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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt sm die Kreise Marburg und Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt.
_______________________________________________________________ Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joy. Au«. Loch.
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B ’S'nblitf zu stocken. „In der Nacht vom ftebennnb« Pfg., ^zigsten auf deu achtuudzwavzigsteu Februar schlief
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Darau kann sich ein deutscher Gaumen, uameutlich wenn er etwas verwöhnt ist, mit in einem Anfall von Verzweiflung gewöhnen. Um so vortrefflicher ind die gebackenen Speisen, wen» gute» Oel verwendet wurde. Es schmeckt das stets nach mehr. Suppe wird von deu Jtalieneru für Nebensache ge- hatten, und darnach ist sie auch, mit Gemüse ist «st recht nicht viel auznfangeu. Ich bin ein leidenschast. tcher Spargelfreund und instruierte deuu auch d-n Koch Pietto, er solle mir Spargel in Butter bereiten. Butter gabs und Spargel auch, aber die letztere war chou grün und bitter. Seitdem habe ich Spargel Spargel feto lassen. Geflügel ist gut und sehr billig. Namcullich Hühner weiden stark gegeffen. Im All. gemeinen speist mau in einem ttalieuischeu Restanrant nicht teurer, oft sogar billiger, als in einem deutschen, immer vorausgesetzt, daß man sich mit der Sprache helfen kann. Französisch spricht übrigens jeder italienische Kellner, oft auch englisch, seltener deutsch. Sie haben vor ihren deutschen Kollegen das Schätzers- Werte voraus, daß sie dem Gaste eine geschriebene Rechnung nach jeder Mahlzeit bringen, der Fremde kann also ruhig die Preise mit denen der Speisekarte vergleichen. Der Wein ist sehr billig, billiger wie )ier. Für das Letztere wird im Allgemeinen 6 Solbi (24 Pfennig) per Glas, anderthalb Lire (1 Maik 20 Pfennig) per Flasche bezahtt. Meist wird Wiener Bier von Dreher ausgeschenkt, hier und da ober auch Spatenbrän aus München. Trinkbar ist Beides.
Das römische Sttaßeuleben ist recht lebhaft, wenn es auch lauge nicht au deu Lärm des neapolitanischen »eraureicht. Aber auch in Rom wird etwas Recht- chaffeueS zurecht geschrieen. Jeder Verkäufer von MaiÜwaren, und wenn er auch nur einen Korb voll l>ei sich hat, läuft in der Straße umher und schreit, als ob er keine Luuge im Leibe hätte. Die Haus- raueu tarnen ihre fliegenden Lieferanten genau. Sobald sie unten auf der Straße den Ruf hören, kommen ans deu oberen Stockwerken der Häuser Körpcheu an langen ©eilen herab, in denen die Bestellung und
hastig werden zu lassen, sowie gegen die im dritten Abschnitt ausgesprochene Zulassung der Forterhebung von Schulgeld zur Deckung des durch den Staatsbeitrag nicht gedeckten Betrages mit Genehmigung der Selbstverwaltungs-Behörden. Der Geheime Ober- Regierungsrat Raffel ging so weit, die letztgenannte Bestimmung als eine Beeinträchtigung der Hoheitsrechte der Krone zu bezeichnen, Die Mitglieder der konservattven Partei (v. Heyden, v. Rauch Haupt, von Holtz) verwahrten sich gegen diese Auffassung. In der schließlichen Abstimmung wurde zunächst der mehrgenannte uationalliberale Vermittelungsantrag gegen vier Stimmen abgelehnt. Sodann fielen die dem Standpunkt der Staatsregierung entgegenkommenden Anträge zu Abschnitt 2 (Wessel, sreikonservativ) gegen 5 und zu Abschnitt 3 (v. Zedlitz, freikonservativ) gegen 10 Stimmen. Die beiden derStaats- regierunq nicht genehmen Fassungen fanden eine Mehrheit von 22 gegen 3 und von 15 gegen 10 Stimmen. Für den Gesamtparagraphen ergaben sich 17 gegen 8 