Einzelbild herunterladen
 

MchM ZMM

Wöchentliche Beilagen: Kreis s Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain

Zllnstriertes Sonntagsblatt.

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Aug. Koch.

Bestellungen auf die

England und Rußland einigten sich nach langen

;ii »ernt.

Nordamerika sah die Hinrichtung der Chicagoer

sir. 5.

10.

IS

1, 1O71/| oem svve, als ob er lemaüdem Monaten Arrest schärfsten Grades und nach Erstehung

'*/« u<i'/ wollte, und ein derber Fluch drang! seiner Strafe zur Streichung aus der Armeeliste der.

!*/, .03 JblQut bunöJeJne äufammenöeMffenen 38^6. Eine urteilt worden ist. Da» Anditoriat des K. K. In.

1 ,05J S?ares au? Lei-nen dunkeln Augen und I fauterie.Regiments. Baron Gollnar, Heinrich v. Preß."

D/.lM ^ganzesGestchtbtkamein dawouischeSAussehen. I Der Brief war datiert vom 12. Oktober 1837 toS10 l^,et Minuten später umstand im Stadt, und in Oldenburg zur Post gegebeu worden. Eine

> * 79*i slrliU Mieu nächst dem Stnbeuthor eine größere I weitere Aufklärung war nun nicht mehr nötig.

$l/l )*/. L1/« 7 l1/«

91

74

100 !Üi

1011

ranallee

nung

der.

!'/.

!/»

ach 18, ume, eignen, . April

elfter,

i*/.

!1/.

(122

It

Anarchisten und wird eine große Zollreduktion be­kommen, in Asien fanden in Birmah und Afghanistan fortgesetzte Kämpfe statt. In Afrika verschlechterte sich die Lage des Kongostaates durch das Vordringen der Araber; über den Erfolg von Stanley's Sudan- expedition ist etwas' Sicheres zur Stunde noch nicht bekannt.

Arbeiten ersten Ranges sich nicht zu beschäftigen haben. Von einer neuen Kirchenvorlage ist nicht die Rede, auch nicht von einer Steuerreformvorlage, und was sonst bisher von Gesetzentwürfen in Aussicht gestellt worden ist, betrifft nur Angelegenheiten zweiten Ranges. Man wird sonach erwarten können, daß die Landtagssession diesmal nur eine mäßige Dauer einnehmen wird, was angesichts der vielen wichtigen Geschäfte, die dem Reichstag noch obliegen, allerdings sehr wünschenswert ist. Die bevorstehende Landtags­session ist bekanntlich die letzte der gegenwärtigen Legislaturperiode und nach deren Ablauf dürfte eine Verlängerung der Gesetzgebungsperioden eintreten. Wie sich ein Franzose unfern Reichstag denkt, das verrät der Spezialkorrespondent, den der Pariser Figaro" zur Feier des Papstjubiläums nach Rom geschickt hat. Dieser zählt die geistlichen und welt­lichen Würdenträger, welche dem Tragstuhle des Papstes voranschritten, auf und fährt dann fort: Dem diplomatischen Korps folgten die Mitglieder des deutschen Reichstages in roter Tunika mit brei­tem schwarzem Samtkragen und im Schmucke ihrer Orden. Sie tragen goldene Epauletten, einen gold- durchwirkten Gürtel und einen prachtvollen Schlepp- fäbel. Alles ist militärisch bei unseren Nachbarn, selbst das Parlament." Eugen Richter und Bam­berger in Uniform mit Schleppsäbel gegen irgend eine Militärvorlage opponierend das ist eine der erheiterndsten Vorstellungen süc die deutsche Phantasie! Die in den Blättern verbreitete Annahme,-daß der die Alters- und Invalidenversicherung der Arbeiter betreffende Gesetzentwurf bereits in den nächsten Tagen den Bundesrat beschäftigen werde, ist, nach denBerl. Pol. Slachr.", nicht zutreffend. Schon die dem Reichs­amt des Innern obliegende Aufgabe, an der Hand der Grundzüge einen formulierten Gesetzentwurf nebst Begründung auszuarbeiten, sei eine umfangreiche und erfordere selbst bei dem Vorhandensein eingehender Vorarbeiten eine erhebliche Zeit. Es komme hinzu, daß in den Beratungen des Volkswirtschaftsrats, wie in den Gutachten anderer Interessen und mehr oder weniger sachverständiger Kreise gegen eine Reihe von Punkten in den Grundzügen mit sachlichen Gründen unterstützte Erinnerungen gezogen sind. Inwieweit diese Erinnerungen Berücksichtigung finden werden und können, sei dahingestellt. Jedenfalls aber erforderten ie eine genaue Abwägung des Für und Wider, welche ohne Beeinträchtigung der Gründlichkeit nicht im Handumdrehen erledigt werden kann. Daß etwaige wichtigere Abweichungen von den Grundzügeir einen Mehrbedarf an Zeit in sich schließen würden, sei

Frau von Ampach.

