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Illustriertes Soiintagsblatt.
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Die Eröffnung erfolgte, wie wir bereits telegraphisch mitgeteilt, im Weißen Saale, welcher erleuchtet war, die Hofloge war leer, in der Diplomatenloge befanden sich einige Militär - Attaches, die Tribünen waren gefüllt. Anwesend waren kaum 150 Abgeordnete. Um 12 7* Uhr trat der Bundesrat paarweise ein und stellte sich links vom Throne auf. Staatssekretär v. Bötticher verlas die Thronrede, welche wiederholt von Beifall begleitet wurde. Zum Schluffe war der Beifall enthusiastisch. Der frühere Präsident v. Wedell-Piesdorf brachte ein Hoch auf den Kaiser aus.
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unausschieblichen Ausgaben aufgestellt worden. Er zeigt eine erfreuliche Besserung der Finanzlage. Obwohl die Wirkungen der in der vorigen Session des Reichstages vereinbarten ausgiebigeren Besserung des Zuckers und Branntweins in ihren Umfange erst den späteren Etatsperioden zu gut kommen werden, so läßt doch schon das nächste Rechnungsjahr einen Ueber- schuß aus dem Reichshaushalt erwarten, welcher — selbst nach Gegenrechnung der Matrikularbei- träge — sich annähernd auf etwa fünfzig Millionen Mark beziffert.
Angesichts dieses Ergebniffes wird mit der Aufbesserung des Einkommens der im Dienst des Reichs stehenden Personen ein Anfang zu machen und zunächst der vom Reichstage befürwortete Wegfall der Witwen- und Waisengeldbeiträge der Offiziere und Beamten in Aussicht zu nehmen sein. Eine entsprechende Vorlage befindet sich in der Vorbereitung.
Fehlt es auch auf einzelnen Gebieten des nationalen Erwerbslebens nicht an Zeichen eines zu erhoffenden Aufschwungs, so befindet sich doch die wichtigste Quelle unseres wirtschaftlichen Wohlstandes, die Landwirtschaft, in einer bedrohlichen Notlage. Die Preise unserer landwirtschaftlichen Erzeugnisse, namentlich des Getreides, sind unter dem Druck des Angebots aus fremden, billiger produzierenden Wirtschaftsgebieten, obwohl wir uns reicher Ernten zu erfreuen gehabt haben, so tief gesunken, daß jede Ertragsfähigkeit der Arbeit des deutschen Landmannes gefährdet erscheint. Die bestehenden Getreidezölle haben diesem Druck nicht ausreichend zu begegnen vermocht. Die bedrängte Lage unserer Landwirtschaft wirkt auf die wirtschaftliche Thätigkeit der gesamten Bevölkerung ungünstig zurück. Unter diesen Umständen ist eine weitere Erhöhung der Getreidezölle von den verbündeten Regierungen ins Auge gefaßt worden. Ein dieses Ziel verfolgender Gesetzentwurf wird dem Reichstage zugehen.
Die Vorsorge Sr. Majestät des Kaisers und der verbündeten Regierungen ist unausgesetzt auf die weitere Entwickelung des Heerwesens gerichtet. Ein Ihnen vorzulegender Gesetzentwurf, welcher die Land- tvehr und den Landsturm betrifft, ist bestimmt, eine wesentliche Erhöhung der Wehrkraft des Reiches herbeizuführen.
Schon in der Allerhöchsten Botschaft vom 17. November 1881 ist der dringende Wunsch Sr. Majestät des Kaisers ausgesprochen, den Arbeitern, welche durch Alter und Invalidität erwerbsunfähig werden, das berechtigte Maß staatlicher Fürsorge durch die Gesetzgebung zu sichern und damit eine weitere Gewähr
zu der Hoffnung berechtigt, Ihnen rechtzeitig ein Abkommen mit der Kaiserlich und Königlich österreichisch-ungarischen Regierung zur verfassungsmäßigen Zustimmung vorlegen zu können, durch welches der bestehende Handelsvertrag vorläufig verlängert und der Eventualität eines vertragslosen Zustandes vorgebeugt wird.
