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Illustriertes Somitagsblatt.

M 299.

1887

Dani Ädonnemeut-Einladung.

nerin,

5 Akten Postbestellungen auf die

teil von

In hiesiger Stadt bei unserer Expedition,

kann auch monatlich abonniert werden.

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O, du deutsche Weihnachtsfeier mit deinem lieb-

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von Preußen, unseres „Lieber Vater Zeller! Herzen für das Gute, indem Du uns in den

jetzigen Kaisers, also lautet: Ich danke Dir von ganzem das Du uns erwiesen hast, Bund mit Gott ausgenommen

die Abänderung des Zolltarifs, den Ausführungs­bestimmungen zu diesem Gesetzentwurf, dem Entwurf einer Kaiserlichen Verordnung wegen Inkraftsetzung des Gesetzes, betreffend die Unfallversicherung der bei Bauten beschäftigten Personen, und des Gesetzes, be-

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mit mannigfachen Notizen gratis ausge­geben wird. Damit diese Nummer allen Abonnenten rechtzeitig zugeht, beliebe man vor dem 28. Dezember die Bestellung zu machen.

Zum bevorstehenden Quartalswechsel er­suchen wir um rechtzeitige Erneuerung der

treffend die Unfallversicherung der Seeleute :c., sowie der vom Ausschuß für Handel und Verkehr vorge­schlagenen Abänderung der Vorschriften über die ärzt­liche Vorprüfung die Zustimmung. Das am 8. Dez. dieses Jahres in Wien unterzeichnete Abkommen zwischen dem Reich und Oesterreich-Ungarn wird zur Allerhöchsten Ratifikation vorgelegt werden. Seitens des Ausschusses für Rechnungswesen wurde über die Berechnung der Matrikularbeiträge Bericht erstattet. — Durch eine Reihe von Zeitungen ging dieser Tage die Mitteilung, daß ein die Unterschrift „Willi" tragender, aus dem Jahre 1807 stammender, an den späteren Oberschulrat Zeller gerichteter Brief von unserem Kaiser herrühre. Zellers Enkel, der zeitige Finanz-Referendar erster Klasse Alfred Zeller, berich­tigt diese Nachricht durch ein an das „Neue Stutt­garter Tageblatt" erlassenes Schreiben vom 9. d. M. Dieser in den Zeitungen jetzt wiederholter Brief rührt von dem damaligen Prinzen Wilhelm Radziwill her, während die in Zellers Besitz noch befindliche Ur­schrift des Briefes den zehnjährigen Prinzen Wilhelm

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dem letzten Unwohlsein, wie man hört, völlig her- gestellt und beabsichtigt, mit dem Anfang des nächsten Jahres seine Thätigkeit in vollem Umfang rotcber aufzunehmen. — In der gestern unter dem Vorsitz des Staatsministers, Staatssekretärs des Innern,

Du die Seele I Bin ich nicht ein Mann? und meine Augen füllte» sich mit Thränen der Wehmut, denke ich an jene Stunden, da ich ein Kind war und sog Deinen Frieden, Deine Wonnen ins junge Herz hin- ein, deutsche Weihnacht!

Ich habe manche, die trinken, die scherzen, die politisieren, ja sie philosophieren sogar mit mir —

den Versendungsschein entweder bei Wiedergestellung des Branntweins selbst vorschriftsmäßig zu erledigen oder auf Antrag des Extrahenten auf ein anderweites Empfangsamt zu überweisen. Einem Antrag des Vorstandes des Vereins zur Wahrung der Interessen des Rohspiritushandels zu Berlin enffprechend, wurde endlich beschloffen, hinter dem neuen Absatz 7 im Abschnitt 3d folgenden 8.Absatz einzufügen: „Ferner kann ausnahmsweise auf Antrag ins Extrahenten gestattet werden, den Branntwein auf dem Transport ohne steueramtliche Kontrolle aus den Fässern in Bassinwagen und umgekehrt umzufüllen. Die erteilte Erlaubnis ist seitens des Ausfertigungsamtes in Spalte 29 des Versendungsscheins zu vermerken und werden alsdann in der Annahme-Erklärung des Ex­trahenten die Worte im ersten Absatz „Gestalt und" gestrichen. Auch in diesem Falle wird der Brannt­wein ohne amtliche Begleitung oder Steuervcrschluß abgelassen."

