Illustriertes Sonntagsblatt.
Marburg, Mittwoch, 21. Dezember 1887.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Expedition Markt 21. — Reaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS, sowie d. Nnnoncen-Bureauz von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXII. Hahraana Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G- L. ,x) *1 a □
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Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham
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Illustriertes Sonntagsblatt
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für das Jahr 1888
mit mannigfachen Notizen gratis ausgegeben wird. Damit diese Nummer allen Abonnenten rechtzeitig zugeht, beliebe man vor dem 28. Dezember die Bestellung zu machen.
In hiesiger Stadt bei unserer Expedition, wie bei unserer Agentur in Kirchhain kann auch monatlich abonniert werden.
Die Beratung -er deutschen Wehrvorlage
im Reichstage, die einmütige Zustimmung, welche der Gesetzentwurf fand, haben in der That einen recht guten Eindruck hervorgerufcn. Dte Kriegsaussichten, die an dem politischen Horizont erschienen waren, werden wohl noch geraume Zeit warten müssen, bis aus der bisherigen Möglichkeit eine Wahrscheinlichkeit wird. Krieg wollen und Krieg anfangen, ist zweierlei; gewisse Kreise in Paris denken schon seit 1871 an die Revanche und heute schreiben wir 1887, ohne daß es dazu gekommen ist, und das heilsame Bedenken, welches sich in Paris äußerte und noch äußert, wird allmähkig auch unter den kriegslustigen Generalen Rußlands Platz greisen müssen. Denn nur diese Herren, die ein paar Zeitungsschreiber an der Hand haben, sind die Kriegsmacher in Rußland; das russische Volk verlangt Frieden und Ruhe und besseren Geschäftsgang, denn damit sieht es im Zarenreiche über
Aitter -er Maske.
Novelle von Antonie Haupt.
(Nachdruck verboten.) (Schluß.)
»Freut mich, daß Sie diesmal an Ihre alte Freundin gedacht haben," sagte dte Dame und reichte auch Heinrich dte Hand.
Inzwischen war der alte Herr ebenfalls herbei- gekommen.
„Mein Schwager, Prsfessor Werner,* begann Frau Buschuer, „Herr Gutsbesitzer Tannhausen, Herr —*
„Wir beide kennen uns schon,* fiel ihr Werner ins Wort, indem er zu dem jungen Manne trat. „Seien Sie mir willkommen in meinem stillen Asyl, mein lieber, junger Freund," sagte er recht herzlich.
Heinrich, der sich durch dte freundliche Anrede deS Professors geehrt fühlte, wußte nicht, ob er fich über das unerwartete Zusammentreffen freuen oder bestürzt sein sollte. Ein Begegnen mit Valerie wollte er tu jedem Falle vermeiden. Zu seiner nicht ge- ringen Beruhigung setzte der alte Herr hinzu:
„Meine Tochter, dte gestern hier angekommen ist wird gewiß sehr bedauern, Ihren Besuch versäumt zu haben; sie ist nach der Klingenthaler Mühle zu einer Jugendgespieli« gegangen.*
Frau Buschuer, eine stattliche Fünfzigerin, deren gebräunte Gesichtszüge mit den lebhaften dunklen Augen noch jetzt verrieten, daß sie in den Blütentagen ihrer Jugend eine verführerische Erscheinung gewesen, lud dte Gäste nun mit geschäftiger Höflichkeit ein, sich ins Haus zu begeben, um einen kleinen Imbiß zu nehmen.
Onkel Paul aber rief, auf de» schattigen Ruheplatz unter dem Nußbaum deutend:
„Hier ists gut sein, Frau Nachbarin l Hier wollen wir Hütten bauen.*
„Nun, wie Sie wollen, lachte die Gutsherrin und verschwand im Hause; bald erschien sie wieder, von zwei Mägden gefolgt, und ließ von allem Guten,
alle M!ßen kläglich aus. Und die merkwürdigste Rolle spielt der Zar. Einmal hat man ihm schon ein X für ein U gemacht, mit den gefälschten diplomatischen Aktenstücken; aber selbst dieser Fall kommt nicht gegen die unrichtigen Angaben auf, welche die russischen Generale ihrem Herrn unterbreiten. Die ungeheuerlichen Angaben im „Russischen Invaliden", welche die Notwendigkeit der russischen Truppenverlegungen mit enormen Kriegsvorbereitungen Deutschlands und Oesterreichs begründen, entstammen, wie sich herausstellt, einem amtlichen Bericht des russischen Kriegsministers an den Zaren. Das Schriftstück wimmelt von Uebertreibungen, aber der Zar glaubt daran und deshalb muß Rußland sich vor einem „Ueberfall durch Deutschland und Oesterreich" schützen.
