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Illustriertes Sonntagsblatt.
Expedition! Markt 21. — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Lug. Loch.
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baren Verwendung an den bedrohten Grenzen, sei es als Reservefeldtruppen, verfügbar wird. Um für den äußersten Notfall noch Landsturm aufbieten zu
stammten, und daß Anerbietungen seitens dieser Personen gemacht wurden, solche Dokumente für Geld
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für die dann die „ehrenhafte Familie der Orleans" fälschlich verantwortlich gemacht werde. Dunkel ist der Rede Sinn; stände sie in einem französischen Blatte, so wüßte man wenigstens wohin damit — aber im „Hamb. Korresp." — Ter Kern der neuen Militärvorlage besteht nach offiziösen Andeutungen darin, daß die Uebungszeit der Ersatzreservisten verlängert, daß ferner durch Kontrolle der gedienten, jetzt landsturmpflichtigen Mannschaften und durch die Vorbereitung ihrer Organisation und ihrer Ausrüstung im Frieden für den Kriegsfall die unverzügliche Funktion der betreffenden Truppenteile sicher gestellt werden soll. Diese Neuformationen würden den gesamten
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Empor m Gott.
Eine Weihnachtsgeschichte von P. R. Rosegger. (Schluß.)
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ganglichts; aber in jener Richtung, wo der sich die Stroffeu dachte, war die freie Weite des Himmels Und die Nebel, zwischen deren Wogen vielleicht einmal ein Sternlein ntederblinken mochte.
„Wäre eS der Stern von Bthlrhern!" bemerkte einer der Alten.
Ja, weil sie gedacht, sie wollten ins Schiermoos hinüber.
Wie lang ist eine Nacht in der Schlaflosigkeit, in der Einsamkeit, in der Bangnis und Gefahr! Da mag wohl der Gedanke kommen: Wenns Nacht bliebe! Wenn die Sonne nicht mehr erschiene! — Das menschliche Herz verträgt diesen Gedanken nicht. Der Blinde kann sich freuen, er sieht zwar das Licht nicht, aber er fühlt es, denn das Licht wirkt nicht allein aufs Auge, es wirkt auf Leib und Seele mit seinem himmlischen Atem. Aber wenn in einer längsten Nacht des Jahres, in der Christnacht, des Ewigen Arm sacht in die Speichen des Weltenrades griffe: Genug! Meine Schöpfung hat ausgelebt und ausgelitten, es soll Ruhe fein! — Und die Sonne stiege nicht mehr heraus! Was würde in den letzten Stunden der Grauen und Schrecken die Liebe machen auf Erden? Würde sie milde weinend als sanfte Trösterin von Haus zu HanS gehens Oder würde sie, rasend ge-
daß die von den sAerzten angeordneien Mittel bald nach den Tagen der Konsultation den entzündlichen Teil völlig beseitigten und daß die fatalen Erscheinungen sich zurückbildeten, wobei ich mich körperlich vollkommen wohl befinde, niemals von Kräften kam, stets den guten Appetit bewahrte, auch zum Erstaunen aller, die mir begegnen, blühend aussehe. Absichtlich teile ich solche Einzelheiten Ihnen mit, weil es mir vorkommt, als sei die an sich gewiß ernste Erscheinung einer Neubildung und deren ungünstiges Aussehen mit Uebertreibnngen ausposaunt worden, sodaß man nicht recht an eine günstige Wendung glauben will. Der liebe Gott wird bestimmen, was für einen Verlauf das Leiden nehmen soll, dessen Pflege nächst der Kronprinzessin den besten Sachverständigen anvertraut ist, die trotz aller Anfeindungen, denen sie ausgesetzt sind, mein volles Vertrauen besitzen. Ich verzage keineswegs und hoffe, wenn auch nach längerer Schonung, meine Kräfte dem Vaterlande dereinst wieder in alter Weise widmen zu können. Tief gerührt von den zahllosen Beweisen der Teilnahme, die mir aus dem ganzen Reiche wie vom Auslande zugehen, erkenne ich mit anfrichtiger Dankbarkeit an, daß man mir Vertrauen schenkt, und daß auf meinen Charakter gebaut wild. Solche Erfahrungen unter solchen Verhältnissen sind ein wahrer Schatz für mich, den ich Zeit meines Lebens hoch in Ehren halten werde."
denk Carnot berief erneut Falliöres und bot demselben den Auftrag der Bildung des Kabinetts an. Falliöres erbat sich Bedenkzeit bis heute abend. — Falliöres nahm den Auftrag der Kabinettsbildung an; derselbe soll, wie es heißt, die meisten Mitglieder des früheren Kabinetts beibehalten wollen, namentlich Rouvier, Flourens und Ferron; das Portefeuille der Justiz werde er Ribot anbieten.
