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VQ Wöchentliche Beilaaen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg lllld Kirchhain. - Illustriertes Sonntaasblatt
Wöchentliche Beilagen
Kreise Marburg
Kirchhain
Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.
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Roman von E. Mace.
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Schlaf. Gestern morgen fühlte er sich damatt und abgespannt und zeigte auch geringen
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nach dem Park hinaus Gelegenen Arbeitstiers bringen und verbrachte dort in liegender ug einige Stunden. Im Verlaufe derselben a die Temperatur aus 38,9 Grad zu steigen, jedoch nach Darreichung von Antifebrin wieder
8. Kapitel.
Der Ankläger.
»Was ist geschehen, Mäuschen?« fragte Harry Reynold, als er das Zimmer betrat, in de« das Mädchen, da» er so ansprach, sich allein befand. Sie saß halb vergraben in der Tiefe eines große» Lehnstuhles, ganz in Träumen verloren, ans denen seine Stimme sie weckte.
Sie blickte auf und wurde glüheud rot, als ob sie fürchtete, daß er ihre Gedanken leseu könne. Der Sonnenschein fiel voll auf ihn, als er weiter ins Zimmer trat. Die große Gestalt war stolz aufge- rtchtet und stolz saß der Kops auf den breiten, kräftigen Schultern.
Ein Lächeln fast weiblicher Sanftmut spielte um seine Lippen, that jedoch den Zügen keinen Abdruck die Stärke und Festigkeit küudeteu. Seine An» begegnete» den ihren frei und furchtlos und sie fvhae, daß ihr Blick wie gebannt auf ihm haftete. BergeveuS versuchte sie eine Spur des Kummers zu finden, welcher ihn vor Kurzem so zu Bode» gedrückt haben mußte, vergebens suchte sie tu seinem Angesichte eine einzige Linie der erbärmlichen Geschichte zu leseu, die sie am vorhergehenden Abende erfahren und welche seit' dem mit unbarmherziger Beständigkeit ihr in den Ohren geklungen und Schlaf und Ruhe von ihr getrieben hatte. Das Geld war ihr nichts, ihr ganzes Vermögen würde fie ihm freudig zu Füßen gelegt haben, hätte er es nur aufhebeu können, ohne sich zu entehren. Es war noch keine Stunde verfloflen, seit, dem fie die verlangte Summe Helenes HÄrdeu übergebe» hatte.
Sie hatte es selbst ans der Bank geholt, ohne, wie sonst, ihrem Vormunde die Anweisung zu zeigen und fragte sich, waS Helene wohl ihrem Gatten sagen würde, wie fie in den Besitz einer solche» Summe gelangt sei; doch fie war zu niedergedrückt, um dieser Verwunderung Worte zu leihen.
(Fortsetznug folgt.)
u i lern, »alter Incnit •rbert । tS- » h-Ze sen i
vberhesfifche Zeitung
mit ihren Gratis-Beiblättern
Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham und
Illukriertes Sounlagsblatt
Sziesze und Szieszekrandt schwer heimgesucht. In Ruß find die meisten Häuser überschwemmt, 3—4= eingestürzt; in den beiden anderen Dörfern 20 Häuser teils eingestürzt, teils schwer beschädigt, 300 Menschen obdachlos geworden und 2 ertrunken, ferner ist vielfach Schaden an Vieh zu verzeichnen. Desgleichen ist großer Schaden in anderen Ortschaften des Kreises Heydekrug eingetreten. — Am dritten Ostertoge brach der Deich der Ruß - Kukerneeser Niederung auf dem rechten Gilge-Ufcr. Dadurch war die schwer drohende Gefahr für den bei Weitern größten und wertvollsten Teil des Kreises Niederung mit dem großen Entwässerungsverbandc und dessen Hebewerken beseitigt. Dagegen wurde das sogenannte Memeldelta auf dem rechten Ufer durch den Durchbruch bis zu einem durchschnittlichen Wasserstaude von 1 Meter inundirt. Die Gebäude der inun- dirten Distrikte stehen, soweit sie nicht auf erhöhten Punkten angelegt sind, in mäßigem Grade unter Master, sind aber nur in geringem Umfange von den Bewohnern geräumt. Auch fällt das Ueber- schwemrnungswasser bereits wieder infolge Ablaufens nach dem Haff zu. Die Viehstände des Deltas sind teils durch Höhenlagen des inneren Stallbodcns gesichert, teils auf dem linken Gilgeufer bei Nachbarn untergebracht. Der Umfang des Ueberschmnnmungs- gebietes im Bereiche der Kreise Tilsit, Niederung und Heydekrug wird auf 12 bis 13 Quadratmeilen zu schätzen sein. Den Zeitraum der Ueberschwemmung mit einiger Sicherheit anzugeben, unterliegt gewisten Schwierigkeiten. Das Meldedelta wird bald nach dem Deichschlusse, also etwa in zwei Wochen wafler- frei werden. In den übrigen nicht eingedeichten Gebieten hängt Alles vom Aufgehen des kurischen Haffes ab. Sollte dies eingetreten sein, so wird es zur Wiedercrreichung normaler Wasserstände noch etwa einer weiteren Woche bedürfen. Bleibt das Haff stst, so fällt das Wasser nur langsam weiter, und zwar etwa l Zentimeter in der Stunde.
