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Illustriertes Sonntagsblatt.
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Zuchtpolizeigericht vermiesen, den 16. Februar anberaumt. Petersburg, 8. Febr.
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gedrungen sei. Das Bündnis werde dem Auslände die ganze innere Kraft dieses Bollwerks einer konservativen Politik und des Friedens demonstrieren. Ter Gedanke, die Entwirrung der bulgarischen Schwierigkeiten durch den Sultan zu versuchen, wurzele in dem Boden des Berliner Vertrags und weise die Vorteile formaler Korrektheit auf. — Das Abgeordnetenhaus nahm den österreichisch-italienischen Han- delsverrrag, welchen der Handelsmimster befürwortete, mit sehr großer Mehrheit an.
Pest, 8. Februar. Im Unterhause rechtfertigte Minister Tisza die letzte Goldrenten-Emission; es habe sich um die Beschaffung der vom Reichstage bewilligten 80 Millionen Gulden gehandelt, eine so große Emission in Papierrente würde den Kurs tief gedrückt haben. Man irre übrigens in der Annahme, daß daß Konsortium die Emission der Papierrente refüsiert habe. Er sei für die Goldrenten-Emission durch die Auffassung bestimmt worden, daß der Goldrentenmarkt ein internationaler sei.
Rom, 8. Febr. Die meisten Abendblätter faffen die Rede des Fürsten Bismarck als eine für die Erhaltung des Friedens günstige auf. Die „Riforma" sagt, die Rede des Reichskanzler sei das beredteste Friedensunterpfand, das Europa habe gegeben werden können.
Reichstages zur Vorberatung des Sozialistengesetzes begründete Abg. Windthorst seine Abänderungsanträge. ftDie Nationalliberalen erklärten, sie würden für die
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Weijährige Verlängerung des bisherigen Gesetzes ein« treten; hoffentlich werde es bis dahin gelingen, strafrechtliche und polizeirechtliche Bestimmungen zur Bekämpfung der Sozialisten in das gemeine Recht ein- Mfügen; sei dies jedoch unmöglich, so würden sie Or eine abermalige Verlängerung eintreten. Tie
1 bis 19 wurden sodann in der bisherigen Fassung angenommen. Ter Abänderungs - Antrag des Abg. windthorst zu § 9, sowie die von ihm für § 19 her Regierungsvorlage vorgeschlagene Fassung wurden Ägelehnt.
— Einer Schilderung der „Köln. Ztg." über die
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Deutsches Leich.
Berlin, 8 Febr. Der Kaiser empfing heute vormittag den Geheimen Kabinettsrat v. Wilmowski und erteilte nachmittags dem Erzbischof Dinder eine Audienz. Letzterer wird daraus auch von der Kaiserin empfangen werden. Abends findet eine kleine Thee- gesellschaft bei Sr. Majestät statt. — Fürst Bismarck wurde nach seinem gestrigen Vortrage bei dem Kaiser auch von der Kaiserin empfangen. — Die „Kreuz- Ztg." • und die „Poft" sprechen von eingetroffenen wenig tröstlichen Nachrichten über das Befinden deS Kronprinzen, wodurch vielleicht die Tracheotomie
_ . , mit Ungeduld erwartete
Rede des Fürsten Bismarck liegt nur im telegraphischen Auszuge vor, aber man kann schon jetzt deren Zweck würdigen. Fürst Bismarck konstatierte, er wolle mit
Paris, 8. Febr. Nach Anordnung des Untersuchungsrichters Athaliu wird Wilson in Sachen Ordenshandels mit Legrand
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schaf Leitungen der Verkehrsinstitulionen Achtung zu zollen. f5131 — In der heutigen Sitzung der Kommission des
: schneller notwendig werden könnte, als man erwartet llrtl habe. — Das „Berl. Tagebl." meldet, daß bei der heutigen Unlersuchung des Halses des Kronprinzen
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain
Expckition- Markt 21. — Redaktion, Druck und »erlag von Joh. Lug. Koch.
