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MechUch Teilung,

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt fiir die Kreise Marburg und Kirchham. - Illustriertes Sonntagsblatt.

Expedition; Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von 3 oh. Luo Aoch.

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Tiefe äußere Umwandlung ist eine Folge der in- l4l|y wen Umwandlung. Unsere moderne Zeit gestattet

das behagliche Sich-Gehen, sie for-

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schreiten, wie die Industrie. Sie ist, wie oben gesagt, bi ihrer zurückgezogenen Stellung dem neuen weniger tätigt, hält zäher am alten und liebt das Experi-

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d erhöhte Kraftanstrengungen und erheischt gebie- isch, daß sich der Einzelne dem Ganzen anpaßt, frühere Abgeschloffenheit, in welcher aus Mangel genügender Verkehrsmitteln ein Landstrich gegen« r dem anderen verharrte, hat ein Ende erreicht, Geist der modernen Thätigkeit hat alle Kreise rchdrungen. Das enge Wirken nimmt mehr und hr ein Ende, auch der kleine Geschäftsmann blickt iter und weiter umher, weil ihn die erweiterten spräche dazu zwingen und die vermehrte Kon- enz, die einen gegen früher ungemein auffallenden isrückgang veranlaßt hat. Eine Folge des letzeren es nur, daß wir heute im schlichten Haushalt reiche Gegenstände finden, die sonst nur bei ver­

mögenden Klassen zu finden waren. Und genau so steht es in der Landwirtschaft. Auch sie greift zu Neuerungen, weil sie muß, weil die altväterliche Wirt- schast nicht mit den jetzigen Verhältniffen mehr im Einklang stehen würde. Aber eins liegt bei der Landwirtschaft anders, als im Gewerbe, und das ist die Geldfrage. Das Kapital ist heute zu einer Macht geworden, es ist der befruchtende goldene Regen, welcher neue Ideen aufsprießen und sich entwickeln läßt. Das Kapital hat sich naturgemäß der Industrie in erhöhtem Maße zugewendet, weil dort der Gewinn ein lohnender war. Es fehlt ja auch nicht an größeren landwirtschaftlichen Unternehmungen, aber sie kommen in der That nicht m Betracht gegenüber den zahl­reichen industriellen Gesellschaften.

Ter Landwirtschaft fehlt Geld! Daran liegt zum nicht geringen Teile der Grund, daß sie nicht einen Anlauf zu kräftigem Aufschwünge nehmen kann, daß es ihr unmöglich ist, sich Alles das in gehörigem Maße nutzbar zu machen, was die Neuzeit Großes erdacht und geschaffen, und neue Betriebswege ein­zuschlagen, die reichere Einnahmen bringen. Auch die Kornzölle haben keinen höheren Getreidepreis von ausschlaggebender Wirkung bisher zu erzielen vermocht, und es ist die Frage, ob in Zukunft das der Fall fein wird. In der Hauptsache haben sie nur einen weiteren Preisrückgang verhütet. Für die Landwirtschaft kann noch sehr viel gethan werden durch Erleichterung der Lasten, aber durchgreifende Änderung kann erst eintreten, wenn sie mit Geld in den Finger» energisch vorwärts strebt. Was den großen Grundbesitzer schon drückt, empfindet der kleine Landmann noch schwerer. Es ist für ihn selbst in befferen Zeiten nicht leicht, Kapitalien zu sammeln, und bann brauchen sie ja auch weniger, aber jetzt wird der Mangel hart empfunden. So fürchterlich viel Geld liegt jetzt fast brach gegen geringe Zinsen, die sicheren Anleihen werden überzeichnet, weil Nie­mand dem Frieden traut, aber das ist kein gesunder Zustand. Hier, auf dem Rentenmarkte, herrscht Hoch­flut, sonst aber starke Ebbe. Es werden hoffentlich die Zeiten wieder kommen, in welchen Landwirtschaft und Industrie sich in gehöriger Weise mit dem reellen Kapital verbinden, denn damit wird Beiden geholfen. Je schlimmer für Landwirtschaft und Industrie die Zeiten, um so mehr sinkt der Rentenzinsfuß. Die Notlage der ersteren weckt auch einen Notstand der Kapitalisten, der aus dem niedrigen Kapitalerträge entsteht.

rnefen zu fein, und dasselbe erst eine Halde Stunde nach Mitternacht verlassen zu haben?"