Stimmen. Ein aß § 5a eingebrachter Antrag Weber (Halberstadt) und Seyffardt (Magdeburg) wurde schließlich gegen die vier nationalliberalen Stimmen abgelehnt. Dieser § 5a sollte folgendermaßen lauten: „Die Beiträge und Antrittsgelder, welche gemäß § 3 des Gesetzes über die Erweiterung, Verwandlung und Neuerrichtung von Wittwen- und Waisenkassen für Elementarlehrer vom 22. Dezember 1869 von Lehrern an öffentlichen Volksschulen zu leisten sind, werden am 1. April 1889 auf die Staatskasse übernommen." — Offiziös wird über die Erhebung des Schulgeldes geschrieben: Wenn von den Gegnern der Aufhebung des Schulgeldes aus den zahlreichen, gegen diesen Plan gerichteten Petitionen der Schluß gezogen wird, daß das Schulgeld die Zahler nicht beschweren und selbst von den ärmeren Hausvätern nicht drückend empfunden werde, so ist dabei übersehen, daß diese Petitionen in keinem Falle von den Schulgeldpflichtigen, sondern von denjenigen Kreisen der Berölkerung ausgehen, welche bei der Notwendigkeit eines teilweisen Ersatzes für die bisherige Einnahme an Schulgeld durch eine Schulabgabe zu der letzteren zumeist ihrer höheren Leistungs- ähigkeit wegen verhältnißmäßig höher heranzu iehcn sein würden. Aus der Statistik der Zwangsvollstreckungen auf dem Gebiete des Schulgeldes gewinnt man das gerade entgegengesetzte Bild. So wurden 1883/84 von im Ganzen 12,879,363 an Schulgeld fällig gewordenen Posten nicht weniger als 862,435 oder über 6'/, Proz. zur Zwangsvollstreckung überwiesen, bei 107,607 oder etwa */»
beiträgen vorauszuzahlen und nach Prüfung der Jahresrechnung durch die Ober - Rechnungskammer hinsichtlich der gegen den Voranschlag stattgehabten Ersparnisse und Mehrausgaben richtig zu stellen. In gleicher Weise ist hinsichtlich der den Stadtgemeinden anzurechnenden Hälfte der aufkommenden Einnahmen zu verfahren. — § 3. Der Staat und die Gemeinden sind verpflichtet, die ihnen gehörigen Grundstücke und Gebäude, welche gegenwärtig den Zwecken der königlichen Ortspolizeiverwaltung dienen, auch ferner für die Dauer des Bedürfnisies für diese Zeit herzugeben. ~ § 4. Erstreckt sich der Bezirk der königlichen Ortspolizeiverwaltung in einer Stadtgemeinde au benachbarte Gemeinden, Gutsbezirke oder Amtsbezirke, oder werden in solchen von der königlichen Polizeiverwaltung ortspolizeiliche Funktionen ausgeübt, so find die beteiligten Verbände verpflichtet, nach Maßgabe der Bestimmungen im 8 1 zu den hierauf entfallenden Kosten beizutragen. Die Festsetzung der letzteren erfolgt ebenso, wie die Festsetzung des Maßstabes für das Teilnahmeverhältnis der beteiligten Verbände durch den Minister des Innern. Vorstehende Vorschriften finden auch in dem Falle sinngemäße Anwendung, wenn von der königlichen Orts- polizcibehörde in einer Stadtgemeinde gleichzeitig landespolizeiliche Funkttonen wahrgenommen werden. — § 5. Verträge, nach denen bestimmte Ausgaben einer königlichen Ortspolizeiverwaltung, dem Staate oder der Gemeinde obliegen, werden durch dieses Gesetz nicht berührt; solche Ausgaben bleiben bei der nach Z 1 zu bewirkenden Teilung der Kosten außer Ansatz. Auch in den bestehenden Verträgen über die Hergabe von Grundstücken und die Herstellung von Gebäuden für die königliche Ortspolizeiverwaltung wird durch dieses Gesetz nichts geändert. — 8 6. Das gegenwärtige Gesetz tritt mit dem 1. April 1889 in Kraft. Mit diesem Zeitpunkt werden alle demselben „zuwiderlaufenden Bestimmungen aufgehoben. — § 7. Der Minister des Innern ist mit der Ausführung des gegenwärtigen Gesetzes beauftragt und erläßt die hierzu erforderlichen Anordnungen.
