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Illustriertes Sonntagsblatt.

Deutsches Reich

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Heute vormittag nahm der Kaiser den Vortrag des

entgegen und machte um 2 Uhr eine Spazierfahrt,

ou Privatnachrichten verschiedener Blätter von einer Beste- SÜrI rang oder wenigstens doch von einer Abnahme der

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Er. Majestät eine kleine Theegesellschast statt, zu welcher auch Minister von Putlkamer geladen war.

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Dir Drophezechung -er Zigeunerin.

Crimiual-Roman von Theodor Griesinger.

(Nachdruck Verbote».)

Hof wurde in der Zeit, in welcher unsere wahre Ge­schichte spielt, von unten bis oben von den verschieden­artigsten Geschäftsleuten bewohnt, obwohl die Woh­nungen keineswegs besonders einladend aussahen. Freilich die nobelsten Geschäfte waren es gerade nicht, die da getrieben wurden, allein einen guten Ertrag schienen sie abzuwerfen; denn die Mieter bezalterr durchschnittlich sehr hohe Preise und hätten vielleicht noch höhere bezahlt, wenn mau fie geschraubt haben würde.

Unter diesen Mietern nun befand sich auch ein Ehepaar, das einen Handel mit Juwelen und Pre­tiosen trieb, und dasselbe hatte die rechte Seite des ersten Stockwerks inne, wo an der Eingangsthür eine Mesfingplatte befestigt war mit den großgeschriebenen Buchstaben: »Fidelis Blumeufeld, Bijouterie." Da­bei darf ich eben Zweierlei nicht verschweigen, einmal das, daß der Herr Fidelis Blumenstld nicht von Hause aus dieseu Namen führte, und sodann das, daß er fich den größten Teil des Jahres hindurch auf Reisen befand. Er hieß früher Moses Levy, und erst, als er sich mit seiner Rebekka taufen ließ, legte er sich obigen, süß duftenden Namen bei, während Rebekka fich in eine Amanda umtäufte; die vielen Reisen ins Ausland aber, besonders über den Rhein hinüber nach Straßburg, unternahm er deswegen, weil er von all den Waren, die seine Frau in seiner Abwesenheit einkau tt, bei weitem das Meiste im Ausland wieder an den Mann brachte nur selr Weniges in Wien selbst. Warum er wohl diese Art von Geschäftsbetrieb wählte? Iw kann eS dem Leser nicht sagen; ar vertrauen aber will ich ihm, daß unter den niederen Klassen Wiens das Gerede ging, bet Blumenfeld könne man alle Goldwaren aubringen, selbst die gestohlenen, ohne daß mau gefragt werde, woher man sie habe, nur dürfe man keinen hohen Preis dafür fordern.

Am grünen Donnerstag, den achtundzwanzigsten März, befand fich Frau Amanda Blumenfeld in ihrer Geschäftsstube und war eben dabei, eine kleine Kiste

chmerzen sind nicht vorhanden. Der Auswurf und der Husten sind noch wie gestern.

Sa» Remo, 18. Febr., abends 11 Uhr 35 Min. Der Kronprinz stieg vormittags um 11 Uhr auf. Der Husten hat sich etwas gebessert, Kopfschmerz ist nicht mehr vorhanden. Der Großherzog und die Großherzogin von Baden sind heute hier eingetroffen und wurden am Bahnhofe vom Prinzen Heinrich und von der Erbprinzessin von Meiningen empfangen.

19. Febr. Für die beunruhigenden gestrigen Nachrichten desTageblatts" über den Kronprinzen liegen bis jetzt anderweitige Bestätigungen nicht vor. Der Korrespondent derVoss. Ztg." aus San Remo erklärt sogar ausdrücklich die Nachrichten desTage­blattes" für unbegründet, fügt aber selbst hinzu, Dr. Krause warne sehr dringend vor jedem Optimismus. Die Operationswunde ist soweit geheilt, daß die Be­handlung des Kehlkopfes und zwar durch Inhalationen mittelst eines Schlauches wieder begonnen hat. Das Tageblatt" meldet heute, die Aerzte sähen der Ent­wickelung der Krankheit während der nächsten acht, längstens vierzehn Tage mit größter Spannung ent­gegen ; eine Wendung, zum befferen oder schlimmeren müsse unbedingt in dieser Zeit eintreten. Der Kron­prinz litt in der letzten Woche infolge blutigen Schleim­auswurfes mehr als bisher bekannt wurde.