London, 9. Dez. Staatssekretär Fergusson sprach gestern im konservativen Vereine zu Guildford. Redner sagte, soweit die englische Regierung unterrichtet sei, wäre kein Grund zu der Annahme, daß in irgend einem Lande Schritte gethan würden und Truppenbewegungen in solchem Maße stattgefunden hätten, daß dieselben auf eine Störung des europäischen Friedens hindeuten könnten. Die von Klugheit beseelten großen Militärmächte verabsäumten keine Vorsichtsmaßregeln, aber diese enthielten keinerlei Andeutung eines beabsichtigten Angriffs. Der allgemeine ernste Wunsch nach Erhaltung des Friedens, welcher, wie Lord Salisbury erklärt habe, von allen Souveränen und Ministern Europas bekundet worden, sei nach der Ueberzeugung der englischen Regierung durch die späteren Ereignisse noch gestärkt worden. Nach seinem besten Wissen sei gegenwärtig keine Ursache, einen Friedensbruch zu besorgen.
Petersburg, 9. Dez. Bei dem Georgsdiner brachte der Zar einen Toast auf den ältesten Georgs- ritter, den Kaiser Wilhelm aus, wobei die Musik die preußische Nationalhymne intonierte.
Newyork, 9. Dez. Most wurde zu einjähriger Gefängnisstrafe verurteilt. Er wird gegen dieses Urteil appellieren. — Bevor die republikanische Partei ihre Kandidaten für die Präsidentschaft und die Vizepräsidentschaft aufstellt, findet eine republikanische Konvention am 19. Juni 1888 zu Chicago statt.
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Hessen-Nassau.
Marburg, 10. Dez. Sonntag, den 11. Dezember, am 3. Advent, wird morgens 9Vt Uhr in der Universitätskirche akademischer Gottesdienst stattfinden. Die Predigt hält Herr Prof. Dr. Achelis.
Marburg, 10. Dez. Am schwarzen Brett der Universität befindet sich gegenwärtig folgender Anschlag :
„Die in letzter Zeit mehrfach vorgekommenen nächtlichen Ruhestörungen sind nach der Ermittelung der Polizeibeamten zum großen Teil von Studierenden ausgegangen. Indem ich der festen Erwartung Ausdruck gebe, daß solche Ausschreitungen, welche daS Ansehen der Studierenden und der gesamten Hochschule schädigen muffen, hinfort unterbleiben werden.
Deutsches Leich.
Berlin, 9. Dez. Der Kaiser erledigte heute vormittag Regieiungsgcschäfte und machte nachmittags eine Aussahrt. An dem Diner nahmen Prinz und Prinzessin Wilhelm teil. — Ter Bundesrat erteilte dem Berichte des Ausschusses, betteffend den Gesetzentwurf über Änderungen der Wehrpflicht, sowie dem Anträge Preußens wegen weiterer Anordnung nu: Grund des Sozialistengesetzes für Frankfurt a. SOL seine Zustimmung. — Die Getreidezoll - Kommission des Reichstags lehnte mit allen gegen 9 Stimmen den Antrag des Abgeordneten Dr. Hammacher nu: Aufhebung des Identitätsnachweises ab. Tie Getreidezollkommission nahm dann den Antrag des Abgeordneten Windthorst an, wonach die neuen Zölle auf die bis zum 31. März 1888 eingeführten Gegenstände nicht anwendbar sind, wenn nachweislich die betreffenden Kaufverträge vor dem 26. Nov. 1887 abgeschlossen waren. Ter hierfür erforderliche Nachweis kann durch alle zulässigen Beweismittel erbracht werden. — Ans London raub dem „Hamb. Korr." über die gefälschten Schriftstücke des Fürsten Bismarck
~ Londons, eine Anzahl von Personen fremder Abkunft zusammeugethan hätte und vielleicht noch thätig ist, I welche behaupteten, im Stande zu fein, auf geheim-
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nisvolle Weise Staatsdokumente zu verschaffen, die aus den Privatkabinetten auswärtiger Staatsmänner
dem steinernen Altar, hob die Hostie ans ihrem Gefäß, sprach das übliche Gebet und nahm sie zu sich.