Verträge behufs Regelung der Handelsbeziehungen des Reichs mit einigen amerikanischen Staaten werden Ihnen zur verfassungsmäßigen Beschlußnahme vorgelegt werden.
Die auswärtige Politik Sr. Majestät des Kaisers ist mit Erfolg bemüht, den Frieden Europas, dessen Erhaltung ihre Aufgabe ist, durch Pflege der freundschaftlichen Beziehungen zu allen Mächten, durch Verträge und durch Bündniffe zu befestigen, welche den Zweck haben, den Kriegsgefahren vorzubeugen und ungerechten Angriffen gemeinsam entgegeazutreten. Das Deutsche Reich hat keine aggressive Tendenzen und keine Bedürfnisse, die durch siegreiche Kriege befriedigt werden könnten. Die unchristliche Neigung zu Ueberfällen benachbarter Völker ist dem deutschen Charakter fremd, und die Verfassung sowohl wie die Heereseinrichtungen des Reiches sind nicht darauf berechnet, den Frieden unserer Nachbarn durch willkürliche Angriffe zu stören. Aber in der Abwehr solcher und in der Verteidigung unserer Unabhängigkeit sind wir stark und wollen wir mit Gottes Hülfe so stark werden, daß wir jeder Gefahr ruhig entgegensetzen können.
Auf Allerhöchsten Befehl Sr. Majestät des Kaisers erkläre ich im Namen der verbündeten Regierungen den Reichstag für eröffnet.
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»Auf Veranlassung meines Vaters gewaltsam hierher gebracht, eile so schnell wie möglich zu Dir zurück. Frühere Benachrichtigung war unmöglich!
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Adressatin unter dem Namen »Helena bereits nach Berlin verzogen war, und
in einer hochachtbaren Familie finden können; sie wollte fldoch ihre liebe Heimatsstadt, in welcher der gute Vater so viele Jahre als Elementarlehrer ge> wirkt hatte, und wo sie nun als das einzig Hinterbliebene Kind die Grabstätten ihrer verstorbenen Elteru läglich besuchen und pflegen konnte, nicht verlassen. Standhaft harrte sie noch, bis ihr endlich der Gc- sangunterriwt in der Roquetteschen Privat - Töchter» schule unter sehr guten Bedingungen intertwistisch übertragen wurde. Mutvoll und froh nahm sie die Stelle an — doch bald sollte ihr ein weit hellerer Glücksstern leuchten.
Herr Roquette, der Rektor der Schule, wohnte einer der ersten Unterrichtsstunden seiner neuen Lehrerin bei und fand, daß die junge Dame eine außerordentlich kräftige und wohllautende Stngstimme besaß. Er machte sie sofort auf ihre so seltene Gabe aufmerksam und war sogar selbstlos genug, ihr den Rat zu geben, sich doch lieber der Oper zu widmen, da sie eine bedeutende Künstlerin werden könnte.
Noch an demselben Tage wurde sie durch ihn dem Musikdirektor Dr. Kähler vorgestellt. Derselbe prüfte sie, und das Resultat war, daß er sie dringend ersuchte, ihre Beschäftigung aufzugebeu und bei der Hof - Opernsängerin Clementine Wächter in Berlin einen Vorbereitungskursus für die Oper zu adsol- vieren. Die sämtlichen Kosten werbt er vorläufig selbst tragen.
Die bescheidene Lehrerstochter weigerte sich anfangs; erst auf längeres Zureden zeigte sie sich geneigt.
»Wie soll ich Ihnen aber, Herr Doktor, das alles vergelten, was Sie für mich thuu wollen?"
»Das wohlthuende Bewußtsein, unserer Kunst eine so begabte und eifrige Schülerin zugeführt zu haben, wird mir Vergeltung und Dank genug sein. Di- Vors hung hat Sie in der That mit ganz unschätzbaren G iben und Vorzügen ausgerüstet, so daß die durch Ausbildung entstehenden Kosten hier keine Rolle spielen. Studieren Sie nur tüchtig, mein
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Geehrte Herren!
