Illustriertes Sonntagsblatt.
Kaiserin den Fürstbischof Kopp. — Unter den Deko-
he
ums,
k. sin
: au»
f4QÄ warf Frau Anna Wegner ein; „es kommt
allerdtuas darauf ob, wie Du hilfst. Du darfst das zu . w , » _i ch< anov ♦ nttlt
T«
s
nuar e on
llgent 1.
au« ver crftel 26.
febt.
rebt.
>r, a
kan,
dieses
»re»
Pall
; bst oder
in 32
erwidert?"
.Auch dies hat seine Richtigkeit," eutgegnet« Fra« Don Ampach, ihre Freundin immer erstaunter an» sehend; »aber ich begreife Dich wirklich nicht . . .
Na, na," versetzte Frau Anna, beifällig nickend, indem sie sich triumphierend die Hände rieb, „Du wirst sogleich klar genug seheu. Komm, ruck Deinen Stuhl zu mir her und hör mir zu, was mein Verstand ausgeklügelt hat. Aber unterbrich mich nicht, bis ich fertig bim"
®tlb nicht wie ein Almosen geben, oder thun wie eine unnahbare Beschützerin, sondern er wvß dabet fühlev, datz er, wenn er die Resy wegwirft, mit Deinem Uebrrfluß schwelgen kann. Um dies zu be- wrrkstelligen, habe ich einen Plan ersonneu. Es wüst eine Zusamwenkuust zwischen Euch Beiden veranstaltet werden. Damit bist Du doch eiuverstaudeu?'
entgegen.
Bestellungen für hiesige Stadt
Frau Walpurga that, wie ihr beföhle« war, and I bald saßen die beiden Franc« dicht neben einander.! Daun aber begann Frau Anna Wegner ihren Plan! zu entwickel«, und höchst aufmerksam lauschte ihr! Walpurga. Ja so aufmerksam, daß sie sogar jed-k meben Einwand unterließ, während ihre Brust vor! Aufregung auf und nieder wogte. I
.Hast Du null alles genall in Dein Gedächtnis geschrieben?" fragte Anna Wegner, al» sie endlich zum Schlüsse kam. , „ J
.Ganz genau," versicherte Frau von Ampach, tief aufatmeud. „Und Du glaubst, daß eS nicht fehlen kann?"
.Unmöglich," erklärte die saubere Freundin. „Aber noch einmal wiederhole ich DtrS, Deinen Hofrat laß aus dem Spiel, soust geht alles fehl."
.Nicht ein Sterbenswörtchen soll er erfahren," beteuerte Frau Walpurga, „und am allerwenigsten lade ich ihn zu unserem Abendeflen ein. Auf Weder-! seheu also, am Sonuabeud Abend Schlag sieben Uhr," etzte sie, aufsteheud, hinzu, und . . . . und . . . . wennS gelingt, und er der Meinige wird, dauu, ich schwör Dirs zu, daun scheu! ich Dir meine goldene Uhr und Kette."
Mit diesen Worten uahm sie Abschied, und Frau Auna Wegner begleitete sie höchst rücksichtsvoll bis zur
unsere Zeitungsträger an.
HM- Soweit der Vorrat noch relcht, wird den Neubestellungen unser Wand- und Notiz-Kalender für 1888 gratis beigefügt.
Treppe.--
Zwei Tage später, am Freitag Abend um sieben Uhr, als eben Richard Kuppsts» wie gewöhnlich um die Zeit die Treppe hinauf gesprungen war, um seine Brant nach vollbrachtem Tagewerk zn be- snchen, stieg auch Frau Walpurga von Awpach, ihr kleines Töchterchen an der Hand, dieselbe Treppe hinauf nach dem Quartier der Frau Witwe Dollinger und ihrer schönen Tochter Resy. Es wurde ihr dieser Gang sehr sauer; deuu sie haßte die schöne Resy, weil sie in derselben das einzige Hindernis sah, Richard Kuppstsch zn besitzen; aber doch schlug ihr wieder das Herz, wenn sie daran dachte, daß auch,-----
®r, der Mann ihrer Träume, dort oben sei. Bor stieben daL Kind. Da sehen Sie," setzte sie mit einem
(Fortsetzung.)
,6a, ha, ha!" lachte Frau von Ampach voll Hohn. .Thörin, die Du bist! Wenn er durch meine Bei- hilfe das Geschäft erworben hatte. dann wäre es sciu Erstes, die Resy zu heiraten, und ich selbst dürste plsehen, wie sie sich herzeu und lieben."
