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Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Lug. Koch.

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Abonnement-Einladung!

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(2131 'ft- Um seinen ruhmvollen Kaiser trauert einmütig ? AArtlt» noiiHAo flinlf XaS »Mtl cy Uvw kow mtlkoti

das ganze deutsche Volk, das mit Ihm den milden

It Einigung verloren hat. Fast alle fremden Nationen '** Auf hönt vnotl nvi tu S «nfim nw 8)1 u 4-ntf ah

auf dem weiten Erdenrund nehmen Anteil an diesem

Die Hänskirch bei Liriarweimar.

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Pfing- Logis, (1942

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Anderthalb bis zwei Stunden südwestlich! von Marburg in geringer Entfernung vom Flüßchen Alna liegen die 3 Dörfer Oberweimar, Niederwermar und Ciriaxweimar, Oberwetmar am reckten die beiden an­dern am linken Aluaufer. Oberweimar ist das Pfarr. darf, mit einer im Jahre 1738 uen erbauten Kirche, für die genannten und für noch 6 andere-fer, nämlich Alna, Gisselberg, Haddamshausen, Hcrmrrs» hausen, Kehna und Weiershausen. Im 12. Jahr« hundert war auch Marburg ein Filtal von Oder­weimar. Dieses heißt in alten Urkunden nach seiner St. Marti» geweihten Kirche .MarttnSweimar," Ci- rioxweimar ,St. Ciliaxweimar" und Niederweimar »Weimar an der Straße.'

Ungefähr 5 Minuten südwestlich von Eiriaxweimar «egt ein zu diesem Dorfe gehöriger Hof und daneben die Ruine einer Kirche, welche der gegenwärtige Be­sitzer des Hofes in eine Sckeune umgewandelt hat. Hof und Kirche heißen im Bolksmuude .HäuSkirch". Der wirkliche Name ist aber ,St. Ciriacuskirche", veil ste zu Ehren des heiligen CiriacuS geweiht war, nach welchem sich das Dorf nennt.

Im Marburger Stadtarchiv befindet sich der Steuer­loster der Gemeinde Ciriaxweimar vom Jahre 1576. Der darin namhaft gemachte Besitzer jenes Hofes ist »Hencheu Bier'. In der im Marburger Super- tatenbenturarcbib vorhandenen Oderweimarschen Kasten» rechuung von 1584 heißt derselbe .Bterheucheu' und m der von 1588 .Henne Bierau", in den folgenden Rechnungen.Hencheu Bierau". Nach einer im Stadt nrchtv vorhandeuen Papierurkunde vom 28. September 1584 nimmt Hermann Nickel, Bürger zu Marburg, von .Hevche» Bier zu Ciriaxweimar auf dem Ktrch- tzos" etu kleines Kapital verzinslich auf. Dieses Archhofes wird auch in einer Papterhandschrtst des StaarsarchiveS vom Jahre 1530 gedacht und nach iHv die Lage eines Grundstückes bestimmt. Aus

Marburg,

Freitag, 6. April 1888.

Verluste eines Fürsten, in dem sie den sicheren Hort des Friedens erkannten. So zahlreich, so mannig­faltig sind die Kundgebungen liebevoller Leilnahme, daß cs erst jetzt nach Wochen möglich gewesen ist, einen Ueberblick über die große Fülle der Spenden zu gewinnen. In allen Teilen Deutschlands, in ganz Europa, selbst in fernen Weltteilen, wo nur deutsche Herzen schlagen, ist gewetteifert worden, dem teueren Entschlafenen die letzten Zeichen der Liebe und Ver­ehrung, wie sie Mein Hochfeliger Herr Vater im Leben so oft erfahren, nun auch im Tode darzu­bringen. Ein erhebendes Denkmal bildet die Samm-

und gerechten Herrscher, den weisen und kraftvollen Lenker feiner Geschicke, den Wiederbegründer seiner

Erscheint täglich außer an Werktagen nach eonn* und Feiertagen. Quarial-AbonncmentS-Preis bei der Expe­dition 2/t Mk., bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl- Bestellgeld). Jnsertivnsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfq.

Villa Attchwald.

Roman voll A. Gnevkow.

(Nachdruck verboten).

(Fortsetzung.)

