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Illustriertes Sonntagsblatt.

bestände, wenigstens eine teilweise Heilung herbei-

t.

bestürmen die Brust beim Anblick dieses krästigen,

chaust

Jüngling wehr ist, steht man am stark ergrauten Lollbart, aber von seiner Krankheit merkte ein Un­wissender auch nicht die leiseste Spur. Wie diese Gefilde an der Riviera von den in der Tiefe schlum­mernden Erdbeben bedroht werden, so bedroht die

starken Mannes?

Tie Erdbeben haben die Riviera wiederholt heim- gesucht; manche Trümmer zeugen noch von ihren der- herreuden Wüten. Auch die Zahl der Gäste hat seit der letzten großen Katastrophe sich bedeutend ver­mindert, waS die Hänge der Riviera verloren, haben der Genfer See, Meran in Tirol, Pallanza am Lago Maggiore und anderen Orten gewonnen. Die Leute an der Riviera wache» auch heute kein besonders freudige» Erficht und an Klagen fehlt eS nicht. Da- für äußern fie aber um so größere Teilnahme, wenn die Rede auf den deutschen Kronprinzen kommt. Wer die Zuneignng de» JralieuerS gewinnen will, muß nicht nur Jntereffe für sein Land zeigen, er muß auch für ihn, selbst den Geringsten, ein freundliches Dort übrig habe». Dan» kau» man ihn aber anch um den Finger wickeln, und die bekannte» übermäßige» Forderungen reduziere» fich leicht. Low Kronprinzen

weiß nun Jedermanu in Italien, daß er für das schöne Land schwärmt, und daß er mit dem Niedrigsten in seiner freundlichen Art plaudert. DaS hat ihm schon seit Jahr und Tag alle Herzen gewonnen. Und wer eS gesehen hot, wie der Schreiber dieser Zeilen, als der Kronprinz bet seinem fitzten Besuch in Rom mit d«m König Humbert, der schönen Königin Mar­garethe und dem damals 13 jährigen Kronprinzen Viktor Emanuel auf den Balkon des Quiriral, des römischen KöuigSschlosses trat, unter dem fanatischen Jubel deS Volkes den Knabeu liebevoll küßte, der kann sich erklären, waS die Italiener von ihm sprechen, wie fie von ihm denken. Und italienische Heißblütig­keit ist wesentlich anderer Natur alS deutsche Be­dächtigkeit.

San Remo kennt aber uur halb, wer die präch- tige Villenkolonie au der Mediterrane« geschaut. Hinein muß mau in die Altstadt, mit ihren engen, winkeligen Straßen und Gaffen, unregelmäßig ge­bauten Häusern, die fich in das Gebirge hinetnlagern. Such da gibt e» Augen zu wachen, und man wird an süditalienische Verhältnisse erinnert bet diesen mehr als wunderbar gebauten Häuser», bei deneu vo» Symmetrie und Ordnung wenig oder gar nicht die Rede ist. Von einer genauen Abteilung der Stock- werke ist mcht» zu werke», und die Fenster find kreuz und quer angebracht. Die Gassen sind mehr al» eng, zwei, drei Personen oft, und die Brette de» Damme» ist auSgefüllt. Wie die Leute in diesem Wtnsal leben können, fragt fich der Nordländer ver­wundert. Aber sie leben und find kreuzfidel dabei. Au zerlumpten Kleider» ist, wie nirgend», in Italien, anch hier kein Mangel, aber die Lumpen werden, wie überall, auch hier mit Grazie getragen.

Anders fieht eS im modische» Quartier in der Gegend deS Bahnhofe» au», wo wir uns nach un- serer Wanderung in einem Restaurant niederlassen wollen. I» San Remo hat man eigene» guten Wein, und an Münchener und Wiener Bier ist kein Mangel. Freilich ist daS Bier teurer, als der Wei», wenn

