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Aktenstücke seftzustellen und öffeullich zu bekunden. Die eingestellten Ermittelungen haben ergeben, dnst zwischen Ihrer Königlichen Hoheit der Gräfin von Flandern und dem Prinzen Ferdinand von Coburg niemals -eine Korrespondenz irgend einer Art stattgesunden hat, und daß eine politische Eröffnung, wie die dem Botschafter Prinzen Reuß zugeschriebene, von diesem niemals gemacht worden ist. Auch die Beziehungen, welche anderen hohen Herrschaften in den Aktenstücken zugewiesen werden, haben sich als Erfindungen herausgestellt. Tie Aktenstücke sind danach von bisher unermittelten Personen lediglich zu dem Zwecke, Mißtrauen zwischen europäischen Mächte:: hervorzurufen, ohne jede chatsächliche Unterlage, erfunden und zusammengestellt worden.
Die vier Aktenstücke in dem angeblich ans dem Deutsch«, übersetzten französischen Text werden dann wörtlich wiedergegeben. — Zunächst bestehen die gefälschten Aktenstücke aus einem Briese des Prinzen von Coburg an die Gräfin von Flandern vom 27. August d. Js., worin der Prinz sagt, er würde sich nicht nach Sofia begeben haben, wenn er nicht von Berlin die befriedigendsten Mittellungen erhalten hätte; dies ergebe sich aus einer authentischen, vollständig von der Hand des Botschafters Prinzen Reuß geschriebenen Rote über die sekreten Ansichten des deutschen Reichskanzleramtes, die er beilege. Zugleich bittet der Prinz von Coburg die Gräfin von Flandern, ihren Bruder, den König von Rumänien, zu veranlassen, daß er seinen Einfluß in Petersburg zu seinen Gunsten geltend mache. — Ein zweites Aktenstück ist ein dem Prinzen von Coburg vom Prinzen Reuß zugegangenes Schreiben, worin es heißt: Die Besitznahme des bulgarischen Thrones sei eine Frage der persönlichen Initiative, welcher die deutsche Regierung augenblicklich noch keine offizielle Unterstützung gewähren könne. Daraus folge aber nicht, daß die deutsche Regierung im Interesse des europäischen Friedens und der deutschen Politik zu einem solchen Unternehmen nicht offiziös ermutigen könne. So ungünstig oder feindselig die Akte der deutschen Regierung augenblicklich auch erscheinen möchten, so könnten doch die Sentiments, welche dieselbe insgeheim hege, eines Tages klar zutage treten. — Das dritte Aktenstück ist ein Brief des Prinzen von Coburg an die Gräfin von Flandern vom 16. September, worin er sagt, ungeachtet des offenen Krieges, den Deutschland gegen ihn führe, vergingen nicht vier oder fünf Tage, ohne daß ein deutscher Agent ihm versichere, daß die deutsche Politik in günstigster Weise und ganz unerivartet sich ändern könne. Deutschlands Haltung hänge von der Lösung
Und kein Tropfen jungen Llut^S Valerlandes Boden tränkt!
Wenn die Sonne, wenn die Wolke Wcchs'lscitig spenden S gen, Und dem König und dem Volke Blühet Glück auf ihren Wegen! — Lebt im Frieden, Nationen, Böse Zwietracht wohne fern!
Und den Hütten, wie der Thioneu Leuchte nur rin guter Stern!
r.
Die Prophezeiung der Iigennerin.
