Einzelbild herunterladen
 

Feste

Preise

in ichst Jssor mtz-

'este

'reise

w

irsing alat, Mei« fehlt iidler ärtner, 54 erti

Java

, 12(

kaffe-'

inb 1.8

. billige affee' ns W> 1.40.

liker.

: Odir

parfÜL

per Pst

da,

MaL )en!eF

(2511

ker.

ier

slien art, merci,' ark, mpsiehll xker.

in, Flasche (2576

>ey-

in

chem

nne.

n

Ächte) lild

t.

er das Plaa, teinrotg wurde ie mit Zehn- Silber (2650 ie gut«

Bl.

Expedition! Markt 21. Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Ang. Koch.

M 97.

Erscheint täglich Nutzer an Werktagen naq Sonn- und Feiertagen. Ouartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe­dition 2*/t Ml., bei den Postämtern 2 Mk- 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Psg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Mtarburg,

Mittwoch, 25. April 1888

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d BlatteS, sowie b. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a. Gaffet, Magdeburg u. Wien; Rudolf Moste in Frankfurt«. M., Berlin, München «.Köln; S.L. Daube u. Co. in Frankfurt a. SR., Berlin, Hannover. Paris.

XXIII. Jahrgang.

Für die Monate M ai und Juni nehmen alle Postanstalten, auf dem Lande die Landpostboten, sowie in Kirchhain unsere Agentur (Herr Buchbinder Rindt) Bestellungen aus die

Oberhesfische Zeitung

mit ihren Gratis-Beiblättern

Krersblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und

Mnftriertes Sonntagsblatt

entgegen.

Bestellungen für hiesige Stadt nehmen unsere Expedition und unsere Zeitungsträger an.

Im Fenilleton u. Bl. beginnt demnächst:

Feindliche Gewalten.

Original-Roman von E. Ma--.

Wir machen ganz besonders auf diesen s-«fati0- n-lle» und spannende« Roman aufmerksam.

Neuzugehenden Postabonnenten für die Monate Mai und Juni werden die Nummern dieser Woche gratis nachgeliefert.

Königin Victoria von England, die Mutter der Deutschen Kaiserin, die Schwieger­mutter Kaiser Friedrichs, wird heute, Dienstag vormittags, im Charlottenburger Schlosse eintreffen, nachdem sie am Sonntag Abend 9 Uhr aus Florenz abgercist ist. Seit 30 Jahren hat die britische Herrscherin den Boden der früheren preußischen und jetzigen deutschen Hauptstadt vermieden; Etiketten- streitigkciten aus früheren Jahren sollen sie fern ge­halten haben. Der gegenwärtige Besuch hat keine politische Bedeutung; er gilt dem kranken.Schwieger­söhne, welchem die Königin von jeher ihre aufrichtige und herzliche Teilnahme gewidmet hat. Zahlreiche Stellen aus den Tagebüchern der Königin sagen, wie viel dieselben von dem früherenPrinzen Fritz" gehalten hat. Sie liebte ihn nicht als Gatten ihrer Tochter allein, sondern auch um seines edlen, männ­

lichen, wahrhaften Charakters willen. Unser heutiger Kaiser hat manchen Zug mit dem verstorbenen Prinz- Gemahl Albert, seinem Schwiegervater, gemein, vor allem die Offenheit, Geradheit und die hohe Neigung für das Bürgertum. Solche Eigenschaften haben den Kaffer der Königin sehr nahe gebracht, und es ist bekannt, daß zwischen den Verwandten in Berlin und London die freundlichsten und besten Beziehungen bestanden. Niemals aber haben diese Beziehungen auf politisches Gebiet übergegriffen, und sie werden auch in Zukunst nicht darauf übergreifen. Wenn so etwas behauptet ist, ist es leeres Gerede gewesen und wird es für die Zukunft befürchtet, so ist diese Besorgnis eitel. Die englischen Staatsmänner sagen mit einer nichts zu wünschen übrig lassenden Offenheit, daß alle Freundschaft zwischen Deutschland und Groß­britannien doch noch keine unbedingte Interessenge­meinschaft auf allen Gebieten zur Folge habe und das Gleiche gilt für Preußen und Deutschland erst recht. Thöricht ist es also, von Schattenbildern zu sprechen, die gar nicht in Wirklichkeit vorhanden sind. Königin Viktoria weiß, was es heißt, ein teueres Familienglied zu verlieren. Unerwartet früh starb ihr Gemahl und mehreren Kindern h -t sie die Augen zugeorückt. Die Mutter fühlt den Schmerz der Tochter, deren Gemahl von schwerer Gefahr bedroht ist; ihr und ihm Trostworte zu bringen, das ist der Zweck ihrer Reise.