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4 Akten

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. - Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 21/« Ml-, bei den Postämtern 2 Ml. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

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Deutsches Reich.

Berlin, 20. Dez. Der Kaiser nahm heute

Aas Geheimnis einer Weihnachtsnacht.

Erzählung ton H. d'Altona.

^Nachdruck verboten.)

fuachtz, astspiek! mspieß

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Oberhessische Zeitung

mit deren Beiblättern

Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und

Illnftriertes Sonntagsblatt

Wir machen noch darauf aufmerksam, daß mit der Nummer 1 des künftigen Jahres ein schön gedruckter doppelseitiger

sorLey : Ma», er formtet

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für Mt Kreise Marburg und Kirchhain

Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.

"»[Wand- und Schreibkalcnder

l Ä für das Jahr 1888

Ich bin allein, ganz einsam. Ich habe keinen, .. .. keinen, vor welchem ich das volle Herz, das sich in jedem Jahre, wenn die Adventsglocken ertöne», an 1017 der alten Qual neu berauscht, ausschütten könnte.

C Kest ”• Bötticher, abgehaltenen Plenarsitzung erteilte der Bundesrat dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend

Austuub.

Pest, 20. Dez. Infolge starken Schneefalles ist die Verbindung mit der Stadt gestört: die tele­graphische Verbindung ist vielfach unterbrochen.

San Remo, 19. Dez. Professor Sommerbrodt in Breslau schreibt der „Schlesischen Zeitung" an­läßlich der jüngsten Meldungen über das Befinden unseres Kronprinzen: „Das natürliche, gespannte Jntereffe der ganzen Nation an dem Verlaufe der Krankheit ihres Kronprinzen rechtfertigt sicher jeden Versuch, einen klareren Einblick zu gewinnen. Dazu muß vor allem eine Gegenüberstellung der sicheren, zweifellosen Thatsachen und der zweifelhaften Er­scheinungen dienen. Unanfechtbar ist: 1. Das Allge­meinbefinden hat im Verhältniffe zur Krankheitsdauer nicht gelitten. 2. Die akuten, zum Teil alarmierenden Steigerungen der an sich chronischen Krankheit tragen durchaus den Charakter entzündlicher Vorgänge (plötzliche Schwellung, Rötung, Oedeme der kranken Teile, Drüsenvergrößerung in der Nachbarschaft, Schmerzen), welche nach verhältnismäßig kurzer Zeit wieder auf das Niveau der chronischen Erkrankung zurückgehen. 3. Ist Anfang November ein tiefliegender, nicht erkennbarer Absceß im Kehlkopfe vorhanden ge­wesen, welcher von selbst aufbrach. 4. An der Ober­fläche des Kehlkopfinnern sind an verschiedenen Stellen auf der Schleimhaut kleine „Wucherungen" aufgetreten, welche zum Teil operativ entfernt wurden, wonach die Operationswunde vernarbte (auch diese können als Folgen entzündlicher Prozesse der tiefer liegenden Gewebe angesprochen werden.) Demgegenüber ist

mich um meinetwillen, wir wollen von Dir nichts als Deinen Vatersagen!"

Nun stand Walter vor der Entscheidung. Sie hatte ihn, felsenfest vertrauend auf die Größe seiner Liebe, mit dem Inhalt der Mitteilungen ihres Vaters bekannt gemacht. Sichtlich mit wachsendem Erschrecken hatte er sie angehört: der Prunk des Hauses Soldan war eitler Flimmer. Nicht ohne Grund hatte Herthas Vater sich so lange gesträubt, die Werbung des un­bemittelten Kressen anzunehmen; er gebrauchte einen Pfeiler für seinen wurwzerfresseuen Glanz, und hatte gehofft, diesen Pfeiler in ein« m reichen Schwiegersohn zu finden.