Der Gedanke, die beiden verbündeten Kaisermächte könnten über Rußland herfallen, ist ein Nonsens; in Berlin und Wien ist offiziell erklärt, man wolle keinen Krieg, während von Petersburg aus eine solche bestimmte Darlegung nicht erfolgt ist, weder jetzt noch früher. Daraus ergiebt sich schon, daß nicht Ruß- Ursache hat, sich vor uns in Acht zu nehmen, im Gegenteil muffen wir uns vor Rußland hüten. Die russische Kriegspartei möchte den Zaren in den Krieg treiben; hat der Kaiser zweimal unrichtigen Angaben Glauben geschenkt, weil sie seinen leicht erregbaren Stolz verletzten, so könnte es auch ein drittes Mal geschehen; aber der Zar wird aus Anlaß der neuen deutschen Wehrvorlage doch einmal Anlaß nehmen, sich genau zu überlegen, was ein Krieg mit Oesterreich- Deutschland eigentlich bedeutet, und seine Generale werden auch wohl ihre Nasen etwas tiefer in ihre Kriegsbücher stecken und zu rechnen beginnen. Zudem kommt dieser Erwägung der ständig sich steigernde Geldmangel in Rußland zu Hilfe. Als Finanzminister Wyschuegradski fein Amt antrat, hatte er große Rosinen im Sack und den Kopf voller Steuerpläne. Aber wenn auch aus einem Felsen Wasser entspringt, so ist es doch unmöglich, aus Luft Goldstücke zu machen. Das wirtschaftlich ungemein kranke Rußland kann keine Stenern mehr leisten, seine finanziellen Hilfsquellen entspringen im Auslande. Lange Zeit floß von Deutschland der goldene Strom nach Rußland hinüber, aber dieser Fluß ist infolge der entstandenen kühlen Beziehungen zwischen den Höfen von Berlin und Petersburg total ausgetrockuet. Der russische Finanzminister hat in Paris angeklopft, in Brüssel, in London, überall hat er ablehnende Antworten erhalten. Rußlands Stellung ist untergraben, und dazu kommt nun noch der fortwährende Kriegslärm. O ja, es würden sich schon Leute finden, die
was der Hof an Küche und Keller auszuweisen hatte, auf dem Tische ausbretten.
Daran anknöpsend, brachte Ook.l Tannhausen bei der liebenswürdigen Wtttwe ein wirtschaftliches Gespräch in Anregung, in das beide fich mit größtem Interesse vertieften.
Der junge Doktor faßte fich ein Herz, um dem alten Herrn die lange verwahrte» Grüße seines Vaters auszurichten.
„Besser spät, wie gar nicht!* sagte der Professor. „Es ist mir doch lieb, zu erfahren, daß der alte Knabe keine Schuld daran trug, wenn sein Sohn mich nicht aufsuchte.*
Heinrich stammelte einige Entschuldigungen, doch Werner rief lachend:
„Lassen Sie ,s nur gut sein! Der erste Schritt zur Besserung wäre ja gemacht, und so wollen wir das versäumte nachhole». Es freut mich vo» Herzen, daß der Sohu meims alten Freundes solch ein tüchtiger, strebsamer junger Mann ist,* rief er nnd ließ sein Glas an das feinige klingen. „Trinken wir auf gute Freundschaft! Ich habe Ihr neuestes Werk mit Bewunderung gelesen, es zeugt von tiefen Kenntnissen und scharfem Verstand.*
„Der Lobspruch aus Ihrem Munde macht mich stolz, Herr Professor, doch ich verdiene ihn nicht,* erwiderte Heinrich errötend.
Sehr bald hatten auch die beiden ein Gebiet gefunden, auf dem sie ihre Meinungen und Ansichten austanschten, und die Unterhaltung wurde immer fesselnder.
Werners hoher, ernster Sinn und die Kraft und Schönheit seiner Rede entzückten unser» jungen Freund, während der Professvr wiederum au diesem den hellen, richtigen Blick und die für einen so junge» Mann ungewöhnlichen Kenntnisse bewunderte.
Ihre lebhafte Unterredung wurde durch FraU Buschner unterbrochen, die ihren Gästen den Vorschlag machte, sich etwas in Haus und Garten um
selbst einem ausgesprochen kriegslustigen Rußland Geld leihen, aber dann müßte auch Aussicht vorhanden sein, daß Rußland als Sieger aus dem Kampfe hervorgeht.