Criminal-Roman von Theodor Griesinger.
lRachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
An dieses Tischchen nun ließen sich, als eben die Unterhaltung an dem Tisch der Dame den höchsten Grad von Fröliäkeit erreichte, zwei Personen nieder, welche wir nicht umhin können, etwas näher in Augen- schein zu nehmen. Die eine von ihnen war eine Dame, ganz schwarz gekleidet, aber nicht in Seide, sondern in ziemlich groben Stoff, und ohcke irgend welchen Zierrat am ganzen Kleide. Eine sehr ein. fache Haube bedeckte ihre schwarzen Haare, und in dem Ohrläppchen hin» en Ringe von schwarzem St in. Sonst zeigte sich auch nicht der geringste Schmuck, und nur an einem Finger der linken Hand steckte ein schmaler Goldreif. Die Gesichtszüge waren edel, und die Frau mußte einmal schön gewesen sein; aber jetzt lag ein tiefer Gram in denselben, und der frühere Glanz der Augen schien von jahrelangen Thränen ausgewitscht. Eine auffallende Aebnlichkeit mit dieser hageren, ärmlich gekleideten, aber dock den vornehmen Stand verratenden Frau batte der vielleicht achtund- zwanzig Jahre zählende Mann, der sich neben ihr niederließ, und der eiste Blick schon zeigte, daß er ihr Sohn sein müsse. Er war hoch und schlank ge-
Wöchentliche Beilage«: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg
Kirchhain
Illustriertes Sonntagsblatt.
Expckition Markt 21. — Redaktion, Druck und «erlag von Joh. Ang. »och.
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wachsen und hielt sich kerzengerade, was daraus schließen ließ, daß er trotz f.imr jetzigen Civilkletdung untei dem Militär gedient haben muffe. Die Gesichtsfarbe war blaß, aber keineswegs ungesund, und die dunkeln, vollen Locken, die feinen schönen Kopf umrahmten, machten ihn zu enter unzweifelhaft interessanten Erscheinung. Besonders aber fiel er durch seinen martialischen Schnurrbart, der ihm ein kühnes Aussehen gab, so wie durch sein dunkles Augenpaar auf; denn diese Augen bohrten sich in diejenigen, welche <r an- fab, förmlich ein, und wenn die Einen meinten, sein Blick iri dem be8 Basilisken zu vergleichen, so be baupteten viele andere, — und di s war besonders die Ai sicht von Frauen, es liege ei» Zauber in diesen Augensternen, der gleich den Pfeilen deS Liebesgottes wirke.
Also sah das Paar aus, welches sich au das kleine Tischchen niederließ und, stillschweigend, oder nur leise flüsternd, den einfachen Imbiß zu sich nahm, der ihm vom Kellner ferviert wurde. Kaum aber hatte der junge Mann, der so viel Militärisches in seiner Haltung zeigte, den l.tzten Bissen zu sich ge, nomtnen, so musterte er mit seinem scharfen Auze die sämtlichen Gäste, Männer wie Frauen, die sich auf der Terraffe befand.n, und am längsten mbte sein Blick auf der schönen Dame, die wir oben des Näheren geschildert haben. Und merkwürdig, sie fei (te ihr Auge nicht vor dies.m Blick, sondern gab ihn noch herausfordernder zurück, und so entwick lte sich z oischen beiden ein ganz eigentümliches Augenspiel. Dock, plötzlich wurde die filtere Frau mit bim gramdurch. furchten Gesichte dieses Spiel gewahr, und, ihrem Sohne ein unwilliges Wort zuw.ifend, maß sie die Dame in solch' strafender Weile, daß diese unwillkürlich zu Bodeu sehen mußte und längere Zeit schweigsam blieb.
.Was haben Sie denn, meine Teuerste?' fragte jetzt der ältere Herr, der von den anbetn mit Hofrat anperebet wurde. .Sollte doch die heutige anstrengende Tour ermüdend auf Sie . . .*
Buchbinder Rindt) entgegen. Den Bestellungen wird noch der mit der Nr. 1 ausgegebene Wand- und Schreibkalender ifür das Jahr 1888 beigegeben.
:JW* Die Nr. ä des J,l lusträerten Sonntags bl altes kommt diese Woche zur Ausgcckr.
Bestellungen auf die
Oberhesfische Zeitung
mit ihren Beiblättern nehmen alle Post-
art
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Iie Veröffentlichung -er die bulgarische Frage betreffenden „gefälschten
Aktenstücke."