An einem solchen Tage war eS, wo Mr. Smith von de» Schachfiguren aufblickeud, das Mädchen mit einem langen Blicke maß und gedankenvoll sagte: .Wollen Ste mir einen Gefallen erweisen, Miß Ellinor, einen Gefallen, den ich Ihnen mein Lebtag nicht ver­gessen würde? Dann singen Ste wir das Lied, das

kursus, fächern jeden Fräul. hnung,

Illustriertes Sonntagsblatt.

Dank -es Kaisers.

DerReichsanz." publiziert folgenden Aller­höchsten Erlaß:

Der Heimgang Meines geliebten Herrn Vaters, weiland Seiner Majestät des Kaisers uno Königs Wilhelm hat zu einer so überwältigenden Bewegung Anlaß gegeben, wie sie bisher kaum je erlebt worden

Herr» : Mit- Külritt um er- g. und tzrnden haben-

ksters

Hand- !- uud deinen-' rbeiten idnüps-! Spitzen :n. Ar- itmafse schnei-

, werden könne. Die Kämmer möge es also nur der i Regierung überlassen, den richtigen Zeitpunkt aus- zuwählen. Ganz genau dasselbe sagte Floquets Vor- 1 gänger Tirard; wenn also dessen Sturz beschlossen , wurde, so handelte es sich gar nicht um die Frage : der Verfassungsrevision, sondern darum, neue Männer 1 an die Fleischtöpfe der Ministerien zu bringen. Die : dritte französische Republik wird vom Egoismus der Parteien und Parteiführer regiert und ruiniert, das : ist nun allmählich auch den blödesten Augen sichtbar : geworden. Durch das Hinaufschieben der Verfassungs- Revision hat das Ministerium gegen sich bekommen

die Bonapartisten, Boulangisten und roten Radikalen. , Mit der Gegnerschaft dieser Parteien ist es aber noch nicht abgethan. Floquet proklamierte ferner sehr einschneidende Änderungen in der Kirchengesetz­gebung, namentlich die Einführung der weltlichen Gerichtsbarkeit für die katholische Kirche. Dadurch erhält er alle Monarchisten gegen sich. Zum Schluß aber hat er auch noch die gemäßigten Republikaner, die Gambettisten, gegen sich, welche er vom Kabinett ausgeschlossen hat. Seine Stütze ist das kleine Häufiein von Radikalen, welches zu einer Mehrheit auch nicht entfernt genügt, und das im Nu von allen übrigen Parteien überflügelt werden kann. Wenn Herr Floquet daneben an die Einigkeit aller Republikaner appelliert, Finanzreformen verheißt und seine Friedensliebe beteuert, so hat das so ziemlich jedes französische Ministerium der letzten Jahre ge­sagt ; aber diese Worte hinderten nicht im geringsten, daß es nach vier bis fünf Monaten verschwunden war, und dauert es jetzt so lange, mag Herr Floquet zufrieden sein.

Charles Floquet hat sich bisher nie als Minister bewährt; als Kammerpräsident verstand er sich An­sehen zu schaffen, aber an Thaten zählt von ihm die Geschichte nur sein bekanntes, an Alexander II. gerichtetes WortVive la Pologne, Monsieur!" auf, wenn man das eine That nennen will. Dieses Wort war bisher ein Hinderniß gewesen, den Minister­sessel zu besteigen; man wollte in dem freien, repu­blikanischen Paris um Alles in der Welt nicht den autokratischen Czaren erzürnen, der ein Bundesgenosse im großen Revanchekriege gegen Deutschland werden soll. Der heutige Leiter der Geschicke Frankreichs hat so lange gebettelt und gebarmt, bis ihm vom Czaren in Gnaden verziehen wurde, und damit war denn die Thür zum Hotel des Premierministers ge­öffnet, welches dercharakterfeste und überzeugungs­treue" Mann nunmehr betreten hat. Aber Charles Floquet ist dankbar, sehr dankbar; zum Beweise wohl seinen Namen von der Oberweiwarschen Geist­lichkeit, die denselben am meisten zu passieren hatte.