Auf dem StephanSplatz in Wien stand zu der Zeit, in welcher unsere Geschichte spielt, ein hohes, fünfstöckiges HauS mit breitem Durchgang, und wenn man diesen Durchgang hinter sich hatte, kam man auf einen viereckigen Platz, der ringS von kleinen Wohnhäusern eingefaßt war. An einem dieser kleinen Häuser prangte rechts von der HauSthüre ein mes- ingeues Schild, auf welchem die Worte: Anna Wegner, Wittwe, Vermittlerin in Wohn- und Geldangelegem Hellen, oben zwei Stiegen links, etugraviert waren.

Eines morgens im Monat August des Jahres 1838 saß Frau Anna Wegner in ihrem Wohnzimmer, welches zugleich ihr Geschäftszimmer bildete, au ihrem Schreibtisch und rechnete emsig eine Reihe von Zahlen zusammen. Da klopfte es au die Thür, und auf ihr Herein" erschien eine Dame auf der Schwelle, bei deren Anblick sie schnell auf ihre Füße sprang, um eine tiefe Verbeugung zu machen. Die Dame näm­lich war höchst elegant nnd reich gekleidet, so daß Frau Wegner daraus den Schluß zog, sie habe es mit einer Kundin zu thuu, welche mit besonderer Rücksicht behandelt werden müsse. Sie wartete also die Anrede der Dame nicht ab, sondern beeilte sich, einen Lehnstuhl herbeizuholen, welchen Sie stets für vornehme Kunden, die nicht vornehmen mußten mit gewöhnlichen Stühlen vorlieb nehmen, parat hielt, um dann mit einer abermaligen tiefen Ver­neigung nach den Befehlen der hochgnädigen Fran zu fragen. Die Dame ließ sich das alles still- chweigend gefallen und setzte sich breit und bequem n den Lehnstuhl. Dann aber brach sie in ein schallendes Gelächter aus und berührte die Wittwe Wegner, welche in demütiger Haltung vor ihr stand, in ver­traulicher Weise mit dem elfenbeinernen Fächer.

Wahrhaftig, Anna," meinte sie daraus,ich muß mich entsetzlich verändert haben, daß Du mich nicht mehr erkennst, und es ist also eitel Lüge, wenn die Herren, dir mir den Hof machen, mich versichern,

ich sei noch dieselbe wie vor zehn Jahren, lieber Dich, Anna, wäre ich nicht im Zweifel gewesen, selbst wenn wir uns zufällig aus der Straße begegnet sein würden, obwohl ich zugeben muß, daß Deine Rase viel spitzer und Dein Mund viel zahnloser geworden ist."

Die gnädige Frau," versetzte Anna Wegner, die schmalen Lippen zu einem sauersüßen Lächeln ver­ziehend,belieben, Ihren Scherz mit mir zu treiben; denn ich wüßte tu der That nicht, wo wir . . . ."

Eh lachte die Dame wieder laut auf,so strenge Doch Dein Gedächtnis au, und damit Du eher zum Ziele kommst, will ich mich Dir in meiner ganzen Positur zeigen."

Mit diesen Worten stand sie ans, stellte sich vor den Spiegel und drehte sich bann langsam auf den Absätzen um. Anna Wegner aber ließ ihren Blick durchdringend auf ihr haften. Doch betrachtete sie weniger ihre Gestalt und ihre Gesichtszüge als viel­mehr ihre Kleidung und ihren sonstigen Aufputz, da beides ihr besonders in die Augen stach. Die Dame trug nämlich ein schwerseidenes, blaues Kleid mit einem kostbaren Spitzenschleier darüber, und die blitzenden Gehänge in den Ohren, die schweren Arm» müder an den Gelenken, die funkelnde Broche an »er halb offenen Brust, die vielen Diamanttinge an »en Fingern und die schwer goldene Uhr im Gürtel, die an einer noch schwereren Kette hing, repräsentierten einen höchst bedeutenden Wert.

Nun Anna?" fragte die Dame, nachdem die Be« ichtigung lange genug gewährt hatte,bist Du noch nicht im Klaren? Solltest Du in der Thai die Wally aus dem Kupferhammer in Salzburg gänzlich ver­gessen haben?"

