Illustriertes Sonntagsblatt.
Expedition Markt 21. — Reaktion, Druck und Brrlag von Iah. lag. Koch.
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«kn Herrn Srimtualrat von Lama jetzt zu sprechen;
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• wenigstens versuchen.'
Das Glück begünstigte sie. Im Vorzimmer einer taffen Stube des dritten Stockwerks, welche dem Herrn Kriminalrat von Lama als Sitzungszimmer Mrwirsen war, trafen Sie den GerichtSdtener, welcher Archivar Scherer von Person kannte, und ihnen rahn sehr höflich entgegenkam.
dangen, mit seinem ganzen Herzen angehörte, und Ich wünsche daher, daß diese Regimenter fich auch Ähnlich bei der Trauer beteiligen, indem Ich hier- durh bestimme, daß die Vorgesetzten und Offiziere Eer badischen Truppenteile neun Tage, die Offiziere des 1. Badischen Leib-Grenadier-Regiments Str. 109 tob des 1. Garde-Ulanen-Negiments aber 14 Tage Trauer War am linken Oberarms anzulegen haben." — Dem Abgeordnetenhause gingen die angekündigten kirchenpolitischen Anträge des Zentrums zu, wonach
.E» wird schwer halten,' meinte der Archivar vchrrer, als fie endlich das Ziel ihrer Wanderung seicht hatten nnd di« brette Treppe htuanstiegen,
Dir -rophezeihttrrg btt Iigrunrri«.
Lrimtnal-Roman von Th,eodor Sriesinger.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
L Die Leiden gingen nun mit einander nach dem «iminalamt, und während ihm der heftigste Nordwind »I Gesicht blies, kühlte sich daS Blut des ehrlichen raioys SremSky bedeutend ab, so daß er endlich wieder N» man sagt, Er selber war.
Deutsches Reich.
Berlin, 27. Febr. Der Kaiser empfing heute vormittag den Staatssekretär Grafen Herbert Bismarck zu einem kurzen Vortrage und arbeitete dann mit dem Chef des Zivilkabinetts, Geh. Kabinettsrat von Wilmowski. Nachmittags empfing der Kaiser den Prinzen Wilhelm, welcher sich morgen früh nach Karlsruhe zur Beisetzungsfeier begiebt. — Ein Extrablatt des .Armee-Verordnungsblattes" bringt folgende Kabinetts-Ordre des Kaisers an den Kriegsminister: „Des allmächtigen Gottes Wille berief Meinen lieben Enkelsohn den Prinzen Ludwig von Baden aus diesem Leben ab, in dem er die Freude seiner Eltern, Großeltern und sonstigen Angehörigen, sowie aller derer, die ihn kannten, und eine schöne Hoffnung sür die Zukunft war. Meine Armee, die jederzeit Freud und Leid mit Mir teilt, wird auch diesen tüsen Schmerz mit Mir empfinden und wird in ihrem Herzen mit Mir um dieses junge hoffnungsvolle Leben trauern; ganz besonders wird dies bei
1.20, Pfd, 1.40,
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Für den Monat März nehmen alle Postanstatten, auf dem Lande die Landpostboten, sowie in Kirchhain unsere Agentur (Herr Buchbinder Rindt) Bestellungen aus die
Oberhesfifche Zeitvag
mit deren Beiblätter
entgegen.
Bestellungen für hiesige Stadt nehmen unsere Expedition und unsere Zeitungsträger an.
Auz-igen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», sowie b. Annoncen-Bureaux von Haaseustein und Bögler in Frankfurt a .6effeL Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIII Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; 0.8. ^Uljl sjUllg,
Daube u. 6o. in Frankfurt o. SR., Berlin, Hannover. Paris.