Das Gutachten Virchow s über die Krankheit des Kronprinzen.

Die BerlinerKlinische Wochenschrift" veröffentlicht das Gutachten Virchow's vom 29. Januar über die Untersuchung des am 17. aus dem Kehlkopfe des Kronprinzen ausgeworfenen größeren Gewebstücks. Darin heißt es:

Die Untersuchung hat große Schwierigkeiten. Weder aus der Form, noch aus dem Aussehen ließ sich erkennen, um was es sich handele. Indessen die sehr bestimmte Erklärung des Dr. Krause, daß der Körper schon vor seiner Lostrennung am Kehlkopfe beobachtet worden sei und sich hier unter dem linken Taschenbande von der Mitte bis zum vorderen Drittel desselben, von da auf den vorderen Winkel unterhalb der Glottis und auf die rechte Seite unter­halb des rechten Stimmbandes erstreckt habe, sowie die weiteren Ermittelungen über die Zusammensetzung ließen keinen Zweifel darüber bestehen, daß es sich in der That um einen spontan abgelösten großen Fetzen der inneren Kehlkopfwand handle. Von einer blos exsudativen (fibrinösen) Masse kann teilte Rede sein."

Nach einer längeren Beschreibung des Körpers,

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Der Doppelgänger.

Am Mittwoch, den fiebeuundzwanzigsten März, also gerade einen Monat nach der Ermordung der Fran Walpnrga von Awpach, erhielt der Kriminalrat Lama durch Vermittelung der K. K.Polizetoberdirc ction tu Wien ein das Datum des vierundzwanzigsten März tragendes, amtliches Schreiben aus Gratz, worin ihm von Seiten des Gratzer Polizeiamtes gemeldet wurde, daß am Morgen des Dretundzwanzigfteu ein großgewachsener, schlanker, in einen stahlgrauen Man­tel gehüllter, noch jüngerer Herr bei dem Trödler Anton Petz ein äußerst wertvolles, goldueS Collier habe ver kaufen wollen, welches der Beschreibung nach nnzweifelhaft zu den unter dem zweiten März bekannt gewachten Pretiosen gehöre; daß aber der VerkauiS- lustige sich, daS Collier wieder an fich nehmend, schnellstens entfernt hätte, als der Petz von ihm wiffen wollte, wie er in den Besitz des Schmuckes gekommen sei. Seither," hieß es dann noch znm Schluffe, »ist dieses verdächtige Jndividium von Grotz verschwunden, und wir haben nicht in Erfahrung bringen können, wohin er fich gewendet hat."

Der Kriminalrat laS den Brief zweimal durch und ging dann mit unruhigen Schritten auf und nieder. »Sonderbar, höchst sonderbar!" murmelte er. »Sollte Kuppitsch die Prettosen einem anderen übergebe» haben, der jetzt zum Verkauf derselben schreitet? Und, noch weit sonderbarer, das verdächtige Individuum wird auf eine Weise beschrieben, daß mau glauben könnte, ran habe den Kuppitsch selbst vor fich."

Er stand also vor einem neuen Rätsel, das er nicht lösen konnte, und schon nach zwei Tagen sollte ihm dieses Rätsel «och rätselhafter werden.

Am Ende der Köllnerhofgaffe in der inneren Stadt Wiens liegt der sogenannteGraShof", ein sehr weit­läufiges und unregelmäßiges Gebäude, daS wohl seinen Ursprung bim Mittelalter verdankt, und dieser Gras-

(Fortsetzung.)

»Es ist gut, Sie find entlaffeu, sagte jetzt der Lrimiualrat sehr zufriedengestellt und befahl zugleich, btn Arrestanten wieder, in feinen Kerker zurückzn- sähreu. Auch hatte damit die Sitzung für heute rirr Ende.

Der Verdächttge mußte als verloren angesehen den. Die Aussagen des Hofrats von Hagauini,

Leben dos Hänschen in der Josephsvorftadt nie be- treten zu haben.