Die Wally aus dem Kupferhammer in Salz­burg?" schrie Anna Wegner, indem sie vor Verwun­derung die Hände übet den Kopf zusammenschlug. Jesus Maria und Joseph, sollten Sie . . solltest Du wirklich die Wally sein?"

(Fortsetzung folgt.)

Deutsches Reich.

Berlin, 5. Jan. Dic Abendblätter melden, Dr. Schmidt aus Frankfurt a. M. fei gestern durch Mailand passiert; sie wollen wissen, Dr. Schmidt wolle dem Kronprinzen ein neues Heilverfahren Vorschlägen. Die nächste Nummer desBritish Medicinal Journal" bringt eine Auslassung, von welcher angenommen wird, daß sie Mackenzies Ansicht wiedergiebt. Dieselbe erklärt die Erscheinungen im Halse des deutschen Kronprinzen für durchaus ver­einbar mit der schweren Art einer chronischen Laryn­gitis (Luftröhren-Entzündung); es wäre jedoch thöricht, jetzt schon sich einer allzu optimistischen Auffassung hinzugeben. Die Möglichkeit einer bösartigen Natur des Halslcidens könne nicht absolut bestritten werden, wie auch das jetzige mildere Leiden in seinen mög­lichen Folgen ein ernstes werden könne. Der Kronprinz hat den ihn behandelten Aerzten zu Neu­jahr prachtvolle Geschenke gemacht. So erhielt, wie dieN. N." mitteilen, Sir Morell Mackenzie ein vollständiges chirurgisches Besteck, Dr. Krause ein Brillantnadel, Dr. Schröder zwei prachtvolle japanische Vasen, Dr. v. Bergmann ein Silberbestcck für 24 Personen, Dr. Schmidt ein goldenes Dintenfaß. DieKreuzztg." schreibt:Nähere Erkundigungen haben ergeben, daß die auch von uns abgedrucste Darstellung, welche dieNationalzeitung" über den Neujahrsempfang der aktiven Generale brachte, zum großen Teile nicht der Wirklichkeit entspricht." Aus der Umgebung des Fürsten Bismarck, über dessen Befinden die Nachrichten durchaus erfreulich lauten, hört man erneut versichern, daß dessen Uebersicdelung zu bleibendem Aufenthalt in Berlin für die Mitte dieses Monats bestimmt zu erwarten sei. Damit würde auch zweiffellos die Beteiligung des Fürsten an den Reichstagsarbeiten in Aussicht stehen. Auf den 14. Januar, de i letzten verfassungsmäßigen Termin, ist der preußis he Landtag zu einer neuen Session einberufen. Wenige Tage später tritt auch der Reichstag wieder zusammen, und die beiden par­lamentarischen Körperschaften werden sich sonach wieder nebeneinander einrichten müssen. Die Landtagssession wird, wie es scheint, diesmal mit gesetzgeberischen

Dir PropheMnng -er )igeunerm

Criminal-Roman von Theodor Griesinger.

oeit zu (67 ;

en. i

phnann shäuser ;e Logis zu ver- ___(40 Lahn-

Ntage

niethen.

»Pt,

ze 11.

ihnhof- ktage . [117 erster.

per 1. lis zu (118

ebäude.

Hause, April

Woh»

!äh. bei tt, ie 5. .nasial- us be- hauseS, -stehend ieitung n steht

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie d. Annoneen-Bureaux von Haafenstein und Bögler in Franken a. Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIII Moffe m Frankfurt a.M., Berlin, München u. Köln; G-L. AAUL x>UljkljUllg Dauben. Co. in Frankfurt a. SR., Berlin, Hannover. Paris.

Verhandlungen glücklich über die afghanische Grenz- wvCTyCfJlflyC Ifrage. Im übrigen näherte sich die Auswärtige

Mihrm Beiblättern °ch«n °ll°P°st-

anstatten, auf oetu Dcmve auch Ute Postboten, I trotz aller Anfeindungen Gladstones und der Irländer sowie in Kirchhain unsere Agentur (Herr fest am Ruder und brachte das irische Ausnahme- Buchbinder Rindt) entgegen. Den Befiel- gesch im Parlament glücklich durch. Es gab freilich lungen wird noch der mit der Nr. 1 aus- lU,t'an9§ DicI Lärm bei der Handhabung des Gesetzes, gegebene Wand- und Sckreibkalender^ jcyt herrscht größere Ruhe. In London feierte 1««yrnurasrnoer die Königin Viktoria unter allgemeiner Teilnahme fM das ^ayr IÖÖÖ beigegeben. ihr sojähriges Rcgierungsjubiläum. Die beschäf- ' sigungslosen Arbeiter der Themsestadt verursachten jPwyt lo<M» Iwiederholte größere Ruhestörungen. Rußland leidet