nur Personen, gegen welche die Kirchenbehörden in kirchlich-religiöser Hinsicht keinen Einwand erheben, zu dem Amte eines Volksschullehrers berufen werden sollen. Die kirchlichen Oberen sollen allein die Organe bestimmen dürfen, welche in den Volksschulen den Religions - Unterricht leiten dürfen. Das zur Leitung des Religions - Unterrichts berufene Organ kann nach eigenem Ermesien den Religions-Unterricht selber erteilen, oder die Lehrer mit Weisungen versehen. Die Krrchenbchürden bestimmen die Lese- und Unterrichtsbücher für den Religionsunterricht, den Umfang und Inhalt des religiösen Unterrichtsstoffes und den Lehrplan. Ein weiterer Antrag betrifft die Wiederverlcihung der Rechtsgültigkeit der Korporationsrechte an solche wieder zugelaffcne Orden und Kongregationen, welche solche Rechte vor ihrer Auflösung besaßen. — Die Berichte aus San Remo kaffen erkennen, daß außer Mackenzie sämtliche Ärzte, auch Kußmaul, auf Grund der Untersuchung des Auswurfs zu der Überzeugung gekommen sind, daß derselbe das Produkt eines krebsigen Prozesses ist. Mackenzie will nochmals das Urteil eines pathologischen Anatomen haben und da Virchow in Egypten ist» wird Proseffor Waldeyer die Untersuchung vornehmen. Kußmaul und v. Bergmann werden schriftlich, vielleicht auch persönlich, hier in Berlin Bericht erstatten und es wird sich dann zeigen, ob auf Grund dieses Berichtes gewiffe politische Entschließungen erfolgen , die in letzter Zeit mehrfach angedeutet worden sind.
— Das Garde-Korps und das 3. Armee-Korps halten, wie bereits gemeldet, in diesem Jahre Manöver vor dem Kaiser ab, und zwar große Parade und Korpsmanöver gegen markierten Feind — jedes Armee- Korps für sich — und dreitägige Manöver gegeneinander. Das 4. Garde-Grenadier-Regiment Königin wird zu den Uebungen des Garde-Korps herangezogen. Besondere Kavallerie-Uebungen finden beim Garde-Korps und beim 3. Armeekorps statt. Jedes dieser Korps bildet eine Kavallerie-Division zu 6 Regimentern mit 2 reitenden Batterieen nebst Abteilungsstab. Dem 3. Armeekorps werden zur Verwendung im Verbände der Kavallerie-Division der Stab der 7. Kavallerie-Brigade, das Magdeburgische Husar cn-Rcgiment Nr. 10 und das Westpreußische Kürassier-Regiment Nr. 5 zugeteilt. Die zu den be- sonderen Kavallerie - Uebungen zu versammelnden Truppenteile nehmen an den Brigade- und Divisions- Manövern der Armeekorps nicht teil: zu den Manövern vor Sr. Majestät treten die Kavallerie-Divisionen zu ihren Armeekorps. Tie Herbstübungen der übrigen
Archivar erblickte, trat er näher, um ihn nach seinem Begehr zu fragen.
.Ich für mich wünsche nicht»,' entgegnete der Archivar; »aber ich bringe Ihnen einen Freund, den es drängt, in der bekannten Raubmordaugelegenheit für Richard Knppitsch Zeugnis abzulegeu. ES ist dies Herr AloyS KremSky, Besitze einer großen Land- |ute8 bei Eisenstatt, zehn Stunden von hier, ein durch und durch ehrenhafter Manu, für deffen Wahr- hafttgkeit ich unbedingt einstehe.'
»Gut, ganz gut,' sprach der Krimlnalrat. .DaS st mir eine höchst willkommene Meldung. Wird das,' wandte er sich an AloyS KremSky, .was sie zu sagen haben, lange Zeit in Anspruch nehmen?"
.Lange Zeit?' rief der Sugeredete. .Keine zehn Minuten; aber in diesen zehn Minuten werde ich Ihnen etwas erzählen, war den gefangenen Richard Knppitsch augenblicklich in Freiheit setzen muß.'
.Wirklich?' meinte der Srimtualrat mit etwas Zweifel in der Miene. »Nun, verziehen Sie hier ein wenig; ich werde Sie sogleich rufen lassen, sobald das Gericht vollzählig ist. Nina Hartl,' wandte er ich darauf an den Gerichtsdiener, .führen Sie erst vor, wenn dieser Herr entlaffen ist.'
Einen Augenblick darauf trafen die andern Herren vom Gericht ein, und sofort ließ der Kriminalrat Aloys Krewsky rufen.
