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Illustriertes Sonntagsblatt.

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Als eine bemerkenswerte Episode aus der

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Kzten Auszügen, zum Teil im ganzen Worlaut

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Aul U218 Telegrammen mit zusammen 194 29b Worten sowi R Haupt-Telegraphenamt in Berlin an demselben

izlers heraufschritt, um diesem zu gratulieren Der

>ße Kanzler und der große Stratege schüttelten

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^mittag bezw. Abend nach 326 verschiedenen Orten 3n> und Auslandes und bis in ferne Weltteile riert worden. Die Rede in ihrer ganzen Aus-

,rt von Schellendorff entgegen und empfängt um ?/« Uhr im Beisein des Kultusministers v. Goßler en Bischof Dr. Weyland aus Fulda, welcher als- oim auch von der Kaiserin empfangen wird. Heute egeber sich beide Majestäten in das Opernhaus.

Hughes-Apparaten, an 155 Morse-Apparaien und an 7 Estienne-Apparaten Tag und Nacht thätig gewesen. Es folgten dann eine große Anzahl von Tank-, Glückwunsch- und Zustimmungs-Telegrammen an den Fürsten aus deutschen und fremden Landen, selbst aus Amerika, auf welche der Reichskanzler zum Teil noch sofortige Telegramm-Erwiderungen ergehen ließ. Die Kommission für das Sozialistengesetz hat bei der fortgesetzten Beratung der Sozialistengesetzvorlage die in § 22 vvrgeschlagene Änderung, mindestens eine zweijährige Gefängnisstrafe bei Zuwiderhandlungen gegen die §§ 17 bis 20 festzusetzen, ebenso wie den neueingeschobenen § 22a ^Expatriierung) gegen die Stimmen der Deutschkouservativen abgelehnt und die §,§ 2022 in der bisherigen Fassung genehmig;. Über den Stand von in Vorbereitung befindlichen Gesetzentwürfen berichten dieSerl. Pol. Nachr." : »Dem Vernehmen nach ist die Absicht, den Entwur zu einem Genossenschastsgesttze dem preußischen Volks Wirtschaftsrate zur Vorberatung zu überweisen, au gegeben worden, und dürfte der Gesetzentwurf binnen kurzem dem Bundesrate zugehen. Was den Gesetz- Entwurf, betreffend die Alters- und Invalidenver­sicherung der Arbeiter, anlangt, so ist derselbe ebenso wie der Gesetzentwurf, betreffend die Ausdehnung der Unfallversicherung auf die dem Unfallversicherungs- Gesetze noch nicht unterworfenen Gewerbe, im Reichs­amt des Innern fertiggestellt und werden beide augen­blicklich noch einer Revision unterzogen, ehe sie an die weiteren Instanzen geleitet werden. Es ist zweifel­los, daß auch dicke Gesetzentwürfe in Bälde dem Bundesrate zugehen werden. Was die Version be­trifft,die Regierung lege lediglich daraus Gewicht, daß der Reichstag nur die erste Lesung des Gesetzes vornimmt", so wird diese Nachricht als dreiste Er­findung bezeichnet." Der heutige Subskriptions­ball im Opern Hause war sehr zahlreich besucht. Ter Kaiser, die Kaiserin, Prinz und Prinzessin Wilhelm wohnten demselben nicht bei. Prinzessin Friedrich Karl und die Prinzen Alexander und Leopold be­fanden sich in der Hosloge; ein Rundgang im Saale sand nicht statt.

Fast mehr als mit den Nachwirkungen der Reichskanzlerrede und der politischen Sage beschäftigen sich heute die parlamentarischen und politischen Kreise mit den trüben Nachrichten, die über den Zustand des Kronprinzen aus San Remo emgclaufen sind. Es unterliegt nach Telegrammen von kompetentester Seite keinem Zweifel mehr, daß die Zunahme der Schwellung im Kehlkopf und die dadurch bedingte Athemnot und Erstickungsgefahr den Luftröhrenschnitt

Erscheint täglich außer an Werktagen nach toonn- und Feiertagen. - Quartal-AboimementS-PreiS bei der Expe­dition z/4 Mk., Der den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgelds. Jnsertmnsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Sonnabend, 11. Februar 1888.

Deutsches Reich.

Berlin, 9. gebt. Ter Kaiser wohnte gestern

ir Propheieihung -er Zigeuueri«.

ßriminal-Roman von Theodor Griesinger.

(Nachdruck verboten.) lFortsetzung.)