Hannover, 28, April. Dem Preuß. Bcamten- Verern zu Hannover, Lebensversicherungs-Anstalt für den gesammten Deutschen Beamtenstand, einschließlich der Geistlichen, Lehrer, Rechts-Anwälte und Aerzte, ist durch nachstehende Allerhöchste Ordre die Auszeichnung zu Teil getMrden, daß S'. Majestät der Kaiser Friedrich das Protektorat über den Verein in gleicher Weise, wie s. Zt. der hochselige Kaffer Wilhelm übernommen haben. Die Allerhöchste Ordre lautet: „Wie Mein in Gott ruhender Herr Vater, weiland Se. Majestät der Kaiser und König Wilhelm, dem Beamtenstande pets ein lebhaftes
Illustriertes Sountagsblatt.
ter. Bei der ärztlichen Konsultation am Mon- 36« $ Abend wur e ein mäßiges Fieber von 38,2 Grad »statiert. Die darauf folgende Nacht war un- hig und infolge der Fiebererregung fand der Kaiser
t l,6l mppen Ererzitien auf dem Tempelhofer Felde bei, xgab sich mittags nach Potsdam zur Besichtigung Rabat tg Gardehusaren - Regiments und nimmt an dem > große 'E des Offizierkorps des ersten Garderegiments en un ä. — Über die Verschlimmerung, welche sich ährend der letzten Tage ergeben hatte, wird von Mark Freren Seiten gemeldet, daß sie schon seit Sonn- —— tnb datiert. Der „Nctt.-Ztg." zufolge ließ der e *■ 2ijer sich am Montag Nachmittag auf das Sopha
Erscheint täglich 'außer an Werktagen »ach dann» und Feiertagen. — Quartal-AdonnementS-PreiS bei der Expedition 2*/t Mk., bei den Postämtern 2 SIL 60 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnfertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
»Darf ich hineinkowme» ?» fragte 'sie mit der 'Richen Ungewißheit eines bittende» Kindes. Mary lle eine Art Mitleid; fie dachte in diesem Ange», daß fie fich vielleicht zu kalt gegen die junge p benommen nnb sich nicht genug bemüht hätte "ebzugewinnen, sonst würde es ihr schon gelungen deshalb streckte fie ihr lächelnd die Hand ent» kl. K™ «nl> nahm die falten Finger, welche bei ihrem zitterten.
Deutsches Reich.
Berlin, 2. Mai. Der Kaiser empfing vor- llniu ''itags den Vortrag des Geheimen Kabinettsrates :Uvll m Mlmowski und später die Besuche der Kaiserin- hnahn! Retter Augusta und des Kronprinzlichen Paares. — 'd"" )er Kronprinz arbeitete gestern mit dem Geheimen [. 1,2! abinelisrate von Wilmowski, wohnte heute den
Für die Monate Mai und Juni Aehmen alle Postanstalten, auf dem [ a Hude die Landpostboten, sowie in aiu rirchhain unsere Agentur (Herr Buchbinder Rindt) Bestellungen
teiniqi Bestellungen für hiesige Stadt ihres kehmen unsere Expedition und msere Zeitungsträger an.