Im nichtamtlichen Teil.des „Reichs-Anz." werden heute die vielbefprvchenen gefälschten Aktenstücke mit folgender Einleitung veröffentlicht:
-Es ist bekamit, daß aus Beseht Sr. Majestät des Kaisers von Rußland dem deutschen Reichskanzler gewisse, die bulgarische Frage betreffende Aktenstücke behufs Prüfung des Inhalts und Ursprungs derselben anitgeteilt mürben finb. Es hat sich ergeben, das diese Aktenstücke lediglich erfunben worben finb, nm die Aufrichtigkeit der deutschen Politik zu verdächtigen. Der Zweifel au der Ehrlichkeit derselben wäre berechtigt gewesen, wenn solche Altenstücke auf Wahrheit beruhten, da die deutsche Politik das Unter« nehmen des Prinzen Ferdinand von Coburg in Bulgarien von Anfang an und zu jeher Zeit als ein den bestehenden Verträgen zuwiderlaufendes angesehen hat und noch ansieht, und sich in diesem Sinne allen Kabinetten und insbesondere dem russischen gegenüber amtlich ausgesprochen hat. Es würde daher, wenn die Aktenstücke, und namantlich das dem deutschen Botschafter in Wien zugeschriebene, echt und die An- beutungen in den fingiertes Briefen in der Wahrheit begründet Müvesen mären, der amtlichen deutschen Politik mit Recht der Vorwurf der Duplizität und ihren amtlichen Erklärungen ter her Unehrlichkeit haben gemacht werden könne«. Die deutsche Regierung, welche natürlich beinüht ist, bei den befreundeten Mächten bas Veuraue« auf ihre Zuverlässigkeit und Offenheit zu erhalten. hat daher ein lebhaftes Interesse daran gehabt, die Unechtheit der
Deutsches Reich.
Berti«, 31. Dez. Der Kaiser nahm den Vortrag des Abteilungschefs im Militärkabinette, Oberst v. Brauchitsch, und darauf die Meldungen mehrerer hier eingetroffener Generäle entgegen und machte um zwei Uhr eine Spazierfahrt. Um vier Uhr erscheint Staatssekretär Graf Herbert Bismarck zum Vortrage. Die Kaiserin empfängt um vier Uhr den portugiesischen Gesandten behufs Entgegennahme des Ordens der Empfängnis unserer Lieben Frauen von Villa Vieosa. Gestern war der Kaiser in der Oper, darauf fand Theegesellschaft bei den Majestäten statt, wozu der Minister Dr. Lieius, Generalpostmeister Dr. von Stephan und Prinz Josef v. Windischgrütz geladen waren. — Der Kronprinz ist nach vorliegenden Meldungen heute in San Remo ausgefahren; sein Befinden ist zufriedenstellend. Die geringe katarrhalische Erscheinung geht weiter zurück. Die Kaiserin hat gestern beim Empfang des chinesischen Gesandten diesem auf seine Frage mitgeteilt, daß sich das Befinden des Kronprinzen immer mehr bessere. Aus San Remo wird hierzu dem „Berl. Tagbl." gemeldet: „Der Leipziger Professor der pathologischen Anatomie Karl Thiersch, Verfasser des Werkes: „Der Epithelialkrebs", schrieb hierher, nach dem Verschwinden der Drüsenanschwellungen und nach her Vernarbung von Geschwüren im Kehlkopfe des Kronprinzen tonn: er nicht glauben, daß das Leiden krebsartig sei." —- Präsident Pape überreichte dem Reichskanzler den in erster Lesung festgestellten Entwurf des bürgerlichen Gesetzbuchs. — Graf Peter Schuwalow ist heute abend nach Petersburg abgereift — Die Auffassung der politischen Lage äußert sich auch heute am Jahres-
Nenjahr 1888.
Wie Du Dich zu Eide neigest, Von uns scheidest, elteS Jahr, Welche Farbe Da ans zeigest, Stellst Dich in bei Unschuld bat!