Mit Entsetzen hatte Hertha bei ihrer offenen Darlegung der Thatsacheu die Wandlung in den Zügen Walt-rs bemerkt und mit zagem Ton, fast flehend, kam es nun aus ihr heraus:

«Nicht wahr, der Vater hat sich getäuscht, wenn er meinte, nun würdest Du Deine Werbung nicht aufrecht erhalten, Deine Carriere verlangte es, Du müßtest auf eine große Mitgift sehen!?"

Seine Augen wichen ihrem forschenden Blick aus, er fuhr mit derjHand durch das braungelockte Haar, daun kam eS zögernd von seinen Lippen:

«Ja, gewiß, Liebste, Du host Recht, aber — schau — meine Stellung, die gesellschaftlichen Ansprüche, die an uns gestellt werden, man soll repräseutireu--"

«Walter! Walter!" schrie sie auf — eS klang wie der Verzweiflnugsschrei einer iödtlich verwundeten Seele — «habe ich mich getäuscht? Sagtest Du nicht, Deine Liebe gelte mir, nur mir, und wäre ich bettelarm, o würdest Du--•

«Ja, ja, liebes Kind, aber — bedenke doch, man muß doch berücksichtigen---"

Der Eintritt des CommerzieuratS ersparte eS ihn, nach weiteren Worten der Verlegenheit zu suchen.

(Schloß folgt.)

und uns mit Deiner Methode bekannt gemacht hast. Ich denke noch oft an die Tage mit Freuden zurück, die wir im Institute zugebracht haben, und besonders an den letzten. Er soll mir unvergeßlich sein. Ich bitte Dich, den Herrn Grieb, Funk, Schirmacher, Kolbe und das ganze Institut zu grüßen. Lebewohl, lieber Vater. Dein Dich liebender Sohn Wilhelm." — Da es vielfach vorkommt, daß Handwerks - Lehrlinge wegen einer von dem Lehrmeister erhaltenen Züch­tigung aus der Lehre entlaufen und bei den Eltern Schutz finden, so wird auf die Bestimmung der Reichs-Gewerbeordnung verwiesen, wonach dem Lehr­herrn oder dessen Stellvertreter das Recht der väter­lichen Züchtigung zusteht und nur die Ueberschreitung dieser Grenze als sträflicher Mißbrauch zu ahnden ist. Allerdings wird die Ueberschreitung des Züch­tigungsrechts bestraft. Wie schwierig eine solche je­doch festzustellen ist, das erhellt ja aus den vielen Bestimmungen und Entscheidungen über das Züch­tigungsrecht der Lehrer. — Die bevorstehende Session des preußischen Landtages soll nach den Absichten der Regierung auf das Notwendige beschränkt und der Staatshaushalt dem Hause der Abgeordneten alsbald nach dem Zusammenttitte vorgelegt werden. Wenn freilich ein Antrag auf Änderung der Dauer der Wirksamkeit des Landtags ähnlich wie der im Reichs-

aber mein still s Elend ist ihren Blicken entzogen, ein dichter Vorhang, mein harmlos lächelndes Gesicht, verwehrt de» Eintritt in mein Geheimnis; mein Schmerz ist mir heilig, ich lasse nicht dran rühre».

Und doch, Ihr drei Freunde Ihr, kommt, Feder, Dinte und Papier! Euch will ichs sagen, ander, trauen, was keines Menschen Ohr bisjetzt von meinen Lippen aufgefangen — mein Geheimnis einer Weih- vachrsnachl!

Fünf Jahre ists nun her. Erst fünf Jahre! Schon fünf Jahre!

Mein war sie, Hertha, mein!

Schien mir nicht jeder Ton, der das Welltall durchzitterte, ein Widerhall meines Jauchzens zu fein, das mir aus dem Munde brach, als sie zum ersten Mal in meinen Arme» lag und in ihren braunen Auge» sich mir des ErdeuseinS höchste Seligkeit offenbarte?

Weihnachtsabend warS. Fünf Jahre ist eS her.

Ueber der Stadt schwebte der friedliche Engel des Christfestes.

Feierliche Stille herrschte in den Straßen der Hauptstadt, auch i» den Häusern.