Vittore R. war der Sohn eine» reichen Kauf» manneS in Genua. Der Vater starb, als der junge Mann eben mündig geworden war, und ließ ihn al» einzigen Erben feiner Besitztümer zurück. Bittore hatte wohl dann und wann im Komtotr seine» Vaters gearbeitet, aber viel war nicht daraus geworden, und zumeist hatte er den vornehmen jungen Modeherrn gespielt. DaS kostete auf dem teuren Genueser Pflaster sehr viel Geld, aber der Vater hatte eS ja und gab e», da er seinen Sohu zärtlich liebte, widerstandslos her. Nun starb der alte R. plötzlich. DaS war schlimm, denn Bittore verstand so gut wie nichts von der Branche. Bewährte Kaufleute wollte er nicht für fich regiere» lassen, vnd so war das Gescheidteste, waS er thnu konnte, er verkaufte die Firma mit allem Zubehör. Dreimalhuuderttausend Lire nannte er danach sein eigen. Er ging ans Reisen und kam nach Paris, wo er die Tochter eine» frühere» Ge­schäftsfreunde» kennen lernte. Vittore verliebte fich in Blanche, nnd Blanche liebte ihn wieder. Ihr Vater machte bei der Werbung de» jungen Italieners freilich ein recht saures G ficht und wollte nicht» von einer Verbindung wissen. -Ja, wennVittore da» alte rentable Geschäft noch gehabt hätte. Aber so, ein junger Müßiggänger, daS war nicht» für de» alte» praktische» Geschäftsmann; er gab deshalb feiner Tochter keine baare Mitgift, sondern verschrieb ihr nur eine Rente von 10000 Franken pro Jahr. Bit­tore war damit völlig einverstanden, und die Hochzeit wurde mit allem Pomp gefeiert; nichts auf der W'lt war vorhanden, waS deS jungen Paares Glück hätte trüben können. Man hat die Hochzeitsreise au, eS ging nach Klein-Pari», »ach Nizza. Vittore war schon früher öfter ein Gast der Spielbank in Monte Carlo gewesen, er konnte auch jetzt der Versuchung nicht widerstehen vnd reiste unter dem Vorwand von Besuchen oder einer kleinen Herrevpartie wiederholt nach Monaco. Blanche, die in Nizza zahlreiche Freun­dinnen au» Pari» getroffen, fiel da» nicht auf, fie dachte uicht darau, ihreu Gatten fortwähreud au ihrer

man in Anrechnung bringt, daß der Wein doch nicht gerade seidelweise getrunken wird. Am Tische sitzt ein noch junger Mann, mit blasser Gesichtsfarbe, körperlich abgemagert; allem Anschein nach hat er eben eine schwere Krankheit überstanden. Die Dame neben ihm ist eine zierliche, graziöse Erscheinung, mit feinem, lebhaften G-ficht; aber auch in dieses hat der Kummer seine Linien gezogen. Sie ist mit zärt­lichster Sorgfalt um de« Rekonvafiscenteu bemüht. Der Kranke ist nicht in der besten Laune, und macht seiner Pflegerin das Amt nicht leicht; aber unermüd­lich nnd ohne eine Miene zu verziehen, erfüllt fie alle Wünsche ihres Gatten. Endlich entfernen fie fich langsam; die junge Frau stützt ihren kranken Mann noch mit einem Arm, aber mühsam nur scheinen die dunklen Auge» eine Thräne zu verberge».

Ich ging en das Buffet, um mir eine Flasche von dem sehr trinkbare» Wei» zur Unterhaltung für die Rückreise nach Genna zu kaufen. Die Kassiererin, eine kleine schwarzäugige Italienerin, war die Höf­lichkeit selber, aber fie warf trotz ihrer sprudelnden Worte dem jungen Paare noch einen laugen Blick »ach. .Arme Signora!' seufzte fie unwillkürlich. E» ist dort zu Lande nun eben nicht Mode, über Privatverhältuiffe und Familienangelegenheiten Je» manden auszufragen, aber da das Restaurant fast leer, und die Kleine ein ganz niedliches Geschöpften war, ließ ich mich doch mit ihr in ein Gespräch zu dem Zwecke ein, fie Über die eben fortgegangenen Gäste ausznforschen. Dabei ging wenigsten» die Zeit bi» zur Rückfahrt de» Zuge» nach Genua hin. Und auch dem tequetten Mädchen schien ich für eine kurze Unterhaltung zur Vertreibung der Langeweile eine nicht zn unterschätzende Person, nnd so war die Plan- betet im besten Gange, ehe fünf Minuten verflossen waren. Meine Partnerin that mir sogar den Ge­fallen, langsam zu sprechen, damit ich keine» ihrer Worte verlieren sollte, und wa» fie wir vorgeplaudert, sei in Form eines kleinen Geschichtchen diesen Skizze» angefügt.