.Sie haben,' begann der Kriminalrat, nachdem >er Zeuge beeidigt worden war, .den Willen aus- gedrückt, in Sachen des Arrestanten Richard Knppitsch Zeugnis abzulegeu. Kennen Sie diesen schon lange?*
,34 habe denselben,' erwiderte Aloys KremSky. .um rin einzigeSmal in meinem Leben gesehen und gesprochen; aber deswegen glaube ich, ihn doch gut genug zu kennen.*
.Wie wachten Sie seine Bekanntschaft?' fragte der Kriminalrat weiter. *
.34 war am siebrnnndzwanzigsten Februar dieses Jahres hier in der Stadt Wien, nm Geschäfte ab. zuwachen,' antwortete Aloys KremSky, .und fuhr
den Regimentern geschehen, denen Mein lieber Enkel- ' lohn mit seinen warmen kameradschaftlichen Empfin-
Armeekorps finden in Gemäßheit der Bestimmungen der Felddienftordnung statt. Bei dem 2., 13., 9., 10., 11., 14. und 15. Armeekorps finden Kavallerie- Nebungsreisen nach der Instruktion vom 23. Januar 1879 statt. Im Monat August kommt eine Pou- tonierübung auf der Weichsel, zwischen Thorn und Graudenz, an welcher das Garde-Pionier-Bataillon, das Schlesische Pionier-Bataillon Rr. 6 und eine Kompagnie des königl. Sächsischen Pionier-Bataillons Nr. 12 teilnchmen, und eine Belagerungsübung bei Graudenz zur Ausführung, an welcher das Ostpreußische Pionier-Bataillon Rr. 1, das Pommersche Pionier-Bataillon Nr. 2 und eine Kompagnie des königlich Sächsischen Pionier-Bataillons Nr. 12 sich beteiligen. Beide Uebungen find von vierzehntägiger Dauer.
— Bom Befinden des Kronprinzen veröffentlicht der .Reichsanzeiger" in seiner gestrigen und in der heutigen Nummer folgende Bulletins:
San Remo, 26. Febr., 2 Uhr 1 Min. nachm. Das Allgemeinbefinden und der Schlaf Sr. kaiserl. und königl. Hoheit des Kronprinzen waren gut. Husten und Auswurf etwas weniger; die Untersuchung der Brust ergab keine Zeichen einer Lungenaffektion.
San Remo, 27. Febr., 10 Uhr 30 Min. vorm. Der Schlaf Sr. kaiserl. und königl. Hoheit des Kronprinzen war gut. Husten und Auswurf geringer, letzterer weniger gefärbt. Allgemeinbefinden befriedigend.
Fernere Nachrichten lauten:
S a n R c m o, 26. Febr., 10 Uhr 30 Min. abends. Der Kronprinz verbrachte einen ziemlich guten Tag. Wie es heißt, reisen die Profefforen von Bergmann und Kußmaul am Montag ab.
San Remo, 27. Febr., 10 Uhr 20 Min. vorm. Der Kronprinz hatte eine gute Nacht, der Husten und der Auswurf sind verringert.
San Remo, 27.Febr., 10 Uhr 10Min.vorm. Der Kronprinz hat gut geschlafen, weniger gehustet und ausgeworfen. Das Allgemeinbefinden ist befriedigend, der Appetit gut. Die Aussichten auf Widergenesung find gewachsen, seitdem die Gefahren, welche aus dem Allgemeinbefinden drohten, nachge- laffen haben. Die Aerzte fürchteten nämlich einen Krästezerfall. Die Krankheit tritt jetzt in das Stadium der lokalen chronischen Erkrankungen, und es ist Aussicht, daß das Mittel gefunden ist, den Krankheitsprozeß an Ort und Stelle anzugreifen und zu behandeln durch einen ebenso sinnreichen wie einfachen Apparat, den ein Darmstädter [?] Arzt erfunden hat und der mit der Kanüle in Verbindung gebracht worden ist, vorläufig jedoch geheim bleiben soll.
um fünf Uhr von meinem Gasthaus«, den sieben Kur. fürsten, ab. Weil» . . .'
.Sie ganz allein?' unterbrach ihn der Krimlnalrat.
