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1888 md.
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MWD Leitung.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt str dir Kreise Marburg und Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt.
_________________________________________________________________________Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und «erlag von Joh. lag. Lzch.
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Erscheint täglich außer an Werktage« nach eonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnemenrs-PreiS bei der Expedition Mt., bei den Postämtern 3 Mk. 50 Psg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Psg.. Reklamen für die Zeile 25 Psg.
Marburg, Sonntag, 8. April 1888.
Sinjetgen nimmt entgegen die Expedition b. BlatteS, sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler m Frankstirt a. Toffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIII QrthrrtrtttA Moste tn Frankfurta. M.,Berlin,Münchenu. Köln; ©. 8 AA111‘ x>UtflgllNg.
Daube u. So. in Frankfurt a.Berlin, Hannover. Paris.
mit i$ren Gratis-Beiblättern
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Cast am Meeresrauve gelegen, schroff und iäh, von jeden Fall half ihr die schnelle Einm " besten Spitze hinab ein Schritt zu weit ewiges Ver. Smith zur Erreichung ihres Zwecks.
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Die Bestellungen für das zweite Quartal auf die
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Villa Bachmald.
Roman von A. Gnevkow.
(Nachdruck verboten).
(Fortsetzung.)
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hart am MeereSraude gelegen, schroff und jäh, von jeden Fall half ihr die schnelle Einmischung deS M, r urbe uud nun erst von owZ a? V, * I '^iu G-dächtutS eingeätzt, daß er wohl
besten Spitze hinab ein Schritt zu weit ewiges Ver. Smith zur Erreichung ihres Zwecks. I machend benÄ er seille Vllenbo^ I “““Ä nt‘?berk S°^?"löscht werden konnte.
Men bringt, einen solchen Felsen, nah und biquern, Herr Werner erklärte sich bereit, seine Nichte am möglichst nabe xh komwem .flt”' bem £ I ^,^-Buchwald , der Assessor hatte hinstürzeu, den UibtS auch tu Monaco, das ich soeben verlassen." INachmittag »ach dem, eine halbe Stunde Eisenbahn-! Es waren aißfetenMia »nm,« m» c* m , |rütteln, ihm zurufeu mögen:
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bal man aus! schließen? Aber die Menge stand Kopf au Kopf ?eI$'8 6on bem weiblichen zwischen ihm und dem Gegner, undeutlich brauste T , L . , „ o» feinen Ohren die Erklärung seiner Nachbarn
a hielt sich nicht lange auf, iHv tuteresfiertr Ivorüber: »Dort drüben der Schwarze, das ist ja rn fiKwn' b i ieife fluchen I der berühmte Spieler von Monaco/ und nur sein
teÄ»' ®? DDk bl°nbci Kopf tauchte nicht hier, Auge sog sich fest oh der spukhaften Erscheinung an» " Jjnter dem buuteu Schwarme ans, und er!der Heimat, die er hier im fernen, sonnigen Laute verließ deshalb seinen Platz nm sich nach dem Saale I wiedergefuuden.
zu begeben, wo trente et guaronte gespielt wurde. Der Croupier wischte die Karten uud warf sie f^t,V°trXieul«3)je kU g-wohnheits. unter atemloser Spannung der Anwesenden um. ^üßer Geläufigkeit gethaue Aufforderung erreichte .Kongo a pardn«. Seine Stimme klang eisig, mit- ä“”ft s°iu Ohr und ließ sein Auge zu dem Croupier letvslos schob die Hand mit der Schaufel das Goldstück dinüberschweisen, eiuem kleinen, blonden Manne, der Herrn Buchwalds zu den andern, welche der Bank !?*• beAbet*l Oon ®olbc8 - 6ie vor! schon gehörten, und mit einem Aechzeu, das Nichts
ihm aufgelürmt lagen. Nicht west von dem Cronpirr I Menschliches mehr hatte, begann der Spieler sein "ber — war es ein Spiel seiner Phantasie, Täuschung! Manöver von vorhin, kehrte die Tasch n um, stierte der Angeu, wüster Traum? Jeueu schlanken Mann! tu ein Portefeuille und wollte nach erfolglosem Müden b«n wirren, schwarzen Haar, der totbleichen Ge- mit gesenkter Stirn den Saal verlasten.
