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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg und Kirchhain.
Illustriertes Sonntagsblatt.
Expedition: Marit 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Lug. Koch.
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Gr konstatieren. Das Fieber ist auf 38,3 Grad gefallen, die Atmung ruhiger, das Uetergreifen des Krankheitsprozesses auf die Lungen nicht nachweisbar. Dagegen sind leichte bronchitische Rasselgeräusche an Vereinzelten Stellen hörbar. Vergangene Nacht war Mehrsach guter Schlaf. Der Appetit ist befriedigend. Professor Leyden beteiligte sich auf Wunsch der Majestäten und Aerzte an allen ärztlichen Besuchen. ■*' — 5 Uhr 45 Min. nachm. Ter Kaiser hat Mhrend der vergangenen Nacht ziemlich reichliche Nahrung: Ei und Milch, zu sich genommen. Der Appetit des Kaisers ist auch heute rege. G^gen
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Buchbinder Rindt) Bestellungen 7 L abends, " uhr L" auf die
Overhesfische Zeitung
mit ihren Gratis-Beiblättern Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und
Auf Schloß Hartenstein.
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ocn alm Das Allgemeinbefinden ist besser, jedoch ist noch sprochen, daß Pyämw (Blutvergiftung) eintreten könnte Kaiser Wilhelm die Epaulettes bis auf _hna andauernde Bettruhe erforderlich. - _> durch Erguß kleinerer Eiterknötchen." l nicht anzulegen sind. — Fürst Leopold w
5011» k 5 Uhr nachmittags. Die „Nordd. Allg.f Das Schlafzimmer des Kaisers ist ein nurfzollern spendete für die Ueberickwemmtan ft. J Ztg," meldet: Nach direkten Informationen ist im 8WWW 'Befinden des Kaisers eine leichte Besserung
Marbura,' ,«w-------
ditionLt/.Mk., bei den PostSmtern 2 3RL 50 Pfg. (exll. ^aafenfieuiund Vogler
«£M" Sonnabend, 21. April 1888. ttÄSÄÄXSÄS. ™L Ä-Yrgang.
' Daube u. Eo. m Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris.
(«ochdcuck vcrbslca.) I ;u machni^S^M bcttüb?n^ ^tonnl^noä^mmer "ftm Tagt iw Ct(o6er warcy oft funnlfl .Doch toaS steht Ich hier unb taffe mich Bon
(Schluß.) • nicht fassen. -Doch hier sind Sie sicher kein!Mensch I""r Ruhe herrschte bann tn der Land-1 meinen Gefühlen übermannen," fuhr Hartenstein in
~ Die Nacht hatte sich schon tief herabgesenkt, als soll erfahren, daß Sie hier weilen und alles was M» ,ebf“ "ut der wehmütig stimmende derandertem Tone sich aufraffend fort, „ich muß Hülfe
Julia matt, mit düsteru, traurigen Gefühlen, das am .Sie au uns gethan haben, wollen wir versuchen, in ”n0e” » ?nl)Hni8^en ?e8 J!Iten I ^8 Sn8Uct $ ""s der Jagd
inseitigen Ende von Rodenthal vereinsamt stehende! etwas wieder gut zu wachen! — Wie ist mir benn, I dollständig au beu Wald,! d"^ert. Er wollte bavoueileu.