Ich," protestierte Richard Kuppitsch in noch ener­gischerem Tone als zuvor, .habe dieses Haus am fiebenundzwanzigsten Februar von morgens zehn Uhr au bis zur jetzigen Stunde nicht mehr betreten. Da­für sei Gott mein Zeuge.*

Sofort bediente sich der Kriminalrat der vor ihm stehenden Glocke und fragte sodann den einrietenden Gerichtsdiener, ob der Portier Matthias Hotzny, wie er befohlen, zur Stelle sei.

,3a, Herr Kriminalrat," erwiderte der GerichtS- biener.<'r wartet im Zengeuz mmer."

,So taffen Sie ihn einrieten,* befahl der Krimi- nakat.

Einen Augenblick später erschien der. Portier und machte eine tiefe V rbeugung. So wie er aber dcs Richard Kuppitsch, der an Händen und Füßen Fesseln trug, anstchttg wurde, schrak er sichtlich zusammen.

»Matthias Hotzny,* redete ihn der Kriminalrat, dem dieses Zusammenschreckeu nicht entgangen war, mit feierlichem Ernste an, »Sie find in der Unter» uckung wegen des int Hanfe Nr. 330 der Glocken gaffe begangenen Raubmords als Zeuge zu vernehmen und haben vor allem zu beschwören, die lautere Wahrheit zu sagen. Verstehen Sie mich,* wiederholte er mit noch feierlicherem Ernste, »die lautere, rück- ichtslose Wahrheit. Legeu Sie die drei elften Finge- Ihrer rechten Hand auf dieses Kruzifix hin, und sprechen Sie mir den Eid nach."

Ein schwerer Seufzer hob die Brust des Matthias Hotzny; aber er sprach den Eid nach, wählend feine Finger auf dem Kruzifix ruhten.

Matthias Hotzny," fragte nun der Kriminalrat, haben Sie das Thor im Hause Nr. 330 der Glocken gaffe am Abend und in der Nackt deS fiebenund. zwanzigsten Februar dieses JahreS persönlich überwacht.

3a, Herr Kriminalrat."

Konnte jemand heraus oder hinein, ohne daß Sie ihm öffneten?"

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W ichen Personen öffneten fie noch nach zehn Uhr abends?"

Einlaß begehrte von halb zehn Uhr an niemand m hr; hinaus ober habe ich nur noch einen einzelnen Herrn gelassen, der gar nicht tm Hause wohnte, son­dern daff.lbe nur sehr oft besuchte."

Wann wars dies?"

Eine halbe Stunde nach Mitternacht."

Wer war dieser Herr?"

,Es war," erklärte der Portier, und abermals hob sich seine Brust zu einem sww-ren Seufzer; aber feine Worte klang n doch fest und enttchloffen, es war der Bräutigam der Rosalie Dollinger, Herr Richard Kuppitsch."

Haben Sic ihn genau erkannt?"

3a. Er trug wie immer seinen schwarzen Scklapp- hut, s.tnin stahlgianen Mantel und darüber um den Hals sein rotseideueS Tu ."

War eS bkfer hier?" fragte der Kriminalrat und deutete auf den Gefangenen hin.

3a, er war es," sprach Matthias Hotzny ft ft und bestimmt.

Eine fast unheimliche Stille herrschte, während diese Worte gesp-ocken wurden, und auch ser Krimi­nalrat unterbrach dieselbe eint Z-tt laug nicht.

Angeklagter," wandte er fich bann an ben @t. angenen,Sie haben gehört, was dieser unbescholten Zeuge bei seinem Eide deponiert bat; wollen Sie auch j-tzt nock auf Jhr.m Lügensyst m beharren ?"

Richard Kuppitsch hatte alle Farbe des Gefickts verloren; aber dennoch zitterte er nickt. Auch sprüht ans feinem Ange weder Haß noch Grimm, sondern eS lag vielmehr eine unendliche Trauiigkeit darin. 3ch habe," sprach er bann langsam und fast ruhig, den Portier Matthias Hotz y stets als einen ehren werten und wahrheitstteuen Monn gekannt und will ihn keiner abfichtlicken Lüge zeihen; aber," fuhr er mit erhobener Stimme fort,jener Manu, dem er eine halbe Stunde nach zwölf Uhr in jener Nacht

Deutsches Leich.