Jede neue militärische Anstrengung, die von den Mächten gemacht wird, mit welchen Rußland Krieg beginnen könnte, schwächt aber diese Aussichten, und ein unglücklicher Krieg würde für Rußland nicht nur ein Sturz des jetzigen absoluten Regimentes, sondern auch einen hübschen netten Staatsbankerott bedeuten. Mit den Rubelscheinen und Obligationen könnte man sich dann die Zimmer tapezieren; das roäre immerhin noch billiger, als die neuen Tapeten. Tas ist der klare und wahre Sachverhalt, und deshalb kann die deutsche Wehrvorlage mit Recht eine gewichtige Friedensgarantie genannt werden. Sie ist ein direkter Schlag gegen alle russische Kriegsgelüste, sie schädigt den russischen Staatskredit weit mehr, als alle Verwaltungsmaßregeln es gethan haben. Man wird Zeit brauchen in Petersburg, sich davon zu erholen.
Wie freilich zu guter Letzt die ganzen unerhörten Militärlasten ausgeglichen werden fallen, das steht noch völlig unbestimmt dahin. Wir sind doch aber für die nächste Zeit vor der Kriegsgefahr sicher, wenn man freilich nie sagen kann, ob nicht ein plötzlicher Zwischenfall alles auf den Kopf stellt. Napoleon III. spielte 1870 va banque; siegte er nicht im Kriege, so kam die Revolution. Alexander III. ist aber so weit noch lange nicht, und dann ist er auch kein Napoleon, um alles aus's Spiel zu setzen. Ihm ist seine Selbstherrscherstellung in Rußland die Hauptsache, und jedenfalls lieber, als alle Kriegslorbeeren, die doch erst schwer errungen werden müssen.
Deutsches Reich.
Berlin, 19. Dez. Der Kaiser empfing heute vormittag den Besuch des Großherzogs von Weimar und arbeitete dann mit dem Geh. Kabinettsrate von Wilmowski. Heute abend findet bei den Majestäten eine kleine Theegesellschaft statt. — Der Bundesrat stimmte heute dem Gesetzentwürfe über die Abänderung des Zolltarifs (Getreidezölle) in der vom Reichstage beschlossenen Fassung zu und beschloß das Abkommen mit Oesterreich-Ungarn wegen Verlängerung des deutsch-österreichischen Handelsvertrages dem Kaiser zur Ratifikation vorzulegen. — Die „Nordd. Allg. Zig." bemerkt heute: „Die Situation hat innerhalb der letzten 48 Stunden sich äußerlich kaum verändert; insbesondere die aus Wien signalisierten Maßnahmen der leitenden österreichisch - ungarischen Kreise verfolgen kein anderes Ziel, als das schon im
zusehen. Mau war damit einverstanden, und alle erhoben sich.
„Wir müsse» der guten Seele schon die Freude machen, uns ein wenig umherführen zu lassen. Die wohlgepflegte Besitzung macht ihrenStolz aus,' flüsterte Werner dem junge» Doktor zu.
Die geschäftige Dame zeigte nun mit behäbigem Selbstbewußtsein ihre Gebäude, Gärten, Ställe und Scheunen.
Als die ökonomische Reise fast beendet war, zog der Professor Heinrich bei Seite.
„Lassen wir die beiden ungestört, wir wollen lieber den poetischen, durch seine Wildnis doppelt reizende» Park aufsuchen.*
Sie überschreiten die schön geschnitzte alte Holz- brntfe, die den am jenseitigen Ufer gelegenen Park mit dem Hofe verband, und schlugen einen breiten Fußpfad ein.
Als sie in die grüne Dämmerung dis Waldes eintraten, und sein süßes, geheimnißvolles Rauschen sie umfing, war es Heinrich, als dränge er in das Heiligtum eines zauberischen Wesens ein.
Auch der Professor konnte nicht genug seinen Ge- führten auf die Schönheiten des Weges aufmerksam machen. Hier war eine malerische Baumgruppe, da eine hellere Durchsicht, dort ein knorriger Ast und: „Sehen Sie nur, wie das Sonnenlicht so herrlich durch das Laubwerk schimmert, und wie es die Zweige der Wipfel vergoldet," rief er enthusiastisch aus.
Die beiden Männer blieben verwundert stehen. Da zeigte sich in der Lichtfülle einer helleren Stelle plötzlich eine glänzende Frauenerscheinung, deren Götterformen von weißem, duftigem Gewände umflossen waren, während um ihr edles Haupt die nieder glühende Sonne einen Kranz von goldenen Strahlen gegossen hatte.
War das Wirklichkeit oder wars ein Traum? — Vor ihnen stand die geheimnisvolle Götttn, schöner, herrlicher als je.