Häuschen, wo fie oft geweilt, erreichte. Was fie bei Mutter, wandte er sich an seine Fran, „wir haben hP,9(w.,h.en Ia? e.8 ^ur unb datte, durch »®n Unglucf ? fragte Julia mechanisch. — „Wir, 1 btn alten Leuten wollte — fie wußte es selbst nicht ja oben ein kleines Aimwercken frei das wird fn I ^ube„ ermutigt, angefangen, ab und zu kleine! "der vielmehr mein Gutsnachbar, der Graf Holten," । recht. Bei Dunkelheit hatte sie das Schloß verlassen nett wie möglich eingerichtet, dort ist immr? ftische R^iergänge am Saum des Waldes zu machen, entgegnete Felix erschüttert, wieder zu sich kommend, । Mb war fie den Weg gewandert, bis hierher, ihrer I Luft und schöne Aussicht, dort kaun das gnädige Fräu-1Ä.-bJra“*?eT Schritte zu gehen, dies war I heute eme große Treibjagd, auch mehrere
[I ersten, unbestimmten Eingebung folgend. Aufnahme! lein ungestört wohnen. !an^8k^^der Grund und Boden, selten sah fie einen I Herren aus der Residenz waren geladen, einer der»
I wurde ihr nur, Ruhe nach der heftigen Erregung Und dabei blieb es. Menschen, und die ihr begegneten waren fremd. So selbe», den Baron Romer, hat ein plötzlicher Tod
sollte fie haben; was weiter aus ihr wurde — ob I Andern Morgens kam Frau von Hartenstein I j)c. autP stillen, warmen Tage! ereilt, der Lauf seines Gewehres sprang und die
fie hier auch Schutz vor neuen Anfechtungen fand — folgendes von Julia hinterlassene Billet zu Gesicht: «"/8 b umsäumten Hügels ganze ^""^ ä-rschmetterte dem Uuglücklichcn die
baran dachte fie nicht. I.Theuere, verehrunaswürdiae Mutter" las sie -lürn?n I-c"fr 'leinen Bank mit der Lectüre emeS Buches I Brust. DieJagd hat einen schreeklicheu Abschluß
Im Stübchen brannte Licht, die alten Leute waren I Sie mir nicht, ich konnte nicht anders, meine traurigen I l»»llten Schüsse, die großen I , .8^ s^rhaft geöffneten Augen stand
toch auf. „Barmherziger Gott, liebes gnädiges Fräu. Schicksale verfolgen mich — ich mußte das Schloß im vollen Gange. Sie laß und laß I Julia da, st« schwankte, wenn Hartenstein sie nicht
stiv, wie sehen Sie aus, so blaß. Sie find krank!"! in dem ich wich stets glücklich gefühlt, verlaffen. Ach' I a*te^ f? ^ra^8,’. !aLJ*e ben” au<6 »icht I ^ätte. „Baron Römer ? — Mein Gemahl"
U Frau Brand erschrocken, die junge Dame er. wenn Sie wüßten, wie mich diese Notwendigkeit ^»rrn^h'r‘rtin,3ä9crtr“*tflc[1.cib^ten 6
Eckend. Sie fragte nicht, sondern führte Julia sanft schmerzte, Glanben Sie Ihrer Sie liebenden, Unglück- Io * * * * * * *»?tnb “m b^ Eck- -,-,,?^,"^ES ^cht, daß Felix fie beschwor, in dem
b» das Zimmer zu dem ledeigepolsterten Sopho. lichen Tochter Julia.' — des Hügels bog, um auf dem Fußwege zum Dorfe Haschen des alten Braud zu verweilen, spater als
Dort sank diese nieder, und ein heftiges Schluchze» Die Tage verflossen und die Herbststürwe zogen tt" °18 bie w-Miche Gestalt IL Manner mit der Bahre kamen, schwankte sie auf
Mochte ihren Körper erbeben. „Ihr guten Leute," I brausend durch die Wälder, fie langsam, aber stetig Iba n bonn Ifl0 er i» Fußen. schützt, bleich aber äußerlich ruhig durch
Ratterte fie, fragt mich nicht — ich bin unglücklich, — ihres sich braunfäibendeu Schmuckes beraubend. In .O Julia, Angebetete,' flüsterte Hartenstein, denn I *“ be.txF°|l J“8*
S- so unglücklich! — Keiner darf ahnen, daß ich stiller Einförmigkeit lebte Julia die Zeit dahin bei " war es — „hier finde ich Dich! Welche» Kummer 2" Schweigen staken dort die übrigen
■ Mr bin — könnt Ihr mich vorläufig bei Euch ver. den einfachen Menschen. Allmählich war wieder Ruhe h°st Du uns bereitet — verzeih mir — aber ich S/"“ bLr n m »er k®aron