stchtsfarbe, den glühende» Augen, zitternden Händen, I »Nehmen Sie mein Geld, Herr Buchwald " erklaua t6ln J?,Öteiißt5 Taschen seines!iu diesem Augenblicke eine klare, deutliche Stimme ?°ne1A?kribtou^ e^ nnb Ein Geldstück, fein letztes!die für den unbefangenen Hörer durchaus uicht» Be» vielleicht, heransfandeu, das sie auf rouge hinrollten,I sondere? hatte, auf zwei Mäuner in dem weiten lenen Mann wußte er kennen, er hatte ihn einmal! Raume aber eine gleich lähmende Wirkung ausübte, im blendenden Sonnenlichte auf der Rampe jener! wlu"
weißen Villa gesehen, die dem zwölfjährigen Knaben! (Fortseüuua fnlafL
unentweibt von dem Hauche deS Verbrechers geschienen, j **/• hatte ihn in dunkler Stnrmuacht ans Bornstätt, bem j ------------
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Monaco wüsten wir noch vor unserer Abreise, alles kommen strebte, hing sich Elliuor an dessen Arm und lüste galten, erkannte haben wir um NiM gesehen, alles, und wir dürfen! verließ mit ihm den Speisesaal.
«cht hetwkehreu, ohne in den Sptelsälen Monte Die Glocke gab in grellen Tönen das Signal der isar^s gewesen zu sein.' j Ankunft, und mit schrillem, ächzendem Pfiff stieß die
Herr Werner blickte auf seine Nichte, halb ver-1 Lokomotive den dampfenden Atem von fich, als gegen - Adert, halb fragend und sagte dann, gutmütig ab- Abend desselben Tages der Assessor von H-llfeld aus ^h^eud: »Was willst Du da, Kind? Heut muß noch! dem Bahnhöfe in Monte Carlo aukarn. Kaum hielt Sepackt, Rechnungen bezahlt und alles geordnet werden, der Zug, so stand auch Walter schon auf dem Perron, «» drangst ja auf die Weiterfahrt für morgen, und mit spähenden Blicken an der langen Reihe der « kann Dich nur anfregen, wollte ich darin Deinen Waggons hinauf-und hinabschanend. Ware» Elliuor d.» ^-n Rechnung tragen nnb Dich bas Elend in und ihr Onkel schon angelangt, oder durste'er fie erst ^» EpielsSlen als letzten Eindruck mst fortnehmen nach sich erwarten? Es war bem jungen Manm nt ix x,u omx . ™ eigentümlich zu Mut, traumhaft befangen, gedachte er
te»aber i- bitt- Dich/ Ellinor war totenblaß ge. her Wandlung, die kurze Wochen in ihm hervor-
no und ihre Finger, die sich vom Arme des gebracht, erwartnngsvoll und aufgeregt in der Ab-
jlttms gelöst, schlangen sich ftan-pfhast in einander, ficht, eine Entscheidung herbeiznführe», ehe daS Mädchen
• v.ys bitte Dich/ wiederholte fie noch einmal, und ehe abreiste.
«0 vttr Werner, der in allem etwas schwerfällig war, Langsam schlenderte er vorwärts, der bunte» Menge ati @L.“em Entschlüsse kommen konnte, wischte fich Mr. nach, welche den Weg den Berg hinauf nach dem '*5 tote & ?”8 “nb fa9te artig: »Nehmen Sie Gebäude eingeschlagen, iu dem gespielt wurde und,
^b'i« Me net Gesellschaft vorlieb, Miß Elliuor, bin! als müsse er fick, das Bild der leuchtenden herrlich 80' auf Krücken, Kraft, nm die kurze Etseubahu- geschmückten Gotteswelt mit hiueinuehmen in die Säle, 103 3« wachen, besitze ich noch, und auch mein wo das Gold allein den herrschenden Ton angibt,
101' «Mch wird erfüllt, verlasse ich Rom nicht, ohne den! so durstig glitt sein Blick über die grünen, schwaukeu-
। °ber ^ et bielmehr Nizza, ohne Monaco gedben Baumkronen, ben frischen, buftenben Rasen und i°l p haben.' ! westerhin über die ruhige, glitzernde Fläche des Meeres.
