Wöchentliche Beilage»: «reis-Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain.
Illustriertes Sonntagsblatt.
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.Aber, mein Bater . . . .«
p,. -3<h «lande gar, Du wagst es, mir zu wider spreche»! d-m"gehe! Ich verbiete Dir, noch i^?.Ochritt in 1-nes Fischerbaus zu gehe», und wenn ch Höre, daß Du trotz meines Verbotes noch Zu- ffirmnn^J„Unte mit dieser Nelly, Bombe» und KM"“ w"beu wir sehen, wer hier bestehlt, Du oder ich! . . . So, jetzt gehet"
r’k rin- V-rveugnug und folgte schweren!
Herzens diesem Befehle. '
schlich sich Ernst heimlich aus ^w,^chloise und ging gerade» Wege» »ach Nellys entschlossen, dem strengen Befehle setues Vaters nicht Folge z« leisten. Er fand Nelly traurig und verweint, wie am Tage vorher. Er 1\^Lne^en ,tc' f"gte ihr allerhand Trostesworte hütete sich aber wohl, seiner Unterredung mit seinem Vater zu erwähnen. I
jedoch man mußte einen Entschluß [affen; Nelly|
| ES handelte sich um nichts weniger, als um eine gemeinsame Flucht. Ernst wollte eilig in das Schloß zuruckkehren, ein Bündel von seinen nötigsten Klei- dungsstucken schnüren, und bei den eisten Strahlen der Moi gensonne Nelly abholen, die indeß die gleichen Vordereuungen getroffen. Dann wollten sie ru Sufi langa des Meeres gehen, so viel als möglich jede Begegnung mit den benachbarten Fischern vermeiden »n? eiMn ^nem weit entlegenen Fischerdorfe ein- kehre», sich dort anfangs als Geschwister auegeben und auf Befragen sage», ihre Eltern seien gestorben. N^lly hatte ein baares Sümmchen, welches der alte Mathias hinterlasten, und Ernst besaß einen Diamant, nng, der einst seiner Mutter gehört hatte. Von dem EOoS des Diamantringes und der baare» Hinterlassenschaft des alten Mathias wollten sie sich daun ein Häuschen und ein Boot kaufen, und Ernst wollte Fischer werden und dann Nelly hetiat n.
— [Vom Kronprinzen! Nach derMagdeb. Ztg." sind der Reizzustand des Kehlkopfes und die Neigung zur <L>chleimbildung gänzlich geschwunden — D>e Weihnachtsfeier in San Remo verlief in der frommen, fröhlichen und gemütvollen Weise, welche eine Tradition des Hohenzollernhauses ist. — Fernere Nachrichten von dort find:
.Die Enkelin des Fischers Mathias.«
Der Schloßherr lachte noch lauter und schüttelte
"t seltsamem Blicke de» Kopf. '
Ernst halte alles gewagt; er hatte, wie einst Cäsar,
wollte und konnte allein nicht mehr lange in dem Häuschen bleiben. Eine ganze Woche lang zerbrachen sich die jungen Leute deu Kopf, brachten aber nur unausfuhrltche Projekte zu Tage. Endlich glaubten
resciert hat, daß der Versuch gemacht worden sei, den Kronprinzen aus Anlaß seines Leidens zu gewisten Verzichtleistungen zu bewegen, räumt heute ein, daß darüber Verhandlungen stattgeinnden haben und daß der Kronprinz sich dabei des Rates des früheren badischen Ministerpräsidenten von Roggenbach bedient habe Die Thatsache ist richtig und ist in parlamentarischen Kreisen bereits vor etwa 14 Tagen vielfach besprochen worden.