Sjw?" .Unglücklich! ?" Frau Braud strich mit scheuer in ihr geängstigtes Herz «zogen und hatte fie auch kann Dich ja nicht loffen." Heiße, leidenschaftliche
Zärtlichkeit über den welligen Scheitel der jungen nicht den rechten Frieden — denn wie konnte fie das! Kusse preßte er auf ihre Hände. Es war Julia als | Waffe neben fich; wachsbleich
,^°we. „So lauge Sie wollen, liebes gnädiges Fräu- bei ihren trüben Verhältnissen — so rührte sie doch wenn ihr Herzblut zu stocken drohte, ein Schwindel | » ö»schmetterten Hande
J-7n, bleiben Sie bei uns — aber ich fürchte, es wird die Verehrung?volle, zärtliche Sorgfalt der braüen trQli^ fte* Sie wußte fast selbst nicht was fie fagte, ronm.nL6 *««8111 V”^te üe 5 bem
Sbto» an Vielem fehlen!' Leute, unter deren Dache fie wohnte. Mit keiner °ls fie entgegnete: „Haben Sie Mitleid mit I Momente hingegriffen. Einer der Herren
, »Was notwendig ist, kann beschafft werden — noch so leisen Andeutung berührten diese ihr Ge. H«r v. Hartenstein — ich bin das Weib eine8 Andern." Augen zugedruckt. Gewaltsam,
Zwill Euch ja nicht znr Last fallen," beschwichtigte beimvis, taktvoll gingen sie darüber hinweg, wen» fie Er erblaßte, wie Schuppen fiel eS ibm von ben S an 8eP,or6e^ ^ulia stand
Salta aufatmend, ihre gefüllte Börse ziehend. Doch!sich auch selbst stille Fragen über daS eigentümliche!Augen, All ihr Unglück, ihre Schicksale ibr aanieeIbfei»” J*ttb
J« alte Brand - sein Beinbruch war schon seit Geschick der jungen Dame vorlegen mochte». U»d ihr eigentümliches^Wesen - klar laa sitzt alles vor Nm . blickend. Welche
^»Skw wieder geheilt — meinte mit bewegter Stimme: Versprechen, gegen keinen Menschen über ihren A»f. — aber ttotzdem küßte er noch immer leidenschaftlich A-Ä! e
?«ab wenn ich den letzten Bisse» mit Ihnen teilen! enthalt oder Näheres über Julia selbst gegen neu- ihre schlanken Finaer Jch abn^ s * mnrm.w. .r b 1 kS)ann v«rschlaugeu sich langsam ihre Finger s°°te, gnädiges Fräulein, oder mit meinen alte» >gierige Dorfbewohner zu sprechen, hielten'M 0et?e2jXlA? .0äulÄ'ie £>n?te?ete uA»
Für die Monate Mai und Juni!2 Uhr befall er selbst sein Tiner und speiste imldas Zivilkabinett Vortrag beim Kaiser, darauf!
ttkünien alte Ä^oitanitllltkN rtllf hritt I Qui^.er'cble.Lvollem Appetite. I fand Empfang des Botschafters Grafen Münster | Änstllud.
Lande die Lanüpostboten,' sowie in lo«,nburg'»u°^?»M-L»nM» wÄ’
7 Uhr abends. Um 8 Uhr erfolgte eine Beratung | Besuch, später besuchten den Kaiser auch die Kaiserin iurack sich für unb
ber Aerzte, darauf speiste der Kaiser und begab sich Augusta und die Großherzogin von Baden Der Die^Union der Zinken ^bAcklo^ nickt^dw'“J?" um 8* 1 * * * */* Uhr zur Ruhe. Das Fieber dauerte an, Kronprinz empfing gestern den General von Baue Lu einer ^ni-rn7n"i^„ J • n^ .ü ' ^uitiative bald mehr bald weniger stark, die Atembeschwerden! und arbeitete mit dem Krieqsminister und dem M I Linke mnchie cf .. . et9retfenJ die radikale
»°d»n> i-d-fs.» f° zL daß dec Kaiser im Ski« -i», «i.rmgSr-t Bon LXÄ" - £StaWnIta 2 oZt ÄSl r T- -'9“1 ®,?n" MWWbe «»ns dBBoWon m61e. Erft nach und L. C»-s der «»mW, XÄS
1 Uhr nachts trat einige Beruhigung em. Die tm I hatten sich heute mittag nach Charlottenburq be- Ernennuna der fi-ommiffinn her nSAtT ° Echl°'> ""wesenden Aerzte traten noch in der Nacht geben um dem Kaiser Vortrag zu halten, kehrten Es heißt Boula^ger rscheine erst um vic^'Ä' zusammen und heute früh um 9 Uhr war eme Be-! aber sofort nach Berlin Zurück da her ©nifer <8^1 ra., . ö <• \ine~. r" um ö"r u9r-
ratirng sämtlicher behandelnder und beobachtender Vorträge nicht entgegennahm.Auswärtige Blätter ^ese^tzt ^Alle ^ur^Kammer fü^rende"^K^
