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Illustriertes Sonntagsblatt.
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Zeugung kann daran zweifeln — der Krieg, der Krieg in kurzer Frist, der Krieg ohne Verbündete, ein Krieg, in dem die öffentliche Meinung der
Felix sagte nicht?, nur einen langen, nachdenklichen Blick warf er der ihm gegenüber fitzenden jugendlichen "cx‘-"1 2 2 > «Sie wissen, Fräulein Julias hob
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! — .Der Bundesrat bewilligte dem Oberst Frey, Gesandten in Washington, die nachgesuchte Entlassung. Als dessen Nachfolger ist Dr. jur. Claparede, Legationsrat der schweizerischen Gesandtschaft in Berlin bestimmt.
Paris, 17. April. Die Verurteilung Boulangers in Jules Ferrys Rede zu Epinal lautet der Hauptsache nach: „Wer wagt mit gutem Glauben zu behaupten, daß das allgemeine und direkte Wahlrecht für alle Möglichkeiten genügend, daß es gut und unfehlbar sei, und daß es unnötig sei, Maßregeln gegen die plötzlichen Bewegungen der öffentlichen Meinung zu ergreifen, die in unserer Ge- I sichte mehr als einmal mit einem Sprung in dqs l Unbekannte, in die Finsternis endeten? Wer hätte Iden Mut, zu behaupten, daß wir heute nicht vor einer solchen gefährlichen und entscheidenden Stunde l stehen? Wird die Erfahrung der Vergangenheit ! nur denen zugute kommen, denen unmittelbar diese I blutigen Lehren erteilt werden? Ist es nicht ein I Abklatsch des 2. Dezember, der vor unfern Augen sich entfaltet, nicht dieselbe heuchlerische, arglistige Sprache, dieselbe drohende Zweideutigkeit? Aber nein, diesmal werden wir nicht unterliegen. Die Einrichtungen, die Frankreich sich gegeben, werden es vor den Gefahren, wie der Schmach der Diktatur retten. Der Verrat hat sich nicht, wie vor 40 Jahren, im Elysse eingenistet; wir haben einen für sieben Jahre gewählten Präsidenten, der nicht geneigt ist, seinen Sitz denen zu überlaffen, denen darnach gelüstet, einen Senat, der in unseren Regierungseinrichtungen die Reife des Alters, die Besonnenbeit vertritt, und der, verzeihen Sie mir den Ausdruck, sich quer legen würde, falls man ihn verschlingen wollte. Wäre die Plebiscitbewegung nur eine innere Gefahr, so müßte man sie, wie Thiers sagte, ernsthaft ober nicht tragisch nehmen. In der inneren Polilik eines Landes giebt es nichts, das sich nicht wieder gut machen ließe, aber der Ernst der gegenwärtigen Krisis besteht darin, doß sie die wichtigsten Jntereffen des Vaterlandes, unsere Lage in Europa, die Größe und die Sicherheit des Landes berührt. Die Rückkehr zum Cäsarismus, die Wiederherstellung der Militärdiktatur unter irgendeiner Form ist — kein Mann von Ueber-
Ier bann in einem ganz anderen warmen Tone an, .daß es Ihnen gelungen ist, alles hier im Schlöffe zu glücklicher Harmonie zu bringen; ich ahnte es mit Freuden. Aber mit banger Sorge erfüllt es mich, wcnn ich an die Zukunft denke, daß Sie uns vielleicht wieder entrissen werden könnten, denn ich kann nicht so egoistisch fein, zu glauben, — „Sprechen Sie nicht davon, Herr von Hartenstein I" fiel fie bittend und doch mit leiser Beklemmung ein.
-Doch!' rief Felix leidenschaftlich aus, indem er
Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Zua.
>uns gingen I* Er zog ihre Hand an seine Lippen und bedeckte sie mit heißen Küssen. ,O Julia, ahnen, suhlen Sie es nicht, wie ich Sie liebe mit der ganzen Kraft meines Herzens! Ich bin kein Mann von vielen Worten — Julia lassen Sie das höchste Glück was mir meine Phantasie oft vorgespiegelt, zur Wala- hest werden — werden Sie mein Weib!"