Für die Monate Februar und Wz nehmen alle Postanstalten, f dem Lande die Landpostboten, owie in Kirchhain unsere Agentur, Herr Buchbinder Rindt) Bestellungen auf die Oberhesfische Zeitung mit deren Beiblätter
führten in Begleitung'berittener Gendarmen mache, I gründet auf der Achtung, in welcher eine Nation steht, sind erfunden. Die Lebensweise des Kronprinzen ist Nicht bloß von Kriegsruhm und politischer Macht vielmehr ganz unverändert geblieben. I hänge die Achtung ab, sondern auch von dem sitt-
Paris, 23. Jan. In einer gestern in HavreI lichen Wert der Nation. Deshalb habe jeder einzelne abgehaltenen Anarchisten - Versammlung feuerte ein Deutsche dahin zu wirken, daß die Sittlichkeit sich gewisser Lucas zwei Revolverjchüsie ans Louise Micheli bei uns hebe und namentlich für Bewahrung des ab; einer drang hinter dem Ohre ein und scheint I deutschen Familienlebens zu sorgen. Der Redner ging I eine schwere Verletzung herbeigeführt zu haben. Lucas I sodann ein auf die Charakteristik des Nationalgefühls wurde verhaftet. — Der „Agence Havas" wird aus! und des Nationalstolzes. Der edle Nationalstolz be- Nancy gemeldet: Ein französischer Jäger überschritt stehe nicht in einer Selbstüberhebung über andere aus der Jagd im Gebiete von Trieux die deutsche I Nationen, deren Tugenden er bereitwillig anerkenne. Grenze, weil er das Zeichen eines deutschen Douaniers I er sei mehr als eine bloße Eitelkeit, sei zwar ein für eine Ausiorderung ansah, zu diesem zu kommen. I Egoismus, aber em wohl berechtigter. Und wer auf Der Douanier nahm dem Franzosen, welcher sich I seine Nationalität stolz sei, der werde auch eine Ehre I thätlich widersetzte, gewaltsam das Gewehr ab. —I darin setzen, alles aufzubieten, daß seinen Starnrn- Der Akademiker Labiche ist gestorben. I genossen im Auslande Sprache und Sitte erhalten
I Sofia, 23. Jan. Prinz Ferdinand und Prinzessin I bleiben. — Der Schatzmeister Herr Buchhändler I Clementine sind, begleitet von den Ministern Stambuloff, «Braun erstattete nunmehr den Rechenschaftsbericht i Natschewitsch und Mutturoff, nach Philippopel ab-l für das vergangene Jahr: Die Jahreseinnahme 1887 I aenift. I betrug Mk. 439. 21, die Ausgaben (Localmiete,
I I Einsammeln der Beiträge, Porto, Briefe, sowie Zu-
I Nelsttt- Nassau. I schuß zu einer Weihnachtsbescheerung für arme Kinder
Marburg, 21. Jan. Gestern Abend fand bei in Mähren Mk. 15) Mk. 43.20. Mit Hinzurechnung ! Quen11ndie diesjährige Hauptversamlung der hiesigen I des Casiavorrats von 1886 war die gesammte Ein- ! Ortsgruppe des allgemeinen deutschen Schulvereins! nähme Mk. 494.90. Hiervon gehören Mk. 126.60 statt. Die Versammlung wurde von dem Vorsitzenden I in den Reservefond, so daß zur Verteilung Mk. Herrn Geheimen Medicinalrat vr. Nasse eröffnet. 1368. 30 gelangen. Statutengemäß ist ‘/» an die Der Vorsitzende berichtete zuerst über den Inhalt Hauptcasse nach Berlin abzuliefern, über die weiteren Iber seit der letzten Versammlung der -hiesigen Orts-1 */» ist die Verwendung Vorbehalten. — Im Jahre 1887 I gruppe (am 21. Juni 1887) erschienen Flugblätter I wurde Mk. 173.65 an die Hauptcasie in Berlin »des allgemeinen deutschen Schulvereins, aus dem erlabgeliefert, während Mk. 347.30 an den Oesterr. folgendes hervorhob: In Deutschland habe sich die I Schulverein in Wien birect eingesandt wurden. Zur «Zahl der Ortsgruppen neuerdings beträchtlich der-1Bildung eines eisernen Fonds wurden von einzelnen I mehrt, in Westpreußen allein sind in den letzten I Mitgliedern ein Betrag von Mk. 50.50 aufge- I Monaten 18 neue entstanden. In Madrid, in! bracht, welcher birect an die Hauptcasse in Berlin I Palermo, in Tokio und Aokohama, in Sydney und I abgeliefert wurde. — Die Mitgliederzahl beträgt 260. in Chile haben sich deutsche Schulvereine gebilbet. I Sie Versammlung dechargierte. Der Antrag des i Jn Chicago arbeitet der deutsch-englische Schulverein I Herrn Profesior vr. F i s ch e r, die zur hiesigen Ver- i I mit einem Kapital von 600 000 Mk., in St. Louis I fügung stehenden Gelder bis ans weiteres anzusammeln, .1 haben sich 37 000 Deutsche zur Erhaltung der «wurde angenommen. Hierauf wurde ein Brief aus : I Muttersprache vereinigt. — Ter Centralvorstand in I Mähren verlesen, der eine warme Danksagung für : I Berlin hat außer den Geldsendungen an den deutschen I einen Beitrag zu einer Weihnachtsbescheerung seitens
aller tille- erung
Dir Vrophercihung -er Zigeunerin.
