Einzelbild herunterladen
 

TlWW Mini

erie

Illustriertes Sonntagsblatt

M 50.

_ ------U umv TjVillCl

Stanlfrrt a. ».. 6offel Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIII Qrthtrtrtttn ,ffe in Frankfurt a.»., Berlin, München u. Köln; A. L AA111, xsUYIgllNg,

hme und Ausgabe nachwies (davon 149 727 443

r

11

iert|

;6

Tarauf nahm Se. Majestät militärische Meldungen unb den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts,

alten! oelchs ldrrß

len

jur?

181

e

ik etr ipift

|U

< 57! ruhen worden teils wegen gänzlicher Aufschiebung einiger >rppn !°uten, teils wegen Ermäßigung der ausgeworfenen ibach lausummen. Die Weingesetzkommission des ReichS-

der Einnahmen mit 123 361 M. in Abzug zu bringen, so daß der Nettokostenbeitrag der Stadt Berlin sich auf 4 144 136 Mk. belaufen wird. Bisher hat die Stadt Berlin an sachlichen Kosten 1 313 343 Mk. bezahlt, dagegen an Einnahmen 240 175 Mk. bezogen, so daß ihre bisherige Nettoausgabe 1 073 168 Mk. betragen hat. Der Kostenbeitrag der Stadt Berlin wird sich daher um 3 070 968 Mk. erhöhen und der des Staates sich um ebenso viel vermindern. Bei den Königlichen Polizeiverwaltungen in den Provinzen betrugen die Staatsausgaben 3 469 067 Mark. Die Gesamtkosten der vom Staate und von den Gemeinden gezahlten Polizeiverwaltungskosten belaufen sich auf 3 996 245 Mk. Wird der Beitrag der Gemeinden auf die Hälfte der Kosten festgesetzt, so verändert sich die Verteilung der Ausgabesumme von 3 996 245 Mk. dahin, daß auf den Staat 1 998 123 Mk, auf die Gemeinden 1 998 123 Mk., fallen würden. Von der Ausgabenhälfte der Ge­meinden ist die Hälfte der Einnahmen mit 118 214 Mk. in Abzug zn bringen, so daß der Nettokosten­beitrag der Gemeinden sich auf 1 879 908 Mk. be­laufen wird. Bisher hoben die Gemeinden an sächlichen Kosten 527 178 Mk. bezahlt, dagegen an Einnahmen 154 916 Mk. bezogen, so daß ihre bis­herige Nettoausgabe 372 262 Mk. betragen hat. Der Kostenbeitrag der Gemeinden wird sich daher um 1 507 646 Mk. erhöhen und der des Staats sich um ebensoviel vermindern. Mithin wird sich eine Gesamtminderausgabe der Staats- bez. Gesamt­mehrausgabe der Städte von 4578 614 Mk. ergeben.

Die neuesten Nachrichten über das Befinden des Kronprinzen, auch die überraick-nv» sro;t. intung, oay er fich bet ziemlich gutem Aussehen in Uniform am Fenster gezeigt hat, wären geeignet, eine hoffnungsvollere Stimmung aufkommen zu laffen, wenn man nicht aus allen Berichten herausläse, daß der Zustand der Lungen und die Fortschritte des ursprünglichen Leidens mit Sttllschweigen übergangen werden und wenn nicht immer aus Kreisen, die dem Hofe sehr nahe stehen, recht pessimistische Gerüchte über die nächste Zukunft ins Publikum drängen. Daß die Kanüle schlecht gewählt getoefen sei und Reibungen hervorgerufen habe, wird jetzt entschieden bestritten. Der Korrespondent der .Nal-Zig." ver­sichert sogar, daß Mackenzie selbst ihm die betreffende Meldung des »British Medical Journal" als unwahr bezeichnet habe. Telegraphisch find folgende Nach­richten noch cingetroffen:

San Remo, 24. Febr., 11 Uhr abends. Der Kronprinz erschien heute nachmittags auf dem