Julia verblaßte wie tätlich getroffen, sie emzog ihm ihre Hand und verhüllte ihr Antlitz. „Herr von Hartenstein, Sie kränken mih sehr/ flüsterte sie mit tonloser Stimme — „es kann ja nicht sein —
.Also nicht!' TodeSttanrig klangen diese Worte und fein ganzes freundliches, männliches Gesicht zuckte in verhaltenem Schmerze. Als Julia nach einer Weile aufznblicken wagte, war Herr von Hartenstein Bet* schwnnden»
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ZeituiU jette unf rbeiten. I lich zwH eru. PH jährliche !5 — 71 ährli® ten unr d geqa Beschick e Gebik äschc fü; Knab-Äl
«n der heutigen Beratung nahmen außer den be- der Bierbereitung eingebracht.- 8 1 Unter dem hudelnden Ärzten die Professoren Leyden und von Namen „Bier", oder einer dieses Wort'ausnehmenden j ^mann teil. - Der Kaffer erschien mittags Bezeichnung, welche keinen deutlichen Hinweis auf j t /4.Ut,r 5en'^' rubelnd von der Volksmenge etwanige Abweichungen von den nachstehenden Vor-
i «grüßt. Der Reichskanzler verweilte eine Stunde sschrfften enthält, darf nicht feilgehalten und nicht | be-m Kaiser. Vielfach verlautete, der Kaffer werde verkamt werden ein Getränk1) zu dessen Bereitung
Ein kalter, herber Stich durchfuhr ihr Inneres, mechanisch trocknete fie die Thränen, die ihr in die dunklen Augen traten. So war fie also wieder heimatlos, denn daß hier ihres Bleibens nicht länger ein konnte, setzte sich mit der ganzen, festen Ent. schlossenheit bei ihr fetz, nm so mehr, da fie ihr eigene? Herz auch nicht frei fühlte. Sie dachte an »ran von Hartenstein, gleichsam ihre zweite Mutter — O Gott, welche unseelige Verhältnisse traten an ste wieder heran, — so war denn alle Ruhe, aller Frieden Wied« dahin! —
t t ^Schluß folgt)
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Wöchentliche Brffagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Ä verwendet sind, als Gerstenmalz oder! der Schweiz ausgewiesen: Eduard Bernstein ^nhT .-'?n Ori« ,--'n u°?rlichem oder gemälztem Julius Motteler, Leonhard Tauscher, Schlaueter' ^stände, sowie Wäger, Hopfen und Hefe; 2) zu sämtlich Mitarbeiter am „Sozialdemokrat" in Zürich dessen Klärung außer der mechanischen Filtration,' - ■ - —■ - ö
andere Mittel verwendet sind, als Haselnußholz- oder Buchenspäne, Hauseblase oder Gelatine; 3) welches in einer andern Weise gefärbt ist, als durch den natürlichen Farbestoff, welchen das Malz auf der Darre erhält, oder durch Zusatz eines nur aus geröstetem Gerstenmalz hergestellten Färbebiers; 4) welchem, außer den in Nummern 1 und 3 zugelassenen Stoffen, andere Stoffe, sei es zum Zwecke der Haltbarmachung oder zu irgend welchen sonstigen Zwecken zugesetzt sind. § 2. Das Feilbieten oder Verkaufen von Cerealien, welche geschwefelt sind, ist verboten. § 3. Wer den Vorschriften der §§ 1 und 2 vorsätzlich zuwiderhandelt, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten und Geldstrafen bis zu 1500 Mk. ober einer dieser Strafen bestraft. Ist die Handlung aus Fahrlässigkeit begangen, so tritt Geldstrafe bis! zu 150 Mk. oder Haft ein. § 4. Neben der Strafe l kann auf Einziehung der Getränke, beziehungsweise!
Cerealien erkannt werden, ohne Unterschied, ob dieselben dem Verurteilten gehören oder nicht. Ist die I Verfolgung oder Verurteilung einer Person nicht! ausführbar, so kann auf die Einziehung selbständig erkannt werden. " |
-esorgt war Julia blieb noch zurück, um der alten besserte.' Unb fie tam nte mit leeren Sen stets
&rqu beizustehen, fie sah noch, wie Felix stumm, ohne I hatte fie eine Erfrischung oder ein kleines Geschenk
die Uebrigen mertten, eine Geldrolle auf den mit fich geführt „Wie sollen wir Ihnen bauten
1 h.eK ZEiges Fräulein,' sagte bann bet Alte mit vor
k.z ®tn Achtes Meder brach fitzt bei bem Kranken I Rührung zitternder Stimme, indem er versuchte ihre e;?* , 3“lia ließ sich vor dem Lager auf einen mit Hand zu küssen, „wie sollen wir Ihnen danken, für Stuhl nieder, um den alten Mann! da?, was Sie an mir armen Mann thun! Ich W «7 Nahe zu beruhigen und ihm mit sanfter möchte, ich käme jemals in die Lage Ihnen meine "."lchaff-o. Wer fie tiefe Verehrung zu beweisen. - Hin und wiede!
