem Gerichtsgebäude angesammelt hatte. — Als Schönerer nach der Urteilsverkündigung das Gerichtsgebäude verließ, wurden ihm große Ovationen dargebracht, die Pferde seines Wagens ausgespannt und er im Triumph nach Hause geleitet Vor seiner Wohnung wurde die „Wacht am Rhein» gesungen und ein Hoch auf Schönerer, ein Percat auf die Juden ausgebracht. Zur AufrechthaltKg der Ruhe war Militär ausgerückt.
Rom, 5. Mai. Die Königsfamilie und die Minister Cnspi und Grimaldi sind zur Eröffnung der Ausstellung nach Bologna abgereist.
Paris, 5. Mai. Anläßlich der Arbeitseinstellung in der Glasfabrik Pantin bildeten die Glasfabrikanten der Departements Seine und Seine et Oise ein Syndikat und beschlossen, das Feuer noch heute ausgehen zu lassen, wenn die Arbeiter Pontius die
zu, in welchem er auch um 3 Uhr nachmittags den Vortrag des Reichskanzlers hörte. Am Vormittag hatte der Kaiser dem General von Albedyll Audienz erteilt und die Besuche der Kaisettn Augusta und des Kronprinzen empfangen. Die Lust am Arbeiten wächst von Tag zu Tag und bie Aerzte haben da- gegen anzukämpfen, baß ber Monarch sich geistig nicht überanstrengt. Der Kaiser beschränkt seinen Verkehr mit ber Umgebung nicht mehr ausschließlich auf schriftliche Aufzeichnungen, sondern unterstützt seine Mitteilungen auch durch geflüsterte Worte. Benn Ausatmen tritt nämlich der größere Teil der Luft durch die Kanülenöffnung heraus, während ein kleinerer Teil durch den Mund geht. Dadurch erhalten die Lippenbewegungcn einen Flüsterhauch, der naturgemäß sehr schwach ist, einige Worte aber für Nahestehende immerhin verständlich macht. Wirklich sprechen thut der Kaiser also nicht, und dies bleibt auch streng vAboten. Am Abend fühlt sich der Kaiser stets etwas angegriffen, auch leichte Fieberschauer stellen sich ein. Trotzdem liebt er es aber, sich auch nach der Abendkonsultqtion noch mit den Aerzten zu unterhalten. Die Eiterentleerung ist ziemlich stark; man nimmt aber immer noch an, daß sie von den Luftröhrenabscefsen herrühren. Im Kchl- kopfleiden ist keine Verschlimmerung wahrzunehmen, aber ebensowenig eine Besserung. Die Arbeit, welche auf dem Kaiser lastet, ist-übrigens immer noch recht groß. Jede Poststunde bringt durchschnittlich siebzig Schriftstücke, und mit den Postboten konkurrieren in gleichem Umfange die Depeschenboten. Dazu kommen die von reitenden Boten des Hofmarschallamtesund des Auswärtigen Ministeriums herbeigebrachten eiligen Sachen. Am Sonnabend wurde ein eigenartig konstruiertes Zelt nach Charlottenburg gebracht, welches dort im Schloßparke aufgestellt wird und zum Aufenthalt des Kaisers bei gutem Wetter benutzt werden soll. — Der Reichskanzler Fürst Bismarck empfing, ww mitgeteilt wird, dieser Tag den Besuch zweier hervorragender Persönlichkeiten des Auslandes und prach sich dabei mit großer Offenheit über die politische Lage aus. Er befürchte keinerlei Friedenstörung in nächster Zeit. Ueber die Absichten des Czaren sei er vollständig beruhigt. Es sei gleich- gültig, welche Stellung einzelnen Panslavistenführern im offiziellen Rußland eingeräumt worden sei; der Czar gestehe diesen Personen keinerlei Einfluß au- die auswärtige Politik zu. In Bezug auf die orientalischen Angelegenheitcnjglaubte Fürst Bismarck sicher zu sein, daß „die österreichischen Staatsmänner keine nervöse Reizbarkeit zeigen würden, falls irgend etwas
Daß ich die holde FrühliugSpracht Und ihren Schöpfer preise.
tretFrühling 1888.