111 t . am meisten unter der Finanznot. Auch der noch von

. ""'r dre Signatur des Wahres m Frank-l dem verstorbenen Panslawistensührer Katkow ans

Mch. Zum Beginn desselben war das Ministerium l Regiment gebrachte neue Finanzminister Wyschnegradski Goblet mit Boulanger als Kriegsminister am Ruder, hat kein Geld schaffen können. Der Zar läßt den der seine etwasi m die Brüche gegangene Popularität Panslawisten viel Spielraum, aber die Nihilisten zu 7durch alle möglichen Reklamemittel, und auch nicht I vernichten, ist ihm noch nicht gelungen. Bedenkliches ohne Erfolg, wieder zu heben versuchte. Dann bieten auch die in letzter Zeit hervorgetretenen Studenten- mußte Goblet nach einem Mißtrauensvotum der I Unruhen.

Kammer zurücktretet-, und das Ministerium Rouvier Auf der Balkanhalbinsel blieb in diesem Jahre kam an seine Stelle. Unter großen Skandalvorsällen alles ruhig. Die bulgarische Regentschaft machte den reiste der zum Korpsgeneral ernannte Boulanger I Revolutionen durch Hinrichtung der Rädelsführer in «ich Clermont ab. Semen famosen Plan einer Rustschuck ein Ende und bekam dann nach vielen Probemobtl nachung übernahm in etwas eingeschränktem Bemühungen auch einen neuen Fürsten in der Person Maßstabe der neue Knegsminister Ferron und in des Prinzen Ferdinand von Koburg. Anerkannt hat . .^^"^bbung von Toulouse wurde auch das Spek- ihn keine Großmacht, Rußlands wegen nicht, aber takelstuck glücklich ausgefuhrt. Die Franzosen waren I ihn fortzubringen hat man auch nicht gewußt. An entzückt davon, nber bie Sache hatte einen Haken die Lösung dieser Sache wird im neuen Jahre energisch über den anderen, und die Schlagfertigkeit der Armee I herangetreten werden müssen. In Belgrad hielt sich ist damit m keinem Falle erwiesen. Kaum war dieser I König Milan trotz des erst sehr harten Konfliktes Äiubel aoer vorbei, >o kam die unerhörte Ordens- mit seiner Gemahlin, und trotz des Ministers Sintics, fchacher- und Bestechungs-Affaire Kaffarel - Limousin, I des bekannten Russenfreundes, fest am Ruder. Ristics m welche auch Wilson, der Schwiegersohn des Präsi- hat bereits abgewirtschaftet, aber der König steht recht dmten Grevy, verwickelt wurde. Grsvy und das sicher da. In Konstantinopel, Egypten, Griechenland, Ministerium versuchten alles Mögliche, Wilson heraus-1 Rumänien ist die Lage unverändert. Der Sultan Meißen, aber der Skandal wurde nicht kleiner, son- wirb mehr als je von Rußland zur Zahlung der ^rn Tag für Tag großer und schmutziger. Das Kriegskosten gedrängt.

kabmett Rouvier fiel, Grsvy mußte nach vielem In Spanien konnte die Monarchie Alfonsos Unb ehrenhafte ft am o t wurde I festere, Fuß fassen, sie machte sogar einen Anlauf zur 9^100^1 Aber auch sein erstes Großmacht. Belgien-Holland waren der Schauplatz Kabinett, das Ministerium Tirard, hat keine großen wiederholter Sozialisten-Excesse. Die belgische Regie- Cxistenzaussichten. Von der ungemeinen Erbitterung rung setzte die Ncubefestigung der Maaslinie fest, er Parteien in Pans zeugte das Attentat gegen vermochte aber mit der vom König dringend ge- früheren ^unsterpräiidenten Ferry. Da können wünschten Einführung der allgemeinen Wehrpflicht r uns eigentlich kaum noch über die wahnsinnige I nicht durchzudringen. Dänemark und Schweden-

. u'Ichen- und Spwnenhetze wundern, die letztes Norwegen blieben trotz innerer Konflikte sehr ruhia, das Branntweinmonopol em.

