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Illustriertes Sonntagsblatt
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Dativen und der Reichspartei zur Beratung des Etats der Zölle, Verbrauchssteuern und Aversen, folgende
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^Resolution eingebracht: Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen zu ersuchen: '1. über die Wirksamkeit und Kongruenz der nach-
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Ganz weine Meinung," nickte der Kriminalrat, rst zufrieden. „Aber was folgt daraus?"
Criminal-Roman von Theodor Griesinger.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
10 Mk., c. Leinöl, Baumwollensamenöl in Fässern, Ölsäure 4 Mk., d. Oliven- und Ricinusöl in Fässern, amtlich denaturiert 2 Mk., e Palm- und Kokosnußöl 2 Mk., £ anderes Öl in Fässern 9 Mk., g. Rückstände, feste, von der Fabrikation fetter Öle, h. auch gemahlen frei, Schmalz von Schweinen und Gänsen, sowie andere schmalzartige Fette, als: Oleomargarin, Sparfett sGemisch von talgartigen Fetten mit Dl], Rindsmark [beef marrow] 10 Mk. Anmerkung zu h: Schmalz und fchmalzartige Fette für Scifcn- oder Lichtefabriken auf Erlaubnisschein unter Kontrolle 2 Mk., i. Stearinsäure, Palmitinsäure, Paraffin, Wallrath und ähnliche Kerzcnstoffe, anderweit nicht genannt 10 Mk., k. Fifchspeck, Fischtyran 3 Mk., 1. Talg von Rindern und Schafen, Knochcnsctt und sonstiges Tierfett, anderweit nicht genannt 2 Mk, ni. .Bienenwachs, einschließlich sonstigen Jnsekienwachses; Pflanzenwachs sauS Palmen, Palmblättern rc.]; Erdwachs, gereinigt 15 Mk., b- mineralische Schmieröle 10 Mark.
— Der „Bund" publizirt den Wortlaut der vom schweizerischen Bundes rat an die Regierung des Kantons Zürich erlassenen Kundgebung. Dieselbe datirt vom 8. d. M. und lautet: „Bekanntlich hat unser Justiz- und Polizei-Departement, durch die Andeutungen einiger Journale darauf aufmerksam gemacht, unterm 20. Januar schon von Ihrer Polizei- dircktron Bericht darüber eingesordert, ob es richtig sei, daß Polizeihauptmonn Fischer den deutschen Reichstagsabgeordneten Bebel und Singer Mitteilungen über die Ergebnisse der gegen Haupt und Schröder geführten Umersuchnng gemaust habe. Dieser Bericht ist den 27. Januar der Post übergeben worden und liegt uns vor. Ebenso liegt uns vor die Antwort Ihrer Behörde auf die uns nach den bekannten Vorgängen im Deutschen Reichstag vom 28. Januar an Sie erlassene Einladung um Ergänzung jener vorläufigen Berichterstattung Ihrer Polizeidirektion, nebst Beilagen, und wir sind nun im Stande, uns ein llares Bild über den Hergang der Sache, sowie über die Motive zu machen, welche Herrn Fischer bei seinem Vorgehen gekettet haben mögen, und über die Art und Weise, wie derselbe sein Mandat als Untersuchungsbeamter aufgefaßt hat und zur Zeit noch auffaßt. Wir können Ihnen nun nicht verhehlen, daß die Akten auf uns einen geradezu bemühenden Eindruck gemacht haben. Zwar hat Ihre Polizei- direklion Hrn. Fischer bereits einen Verweis erteilt, und Sie selbst haben dessen Handlungsweise als eine inkorrekte bezeichnet, allem das schließt nicht aus, daß wir unsererseits die entschiedenste Mißbilligung