Bei Einführung der Reformation wurden viele Kirchen und Kapellen außer kirchliche» Gebrauch ge­setzt und entweder abgebrochen oder zu weltlichen Z-oecken verwandt oder man bekümmerte sich um deren Erhaltung nicht mehr und überließ sie ihrem Schick- ale. Zur Klaffe der letzteren gehörte auch die St. CtriakuSktrche bei Ciriaxweimar. DaS vorerwähnte Haus, der Kirchhof uud das sogenannte Heiligengut wurde auf Erbleihe gegeben, wofür der Besitzer jähr­lich eine gewiffe Abgabe an de» Kira eukasten zu Oberweimar zu entrichten hatte. In der Person deS Henche» Bierau haben wir den ersten namhaften Be- itzer jenes Heiltgeugutes bereits kennen gelernt. Ihm olgte nach der Kirchenkastenrechnung von Oberweimar im Jahre 1596 TougnS d. i. Antonius Naumann, diesem 1629 Henne Zimmermann, dann 1671 Hans Höck. Ja der Rechnung von 1683 und 1684 heißt es: ,15 Albus 6 H-ller Hans Höck in der Kirche zu Ciriaxweimar vom Heiligenaut". Auf HanS Höck folgte im Jahre 1690 seine Tochter Else, unter dem Name» .HäuS Els" in der Rechnung aufgeführt. Wegen ihrer Schwänke uud Schnurren ist sie »och imm r im Andenken der Bevölkerung von Ciriox- weimar. Selter als HanS Höck ist ohne Zweifel der NameHäuSkirch" nicht.

W. Bücking. \

: dessen hat er Herrn Goblet zum Minister des Aus- : wärtigen gemacht, Flourens den Laufpaß gegeben. : Herr Goblet ist kein Genie und das ist traurig, l denn dann würde er leicht erkennen, was Frankreich : gutthut; Herr Goblet ist derselbe verehrte Herr, der zur Zeit der Schnäbele - Affaire als Mimster- Präsident beinahe einen Krieg mit Deutschland her- beigeführt hätte, eben derselbe Herr, der die Fort- 1 setzung der staatlichen französischen Spionage gegen : Deutschland für unbedingt nötig erklärte. Der neue : französische Minister des Auswärtigen ist also auch kein 1 Genie, selbstverständlich kein Freund Deutschlands, wohl aber ein Mann, dem das Blut leicht zu Kopfe : steigt, was ebenfalls für einen Minister nicht von ' Vorteil ist. Aber Goblet ist ein Mann, welcher der panslavistischen Klique in Moskau und Petersburg, angenehm sein kann und muß; folglich war er auch der geeignete Mann nach dem Herzen des neuen französischen Premiers. Dem Deutschen Reiche kann das gleich fein; denn erstens wird die Herrlichkeit nicht lange dauern und zweitens macht es nichts aus, ob im französischen Ministerium ein Minister mehr oder weniger ist, der uns nicht grün ist; denn, bei Lichte besehen, kann uns dort niemand rechr leiden.

Auch eine Neuerung, aber keine glückliche für ihn, war es, daß Herr Floquet einen Nichtmilitär, Freycinet, zum Kriegsminister machte. Freycinet erhält einen von den Kabinettswechseln unabhängigen militärischen Gehilfen, der also der eingentliche Ge­schäftsträger ist; aber diesem Geschäftsträger fehlt doch der Name Minister, und wie sehr viel in Frank­reich auf den Namen gegeben wird, ist bekannt. Die Armee war vielfach mit dem bürgerlichen Präsi­denten schon unzufrieden, durch den bürgerliche» Kriegsminister wird sie nicht zufriedener werden. Zugleich liegt in der Neuerung auch ein Mißtrauens­votum gegen die Armee; man fürchtet, Boulanger könne einen glücklicheren Nachfolger im Kriegs­ministerium erhalten. Das ist aber gerade Wasser auf Boulangers Mühle, der es so vortrefflich ver­standen hat, die Armee in den Vordergrund zu stellen, und wird den ehrgeizigen General a. D. noch mehr in Aller Munde bringen, als er es schon ist. Die nackte, ungeschminkte Sachlage in Paris ist: Das Ministerium Floquet leistet der Militärdiktatur Boulangers riesige Vorspanndienste, und es wird, um einen baldigen Sturz durch die gegnerischen Kammer­parteien zu verhindern, keine andere Wahl haben, als Uebergang zu Boulanger oder Kammerauflösung. Tritt es aber infolge eines Mißtrauensvotums zurück, so muß ein Ministerium Clemeneeau folgen, und- ich »eullch tn Jh er Stube summe» hörte, das Lied, da? iu meine Jug.nd hineingeklunge», und das ich lange, lange, fast ein Menschenalter hindurch nicht wieder btrnon men habe.'