Enminal-Roman von Theodor Griesinger.
(Nachdruck verboten.)
der Thür angekowmen, verweilte sic ei» wenig, um I angstvollen Blicke hinzu, „cS hat schon Thräncn in sich zn sammeln; die kleine Wally jedoch öffnete in | den Augen."
ihrer Ungeduld, ohne anzuklopfen, und sprang mit | Diese letzte Argumentation wirkte, nnd die Zn- fröhlichem Gruße hinein. |sage wnrde sofort gegeben. Nun erhob sich Wal-
.Verzeihen Sie Fran Dollinger," wandte sich so-|purga, sichtlich erfreut, und machte ihr AbschiedS- fort Frau von Ampach an die Matrone, „daß ich so l kompliment. Wally aber durfte noch für eine Stunde unangemeldet bei Ihnen eintrete; ober meine Kleine | oben bleiben. , t ,
ließ sich nicht länger aufhalten, nnd ... und .. .1 „Die erste Schwierigkeit wäre überwunden," froh- Ja, daß ichS nur gleich sage, eben dieser meiner | lockte die schöne Fran, als sie sich wieder in ihrem Kleinen wegen komme ich zu Ihnen. Sie wifleu| Zimmer befand; „und alles übrige, denke ich, wird wohl schon ans dem Munde derselben . . . ." «sich von selbst machen. Vorwärts also ans Werk,
„Aber gnädige Frau," unterbrach sie Frau Dollinger, «die nötigen Vorbereitungen zu treffen!"
„so nehmen Sie doch wenigstens Platz. Hier auf| Und in der That ging sie sogleich ans Werk, und bem Sopha, wenn ich bitten darf." Ibis tief in die Nacht hinein war sie mit ihrem Dienst-
„Jch kann mich nicht aufhalten," versetzte Frau | Mädchen beschäftigt, dem Salon die gehörige AuS- Ivon Ampach, nahm aber doch den angebotenen Platz | schmückung zu geben. Den anderen Morgen begann Ian. „Also," fuhr sie dann fott, „morgen ist meiner «die Thätigkett in aller Frühe von Neuem, und gegen | Wally Geburtstag, und da muß ich ihr doch wohl | Mittag konnte sich Frau von Ampach sagen, daß |ein Heine8 Vergnügen bereiten. Ich möchte meiner! alles wohl geraten werde, und nun erschloß sie ihr »Wally zn Ehren morgen ein kleines Abeudeffeu geben,| großes Trumeauspiude, um das Silberzeug hervor- »und ich bin hier, um die Einladung an Sie persön-1 zulangen, daS am Abend in Gebrauch kommen sollte, »sich zu überbringe»." |Unb merkwürdig, wie wählerisch sie heute war! Nur
| „Eine außerordentliche Ehre," entgegnete Frau | die schwersten Löffel, Messer und Gabel, nur die I Dollinger, welche ihre Ueberraschung nicht verbergen «schwersten und reichst vergoldeten Terrinen Md Schale» Ikonnte, „ober bei der bescheidene» Stellung, die wir |fanden Gnade vor ihre» Augen. Mdlich war der l eiunehmen, können wir unmöglich an Festivitäten . ."| Augenblick gekommen, in welchem sie zur Toilette I „Festivitäten?" fiel ihr Frau von Ampach tu die | schreiten konnte. Sie wählte ein ziemlich einfaches, I «Rebe, „Wo denken Sie hin? Ich gebe nur einen | stahlgraueS Seidengewand, und nachdem ste sich Jo» Teller Suppe nnd ein Stückchen Brate« mit einem hort in dasselbe gehüllt, stellte sie sich vor den großen IGläschen Wein." »Spiegel, nm sich vom Kopfe bis zum Fuße zu be-