des Vorgehens des Hrn. Fischer aussprechen, und zwar trifft diese Mißbilligung nicht nur die von ihm begangene Indiskretion, sondern in nicht geringerem Maße auch die von ihm versuchte Rechtfertigung. Was sich anläßlich der Untersuchung gegen Schröder und Haupt zugetragen hat, in Verbindung mit dem Anspruch, den jener Polizeibeamte darauf erhebt, dritten Personen nach Gnifinden Mitteilungen über die Ergebnisse der Untersuchungen zu machen, mit deren Führung er betraut ist, nötigt uns, auf Mittel und Wege Bedacht zu nehmen, die geeignet sind, das Geheimnis von Untersuchnngen zu sichern, welche im Interesse der politischen Polizei geführt werden. Es liegt auf der Hand, daß diese Polizei ihrerseits im Interesse nicht nur des Kantons besteht und ausgeübt werd, in welchem sie zufälliger Weise in Bewegung gesetzt worden ist, sondern in demjenigen der gesammten Schweiz, deren äußerer und innerer Sicherheit sie zu dienen hat. Nach Mitgabe von Art. 102, Ziff. 8 und 10 und Art. 70 der Bundesverfassung müssen wir für uns das Recht der Aussicht und Oberleitung auf diesem Gebiete beanspruchen, und können unmöglich zugeben, daß es kantonalen Beamten gestattet sei, derartige Untersuchungen nach ihrem Belieben zu führen oder, ohne unsere Ermächtigung, dem Publikum oder Drittpersonen darauf bezügliche Mitteilungen zu machen. Es ist, im Interesse des Ansehens und der Würde der Eidgenossenschaft nach außen, unerläßlich, daß wir in dieser Richtung, unsere verfassungsmäßigen Kompetenzen in vollem Umfange auszuüben in der Lage seien. Wir haben daher auch allen Grund, die bestimmte Erwartung auszusprechen, daß, ganz abgesehen von den Maßnahmen, welche uns in Zukunft einen bestimmenden und maßgebenden Einfluß auf die Führung derartiger Untersuchungen sichern sollen, Erscheinungen, wie sie jetzt zu Tage getreten sind, sich nie und nirgends mehr wiederholen werden. Wir benutzen auch diesen Anlaß, re."
München, 11. Febr. Im Finanzausschüsse erklärte der Finaiizminister, er stehe dem Anträge auf Aufhebung des Identitätsnachweises bei dem Import und Export von Cerealien keineswegs freundlich gegenüber. Ferner sagte der Minister zu, dem nächsten Landtage eine Vorlage betr. höhere Besteuerung der Großbrauereien vorzulegen. — Nach einem Privattelegramm der „Allgemeinen Zeitung" aus Friedrichshafen ist durch einen erneuten Lawinensturz die Station Langen der Arlbergbahn nebst einem Post- zuge verschüttet wurden. Zweitausend Arbeiter sind mit Rettungsarbeiten beschäftigt.
berzeichnet waren, welche in dem seiner Oberaufsicht unterworfenen Viertel der Stadt wohnten. „Die paar Zimmer im Erdgeschoß hat ein alter Junggeselle mit einem eben so alten Bedienten inne. Eine Treppe hoch wohnt schon seit Jahren eine Obristenwitwe mit ihrer Nichte, die fast so alt ist wie sie selbst. Das Quartier drei Treppen hoch steht leer. Vier Treppen hoch endlich unterm Dache wohnt wieder eine Witwe, und ihr Haushalt ist ebenfalls sehr klein; denn er besteht nur aus ihr und ihrer Tochter."
„Stehen die Mieter sämtlich in gutem Ruf?" fragte der Kriwtnalrat weiter.
„In dem allerbesten," verficherte der Oberkom- miflär, und deswegen dürfte wohl eine Hausiuchung ganz resultatlos bleiben," setzte er etwas zögernd hinzu.
„Trotzdem," befahl der Kriminalrat, „werden Sie dieselbe jetzt gleich vornehmen; obwohl natürlich mit all der Rücksicht und Schonung, welche so ehrenwerte Leute verdienen. Nun, übrigens wollen wir eine kleine Pause mache», welche ich dazu benutz n werde, um das Begräbnis der Ermordeten für morgen au- zuordnen."
Eine Viertelstunde verging, dann hörte man laute Stimmen oben im Hause, und gleich darauf betrat ein ganz eigentümlicher Zng den Salon, in welchem die Voruntersuchung stattfaud. Voraus gingen zwei Polizeidiener, welche mehrere schwere, silberne Gegenstände trugen und sie auf den langen Tisch, an dem die Richter saßen, niedersetzteu. Dann kam die W.twe Dollinger mit ihrer Tochter Resy, aber beide in einem Zustande der Aufregung, der sich nur schwer beschreiben läßt. Hinter ihnen gingen wieder zwei Polizei- diener, wie um sie zu bewachen und den Schluß bildete der Oberkommiffär Nischen, der ebenfalls höchst aufgeregt aussah.