Als zweite BelastigungSzengin, ebenfalls angr trieben durch die amtliche Kundg, bung in der Wiener Zeitung vom 2. März, trat die Befitzerin der Bären- wühle, Frau Anna Burger, auf und als dritte endlich die reiche Frau von Reißner aus der Vorstadt »Land­straße," welche fich von ihrem Dienstmädchen begleiten ließ. Die beiden Frauen gaben zu Protokoll, war ihnen mit dem Manne im Mantel passtert war, und da ihre Ehrenhaftigkeit nicht dem geringsten Zweifel unterlag, so konnte natürlich auch an der Wahrheits- trede ihrer Erzählung nicht gezweifelt werden. Dem gemäß wurden auch sie mit dem Gefangenen conftontirt, und beide schwuren, daß er derselbe sei, der sie in so frecher Weise beraubt habe. Er aber, nun er beharrte darauf, weder die Frau Burger noch die Frau von Reißner je gesehen zu haben; allein etwas Thatsächliches zur Bekräftigung seiner Worte konnte er nicht beibringen, und somit schenkte man ihm natürlich keinen Glauben. ,

So häuften sich Beweise auf Beweise gegen den gefangenen Richard Kuppitsch, und nicht die geringste Belastung ttor die, daß der Herr im Schafspelze, mit dem er am fiebeuundzwanzigsten Februar von Mödliugeu au bis weit über Baden hinaus gefahren fein wollte, beharrlich nicht vor Gericht e schien, ob- wohl, er unter genauer Beschreibung seiner Person zweimal in der Wiener Zeitung dazu aufgefordert norden war. »Nur Eines fehlt noch," sagte fich der Kriminialrat von Lama, nachdem seit der Er. wordnng der Frau von Awpach etwa vier Wochen verfloffen sein mochten,nur Gus fehlt noch, um diesen Menschen als vollständig überwiesen zu be­trachten, die Auffindung der geraubten Pretiosen welche er irgend wo geschickt verborgen hat; aber auch dieses Rätsel wird noch gelöst werden, und dann.... dann habe ich wieder einmal den Beweis geliefert, daß ich...."

Er vollendete nicht; aber derStolz, der jetzt aus seinen Augen leuchtete, sprach seine Gedanken hinlänglich aus.

zeigte sich namentlich gestern, als die Frage auftauchte, wieder eine Untersuchung des Kehlkopfes vorzu­nehmen. Mackenzie war anfänglich dagegen, weil er fürchtete, der Kronprinz könne dadurch angestrengt werden. Es stellten sich jedoch nachmittags Besorg­nis erregende Symptome einer neuen Schwellung ein, worauf denn Mackenzie abends zum ersten Male nach der Operation eine laryngoskopische Untersuchung vor­nahm. Dieselbe ergab das Resultat, daß die nach­mittags aufgettetene neue Schwellung bereits wieder etwas geringer geworden war. Man machte spät am Abend darauf noch das Experiment, daß man die Kanüle zustopfte. Der Kronprinz vermochte eine kurze Weile auch so zu athmen. Tie gestern be­obachtete Neigung zu neuen Anschwellungen ist inso­fern ein bedenkliches Symptom, als dieselbe auf die Möglichkeit eines weiteren und schnelleren Umsich­greifens der eigenen Krankheit und mithin auf neue Komplikationen schließen läßt, deren Hinzuttitt die ernstesten Besorgnisse rechtsertigen würde. Dazu kommt, daß die Operationswunde durchaus nicht so schnell heilen will, als man hoffte, was ebenfalls ein wenig günstiges Anzeichen ist. Die Ärzte sehen des­halb den nächsten Tagen nicht ohne Sorge entgegen. Die Nacht verlief günstiger, als man noch gestern abend gehofft; der Kronprinz hat, wenn auch mit wiederholten, durch Hustenanfälle verursachten Unter­brechungen geschlafen. Die Körpertemperatur ist nor­mal. Der blutgefärbte Auswurf läßt noch immer nicht nach. Dagegen meldet dieVoff. Ztg." vom heutigen Tage folgendes:Der Kronprinz verbrachte wiederum eine befriedigende Nacht ohne Kopfschmerz mit wenig Husten. Jeder neue Tag verstärkt die Hoffnung auf eine günstige Weiterentwickelung. Mackenzies Abreise kann sich noch eine Woche ver­zögern, wenn des Kronprinzen Einwilligung dazu nicht früher erfolgt." Der Widerspruch zwischen diesen beiden Berichten ist um so weniger verständlich, als beide Korrespondenten, wie bekannt ist, aus dritten zuverlässigen Quellen schöpfen. Es mag noch er­wähnt werden, daß die Nachrichten, die aus den hie­sigen Hoikreisen bekannt werden, nicht erfreulich lauten.