Wie in weißem Fcsttalare, Wie als eine reise S am, Die an heiligem Altäre Wirb dem öräatgam angetrant!
Abends Stille, kein Getümmel, Das die frohe Feier stört, Nachts her Mond am hohen Himmel, L-'LL Der den Klang der Glocken hört.
Ueberall erleuchtet schimmern
Fenstern in des Lichtes Glanz, Und in wild erwärmten Zimmern Harrt ein lebcnSfroher Kranz.
Harrt, daß zwölf die Glocke schlage;
Horch! sie macht die Stunde kund: Gruß deS JahreS erstem Tage, Guten Wunsch aus tiefstem Grundig
Hände drückt dem, >er verbunden
Einem ist als treuer Freund, Vätern, Müttern, Kindern, Sunden, Jedem, der es ehrlich meint! —
In der Unschuld weißem Kleide Stellt sich ein das neue Jahr. FroheS Hoffen sonder Leide Mache, neuer Gast; uns wahr! .
Wohl uuS, wcnu des Kleides Weiße
Sich bewährt wie gutes Gold, Wenn in stillem Friedens Gleise Hin daS Rad her Tage rollt!
Wenn wir l ben frohen Mutes Keine Zwietracht wird verhängt,
Marburg,
Dienstag, 3. Januar 1888.
.Nrchis, nichts,' unterbrach st- ihn fast heftig, indem sie sich gewaltsam zusammennahm. „ES ist mir nur ein dummer Gedanke durch den Kopf gefahren, und ich war so thöricht, ihn nicht gleich von mir abzuschütteln.'
Sie versuchte es nun, den früheren Ton wieder zu finden, und es gelang ihr auch wirklich nach einiger Zeit. Weil sie jedoch nachher abermals ihr Ange trotzig dem kleinen Tischchen zuwandte, an welchem der junge Mann saß, traf sie ein zweiter noch vi l trafenber Blick der alten Fran und wiederum zuckle re zusammen.
„Sie fühlen sich doch ein Bischen unwohl, gnädige Fron?" fragte sie sofort der Major, welcher ihr gegenüber saß, und dem schon der plötzliche Wechsel ihrer Gesichtsfarbe nicht entg Heu konnte.
.Nein,' versetzte sie schnell besonnen, .aber es zieht hier ein wenig stark und . . . .'
,O,' meinte der galante Major, .wennS weiter nichts ist. Bitte, lassen Sie un8 die Plätze wechseln; denn mir, einem ausgedienten alten Soldaten, kann ein wenig Zugluft nichts schaden.'
Der Platzwcchs.l trat bald vollzogen, und ba nun bie Dame bem kleinen Tiswchen ben Rücken bot, so atmete sie erleichtert auf. Gleichwohl blieb sie wortkarg, nnb bie frühere Herzenslust wollte nicht wieber» kehren. Da brachte eine eig-utümliche Erscheinung neues Leben in die Gesellschaft.
Aus der Terrasse erschien nämlich :in kl< irrer Trupp von Zigeunern; derselbe bestand aus zwei Männern und einer Frau. Sie stellten sich sofort in Positur und stimmten ein eigentümliche« Konzert an, wobei die Frau die beiden Violine spielenden Männer auf einer Art von Tamburin begleitete. Nack dem sie aber einige wenige Stücke gespickt, ging die Fran, eine phamastisch aufg< putzte G-stalt, ein Tellercken in der Hand haltend, von Tisch zu Tisch, um ein Trinkgeld einzusammeln, und zu gleicher Zeit erklärte einer ihrer Begleiter mit lauter Stimme, daß ihre Schwester, auf welche die greife Mutter ihres Stammes alle
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bie an Meiner Erinnerung vorübergeht."--
— — — „Innerlich in den Herzen und dem Empfinden der Armee giebt es keine Veränderung."