Hause .Juli en ach, 4.___

eines klage d aus m rc., , im I« ver­film

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und ~

Feiertagen. Quartal-AbonnementS-Preis bei der Expe- llri flT*H11 Vrt -

dition 2% SRI, bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. *5*

Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile SoNNabkNd 7

10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg. WluuwtllV, < ^yiUlUlU 1OOO.

ft vom »T'T7 < ivuneern, me legres Norwegen blieben tr

besonders stark in. Schwünge war. Den Mangel die Schweiz führte

^ ruhi^^ Autorität beweist Boulangers Arrest 1 -

*qij c vv ö** vvm» eme größere

97 einen Steinwall, der sich dort erhob,! Dm Tag dara"us fuhr in der Abenddämmerung

Menge wuchs mit federn Augenblick. Auf I kill einfacher Trauerwagen den Sarg jener Ullglück- blH 2aE'ine anscheinend dem Mittel-1 licheu Fran aus dem allgeweiuen Kraukeuhause nach

76"/ angehoreube, tiefschwarz gekleibete Frau, welche bem letzten Ort ber Ruhe, uub in einer Mieiskutsche 8 . Mo eben vou der Bastei herabgestürzt hatte. Wer frlgteu bew Wagen bie wenigen Verwandten, welche 78? sei, wußte niemand zn sagen; den Sturz die Verstorbene in Wien besaß. Der aber, welcher kh ,a LU k aU1n Ä^"geuen Augen gesehen,!dieses Mutterherz gebrochen hatte, befand sich nicht 29 ? bI eb °is" ^iu Zweifel, daß sie sich selbst den! darunter; denn er saß zu Oedenbmg iu engster Haft,

gegebeu. I aus der er erst zwei Monate später entlassen wurde.

Skistarrten bie Stute schweigsam auf den Dann verschwand er ans Oedeubnrg nud war wie Meu Körper hin, oder auch wachten sie ihren Ge.Iverschollen.

>ip«n durch laute Reden Luft. Endlich aber er-I

mannten sich einige wenige und trugen die Frau nach , , ®uuiuHu-«vuiun buh *i#eooer wrieimget. i?er ^stzin des 2ßunbatäte8 Degel, welche zunächst

i Haus tsa<6brurf n,rhnf,n I dem Studenthor lag. Dieser untersuchte ben Körper

^.Aprrl st »erboten.) und erklärte bann, daß alles Leben längst entflohen

~ u . . iSortsetznng.) sei. Die Unglückliche hatte bas Rückgrat gebrochen,

Der verewigte Felbzeugmeister von Kreß steht in! uub überbem waren mehrere ©lieber zerschmettert, tem Andenken bei der Armee, und ich wollte dem Rach diesem Befund blieb nichts übrig, als die Po- . _.dieses hochgeehrtin Offiziers Gelegenheit geben, I lizet herbeizuholen, und diese ließ die Tote in das ne klern^ Schande bie er anf sich gebracht, wieder abzu^! allgemeine Krankenhaus überführen. Dort forschte ZimmerWIzen. Merken Sie sichs also, Gottfried Kreß, es mau vor allem nach einem Merkzeichen, aus dem man OfferteiL, bie letzte Gelegenheit, die Ihnen geboten wird. I erfahren könne, wer die Verstorbene im Leben ge­h' aÄh?rCKnb verfallen wesen sei; man brauchte nicht lange zn suchen; denn sl2Wj. v> eder iu Ihre alte Lüderlichkeit, bann werben in einer ihrer Rocktaschen fand sich ein Brief vor mit ------ SchmachausderAimeeliste gestrichen und der Adresse: An die Frau Kriegskommiffär von Kreß, \ ban ,ni<bJ ausbleiben, daß Sie am Galgen I Wittwe, wohnhaft Nr. 3 aus dem St. Petersplotz zu

1 Zuchthaus endigen." Wien in ber Altstadt. Das Briefcouvert war offrn

Also sprach der Baron von Gollnar und be,eich, und enthielt ein Schreiben mit folgendem Wortlaut:

bürg, A dann dem Gefreiten Kl durch eine Haud-I,Auf besonderen Befehl des Herrn Obersten Baron Regung, daß er entlassen sei. Der Gefreite richtete I von Gollnar habe ich Ihnen zu melden, daß der Ge. ^stramm in die Höhe, griff an seine Mütze und I freite Gottfried Kreß wegen einer an einem hiesigen Linksum. So wie er aber die Treppe hinab Kaufmann verübten, schweren Erpressung zu zwei ^.stampfte er mit dem Fuße, als ob er jemandem Monaten Arrest schärfsten Grades und nach Erstehung

.age zu en nebst ed. des ulstraße

[120 r. 33 gestehend n nebst