Ellinor er> Stete tief, stand aber sofort auf, um oem Bittenden zu Willen zu sein, neigte sich zn ihm, den Titel deS LiedeS zu erfahre» »ad sagte daun im Ausrichten halblaut: .Könnte mich nur jemand be­gleit », eS singt sich nicht leicht im Sitzen uud Sie würden leinen großen Genuß von meinem Gesänge haben."

Im nächsten Augenblick stand Waller an der Seite deS Mädchens und erbot sich zur Begleitung, die mit einem halb zustimmende», halb stolze» Neige» des Kopfes angenommen wurde, uud die jungen Leute be­gaben sich zum Instrumente.

ES war der Wanderer von Schubert, den Mr Smith gewählt, eine Melodie, die dem Afleffor be­kannt war, und als er leise präludierte, fiel ihm der änderbare Umstand auf, daß ein Engländer düs Lied sein Lieblingslied nenne, und er warf einen schnellen Blick zu dem Greise hinüber. I» seinen weichen Stuhl zurückgelehnt, lag mehr, als er saß, »er alte Mann, hilflos, gebrochen wie sonst, aber mit o großen, leuchtenden Ange», als habe fich alles Leben in ihnen gesammelt, und diese Augen glitten ruhelos von dem Mädchen zu dem Spieleudeu und wieder zu Ellinor zurück.

»Ich komme vom Gebirge her," die melodische, i laugvolle Altstimme der jungen Deutsche» durchtönte den Salon, fesselte die wenigen Menschen, welche darin zurückgeblieben waren, regungslos auf ihre» Plätzen und berührte eine Fiber in Walters Herzen, !>te einmal im Leben bei dem Vortrage Gabriele Gersters, gebebt und die er erstorben gewähnt im Laufe der Jahre, im Laufe der entrinnenden Zeit. Ellinor sang das Lied zu Ende, er hörte nichts von den Worten, nur der Ton schmeichelte fich in fein Ohr, nur der leise Hauch ihre» Mundes, der seine Wangen streifte, durchschanerte ihn, und als die Schluf -

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Blattes, sowie b. Annoncen-Bureaux von Haasenstei» und Vogler in Frankfurt a. «.. Coffel, Magveburg u. Wien; Rudolf XXIII Qnhtflrtttrt Moffe in Frankfurta.M.,Berlin,Münchenu.Köln; G L. AA11L

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris.

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Wöchentliche Beringen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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lung von herrlichen Palmen, Blumen und Kränzen, welche in ihrer zum Teil kunstvollen Herstellung bei der feierlichen Aufbahrung der Leiche im Dom, wie [ an der Ruhestätte im Mausoleum zu einem beredten Schmuck wurden. In Adressen von geschmackvoller, oft künstlerischer Ausstattung haben Verbände, Ge­meinden und Korporationen, wissenschaftliche und Kunst-Institute, Vereine und Innungen ihrem Schmerze über das erschütternde Ereignis Ausdruck gegeben. Noch hat die Menge der Beileidsbezeugungen in Zu­schriften , Gedichten und Telegrammen nicht ihren Abschluß gefunden.

Rührend und ergreifend sind solche Beweise wahrer Trauer und inniger Teilnahme für das wunde Herz des Sohnes, dem sie in dieser Zeit des Leids lin- , dernden Trost und erquickende Stärkung gewähren. : Sie ermutigen Mich aber auch, an die schweren Auf­gaben Meines Fürstlichen Berufs als Erbe der Krone vertrauensvoll heranzutretcu und als ein teueres Vermächtnis Meines unvergeßlichen Herrn Vaters 1 nach Seinem Vorbilde an der Wohlfahrt des deutschen : Volkes mit allen Meinen Kräften fortzuarbeiten. In diesen Empfindungen drängt es Mich Allen, welche dnrch ihre herzerhebenden Kundgebungen das teuere Andenken des dahingeschiedenen Kaisers geehrt haben, Meinen aufrichtigsten herzlichsten Dank auszusprechen.

Ich beauftrage Sie, diesen Erlaß zur öffentlichen Kenntnis zu bringen.

Charlottenburg, den 4. April 1888.

Friedrich.

An den Reichskanzler.