.'Oh, wenn Du wüßtest, mein Vater, wie schön 1 tugendhaft Nelly ist! Wie sehr sie ihre» Groß-
* *
Nach drei Jahren kam Ernst von Rottmann nach Winda zurück. Er war ein stattlicher junger Mann geworden, hatte seinen Geist mit Wissenschaften be-
I — Auch die neuesten aus San Remo über das Befinden des Kronprinzen vorliegenden Nachrichten sind günstig. Heute (27.) vormittags untersuchte Mackenzie mit den übrigen Aerzten tvieder den Kehlkopf des Kronprinzen. Die Untersuchung dauerte kauin eine Viertelstunde und befriedigte die Aerzte vollkommen. Mackenzie sagte: „Ich habe Ihnen wenig zu sagen und das Wenige ist gut." Er bestätigte, was in letzter Zeit regelmäßig gemeldet werden konnte, daß die kleine Geschwulst sich zurückbilde und das Allgemein.
. ®r"ß."[so in fein Zimmer und verbrachte eine» Teil der Nacht mit den verabredeten Voibe- renungen. Beim ersten Morgengrauen schlich er sich vorsichtig aus dem väterliche» Schlosse, in der einen £>flnb sei» kleines Bündel, in der andern feinen Stock baltenb. Schon hatte Ernst leise das Gitter des Parkes erschlossen und wollte eben dessen Thüre überschreiten, als sich eine schwere Hand auf seine Schulter legte und eine wohlbekannte Stimme rief:
.Wo gehst Du hi», Ernst?« I
Es war sei» Vater.
, , glaubte vor Schreck zo sterbe» und sagte rein Wort.
»§olge mir!« herrschte ihn sei» Vater an, indem er mit ihm ms Schloß zurückging. Oben, im Zimmer |
des jnngen Mannes, wendete sich der Vater ernst in l seinem Sohne und sagte: 9
L «Suche Dich nicht etwa durch Lügen zu ent» I schuldigen oder zu rechtfertigen; seit acht Tage» ist I ma» Dir gefolgt, hat Euch belauscht »nd alles er- I fahren . . . . Ach, Du hast geglaubt, man könne ungestraft meinen Befehlen zuwiderhandel»!.
AH, Du lhörichter Knabe wolltest fliehen mit diesem Fischermadchen! .... Ah, Du glaubtest mich hinter, gehen zu können! .... Aber wie Du siehst, bin ich iJo // aIS "vH kein unzurechnungsfähiger Greis . . . Weil Du aber meine väterliche Autorität verachtest und Dich gegen meine Befehle auflehnst, o E ich Dich nun auch meine ganze Strenge fühlen laffcn. Höre mich gut an, und erinnere Dich aber dabei, daß mein einmal g sprochenes Wort unwider» Iruflich ist, daß also alle Bitten vergebens mären • ?Du bleibst jetzt in diesem Zimmer, dessen Thüre ich doppelt verschließen und dessen Schlüssel ich ein.
I stecken werde. Ich selbst werde dabei sein, wenn Dir der Diener Essen bringt. Am achten Tage wirst Du Dein Zimmer verlassen, aber nicht nm etwa nach dem F scherhauschen zurückkehren zu können, sondern um mit einem meiner Freunde eine Reise durch Deutschland und Österreich nach Jialien zu unternehmen, wo Du drei Jahre lang bleiben wirft. Dort kannst | Du der Kunst, der Wissenschaft und Deiner Ausbildung leben, und dann wird sich wohl auch Dein Liebcsfeuer zu der schönen Nelly abkühlen.«
Ernst war über diese Eröffnung wie niedergeschmettert, er warf sich feinem Vater zu Füßen uud flehte nm Erbarmen, aber es war umsonst. Nach acht Tagen mußte Ernst in Begleitung eines peusto- n'crt£” O'fiziers feine Reise nach Italien antreten, ohne Nelly nochmals gesehen zu haben, ohne ihr auch nur ein Lebenszeichen geben zu tonnen.
mit deren Beiblättern
Kreisblatt für die Kreife Marburg uud Kirchhain ,
und
Illnkriertes Sonntagsblatt
Wir machen noch darauf aufmerksam, daß mit der Nummer 1 des künftigen Jahres ein schön gedruckter doppelseitiger
Wand- uiii) Schreibkalender
für das Jahr 1888
mit mannigfachen Notizen gratis ausge- geben wird. Damit diese Nummer allen Abonnenten rechtzeitig zugeht, beliebe man vor dem 28. Dezember die Bestellung zu machen.