persönliche und wirtschaftliche Störungen erwachsen, daß sie es vorziehen, überhaupt nicht zu brennen. So ist es z. B. vorgekommen, daß Grundbesitzer, welche große Vorräte von Spiritus besaßen, nicht Spiritus zum Kaffeebrennen auszuheiben vermochten, weil ihnen ihr Bestand plötzlich versiegelt worden war. Das ist nur ein Fall von vielen ähnlichen. Unter solchen Umständen vermögen wir nur immer wieder mit Nachdruck auf die Einführung von staat­lichen Spiritusmagazinen und einem Magazinaufschlag hinzuweisen, welche die einfachste, glücklichste und dauerndste Lösung der brennenden Frage ist, welche weder Produzenten noch den Konsumenten gewerb­lich oder durch Steuerbeamte einschränkt oder stört und welche zugleich dem Staate Gelegenheit bietet, eine Einnahmen zu vermehren und den Spiritus­verbrauch auch im Sinne der Volksgesundheit zu über­wachen. Würde man nicht an anderen Beispielen die Schwierigkeiten kennen, mit denen sich einfache und gute Gedanken erst allmählich Bahn im öffent­lichen Geistesleben brachen, so könnte man erstaunen, daß dieser Vorschlag überhaupt noch nicht zur par­lamentarischen Erörterung gestanden hat.

DieBegründung" zu der Zollvorlage be­ginnt mit der Anerkennung, daß die Zollerhöhung von 1885 der deutschen Landwirtschaft das erforder­liche Maß von Schutz nicht gewährt hat, .obschon ohne die damalige Zollerhöhung augenscheinlich die Lage der Landwlrffchaft sich noch ungünstiger gestaltet haben dürfte." Die Preise der Cerealien seien von 1878 an, wo sie für 100 kg Weizen 22,7, Roggen 17,5, Gerste 16,5 und Hafer 15,9 standen, im Jahre 1887 (September) gesunken auf 15,4, 11,5, 12,5 und 10,6; die Produktionskosten dagegen seien nicht gesunken, zum Teil sogar gestiegen. Es heißt dann weiter: »Daß unter diesen Umständen die Möglichkeit eines lohnenden, oder doch wenigstens nicht verlustbringenden Getreidebaues, welcher für die deutsche Landwirtschaft ausschlaggebende Bedeutung hat, immer mehr schwinden muß, wird selbst in solchen Kreisen, welche hierdurch weniger berührt werden, kaum mehr bestritten. Die Verlegung des Schwer­punktes auf andere Produktionszweige ist für Deutsch­land im großen Ganzen, abgesehen von den Boden­verhältnissen, ebenso aus klimatischen, wie aus wirt­schaftlichen Gründen ausgeschlossen. Dazu kommt die Thatsache, daß auch die Preise fast aller übrigen landwirtschaftlichen Produkte einen bedeutenden Rück­gang erfahren haben." Folgen einige Gutachten von landwirtschaftlichen Organen und Gewerbekammern. In Preußen sei nach den Veranlagungsresultaten für