I tzt erst durfte er die kirchlich e Kleidung ablegen. Er hatte sein Amt nach Menschenwöglichkeit erfüllt.
Als er auf dem festeu Boden der Niederung stand kam über ihn endlich die Ohnmacht. Sie mußten ihn laben und auf einer notdürftig geflochtenen Sänfte dinabtrageu in die Klara». Mit Jubelgeschrei und Freudenthränen wurde er vom Volke empfangen. An den Stufen des Hauses richtete er sich auf und sagte zu den Leuten, die den ganzen Platz bis zur Kirche hin füllten:
„Ich habe ihn gesehen. Er ist groß und gütig in Ewigkeit. Er ist herrlich!"
Und das war dieFestpredigt an demselbigenChristtag.
— Heines Buch der Lieder. Minialuraus- gab:. Verlag von Karl Krappe in Stuttgart. Heinrich Heines Werke werden eben in verschiedenen Ausgaben auf den Markt gebracht. Diese vorliegende beschränkt sich auf das beliebteste Bändchen, das Buch der Lieder. Es erscheint als ein Büchlein in zierlicher Ausstattung.
— Spielbuch, enthaltend Gesellschaftsspiele, Auslösen der Pfänder, Rätsel, Charaden rc. von Dr. R. Löwicke. Verlag von Karl Flemming in Glogau. Für die Geselligkeit ist das „Spielbuch" von Dr. Löwicke eigentlich ein notwendiges Buch, es enthält eine Fülle der verschiedensten, kurzweiligsten und lustigsten Spiele, welche eine kleinere oder größere Gesellschaft veranstalten kann. Selbst für den stillen Leser bietet das Buch viel Ergötzliches und Lehrreiches. Diese Anleitungen zur Lösung von Rätseln und Charaden, Diamant-, Kreuz und Silbenrätseln, Kreis, und Kapselrätseln, Rösselsprung-Aufgaben u. s. w. wie diese kombinatorischen Spiele alle heißen, die detaillirte Angabe und Ausführung neuer, überaus unterhaltender Gesellschaftsspiele, reizen die Phantasie, erwecken das Kombinationsvermögeu und stimmen den Leser zu behaglicher Heiterkeit.
Anstand.
Wien, 9. Dez. Das „Fremdenblatt" bemerkt, der Verlauf der gestern unter dem Vorsitze des Kaisers in der Hofburg abgehaltenen müitärischen Konferenz entziehe sich selbstverständlich einer weiteren Mitteilung.
Paris, 8. Dez. Infolge der Verhandlungen, nm der radikalen Partei zwei Portefeuilles einzuräumen, verweigert Ribot seinen Eintritt in die neue Minister-Kombination. Es heißt, auch Goblet werde ablehnen und am Morgen des 9. Dezember eine nochmalige Unterredung mit dem Präsidenten Carnot haben. Sollte Goblet die Bildung eines neuen Kabinetts ablehnen, so werde der Präsident auf das Ministerium Rouvier zurückkommen. — Die radikalen Blätter tadeln entschieden die Haltung der Opportunisten gegenüber Goblet und fordern diesen auf, das Kabinett ohne die Opportunisten zu bilden. Die „Republique frangaffe" weist jedweden Kompromis mit den Intransigenten und Anarchisten zurück. Das „Journal des Tsbats" erklärt sich damit einverstanden, daß bei der Kabinettbildung jede Verbindung mit der äußersten Linken vermieden werde. — Präsi-
Anfangs meinte er, es wären Vögel, aber als er gewahr wurde, daß einer und der andere von diesen Punkten von Zeit zu Zeit Rauch ausstieß und diesem Rauche nach etlichen Augenblicken allemal ein Knall folgte, sah er, daß es Menschen waren, die Signalschüsse abließen.