Herr Krimiualrat," meldete der Letztere mit tiefer Stimme, „ich bekenne mich einer schweren Täuschung schuldig, als ich vorhin die Vermutung aussprach, die Haussuchung dürfte resultatloS verlaufen. Diese vier schweren silbernen Tafelstücke hier wurden auf
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oersitä Die Prophereihrmg der Zigeunerin.
dem Flur der Wohnung des vierten Stocks, hinter einem Kasten versteckt, gefunden."
Mann kann sich denken, welche Wirkung dieser Austritt auf den Krimiualrat und die anderen Herren am Gerichtstische machte. Sprachlos starrten alle bald den Oberkommiffär bald die beiden Frauen- gestalten, bald die silbernen Sachen an.
»Wer sind die beiden Frauen?" fragte endlich der Krimiualrat den Oberkommiffär.
„Die Witwe Dollinger und ihre Tochter Rosalie, welche schon seit Jahren hier oben wohnen," war die Antwort.
Schnell ließ sich jetzt der Krimiualrat vom Ge» richtsschreiber das Protokoll reichen, und mit großer Aufmerksamkeit überlas er die Seite, auf welcher die Aussagen der Anna Söllner verzeichnet standen.
„Außer diesen vier Stücken hat sich nicht» vorgefunden?" fragte er bann weiter.
„Nein," erwiderte der Oberkommiffär. „Weder in den beiden Zimmern, welche die Wohnung bilden, noch in dem großen Kasten auf dem Flur."
„Herr Mindl," wandte sich jetzt der Kriminalrat an den Gerichtsbeisitzer, welcher vorhin auf die Haussuchung gedrungen hatte, „nehmen Sie das Verzeichnis der Wertsachen, welche in dem Trumeankasten verwahrt waren, zur Hand, und vergleichen Sie."
Der Beisitzer that, wie ihm befohlen war; aber er brauchte nur wenige Sekunden, um zu einem Re. sultat zu gelangen. „Sehen Sie hier," sagte er, „Nr. 128 ein silberner Tafelaufsatz, innen vergoldet. Dann hier, Nr. 129, ein silberner Leuchter mit drei Armen. Weiter hier, Nr. 130, eine schwere Suppenschüssel mit zwei Handhaben. Endlich hier, Nr. 131, ein Karton mit zwei Dutzend silbernen Löffeln. Es stimmt alles vollständig."
„Frau Dollinger, treten Sie vor," befahl jetzt der Krimiualrat der älteren der beiden Frauen, und seine Stimme klang hart, fast raub. „Sie wissen ohne Zweifel so gnt als wir alle, daß vorgestern am sieben-
Aentschrs Reich.
Berlin, 11. Febr. Bei den Majestäten findet aut 14. ö. Mts. eine größere Soiröe statt. — Jn- 1 solgc der günstigen Bulletins aus San Remo über : den Verlauf der Operation hat sich die liefe Er- ; regung hier einigermaßen gelegt Man erfährt daß ■ her Kaiser, als er den Professor Bergmann und den ' Hosmarschall Radolinski vor ihrer Abreise am Dvn- j mislag empfing, über die Nachricht von der Operation f biS zu Thronen erschüttert war und sich eine Zeit i lang weinend abwandte. Er wünschte, daß Berg- i mann nach San Remo reifte, obwohl der Letztere ; auseinandersetzte, daß seine Anwesenheit in San Remo i nicht notwendig werde. — Die friedliche Auffassung f ber Lage, die sich auf die Darstellung des Fürsten j Bismarck in seiner großen Rede stützt, macht sich szwar langsam aber stetig geltend, und auch diejenigen [Organe schließen sich aUmalig an, die anfangs aus her Rede des Reichskanzlers etwas anderes heraus- fzulesen sich bemühten, als was dieser selbst als den fZweck und die Absicht seiner Darlegung bezeichnet hat. Der „Nat.-Ztg." tvird aus Petersburg mitge- |teilt, daß der Zar sich persönlich über Bismarcks fBede in einer ungemein günstigen Weise ausgesprochen rhabe und der „Voss. Ztg." meldet man indirekt aus ^Petersburg, der Zar habe geäußert: „Bismarck hat rRecht; ich wünsche keinen Krieg." — Die Abgeordneten von Wedell-Malchow und Dr. von Frcge haben hüt Unterstützung von Mitgliedern der deulschkonser-
undzwanzigften, hier in diesem Nebenzimmer ein em* setzlicher Raubmord begangen worden ist?"
Frau Dollinger wankte näher: aber sie wäre zusammengebrochen, wenn sie ihre Tochter nicht unter, stützt hätte.