Die ahnungssüße Stunde der Dämmerung des Weihnachtsabends war angebrochen, die Stunde der Stille, welche großen Ereignissen voranzugehen pflegt.

«Nur Mut, Mut!" flüsterte der Manu, mit dem jugendlichen Kraushaupt deffeu Rechte sich eben auf !)e» Knopf des Glockenstranges an dem Hause des Geheimrats Warreu legt.

Er lauschte, er hörte einen leicht«» Schritt über de» Teppich der Hausflur hinweggleiteu. Die Thür öffnete sich.

«Walther, Du kommst schon?" begegnete es ihm von den Lippen der jungen Dame, die, umflossen von !dem Kerzenglauz des mächtigen Kandelabers, rm Borsaal dem Ankömmling die Hand reicht.

«Komm ich z» früh, Hertha?," erwiderte er, ihre Hand zärtlich drückend, mit innigem Blick die holde Gestalt des achtzehnjährigen Mädchens umspannend.

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tage von Mitgliedern des Hauses gemacht werden und derselbe Zustimmung finden sollte, so würde jedes Haus in dreiwöchentlichen Zwischenräumen zwei Abstimmungen vornehmen müssen. Die diesmalige, im nächsten Monat beginnende Session des Hauses der Abgeordneten setzt der Thätigkeit desselben ein Ziel. Im Herbste 1888 werden Neuwahlen statt­finden. — Ein der „Voss. Ztg." aus San Remo vom 17. d. Mts. zugegangenes Privatschreiben be­stätigt ausdrücklich die Möglichkeit einer günstigsten Wendung im- Zustand des Kronprinzen nach ärztlicher Auffassung. M. ckenzie selbst sei jetzt noch weniger als früher geneigt, an die Krebsnatur der Erkrankung zu glauben; aber nicht nur er, sondern auch andere Ärzte dort haben, wie das Schreiben versichert, im „Vertrauen" die Möglichkeit zugegeben, daß sich eine minder bösartige Natur des Leidens herausstelle. Es sei nicht zu kühn, wenn man hier­auf hoffe, obgleich ein sicheres und unzweideutiges Urteil immer noch nicht möglich sei.

— Das „Berl. Tagebl." teilt folgendes mit: Der Bundesrat hat in feiner letzten Sitzung mehrere Abänderungen zu den vorläufigen Aussührungsbe- stimmungen zum Branntweinsteuergesetz beschlossen, die für den Verkehr mtt Branntwein von Bedeutung sind. Einer Eingabe der Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft Folge gebend, beschloß der Bundes­rat, hinter dem Absatz 3 des Abschnittes 3: Abfer­tigung zum Lager ober zur Versendung, den folgen­den Absatz 4 einzufügen: Die Transportsrist kann jedoch, wenn der Branntwein zur Besichtigung durch den Käufer außerhalb einer Niederlage oder eines Privatlagers ausgelegt werden soll, auf Anttag des Versendungsschein - Extrahenten ausnahmsweise um einige Tage länger bemessen werden, als die für den Transport erforderliche Zeit beträgt. Ferner wurde beschlossen zu Abschnitt 3d als 7. Absatz hinzuzu­fügen: „Die amtliche Begleitung, sowie die Anlegung eines steuerlichen Verschlusses darf auf Antrag des Kontrahenten bei Versendungen von Branntwein, welcher vor Erledigung des Versendungsscheines zur Besichtigung durch den Käufer ausgelegt werden soll, ausnahmsweise unterbleiben." Nach Absatz 3g soll demnächst als zweiter Absatz folgende Bestimmung eingeschaltet werden: Wenn für Branntwein, welcher sich in einem amtlich verschlossenen Lager befindet und zur Besichtigung durch den Käufer ausgelegt werden soll, die Ausfertigung eines Versendungs­scheines 1 beantragt wird, so k m» gestattet werden, das Ausfertigungsamt gleichzeitig als Empfangsamt zu bezeichnen. Demnächst hat das Ausfertigungsamt

«hast Du »och nicht mit Deinem Papa gesprochen? — Hertha, Du bist blaß — Dein Papa--"

«Komm nur, komm! man hört uns hier!" flüsterte sie, seine Hand ergreifend. Mit klopfendem Herzen folgte er ihr. Sie traten in den Salon des Hauses, ein, in dessen Mitte ein hochstrebender Christbaum prangte. Sie waren allein. Mit zärtlicher Inbrunst umfit log sie den Geliebten und innig erwiderte sie seine Küsse, die Kerzen des Weihnachtsbaumes warfen den strahlenden Glanz über die Scheitel eines glück­lichen PaareS.