Einer Meldung derNat.-Ztg." aus San Remo zufolge überreichte der Kronprinz gestern dem Dr. Bram ann das Komturkreuz des Hohen- zollernschen Hausordens.

DerReichs-Anzeiger" veröffentlicht folgendes Bulletin aus S a n R e m o von heute, vormittags 10*/i Uhr: Auch in dieser Nacht war der Schlai des Kronprinzen bester; Fieber und Kopf-

; bedrohlichen Symptome sprechen und vor allen Dingen den Befund bei der gestrigen Untersuchung des Kehl- s kopfs als einen erheblich besseren bezeichne», meldet der Berichterstatter desB. T." aus San Remo

pold, Feldmarschall Graf vou Moltke, General der Lnsanterie von Werder, der Kriegsminlster, das Per- al der rufsifchen Botschaft und andere hervor­ragende Persönlichkeiten. Die Kommission des -Reichstags für die Vorlage über die Rechtsverhält- iste in den deutschen Schutzgebieten nahm den An­trag des Abgeordneten Meyer (Jena) an, welcher Bundesrate das Recht gewährt, von Reichswegen Lorporationsrechte an die Kolonialgesellschaft zu Ver­chen. Bestimmt lauten noch immer nicht die Mittei- llungen über die Anknüpfung'- diplomatischer Ver­handlungen in der bulgarischen Frage, doch kann die -Thatsache schon genügen, daß überhaupt solche statt­finden, um einer etwas weniger pessimistischen Aus- fastung der Politischen Lage den Weg zu ebnen. Die Verhandlungen finden offenbar zunächst in Berlin statt und sind als eine direkte Folge der Rede des Reichs­kanzlers zu bettachten. Graf Schuwalow hat am Tage nach seiner Rückkehr nach Berlin und an den beiden solgenden Tage» längere Konferenzen mit dem "Staatssekretär Grafen Bismarck gehabt und ist einen Tag darauf am 14. Februar vorn Fürsten Bismarck empfangen worden.

sBom Kronprinzen.) Die heutigen Nach­richten über den Zustand des Kronprinzen stehen in t einem schroffen Widerspruch zu einander. Während nämlich das offizielle Bulletin und noch mehr die

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der ursprünglich 3,5 cm. lang und an dem einen Ende */» cm, am anderen 1 cm. breit ge­wesen ist, heißt es: das entleerte Stück muß also ein abgestorbener und faulig veränderter Theil des Kehlkopfes sein, der von der Oberfläche her bis in die Tiefe von stellenweise 4 mm losgelöst ist. Die sehr reichlichen Muskelfasern können wohl nur dem thy reoarytaenoideus internus zugeschrieben werden. Von dem Prozeß, welcher die Gangraen bedingt hat, vermochte ich ebenso wenig etwas wahrzunehmen, als von demjenigen, welcher die Demarkatton und Exfoliation des Stückes gemacht hat. Weder Eiter­körperchen, noch Granulationszellen waren erkennbar. An den meisten Stellen fand sich überhaupt nichts vor, was auf irgend eine fremdartige Beimengung hindeutete. Nur an dem aus einer fast harten Stelle herausgeschnittenen größeren Stück, welches die Form und das Aussehen einer flachen Warze hatte und an welchem sich auf einem Durchschnitt schon mit bloßem Auge ein festerer, mehr weißlicher Kern und eine trübe, ziemlich dicke Deckschicht unterscheiden ließen, zeigten sich fast in jedem mikroskopischen Schnitt so­genannte Nester (Zwiebeln) von epidermoidalen, hänfig ganz homogen gewordenen Zellen. Regelmäßig lagen diese Nester in der Deckschicht oder doch in nächster Nähe derselben. Die Deckschicht ihrerseits hat wohl gleichfalls aus einer epidermoidalen Wucherung be­standen ; jedoch waren einzelne Zellen nur noch stellen­weise daran zu unterscheiden. Epidermiszwiebeln in tiefen Theilen und deutlich isolire Alveolen habe ich trotz anhaltenden Suchens nicht gefunden."