(44 -druckt, daß die Worte des Fürsten in ganz Europa n Echo finden mögen. Crispi fügte noch hinzu, ofj der Eindruck der Rede ein ganz vortrefflicher

Weidq !, fOHi ckansci

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Noris 15, ii itz gz ibeluN r VS laulidt stritte!

ng enthielt 10 997 Worte. Tie Abtelegra- C723E111® ^folgte zum Teil in verschiedenen Sprachen. 1. k beschleunigten Übermittlung der Telegramme sind oerth 8 Beam e an 222 Apparaten, nämlich an 60

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes

sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler

in Fraukftrt a. SR.. Coffel^ Magdeburg u. Wien; Rudolf YYIH Qtohrmntft Moffe tn Frankfurt a. SR., Berlin, München u. Köln; 0.8. AAUL <>a^rgaNg. Daube u. Co. in Frankfurt q. M., Berlin, Hannover. Paris.

i xxhz ;er Kaiser empfing heute nachmittag den Grasen sadolmski, der mit Professor Bergmann heute abend etztere °ch San Remo reift. Fürst Bismarck hat für inteqe mie Rede auch mancherlei persönliche Ausmerksam- :ftattet !En geerntet. Aus Weimar, 7. Februar, schreibt irch bi >W derNai.-Ztg." : Ter Großherzog richtete als- "Id, nachdem er die Rede des Reichskanzlers gelesen, «pien m herzli ches Telegramm an diesen, indem er feiner ikude und feinem Danke Ausdruck gab. Seitens eziehen B Fürsten Bismarck lief gleich darauf ein Tele- mfenti wmm ein, in dem er für diese ihm gewordene An- t aug! iennung dankte. Ebenso hat der Ministerpräsident - Erst tiepi dem Fürsten Bismarck anläßlich seiner Rede ine Glückwünsche übersendet und den Wunsch aus-

tichstagssitzung vom 6. Februar ist noch nachzu- ucrfc. daß nach dem Scbluß der Rede Moltke i erhob und die Stufen zum Platz des Reichs-

KSchentsichc Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Auo Koch.

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.Zunächst der Thür ttnks stand ein «eines, mit ?n°b tbr £tgdb

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keiner feindlichen Handlung ihres Dschgenoffe? ge * ' "®ie fommen 9erabe recht.«

wärtig war, und er hat fie also unwrsebens von!

dinteu niederg. stoßen. Höchst wahrscheinlich in dem-1 (Forkfetzmg folA.)

elben Momente, wo et süße Motte mit ihr wechselte. | ------------

(^"zwüchen -st derselbe ausgeführt Die Regierung werde sich bemühen, den richtigen M bbefini?hbh ^bute vormittag scheinen die Aerzte Augenblick zur Ausnahme der Verhandlungen roafc« ft entschlossen zu haben und wahr- zunehmen. (Beifall.) Ministerpräsident Graf Taaffe che nlich ist die Operation m diesem Augenblicke voll- hebt gegenüber einem Vorredner, der sich auf das nnrmittFemo von heute österreichisch - deutsche Bündnis bezogen und gemeint (b?9tk. ®te Anschwellung hatte, die Politik des gegenwärtigen Ministeriums sei un en rechts am Kehlkopf des Kronprinzen hat seit demselben hinderlich, hervor, daß, als das Bündnis gestern sehr stark zugenommen. In einer soeben statt- am 7. Oktober 1879 geschlossen wurde, das Ministenum gehabten Konsultation der Aerzte ist deshalb die schon feit dem 12. August 1879 im Amte war und sofortige Vornahme der Tracheotomie beschlossen worden; daher auf die Entstehung und die Schließung des ,^M°rell Mackenz-e hat sich selbst dafür ausge- Vertrags' wesentlichen Einfluß hatte^ daß dieses sprochen, vr. Bramann wird die Tracheotomie sofort Ministerium auch in den verflossenen neun Jahren ai|§ti^ren. Professor Bergmann, der mit dem Hof- das freundschaftliche Verhältnis zu dem großen Nachbar- marschall Grasen Radolmski heute abend nach San reiche gepflegt und geklärt habe. (Lebhafter Beifall) Remo abreisen soll kommt wahrscheinlich zu spät und Der Ministerpräsident erklärt ferner, wenn ein Redner die Operation, die übrigens an sich gar keine Schwierig- gesagt habe, die Tschechen sollen sich mit den Deutschen leiten bietet, wird von Dr. Bramann ausgeführt. vertragen, so sei dies ganz berechtigt, er erwarte aber

J- u>-rd gemeldet:Mackenzie ist gegen daß sich auch die Deutschen mit den Tschechen ver- die Anwendung von Cloroform, da dasselbe nach tragen. (Anhaltender Beifall.)