„Wohl, wohl," meinte Frau Dollinger, „allein brachten. ,Zch glaube, ich habe gut gewählt," flüsterte Igrößere Gesellschaften . . .." «sie, und ein triumphierendes Lächeln glitt über ihre
„Größere Gesellschaste» ?" unterbrach ste Frau von Züge. Und ste hatte in der That gut ge^U; benn | Ampach zum zweiteumale. „Außer Ihnen, Ihrer | das Kleid saß ihr wie angegossen. Die schlanke IFräulein Tochter und dem Herr« Knppitsch habe ich »Taille, die schwellenden Hüsten, die runden, vollen ,|nur noch eine ältere Jugendfreundin geladen, und | Arme, — alles, alles hob fich fichtbarlich ab; vollends |so werden wir ganz unter nn8 sein. Bitte also, | aber zeigte der tiefe Ausschnitt oben die blendende I schlage« Sie mir meine Bitte nicht ab; denn Wallys Weiße ihrer SchuUern.
>|würde ganz unglücklich fein; und ich weiß ja, Sie| (Fortsetzung folgt.)
Ob ich cs bin," seufzte Frau Walpurga.
„FW nicht," fuhr d°S Weib fort, der GeburtS- \ tag Deiner Wally auf den achtzehnten, also auf nächste» •AaÄ j Sonnabend?" _ , , , „
oJl ,3a wohl," war die Antwort; „aber wie soll 888. s dieser Geburtstag ,
„Hub," fuhr Anna Wegner fort, ohne auf die - Dü j Unterbrechung zu achten, „hängt nicht 2)eiue Wally I mit besonderer Zärtlichkeit au Rosalie Dollinger, und wird diese Zärtlichkeit nicht von der anderen Sette
Wöchensiichc Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Expedition Martt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.________
nur unter stillschweigender Duldung desselben ins I Werk gesetzt zu sein, und glauben überhaupt, daß ein» sehr wesentlicher Teil der gegenwärtig herrschenden» Unklarheit und Beunruhigung aus untrolllierbare Preßleistungen zurückgeführt werden muß." — Fürst I Bismarck ist bis heute nicht in Berlin eingetroffen. Seine Ankunft wird jetzt für heute abend ober morgen sicher in Aussicht gestellt. — Lord Churchill wird heute abend hier erwartet. Mittwoch findet ihm zu Ehren beim englischen Botschaster ein großes diplomatisches Diner statt. — Der neueste Zwischenfall an der deutsch-französischen Grenze ss. unten Paris), den man bis jetzt nur aus der Darstellung der ,Ag. Havas" kennt, wird sehr kaltblütig beurteilt. | Er wrid sich gewiß nicht zu einer neuen Schnäbele- Affaire ausbilden.
Ausland.