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Feiudtiche Sewutte«
Se. Majestät am Montag und Dienstag, wo etwas höheres Fieber vorhanden war, sich matt und an= gegriffen, am letzten Sonnabend und Sonntag jedoch ebenso wie heute wieder Wohler fühlten. Nach einer solchen besseren Nacht, wie der letzten, ist denn auch das Aussehen des hohen Patienten frischer, der Blick lebhaster, die Teilnahme an den Vorgängen in der Umgebung und die Neigung zu geistiger Beschäftigung größer. Die Aerzte beabsichtigen, Sr. Majestät heute wieder das Verlassen des Bettes zu gestatten. — Angesichts der günstigeren Gestaltung des Befindens des Kaisers wird die Kaiserin die geplante Reise nach dem Ueberschwemmungsgebiet der Elbe nun doch morgen stütz antreten. Dieselbe war erst aufgegeben. — Der Kaiser hat geruht, dem Oberbürgermeister v. Forckenbeck in Anerkennung der Thätigkeit desselben zur Unterstützung der Ueberschwemmten den Stern zum Roten Adlerorden 2. Klasse zu verleihen. Gleichzeitig hat Se. Majestät dem Staatsministerium befohlen, weitere Vorschläge wegen' Auszeichnung Derer zu machen, welche sich für die Unterstützung der unter der Wassersnot dieses Jahres Leidenden besondere Verdienste erworben haben. — Der .Nationalzeitung- zufolge soll sich unter den zu nobili- tierenben Personen auch Professor Gneist befinden, welchem die Freiherrnwürde erteilt werden soll.
— Die Ueberschwemmung in Memel- und Rußgebiete des Regierungsbezirks Gumbinnen gestaltete sich nach der vom Minister des Innern erstatteten amtlichen „Darstellung des Herganges, des UmfangeS und des Zeitraumes der Ueber- schwemmungen" in der Weise, daß das antreibende Eis vielfach von Meterstärke war und sich weit konsistenter erwies, als man gehofft hatte. Die Wasserrnassen nahmen nach eingetretenem Eisgang bald eine solche Ausdehnung an, daß an allen Pegeln der seit 100 Jahren bekannte Wasserstand um 82 Zentimeter überschritten wurde. Dazu kam, daß die Winterlage des Haffeises unrückbar fest stand und noch am 8. April eine Stärke von 46 Zmtr. ergab. Unter solchen Umständen erwiesen sich die meisten Verteidigungsmaßregeln als unzureichend. Am Ostermontage trat bereits an verschiedenen Punkten Gefahr ein; der Fluß drängte in die Flaschkener Nieoerung, welche, zwar alljährlich überschwemmt, diesmal erheblich zu leiden hatte. Diese Massen zogen durch das breite Memelthal über das Kirchdorf Flaschten und in den Rußstrom zurück, wobei sie ihren Weg teilweise durch die völlig offenen Teile des Kreises Heydekrug nahmen. Hier sind das Kirchdorf Ruß und die ohnehin armen Dörfer Dir die ganze Geschichte erzähle, — ich kann nicht, eS erstickt mich! — Er spielte — und verlor; spielte — und verlor, bis er alles verloren hatte, bis ihm Rui» und Entehrung drohte». Ich flehte ihn an, zu seinem Vater zu gehe», — ober zu Dir, doch er sagte, er wolle lieber sterbe», ehe D» die Wahrheit erfahre» solltest. Deshalb — o Mary, habe ich »», recht gethan, daß ich zn Dir gekommen bin?»
.Unrecht?!» tief das Mädchen, bückte fich nnd drückte ihre kalten Lippe» auf beu gebeugten Kopf.
-Gott lohne Dir Dein Verttane» zu mir, Helene, ich danke Gott, baß Du zu mir gekommen bist. —
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.Fünftausenb Dollars,» antwortete sie langsam. Mary atmete fast erleichtert auf, bet Bettag schien ihr klein im V-rhättnisse zu ihrer Furcht.
.Und ist das gewiß — gewiß genug?» fragte fie, während ihr Hit» fich abmühte, die Geschichte, die fie gehört, mit ihrer Kenntnis beffen in Einklang zu bringen, der immer ihr Held gewesen war.