In Berlin und Charlottenburg ist man nicht zum Jubeln gestimmt, der Empfang der Königin Viktoria wird ein ihrem hohen Range entsprechend würdiger, aber stiller sein. Mag sich an den Besuch der erlauchten Frau eine wirkliche Besserung im Befinden unseres Kaisers knüpfen, weiter wünschen wir nichts. Es ist bei dieser Reise wohl äußerst, müßige Arbeit, sich mit politischen Kombinationen zu beschäftigen. Die europäische Lage wird dadurch in keiner Weise, weder zum Besseren, noch zum Schlimmeren, beeinflußt, sondern sie bleibt unver­ändert. Niemand kann den einzelnen europäischen Regierungen ins Herz sehen, aber an schnellen Krieg denkt man schwerlich irgendwo. Der Friedens­bund hat heute dieselbe Kraft, wie zu Kaiser Wilhelms Zeiten.

Deutsches Reich.

Berlin, 20. April, 1 Uhr 10 Min. nachm. Der Kaiser sollte heute für kurze Zeit ausstehen. Tas Fieber ist niedrig. Der Kaiser war mittags nach 12 Uhr kurze Zeit außer Bett, der Kräfte- Zustand ist im Wachsen begriffen und der Appetit

ist rege. Der Kaiser empfing heute, nachmittags 4 Uhr den Reichskanzler. Die Kaiserin- Mutter Augusta, die Großherzogin von Baden und die Erbprinzessin von Meiningen statteten heute dem Kaiser in Charlottenburg ihren Besuch ab. Der Kronprinz arbeitete gestern von 10 Uhr ab allein und von ll1/« Ufjr ab mit dem Geheimen Regierungsrate von Brandenstein und empfing so­dann um 12 Uhr den Oberstkämmerer Grafen von Stolberg und um 12V« Uhr den Professor v. Berg­mann. Um 12 V« Uhr begab sich das Kronprinz- liche Paar zum Dejeuner bei den Majestäten, von wo gegen 5 Uhr ihre Rückkehr hierher erfolgte. Wie verlautet, erhielt Generalleutnant von Grol- mann I das vierte Armeekorps, Generalleutnant von Versen, bisher Kommandant der zweiten Garde- Kavalleriebrigade, die achte Division. DieNordd. Allg. Ztg." fügt der Meldung derKreuz-Ztg." von der Übertragung der Stellvertretung des Kaisers an den Kronprinzen im weiteren Umfange hinzu: Es verlautet ferner, der Kaiser habe bei der Ge­nehmigung der vom Staatsministerium bezüglich des Umfanges der Stellvertretung gemachten Vorschläge aus eigener Initiative den Umfang noch erheblich erweitert. Über den Besuch der Königin von England meldet dieNordd. Allg. Ztg.": Mit der Königin werde auch die Prinzessin Beatrice mit ihrem Gemahle eintreffen; in der Begleitung be­finden sich Lady Churchill, General Tensenly, Miß Phipps, Dr. Redd, Oberst Clark, Major Bigge. Die Abreise dürste bereits am Donnerstag erfolgen. DerRat. - Ztg." zufolge beträgt das von Kaiser Wilhelm hinterlassene Vermögen 24 Mill. Mk.; hiervon erhalten die Kaiserin Augusta drei, die Groß­herzogin von Baden, der Kronprinz und die Kron­prinzessin, sowie Prinz Heinrich je eine Million, letzterer außerdem ein für ihn gekauftes Gut. Von einer Million Ersparniffe, über welche der Kaiser anfangs der sechsziger Jahre verfügte, erhalten Kaiser Friedrich drei Achtel, die Großherzogin von Baden zwei Achtel. Dem Krontresor sind 12 Mill, überwiesen, der Rest ist für Legate bestimmt. Heute nachmittag 2 Uhr fand im Reichskanzler­palais unter dem Vorsitz des Fürsten Bismarck eine Sitzung des Staatsministeriums statt.