gefebeu hatte von ihren Bekannten aus der Refidenz I sprach auch Hartenstein bei einem Ritte auf feine .-“’m I'-r,1?«”0* I Mlder auf Augenblicke vor, sich teilnahmsvoll nach
«wer war, wenn auch nicht fur diese Verhältnisse — dem Gang der Dinge erkundigend, und wenn er bann n tourbe gestaunt haben. Unb doch, eine ft Be Be- Julia da sitzen sah, die edle, anmutige Gestalt, mst ibr°w Thuu; ihr ganz« Sinn ihr bem i6r eigenen, frenndlichfeften Ausdruck in den I^uszweck hatte sich geandertnnd uohlthuendbe. fchönen Zügen, die einen bestrickenden Zauber auf Mte sie das halb irre, glückliche Lächeln des Alten, das kleine Zimmer ausübte, dann ruckte miede« das ihm unbewußt die Nähe der schönen Dame entlockte, momentan jenes ver tätet ifcheWetterleuchtenübnsein
Fran Brand sah mit einer andachtsvollen Ver-1 Antlitz. w s er *et*
Anrng zu ihr auf. „Wie gut Sie find, gnädiges | rn
|täukin!' sagte sie. „Diese Ehre für uns arme! Tage kamen und gingen und der Herbst war nickt &nte! ES ist kein Wunder, wenn mein Mann unter! mehr fern. Es war Sonnta^achmittaa tiest feier!i bt bem Schovtz ruhen laßt.
*fen freundlichen Blicken, dieser fünften Tellnahme liche Stille herrschte in der Natur u!d bre 'et! «8 «iia .
Mb wieder gesund wird.' Dabei blickte das treue jauch auf Schloß Hartenstein aus, nur durch dM"ch "u°L zu.
Erscheint täglich 'aufiet an Werktagen nach toonn* und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Erpe» dition Ml., bei den Postämtern 2 Mt 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Rellamen für die Zelle 25 Pfg.
tlaren Ton der Glocken ans den Dörfern unterbrochen. Frau von Hartenstein hielt ihren gewohnte», er» quidenben Mittagsschlaf. Felix befand sich in der Bibliothek. Er glaubte dort Julia zu finden, aber sie war nicht dort DaS altertümliche, trauliche Ge» mach, das ihn stets angeheimelt hatte, kam ihm plötz lich ode vor, ein Gefühl der Vereinsamung des Un« befriebigtfeinS überkam ihn. Diese Stimmung hätte ts ihm unmöglich gemacht, ein Buch zu «greifen,
Julia in einer malerischen Grotte fitzen. Halb ver. deckt durch das sich dicht hernmlagernde Gebüsch, aber für ihn deutlich genug, um vermittelst seines scharfen Glases ihre Gestalt, jede ihrer Bewegungen, ihr Thun genau bi obachten zu können. Sie saß da in ihrer einfachen, ab« so geschmackvollen Toilette über eine Stickerei gebeugt, voll umrahmten die schweren, braunen Flechten das gefenfte Haupt, fie schien ganz in ihrer Arbeit vertieft zu sein. Da blickte sie auf, unb es war dem jungen Mann, als wenn ihre dunklen Augen fich auf ihn richteten. Er ließ das-Fernrohr finken, dann trat er vom Fenster zurück.
Julia zuckte leicht zusammen, als plötzlich Herr von Hartenstein vor ihr stand. „Immer so besckäf- tigt, Fräulein Julia?' suchte « zu scherzen. „Sie outen sich mehr Ruhe gönnen. Es ist heute Sonntag, alles feiert, warum Sie nicht auch?'
Er ergriff einen Gartensessel und ließ fich in achtungsvoller Entfernung vor ihr nieder.