,3a, ich ganz allein; denn ich kutschiere immer selbst. Da es schon ein BiSchen spät war, und ich einen weiten Weg vor mir hatte, ließ ich meine Pferde rasch anSgreifen. Als ich beinahe Mödlingen erreicht hatte, machte mein Haudpferd einen Seitensprung, und i«6 beugt« wich vor, ihm einen Hieb zu versetzen. Durch diese Bewegung aber muß mir, natürlich ohne daß ich eS merkt«, meine Brieftasche ans der Seiten- tasche herauSgeglitten sein; beim ich hört« auf einmal hinter mir eine Stimm«, die atemlos rief: .Halt, Herr, Halt! Ihre Brieftasche!' Natürlich parierte ich jetzt die Pferde und sah mich um. Richtig, da lief einer, waS er konnte, hinter mir drein und überreizte mir, als er herangekommen war, meine Brieftasche. In der aber befanden sich über dreitausend Gulden tu Papier, und Der, welcher mir die Tasche »bergab, könnt» wohl fühlen, daß viel darin sei; denn sie war dickvoll."
„Damit wollen Sie wohl sagen, daß der Mann ehr ehrlich an Ihnen gehandelt habe."
„3a, das will ich eben sagen, und grundehrlich war» auch; denn kein Mensch hatte gesehen, daß er di« Tasche aufhob, und daS Papiergeld hat kein Merk- zeichen, an dem sich erkennen läßt, wem e» zuvor gehörte. Ich selbst aber würd meinen Verlust erst na» meiner Ankunft zu Hanse gemerkt haben, und eS wäre mir ganz unmöglich gewesen, anzugeben, wo mir die Brieftasche herausgefallen sei; da» werdens wohl nicht in Abrede stellen?"
„Nein," nick-e der Kriminalrat. „Aber fahren Sie fort, damtt wir endlich erfahren, wer der Mann gewesen ist, der so ehrlich gegen Eie Handelle."
„Werdens gleich hören, versetzte Aloys KremSky. der sich durchaus nicht au» dem Komzepte bringen ließ. „Also, nachdem ich die Brieftasche mit dem vielen Gelbe Bieber eingesteckt hatte nnb bieSmal sorgfältiger als zuvor, schaute ich mir den öebetbiinger
Proseffor Kußmaul fand die Lunge und die Bronchien intall, soll aber über die Krankheit des Kronprinzen im Allgemeinen kein günstiges Urteil abgegeben haben.
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San Remo, 27. Feb., 8 Uhr 5 Min. abends. Im Gegensatz zu den letzten Tagen ist heute nachmittag keine Verschlimmerung eingetreten. Der Kronprinz war heute mittag fast eine halbe Stunde auf dem Balkon. (Fr. Ztg.)
— Das „Bert. Tage bl." bringt noch folgende Telegramme, die m einem neuen seltsamen Kontrast zu seinem bisherigen Mockenzieoptimismus stehen:
San Remo, 25. Febr., 4 Uhr nachmittags. Ich erfahre folgendes über die Ursachen der Berufung Kußmauls. Als die Aerzte sahen, daß die Heilung des Kronprinzen nach der Tracheotomie weit langsamer von statten ging, als das gewöhnlich der Fall ist, verursachte dies natürlich die größte Besorgnis, und die Aerzte zogen in Erwägung, auf welche mögliche» Ursachen daS schwache Rekuperativ - Vermögen des Kronprinzen wohl zurückgeführt werden müffe. Da Lungenaffektwnen bekanntlich häufig auf die Tracheotomie folgen, so war es natürlich, daß die Aufmerksamkeit der Aerzte sich ganz besonders auf die Lunge des Kronprinzen richtete. Ta Professor Kußmaul als vorzüglicher Arzt bekannt ist, welcher den Lungenleiden seine besondere Aufmerksamkeit gewidmet hat, so schlug Professor von Bergmann deffen Berufung zur besonderen Berichterstattung über die Lunge des Kronprinzen vor. Alle Aerzte hier verpflichteten sich auf strengstes Ehrenwort, (!) keinem Berichterstatter hiervon eher ein Wort zu sagen, bevor Kußmauls Berufung im .Reichsanzeiger" publiziert sein wird, was heute nachmittag geschehen sein dürfte. (Dies ist bezeichnend für die Mittel, welche angewendet werden muffen, um Mackenzie zum Schweigen zu bringen!) Nichtsdestoweniger bringt das „Berl. Tagbl.» heute folgendes Telegramm:
San Remo, 26. Febr., 2 Uhr 2 Minuten nachmittags. Proseffor Kußmaul untersuchte heute vormittag den Kronprinzen. Er fand zwar keine Anzeichen einer Lungenaffektion; allein er erklärte den allgemeinen Zustand der Krankheit des Kronprinzen für sehr unbefriedigend. Proseffor Kußmaul wird heute nachmittag den Kronprinzen nochmals untersuchen und wahrscheinlich morgen mit Proseffor von Bergmann abreisen. Die den Kronprinzen behandelnden deuffchen Aerzte untersuchten in den letzten Tagen mikroskopisch den Auswurf des Kronprinzen und behaupten, darin untrügliche Anzeichen von Carcinom (Krebs), nämlich Alveolargebilde, gefunden zu haben, an, und ich mutz gestehen, noch selten hat jemand einen so guten Eindruck auf mich gemacht al» her junge Mann, den ich vor mir hatte. Er war schlank und groß gewachsen, und au» seinen schönen, von dunklen Locken umrahmten Gesicht schauten ein Paar liebe, treuherzige Augen heran». Wohin des Weg»? fragte . . ."