seiner Rede in keiner Weise einen Einfluß üben auf das Votum des Reichstags bezüglich des geforderten Kredits, sondern er wolle sich über die allgemeine Lage Europas aussprechen. Diese Auslassung schiene ihm geboten durch die Kommentare, welche die Veröffentlichung des Bündnisvertrages hervorgerufen habe. Wir glauben, daß dieser Zweck erreicht ist. Fürst Bismarck betonte ausschließlich den defensiven Charakter des Bündnisses; das ist der wesentliche Punkt. Durch das Geheimnis, welches über das Bündnis herrschte, konnte die Annahme, es handele sich um ein eventuell aggressives Bündnis, nur Bestand gewinnen, wodurch die überreizten Leidenschaften an gewissen Orten eine gefährliche Nahrung empfingen. Nachdem nun der Reichskanzler in Ausdrücken, welche
W-idverscheu Institute am Tabor, und die Flau Professor Weidner wird sich der Waise gerne an- nehmen."
Er brachte diese Worte nur mühsam hervor; denn das Entsetzen hatte ihm fast die Zunge gelähmt. Aber der Oberkommissär verstand ihn doch und be- tahl sofort Anna Söllner, Wally zum Prof-ffor Weidner zn bringen. „Sie selbst übrigen?," setzte er hinzu, „krhreu sogleich wieder zurück; deun das Ge- riidt, daS sich bald hier versammeln wird, bedarf Ihrer genauen Aussagen. Auch Sie," erklärte er odann dem Schlossermetster, „können jetzt gehen, und Ihr Lohn wird Ihnen ins Haus gebracht werde», lnd nun nocd Eins. Sie werden unten in der Einfahrt zwei Polizetdtener treffen. Schicken Sie mir diese sofort herauf."
Eiueu Moment nachher traten die Polizeibleuer tn den Salon, und auch ihnen gab nun der Ober» kornnftssär seine Befehle. „Sie," sagte er zu dem einen, „eilen auf die Station und beordern den Aktuar Gntwetu mit acht Mann hierher. Sie aber," wandte *r sich an den Zweiten, „schicken wir den Hausmeister herauf und vertreten unten einstweilen seine St-lle."
Beide gingen ab wie vorhin schon der Schlosser und Anna Söllner mst der kleine» Wally. Statt des vorgeforderteu Hausmeisters aber erschien dessen Frau im Salo». „Mrtu Manu," berichtete sie, „ist deute tu aller früh zu der Herrschaft auf bereu Villa bei Baden beschiedeu worden, um wegeu eines Logts Instruktion.n zu erhalten, und wird erst nachmittags wieder kehren. Einstwellen versehe ich seine Stille."
„Wer hat," fragte sie der Oberkommiffär, „vorgestern abend, ich meine am letzten Mittwoch abend, die Wache am Thore gehabt? Sie oder Ihr Mann?"
„Natürlich wein Maun," erwiderte sie. „Wie immer, weuu er nicht abwesend ist."
(Fortsetzung folgt)
rerpt »Wie nachlässig!" murmelte Anna Söllner uud ■nbat Awdte sich nach der Thür um, welche in den Salon , -» LMite. Auch in dieser steckte der Schlüflel, ohne ff ’S htruwgebreht worden zu sein; dagegen fand sic so. ‘' W die zur Küche führende Tapeteuthür als auü
«« Schlafzimwrrthür der Herrin fest verschloffen uud bei beiden de» Schlüssel abgezogen. „Wie leicht-
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler « ^«mkfurt a-M-. (Soffet Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIII ^aVraaNN ®Mfe tn Frankfurt a. M , Berlm, München u. Köln; 9. L. AAUL v 1 BUI4s
Daube u. ko. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Baris.