Sie lächelte, in ihrer Stickerei innehattend. „In dieser kleinen Beschäftigung liegt keine Arbeit für mich, eh« eine Erholung. Man kann dabei ungestört eine Gedanken sammeln, viel besser, als wenn man
et. Wo
ia -----,,7 —o* 7 , * i viuuu oegrußi, von einem fonmgeu Lackeln des alten
b» nachdem er sich überzeugt hatte, daß für alles I Mannes, dessen Zustand sich in befriebiaenber Weife
1 Ksorgt war. Julia blieb noch zurück, um ber alten besserte. Und fie kam n p fn F Tpprpti cSrtwSflw au»
Marburg,
Freitag, 20. April 1888. ™. J-Yrgang
___ Daube u. Eo. in Frankfurt a. R., Berlin, vannover.'Parip'
München, 18. April. Die Kamm« ber Ab- georbneten nahm den Militäretat für 1888/89 einstimmig an.
Ausland. ”
Wie«, 18. April. Im Abgeorbnetenhause konstatierte der Finanzminister, baß sich bie Lage ber Staatsfinanzen nicht unbebeutenb gebessert habe, unb erklärte, bie häufigen Klagen über einen wirtschaftlichen Niebergang seien nicht gerechtfertigt. Unter Hinweis auf bie Steigerung der selbständigen Ge- werbebettiebe, auf die Postsparkasseeinlagen, den mländischen Bierkonsum und die Eisenbahnbetriebs-1 Einnahmen versicherte schließlich der Mimst«, da dre Regierung seitens der Majorität des Hauses auf ber Bahn der Mäßigung in ber Lösung so! groß« und wichtiger Aufgaben imm« Unterstützung and und auch ferner finden solle, habe die Regierung! keinen Grund, von der bisher eingeschlageren Bahn! abzuwei^en, sie beabsichtige vielmehr, im Vertrauen auf diese Unterstützung mit aller Achtung für die Gegner, aber mit aller Beharrlichkeit auf derselben fortzufahren. (Beifall.)
Bern, 18. April. Der Bundesrat hat aus!
Attf Schloß Harte« stein. ehrliche Geficht ber alten Frau fie mit unbeschreib« Bon ♦ licher Dankbarkeit an. Julia fühlte, sie befanb fich
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Gleich darauf karn° d« Hausarzt vom Schlöffe, fLr^ltten'abgN M-°sch-° trotz
/ «r/?^ ehML 9ena,ne Untersuchung des gebrochenen Gegen Abend brach Julia auf, um nach Schloß
°ch W W . ?«' cr ben Umstehenden ziem- Hartenstein zurückzufahren. Sie versprach der alten
Diatral bemigenbe Verficherungen geben. Er brachte Frau wieberzukommeu. .Ich wäre unglücklich, wenn s°EusiS den Bruch in die gehörige Lage und ver- Sie es nicht thun würben,' rief diese aus. „Aber - 16. L dens-lben mit kühlenden Compressen die nur noch ich weiß, Sie halten Wort, Sie liebes, gnädiges --i einmal in ber Nacht erneuert zu werden brauchten, Fräulein!"
t Jne er äußerte. Morgen komme ich wieder und lege Julia erschien oft in der Lütte — auck die ouh,„ ben Gypsverband an,' sagte er, „bann bie allerbeste I Frau von Hartensteins veranlaßten fie dazu — iedes- ?.flege und in sechs Wochen ist der Bruch geheilt!'! mal von einem lauten Ruf der Freude von Fran ibm °n!^ntserute sich der Arzt «ud Harteustetu folgte Braud begrüßt, von einem sonnigen Läckelu deS alten
heute nachmittag ausfahren, die Ausfahrt fand aber
„ .. ^MscheS «NH. m nicht statt. - Der „Reichs-Anz.' publiziert die
Berlin 18. April. D.e Sorge um das Be- Verleihung des Sterns zum Kronenorden zweiter finden des Kaisers beherrscht unausgesetzt alles Klasse an den Profeffor Kußmaul. — Der Gesetz- Interesse^ Der Zustand ist, wie auch das heutige entwarf über die Verleihung von Korporationsrechten offizielle Bulletin zeigt, seit gestern so ziemlich unver- an die Niederlassungen geistlicher Orden ist dem Ab- andert, vielleicht eine Kleinigkeit weniger gut, als im geordnetenhause zugegangen. — Dem Vernehmen Saufe des gestrigen Tages. Dies prägt sich auch nach hat Se. Majestät der Kaiser den Gesetzentwurf, darin auch, daß das Fieber eine Kleinigkeit höher betreffend die Alters- und Invalidenversicherung