San Remo, 23. Jan. Das Befinden des Kronprinzen ift gut; das Wetter frühlingsmild. Gestern ist der Kronprinz zweimal ausgefahren. Die (an der Berliner Börse aufgetauchte) Behauptung, der
den Grasen Radolinski Um 2'/. Uhr machte der I Kronprinz habe wegen seines Krankheitszustandes sich»Schulverein in Oesterreich, auch verschiedenen Orten in
SÄ JwSrt »W »i° d« Wart autofi-«. W». w UnterftSW» W
Kaiserin den Fürstbischof Kopp. — Unter den Deko- Die hessischen Herrschaften werden für den 27. ds. I besoldete Schullehrer zugesandt und m manchen rierten des gestrigen Ordensfestes erhielt der Fürst- erwartet. Der Tag der Ankunft Mackenzies ist noch schulen für eine Weihnachtsfreude der Schulkinder sich s Kopp de? Stern zum Krouenorden zweiter nicht festgesetzt. - Im Kreise der deutschen Kurgäste gesorgt. - Sodann fpra$ - »« «**■ni>e u er he M v? Dinder Erzbischof von Gnesen und wird für Mittwoch, der Jahrestag der Vermahlung Bedingungen, unter welchen sich die Nationalität Zofen'den roten Ad'lerorden zweiter Klasse. — Dem des Kronprinzen, eine kleine Huldigung mit Gluck- bei der Berührung und mi Kampfe mit fremden Zerne'hmen nach wird der Abg. Lohren namens der wünsch, Blumenspenden und Feuerwerk vorbereitet. — Elementen erhalten, wie der Nationalstolz zur Lrhaltnng Reichspartei tni Reichstage einen Antrag wegen Auf- Die Zeitungsnachrichten, wonach der Kronprinz Spazier- j der Nationalität wesentlich beitrage. ^ Diestr sei^ gc- hebung des Identitätsnachweises einbringen, wonach bei der Getreideausfuhr Einfuhrvollmachten erteilt I werden, welche übertragbar sind und für mindestens 6 Monate zur zollfreien Ausfuhr der nämlichen Quantität gleichartigen Getreides berechtigen. — Die Unsicherheit und Unberechenbarkeit der politischen Lage ist das unerschöpfliche Thema, das auch heute wieder in den hiesigen Blättern eine Rolle spielt. Daß die allgemeine Beunruhigung zum guten Teil auf unkontrollierbare Nachrichten und Kombinationen bev Presse zurückzusühren ist, deutet die „Nordd. Allg. Ztg." heute an, indem sie mit Bezug auf die letzten Auslassungen des Wiener Korrespondenten der „Times" schreibt: „Mit der Namensnennung des Grasen Andrasiy spielt der Wiener Gewährsmann des Cityblattes offenbar seinen Haupttrumpf aus. Wir fühlen kein Bedürfnis, den Andeutungen des Artikelschreibers nachzuspüren, meinen aber, daß das ganze Manöver viel zu plump ist, um aus der Initiative eines Staatsmannes hervorgegangen oder auch
--——---:-----“7“-------- „___“ ~T Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, Erscheint täglich außer an Werktagen na<y dann» und Mlf AyH'jtyrt sowie d. Annoneen-Bureaux von Haasenstein nnd Vogler
Feiertagen. - Quartal-AbonnememS-Preis bei der Expe- in Frankfurt a. M.. Cassel, Magveburg u. Wien; Rudolf XXII!. 5^(11)1(1(111(1
dition 2»/. Mk-, vei den Postämtern ^-Nk-MPfg- (exU- 9fl}tfhnnfh 25 1888 Moffe in Frankfurta.M.,Berlin,Münchenu. Köln; G-L. -v) ) » u
Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für d»e gespaltene Zeile ’UCUIIvDlI), ^JUIIUUL loOO. Daube u. Co. m Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover. Paris. 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg. " —— -
uni kierner sämtliche Minister und der Fürstbischof von seil Breslau. — Der Kaiser machte gestern nachmittag ;aiL . nach zwei Uhr eine Spazierfahrt; abends fand eine >licbel Theegcsellschaft statt, wozu Prinz und Prmzeffin
” Wrecht, Prinz und Prinzessin Wilhelm, der Kronprinz von Griechenland, der Herzog und die Herzogin von Sagau, der Erbprinz und die Erbprinzesstn von Fürstenberg geladen waren. Der Kronprinz von Griechenland ist heute morgen um 81/» Uhr abgereist. Der Kaiser nahm heute die Vorträge des Oberhofmarschalls Grafen Perponcher, des Oberzeremomen- meisters Grafen zu Eulenburg und des Geheimen Kabinettsrates v. Wilmowski entgegen und empfing um ein Uhr den Fürstbischof vr. Kopp und später
Deutsches Reich.
Berlin, 23. Jan. Das gestrige Ordensfest hat in hergebrachter Weise im Königsschlosse stattgefunden. Der Kaiser und die Kaiserin wohnten lediglich der Verkündigung der neuen Ordensverleihungen, der - - Vorstellung der neu ernannten Ritter, sowie der , Defiliercour bei und kehrten sodann nach dem Palais Won» .^ück. Der Prinz Wilhelm trank bei der darauf folgenden Galatafel im Auftrage und Namens des Kaisers auf das Wohl der neuernannten und alten , Ritter. Den Zug nach der Kapelle eröffnete der Kronprinz von Griechenland mit der Prinzessin ____ Wilhelm, welcher bei Tafel auch zur Rechten^ der s ■ -Prinzessin saß. Von Diplomateii wohnten der Feier ■ - »bei: die Botschafter de Launay, Herbette und Benomar;