Berlin, 16. Febr. Der Kaiser wohnte gestern der Vorstellung im Opernhause bei und nahm heute vormittag die Vorträge des Generals v. Albedyll lind des Kriegsministers entgegen, welch letzterer dem Kaiser auch Mannschaften in der neuen Uniform und Ausrüstung des zweiten Aufgebotes der Landwehr vorstellte. Nachmittags um 2 Uhr machte der Kaiser eine Aussahrt. Die Deputation des russischen Kalugaschen Infanterie-Regiments traf heute früh mit dem Petersburger Kurierzug in Berlin ein. Sie besteht aus dem Regiments-Kommandeur Oberst von Korobka, Hauptmann von Frontinsky und Leutnant und Regiments-Adjutant von Brummer. Diese drei Offiziere haben imHotel Kaiserhof" Wohnung ge­nommen, während der sie begleitende Feldwebel in der Kaserne des Kaiser-Alexander-Garde-Grenadier- Regiments ein quartiert wurde. Um der Deputation als Führer in der Reichshauptstadt zu dienen, ist derselben der Hauptmann von Kries vom Kaiser- Alexander - Garde - Grenadier - Regiment beigegeben worden. Wie bis jetzt bestimmt worden, wird Se. Majestät der Kaiser und König die Abordnung Seines russischen Regiments am Sonnabend, den 18. d. M., mittags, empfangen, um aus dem Munde des Kommandeurs die Glückwünsche des Regiments zu dem 70jährigen Chef-Jubiläum entgegen zu nehmen. Wie bei dem letzten parlamentarischen Diner, so hat auch in Privatgesprächen Fürst Bismarck mehrfach seiner Hoffnung auf Erhaltung des Friedens in ähnlicher Weise wie in seiner Reichstagsrede Aus­druckgegeben. Daß russische Vorschläge zur bulgarischen Angelegenheit durch Schuwalow überbracht worden sind, begegnet keinem Zweifel mehr. Es scheint nur, daß dieselben auch jetzt noch nicht diejenige Form besitzen, die der Reichskanzler als Voraussetzung für ihre Unterstützung durch die deutsche Politik bezeichnet hat. Die bloße Forderung, den Fürsten Ferdinand zu entfernen, würde nicht der Beginn einer Lösung, sondern eher neuer Verwirrungen sein, wenn nicht vorher eine Einigung darüber stattfindet, was nach der Entfernung desselben geschehen soll. Die Unterrichtskommission des Abgeordnetenhauses nahm am Mittwoch Abend einstimmig einen Antrag an, welcher die Regierung anffordert, ein dem Pensions­gesetz für Volksschullehrer vom 6. Juni 1885 ent­sprechendes Gesetz auch für die Lehrer der Mittel­chulen zu erlassen.

fVom Kronprinzemj DemBerliner Tageblatt" zufolge spricht sich Dr. Mackenzies Bericht

Die Prophezeihung der Zigeunerin.

Kriminal-Roman von Theodor Griesinger.

(Nachdruck verböte».) (Fortsetzung.)

«Meldet sich dieser Mann,* sagte der Kriminalrat er, »der Ihnen begegnet fein soll, so haben Sie esen, daß auch das Unglaubhafteste wahr fein ; meldet er sich nicht, fo betrachte ich Sie als irechsten Lügner, der mir noch je zu Gesicht gi= en ist. Und nun,* setzte er dann noch hinzu, ten Sie fort.*

»Was ich noch zu erzählen habe, ist mit wenigen wen getagt. In Wienertsch-Nenstadt kam ich gegen f.uhr Nachts an und fand, weil Jahrmartt war, '* Wirtshaus zum schwarzen Roß, wo der Stell­en hält, ganz überfüllt. Davon, ein Bett zu be- en, war also gar keine Rede, und eben so wenig lte ich hoffen, es in einem anderen Wirtshaus st zu treffen. So blieb mir nichts übrig, als > nachdem ich zu Nacht gegeffen, wie noch viele we, denen es auch nicht b-ffer ging, auf eine Bank fen zu legen, und die Nacht ging auch vorüber, anderen Morgen nahm ich mir einen Platz auf Slellwagen und kam gegen zwölf Uhr iuGloag. an, wie mein Oheim dem Herrn Obeikowmiffär rücklich bezeugt hat.*

»Das Letztere ist wahr,* sprach der Kriminalrat. kamen wirklich gegen zwölf Uhr mit dem Stell-

in Gloggnitz an. Was aber Ihre sämtlichen rin Aussagen betrifft, so frage ich Sie nochmals Ihr Gew'ffen, beharren Sie auf denselben, ober e» Sie ein anderweitiges Geständnis ablegen?" »Ich habe die Wahrheit gesprochen und nichts die Wahrheit,* erklärte Richard Kuppitsch in

Tone.