„Ich weiß es," flüsterte sie. „Die Nachricht hiervon flog feilte vormittag durchs ganze Haus."
„$ier," fuhr der Krimiualrat in noch herberem Tone fort, „diese vier Stücke gehören zu den geraubten Sachen und wurden so eben bei Ihnen oben vorgefnnden. Wie kamen Sie in den Besitz derselben?"
„In den Besitz?" kreischte Frau Dollinger laut auf. „Um Gottes Barmherzigkeit Willen, wir wußten ja gar nichts davon, daß dieselben hinter unferm Kleiderspiude auf dem Flur versteckt waren."
„Auch Sie wußten nichts davon?" wandte sich der Krimiualrat an Fräulein Resy.
,Leine Ahnung hatten wir," beteuerte die Letztere, aus bereu Gesicht alle Farbe entwichen war. ,Zch kann es mit einem heiligen Eide beschwören. Sonst hätten wir ja längst Anzeige gemacht."
„Sie haben einen Bräutigam mit Namen Richard Kuppitsch?" fragte jetzt plötzlich der ftriminalrat in einem ganz eigentümlichen Tone.
Diese Frage kam der Augeredeten so unerwartet, daß sie glaubte, nicht recht gehört zu haben, und den Krimiualrat bat, ihr nochmals zu sagen, was er wünsche.
„34 will wissen," wiederholte der Letztere mit erhobener Stimme, „ob Sie mit einem gewissen Richard Kuppitsch in einem Liebesverhältnis stehen?"
„3a," erklärte Fräulein Resy, deren Wangen sich jetzt vor Unwillen zu färben avfingen, „so heißt mein Verlobter, aber er ist kein hergelaufener Geselle, wie Sie auzuuehmen scheinen, sondern er leitet das Bau- materialieugeschäft der Frau Witwe Schradin auf dem Holzwartt schon seit 3ahreu und wird eS dem- nächst käuflich übernehmen."
(Fortsetzung folgt.)
bezüglich Abänderung derselben im Interesse der Landwirtschaft und der beteiligten Jndustrieen herbeiführen ; 2. dem Reichstage demnächst über das Ernis dieser Untersuchung Mitteilung zu machen. Das beigefügte Verzeichnis führt aus dem Zolltarif 24. Mai 1885 folgende Positionen auf: Nr. 9 j a. Raps, Rübsaat, Mohn, Sesam, Erdnüsse und erweck nicht genannte Ölfrüchte 2 Mk. d] ß. Leinsaat, Baumwollensamen, Rieinussamen, Palmenkerne Koprah frei. Nr. 25 f] Butter, auch künstliche Mk. Nr. 26 Öl, anderweit nicht genannt, und tte a. Öl aller Art in Flaschen oder Krügen
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Setlag von Joh. Ang. Koch.
ibrttck flehend verzeichneten Zollpositionen eine eingehende Untersuchung nach der Richtung hin eintreten zu anzt lassen, ob es nicht geboten erscheine, eine Erhöhung
Erscheint täglich außer an Werktage« nach Sonn- und .. .
Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-Preis bei der Expe«
Mtion21/*9RL bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. ö
BefteHgelb). Jnfertwnsgebühr für bie g-fpKene Zecke DlLNstag, 14. FeblUttr 1888.
10 Pfg., Reklamen für die Zecke 25 Pfg. v
ien f „Glauben Sie nun, der feine Herr, der am Sieben- um i wtd zwanzigsten bei der Frau von Arnpach zu Besuch eher « und sie nachher ermordete und ausraubte, habe (9 rdh mit inem Mehlsack auf der Achsel oder mit rr tSi Marktkiste auf dem Kopf vom Portier die Thür -Sail hilr Fortgehen öffnen lassen? denn in diesem Falle -—AMe ihm der Portier nicht nur nicht geöffnet, fon» wtn auch ein Geschrei erhoben, daß alle Snfaffen *8 Hauses alle Nachbaren znsammengelaufen
Anzeigen nimmt entgegen bie Expedition b. Blattes, sowie b. Annoncen-Bureanx von Haasenstein und Bögler in Frankfurt a. SL. Gaffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf YYH! Q'rthrftrtltfl Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München n. Ml«; 8. lUJl ytuig.
Daube u. Co. in Frankfurt a. 8t., Berlin, Hannover. Paris.