Das VerhältnisKaiser Friedrichs zum Reichskanzler; dessen Vorträgen er mit regstem Interesse folgt, wird selbst vomBerl. Tgl." als ein so herzliches, und die Teilnahme des Fürsten Bismarck als eine so aufrichtige uud rührende ge- schildcrt, daß der Abschied des Kanzlers vom Kranken­

bette sich stets zu einer herzbewegenden Scene ge­staltet. Das ist der beste Beweis, daß der Kaiser die Gründe, welche den Kanzler in der Battenberg­angelegenheit zu seiner Ablehnung bestimmten, zu würdigen weiß und diese ganz im Gegensatz zu den Verdächtigungen des Freisinns als einen treuen Dienst des bewährten Dieners der Krone betrachtet. Am amüsantesten ist es aber, wenn hinterdrein englische Organe die ganze Verlobung nur als eine Bismarcksche Erfindung hinzustellen suchen. Die au und für sich zweifelhafte Kunst des Dementierens ist wohl nie ungeschickter in Scene gesetzt worden. So meldet der Berliner Korrespondert derMoring Post" unferm 20. d.:Nachdem sich die erste Aufregung in Berlin betreffs der sogenannUn Kanzlerkrisis gelegt hat, kommt die Wahrheit (eine schone Wahrheit!) altmählig an den Tag. Prinz Alexander von Battenberg sollte auf Einladung des Kaisers nach Charlottenburg kommen, nicht für eine Verlobung, sondern zu einem persönlichen Besuche, wobei der Kaiser, der niemals ein Hehl aus seiner Bewunderung für die Eigenschaften des Prinzen, ungeachtet der feindseligen Haltung seines Vaters, des Kaisers Wilhelm, und des Zaren, machte, seinen Wunsch, ihm eine militärische Ehrenbezeugung zu erweisen, zu verwirklichen beabsichtigte. Dieser Besuch und die Absicht des Kaisers wurden indes von Fürst Bismarck aus politischen Gründen beanstandet. Wahr­scheinlich um Fürst Alexanders Stellung in Deutschland sowie in der Armee unmöglich zu machen, wurde das Gerücht von der Verlobung int Zusammenhänge mit dem Besuche von der Hofpartei, in Gemeinschaft mit einigen Mitgliedern des Kaiserlichen Hofstaates, ausgesprcngt, gleichzeitig mit der Absicht, die Volks­stimmung gegen die Kaiserin zu erregen." Glaubt das die guteMorning Post" denn selbst?

Für Alle, die des Lebens Arbeit während der Woche festhält im Banne der Stadt, brachte der gestrige Sonntag die ersehnte Gelegenheit, hinaus­wandern zu können zum Schlosse von Charlotten­burg, um sobald als möglich sichere Kunde zu er­halten über das Befinden des geliebten Herrschers, um dem Gefühle der innigsten Teilnahme an dem Leiden desselben äußeren Ausdruck zu leihen. Bange Sorge 'lagerte auf dem Antlitz Aller, die schon in den frühen Vormittagsstunden das Schloß umlagerten; erst als in der zehnten Stunde das von den Aerzten um 9 Uhr morgens ausgefertigte Bulletin an den beiden Bäumen links und rechts vom Schlosse ange­schlagen wurde, wich die gedrückte Stimmung dem Gefühle größerer Zuversicht. Nur mit Mühe ver­mochten die Beamten die Blätter, welche Nachricht

Verhandlungen über die Frage:

»-Welche Wette höhere Schule braucht

Marburg neben dem Gymnasium?" in der Sitzung desNordvereins vom 18. April 1 8 8 8.