— Die Kommission des Abgeordnetenhauses für das Schullasten-Erleichterungsgesetz fuhr in der Verhandlung des 8 5, des wichtigsten Paragraphen der Vorlage fort. Die Aeußerungen der Regierungs-Kommissare wandten sich noch bestimmter als früher gegen die von der Kommission angenommenen Amendements, speziell gegen den Versuch, im zweiten Abschnitt die Schulen, in denen Schulgeld beibehalten wird, als Volksschulen zu betrachten und der Wohlthaten des Pensionsgesetzes von 1885 teil-
dächtiger, und ich stellte mich hinter einen Baum, um, ohne selbst gesehen zu werden, alles beobachten zu können. Was geschah nun? Der Mann war in wenigen Minuten mit feinem Loche fertig, stellte so- ort den Sack hinein, schüttete die ansgegrabene Erde darauf und lief davon. Natürlich trieb mich nun die Neugierde . . . .'
Hier unterbrach ihn das schallende Gelächter der beiden Gerichtsbeisitzer, und selbst die zwei Richter hatten Mühe, an sich zu hallen. Nur der Kriminal- blieb ernst; in seinen Augen aber lag das maßloseste Erstaunen. „Gefangener," sprach er zu Gottfried oon Kreß, „hüten Sie sich. Das Gericht ist nicht dazu da, sich narren zu lassen."
,34 erzähle Ihnen die buchstäbliche Wahrheit," versicherte Gottfried von Kreß.
„Gut, so fahren Sie fort," winkte ihm der Kriminalrat.
„Natürlich,", wiederholle jetzt Gottfried von Kreß mit der äußerste» Kaltblüttgkeit, „trieb wich die Neugier, zu sehen, waS da vergrabe» morde» sei, u»d ich entfernte die über dem Sack anfgehäufte Erde mit leichter Mühe. Dann hob ich de» Sack heraus, öffnete ihn und fand ihn bis oben hinauf angefüllt mit Pretiosen aller Art. Eineu Augenblick wankte ch, was ich thun solle; aber nur einen Augenblick ong. Ich besaß für fitzt keine Anstellung und mein Geld fing an, zur Neige zu gehen. Somit beschloß ch, die Prettosen zu behalten; denn," schloß er seine Erzählung mit einem fast cynischeu Lächeln, „es 1 litte Niemandem Nutzen gebracht, wenn dieselben dort begraben geblieben wären, während sie mir sehr zu gut fernen."
»Sie geben also zu, gewußt zu haben, daß Sie von Ihrem angeblichen Funde Anzeige hätten machen ollen?'
,3a, darin hebe ich gefehlt; ober sonst liegt keine Schuld ens mir."
(Fortsetzung folgt.)
Deutsches Reich.
Berlin, 21. Febr. Der Kaiser erteilte heute vormittag der Teputatton des russischen Regimentes Kaluga eine Abschiedsaudienz; die Deputatton tritt heute abend ihre Rückreise an. Ter Kaiser schenkte jedem Mitgliede derselben ein Bildnis. Nachmittags nahm der Kaiser den Vortrag des Staatssekretärs Grafen Herbert Bismarck entgegen. Die für morgen abenb beabsichtigte Soiree ist auf unbestimmte Zeit verschoben. — Der „Reichanzeiger" veröffentlicht folgendes Bulletin: San Remo, 22. Febr., vor- uuttags 10'/» Uhr. Der Kronprinz hatte in der vergangenen Nacht länger andauernden Schlaf und
Die Proph^eihrrirg der Zigemreri«. Criminal-Äoman von Theodor Griesinger.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Für den Monat März nehmen alle Postanstalten, auf dem Lande die Landpostboten, sowie in Kirchhain unsere Agentur (Herr Buchbinder Rindt) Bestellungen dir die
Oberhesfische Zeitung mit deren Beiblätter entgegen.