Salicylsäure wurde mit 16 gegen 5 Stimmen be­schlossen. Das Gesetz soll betreffs des gewerbs­mäßigen Verkaufs bereits am 1. Oktober 1888, be­treffs der Produktion erst am 1. Oktober 1890 in Kraft treten. (Durch diese Beschlüsse ist das Zu­standekommen des Gesetzes überhaupt gefährdet. DR. In der heutigen Generalversammlung des Vereins der Spiritusfabrikanten in Deutschland gelangten die Entwürfe für die Begründung einer Spiritusbank in Deutschland, welche die Ausschüsse, sowie die General­versammlung des Vereins zur Wahrung der In­teressen des Rohspiritushandels bereits angenommen hab>n, zur Vorlage. Die Generalversammlung er­klärte in einer einstimmig angenommenen Resolution das vorgelegte Projekt für durchführbar und gab dem Vertrauen Ausdruck, daß es dem Ausschüsse ge­lingen werde, das Projekt, welches die Zusammen- faffung des gesamten Spiritusbrennerei-Gewerbes be­zweckt, zur Ausführung zu bringen. In der an die General - Versammlung anschließenden Sitzung beauf­tragte der Ausschuß des Vereins der Spiritusfabri- kanten die bisherige Kommission, nunmehr die Be­gründung der Spiritusbank für Deutschland auf Grund des der Generalversammlung vorgelegten Pro­jektes endgültig vorzubereiten. Der Entwurf des Genoffenschaftsgesetzes ist erst heute im Bundesrat verteilt worden. Der Schluß der Reichstagssession ist von den maßgebenden Faktoren definitiv aus den 10. März vereinbart worden. Die Regienmg hat zu erkennen gegeben, daß durch das Genosienschafts- Gesetz eine Verzögerung des Schluffes nicht erfolgen solle; es ist deshalb so gut wie gewiß, daß dasselbe nicht an den Reichstag gelangt.

- Der Begründung bc9 GeseprutlvUls» vrirrffeuv die Kosten Königlicher Polizeiverwaltungen in Stadt­gemeinden entnehmen wir zu § 2: Bei der König­lichen Polizeiverwaltung zu Berlin haben, wenn die Durchschnittsberechnung pro 1884/85,.1885/86 und 1886/87 zu Grunde gelegt wird, die Gesamtaus­gaben des Staats 7 388 848 Mark betragen. Von dieser Summe gehen jedoch die Kosten ab, welche auf das Polizeipräsidium als Landespolizeibehörde zu rechnen sind, mit ungefähr 167 197 Mk., so daß 7 221 651 Mk. verbleiben. Hierzu treten an säch- ichen Kosten, welche die Stadtgemeinde Berlin auf­zubringen hat 1 313 343 Mk. Hiernach beträgt die Gesamtausgabe für die Kgl. Ortspolizeiverwaltung in Berlin 8 534 994 Mk. Hiervon würden ent- allen Vi auf den Staat mit 4 267 497 M., '/» auf die Stadt Berlin mit 4 267 997 Mk. Von der auf die Stadt fallenden Ausgabehälfte ist die Hälfte

(Nachdruck verdate».)

(Fortsetzung.)

»neigen nimmt entgegen die Srpedition d. Mattes, lmtm Haasenstein und Bögler

Für den Monat März nehmen cke Postanstalten, auf dem Lande die Landpostboten, sowie in Kirch­hain unsere Agentur (Herr Buch­binder Rindt) Bestellungen aif die

Overhesfische Zeitung

mit deren Beiblätter

entgegen.

Bestellungen für hiesige Stadt nehmen unsere Expedition und unsere Zeitungsträger an.

den an Frau von Arnpach verübte» Raubmord und uhr fort:Die Untersuchung ergab alsbald, daß das Verbrechen Niemand begangen haben könnte als der Herr, der von neun bis zwölf bei der reichen Frau gewesen war; aber wie ihn ausfindig mache»? Das Dienstmädchen hatte ihn gar nicht gesehen, und die Dame seinen Namen niemals genannt Dennoch kam an demselben Tage die Sache heraus; denn dem Portter, der dem Mörder nach zwölf Uhr die Thür aufgemacht hatte, war er eine ganz bekannte iersöultchkett. Auch gelang eS, seiner nach ganz Kurzem habhaft zu werden, und seither fitzt er im Gefängnis."

Gott sei Dank," atmete Moy« KremSky tief auf, so bleibt doch dieses himmelschreiende Verbrechen nicht unbestraft. Hat man ihn schon abgeniteilt?"

Abgeurteilt?" versetzte der Archivar, indem er den Kopf bedeutsam schüttelte." Nein, so weit ist man noch lange nicht; denn, sehen Sie, fürs erste leugnet er die That beharrlich und behauptet, am leben und zwanzigsten schon Mittags eine Reise nach Gloggnitz angetreten zu haben, und znw Zweiten..."