„Halt," rief der Kriminalrat. „Wie war der junge Mann gekleidet?"
„Er trug einen wetten, stahlgranen Mantel und nm den Hal» ein rote» Tuch. Auf dem Kopf aber saß ihm ein brettkrämpiger Schlapphut und ich..."
„Wissen Sie da» gewiß, daß e» ein Schlapphut nnb kein Zylinder war?"
„Ganz gewiß."
„Trug er einen Schnurrbart?"
„Nein, er hatte ein glatt rasierte» Gesicht."
„Sind Sie dessen ganz sicher?" rief der Kriminal» rat, dessen Augen mit der größten Spannung auf dem ehrlichen Aloys KremSky hafteten.
„Ganz und gar sicher," erklärte der Letztere in entschiedenem Tone. ,Zch sagt Ihnen ja, daß ich mir den jungen Mann ganz genau angeschaut hab, und, wie bekannt, hatten wir damals Vollmond."
„Gut," sagte der Äriminalrat, nachdem er sich einige Notizen gemacht hatte. „Fahren Sie fort in Ihrer Erzählung."
«Wohin des Wegs? fragt ich den jungen Mann und er erwidert mir, nach Baden. Da lud ich ihn natürlich ein, mitznfahren, nnb als er dann neben mir faß, kam ich bald in ein lebhafte» Gespräch mit ihm. Auch beantwortete er mir all« Fragen, die ich an ihn stellte, ganz offenherzig, nnb so erfuhr ich benn nickt bloß, daß er Richard Knppitsch heiße und Geschäftsführer sei, sondern auch, daher da» Geschäft einer Prinzipalin abkaufen wolle nnb beshalb nach Gloggnitz zu einem alten Oheim fahre, weil er hoffe, öon bemfelben Geld vorgestreckt zu bekommen. Ja, ögar von seiner Liebsten erzählte er mir, welch«... welche ... Na, warten» einmal, der Name ist mt
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Erscheint täglich außer an Werllageu nach Sonn, und
Feiertagen. — Quart al-LbonnemeutS-Preis bei derErpe« X&FlQlTvJIvU»
bitten 2% Ml-, bet den Postämtern 2 3ÄL 60 Pfg. (exkl.
M'. Ä" Mittwoch, 29. Februar 1888.
»Ist der Herr Srimtualrat von Lama zu sprechen?" ; ragte der Archivar.
»Ob er zu sprechen, ist sehr zweifelhaft,' erwiderte Gerichtsdiener, .denn wissen», it hat soeben eine •farorbentltdje Sitzung anberanmt, und bie anberen Auen können jeden Augenblick eintreffen. ES ist gegen bie Regel, nm btefe Zeit Sitzungen zu wten,' setzte er wichtig hinzu; .aber in btefem ganz j Kaorbiuären Fall, wo bie Nina Hartl . ... Na, M, reinen Munb gehalten. WaS wollens, baß ich ** Herrn Kriminalrat sage?"
. .Melden Eie ihm,' versetzte der Archivar, ,baß 3 mit einem Freunde hier sei, der in Sachen des ’^arb Knppitsch . . . .'
. In diesem Augenblicke würbe bie Thür be» SitzungS. ihwerS anfgeriffeu, und bet Kriminalrat von Lama, W die Schwelle tretend, gab dem GerichtSdtener
Auftrag. SIS er den ihm genau bekannten