Eilig ging er in die Tiefe der Klnft zurück, um den Blasel zu rütteln. Dieser ließ sich sehr viel Ehre anthun, bis er stöhnend erwachte und sich taumelnd die Augen rieb. Ja, das war einer von denen, die Leben und Sterben, ja selbst den jüngsten Tag verschlafen könnten. Nur schaute der Blasel einmal etwas verwundert nm.sich; eS schien ihm nicht ganz wie sonst — doch ließ er es dabei bewenden und biß wacker in daS Stück Brot, das ihm Hiron aus dem Ranzen gezogen hatte. Mittlerweile stand der Priester, immer noch in Stola und Chorrock, an der teilen Mündung der Höhle und schellte mit dem Metallglöcklein nach allen Kräften und rief mit lauter Stimme hinab gegen die Leute. Aber der Schall teigt lieber zur Höhe als in die Tiefe, und die »Warzen Punkte bewegten sich schon wieder thal- wärts. Jetzt zündete Hiron den kleinen Vorrat von Zerbenholz an, den er sich gebrochen hatte, und als nun der Rauch wirbelte aus der dunklen Felskluft und empor an der Wand, da stieß unten einer den Schrei aus: „In die toten Oefen schauet hinauf, an bet Adlerwand, dort find fiel"
Es war aber noch nicht gewonnen. Die kühnsten Steiger besannen sich, da emporzuklettern, und einer >er Bauern sagte vorlaut: „Die müssen herabgeschossen werden." Erst gegen die Mittagszeit, als in der warmen Sonne der Schnee klebrig wurde, wagten es drei Männer mit langen Stöcken und Seile» und chafften die beiden Verirrten endlich glücklich herab.
Bevor der Priester die Felsenkluft verlassen hatte, Tagte er nach dem Hans in der Scheiben. Der war rüh Morgens im Frieden entschlafen. So sagte Hiron: „Ich will für ibn meine Christmesse halten in diesem Tempel." Dann kniete er nieder vor
können, soll die Landsturmpflichl um wenige Jahre verlängert werden. Das sind wieder außerordentlich mäßige Forderungen der Militärverwaltung, die noch weit hinter den in Rußland und Frankreich bestehenden Dienftzeitverhältnissen zurückbleiben. — Der Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung der Wehrpflicht ging heute abend dem Reichstage zu. Danach zerfallen Landwehr und Landsturm in je zwei Aufgebote. Die Landwehr des ersten Aufgebots beginnt nach abgelegter Dienstpflicht im stehenden Heer und dauert 5 Jahre, daran schließt sich ein zweites Aufgebot der Landwehr und dauert bis zum 39. Lebensjahr. Zum Landsturm gehören alle gedienten und nicht gedienten Hcerespflichtigen bis zum 45. Lebensjahr. Das zweite Aufgebot der Landwehr unterliegt keinen Friedensübungen und keiner Kontrollversammlung; die sonstige Kontrolle wird ihm möglichst erleichtert. Zur erstmaligen Ausstellung der Listen haben sich alle Gedienten, die 1850 oder später geboren sind, sechs Wochen nach Jnkrasttteten des Gesetzes zu melden. — Der Verlauf des gestern in Wien unter Vorsitz, des Kaisers abgehaltenen Marschallrates hat hier und wie es nach den vorliegenden Nachrichten scheint, auch in Wien wesentlich dazu beigetragen, die Stimmung zu beruhigen. Die Thatsache dieser Beratung wird man als eine Mahnung an Rußland aufzusassen haben, seine Truppenansammlungen rückgängig zu machen oder in genügender Weise zu motivieren, und der Beschluß, keine militärischen Gegenmaßregeln zu treffen, scheint in der Absicht gefaßt zu sein, um Rußland zu Beiden Zeit zu lassen. Denn man darf nicht vergessen, daß der Befehl zu diesen Truppenverschiebungen, über deren Zweck und Umfang Sicheres übrigens doch nicht bekannt ist, offenbar aus einer Zeit herrühren , in der die politische Situation eine andere gewesen fein dürfte als jetzt, und nach dem Besuch des Zaren in Berlin — der Zar soll bekanntlich in der Unterredung mit dem Reichskanzler geäußert haben, er denke nicht daran, Oesterreich anzugreifen, wenn er von diesem nicht provoziert werde — eine Provokation zu vermeiden, scheint der Grundgedanke der gestrigen Beratung in Wien gewesen zu sein. Man muß nun abwarten, welches Echo diese besonnene Zurückhaltung der Wiener Regierung aus Rußland finden wird.