Mner Ansicht und Erfahrung die sonst bei Er- Bern, 9. Fedt. Der Bundesrat spricht der Re- SrAentmT^ ,0b Erlöse Operation vielleicht gierung von Zürich seine entschiedene ^Mßbilligung Sai?0T ,4lCkt' SSL bet 4U operierende der von dem Polizeihauptmann Fischet durch feine JLmeX ®t§twpten ober Schleim mcht so leicht bekannten Mitteilungen an die Reichstagsabgemdneten hrfiXi Jan"' er unter Chloroform sich Bebel und Singer begangenen Indiskretion und der M tDe^" be\ P°i-ent^ feine normale von Fischer versuchten Rechtfertigungen aus Der Der ° und seine Willensftaft besitzt." Bundesrat beansprucht das Recht der Aussicht und

tz?t8n ? ub5r ?e Veranlassung Oberleitung über tote Untersuchungen, die im Jntcresie und Aussichten her Operation berichtet:Ein Zu- der politischen Polizei geführt werden spricht die nehmen der Schwellung und die wachsende Schwierig- Erwartung aus, daß ähnliche Vorgänge sich nie und -e*' mi* Huste des Kehllopfspiegels die Sachlage zu nirgendsmehr wiederholen, und stellt Maßnahmen in überwachen, haben die Tracheotomie in den Vorder- Aussicht, welche ihm zukünftig einen bestimmenden ^b0eruckt noch mehr um nicht überrascht zu Einfluß auf derartige Untersuchungen sichern.

werben als weil eine dringende Notwendigkeit im San Remo, 9. Febr. Professor Bergmann und nfnÄs'/ Ö°i^9ta®er Vollzug der Trache- Graf Radolmski werden hier erwartet.

Kranken Erleichterung seines Paris, 8. Febr. Wenn jemals eine eindrucks-

8 Q> xren urb voraussichtlich von einer volle Rede gehalten worden ist, so ist es unzweifelhaft ruhigeren Perwde gefolgt fern. Man nimmt an, die letzte des Fürsten Bismarck; roenn an iraTnbeiu baB 1-e dem Wunsche des Kronprinzen entspricht." j Ereignis der letzten Zeit im In- unnd Auslande

eingehende Erörterungen geknüpft werden konnten, Wien 9 9f,rf h » , s k ,0 * e§ Qn diese Rede, die denn auch überall die

Wren, 9. tfebr. Auf der Tagesordnung der! gleiche ernste und tiefgehende Beachtuna findet

heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses steht die UeberaÜ - mit Ausnahme von FmnkreühDie

Verlängerung des Handelsvertrages mit Deuffchland. Bedeutsamkeit der Rede, die ganze Persönlichkeit des ku« Debatte ährt der Handelsminister Fürsten Bismarck machen es "unmöglich,^Xe tone!

ä?a\X8e 9ebe a § nur vorläufige Verlange- Kundgebungen zu übersehen, und so haben sich denn aininö? H°"b^verttages eigentlich keinen hinreichenden I auch die Franzosen mit ihr beschäftigt; aber ch dieser A|U-9r,°X handelspolitischen Debatten. Der! Beschäftigung zeigen sie nicht den Eifer der ihnen Handelsmimster deutet die Möglichkeit eines Taris- sonst eigen ist Anläßlich der Rede Xd bier vL "^Deutsch and an, bemerkt aber, d-e geschrieben für und gege? Bismarck,^^aber alle- was Negoeiatlonen hierfür feien noch nicht emgeleitet, da man da lesen kann, ist gewöhnliche Alltaqsarbeü das Zustandekommen noch nicht gesichert erscheine, s bald bessere, bald schlechtere, wie sie eben von den

kam gar nicht anders sein,* unterbrach ihn ^beikoww'ffär. ,Um neun ühr an jenem abend kFran von Ampoch nach dem Zeugnis ihres Tienst- £B8 noch frisch und gesund, und den Morgen r-i to sand sich die Thür zum Schlafkabinet fest [ hoffen. In jener Nacht wurde also der Mord -rT ?°cht, und der, welcher ihn vollbrachte, war |||6 f('üos jener Manu, welchen die Awpach zu sich T^^ben hatte.«

st in jener Nacht?« wiederholte der Hoftat. ZuD 'ber Nacht vom Siebevnndzwauzigsten? Es ifi t ^glaublich; aber ftotzdew hat cS die Zigeunerin |8@ rj gewußt,« setzte er kaum hörbar hinzu, indem