.Er ist, denke ick,' wendete Kremsky ein, .durch daS Zeugnis deS Portiers so gut als überführt?'

.Geht nicht, Freund,' ei klärte Herr Scherer mit würdevoller Miene. »Nein, daS geht durchaus nicht; )enn man hat noch einen Zweiten gefaßt, welcher des »egangenen Raubmörder ebenfalls höchst veidächtig 1, und damit hängt eben die Gefangenfttznng bei

Nina Hartl zusammen.'

.Einen Zweiten, der denselben Raubmord be­gangen haben soll?' rief AloyS Kremsky. .DaS be­greife, wer kann.'

»Und doch ists so,' nickte der Archivar. .Merken Sie wohl, die Nina Hartl hat schon seit Arhren einen Geliebten oder Bräutigam, einen gewiffen Gottfried von Kreß, und bei diesem wurden die sämtlichen ge­raubten Vrettofen, Einiges auch bei ihr, gefunden. I luf welche Weise nun wird er in deren Besitz Gelangt sein ? Nur allein dadurch, davon ist man beim Gericht

Moste in Frankfurt». _____________w/lll w

Daube u. Eo. in Frankfurt a.Berlin, Sannover.'PariS.

Auch trank er den Wein auf einem einzigen >uck aus und ging dann eben wieder so still, als »-kommen war.

»Zber Der ist alt geworden!" wiederholte jetzt

Kremsky laut. .Vor sechs Wochen sah er noch i anders ans.'

Den Hartl meinens, den Amtsdiener auf dem Usteneramt?" erwiderte einer der Umfitzenden, ber hat sich freilich sehr alt gemacht, und zwar £ i^fom über Nacht. Aber eS ist auch kein Wunder einem solchen Unglück."

Sg Generals von Albedyll, entgegen. Nachmittags um 1 Uhr erscheint beim Kaiser Fürst Bismarck zum i Bortrage. Tas Ergebnis der zweiten Beratung Reichshaushalts - Etats liegt nunmehr vor. rend der Entwurf 921 680 410 Mk. in Ein­

iges nahm das ganze Gesetz mit 11 gegen 10

Stimmen an. Paragraph 3 (Deklarationszwang) rg. Mde mit 11 gegen 10 Stimmen angenommen mit fe® Zusätze, daß nur bei deutschem Weine ein Pro- ttt Alkohol vorhanden fein darf und der Verschnitt tCrc> an Wein zu Wein erlaubt ist. Das Verbot von

Balkon und hatte später einen erfrischenden Schlaf. 6r befindet sich in besserer Stimmung, der Husten ist weniger häufig, der Auswurf geringer; Kopfweh ift nicht vorhanden, die Temperatur ist normal.

San Remo, 25. Febr. Das britishe Geschwader ist heute eingetroffen und defilierte vor der Villa Zirio, wo der Kronprinz am Fenster stand. Die Kronprinzessin fuhr nachmittags mit ihren Kindern auf der Dacht .Barbarigo". Der Großherzog jvon Heffen fuhr hinaus auf die Rhede und empfing den englischen Admiral Hewett.

Der »Reichsanzeiger" veröffentlicht folgendes Bulletin aus San Remo von heute, vormittags 10 Uhr 50 Minuten: Die Nacht brachte dem Kron­prinzen einen mehrstündigen erquickenden Schlaf. Wegen des Fortbestehens des Hustens und Auswurfes ist mit Genehmigung des Kronprinzen der von den unterzeichneten Aerzten vorgeschlagene Profeffor Kuß­maul aus Straßburg zur Konsultation hierher be­rufen worden.

25. Febr., 3 Uhr 10 Win. nachm. Obwohl die heute vorliegenden Meldungen ans San Remo nicht schlechter lauten als in den letzten Tagen, zirkulieren doch hier beunruhigende Gerüchte über den Charakter der jetzigen Erkrankung des Kronprinzen. Auch die Berufung Kußmauls nach San Remo läßt darauf schließen, daß der Zustand der Lunge ein weniger guter ift, als man nach den offiziellen Bulletins der letzten Zeit annehmen konnte.