in Zollsachen auftaugenden Rechtsfragen dem Rechts­wege oder dem verwaltungsgerichtlichen Verfahren überweist, keine Folge zu geben. Die Vorlagen, be­treffend die Vermehrung der Schiedsgerichte der Tiefbau-Berufsgenoflenschaft, sowie wegen Beschränkung der Aufgaben des Statistischen Amtes, und der Ge­setzentwurf über den Erlaß der Witwen- und Waisen­geldbeiträge von Angehörigen der Zivilverwaltung, des Reichsheeres und der Marine wurden den zu­ständigen Ausschüssen zur Vorberatung überwiesen. Endlich wurde über die Zollbehandlung verschiedener Gegenstände Beschluß gefaßt. DerBörsencourier" meldet: Auf Veranlassung des Prinzen und der Prinzessin Wilhelm fand gestern in der Wohnung des Grasen Waldersee eine Versammlung von meist den orthodoxen oder kirchlich-konservativen Kreisen ange­hörigen notablen Persönlichkeiten statt, darunter die Prediger Kögel, Stöcker und Fromme!, Geheimrat Hansemann ec.; aus den rheinischen kaufmännischen Kreisen waren ebenfalls einige Vertreter der konser­vativen Richtung anwesend. Prinz Wilhelm, welcher mit der Prinzessin Wilhelm erschienen war, setzte in einer etwa 20 Minuten dauernden Rede eingehend den Zweck auseinander, welcher zur Berufung der Versammlung geführt habe. Es gelte, den fort­dauernden sozialistischen, anarchistischen und anderen verwandten Bestrebungen in festgeschlossener Einheit entgegenzutreten. Prinz und Prinzessin Wilhelm wohnten der etwa zwei Stunden dauernden Ver­sammlung bei. Professor Mommsen lehnte den anläßlich seines siebzigsten Geburtstages von dem Studentenausschüsse ihm zugedachten Fest-Kommers ab. Der Studentenausschuß wird ihm infolge­dessen eine Glückwunsch-Adresse überreichen. Der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge ist dem Operndirektor v. Shantz heute seine Entlassung ohne Pension von Neujahr 1888 ab mitgeteilt worden. Nach den amtlichen Feststellungen sind im Ott. d. I., dem ersten Monat seit dem Bestehen des neuen Branntweinsteuer - Gesetzes, nur 836 000 Mark an Verbrauchsabgabe für Branntwein zur Anschreibung gelangt. Dagegen hat sich die Solleinnahme an Branntweinnachsteuer für den genannten Monat auf 13 051 000 Mark belaufen. Wir können uns hierbei nicht versagen, wiederholt zu betonen, daß das neue Branntweinsteuer - Gesetz von der Landwirtschaft im großen und ganzen eher als ein Alp, wie als Er­leichterung empfunden wird. Es sind uns z. B. aus Westpreußen mehrfach Fälle bekannt, daß Brennerei- Besitzer seit Erlaß desselben nicht mehr brennen, weil ihnen bei einem verschwindenden Nutzen soviel

188687 zum ersten Male ein positiver Rückgang in der Steuerfähigkeit der ländlichen Bevölkerung eingetreten. Die Krisis beschränkt sich aber nicht auf Preußen allein, wenn sie auch naturgemäß im Osten chärfer hervorheten muß, als im Westen, sie hat, wie aus den in großer Menge vorliegenden Petitionen und aus Verhandlungen der für dir Vertretung der deutschen Landwirtschaft kompetenten Organe hervor­geht, im Gefolge des eingetretenen Sinkens der Preise aller Cerealien in mehr oder minder akuter Weise auch die übrigen landwirtschaftlichen Produktions­gebiete ergriffen. Da nun in der Landwirtschaft 25 600 000 Personen in Deutschland beschäftigt feien, ö würde der Rückgang der Landwirtschaft mehr wie der irgend eines andern Zweiges der gewerblichen Thätigkeit den Bestand und die Fortentwicklung der 'iaailichen und gesellschaftlichen Verhältnisse und de» Erwerbslebens mit ernsten Gefahren bedrohen. Es ei daher geboten, diesem Rückgang Einhalt zu thun. Unter den Mitteln, welche seitens des Staates ohne Zeitverlust in Aussicht zu nehmen sind, kommt vor allem, im Hinblick auf die Wichtigkeit des Getreide- baues für die gesamte Landwirtschaft und mit Rück­sicht darauf, daß dieser Kulturzweig in besonderem Maße durch die ausländische Prelsgestaltung ungünstig beeinflußt wird, eine Erhöhung der Zölle auf Getreide in Betracht. Dieselbe wird soweit möglich derart zu bemessen fein, daß sie geeignet ist, einer weiteren Entwertung dieses hauptsächlichsten Produkte» der Landwirtschaft zunächst wirksamer als bisher vorzubeugen und einen den heimischen Verhältnissen enffprechenden Ausgleich zwischen Produktionskosten und Preisen allmählich anzubahnen, aber auch den berechtigten Interessen des einheimischen Konsums Rechnung trägt" DieBegründung" geht nun die einzelnen vorgeschlagenen Zollerhöhungen durch und chließt dann mit der Hervorhebung der Notwendig­keit des fofartigen Inkrafttretens der neuen Zölle: Die Notlage der Landwirtschaft erfordert, daß ihr die Hilfe, welche ihr durch die vorstehend in Vor­schlag gebrachten Aenderungen des Zolltarifs gewährt werden soll, unverzüglich zu Teil werde. Zu dem Ende wird einer weiteren Ueberführung des inländischen Marktes mit ausländischem Getreide re. thunlichft vorgebeugt werden müssen. Eine solche Ueberführung würde unzweifelhaft Eintreten, wenn die Spekulation Zeit gewänne, jetzt noch Mengen von Getreide au» dem Auslande oder von den Privattransitlagern des Inlandes zu den bisherigen Zollsätzen in den freien Verkehr zu bringen. Die hierin liegende Gefahr ist nach den bei früheren Zollerhöhungen, namentlich im

hschaß kreis

Wöchentliche Beilage«: «reis-Matt für dir Kreise Marburg Md Kirchhain.

Expedition. Markt 21. Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Lug. Koch.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und

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ditionLV.Mt, bei den Postämtern 2 Ml- SO Pfg. lexkl.

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10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. a'__°__

Herold

üwirÄ tückische Krankheit unsichtbar den kräftigen Mann, d. SS Und wenn die Hoffnung nicht immer und immer noch

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(Nachdruck verboten.)

(Schluß.)

Das Auge des Kronprinzen ist in diese» Tagen der Krankheit noch ebenso empfänglich für alles schöne, wUYt tgte früher, und heiteres Lächeln umspielt daS ge­bräunte Gesicht. Daß der deutsche Kronprinz kein

Deutsches Leich.

Berlin, 29. Nov. Der Kaiser nahm heute mit­tags militärische Meldungen entgegen und machte um 2l/< Uhr eine Spazierfahrt. Prinz Ludwig von Bayern trifft am Donnerstag früh hier ein. Der Kaiser empfing heute nachmittags den deutschen Botschafter in Wien, Prinzen Reuß. In der gestern unter dem Vorsitz des Staatsministers, Staatssekretärs des Innern von Boetticher, abgehaltenen Plenarsitzung nahm der Bundesrat Ersatzwahlen für erledigte Stellen bei der auf Grund des Gesetzes gegen die gemein­gefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie ge­bildeten Reichskommission, bei der Verwaltung des Reichs-Jnvalidenfonds und bei dem Reichsbank-Kura­torium vor. Von der Denkschrift, betreffend den Stand der Bauausführungen für die Eisenbahnen in Elfaß-Lothringen, nahm die Versammlung Kenntnis, erteilte dem Entwurf eines Gesetzes wegen Einfüh­rung der Gewerbeordnung in Elfaß-Lothringen und dem Entwurf einer Verordnung, betreffend das Verbot der Einfuhr von Schweine», Schweinefleisch und Würsten dänischen, schwedischen und norwegischen Ursprungs die Zustimmung und beschloß, dem Beschluß des Reichstages vom 13. März 1886, nach welchem der Bundesrat ersucht worden ist, einen Gesetzentwurf dorzulegen, welcher die schließliche Entscheidung der

ür den Monat Dezember nehmen alle Postanstalten (auf dem Lande die Landpostboten), in Kirchhain unsere Agentur (Herr Buchbinder Rindt), sowie für Marburg und nächste Umgegend unsere Expedition (letztere auch Wochen-Abonnements z 20 Pfg.) Bestellungen auf dieOber- hesstsche Zeitung" mit ihren Beiblättern entgegen.

Anfang Dezember beginnt im Feuilleton die höchst spannende Weihnachts-Erzählung

Empor zu Gott

von dem hervorragenden österreichischen Dichter K. Rosegger.

Das nach einem der neuesten Photo­graphien angefertigte Bild Sr. Kaiserlichen Hoheit des Kronprinzen wird als Extra- beilage in den ersten Tagen des Dezember mit ausgegeben werden.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», sowie d. Annoncen-Bureanx von Haasenstein und Bögler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg u. Men; Rudolf XXII. Iabraana. Moffe in Frankfurt a. K., Berlin, München u. Köln; G. L.

Daube u. Co. in Frankfurt a. SR., Berlin, Hannover. Paris.

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mbluu »uführen, man möchte beim Anblick de» Kronprinzen -ieniar ® tiefschmerzliche Thronen ausbrechen. Bei einem n öl durch schwere Krankheit äußerlich gekennz- ichneteu , Manne finden wir un» eher über den schließliche» Ausgang des Leidens zurecht, aber wa» für Gefühle ter do t - " - - - - - - - - -- -