Bestellungen für hiesige Stabt |!Ä> nehmen unsere Expedition und
Vom Kaiser. Ä'fTÄ 5
Berlin, 19. April, 10 Uhr 58 Min. vormittags. Oeffnung in der Luströhre, sondern auch unterhalb der Prinzessinnen für die Zukunft geordnet und rwar Berfasfuna am ^Ka5n^?°" Revision der
_ D,e Rachl ist beim Kaiser verhältnismäßig ziemlich dieser Oeffnung zeigen sich Wucherungen, welche die unter Zustimmung des Kronprinzen Wilhelm — — 215 Stimmm nnnLt ^»euern mrt 340 en’.^ ■ leidlich verlaufen, jedoch dauerten Fieber, Schwäche Luftröhre verengt und das Hervordrängen der Kanüle Angesichts des jetzigen Zustandes des Kaisers ist es I »taSjX • rar "" /®te bouIfl"ä empfteP «nd Atmungsbeschleunigung fort. Augenblicklich findet veranlaßt haben. Der Umfang der Erweiterungen nicht unmöglich, daß der Besuch der K ö n i a i n A e f ^sinnungSgenossen auf,
eine ärztliche Beratung statt. der Wucherung ist nicht festzustellen, da ein Einblick von E u g la nd unterbleibe - Dem Bund'es^V'
. — 3 Uhr 50 Mm. nachmittags. Der „Reichs- von der Mundöffnung aus nicht möglich ist. Eine rat ging heute der Gesetzentwurf über die Alters-1M « ^dgebungen zu vermeiden,
anze.ger- veröffentlicht folgendes Bulletin von heute: Mitleidenschaft der Lunge scheint kaum noch zu be- und Jnvalidenversorgun? zu — Das Armee- be^eb^ennickt^der J" f
Bei dem Kaiser war die letzte Nacht befriedigend, zweifeln und ist durch das anhaltende Fieber wohl Verordnungsblatt" enthält eine Kabinttts - Sre'Iin SP1,ifh, - ConcordienplaS. Dillon gab Heute früh ist das Fieber gegen gestern vermindert, angezeigt. Mackenzie hat die Befürchtung ausae- wonach auch nach Aufbören der atrmeetmit^r fi> 9 ,t^ rn Neuilly em Diner zu Ehren Boulangers. Das Allgemein befind en ist besser iehnrf. ist nnJfJnrfJ hnü ber Jlmeetrauer für — Die Zeitung „Parti National" veröffentlichte gestern
I werteres I die Grundzüge der Verfassung, mit der Boulanger,
Das Schlosjim»,, d°- Kaisers i» ein -urlz-ft-rn feÄ'S’
matjig groBeä Gemach, welches sehr geschmackvoll! Nach einer Mitteilung des Unterstützungskommi-1 dieses Verfaffunqsentwurfs" nicht in Abrede st^en m «ng°r.ch et unb ausgestattet ist. Die Möbel sind tees für die Ueberschwemfstten sind bis zum 18. d. M nehme> heule auch die übr aen Blätter davon Kenntnis vom weißem Holze, b e Vorhänge gleichfalls weiß 1589 613 Mark eingegangen, wovon berL LHauptpunkte id«
B.n ÄX5 X»<" ”• *" “ “**-■"**• °b- 2? b-sP.M.a..n-nrN.pE
Augen fallenb ,st der große Blumenreichtum in dem! Posen, 19. April. Die Staatsanwaltschaft der Ministerien,' a^ ^eren Sttlle^in'°besonder?r^s Zimmer. Der Kaiser ist em ungemein großer Be- macht bekannt: Infolge des kaiserlichen Amncstte-Er- den hervorragendsten Fachmännern zusammenqe'setzter wunderer und Freund von Blumen, zumal, wie be- lasies wird der hinter dem Erzbischof Ledochowski Staatsrat tritt • eimiaer Minister üt der fKräfibent befindet^icki^A'kle? Schlafzimmer anstoßend von dem hiesigen Kreisgericht ergangen- Steckbrief der Republik, der mit HMe d!s Staatsrats^regürt- mäüiaer Sö6 ^E-idezimmer, ebenfalls nur von zuruckgenommen die Kammer ist stumm, sie besteht aus einfachen De-
i . | . ^Nunchm, 19 April Tie Kammer der Abge-1 partemental-Abgeordneten und hat die vom Staatsrat
Sftttrdtra Knitt fIbfLC" "fa e" $ bcn ^ntr?8 be§ Aus. ausgearbeiteten Gesetze ohne Erörterung anzunehmen
ar v W , Schusses aus Kasstrung der m riurlh erfolgten Wahl oder zu verwerfen. Die Gesetzbücher werden nach
Berlm, 19. April. Gestern nachmittag haltendes Demokraten Evora an. >dem Sinn und dem Geffte derneu7n LaatsemrA