Bielefeld, y. Dez. Die heutige „Bielefelder Zeitung" bringt folgenden Brief des Kronprinzen an den Geh. Rat Hinzpeter Hierselbst, früheren Zivilgouverneur der Prinzen Wilhelm und Heinrich: „Indem ich für beide Briefe recht von Herzen danke, kann ich mit gutem Gewissen die Mitteilung machen, wotven. die Menschen würgen und die Brandfackel schleudern in ihre Wohnungen, damit es wieder licht werde im Thale der Thräuen?
So sann Hiron in seinem Felsentempel; da stieg sein Herz wieder empor die Jakobsleiter des Glaubens.
Endlich erschien in tiefen Fernen nuten der Tag. Die Nebel zerstreuten sich oder schmiegten sich in die Schluchten. Rotglühende Nadeln und Bänder zog» hin an dem Horizont, und die weite Bergwelt wurde rosig hell. Wie war die Welt tief unten, und wie tausendfach lag das Gebirge entfaltet, die Thöler und Schluchten dämmernd, die Wälder blauend, die Höhen schimmernd im frischen Schnee!
Aus den feinen scharfen Zacken eines sehr fernen Gebirgszug's ging die Sonne auf. Hiron erschrak vor ihr. DaS war nicht die tägliche Sonne, es war eine ungeheure Glutscheibe, die sich dort emporhob aus den zarten ätherischen Kämmen des Horizonts, das ganze Bergrund erfüllend mit unbeschreiblicher Pracht. Hiron sank schluchzend auf seine ffniee und, konnte nichts stammeln, nichts denken als: O Gott' o heiliger Gott! —
Als er sich umwendete, war auch die Höhle er- Mt mit rosigem Licht. Das Antlitz des armen Schläfers war im Sonnenstrahl fast verklärt und chön. Nur ein einziger schwarzer Streifen zog sich charf hin an der besonnten Wand, es war der Schatten des Ciboriums, das aus dem Tische stand....
Erst nach einer Weile konnte er sich an das Er- orschen des Abstieges machen. Das war wunderlich l Wie konnten sie da heraufgekommen sein in Sturm und Nacht? Es war steil wie ein Thurmdach, und nach einer Seite hin unermeßlich tief senkten sich die Abgründe. Hiron schwindelte. Er wusch sich nun die Hände und Gesicht im Schnee, um die Glieder zu erwärmen und sich zu erfrischen. Da war in der Luft plötzlich ein weicher Knall, etwa, als ob aus einem Flaschenhals der Stöpsel springe. Das wieder- >olte sich nach kurzer Zeit, und nun sah Hiron unten im Kar schwarze Punkte sich hin und her bewegen.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS, sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler «J I^nksurt a. SW-, Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf YYII Stoffe in Frankfurta. M.,Berlin,Münchenu. Köln; 0.8. AAU' >>Uijtgiltlg. Daube u. Co. in Frankfurt a. SW., Berlin, Hannover. Pari-.
zu verkaufen. Damit werden die gefälschten orlea- nistischen Dokumente auch in Zusammenhang gebracht,
__\ Besatz ungs- und Etappendienst im Innern über« - nehmen, so daß die gesamte Landwehr zur unmittel-
ck —,i „Und warum hast Du sie denn nicht zurückgewieseu,
l'/.Pfi i da Du sahst, sie wollten hinaus?" Siefen Vorwurf machte ehr alter Manu dem Mädchen.
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain
Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn» und
Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe- ▲MLllYDlIYii,
dilion 2‘/„ Mk-, bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. ö”
®eH8$oWSaÄ3cile Sonntag, 11. Dezember 1887.
Sie strebten hinan. Sie hatten Schußgewehr und Hörner bei sich, um sich gegenseitig zu verständigen, . .. echte Fackeln waren im Nebel und Gestöber nicht weit 60 zu sehen. Einer wollte im Pfeifen des Windes dar Lersehglöcklein klingen gehört haben, ein anderer sah hoch in den Schroffen das Flimmern des Verseh»