»Sie leugnen also,* fuhr der Kriminalrat fort, end sein Blick durchdringend auf dem Verhafteten

_am Spätabend deS si-benurdzwar-zi«sten Fe- ,<et tu dem Hause Nr. 330 in der Glockeugaffe ge«

gegangen. Die Arbeit der Menschenhände ist in der mann ' Industrie mehr und mehr durch Maschinenkraft er» ffienfba

und a ch in der Landwirtschaft, die sich dem

sowohl, wie in der Landwirtschaft, ip in der neueren als Q j^eit nicht nur eine äußerliche, sondern, was noch Wichtiger ist, auch eine innere Umwandlung vor sich

Ju Kit schon von den technischen Erfindungen der Neuzeit 10 4 gezogen. Diese Erfindungen haben die Arbeit ffentiich ^r Hände durchaus nicht vernichtet, wohl aber haben 3cn § fie die Arbeit zum Teil erleichtert und dadurch ver- adlg ui Mgt. Tas Geld, welches in Maschinen richtig an- rafe, ! ^gt wurde, hat seinen Nutzen noch stets getragen, mriheik M ber Erleichterung ber Arbeitsthätigkeit durch die sstm, dc flja-nen Gehilfen hat sich auch der Arbeitskreis ganz ^deutend erweitert. Insbesondere die Industrie ist y eTvi" Buf Felder gekommen und zur Anfertigung von Artikeln 8 -tag hergxgangen, an die früher kein Mensch gedacht hat. tls, dcss ,uch das ist naturgemäß. Bieten sich dem mensch- . ut; iichen Geiste Mittel und Wege, neue Gedanken auszu- * jR-0*1 führen, so rastet er auch nicht, er ist das wahre nachen Perpetuum mobile", welches die ganze Welt regiert.

Die Landwirtschaft kann nicht so schnell vorwärts

Sprechen Sie, H-,r Mindl," sagte der Kriminal­rat.3d> bin ganz Odr."

Der Portier Hotz, y," begann er, hat uns gesagt, laß der Arrestant an jenem Siebenunbzwanzigsteu -rst nach zwölf Uhr Nachts das Hans Nummer 330 v-'lstß, und nmg.kehrt wiffen wir vom Herrn Ober- fomtrtffär, daß derselbe am achttmdz anzigsten mittags rntt bem Stellwag- n in Gloggnitz eintraf. Zu Fuß kann er also unmöglich bis Wienerisch. Neustadt ge­gangen sein, sondern er ist gefahren, und da denke '.ch mir, er hat den Stellwagen, der Nachts zwei Uhr abgeht, schon von hier ans b-nutzt."

Sehr vohl möglich," nickte der Kriminalrat, sogar höchst wahischetulich, nnv wenn man beweisen l'önnte, daß er von hier aus um 2 Uhr NachtS mit» g fahren ist, so wäre er so gut wie überfuhrt."

,.DaS war auch nein Gedanke," meinte der Ge­richtsbeisitzer,und wie nun, wenn ich ben Weißen

vom 12. Februar dahin aus, er fMackenzief habe von Anfang an bis jetzt in konsequenter Form die 1 Ansicht ausgesprochen, es sei kein Beweis geliefert, daß das Leiden des Kronprinzen ein krebsartiges fei. I Sowohl im Mai nach Virchows mikroskopischer Unter» 1 suchung, wie im Oktober und November, als sich die 1 Anzeichen für die Bösartigkeit des Leidens mehrten, habe Mackenzie in dem nach Berlin in das Staats- : archiv gesandten Prototoll erklärt, es fei trotzdem 1 noch kein Beweis für das Vorhandensein des Krebses i erbracht. Auch in dem im Januar von dem Kron- ' Prinzen ausgehasteten Stückchen habe Virchow nach 1 sorgfältigster Untersuchung nichts Carcinomatöses ge- : funben. Seit bem Beginne des Leidens waren die i klinischen Erscheinungen stets vereinbar mit der An­schauung, daß das Leiden kein krebsartiges sei, was die mikroskopische Untersuchung bestätigte.