be 'si- Dre Temperatur, bte gestern vormittag 38,5 Arbeiter gezeichnet, so daß bie Einbringung desselben betrug zeigte heute 38,7. Wider Erwarten gut ist im Bundesrat wohl am Donnerstag bereits erfolaen der allgemeine Kräfteschnd. Es wohnt dem Kaiser dürfte. Wir hören, daß der Entwurf gegenüber «ne seelische und körperliche Widerstandsfähigkeit dem Inhalt der Grundzüge sehr wesentliche und bei, die Erstaunen und Bewunderung hervorruft, bedeutsame Abänderungen erfahren hat — Die Daß em Mann, der seit Monaten so viel gelitten Reihe der Vorlagen für den Landtag dürfte in naher hat unter den schweren Verhältnissen und unter Frist noch um eine weitere Vorlage vermehrt werden andauerndem Fieber nicht etwa blos zum Schein, Diese betrifft die Kanalisierung der oberen Oder
sondern thaffächUch Regierungsgeschäfte erledigt, Be- von Breslau aufwärts bis Kofel, die Regulierung
ftche empfängt und freundlich grüßend sich dem der unteren Oder abwärts von Schwedt und die
_______Publikum zeigt, ist em unerhörtes und ergreifendes die Herstellung einer leistungsfähigen Wasserstraße er über- Schauwiel. Bedenklich ist daß über die eigentliche durch Berlin. Durch das erstgedachte Unternehmen,
HTtbeF ?es letzigen Zwischenfalls offenbar noch keine mit welchem die Durchführung der Wasserstraße
—Kwrhe,t besteht Die Lungen sind, wie auch die durch das Weichbild von Breslau in Verbindung
heutige Untersuchung durch Profeffor Leyden ergeben steht, wird das letzte Stück einer leistungsfähigen
hat lre.. Es ist daher nicht verständlich, woher das Wasserstraße von Berlin, beziehungsweise Stettin
Fieber kommt. Die Annahme eines Abscesses in der dem oberschlesischen Montan-Revier, soweit zu Wasser
Umgebung der Luftröhre gewinnt an Wahrfcheinlich- dieses überhaupt erreicht werden kann, herqestellt fett, aber man muß sich andererseits auch darauf ge- Die Ausbildung der Spree von dem Mühlendamm faßt machen daß sich bald andere Komplikationen bis zu d« kanalisierten Unterfpree zu einer leistunqs- herausstellen können. - Der „Reichs -Anz." ver- fähigen Wasserstraße veranlaßt eine erhebliche Senkung oyentlichl folgendes Bulletin vom 18. April, vor- des Wasserspiegels der Spree, durch welche die qe- Uhr: Der Kaiser Hatte eine ziemlich sundheitlichen und Verkehrs - Verhältnisse der Stadt ruhige Nacht, im übrigen hat fich bei andauerndem! Berlin wesentlich gefördert werden Dieses Unter- Fieberzustande seit gestern nichts verändert. - D« nehmen soll mit den damit verbundenen Brücken- Kaffer arbeitete heute mit dem Reichskanzler und I und Straßenbauten daher von dem Staat und der wollte nachmittag den Vortrag des Zivilkabinetts Stadt zu gleichen Teilen ausgeführt werden. Durch entge^nnehmen. Die „Nordd. Allg. Ztg." fügt dasselbe wird dem Durchgangsverkehr von Ob«- dem Bulletin des Reichs-Anz.^ über das Befinden schlesien nach Hamburg dne gleichmäßig leistungs- « Jai rtfOl9en? H^U', 2« ber vergangenen fähige Wasserstraße zur Verfügung gestellt. Mit Nacht .ft b,e bisherige Kanüle entfernt unb durch dieser Vorlage würden dann die Erklärunqen der idesaltch Ur Howell eine Kanüle von größerem Durchmesser beteiligten Minister bei ber Etatsberatung m ber ibwäsch WwSosetzt w°rden. Dabei ergab sich keine Schwierig- kürzesten Zeit ihre praktische Verwirklichung finden.- ett- uri für dw Emsuhrung derselben, em Blutverlust Der Abg. Scheben hat, von 36 Gleichgesinnten unt«- e Hand dabei nicht statt. Die Untersuchung der Lungen stützt, beim Abgeorbnetenhause folgenden Gesetzvor- itn Um durch Profeffor Leyden ergab em negatives Refultat. schlag betreffend das Verbot von Surrogaten bei
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