„Proserpina!" rief Heinrich und wollte ihr ent>
Voraus bekannt gegebene, an dem man, wie die „Nowoje Wremja" zu verstehen gibt, auch in Petersburg keinen Anstoß nimmt." Die „Voss. Ztg." meint, wenn Rußland heute noch mit Bulgarien zufrieden- gestellt werden könne, ließen sich Vorschläge zu einem friedlichen Ausgang finden, und sie läßt sich von wohlunterrichteter Seite aus Wien folgendes schreiben: „Fester als je wird hier an der Versicherung gehalten , daß das Wiener Kabinett stets bereit sein würde, an einer vertragsmäßigen oder auch nur gedeihlichen Lösung der bulgarischen Frage int Sinne der Friedenserhaltung teilzunehmen. Wenn je in Wien Sympathien für den Koburger bestanden, so sind sie jetzt sicher verschwunden; als symptomatisch hierfür kann Die aus Sofia vorliegende Meldung gelten, daß der österreichisch - ungarische Agent von Burian demnächst einen Urlaub antreten werde. Die öffentliche Meinung in Oesterreich und selbst in Ungarn würde jetzt um so weniger einer für Rußland günstigen Lösung der bulgarischen Frage widerstreben, als man überall überzeugt ist, daß der Einfluß Rußlands in Bulgarien doch für immer gebrochen ist. Die Losung lautet: Rußland gegenüber militärisch mit allem Nachdruck auftreten, auf diplomatischem Gebiete thun- lichstes Entgegenkommen zeigen. Es wirkt sehr beruhigend, daß schon seit vierzehn Tagen ober darüber keine Veränderung an der militärischen Sage in Polen vorgekommen ist."
— Von ihrem Spezialberichterstatter in Italien erhält die „Nordd. Allg. Ztg." aus San Remo folgenden weiteren Bericht: Es kann nicht meine Absicht sein, aus San Remo über den Zustand des Kronprinzen ein Mosaik von Nachrichten zu geben, die, entsprechend dem schwankenden tückischen Charakter der Krankheit, heute gut und morgen schlecht sein können und daher kein klares Bild der augenblicklichen Situation zu geben vermögen. Vor allem möchte ich nur eines sagen. Anläßlich der jüngsten Krise, im Anfang des Monats November, ging durch Deutschland die allgemeine Klage, daß das Publikum absichtlich über den Zustand des Kronprinzen im Unklaren erhalten worden sei — daß man den wahren Charakter der Krankheit verheimlicht habe u. s. w. Was mit derartigen Aeußerungen dem Wollen oder Nichtwollen des einzelnen zur Last gelegt wird, ist lediglich auf den Charakter der Krankheit zurückzuführen. Es giebt keine Krankheit, die so ttügerische Gestaltungen annimmt, wie der Krebs. Man könnte sie die individuellste der Krankheiten nennen, eben weil ihre Individualität bei dem einen Kranken sich anders zeigt, als bei dem andern. Daher die
gegengehen. Doch seine Glieder versagte» de» Dienst; er war wie festgebannt.
Professor Werner sagte erfreut: „Ah, da kommt ja meine Tochter l Bleibe auf dem erleuchtete» Standpunkte, Valerie," rief er, „Du glänzest dort wie eine überirdische Geistererscheinung."
Hoch errötend stand das junge Mädchen unter den niederhängenden Zweigen und sah mit staunenden, glänzenden Augen zu den beiden Herren herüber. Dann aber trat sie lächelnd vor. „Du bringst angenehme Gesellschaft, Väterchen," sagte sie fröhlich, und zu Heinrich gewandt: „Herzlich willkommen, Herr Doktor!*
Dieser starrte sprachlos bald die junge Dame an, bald de» Professor, endlich brachte er stockend hervor: „Herr Professor, haben Sie mehrere Töchter?"
„Bewahre, nur die eine. Wie kommen Sie zu der Frage?"
„Weil — nun weil ich glaubte gehört zu haben, daß Sie diese junge Dame ebenfalls Tochter nannten."
„Freilich that ich das," entgegnete der alte Herr verwundert. „Ich glaube gar, Sie kennen meine Valerie nicht mehr."
„Diese junge Dame ist nicht Fräulein Valerie," sagte Heinrich mit Bestimmtheit.
„Das ist stark!" lachte Werner. „Ich werde doch keine Fremde für meine Tochter halten."
Fräulein Valerie lachte ebenfalls, und Heinrich konnte nicht umhin, halb ärgerlich mit einzustimmen.
„So lösen Sie mir doch das Rätsel!" rief er.
„Herr Doktor Tannhausen sah mich nur in meinem Bibliothek-Kostüm, Väterchen," erklärte Valerie, noch immer lachend, „und deshalb erkennt er mich heute nicht."
„Nun, die Veränderung ist doch nicht so bedeutend," brummte der Professor kopfschüttelnd.
„Die Umwandlung ist so groß," sagte Heinrich, der mit leuchtendem Auge das schöne Mädchen betrachtete, „daß ich sie noch immer nicht zu fassen vermag."
Der alte Herr sah nachdenklich vor sich nieder.