«uinor blickte versöhnt auf ben alten Herrn, ber| In ben Sälen brannte trotz bet frühen Stunde
Monnement-Emladnng! L ÄS
b.°" bcr beabsichtigten Vermahlung des Prinze n Ifur die überschwemmten Landesteile zur persönlichen!den wir haben können, lausen will, wenn er wirklich xan der von Battenberg: Bekanntlich I Verfügung — Der Reichskanzler hat an den Bundes-! die Meinung des „Berl. Tabl." darsiellte überaus
K/UvTyrf JlJiyC !vahm unser Kaiser Wilhelm gegen den Prinzen rat das Ersuchen gerichtet, derselbe möge sich damit!frivol wäre, bedarf weiter keines Wortes Wir
Alexander eine durchaus ablehnende Haltung em, I einverstanden erklären, daß künftig der Vorsitz der können diese heuchlerischen Redewendnnaen aber auf firriahlrttf für Kf4(» Atitrhttrit | Je JC enj? i,-aUC^. bon ,b^ Reichskanzler geteilt! Reichs - Schulkommission einem Verwaltungsbeamten! sich beruhen lassen, denn die Gründe der Absicht gttttSUlUu fUt vtt Akt! st Mfikotttg I wurde. Indessen sind, wie wir bestimmt erfahren, des Reichs übertragen werde. Den Vorsitz führte Ides Reickskanrlers firfi in w «rihnHoh»» •• j
«nd Kirchhain behnÄn^e$anbei eT^e-r ek 5ulte^er b- KÄÄÄiXttS
Zll«sri«trs L-ailtaa-blL« ■ E,*ÄS „m- Di. - R-Ich,. h°, di, 3„lr«g, «f hfl »«6« s°Ibsw«s,°»N?ch „i d,m ch« h1,.° 2
Avnnraysomrr Demission des Reichskanzlers ist daher IN keiner Verleihung der Berechtiauna zur Ausstelluna DonLefrfinfipnm vV r“
bitten wir bei der Post baldigst erneuen zu wollen. Weise die Rede.- Dasselbe Blatt bemertt zu dem Einjährig-Freiwilligen-Zeugnissen an höhere^ Lehr- schaffen. Es ist auch^n.cht zutreffend wmn"dKAm Für Kirchham nimmt Herr Buchbinder Rindt, Eheproiekt des Prinzen Alexander von Battenberg, I anstalten zu begutachten. j lässe zu dem erwähnten Entschluß des Reichskanrlers in
seligen Kasers in seinem 91. Lebensjahre gratis und! am wenigsten daran zu denken fein, neue dynastische I sie namentlich im Hinblick auf den nach Inhalt und! Reibe ^von B^'bnabm<>n h- e ne
L ..... «*«;,.... Jk.sÄäSsjÄ?S=«a“,!i Vormittag den Oberpräsidenten Dr. Achenbach und I scherhauses verkennen wenn man nur die Möglichkeit! Fällen die bek.mnten e. « | u'cht wehr derselben Wertschätzung zu erfreuen
dm B--, »»d Mt mi? 6em S« „X. 7ie I™Ö»ta taS iWtaÄta Ä’W*. ßl dm Snlm »es »eretigto MferS, u„»
MgMUMum Wir». Geheim-»,LWNm-wSIl - RSckfich, »»f perstnilche Wünsche, wie em Shebiin^iS, »»r,ie,^,de» "»erbieiv,eren° f°-qchMIiche» SriSa‘m»'abn£ "‘'‘i?’? °k” "-i*?