Bestellungen für hiesige Stadt nehmen unsere Expedition und unsere Zeitungsträger an.
fischen Kundgebung auf Zwangsmaßregeln welcher Art immer kein Bezug genommen wird. — Die Reichstagskommission zur Vorberatung des Antrages Lohren, betreffend den Brotverkauf nach Gewicht, hat heute auch den 8 74 der Gewerbeordnung modifiziert und die erste Lesung beendet. Brot dar" nur in Gewichtsgrößen von V», 1 und 1'/-Kilogramm und so weiter fcilgehalten werden, muß auch mit der Zahl des Gewichts und dem Geschäftsstempel des Bäckers versehen sein. Das angegebene Gewicht hat sich auf das Brot in frisch gebackenem Zustande zu beziehen. Die Gewerbetreibenden haben im Verkaufslokal bezw. dem Marktverkauf und Hausierhandel Wage und Gewichte bereitzuhalten, um dem Käufer nach Erfordern das Brot vorzuwiegen. Auf Brot von weniger als V» Kilogramm finden die Bestimmungen keine Anwendung. — Heute nachmittag fand unter dem Vorsitze des Fürsten Bismarck eine Sitzung des preußischen Staatsministeriums statt. — D Nachrichten aus San Remo über das Befinden de Kronprinzen lauten, was die äußeren Symptome anbelangt, heute wieder etwas günstiger. Prinz Wilhelm sollte sich an das Krankenlager seines Vaters begeben.., Ter Enffchluß war im Prinzip gefaßt, die Abreise ist aber vielleicht infolge der etwas besseren Nachrichten über das Befinden des Pattenten vorläufig wieder aufgeschoben worden.
— Dem Abgeordnetenhause ist der Gesetzentwuri, betteffend die Kosten königlicher Polizeiverwaltungen in Stadtgemeinden, nunmehr zugegangen. Derselbe lautet: 8 1- In denjenigen Stadtgemeinden, in welchen die örtliche Polizeiverwaltung ganz oder teilweise von einer königlichen Behörde geführt wird, bestreitet der Staat alle durch diese Verwaltung unmittelbar entstehenden Ausgaben einschließlich der Pensionen und Wartegelder für Beamte der königlichen Ortspolizeiverwaltungen, sowie der Witwen- und Waisengelder für Hinterbliebene solcher Beamter, und erhebt, unbeschadet der Bestimmung des 8 7 Absatz 3 des Gesetzes vom 23. April 1883 (Gesetzsamml. S. 65) alle mit der örtlichen Polizeiverwalttmg verbundenen Einnahmen. Die Stadtgemeinden tragen zu den Ausgaben die Hälfte bei und nehmen an den aufkommenden Einnahmen zur Hälfte Teil. — 8 2. Als vom Staate zu bestreitende unmittelbare Kosten der örtliche» Polizeiverwaltung im Sinne des 8 1 dieses Gesetzes gelten nur solche Ausgaben, für welche im Voranschläge des Staatshaushaltes ein Titel vorgesehen ist. Die von den Stadtgemeinden beizu- tragenbe Kostenhälfte (8 1) ist nach dem Voranschläge zu dem Staatshaushalte in vierteljährlichen Teil-
> wie bereits gesagt, sehr unruhig und erhob mich von »m ein Uhr Morgens. Als ich nun aber vor w Wohnung trat, nm auf den Bauernmarkt zu , von welchem der Stellwagen nach Preßburg Wt, sah ich einen Mann, der einen, wie es schien, ®«en, leinenen Sack trug, in höchster Eile von I ^ockengaffe Herkommen und der RasumovSkybrücke । on Das kam mir verdächtig vor, und da ich j zwei Stunden Zeit hatte, ging ich dem Manu ts»* Gleich bei Beginn der Au hiell derselbe an, L4w ^te feinen Sack zu Boden und begann mit einer 2*° Hacke, die er unter dem Mantel verborge» ge- , halte, in dem dort lockeren Erdreich ein Loch [d Stäben. Jetzt wurde mir die Sache noch »er»
Römische Skizze«.
(Nachdruck verboten.)
m (Schluß.)