San Remo, 25. Febr., 8 Uhr 10 Min. abends. Das Befinden des Kronprinzen war am Vormittag »efriedigend, nachmittags ungünstiger. Die Aerzte 9-ffr vtliernng, juuiu« « giuugi, ra gautungs- Prozeß durch anttsepttsche Mittel zu beseitigen. Während der Parade und der Ausstellung des eng- Uschen Geschwaders erschien der Patient am geschloffenen Fenster. Später empfing er den Fürsten Hohenlohe und legte sich früher als sonst nieder.

San Remo, 26. Febr., 2 Uhr 20. Min. nachm. Der Kronprinz hat gut geschlafen und ist um 10 Uhr aufgestanden. Das Befinden ist befriedigend. Profeffor Bergmann glaubte, daß die Lunge krank sei; Professor kußmaul hat mittags die Lunge untersucht und die- elbe durchaus gesund befunden. Es herrscht kaltes Regenwetter. (Fr. Z.j

Aus Rom wird Wiener Blättern berichtet: »Als die beunruhigenden Berichte der letzten Tage über den Gesundheitszustand des deutschen Kronprinzen die Runde machten, fragte einer der Kardinäle den Papst, ob dieser nicht geneigt wäre, für den Kranken, um deflen Wohl Millionen Menschen zittern, ein

Park einmaliger Ausgaben), betragen die Einnahmen Ausgaben nach den Beschlüffen der zweiten g hauptsächlich infolge des Nachtragsetats und der durch das Wehrgesep entstandenen Anleihe ins- t 1 207 778 074 Mk., die einmaligen Ausgaben , i sich auf 432185 305 Mk. erhöht, betragen ilfo mehr als ein Drittel des gesamten Etats. Bei

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Lug. Loch.

Deutsches Keich.

t Berlin, 25. Febr. Ter Kaiser empfing heute »oimittng den Flügeladjutanten des Großherzogs von

d m Einnahmen find in Fortfall gekommen 4 312446 lark Witwen- und Waisengeldbeiträge. Bei den ein- Ä icügen Ausgaben sind insgesamt 1782 000 Mk. ge-

,Ma» für ein Unglück?" fragte AloyS Kremsky.

»Wie mögens nur so fragen?" erwiderte der andere. .Ein größeres Unglück kanns doch nicht geben als eS erleben zn müffin, daß das einzige Kind, das man hat, wegen Beteiligung an einem Raubmord ins Gefängnis geworfen wird, wteS mtt der Nina, seiner Tochter, geschehen ist."

«Nina, Gefängnis, Raubmord?" wiederholte AloyS Kremsky mtt verwundertem Blicke, was soll denn das alles bedeuten?'

.So wissens denn in der That nichts von der gräßlichen Geschichte ?" rief der andere. .Ganz Wien ist ja voll davon und alle Kinder auf der Straße sprechen von nichts anderem.'

.Aber so bedenktS doch," sprach Aloys Kremsky, .ich lag die letzten sechs Wochen in einem kleinen Dorf weit draußen im Reiche, und als ich gestern nach Hanse zurückkehrte, traf ich soviel ausgehänste Arbeit an, daß es mir nicht einfiel, nach Neuigkeiten zu fragen. Ich weiß also rein gar nichts und würde dankbar sein, wenn . . . .'

.Ja so," unterbrach ihn der andere, .daran dachte ich nicht. Die beste Aufklärung aber Jann Ihnen wohl unser Freund Scherer geben, denn er kommt ja zeitweis mit den Herren vom Gericht zu- ämmen.'

.Ich wills auch gerne thun," nahm der Archivar Scherer daraufhin das Wort. .Was ich aber weiß >as habe ich vom GerichtSschreiber Tödy, und der st zwar ganz gewand im Schreiben, aber nm so weniger ein Held im Berichterstatten. Also hörens iu, Freund KrcrnSky, und machens sich daraus ge- aßt, etwas recht Schauriges zu vernehmen. Vor etzt sechs Wochen, am fieben und zwanzigsten Feb-

ruar . . . .'

.Das wäre demnach," unterbrach ihn Aloys Kremsky derselbe Tag gewesen, an dem ich das letzte Mol litt war? Aber ich bitt nm Entschuldigung, ich werd Sie künftig nicht mehr unterbreiten."

Der Archivar berichtete nunmehr umständlich über

vollkommen überzeugt trotz der von ihm vorgebrachten Schwindeleien, daß er den Raubmord begangen hat."