In einer Nachschrift Schraders wird gesagt, daß auch weitere Nachforschungen Virchow's keine Er­gänzung dieses positiven Untersuchungsergebnisses lie­ferten. Es konnte nur noch sestgestellt werden, daß sich nirgends ein Knorpelfragment hat nachweisen lassen.

Die Deutung dieses Gutachtens ist zwar zunächst nur Medizinern möglich. Wir können aber positiv Mitteilen, daß Virchow auch nach dieser Untersuchung den Beweis für Krebsdiagnose als nicht erbracht ansah. In einer Nachschrift, welche der Herausgeber der Wochenschrift, Professor Ewald auf Ersuche» veröffentlicht, und die, wie wir z» wiffen glauben, aus San Remo stammt, wird gesagt, daß bei der Entleerung im November, bei welcher von weichem Krebs gesprochen wurde, die aber außer Nahrungs­bestandteilen und Eiter nur epitheliale Elemente ent­hielt, keiner der Aerzte damals die Diagnose auf Krebs gestellt habe. Dann heißt es weiter:Die Veröffentlichung von Virchow's Gutachten und

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

t Gem 3U dem heutigen Diner zu Ehren der Deputation (10 des russischen Regiments Ka'uga, dessen Chef der Kaiser ist, sind geladen: Prinz Wilhelm, Prinz Leo-

. von neuen ernsten Komplikationen. Derfelbe depe- schiert: Die Ansichten der Ärzte gehen nicht nur über et» zta die Natur der Krankheit, sondern auch über die Be­handlung nach der Operation, sowie über die Bedeu­tung der beim Heilungsprozeß der Operattonswuude aufttetenden neuen' Erscheinungen auseinander. Das

r ebenfalls Zeugnis ablegen mußte, lauteten zwar für den Angeklagten keineswegs ungünstig; denn er trfiäite ohne Umschweife, daß er denselben eines Ver- ' echens gar nicht für fähig gehalten habe, und auch tau Anna Wegner wußte nichts Nachteiliges von zu sage», wie fie fich denn Überhaupt sehr zurück- ltend äußerte, ganz im Gegensatz zu ihrer sonstigen deseitigkeit; allein von anderer Seite wurden Thai- chen gegen ihn beschworen, welche ihn als einen Menschen erscheinen ließen, der zu jeder Schandthat fähig sei.

Zuerst nämlich meldete fich die Weißnähterin Marie «ramer, welche in der JosephSvorstadt wohnt, und bekundete, daß fie von einem Menschen, auf weichet bas Signalement in der Wiener Zeitung vom zweiten §ärz vollkommen paffe, schwer geschädigt worden sei. natürlich fragte fie der Kriminalrat über den Her- tong so wie über alle Nebennmstände anfs Genauste «18; da fie fich jedoch in keine Widersprüche ver­nickelte, und auch die Aussagen der sofort ebenfalls bvrgeforderten Margarethe Hölzel, ihrer Vermieterin, «>it den ihrigen Überemstimmten, so mußte er ihr Nohl Glauben schenken. Er ließ also sowohl fie als «Ach die Witwe Hölzel den Zengeueid schwören, und °ann wurde der Gefangene mit ihnen konfrontiert. ®r ist eS," riefen sofort die beiden Fraueuspersouen. -.«8b auf dieser ihrer beschworenen Aussage beharrten ne, obwohl der Arrestant beteuerte, in seinem ganzen

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b Sette W® des Militärkabinetts, Generals von Albedyll, L.__.. ««ma «««ai4i4a «««m O 11k«. a«ma rn 4« A«trtVtA nVT

llltttfi Berlin, 18. Febr. Der K a i s e r wohnte gestern lttttli ier Vorstellung im Opernhause bei; hierauf fand bei

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a. SR.. Coffel, Magveburg u. Wien; Rudolf XXIII. Iavraana. Moffe in Frankfurt a.M , Berlin, München u. Köln; G.L.

Daube u. Co. in Frankfurt a. SR., Berlin, Hannover. Paris.

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