, V ruit der Hand über die Stftne fuhr.

toj Oberkowu isiSr sah ihn erstaunt au.Mas I®8 mit der Zigeunerin?« fragte er; Jbenn er ,;fuly T uicht recht gehört zu haben.

er Heil Zigeunerin,« erklärte der Hofrat, «hat in eigenen Beisein der Ermordeten vor jetzt )alb Jahren vorauSgesagt, daß Sie an einem - ^'»..'vudznanzigsten von einer furcktbaren Sa« to»« betroffen werden würde, und . . . und/ i***,i S1,tr' tief Atem holend, hinzu,am fiebenund,

^SfteM Februar wurde fie ermordet.«

i nun kräftig die Hände und dann kehrte Graf rbüFI nieder zu feinem Platz zurück. Graf üiwaloff überbringt dem Reichskanzler, wie die - Pr- Ztg." berichtet, ein Geschenk von 20 Pfund 5 Sror, welche mit Erlaubnis des Zaren von den I fit diesen bestimmten Vorräten entnommen sind. Ht Rede des Reichskanzlers ist zum Test in

Noch erstaunter sah ihn der Odeikommtffäi an, als traute er seinen eigenen Ohien nicht. Daun trat er rasch in das Kabinet, in welchem die Ei- mordete lag, und winkte dem Hofrat, ihm zu folgen. .Es ist ein entsetzlicher Anblick,« sagte er;aber ich muß doch noch einmal Augenschein nehmen, ob ich keine Anhaltspunkte finde, welche zur Entdeckung dis Mörders führen könnten. Beim Himmel," rief er sofort,sehin Sie einmal in das Spiegelspind hin­ein; es scheint total ausgeraubt zu sein."

Der Hofrat wollte vortreten, um besser sehen zu können; aber der Obeikommissär hielt ihn zurück. Nichts anrühren," bedeutete er ihm.Alles muß g nau in dem Zustande verbleiben, wie wir es ge- trrffen haben, damit die Kriwiualkommissiou . . . . Hal" unterbrach er fich hier selbst;ich höre wein. L-ute draußen und muß sofort meine Auordnunaer treffen."

Mit diesen Worten begab er fich in den Ealor zurück und zog auch den Hoftat mit fich. Gleich darauf trat der Aktuar Gutwein ein, und ihm folgte eine ganze Schaar von Polizeisoldateu.

Gutwein,« befahl nun der Oberkommifsär,Sie übernehmen die üederwachung des ganzen Hanfes so wie der Straße vor dem Hause. Die Thür vor dem Salon verschließen Sie und stecken den Schlüssel in )ie Tasche. Vor die Korridorthür stellen Sie einen Post.n, und niemand wird hineingelasseu außer dem Dienstmädchen, der Anna Söllner, welche das Recht bat, fich in der Küche und dem daran stoßend-n Hinterzimmer aufzuhalteu. So, und nun, Herr Hof­rat," wandte er sich an diesen,werden Sie mich be. gleiten?"

Wohin," fragte dieser.

Ick gehe direkt zürn Herrn fhimicalrat von Lama," war die Antwort,nm demselben den Befund zu melden."

®e ft arten Cie wir," erwiderte der Hoftat,daß ich wich in meine Wohnung zurückziehe; denn dieser entsetzliche Ereignis hat meine Nerven tief erschüttert;

L»5at er Ihnen vielleicht gesagt, wer an jenem ., . ^bend aus- und einging?* fragte der Ober- eibu» toiffär weiter.

lefelbfl »Nein, keine Silbe,« versetzte fie;denn es ist olteiti > nichts Auffälliges vorgekommen.«

melchi Der Polizeibeamte traf alle für den schrecklichen ilbrrfl zunächst erforderlichen Maßregeln.

»Eie find, wie ich sehe, überzeugt,« sagte alsdann thaltn vofrat, in dessen Augen Thiänen standen,daß - - ittK JMud), welchen die arme Ermordete Mittwoch

«r Vorstellung im Schauspielhause bei, nahm heute j. «mittag den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts niCweneralS von Albedyll und des Kriegsministers Bron-