(Schluß.

Ich bin daher der Meinung, man sollte nicht auf halbem Wege stehen bleiben, sondern entschlossen die Ümwandlung des Realprogymnasiums in eine lateinlose Realschule mit 7 jährigem Schulkursus und demgemäß auch nahezu gleichen Berechtigungen wie das Realprogymnasium ins Auge fassen. Solche Tchulen bestehen bereits an vielen Orten und er­freuen sich überall großer Beliebtheit im Kreise der Bürgerschaft. Von den schönen Erfolgen der Eaffeler Realschule habe ich mich durch Hospitiren wid persönlichen Verkehr mit dem Lehrer-Collegium selbst überzeugen können.

Es bliebe nur noch die Frage, ob einer solchen llmwandlung wesentliche Schwierigkeiten entgegen- ftehen würden. Solche Schwierigkeiten liegen Weines Wiffens nicht vor. Die Regierung, vorab der Herr Minister selbst, wird die Angelegenheit wrr in jeder Beziehung zu fördern bemüht sein. Eine Erschwerung des Uebertritts von und ins Gymnasium würde allerdings vorliegen. Soll ?ber auch hier wieder, wie bisher leider 1° _ oft in Schulsachen die zarte Rücksicht; °uf peinlichste, Wahrung der Interessen einer verschwindenden Minderheit zur geistigen Verküm­merung der erdrückenden Majorität berechtigen? sännen die 8% Gymnasiasten, welche, wie Herr mrktor Hempfing ermittelt hat, bisher das Gym^ vasium mit dem Realprogymnasium vertauscht haben und die 2e/o Realprogymnasiasten, welche

umgekehrt in ein Gymnasium übertraten, bean­spruchen, daß ihnen zu Liebe den anderen 90 °/0 ein für sie ungeeigneter Bildungsgang aufgezwungen wird? Mögen doch diese 10 % ein Jahr zurück­kommen, das kann ebenso wenig in die Wagschale sallen, wie der Umstand, daß einigen Schülern, in welchen während der Schulzeit der Drang zum Universitätsstudium erwacht sein sollte, die Befrie­digung dieses Dranges fürder nicht mehr so ohne weiteres ermöglicht wäre. Uebrigens brauchen diese sich ja nur die nötigen Kenntnisse im Latein an­zueignen um anstandslos in den Oberklaffen eines Realgymnasiums Aufnahme zu finden.

Sehen wir von diesem Bedenken ab, so würde die lateinlose Realschule denen, welche sie in den unteren Klassen verlaffen und das wird ja, wie die obigen Zahlen der Wiesbadener Schule zeigen, auch später so ziemlich die Hälfte aller in Sexta eintretenden sein schon einige im praktischen Leben wohl zu verwertende Kenntnisse mitgeben, und zwar ohne den Dünkel vermeintlicher klassischer Bildung. Diejenigen aber, welche die Schule bis zum sechsten Jahres-Cursus besuchen würden und der Prozentsatz würde ein erheblich höherer als bisher sein würden eine abgerundete mo­derne Bildung und die Berechtigung zum Ein­jährig-Freiwilligen Militärdienst unter genau den­selben Bedingungen, wie bisher, d. h. ohne besondere Abgangsprüfung erhalten. An den Besuch der obersten Klasse endlich und die chn abschließende Abgangsprüfung knüpfen sich eine ganze Reihe von wertvollen Berechtigungen: Bedingungslose Auf­nahme in die Prima einer Ober - Realschule mit neunjährigem Lehrgang, sowie in die Polytechnischen Schulen, Zulaffung zur Feldmesser- und Mark­scheiderprüfung, zum Civilsupernumeriat bei den

Provinzialvcrwaltungen und bei den königlichen Eisenbahndirektionen, zum Bureaudienst bei der Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung, sowie zum Militärintendanturdienst und zur Anstellung bei der kaiserlicher Reichsbank, ausnahmsweise auch zum höheren Postdienst. Zulassung zum Postge­hilfendienst mit Aussicht auf Eintritt in die Be­amtenklasse der Ober-Assistenten mit unkündbarer Anstellung gewährt schon der Besuch von Illa, ebenso wie der von II b unter der Bedingung, daß die nötigen Lateinkenntnisse nachgewiesen werden, die Zulassung zur Apothekerprüfung ver­bürgt.