In hiesiger Stadt bei unserer Expedition, wie bei unserer Agentur in Kirchhain kann auch monatlich abonniert werden.
NeUy.
Erzählung von Th. von Aschenberg.
Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
Fl- an. icbenen flasche, ett bete als:
1.50. 150.
1.50.
1.80.
1.80.
ier. leit!
re» st.
Ädonnkment Einladung.
Zum bevorstehenden Quartalswechsel ersuchen wir um rechtzeitige Erneuerung der Postbestellungen auf die
Oberhessische Zeitung
Ibc§ Vaterlandes. Heute vormittag wohnte der Kronprinz mit seiner ganzen Familie dem Gottesdienste in dem überfüllten deutschen Kirchlein, das zwei Tage vorher geheizt worden war, bei und machte alsdann einen längeren Spaziergang.
San Remo, 26. Dezbr. Das Befinden des Kronprinzen ist auch heute vortrefflich. Da das Wetter sonnig ist, wird er mittags den gewohnten Spaziergang unternehmen. (Mgdb. Z.)
San Remo, 26. Dezbr. Dr. Mackenzie ist heute abend wieder hier angekommen.
Der Kronprinz richtete an die Kaiserin Elisabeth eine Depesche, in welcher er die anläßlich des Weihnachtsfestes ihm ausgesprochenen Sympathien herzlichst erwidert und mit großer Zuversicht die Hoffnung auf Genesung ausspricht, da nach Aussage der Aerzte zu Besorgniffen irgend welcher Art keinerlei Anlaß mehr vorhanden fei.
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(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung und Schluß)
Der alte Major zeigte mit grimmiger Geberde ich der Thure und schrie:
(»Nun, hast Du mich nicht verstanden?'
Da löste sich gewaltsam des Jünglings schwere Inge und verzwe-flungsvoll murmelte er:
Ä ? «n^°ter' ^n sehr, sehr unglücklich!" . »Was soll ich da thun? Bi» ich etwa mit Dir Eich und zufrieden? Hast Du meinen Wünschen ® Befehlen nicht immer Widerstand entgegengesetzt?«
»Ach> Offizier wollte ich nicht werden, sondern
1 Gelehrter ober Künstler, aber Tu kannst . . .
g 7 • ; “tnn Du ^Eft ... mit einem einzigen ort mich ... glücklich machen.«
«Aua, ,s° spriw! Haft Du ei» Unheil angerichtet ^. Schulden gemacht? Antworte geschwind, bennl D bin nicht in der Laune, lange zu raten.« I
»Nichts von alledem ... ich will ... ich möchte nuaten,« preßte Ernst in größter Verlegenheit heraus.
.Du willst heiraten?« sagte mit langsamer, feltJ »er Betonung der alte Major, intern er feinen •W mit einem unbeschreiblichen Blicke der Ver- «nberung ansah und in lautes Gelächter ausbrach. M» sagte er: I
»Der Knabe will also heiraten und wen beim?« I »Nelly!« j
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS sowie d. Annoncen.Bureaux von Haasenstem und Vogler
Vj DM Jahrgang
Dauben.Co. in Frankfurt a. M., Berlin,Hannover.Varis'
str. n e» Frl. hörige, Disch«, ug Uno' m 28. ihr an, »ahluii« [7128 ator.
heil!
Deutsches Reich.