.Hany durch seine eigene HaudlungSweise entehrt, ^r£6an9din Spieler; - Harry, zögernd, fie um Hilfe zu bitte» I»
.Ja — gewiß,» antwortete Helene, deren Stimme Maiy wie aus weiter Entfernung hörte. .Und Du wirst ihn niemals ahne» laffen, Mary, selbst durch Dein Benehmen, daß Du etwas weißt? Er wird es ficher niemals wieder thun. — Davon bin ich überzeugt, und wen» er erst von dieser Last befreit ist, wird er auch bald wieder er selbst fein. Gute Nacht, Liebste, - Gott segne Dich!»
Mechanisch empfing und erwiderte Mary ihren Kuß, mechanisch folgte fie ihr zn der Thür und ver. riegelte sie hinter ihr.
Dann ging sie langsam zurück und sank in den Stuhl, von dem sie aufgestanden war.
Sie war nicht mehr allein, denn nm sie her lagen die Stücke ihres gefallenen Ideals, das von seinem Ptedestal herabgestürzt, versttlwmelt und zerbrochen war.
Appetit. Tie Körpertemperatur betrug 38,1 Grad, und der Puls war etwas beschleunigt. Bei der gestrigen Morgenkonsultation wurde ein Wechsel der Kanüle für ratsam erachtet, und Sir Morell Mackenzie legte im Beisein aller Ärzte eine neue Kanüle ein, die nur unwesentlich von der bisherigen abweicht. — Ter „Post" zufolge stattete am Montag Nachmittag die Frau Kronprinzessin mit ihrem ältesten Söhnchen Prinz Wilhelm den Allerhöchsten Herrschaften im Charlottenburger Schloß einen Besuch ab. Der Kronprinz war bereits um 12'/» Uhr zu Pferde angelangt. Um 2 Uhr 40 Minuten ritt er nach Berlin zurück, während gleichzeitig die Frau Kronprinzessin mit dem kleinen Prinzen im Wagen zurückfuhr. Ein reizendes Bild gewährte es, wenn der Kronprinz liebevoll oft die Blicke nach dem Wagen richtete und sei» ältester Sohn vom Wagen her die Blicke lächelnd erwiderte. Die vor dem Schloß versammelten Menschen grüßten die Höchsten Herrschaften in ehrfurchtsvollster Weise. — Um 5*/i Uhr erschien zum Vortrage der Reichskanzler Fürst Bismarck, nachdem um ?ie Mittagszeit ein Depeschenreiter mit Aktenstücken im Schloß angelangt war. Die Kunde von dem Erscheinen des Fürsten hatte viele Menschen nach dem Schloß geführt, welche den Reichskanzler, als derselbe um 6 Uhr das Schloß verließ, freudig begrüßten. Am Dienstag Morgen um 71/* Uhr machte Ihre Majestät die Kaiserin mit der Prinzessin Sophie einen längeren Spaziergang im Schloßparke, während Ihre Königlichen Hoheiten die Prinzessinnen Viktoria und Margarethe wieder einen Spazierritt nach dem Grünewald unternahmen. — Die »Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt von "heute: Das Befinden Sr. Majestät des Kaisers ist heute wieder befriedigender als am gestrigen Tage. Die Nachtruhe war ziemlich ungestört, das Fieber ist ohne die Anwendung von Fiebermitteln im Ganzen wieder gesunken. Solche geringe Schwankungen in der Körpertemperatur haben bei dem vorhandenen offenen Wundprozefse nichts Befremdliches. Je nach dem augenblicklichen Stillstände oder Fortschreiten desselben wird die Temperatur normal resp. etwas über der Norm sein, oder mehr oder weniger über die Norm ansteigen. Eine etwas über die Norm gesteigerte Körperwärme muß bei einem mit zeitweise auftretendem Zerfalle der Wundprodukte einhergehenden Prozesse als natürlich erscheinen und bedarf keiner eingreifenden Fieberbehandlung. Das Befinden des hohen Palienten macht jene Schwankungen aber naturgemäß mit, und so darf es nicht auffallen, daß
.Gewiß darfst Du hereinkommen," antwortete sie. — .Schläft Harry, das Dn ihm davonläufst?»