Das Befinden des Kaisers ist nach einer guten Nacht abgeschwächt werden könnte Die ftustimmuna des list es nur hna ®Prf g-nn„Lf.. x s % m-.. I Eieschluffen und Absichten und dem von der offent-
heute e.n befriedigendes. - Di?„Nordd° A. Z.g/ K^eL SarXttcb ta bem 5 jl «taE X S "" Mißverhältnis
Toastes des Kronprinzen bei de"m beim in Erwägung zsth7n ^u6 °e w! St
- Fürsten Bismarck stattgehabten Tiner den Wortlaut nicht nötig hatte, an seinen Rücktritt zu denken — Dienst erfUirf™ rnnrh» u m »a^u^.uhen|zulaßt. Wie schmerzlich, ja erschütternd uns der mitzureilen: „Unter den soeben erwähnten 40 Jahren Die „Köln. Ztg.- veröffentlicht einen Artikel'aus des Reichskanzlers würdig anr^iht" uTbie^m" touf “nebrnSn“ b,e'en $er‘
[ip fernes so ernst und schwerwiegend gewesen, als Berlin, worin es heißt: Kaiser Wilhelm hat in seinen blüffende Auffassung dem deutschen Volke tönnten, fcebgrf nach allem, was wir
^das jetzige. Kaiser Wilhelm, dem Sie 27 Jahre letzten Tagen den Rest seiner Lebenskraft darauf zu^ machen fiat Ä J’S’TL Über ben lang treu gedient haben, ist heimgegangen. Tas Volk verwandt, um die Erfahrungen seiner langen, rühm- aufrichüg 'und gradsi^nig wie er ist^ die ^Aöne £6:3 S bte ®e"'l,,l0n beS
jubelt begeistert dem jetzigen hohen Herrn zu, der reichen Herrscherlausbahn und seine geheimste.. Ge-1 Theorie zurechtaestmmert^ 'daß Tärst Ris^ Sto I f ? §r auf bc^ 2Iu§Ia«b ansuben wurde,
ber Mitbegründer der Größe des Vaterlandes ist. danken als ein dauerndes Vermächtnis an die Träger wünschenmüffe^ sich noch Lebten und an iübruna h°ben keiner weiteren Aus-
Durchlaucht, wie wir alle, werden ihm mit derselben der Zukunft der Dynastie zu ermitteln. Mit brechender der Höhe seines Ruhmes zurückzuziehen um JnL™ a?,“n,bet öuversicht-
clldeutfchen Mannestreue dienen. Um mich eines Stimme hat der Kaiser noch die Mahnung ausae-! Nation Keleai-nli-it nphon r •’ w " Hoffnung fest, daß es möglich fern wird, einen
militärischen Bildes zu bedienen, vergleiche ich unsere sprachen, auf Rußland Rücksicht zu nehmen und die leine sieitlana selbst ^OTiiuwJn^ s befriedigenden Ausweg aus den entstandenen
sttzige Lage mit erneu. Regiment, das äumVrf^?Ä
feitet. Der Kommandeur ist gefallen, der Nächste Monarch sprach damit den staatsniännischen Gedanken natus, auS feiner 3ur£ M™ 5 ff J r ®T«r W*
un Kommando, obwohl schwer betroffen, reitet kühn aus,-welcher ihn sein ganzes Leben hindurch be- und Liren h nnlbrZZls 9'Wtaten Slnitennung diedem Reichskanzler am 1. April m »-»», Blick sm» aus die Zahne gerichwl, »Ich. gl-iwte uns »x to»., teto Mrm W >» Amf-imch- »q- »°> dem »ump-inzeu im Ei»,
der Tröger hoch emporschwenkt. Sa holten Durch-1aller volilisch geschullen Deutschen geworden ist Der Kutte ^bel jedem 1,/ denen dielvesitandms mit seinem Hohen Baler ausgesprochen -wich, d-s Reichspanier, möge es ihnen noch laugesirtile, schL, L dem Ausdruck des Berwanenchsteib rutscht? z-t-rn gckg.nüich ü/r d"°'e"L"jL ^ Km Lmmch^