_) Mk., b. Speiseöle, als: Oliven-, Mohn-, Sesam-, land Erdnuß-, Buchekern-, Sonnenblumenöl in Fässern
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Strastburg, 11. Febr. Die gerichtliche Voruntersuchung gegen Appel, Streißgulh und Girard wegen Beihilfe zum Landesverrat ist auf Antrag des Oberreichsanwalts eröffnet worden. — Ter Polizeikommissar Stempel aus Molsheim hatte eine Dienst- reife nach Lützelhausen zu unternehmen, wobei er auf der Rückkehr abends in Urmatt zwei Schüsse erhielt, wovon der eine durch den Mantelkragen ging, während der andere unterhalb des rechten KniccS eindrang. Die unbekannten Thäter entkamen. Die Verwundung ist ungefährlich.
Ausland.
Wien, 11. Febr. Die „Neue freie Presse" will aus Rom die Hauptpunkte der Bündnisverträge zwischen Oesterreich, Deutschland und Italien kennen. Der Vertrag zwischen Öesterrcich und Italien verpflichte Oesterreich zu wohllvoüender Neutralität im Falle eines italienisch-französischen Krieges. Italien sei zn dem gleichen Verhalten im Falle eines österreichisch- russischen Krieges verpflichtet, endlich übernehme Oesterreich die Verpflichtung, die italienifchcn Interessen im Mittelmeere nach Kräften zu fördern und auf der Balkanhalbinscl nichts zu unternehmen, ohne sich vorher mit Italien ins Vernehmen zu setzen. Nach dem Verttage zwischen Italien und Deutschland verpflichten sich beide Teile, daß keiner von beiden den Frieden willkürlich brechen werde; falls der eine oder der andere von Frankreich angegriffen werde, verpflichten sich dieselben, einander mit ihrer gesamten Kriegsmacht beizustehen. Eine dem Vertrage hinzugefügte Klausel bestimmt, daß, falls Frankreich und Rußland gegen Oesterreich und Deutschland oder auch nur gegen Deutschland allein einen gemeinsamen Angriffskrieg unternehmen, die gesamte Kriegsmacht der 3 verbündeten Staaten in Aktion tritt. Der Korrespondent der „Neuen freien Presse" will auch wissen, daß diese Verträge Italien, Oesterreich und England verbinden, um die österreichischen und italienischen Küsten vor feindlichen Landungen zu schützen. — Die Lawinenstürze aus die Arlbergbahn verschütteten den Bahnhof von Langen vom Westportal des Arlbergtunnels bis zum Gütermagazin, sowie die anschließende Strecke auf Kilometerlänge. Auch das Wärterhaus wurde verschüttet, der Wärter und seine Frau sind tot. Die zwei Brücken bei Langen, sowie der Telegraph sind zerstört. Aus den Strecken Sankt Anton-Bludenz und Landeck-Bludenz ist der Verkehr eingestellt. Die Störung dauert voraussichtlich 8 Tage. Militär und Zivilpersonen arbeiten unausgesetzt.
San Remo, 11. Febr. AerztlicheS Bulletin
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»Einfach das, daß der Raubmörder vieles, und I Liudö *at gerade das Schwerste zurückließ."
.Ah," rief der Krimiualrat, „jetzt fange ich an _ ft verstehen. Aber weiter, weiter!"
*nuf’’ ^»Also," fuhr der Beisitzer fort, „er ließ die d Awersten Gegenstände zurück. Allein wo find sie?
r 1^2 vier nicht und wo sonst also? Ohne allen Zweifel Wtt« *t dem Helfershelfer, den er hier im Hause hatte, - -^b.ich möchte es 3h»en daher auS Herz legen, zu ijlLi Wett, ob nicht eine Durchsuchung der verschiedenen „,ü *Muttngen am Platze wäre."
. Kn ^ne große Stille trat ein, als der Beisitzer schwieg, lt -. r« der tiefste Ernst lagerte sich auf dem Gesichte i KriminalratS. „Ich danke 3hven," sprach er er fei« M»auu, „Sie haben mich auf etwas aufmerksam zu w Wacht, worauf ich von selbst hätte kommen sollen. Nischen," wandte er sich darauf an den Ober- Senfl Wwiflar, nachdem er vorher ein paar leise Worte —— .7$ den beiden andern Richtern rechts und links von M gewechselt, „wissen Sie, welche Mieter sonst noch
4$ §aufe wohnen?"
e *. »3a," versetzte der Oberkommiffär, indem er ein Buch hervorzog, in welchem alle Familien