Berlin, 27. Dez. Der Kaiser nahm vormittags eine Anzahl militärischer Meldungen entgegen, empfing hierauf zum Vortrage den Obersten von Brauchitsch vom Militärkabinette und machte nachmittags eine Spazierfahrt. Gestern besuchte der Kaiser das Opernhaus und sah dann eine kleinere Thee- gesellschaft bei sich, darunter auch den Staatsminister don Bötticher. — Die Nachricht, daß die Vorlage wegen Verlängerung des Sozialisten - Gesetzes dem
lild Auslage bereits vorgelegt sei, ist nicht wahr. —I U1U Ein an den hiesigen chinesischen Gesandten gelangtes Telegramm aus Peking bezeichnet die Zeitungsnach- ncht vom Tode des einflußreichen Prinzen Chun, iaters des Kaisers, als erfunden. — In verschiedenen Göttern und Korrespondenzen ist von beabsichtigten ntirt) Reformen im Patentwesen die Rede. Einem
Serliner Telegramm der Münchener „Allg. Ztg." asolge sind die bezüglichen Erörterungen noch nicht
abgeschlossen, geplant sei aber hauptsächlich die Er-1 Angesichts bestehenden Bündnis-Vertraaes saar richtung eines eigenen Patent-Gerichtshofes und die das von unserm Standpunkte schon genug — Die ^l^fzung -es Patentschutzes mit dem Marken-1 „Nationalzeitung", die bisher jede Andeutung perhor- i und Musterschutz. Bis zur Erledigung dieser Fragen'v.e. ® . h
I werde das Amt des Präsidenten des Patentamts, dessen bisheriger Chef bekanntlich soeben zum Re-
I gierungspräfidenten in Osnabrück ernannt worden ist, provisorisch verwaltet werden. — In ihrer Rundschau »schreibt die „Nordd. Allg. Ztg." zur Lage folgendes: 1311 der politischen Gesamtlage ist während des I Weihnachtssestes eine nennenswerte Änderung nicht leingetreten, insbesondere verzeichnen die seither vor- l liegenden Meldungen und Telegramme keine Thal-! fache von irgend erheblicherem Belang, es sei denn, daß in der österreichischen Reichshauptstadt gestern abermals eine militärische Konferenz unter dem Vorsitze des Monarchen stattgefunden hat. Wenn hiernach festgestellt werden kann, daß gegenwärtig kein Grund zu größeren Besorgnissen vorhanden ist, als kurz vor dem Feste, so darf man andererseits sich doch auch nicht verhehlen, daß eine günstigere Auf- sassung der Dinge ebensowenig gerechtfertigt wäre. Die jüngste Kundgebung des Brüsseler „Nord" ist! offenbar darauf berechnet, einer kriegerischen Deutung der bekannten russischen Truppenverschiebung vorzubeugen. Andererseits kommt die Wiener Presse daraus zurück, was sie schon vor acht Tagen als das einzige Mittel zur Klärung und Beruhigung der! Situation bezeichnet hatte, nämlich die klare Formulierung jener Forderungen, welche Rußland rücksicht- lich der Orientfrage erfüllt sehen möchte. Unterbleibe im Lawe der nächsten Wochen ein solcher Schritt in I annehmbarer und vertrauenswürdiger Form, dann | werde man in Oesterreich-Ungarn wie in ganz Europa wissen, was von den Rüstungen Rußlands und was von den Ursachen und Zielen seiner Politik zu halten sei. Man werde es wissen und darnach seine I Vorsichtsmaßregeln für alle Fälle treffen müssen. — ®ie „Kreuzzeitung" schließt einen längeren Artikel über die Situation rote folgt: Können wir die Lage fo weit es sich um die Entroickelnngsfähigkeit derselben handelt hiernach keineswegs als eine günstige ansehen fo wollen wir andererseits nicht verschweigen, daß «dieselbe an und für sich in Rußland selbst von eben fo wohl unterrichteten wie unbefangen urteilenden Personen auch als eine ziemlich beruhigende angesehen wird Allerdings müssen wir hinzufügen, daß diese Uussassung sich auf das Verhältnis zwischen dem deutschen Reiche und Rußland bezieht. Die Möglichkeit eines Zusammenstoßes zwischen dem Letzteren und ^esterreich-Ungarn wird weniger optimistisch beurteilt.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und " rmi "<■ '
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10 Pfg., Reklamen für die Zeile 3eiIt Donnerstag, 29. Dezember 1887.