Er hatte länger denn drei Jahre um sie geworben bis es ihm gelungen war, ihre ernste, strenge Zurück­haltung zu besiegen, bis der unbemittelte Ministerial- assessor sie überzeugt hatte, daß feine Werbung nicht d«m Reichtum ihres Vaters, des BörsenköuigS, galt sondern ihr nud ihren Vorzügen.

Als aber sie endlich sich von der Reinheit seiner Liebe überzeugt glaubte, da hatte sie mit einem inner» Jubelschrei sich an seine Brust geworfen und hatte ihm gestanden, daß er ihr Herz bereits besessen, als er eS noch nicht einmal gewagt, fein Auge zu ihr, der einzigen Tochter des CommerzieuratS Soldan, aufzuschlageo. Das Geständnis der gegenseitigen Liebe bildete jedoch nur eine Etappe auf dem Wege ihrer endgültigen Vereinigung.

Lange Zeit hatte sich Soldan geweigert, seinen hochstrebenden Plänen, die er bezüglich der Hand seiner Tochter gehegt, zu entsagen. Endlich hatte er sich den fortwährenden Bitten deS einzigcu Kindes gegen« iber weniger verschlossen gezeigt und als er ihr zum »icsjährigen Weihnachisfest ihren Wunschzettel aboer- l angt und er auf dem Papier nichts weiter als Walter Kressen, den Namen des Geliebten gelesen hatte, schien ein Widerstand besiegt.

Er hatte noch eine lange Unterredung mit ihr gehabt, ihr Worte gesagt, die sie tief erschreckt hatten, deren Nachhall in der Blässe ihres Gesichtes zu lesen war, als sie den Geliebten empfing, aber das Ende vom Liede war ihre Erklärung gewesen: „Er liebt

„ Man sagt, Mitteilung entlaste die Seele nach dem 74'7 schweren Gewicht des Schmerzes.

rt, daß ijchen Zauber, wie wärmst Du das Herz, wie packst

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wie bei unserer Agentur in Kirchhain methen: - - - ? 7

Und wenn langhallend die Töne der AdventS- glocken durch die fromme Stille der Straßen tönen, wenn ich die Lichter des Christbaumes aufblitzen sehe hinter den Fensterscheiben und an mein Ohr dringt ans den Häusern dumpf der Jubellaut aus frcude- stürmender Kinderbrust, während ich einsam die menschenleeren Gaffen der Stadt durchwandere, bann ziehen die Gedanke« zurück in die Vergangenheit mit all ihrem Glück und ihrem Leid und in meiner Brust spiegelt sich wieder, was alles einst am Christabend an meinen Augen beruht »gezogen.

Es ist ein Chaos bunter Bilder, auf denen der Blick meiner Seele ruht, in diesen Tagen, welche der Stern der GotteSlicbe erhellt. Aber ein Bild ist es vor allen andern, das immer wieder mein Auge bannt, ein süßes Bild, deffeu Anblick mein Herz in Lust jauchzen und in Weh erzittern macht.

Ein Frauenbild!

79 /1 Wie? Griff die Hand eben nicht wieder, wie seit Jahren schon in diesen Stunde», an das Herz, dos krampfhaft zackende? Herz sei stille, stille!

^trennt, vormittag eine größere Anzahl militärischer Meldungen e sich in entgegen und arbeitete darauf mit dem Chef des

r, gehört Militärkabinetts General v. Albedyll. — Nachrichten

(6826 [ über das Befinden des Fürsten Bismarck lauten - durchaus befriedigend. Der Reichskanzler ist von

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte-, sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler

Donnerstag, 22. Dezember 1887. tiSSw UU- Jahrgang.

_____________ Daube u. Co. in Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover. Paris.

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