.Ja, er schlätt, boch ich, ich konnte nicht schlafe». O Mary, eS ist um Harrys willen, baß ich hier bin," nnb sie fiel, statt sich auf ben Stuhl zu fetzen, beu Mary ihr geboten hatte, neben derselben ans die Knie und verbarg ihr G.sicht in bett Falten ihres Kleiber.
.Helene, waS ist geschehen?» fragte Mary mit zitternber Stimme.
Eine kurze Zeit konnte fie keine Antwort erlangen, boch enblich erhob bte junge Frau ben Kopf. .Ich habe Dir eine traurige Geschichte zu erzählen, Mary, eine Geschichte, bie Du niemals erwartet haben würbest. Ich, ich mußte mein schweres Kreuz ganz allein tragen! Ich weiß eS nicht, weshalb ich heute zu Dir komme doch ich bin in Verzweiflung Mary, wußtest Du, oder hattest Dn eine Ahnung davon, daß Hany — spiele?"
.Spiele? - Harry?»
Die beiden Worte wäre» alles, waS daS Mädchen über die Lippen brachte.
Helene nickte zustimmend mit dem Kopfe.
.Ehe ich weiter gehe," sagte fie, wie mit ungeheuerer Anstrengung sprechend, und als ob jebdB Wort ihr einen selbst phyfischeu Schmerz bereite, .muß ich Dich um bas tiefste Schweige» über bie Sache bitten. Du mußt mir versprechen, ja, Du mußt mir schwören, niemals mein Vertraue» zu verraten, nie, unter allen Umstänben! Versprichst Du mir baS, Mary?»
.Ja ich verspreche eS!" erwiberte sie.
Doch ihre Lippen waren trocken nnb ihre Stimme klang rauh.
.Ich — ich glaube", fuhr Helene fort, .baß bei Beginn bieseS Unglücks bei Hany in ben Zeitpunkt iel, wo er davon Kunde erhielt, daß sein Vater sein Vermögen verloren habe. Er war in dem Glaube» auferzogen worden, der Sohn eines reiche» Manne» z» sei», und der Gedanke, daß auch ein Teil Deines Vermögens zu Grunde gegangen, machte ihn halb wahnfinnig. So bildete er sich ein, er könne alles znrückgewinnen. O Mary, verlange nicht, daß ich
' Anzeigen nimmt entgegen die Expebition d vlatte», WlULVULIIf sowie d. Annoneen-Bureanx von Hänfenste in und Logier
Freitag, 4. Mai 1888. ™L Jahrgang
Daube u. Co. in Frankfurt a. SR., Berlin, Hannover. Paris.
Bill, L, (Nachdruck verboten.)
mein , (Fortsetzung )
.Meine geliebte Helene!» flüsterte er glühenb nnb •alt sie einen Augenblick ans Herz.
er bas Zimmer verlassen hatte, ver- Vvanb ber Ausdruck der Zärtlichkeit und seine Züge «rden hart und streng.
.Ich muß den Streich bald ausführen!' murmelte »Dieses Geld kann meinen unausbleiblichen Ruin 11‘ine kurze Zeit aushalten. Und was wird Helene urg, M, wenn sie meine Absicht kennen lernt? Ach, von 1 habe ich nichf viel zu fürchten, einige Schatten **. B Vergangenheit, die ich heraufbeschwöre, müssen ‘zum Schweigen bringen. Und sie liebt mich! Ader 105 £ Mädchen? Schon flattert bie Motte um ba8 , i» Ich muß ben Streich halb ausführen!» toieber. 105 'at er. ,Unb wen» Mary Horn erst meine Fra» 106 I denke ich, können wir unser Gelb besser verwenben, 1101 «um einen Haushalt aufrechtzuerhalten, ber uns 1« A» angeht."
। Mitternacht war schon vorüber, als an Mary 1 $ ^8 Thür leise geklopft wurde. Das Mädchen, 1O< fich erst vor einer halben Stunde in ihr gl vnner zurückgezogen hatte, stand auf nnb öffnete. 7t Litern Erstaunen fanb sie Harrys Frau vor ber
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