Die Wiederaufnahme der Arbeiten des Reichstages fallt in eine ernste Zeit. Das schwere Leiden, von welchem Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz heimgesucht ist, erfüllt nicht nur Seine Majestät den Kaiser, sondern auch Allerhöchstdesselben Hohe Verbündete und das ganze Deutsche Volk mit banger Sorge. Was menschliche Wissenschaft und Kunst, was sorgsame Pflege zu thun vermögen, um die drohende Gefahr zu bekämpfen, wird nicht versäumt werden. Unsere Blicke und Gebete aber richten sich zu Gott, nach dessen Ratschluß die Geschicke der Völker, wie des einzelnen Menschenlebens sich ersüllen. Festes Gottvertrauen und treue Pflichterfüllung sind zu jeder und besonders in schwerer Zeit die bewährten Stützen unseres Volkes gewesen. Sie werden uns auch heute befähigen, den Aufgaben, welche den gesetzgebenden Körpern des Reichs bevorstehen, gerecht zu werden.
Voran steht unter diesen Ihre verfaffungsmäßige Mitwirkung bei der Feststellung des Reichshaushalts- Planes. Der Etat ist wiederum unter Bethätigung strenger Sparsamkeit und Zurückstellung der nicht
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für die Befestigung des sozialen Friedens, und für die Stärkung der nationalen Arbeitskraft zu gewinnen. Nach der schrittweisen Weiterführung der für die genossenschaftliche Gliederung unseres Erwerbslebens grundlegenden Unfallversicherungs-Gesetzgebung ist es nunmehr möglich geworden, die mit besonderen Schwierigkeiten verknüpfte Aufgabe ihrer Lösung so weit näher zu führen, daß die Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs über die Alters- und Invaliden - Versicherung der Arbeiter vorliegt. Se. Majestät der Kaiser hofft, daß der Entwurf, nachdem die Grundzüge für denselben der öffentlichen Erörterung unterstellt und der besonderen Prüfung sachverständiger Kreise übergeben worden sind, Ihnen noch in dieser Session wird vorgelegt werden können. Daneben wird nicht verabsäumt, die weitere Ausdehnung der, wie mit Genugthuung hervorgehoben werden darf, je länger, desto segensreicher wirkenden Unfallversicherung auf die derselben bedürftigen Teile der Bevölkerung im Auge zu behalten.
Das gegenwärtig geltende Gesetz über die Erwerbsund Wirtschaftsgenossenschaften beruht auf dem Grundsatz der vollen Gesamtschaft aller Mitglieder. Die Erfahrung hat ergeben, daß die Notwendigkeit, sich dieser Haftform zu unterwerfen, der wünschenswerten Fortentwickelung des Genossenschaftswesens hinderlich ist und die beitretenden Mitglieder nicht selten einer unverhältnismäßigen Gefährdung ihrer wirtschaftlichen Lage und Selbständigkeit aussetzt. Demzufolge und da auch die Einzelbestimmungen des Gesetzes in manchen Punkten einer Aenderung und Vervollständigung bedürfen, wird Ihnen ein Gesetzentwurf zugehen, welcher die Verhältnisse der freien Genossenschaften regeln und insbesoizpere die Bildung von Genossenschaften mit beschränkter Haftpflicht der Mitglieder ermöglichen soll.
Die Anwendung des Nahrungsmittelgesetzes auf den Verkehr mit Wein begegnet in der Praxis mannigfachen Schwierigkeiten. Dieselben sind bereits wiederholt im Reichstage Gegenstand der Verhandlungen gewesen. Es wird Ihnen ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, dessen Zweck es ist, diese Frage in gesundheitspolizeilicher Hinsicht zu regeln.