)er Hü welche heute wiederholt werden. Der Appetit ist Ö Kind zufriedenstellend. — Ter Kaiser konferierte heute eine Stunde mit dem Fürsten Bismarck. — Der
Samo den unter ihrem Protektorate veranstalteten Bazar tzarti! zum besten der „Genossenschaft 'deutscher Bühnen- ~~ 'gehöriger» im königlichen chauspielhanse. — Der
inoollWrr Vizepräsident des Staatsministeriums, Minister luooweig Innern, von Puttkamer, vollendet, wie die irburgI.Kreuz-Ztg." erinnert, heute, am 5. Mai, sein 60.
nsjahr; er ist im Jahre 1828 zu Frankfurt an
| Oder geboren. Er studierte in Heidelberg, —_ f und Berlin Jura und Cameralia, wurde am baren Jll. April 1850 Auskultator beim Stadt- und Kreis- änk
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
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50 P Gesundheitszustand des Kaisers weist auch heute erben, ; treuliche Fortschritte auf. Es ist ein besonders beeide o ruhigendes Symptom, daß nunmehr die Hebung der . 5 MKräfte in ganz unzweifelhafter Weise sich konstatieren chürze läßt. Die gestrigen ersten Gehversuche haben den )Urnm Palienten nicht nur nicht angestrengt, sondern ihm nreichs sthr wohl gethan, weil verschiedene Funktionen des d groß Drpers, die durch das lange Liegen und Sitzen ins Stocken geraten waren, dadurch angeregt worden
(28! find. Ter Kaiser bewegte sich heute schon freier, im selben Maße wächst der Appetit und es kann
von den Verführungen schützen könnte, denen man n der großen Welt ausgesetzt ist. Glauben Sie mir ich habe niemals geahnt, daß Sie mich so mißverstehen konnten.'
»Und Sie wollen mir kein Veisprechen, keine Hofftmug für die Zukunft geben?'
»Ich kann Ihnen keine geben", antwortete sie.
Harry kam jetzt zu dem Bewußtsein, daß er schon zu lange den Horcher gespielt, deshalb ging er, von einer großen Angst befreit, einige Schritte weiter und näherte sich erst wieder, als Mr. Barclay und Mary einige Augenblicke später aus ihrer Abgeschiedenheit hervortraten, um fie zu bsttteu, sogleich zu seiner Fran zu kommen.------------
»Du kannst Dir das Erzählen Deiner Geschichte, ch der meinen ersparen; ich habe mein Glück ver. ucht nnd — verloren. Ruin — vollkommener Ruin starrt mir in das Gesicht. Wünschest Du mich noch zu sehen, ehe tch mein elendes Leben ende?'
Diese wenigen Zeilen, eilig mit zitternden Händen geschrieben, erhielt Helene R.ynold am Nachmittaae d-s nächsten Tages. Der Bote, der fie gebracht hatte, wartete.
„ .Komme sogleich. Ich bin allein!' schrieb fie eilig als Antwort und wartete dann in fieberhafter Ungeduld.
Es war noch keine halbe Stunde vcrgaugen, als te klingeln hörte und einen Augenblick nachher trat Harvey Barclay ins Zimmer.
Er sah wirklich eingefallen und elend aus, sein Gesicht war bleich und in die Länge gezogen und seine Augen zeigten, daß er eine schlaflose Nacht verbracht.
»Nnu, Helene, meine Liebe," sagte er, zu ibr tretend und ihreieiden Hande ergreifend, »wir brauchen keine Beschuldigungen und keine Vorwürfe mehr. Ich abe die Erbin gestern um ihre Hand gebeten und te hat mich zuruckgewiesen. Du hast es mir vielleicht S«st«n Abend nicht geglaubt, als ich Dir sagte, es ei dies meine einzige Hoffnung, Du überlegtest nicht, wie verzweifelt mein Fall sein müßte wenn er im
Destschrs Reich.
Berlin, 5. Mai. Der Kaiser hatte wieder eine ziemlich gute Nacht. Ter Schlaf war namentlich ich mi in der letzten Hälfte recht ruhig. — Der Kaiser
mm, bessere Witterung vorausgesetzt, auch wieder • an einen Aufenthalt im Freien gedacht werde. Der * Kaiser war auch heute den Tag über fieberfrei.
ends wird wohl wieder eine Steigerung der iperatur eintreten. Es muß überhaupt abgewartet den, ob nicht ein leichterer Grad von Fieber auch nächster Zeit sich zeitweise einstellen wird. —
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