„große Reichstagssitzung" entnehmen wir noch folgende Zeilen, die zwar manches schon Bekannte, aber auch manches neue bringen: „Kaum hatte Fürst Bismarck Zeit gehabt, das Haus durch ein einfaches Augenglas zu mustern, als der Präsident den eigentlichen Geaen- ftand der Tagesordnung aufrief und der Reichskanzler sich sofort erhob. Es ist mehr als überraschend, eine wie dünne, säst kleine Stimme in diesem riesenhaften Körper wohnt. Dazu scheint es auch, als ob das Sprechen den Reichskanzler ermüde, fast schmerze, so daß es für die erste Zeit im gelinden Sinne beängstigend ist, ihm zu folgen. Die fast zuckenden halben Drehungen des Kopfes, das Vor- und Rückwärtsbeugen des Oberkörpers bei Verschmähung jeder Handbewegung, der Reichskanzler spricht fast unausgesetzt mit im Rücken übereinandergelegten Händen, das abwechselnde Stützen des Körpers bald auf den rechten, bald auf den linken Fuß, all' das macht den Eindruck, als spräche der Fürst mit großer Anstrengung und sehr ungern. Für den Nähcrstehenden mag es einen eigenen Reiz haben, daß gerade die Jronieen und Schärfen, wie die humorvollen und launigen Wendungen, in welchen der Reichskanzler ja Meister ist, mit halbunterdrückter Stimme und unter absichtlicher Vermeidung jeder ihre Wirkung erhöhenden Betonung vorgebracht werden; dem etwas entfernt Sitzenden geht dadurch das eigentlich Fesselnde verloren. Und dennoch packt der Fürst durch die Art, feine Gedanken von Weitem einzuleiten. sie unwiderleglich zu begründen, den Hörer so allgewaltig, daß die lange Zeit, während welcher er spricht, vorüber ist, wie ein Augenblick. Nach der erstell Stunde war es unverkennbar, wie außerordentlich die ängstliche Sorgfalt, mit der jedes Wort abgewogen wird, befer es über die Lippen kommt, den Reichskanzler an- strengtc und abspannte. In immer kürzeren Zwischenräumen leerte er das mit einer Mischung von Selters-, Biliner-Wasser und Wein gefüllte Glas, das ihm der hinter ihm stehende Graf Herbert immer wieder erneuerte. Wiederholt machte er darauf aufmerksam, daß nicht genug Kohlensäure im Glase sei. Je größer die Anstrengung und Müdigkeit wurde, um so schwieriger schien es, das Getränk richtig zu mischen. Endlich hat der Fürst geendet und lehnt ausruhend in seinem Sessel zurück. Ter Sturm des Beifalls ist verklungen, die Vorlage wird einstimmig angenommen. Da erglänzt des Kanzlers eben noch so ermüdetes Antlitz m unverkennbarer Freude und Genugthuung. Man sieht's ihm an, daß er so froh den Reichstag noch nie verlassen."
— Den zur probeweisen Wahrnehmung der
verlstf »den so ruhig. Nun aber, am and,rn Morgen, am ersten März, ton de etz Anna doch etwas unh.irn lilb, als die Thüre zum Scklafkabin.t der Frau von Ampach immer »och verfcklofsin blieb; und weil auf mehrmalig s Anklopf-n keine Antwort erfolgte, eilte sie zu F au Dollinger und ihrer Tochter hinauf, um sich bei denselben Rat zu hole». Allein Frau Dollinger erklärte, sich mit Nichts befass! n zu wollen, was Frau von Ampach angehe. „Sie wisse»,' letzte sie hinzu, „daß alle und jede Verbindung mit Ihrer Herrin und nns längst abgebrochen ist, und ich möate dieselbe unter keinen Umständen wieder anknüpf-n. Aber wen» Sie fi» nicht selbst zu helfen wisst», so gehen Sie zn dem Herrn Hvsrat von Haganiui. Das ist ein alter erfahrener Herr und zudem ein vertranter Freund der Frau von Ampach.'
Eilig begab sich also Anna Söllner zum Henn von Hagauini und erzählte demselben all-S, was fi. elbst wußte. Diesem aber kam die Sacke äußerst ledeukl'ch vor, und somit bedeutete er daS Mädchen, bei der Polizei Anz-ige zu machen. „Dock halt, nein,' meinte er zuletzt, nm kein Aufsehen zu erregen, was der Frau von An pach gewiß später höchst nn. angenehm wäre, will ich selbst zum Obe kommtssär Nische», einem Bekannten von mir, g-heu und ihn bestimme», mich zu begleiten. Du aber, Anna, eilst । j-tzt zu einem Schlosser und sorgst dafür, daß der. elbe an Ort und Stelle ist, wenn ich mit d-m Ober kowmiflär in Euer Logis komme.' '
Eine halbe Stunde später trat der Hofrat mit ; dem Oberkommiffär Nischen, — die zwei Polizeidiener, welche Letzterer mitbrachte, blieben außen, — in daS i Salonzimmer der Fran von Ampach, und sofort fragte l «r Oberkommiffär Anna Söllner aufs Genauste über alles aus, war feit dem 27. Februar borge I kommen sei. Dann klopfte er stark an die erschlossene Thür des SchlafkabiuetS; eS blieb all-S l tot und still.