Am 6. Juni mahnt der Regimeutschef wie ein Vater seine Söhne und Enkel: „Gedenkt Meiner Jederzeit, auch wenn Ich nicht mehr bei Euch bin, wie Ich Meines Regiments bis zu Meiner letzten Stunde gedenken werde."
Verttauen auf die Gnade Gottes, das Volk in Waffen, die Treue in den Herzen; das ist die Lehre, welche der Weise aus dem Throne der Hohenzollern in den drei Ju iläumskundgebungen Ausdruck gegeben hat.
Möchten bie drei Worte wie bie drei Sterne im Gürtel des Orion durch das Dunkel der Zukunst aus dem Ernst der Gegenwart zu besseren Tagen des Jahres 1888 hinüberleuchlen."
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Duartal-AbonnementS-PreiS bei der Expedition 2‘/4 Ml., bei ben Postämtern 2 Ml. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnserttonsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Psg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.
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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Blatte-, sowie d. Annoncen-Bureanx von Haasenstei» und Vogler in Frankfurt a. M-, Caffel, Magdeburg u. Men; Rudolf XXIII Qirfirflrtttfr Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; @. 2.
Daube u. Co. n Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover. Paris.
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öer ernsten Fragen ab, die zwischen Deutschland und Rußland schwebten.
Im vierten Aktenstücke teilt der Prinz der Gräfin von Flandern nach einer ihm aus Berlin zugegangenen direkten Mitteilung mit, das Schicksal Bulgariens sei bei den Zusammenkünften Bisniarcks mit Kälnoky und Crispi eingehend geprüft worden. Es fei sicher, daß die Centralmächte günstigere Dispositionen für Bulgarien hegten, dieselben hätten neuerlich wiederholt die Hoffnung ausgesprochen, Bulgarien werde keinen Anlaß zur Aenderung dieser Haltung der Mächte geben, welche man als eine definitive angesehen wissen wünsche.
Inw Jahreswechsel
schreibt das „Militär-Wochenblatt":
„Drei Allerhöchste Kundgebungen nehmen wir aus dem Jahre 1887, welches, niedertauchend in das Meer der Vergangenheit, in den Born der Geschichte, sich in düstere Wolkenschleier gehüllt hat, hinüber in das Jahr 1888:
Als Erwiderung auf die Glückwünsche der Armee zum 8 Ojähru,en Dienstjubiläum Sr. Majestät des Kaisers und Königs, Allerhöchstdessen Ordre vom 1. Januar an den Generalfeldmarschall Kronprinzen des Deutschen Reiches und Kronprinzen von Preußen;
als Dank Sr. Majestät für die „allgemein tiefempfundene Teilnahme" feines Volkes bei der neun igsten Wiederkehr seines Geburtstages, den Allergnädigsten Erlaß vom 23. März an den Reichskanzler;
als Rückblick auf die „70 Jahre der Zusammen- gehörigkett" mit seinem Königs-Grenadierregimeirt, das huldvolle Kabinettsschrciben vom 6. Juni an das Regiment.
Drei Kundgebungen, welche die Erinnerungen eines Lebens, mit dem bie Schicksale des preußischen und deutschen Volkes während des im Abläufen begriffenen 19. Jahrhunderts innigst verbunden sind, zusammenfassen und zugleich das bezeichnen, was in allem Wechsel den sicheren Halt gegeben hat, und darum auch in den Stürmen der Zukunft ein fester Ankergrund bleiben wird.
Der „göttlichen Vorsehung" dankt am 23. März der Großmächtige Kaiser. Sie „hat Meine Wege, wenn auch nicht ohne schwere Prüfungen, sicher geleitet und zu glücklichen Zielen geführt. Gottes reichster Segen h.1 auf Meiner Arbeit geruht."
Am 1. Januar bezeugt der Kriegs- und Feldherr: „Es ist eine wechselvolle, ereignisreiche Zeit,
VfLÜ anftalten, -Aus dem Lande auch die Postboten, oroie in Kirchhain unsere Agentur (Herr
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