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!ark, ^ Rubikon überschritten; jetzt wollte er siege» oder »del ^D‘n- Verziveifluugsvoll rang Ernst die Händ- rieit P lQ9te:
I bater liebte, der vorige Nacht im Meere umgekommen fnlaVtl Unb bQnn ist Nelly auch nicht ein einfaches Fischermadchen; sie ist in einer Pension erzogen unglücklich.^ Si/°ha/1ii?mand°alsRe’XTT Endlich glaubten
steht allein in i r ffi 12 * V Si- st- einen guten Plan gefunden zu habe», den sie auch
lasse, so wird sie untergeben." $ 4 ber. fdion am darauffolgenden Tage ausführen wolltest.
, «W° und wann hast Du' denn diese Nelly kenne» gelernt?" fiug barsch der Schloßherr. y üor ungefähr drei Monaten. Seit dieser Seit lieben mir uns, und ich fühle es wohl, unsere Liebe wtrd erst mit dem Tode enden." L*. rl“n flen“9 äou diesem dummen Zeug! Martere nicht länger mein Ohr mtt diesem verliebte» Klagelied!
l-tzt schlafen und beherzige vor dem Einschlafen, Dis 1-tzt sage: es ist mir einerlei, ob und wie ^^dchen des Dorfes scherzest und
toie öi-le Liebschaften Du anfängst, das ist alles D°tne^ Sache. Etwas anderes ist es aber mit Du darfst nur heiraten wann und wen ich will!"
Hofstaat und die Ärzte im Salon der Villa Zirio, in welcher unmittelbar vorher auch Graf Launay, der I italienische Botschafter in Berlin, eingetroffen war, um Ibie wertvollen Geschenke der italienischen Königs- familie, darunter einen prachtvollen silbernen Tafelaufsatz zu überbringen. Bald erschien die Kron- prmzliche Familie und geleitete ihre Gäste in das Billardzimmer, welches mit zwei int Lichterglanz strahlenden Tannenbüumen geschmückt und durch die Fülle kostbarer Blumen in einen wahren Garte» verwandelt war. Namentlich Veilchen, Geranien und Maiglöckchen prangten auf den Tafeln und darunter [lagen die Gaben ausgebreitet. Der Kronprinz selbst machte in liebenswürdigster und gütigster Weise de» Führer und Erklärer. Er war den ganzen Abend über in fröhlicher Stimmung und beglückte jede» seiner Gäste nut etlichen herzlichen Worten. Nach Vesichtigung der Gaben wurde um 8 Uhr im Salon I,ch-L".nL^^ r »wiM
I Äs.^ü.e”,i|e-Wl'»to r-il-n I geladen. Die von allen Seiten verschriebenen, teils i nuch hier in San Remo erstandenen Geschenke für alle Anwesenden waren um den aus Deutschland ein-
I getroffenen prächtigen Weihnachtsbaum geordnet. Das I Kronprinzliche Paar machte mit gewinnender Herzlichkeit die Ehren des Hauses. Man hatte sich um
I halb 8 Uhr versammelt. Nach der Tafel erschien lein Abgesandter, um die Geschenke des italienischen Königspaares zu überbringen. Heute ist ein sonnen-1 | heller, etwas windiger Tag, die Luft ist rauh infolge des scharfen Ostwindes. Heute morgen um 10'/, Uhr wohnte das Kronprinzliche Paar mit der Familie unb dem Hofhalt dem Gottesdienst in der deutschen Kirche bei; etwa 150 Personen, fast ausschließlich hier weilende Deutsche, füllten das Kirchlein, freuten sich des guten Aussehens des teueren Thronerben unb folgten in gerührter, gehobener Stimmung biefer I [ftitten Familienfeier des Weihnachtsfestes im fremden I Sanbe. Gestern machte bet Kronprinz roieber einen I Spaziergang. (Köln. Ztg.)
San Remo, 25. Dez. Dem Bericht über bas Weihnachtsfest in ber Kronprinzlichen Familie kann noch bie erfreuliche Mitteilung vorausgeschickt werben, batz auch heute bas Befinben bes Kronprinzen vortrefflich ist unb ber Heilungsprozeß ber neuen Wucherungen seinen normalen Verlauf nimmt. Gestern Qbenb um halb 8 Uhr versammelte sich ber gesamte