Aas nrttr fran;ölischt Ministerium ist mit seinem Programm vor den Kammern er­schienen; der neue Premierminister Floquet hat es recht gut machen wollen, aber er hätte eS nicht eben schlechter mache.« können, und wenn er in seiner Würde den Hochsommer erreicht, so ist das viel. Das Kabinett Floquet ist, mit einem Worte gesagt, unhaltbar, weil es auf Grund seines jetzigen Pro­grammes nie und nimmer eine sichere Parlaments­mehrheit erlangen wird. Das bisherige Ministerium Tirard trat zurück, weil die Kammer von ihm eine dringende Revision der Verfassung forderte. Auch Herr Charles Floquet denkt nicht entfernt daran, diesem Ansuchen nachzukommen. Mit einem sehr überflüssigen Aufwand von Worten, welche nur seine Verlegenheit maskieren sollen, sagt er, ja, eine Ver- sassungsretzision sei nötig. Dabei sei aber so viel zu überlegen und zu erwägen, daß nicht von heute auf morgen ein bezüglicher Gesetzentwurf eingebracht

einem vom Herr» Landmesser Krieger auf Grund der Generalstabskarte angeferttgten Sitnationspla» über die Hänskirch und bereu Umgebung geht hervor, daß dieser gegenwärtig mit mehrere» Gebäude» bedeckte Kirchhof, der uunmehr et» Garte» ist, von nicht un­bedeutender Größe »nd mit einer Maner umgeben war, von der nach Mitteilung des Herrn Kriegei Reste an der Südseite vor 10 Jahren noch zu sehe» waren.

Südlich vvm Kirchhof in der Rtchtnng »ach dem über die Alna führenden sogenannten Pfaffensteg be­fand fich nach wefterer Mitteilung deS Herr» Krieger eine Stelle tu einer Wiese, auf der nur spärlich^ Gras wuchs. Als vor etwa 14 Jahre» der neue Besitzer derselben die Ursache hiervon ergründen wollte und den dürftige» Rase» entfernen ließ, trat ein aus Steinplatten bestehendes in der Richtung nach dem Kirchhofe fich hinziehendes Pflaster hervor.»

Höchst wahrscheinlich gehört die St. Ciriaknskirche zu den ältesten christlichen Kultusstätten im ehemaligen Gericht Reizberg. F. Pfister nennt sie in feinem Handbuche für Kurheffen »peinSkirche", und gibt sie 1 ür eine Wallfahrtskapelle aus, ohne jedoch diese Be- muptuug urkundlich zu begründen. Ohne Zweifel aber war fie in den ältesten Zeiten die Mutterkirche i des Kirchspiels Oberweimar, später wird fie bis zur ' Einfühlung der Reformation znm Abhalteu von Seelenmessen und Jahresgedächtuiffeu benutzt worden ' ein, denn der Kirchhof daneben war wohl bis zur Zeit der Reformation der Begräbnis platz für das Kirchspiel Oberweiwar. Auf dem erwähnten Sitaationr- plau bemerkt mau uämlich einen von Oberweimar kommenden die Alna passierenden und nach dem Kirchhof fich hinziehenden Weg, welcher mit »Tote», weg" bezeichnet ist. Das HauS auf dem Kirchhof i wird, wie dies anderwärts gebräuchlich war, ein i .Bruder" bewohnt haben, der Kirche uud Totenhof , zu verwahren und zu verschließen hatte. Der bereits « erwähnte über die Alua führende Pfaffensteg trägt ,

Die Bestellungen für das zweite Quartal auf die

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mit ihren Gratis-Beiblättern

Kreisbtatt für -re Kreise Marburg uud Kirchhai«

und

Illustriertes Iormtagsbtatt

bitten wir bei der Post baldigst erneuen zu »vollen.

Für Kirchhain nimmt Herr Buchbinder Rindt, sowie für hier unsere Expedition Bestellungen ent­gegen.

MM" Neu zugehenden Abonnenten liefern wir auf Verlangen gern den Wand- n«d Schreib­kalender für 1888, sowie das Bild des hoch- seligen Kasers in feinem 91. Lebensjahre gratis und postfrei nach, doch müssen wir bitten, sich dieserhalb dierekt an uns zu wenden.

Herrn - Mit- Zutritt um er« g. und ftehrer sie, zu [2135 - und -rzeich-

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