DerReichs-Anz." bringt folgendes Bulletin aus SanRerno,16. Februar, vormittags 10*/i Uhr: In den letzten 14 Stunden ist eine Veänderung im Zustande des Kronprinzen nicht eingetreten.

DemReichs-Anz." geht aus San Remo von autorisierter Seite folgende Mitteilung zu:Auf Wunsch des Kronprinzen, meine Ansicht über die Krankheit zu veröffentlichen, benutze ich die Gelegen­heit, einige ungenaue Mitteilungen, welche mir zu­geschrieben worden sind, zu berichtigen. Die allge­mein verbreitete Meinung ist, daß ich annehme, die Krankheit des Kronprinzen sei nicht Krebs. In jenem Berichte sind die WorteKrebs" undmaligne" (bösartig") als Synonyma gebraucht. Meine An­sicht von der Sache, welche ich beständig aufrecht er­halten habe, ist, daß kein Beweis von dem Vor­handensein des Krebses erbracht ist. Um emgehender zu sprechen: Als ich im Mai v. Js. in Berlin ankam, erklärte ich meinen Kollegen gegenüber, daß meines Erachtens die Erscheinungen im Kehlkopfe des Kronprinzen einen negativen Charakter tragen, d. h. die Krankheit könne gutartig ober bösartig fein; ber Charakter derselben könne nur durch die mikroskopische Untersuchung sestgestellt werden. Zu diesem Zwecke wurde von mir ein Stück des erkranktem Gewebes herausgenommen und von Professor Virchow unter­sucht, welcher nichts Malignes daran entdecken konnte. Wiederholte Untersuchungen anderer von mir aus bem Kehlkopfe entfernter Stücke durch Professor Virchow ergaben ähnliche Resultate. Im Juli, während des Aufenthaltes des Kronprinzen auf der Jnfel Wight, erklärte ich mehr als einmal ben hohen Verwandten gegenüber, daß diejenige Gefahr, welche man am meisten fürchte, in einem späteren Auftreten der

das Thor geöffnet Hal, war ich «tcht. Ich konnte es nicht sein," rief er, seine rechte zum Himmel erhebeod; dcnn ich war um jene Zett viele Stunden von Men intf.rnt."

Der Kriminalrat warf ihm einen zürnenden Blick zu, würdigte ihn aber keiner Antwoit.Gerichts» diener," befahl er diesem,bringen Sie den Arrestanten in seine Zelle zurück, und bewachen Sie ibn noch sorgfältiger als früher. Herr Matthias Hotzny," wandte er sich darauf an den Portier.Sie haben der Wahrheit die Eüre gegeben, ich danke Ihnen dafür."

Es ist mb," erwiderte derselbe mit gefentten Augen,sehr schwer geworden, gegen ihn Z-ugnis ibjulegen; denn sehen Sie, er ist ein so gründ braver, unger Mann, oder wenigstens habe ich ihn bisher vafür gehalten, und auch das junge Fräulein, die lefh .... o mein Gott," f. tzte er fast schluchzend, hinzu,Wir hätte so etwas für möglich gehalten."

Freundlich entlikß ihn der Krimtnalrat und hob darauf die Sitzung auf. Da räusperte sich der Ge- lichtsb-isitzer Mmbl uud erbat fich zu einer kurzen Bemerkung das Wort.

ibach ( jit Landwirtschaft und das Kapital.

«nnm.1 gn jjcr ganjen Arbeitsthätigkeit, in der Industrie

Feimtagen. Quarttü-Abonnemems-PreiS^bei der Expo- Marburg, sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und^Bogl^

iMT $eUe Sonnabend, 18. Februar 1888. Mo^EA^ ?Kölsi;^G. Ln- Jahrgang

10 w Reklamen für die 3eue 25 Pfq. Daube u. So. in Frankfurt a M., Berlin, Hannover Daris.

imitieren und Spekulieren nicht, weil das Risiko zu 1888. iroj; sein würde. Aber von dem wirklich Borte il- '"'"""Wsten hat sie doch Notiz genommen, und heute schaut Triebe ber Landwirtschaft schon aus wesentlich oberen Augen, wie vor fünfundzwanzig Jahren.

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