Der Umfang der Berechtigungen einer sieben­jährigen Realschule unterscheidet sich daher kaum von dem der Realprogymnasien, so daß auch die­jenigen Knaben, welche statt in das gewerbliche Leben einzutreten, eine Beamtenlaufbahn ergreifen wollen, den nötigen Spielraum für ihre Wahl behalten. Nach alledem kann daher den nächstbeteiligten Eltern- kreisen nicht eindringlich genug ans Herz gelegt werden, daß sie alle Mittel in Bewegung fetzen, um der ferneren Verkümmerung der Ausbildung ihrer Söhne baldigst Einhalt zu thun. Den städti­schen Behörden aber und der Königlichen Regierung, welche die ersteren vor 21 Jahren zur Einführung des Lateinunterrichtes nötigte, liegt es ob, die Wünsche der Eltern, deren Berechtigung der Herr Minister ja bereits öffentlich voll und ganz aner­kannt hat, ohne langewenn" undaber" zu ver­wirklichen. So erheischt es das Interesse der Zu­kunft nicht nur unserer Stadt sondern gleichzeitig das unseres gesamten Vaterlandes.

In der sich an diesen Vortrag anschließenden Diskussion brachte zunächst Herr Oberlehrer Duke unter Hinweis auf Gießen in Anregung, daß man

neben einer latcinlofen Realschule, welche auch er für die hiesigen Verhältnisse notwendig halte, Parallel-Klassen mit Latein - Unterricht einrichten könnte, da der Besuch der Latein-Klassen in Gießen zeige, daß viele Eltern teils glaubten, ihren Kindern ginge etwas ab, wenn sie kein Latein gelernt hätten, teils auch wünschten, iljnen die vorn Staat an die Kenntnisse des Lateins geknüpften Berechtigungen zu verschaffen. Hiergegen äußerte Herr Professor Stengel verschiedene Bedenken. Im weiteren Ver­lauf sprach Herr Bäckermeister Schott seine lebhafte Befriedigung darüber aus, daß eine so wichtige Frage nunmehr öffentlich eingehend erörtert werde, nachdem sie bisher schon vielfach kleinere Kreise be­schäftigt hätte. Den sich in gleicher Richtung mit dem Referenten bewegenden Wünschen der Mar­burger Gewerbetreibenden sei man bisher immer mit dem Einwand begegnet: Ohne Lateinkenutnis gäbe es keine Bildung. Durch den jetzigen Schul­unterricht würden dem Geschäfts- und ©eroeibeleben viele Knaben entzogen, die ihm erhalten werden sollten. Hätten die Jungen erst den Zwicker auf der Nase, dann wollten sie keine Lehrjungen mehr spielen und doch würden es viele von ihnen in anderen Berufsarten auch zu nichts rechtem bringen. Die Schule müsse also praktisch verwendbarere Kennt- niffe liefern und ihre Zöglinge nicht so lange Zeit wie das hiesige Realprogymnasium dem Gewerbs­leben vorenthalten. Er hoffe, daß die Marbu^er die angeregte Frage lebhaft aufgreifen und zu einer baldigen praktischen Erledigung bringen würden. Im gleichen Sinne sprach sich Herr Andreas Schäfer und der Vorsitzende, Herr Professor Paasche aus, er stellte auch fest, daß folgende Resolution seitens der Versammlung einstimmig angenommen wurde: Eine thunlichst baldige Umwandlung des hiesigen