Rom ist als teure Stadt verschrieen. Es ist aber nicht so schlimm damit. Leider find die'teuersten Hotels gerade die Nationalen, d. h. die deutsche», englischen, ftanzöfischen u. s. w. ES gtebt recht gute italienische Hotels und wer stch in italienischer oder französischer Sprache verständigen kann, fährt dort ganz gut. Nur muß er Haare auf den Zähnen haben und darf sich nicht einschuchtern lassen. In der Nähe des Bahnhofes liegen mehrere durchaus annehmbare italienischen Besitzern gehörige Hotels, die solide Preise berechnen und Gutes in Speise und Trank bieten Aber über die italienischen Eigeutümlümlichketteu muß mau forttomme». Zehn Minuten nach sechs bin ich in meinem mir von früher schon bekannten Hotel. Der Besitzer, ein munterer, fixer Man», begrüßt den bekannten Gast wie einen alten Frennd und hat be- reitwilligst das gewohnte Zimmer reserviert. Der K-llner bringt den Kaffee. Da ist nun gleich eine italienische Eigentümlichkeit, die Kaffeekanne ist nicht sauber gereinigt. Von vornherein muß solchen Schmntz'- rtien entgegen getreten werde», deshalb wird »enes Geschirr »od neuer Kaffee beordert. Aber die schmutzige Kanne bleibt am Platze, dis eine saubere gebracht, und mit dieser kommt der Herr Hotelier, sich in tauend Entschuldigungen erschöpfend. Das hilft denn und für die nächsten Tage kann man ruhig feto. I» ben römische» Hotelzimmer» findet sich natürlich kein Ofen, der Fußboden ist mtt Fliese» ausgelegt, über bie ein Teppich gebreitet ist. M.t bloßen Füße» darf man sich also nicht vergnügen, wenn man keinen Schnupfen haben will. Die Betten find breit und gut; von unserer deutschen Bettdecke ist fteilich auch nichts zu finden, wenngleich man sie manchmal schmerz- 1 ch vermißt.
Da» Leiden aller Jtalienfahrer ist die Küche, be- onder« die zusammengesetzten ttalieuischeu Gerichte.
«t voller Bestimmtheit. Ersterer gehe dahin, daß >as Petersburger Kabinett die Abgabe einer Kollekttv- ftklärung der Mächte bei der Pforte wünscht, welche «s Verbleiben des Prinzen Ferdinand von Koburg n Bulgarien und die Ausübung der Prärogativen Ms Fürsten von Bulgarien durch ihn als ungesetz- ch verurtellt. Negativ steht fest, daß in der rus-
* . Irin Fieber; Husten und Auswurf sind wie gestern, 1 PH äußere Wunde verheilt. — Die gestern erwähnten nstei! Ritteilungen der „Polit. Korresp." über das neueste Äuwickelungsstadium derpolitischenLage lauten »e«- ihrem vollständigen Inhalte nach dahin, daß das mffische Kabinett die ihm zugeschriebene Absicht, neue llnterhandlungen in der bulgarische Frage einzuleiten, Kreits zur Ausführung gebracht habe und daß nun- »ehr der Mitteilung eines formulierten russischen iorschlages entgegengesehen werde. Über den Inhalt u be< ifä russischen Impulses verlauten vorläufig zwei Um- fiehll tänbe, der eine positiver, der andere negativer Art,
»Wie tarnen Sie in den Besitz derselben?" »Sehr einfach," versetzte Gottfried von Kreß wo Mch noch unbefangener und ohne auch nur einen
Marlmra. ärEsta »■ ,V;-.-------
U Fr-itag, 24. Februar 1888. «gÄÄÄM MI. Jahrgang. —---------------" tvaudeu.feo. in Frankfurt a.M.,Berlin,Hannover.Pari?.
»Wann kehrten Sie nach Wien zurück?'
»Am fiebennndzwanzigsten März."
»Warum verfuchttn Sie es, den Polizisten, die 'ftt to Verhaft nahmen, zu entfliehen?"
»Ich glaubte ein Recht dazu zu haben, weil kein Micher Grund vorliegt, mich tos Gefängnis zu Via. Ekfen."
»Wirklich?" rief der Ärimminalrat, über solche • f*. "chheit nicht wenig erstaunt. „Kennen Sie diese ««tosen, welche auf dem Tische vor mir liegen ?• . »Ja," erwiderte Gottfried von ftrefj höchst unbe- ■ßen. „ES find dieselben, welche ich der Fran ’tanenfelb im Grashof verkauft habe."
»Besitzen Sie noch mehr dergleichen?"
«3n meiner Wohnung werden sich noch einige * A finden."