.Also istS richtig?' versetzte AloyS Kremsky mit bedeutsamen Kopfschütteln. .Man hat Zwei, und doch hat nur einer daS Verbrechen begangen? Das ist wohl noch niedagewesen. Aber wasthnis?' setzte er entschlösset, hinzu. .Jedenfalls sind beide Erz. hallnuken, und somtt würde ich auch alle zwei 6er« urteilt n.'

.Na,' lächelte der Archivar, .Sie gäben einer, perfekten Richter ab; aber die beiden Gefangenen, der Gottfried von Kreß und der Richard Knppitsch würden fich bedanken . . . .'

.Wie, was, »er?* unterbrach ihn AloysKremsky heftig. .Welchen Namen nannten Sie da?'

.Nun,' erwiderte der Archivar mtt weit anfgc, riffenen Augen,einfach die Namen der beiden Ver« dächtigen, Gottfried von Kreß und Richard Knppitsch."

.Also hörte ich recht,' rief Aloys Kremsky nrö estiger, indem er zugleich sein Notizbuch aus der Üiasche riß und emsig darin blätterte. .Richarv Knppitsch heißt der zweite der beiden Angeschuldigten? Ha, ich Habs, ich Habs! da steht der Name nieder« geschrieben. Richard Knppitsch, Buchhalter und G.« chäftsführer bei Frau Wittwe Schradin auf dem lolzmarkt. Aber wiffen Sie auch,' setzte er auf« ningenb und nach seinem Hute greifend, hinzu,daß das ein purer Wahnsinn ist, diesen prächtigen, jungen staun zu beschuldigen, er habe in der Nackt vom iebeuundzwanzigsten Februar einen scheußlichen Raub­mord begangen? Ha, ha, ha,' lachte er ingrimmig auf, .er ein Raubmörder? Er, der mir nm dieselbe Zeit, wo der Mord vorfiel, nachrannte, um mir meine verlorene Geldtasche mit dreitausend Gulden Inhalt zurückzugeben?'

So sprechend hatte er seinen Mantel umgeworfeu, eine Pelzmütze ausgesetzt und war im Begriff, zur Thür hiuauszurenuen, al« ihm der Archivar Scherer den Weg vertrat.

?,i>k ProphHrihimg -er Zigeunerin.

tzriminal-Rornan von Th.eodor Griesinger.

: Beo rulich trirtd

Laden, Major von Schönau, welcher über das Ak>- «ss-»,« leben des Prinzen Ludwig vcn Baden berichtete. ® " - - - - -

Erscheint täglich außer an Werktagen nach tz-omi- und _

Feiertagen Qnartal-Sdvnnemet.tS.Pre:? bei der Erve- IVluTUUru.

bitten 2/4 Mk-, bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (cxll.

Dienstag, 28. Februar 1888.

nbuni .Aber wie kawens denn inS Reich hinaus?' wollte efelbfl «oberer Nachbar wiffen.

: ,Ei, sehr einfach,' meinte Aloys KremSky. .Am «uudzwonzigsten Februar, den Tag vorher war »och hier, bekam ich ein Schreiben von AugS- worin ich aufgefordert wurde, augenblicklich M» zn reifen, nm eine kleine Erbschaft anzutreten, l°am ersten März fuhr ich mit dem Postwagen ' Alles ging gut bis nach München l aber von iueiW i ab wurde die Landstraße schlechter, und plötzlich, rchaul I es um eine Ecke ging, purzelte der Postwagen ifirea * die Sette. Die meisten Passagiere kamen mit ® Schreck davon, mir selbst aber wurden zwei ul, Vpeu eingedrückt. Man brachte mich sofort nach rgoi ® nächsten Orte, und da lag ich volle vier Wochen

- 'DorfWirtshaus, ohne mich nur rühren zu können, fi ii 'N der Zeit an aber wmds bester, und jetzt bin ich II !®*r so gesund als ein Fisch im Wasser. Na, na," Ll*V Werte er jetzt plötzlich seinem Nachbar zu,aber anffj kr ist alt gewordenl'

ibaPk Soeben trat nämlich ein Mann mit eisgrauen en, der eine Art von Uniform trug, ins Zimmer ließ fich, fich niederzusetzeu, am dem Büffet einen B", wie man in Wien die kleineren Gläser nennt,