»ES ist nur zweierlei möglich,' wandte er sich etzt an den Hoftat, „entweder befindet fich Frau von I
Geschäfte vakanter Ober- oder Kreis-Wachtmeisterftellen kommandirten berittenen Gendarmen ist bisher, außer der etatsmäßigen Tienstauswands-Entschädiguvg und Schreibmaterialien - Vergütung der betreffenden Wachtmeistcrstelle und der Baar-Entschädigung für Fourage auf 10 Tage jeden Manats, der Wohnungsgeldzuschuß und das etatsmäßige Gehalt der Ober- Wachtmeistelle bezw. das Gehalt und die Funktions- zulage der Kreis - Wachtmeisterstelle gezahlt worden, sobald diese Kompetenzen frei waren. Zufolge einer bezüglichen Anregung des Chefs der Landgendarmerie hat der Minister des Innern unterm 27. Dezember ö- I., in Abänderung des vorgedachten Verfahrens, bestimmt, daß den qu. Mannschaften während der ganzen Dauer ihrer vrobeweisen Beschäftigung in den genannten Wachtmeisterstellen — neben der Dienst- aufwands-Entschädigung und Schreibmaterialien-Ver- gütung der letzteren, sowie der Baar-Entschädigung für die Fourage auf 10 Tage und der Natural- lieferung derselben auf den Rest jeden Monats — der Wohnungsgeldzuschuß und das Gehalt eines berittenen Gendarmen und außerdem die in den §§ 1 und 4 der Allerhöchsten Verordnung vom 1. April 1874 vorgesehenen Tagegelder bezw. Kommaudozu- lagen, einschließlich der im Absatz 4 des § 4 der Verordnung aufgeführten Beträge, zu gewähren sind. Zur Deckung des Wohnungsgeldzuschuffes, des Gehalts und der Tagegelder bezw. Kommandozulagen ist das etatsmäßige Gehalt der vakanten Wachtmeisterstelle, soweit dasselbe frei ist, zunächst zu verwenden. Die darüber hinaus erforderlichen Summen sind auf Titel 9 des Gendarmerie-Etats anzuweisen und am Schluß des Etatsjahres aus den daun als erspart sich ergebenden Beträgen des Etatsfonds zur Besoldung der Wachtmeister und Gendarmen, soweit angängig, zu decken.
Ausland.
Wien, 8. Febr. Das offiziöse „Fremdenblatt,, schreibt: Es wird von kompetenter Seite versichert, das Gerücht von der beabsichtigten Einberufung einer außerordentlichen Delegations-Session sei völlig grundlos. Das „Fremdenblatt" bespricht die Rede Bismarcks und konstatiert, daß Deutschland im Vereine mit seinen Alliierten den Frieden beschirmen wird, daß das Be- wußsein des mächtigen Schutzes, unter welchem derselbe steht, die Zuversicht in die Erhaltung der friedlichen Entwickelung unseres Weltteiles wesentlich erhöhen werde. Das Bundesverhältnis zwischen Deutschland und Oesterreich sei ein Pakt, der bereits in das innerste Gedankenleben der beiden Kontrahenten eiu-
Ampach Innerhalb, nnd dann muß Ihr ein Unfall zu» toll zugestoßen fein, der sie unfähig macht, einen Laut öon fick zu geben; ober fie Ist von einem unternommenen Aurflug noch nicht zurückgekehrt, und fie wird eS uns alsdann nicht verargen, wenn wir in unserer Besorgnis die Thüre gewaltsam aufsprengen 1 lassen.
Der in der Küche harrende Schlaffer wurde also Hereingernfen und machte fich sofort an die Arb.it.
„Steckt der Schlüssel?' fragte der Oberkommiflär.
„Nein,' erwiderte der Schlosser; „aber das Schloß cheiut mit Gewalt verdreht worden zu fein.'