Der bevorstehende Ablauf unseres Handelsvertrags mit Oesterreich - Ungarn hat den verbündeten Regierungen Veranlassung geboten, der Frage der Neugestaltung des Vertragsverhältnisses ihre volle Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die verbündeten Regierungen können sich die Schwierigkeiten nicht verhehlen , welche einer befriedigenden Lösung dieser Frage zunächst noch entgegenstehen, glauben sich aber
von ihren wenigen Vertrauten in Hamburg — es waren nur Familien der Herren Roquette und Dr. Kähler — ihr jetziger Aufenthalt nach Verabredung fest verschwiegen wurde, konnte dos Telegramm nicht bestellt werden. —
Wiederum sechs Wochen später — es war an einem recht kalten Abend im Monat Januar — erhielt Frau Hamann in Hamburg, als sie sich soeben in der Feierstunde on das Kawinfeuer gesetzt hatte, ein in Berlin aufgeliefertes Telegramm. Erschrocken
riß sie das Kouoert auf — noch nie hatte man an die stets in behaglicher Ruhe lebende Frau eiue Nachricht durch den Telegraph gesandt. —
Sie las:
»Treffe heute 9 Uhr 45 Minute» Abends auf Berliner Bahnhof ein. Bitte, mit Gretchen mich im Wartesaal erwarten.
Edmund Hochberg."
»Mein Gott, sagte ichs ihr nicht gleich, daß er wtederkommen werde, und daß nur sein Vater mit den Beiden einen Streich gespielt habe!" seufzte die gute Frau. »Wo ist nun seine arme Braut? als ich sie vor zwei Monaten aufsuchen wollte, konnte ich sie nicht wehr finden, und so habe ich also schon sehr lange von ihr nichts weiter erfahren. Ach, wie weh thut mir das Herz! — Nach zwei Stunden ist er hier — ich muß ihn nun doch wenigstens allein empfangen."
Punkt 9 Uhr 45 Minuten lief der Berliner Ex- preßzug in der weiten Bahnhofshalle ein, und wenige Augenblicke später sah Frau Hamann den Affessor Edmund Hochberg im Wartesaal I. Klaffe bleich und abgehärmt eintreten.
»Wo ist Grethcheu?" war seine erste Frage nach flüchtiger Begrüßung, während er mit forschendem Blick nach nllen Seiten umschaute.
»Haben Sie noch Gepäck abzuholen? fragte indeß die stets aufmerksame und besorgte Frau, diesmal aber nur, um ihn auf die nicht sehr erfreuliche Antwort, welche fie ihm geben mußte, vorzubereiten.
»Nein, nut diese Tasche hier habe ich. Aber, bitte, wo ist mein Grelhchen?" — Er atmete schwer und sprach mit halb erstickter Stimme.
„Kommen Sie nach jenem unbesetzten Winkel des Saales, Herr Assessor; dort werden nir nicht belauscht und Sie sollen alles hören."
Die Mitteilungen, welche sie ihm nun machte, waren jedoch dürftig und trostlos genug, da sie ihm
Äür den Monat Dezember nehmen alle ö Postanstalten (auf dem Lande die Landpostboten), in Kirchhain unsere Agentur (Herr Buchbinder Rindt), sowie für Marburg und nächste Umgegend unsere Expedition (letztere auch Wochen-Abonnements ä 20 Pfg.) Bestellungen auf die „Ober- hessische Zeitung" mit ihren .Beiblättern entgegen.
Anfang Dezember beginnt im Feuilleton die höchst spannende Weihnachts-Erzählung
Empor zu Gott
von dem hervorragenden österreichischen Dichter K. Rosegger.
Das nach einem der neuesten Photographien angefertigte Bild Sr. Kaiserlichen Hoheit des Kronprinzen wird als Extrabeilage in den ersten Tagen des Dezember mit ausgegeben werden.
Deutsches Reich.
Berlin, 24. Nov. Der Kaiser empfing im Laufe des Vormittags mehrere militärische Meldungen und nahm alsdann die Vorträge des Generals von
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Bl-tt für die Kreise Marburg Md Kirchhain
Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.