Von neuem machte er sich an die Arbeit; endlick sprang das Schloß auf, und die Thür öffnete sick weit. Doch welch ein entsetzlicher Anblick bot sich ' ihnen nun dar! Anna Söllner stütz eine» Sckrei ! a»S, und die kleine Wally, welche fie an der Hand hielt, begann verzweif.lt zu jammern; der Hofrat ' oon Hagauini mußte sich an die Wand lehne», damit 1 ei nicht zusammendrach, und selbst der Oberkommiffär 1 der doch an SckreckeuSszeneu aller Art gewöhnt war ' taumelte ein paar Schritte zurück, während der I Schlosser alle Heiligen aurief. 1
Vor ihnen, auf den Bode» hingestreckt, lag eine , Leiche, Frau Walpurga von Ampach, mit weit klaff-n- ber Wunde im Nacken, und nm sie her breitete fick ' dne große Lache geronnenen Blutes a»S. Sie war j also offenbar und zwar meuchlings von hinten ermordet worden. ,
»Mama, Mama,' kreischte die kleine Wally und ' wollte sich auf die tote Mutter stürzen; der Ober» kommisiär jedoch trat dazwischen und führte die Klein , ins Salonzimmer zm ück, wohin ihm auf seine» Wink i die übrige» Anwesenden folgte».
„Bor allem muß dieses Kind ans dem Hanse gebracht werde»,' wandte er fick an Anna Söllner. „Hat vielleicht die Ermordete Verwandte hier?'
.Nein,' ergriff für das Mädchen der Hofrat das Wort; „aber ein Bruder der Wally befindet fich im
. »Deine Mama wird wohl noch schlafen,' erwiderte - -Mädchen; „doch nein,' verbesserte eS fich, „fi- W™ 2? ja vorgestern davon gesprochen, daß fie dieser <age einen Ausflug nach Pießburg wachen wolle, «d dahin wird fie wohl mit dem Herrn, der gestern Mid »och zu Besuch war, heute morgen in aller -- Jt "kühe gefahren fein.'
, v- i kombinierte Anna Söllner, und hierzu mochte ’ jto Uganz berechtigt fein, well schon hie und ba nri»i O°?licheS vorgekommen war. Der Tag ging also etoe* ulu“er' ohne daß fie irgenb einen Schritt gethan BaüS 7«e. wegen bet vermeintlichen Abwesenheit ihrer to ’ Wlto Erkundigungen eivzuziehen, und die Nacht
L Mifl und nackläsfig,' wiederholte fie, „auch die ThÜi p Salons offen stehen zu lassen!' Allein beson- - ,"s auffallend erschien ihr dies nicht; den» fie kannte
I ‘W Gebieterin zu gut, um nicht einen solchen Leicht wm ganz ihrem Charakter gemäß zu finden, liebet- tosten ihr die Augen, daß auch nicht das Ge. -twtzfte fehle oder auch nur verrückt worden sei, und "huehin wohnten im ganzen Hause nur höchst ehrbare fiel, «nte, vor welchen man mit Fug und Recht all feine rqui- *abe offen stehen lassen konnte.
„fcnna ging ruhig fort, ihre Semmeln zn hole», *0° nachher kleidete fie die kleine Wally an, nm mit V z» frühstücken.
,„r. »Aber wo bleibt denn heute die Mama?' fragte Ua & Kind.
Erscheint täglich außer an Werktage» nach feonn- und .
Feiertagen. — Ouarial-Abonnemems-Preis bei derExpe» IVlULUilrtl»
dition 21/. Ml., bet den Postämtern 2 Ml. 50 Pfg. (exll. ö"
Freitag, 10. Februar 1888.
terd« j 4 ffhr nachmittags. Also in 36 Stunden ist nicht : nur der Wortlaut der Rede des Reichskanzlers von ' Berlin nach San Francisco gelangt, sondern auch grati bereits eine Zustimmung von dort hier eingetroffen.
Wenn man bedenkt, daß dieser Gedankenaustausch hin und zurück 3262 deutsche Meilen zu durchwandern hatte, so wird man nicht umhin können, den
Dr. Mackenzie die Anschwellung ziemlich unverändert, schal das Athmen aber etwas weniger frei fand. Der sssi« Kronprinz sollte heute eine Ausfahrt unternehmen. — Richt nur aus fast allen Teilen Europas erhielt Fürst Bismarck Zustimmungsadressen, auch aus Amerika sind aus Anlaß der vorgestrigen Rede des Reichskanzlers Zustimmungsadressen an denselben eingegangen. Eine dieser Adressen aus Newyork traf heule früh um rusrflj t § khr 45 Minuten hier em, eine zweite aus San e v« i Francisco sogar schon um 4 Uhr morgens. Tie