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Getrennt nnd Wieder vereint.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Indeß ist der Alte erdötig, Ihnen eine Entschädigung von tausend Maik auszahlen zu lassen, wenn Sie vorher noch schriftlich auf die Heirat mit seinem Sohne verzichten wollten". . . .
Die Bedauernswerte hatte bis jetzt mit größter Spannung zugehört. Als fie aber von der Entschädigung mit tausend Mark vernahm, unterbrach sie Frau Hamann durch lautes Weinen.
»Pfui! Eine solche Kränkung hätte der Mann mir doch ersparen können! — Mein entsetzlicher Traum hat also seine Bedeutung gehabt. Ich werde mich aber in mein Schicksal fügen und für meine Existenz jetzt selbst sorgen."
Noch an demselben Nachmittage ging sie mit den von Edmund Höchberg erhaltenen Juwelen, Gold- uud Silbersachen zu einem Pfandleiher, um den we. uigen Verpflichtungen, in die sie eigentlich für Rechnung ihres künftige» Mannes bei den Vorbereitungen zum Hochzeitsfeste hatte eivgehen müssen, nachkommen zu können. Sie zog die Verpfändung dem Verkauf vor; da sie die Absicht hatte, dre Geschenke dem ehemaligen Geliebten später wieder zurückzustellen.
Am anderen Tage mietete fie sich ein kleines, bescheiden möbliertes Zimmer in einer entfernteren Vor. stadt und war zunächst eifrig bestrebt, wieder eine Leschäftiguug an einer Schule oder in einer Familie zu erlangen. Jede ihr von Frau Hamann angebotene Geldunterstützung wies sie energisch zurück.
Längere Zeit schienen ihre Bemühungen ohne Erfolg bleiben zu wollen: Hier war sie zu jung, dort in der englischen Konversation zu schwach, während auf einer drillen Stelle das ihr angebotene Honorar nicht genügen konnte. Es kamen jetzt Tage sehr ernster, schwerer Prüfung. —
Außerbolb Hamburgs hätte fie durch ihr hervorragendes Talent im Klavierspiel sehr leicht Aufnahme
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k. I, mit welcher gestern die Eröffnung des Reichstages stattfand, hat folgenden Wortlaut:
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes,
Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis beiderExpe- wlUI'Vll4lI, sowie d. Annoncen-Bureaux vonHaasensteinund Vogler
dition 2^ Mk , bei den Postämtern 2 Mk k0 Pfg. (exkl. ö in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXII. Hahraana
Bestellgeld). Jnsertmnsgebühr für dre gespalt-ne Zeile (SoniKtbCltb, 26. XODCtttÜCr 1887. Moffe rn Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G- L. x) ) u o
10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. ' Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Baris.
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vnnei hülfen Stift 36.
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Fräulein; die vou mir gemachten Auslagen zahlen Sie zurück, wann Sie können." —
Schon fünf Tage später fuhr die elegante Equipage des Herrn Musikdirektor Dr. Kähler au dem kasernen- aitig gebauten Hause in welchem Fräulein Rohden bei nur einfachen aber braven Leuten wohnte, vor; sie war bestimmt, das so verlassen gewesene Mädchen nach dem Bahnhofe zu bringen, wo ihre Abfahrt nach Berlin unmittelbar darauf erfolgte.
Hier trat sie unter dem Bühnennamen »Helena Tarnowka" in einen Kreis lieber, edler, für die Kunst hochbegeisterter Menschen; sie wurde eine der tüchtigsten Schülerinnen der berühmten Clementine Wächter und fühlte fich in der Residenz bald ganz heimisch.
* * *
Etwa sechs Wochen waren seit jenem Tage, an welchem ihre Vermählung mit Edmund Hochberg statt, finden sollte, vergangen, als aus Melbourne inAustralien an »Fräulein Margarethe Rohden in Hamburg, 9t ... . -Straße 4," folgendes Telegramm eintraf: