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Illustriertes Sonntagsblatt.

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den nächsten Tagen eine Konsultation mehrerer Aerzte über die weitere ärztliche Behandlung des Kronprinzen statt. Um über das Resultat der Beratung nicht nur schriftlich, sondern auch mündlich eingehenden Bericht zu erhalten, beauftragte der Kaiser den Prinzen Wilhelm, auf einige Tage nach San Remo zu gehen. Hieran schließen wir noch folgende durch die Zeitungen lausenden Nachrichten: Dr. Mackenzie soll aus dem Grunde telegraphisch nach San Remo be­rufen worden sein, um nach einer nochmaligen Unter­suchung des Leidens sein Urteil abzugeben, ob der Kronprinz ohne Gefahr dem Wunsche seines Vaters bezüglich des Aufenthaltes in Berlin entsprechen kann. Kaiser Wilhelm wurde bekanntlich während seines letzten Unwohlseins, besonders in den schlaflosen Nächten, unaufhörlich von Bangigkeit nach seinem Sohne heim­gesucht. Als der Kaiser sich von seinem Krankenlager erhob, war es eine seiner ersten Handlungen, den Grafen Radolinski, den Hofmarschall des Kronprinzen, in besonderer Mission nach San Remo zu senden. Nach der Ankunft des Dr. Mackenzie in San Remo wird es sich zeigen, ob des Kronprinzen Zustand wenigstens einen zeitweiligen Aufenthalt in Berlin gestattet. Die Heiserkeit des Kronprinzen soll in den letzten Tagen wieder zugenommen haben, das sonstige Befinden desselben fit befriedigeud. DemFigaro" wird aus San Remo über die am 4. November erfolgte Ankunft des deutschen Kronprinzen telegraphiert: Nur der Unterpräfekl und der Bürgermeister von San Remo, der deutsche Konsul und einige wenige Bevorzugte waren auf dem Perron zugelassen worden. Kaum hielt der Zug, als der Kronprinz selbst die Waggonthüre öffnete, leicht hinaussprang und der Kronprinzessin mit seinen Töchtern beim Aussteigen behilflich war. Im Wartesaal wechselte der Kron­prinz mit leiser Stimme einige Worte mit den italieni­schen Behörden und dem deutschen Konsul. Ich er­kläre mir nicht, woher die beunruhigenden Gerüchte stammen, welche über die Gesundheit des Kronprinzen verbreitet werden. Er schien mir sehr rüstig, sehr munter und sein Auftreten ist das eines Gesunden. Sem Gesicht ist frisch, aufgeweckt, immer von einem Lächeln belebt. Diesen Eindruck machte er gestern auf alle diejenigen, welche ihn sahen." DieNordd. Allg. Ztg." meldet: Der Kaiser Alexander von Ruß­land wird auf seiner Rückreise nach Petersburg mit Familie in der nächsten Woche aus Kopenhagen hier eintreffen. Heber Tag und Stunde seiner Ankunft, sowie über die Dauer seines Aufenthaltes ist näheres noch abzuwarten. Die vierte Sitzung des Landes­ökonomie-Kollegiums wurde heute durch den Wirklichen

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Neuem kennen lernen?" fragte der Justizrat. Die kleine, Grethe schüttelte matt den Kopf. Nein," sagte fie,nur ruhen möchte ich eiu wenig.'

sellschafterin vorgestellt wurde.

»Wollen Sie die alte Heimat jetzt gleich

i, plötzlich von ihrer Einsilbigkeit ab.

»Nein," ries fie,das darf nicht geschehen. Ich leide e8 nicht, daß dieser Haß auch jetzt noch über das Grab hinaus getrageu werde." Und der alte Herr stimmte ihr bei.

*

Im Hotel Hindelang war geschäftiges Treiben. Siebenzehn Jahre hatte eS unbewohnt gestanden- Gar mancher der Vorübergehenden halte zu den ge­schlossenen Jalousien der Fenster hinaufg» blickt und sich gesagt:Schade darum, daß dieses Haus immer leer steht. Die Besitzer davon mögen auch zu jenen Glücklichen gehören, die das Gute und Schöne nicht achten, weil sie das Bessere haben können." Und bann wunderten sie sich darüber, daß trotzdem das kleine Gärtchen vor demselben stets m schönster Ordnung gehalten wurde und der Frühling ganz besonders dort seine herrliche Blütenpracht entfaltete.

Heut nun waren die Fenster geöffnet, und von denen der gegenüberliegenden Häuser blickte manch Uengieriges Auge durch das kahle Geäst der Bäume, deiche zu beiden Seiten der Bellevuestraße standen, tu die so lange verschlossen gehaltenen Zimmer. Und gar manch Einer staunte über die Pracht ihrer Aus­stattungen, ander viele fleißige Hände bemüht waren, die durch die Länge der Zeit etwa entstandeueu Schäden Weber zu beseitigen.

»Wie eS scheint, kommt der Besitzer von dort drüben endlich zurück," sagten die Beobachter;wer Äug es fein?" Dann schlugen sie in dem Adreßkalender

nach und fanden dort als Eigentümerin verzeichnet: Baronesse Hindelang.

Endlich war alles in schönster Ordnung, die Fenster wieder geschlossen; die Jalousien aber waren offen geblieben. In der glasgedeckten Veranda blühte ein duftender Frühling, und die kleine Freitreppe, die von dem Garten zu dieser führte, war mit grünen duftigen Tannen deeorirt, denen der Winter noch zu besonderem Schmuck weißglänzende Schneeflocken auf die dunklen Zweige gestreut. In den Zimmern, den hohen Sälen, sah es feierlich auS; die lauge Reihe von Gemälden an den Wänden eines großen, hohen Raumes, einer Art modernen Ahnensaales, waren mit grünen Gewinden und langen, schwarzen Flor- schleieru deeorirt. Es war eben ein Trauer- und Freudenfest zugleich, daS heute in dem stattlichen Hanse gefeiert werden sollte: Die junge Herrin zog wieder ein nach langen, langen Jahren; zugleich aber mußte die, die vorher in diesen Räumen geherrscht, der Erde übergeben werden."

Am Arme des Jnstizrat Herwarth, gefolgt von der Alten Marthe, überschritt Margarethe, Baronesse Hindelang die Schwelle ihres Elternhauses, die vor langen Jahren ihr Kinderfuß zuletzt betreten. Beim Verlassen des Wagens wurde fie von der Dienerschaft empfangen. Es waren alles junge Gesichter, bis auf einen; dem streckte sie die Hand entgegen und fragte: »Nicht wahr, Sie haben meinen Vater ge­kannt?'

»Ja, gnädige Baronesse. O, er toai ein guter Herr, den ich noch heut betrauere." Und dabet tropften ein paar Thränen auf ihren Handschuh nieder, den der Alte kaum zu berühren wagte.

Ehe sie sich aber in ihr Zimmer führen ließ, reichte fie dem alten Herrn noch einmal die Hand und sagte: »Ich danke Ihnen. Aber verzeihen Sie mir; es ist zu viel auf einmal." Dann schritt fie mit gesenkten Augen durch die Zimmerreihe, durch welche die Zofe fie führte, bis in ein kleines, trauliches Boudoir, in welchem ein ganzer Frühling an Wohl­geruch ihr entgegenströmte. Aber sie wagte nicht, um sich zu blicken; sie wußte, daß ihre Kräfte all den auf sie einstürmenden Eindrücken nicht Stand halten würden. Und doch brauchte sie dieselben noch so sehr zu der Beisetzung am Nachmittage.

Was hatte sie Alles erlebt in diesen wenigen Tagen l ES war fast wunderbar, märchenhaft, wenn sie darüber nachdachte. Aus der kleinen Grethe Helm war mit einem Schlage die Baronesse Hindelang geworden, die nun eingezogen in das stille Haus ihrer Väter. Und wenn sie sich dieser Metamorphose vielleicht gefreut hätte, ein Nein wenig ihrer selbst, zumeist aber Fritz wegen, io drückte sie wieder die Trauer um die geliebte Mutter, dte sie verloren, nieder. Und doch mischte sich in ihren Gram ein schmerzlich bitteres Kesühl. Sie konnte der Toten das letzte, harte Wort, das von ihren Lippen ge­kommen, nicht verzeihen. Und bann ber Abschied von dem Häuschen amAtyssee, wo jeder Platz, jeder Gegenstand im Hause, jeder Baum und Strauch im Garten, ja jede Stelle am See eine liebe, süße Er­innerung in sich schloß. O, der hatte viele Schmerzen gekostet, und der alte Ignaz hatte ihn ihr noch schwerer gemacht mit feinem betrübten Gesicht. Sie hatte ihm die kleine Besitzung geschenkt und ihm ans Herz gelegt, den Garten recht schön zu pflegen. Sie würde alle Jahre einmal kommen, ihn zu besuchen; das endlich hatte den Alten ein wenig getröstet. Aber fie wollte, fie durfte nicht mehr denken.

Sie ließ fich von Babette entkleiden; fie wollte versuchen, ein wenig zu schlafen, denn ihr Kopf brannte und schmerzte fie. Die Mattigkeit nach all der Auf­regungen der letzten Tage, sowie nach der anstrengenden

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soll abermals in der deutschen Armee zur Einführung gelangen. Das nach 1871 angefchaffte Mausergewehr wurde bekanntlich durch den Mehrlader, das Repetier' gewehr, nach einem Modell aus dem Jahre 1884 ersetzt. Das Repetiergewehr, wie es in der deutschen Armee eingeführt ist, hat keinen speziellen Erfinder, es beruht im wesentlichen auf aus praktischen Ver­suchen gewonnenen Erfahrungen. Die Herstellung diefes Gewehres erfolgte außerordentlich geräuschlos. Während alle Welt noch bis zum vorigen Jahre annahm, Frankreich würde die ^rste europäische Groß­macht sein, welche seine Armee mit einem Mehrlader ansrüftete, kam plötzlich die Nachricht, von dem deutschen Repetiergewehr seien bereits hunderttausend Stück fertig gestellt. Der Mitteilung wurden nicht ganz unberechtigte Zweifel entgegengesetzt, aber die Wahrheit übertraf noch weit die Gerüchte. In Wirk­lichkeit müssen, als die erste Meldung über den deutschen Mehrlader verlautbarte, schon viel mehr als nur hunderttausend Gewehre fertig gestellt gewesen jein, denn sonst wäre es nicht möglich gewesen, so schnell, wie es hinterher geschah, die ganze Armee mit der neuen Waffe auszurüsten. So kam es, daß die deutsche Armee mit jbem Mehrlader schon völlig einexerziert war, wahrend man in Paris noch nicht über die Versuche hinausgekommen war. Erst in diesem letzten Sommer haben die Dinge in Frankrech ein etwas schnelleres Tempo angenommen und an der Fabrikation des neuen Lebet - Repetiergewehres ist mit verstärkten Kräften gearbeitet worden. Etwas« Sicheres, wie viel Truppen mit der neuen Waffe ausgerüstet sind, liegt bisher nicht vor. Die fran­zösischen Angaben behaupten, zwei Armeekorps hätten das Lebelgewehr. Diese Behauptung ist aber, wenn auch nicht stark, so doch jedenfalls etwas übertrieben.

Vor vier Wochen etwa erwähnten wir bereits ein Gerücht, der deutsche Mehrlader solle einer anderen f Infanteriewaffe weichen. Diese Meldung wurde all­gemein mit einem Fragezeichen versehen und dann dachte man nicht mehr daran. Gleich darauf kam aber aus Wien die Nachricht, das Mennlicher-Repetier- gewehr, von dem bereits 200 000 Stück fertig waren, solle abgeändert werden; die Fabrikation der neuen Waffe sei deshalb eingestellt. Das war thatsächlich r richtig und nun war freilich anzunehmen, auch für Deutschland werde die Stunde der Abänderung bald - schlagen. Der deutsche Mehrlader hat, gerade wie der österreichische, nämlich ein Kaliber von 11 mm, und hatte man sich in Wien von der Notwendigkeit,

ein kleineres Kaliber zu nehmen, überzeugt, so blieb, das war so klar wie zweimal zwei gleich vier, für Deutschland nichts anderes übrig. Das französische Lebelgewehr hat ein Kaliber von nur 8 mm und übertrifft, das wird eingestanden, das größere Kaliber bedeutend an Tragfähigkeit. Für die deutsche Militär­verwaltung bleibt demgemäß nichts weiter übrig, als zu thun, was Oesterreich schon gethan, Frankreich zu folgen und abermals eine neue Waffe für die Infan­terie auszuwählen, die ein kleineres Kaliber als der jetzige Mehrlader besitzt. Das wird denn auch ge­schehen, oder ist vielleicht schon geschehen, denn, wie weiter oben erwähnt, sind die ersten Nachrichten über die beabsichtigte Gewehrverbesserung bereits vier Wochen alt. Vergeblich ist die Arbeit mit dem jetzigen Mehr­lader natürlich nicht gewesen, sie hat unseren Sol­daten auf jeden Fall einen bedeutenden Vorsprung in der technischen Ausbildung mit dem Mehrlader gesichert.

Wir brauchten uns mit der Gewehrfrage gar nicht groß weiter zu beschäftigen, wenn nicht ein be­achtenswerter Punkt dabei wäre, die Geldfrage. Denfichland kann sich in der militärischen Ausrüstung von den Franzosen nicht überrumpeln lassen und dieses Jahr sind ja bereits gewaltige Summen für die Armee bewilligt worden. Man konnte nun an­nehmen, im neuen Reichshanshaltsetat würden keine größeren Summen für Militärzwecke mehr gefordert werden und diese Hoffnung würde auch wohl in Erfüllung gegangen sein, wenn nur nicht die Gewehr­frage gekommen wäre. Vielleicht lassen sich die jetzigen Mehrlader umarbeiten; immerhin aber werden aufs neue Millionen zur Erhöhung der Wehrkraft gefordert werden. Daß der Reichstag die nötigen Summen bewilligen wird, selbst wenn ganz neue Gewehre angefertigt werden müßten und die jetzigen nur den Besatzungstruppen Vorbehalten würden, daran ist kein Zweifel, weil es eben sein muß. Aber mit gemischten Gefühlen denken wir doch daran, daß leider gar kein Absehen ist, wann endlich eine Ruhe­pause in den Rüstungen wird eintreten können. Ein Staat drängt fortwährend den anderen zu neuen ungeheuren Geldopfern. Wird da nicht doch einst eine Katastrophe kommen?

Deutsches Reich.

Berlin, 7. Nov. Der Kaiser stand heute nach ein Hhr auf und nahm um zwei Uhr den Vortrag des Geh. Kabinettsrats v. Wilrnowski entgegen. DerReichsanzeiger meldet: Nach neuerdings hier eingegangenen Nachrichten findet in San Remo in

Reise besiegte endlich auch die drängenden Gedanken: sie schlief ein.

Als fie endlich erwachte, stand die alte Marthe Über sie gebeugt; mit verwunderten Augen schaute sie um sich. Wo war sie denu? Eiu roetier, luftiger Raum und überall über die Vorhänge an Fenstern und Thüren, über die Polster, den Teppich, die Decken verstreut Rosenknospen und dazu lag der Helle Schein der untergeheuden Wintersonne goldigrot auf den herabgelaffenen weißen Rouleaux sie strich sich mit beiden Händen das goldige Haar aus der Stirn und sagte: »Ach, Marthe, wie schön das ist, wie in einem Märchen!' Dann aber schaute sie in die verweinten Augen der Alten, und nun erinnerte sie fich erst wieder an daS, was geschehen und was ihr noch bevorstand.

»Ich soll ausstehen, nicht wahr, Marthe? Aber sieh, die Sonne scheint noch so Helle.'

Das Diner wird in einer halben Stunde ser-- viert, Baronesse, und Fran Reich wird Sie dazu im Speisesaal erwarten.'

»Ah so.* DaS war ihre Gesellschafterin, die große, stattliche Dame, die sie vorhin begrüßt und die so mißbilligend den Kopf geschüttelt, als fie dem alten Diener ihres Vaters die Hand gereicht.

»Nein,' sagte sie deshalb laut, »nein, Marthe, heute nicht. Von morgen an will ich mit der Dam­irn Saal unten speisen; aber heute bringe mir nur einen Teller Suppe hierher. Heute bin ich es nicht im Staude.'

Es war völlig dunkel geworden, al8 Babette die Toilette ihrer jungen Herrin beendet und die kleine Grethe an dem für sie in dem kleinen Boudoir neben ihrem Schlafzimmer aufgetragenen Diner einige Bissen genossen hatte. Nun meldete der alte Florenz, daß Herr Justizrat Herwarth um die Erlaubnis bitte, die Baronesse zu der Trauerfeierlichkett geleiten zu dürfen.

(Fortsetzung folgt.)

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Dann trat sie in das Haus. Dort bewillkommte fie eine stattliche, ältere Dame, die ihr als ihre

Geheimrat Mareard eröffnet; Letzterer wurde zum Vorsitzenden, Landrat Hammerstein zum Stellvertteter gewählt. Mareard bedauerte bei Annahme der Wahl, daß das Kollegium diesmal in seiner Mitte nicht wie früher den Kronprinzen begrüßen könne. Auf An­regung Mareards erhebt sich das Kollegium zu Ehren des Kronprinzen und ersucht den Vorsitzenden, in geeigneter Weise dem Kronprinzen diese Gefühle und den Wunsch einer baldigen Rückkehr des Kronprinzen in das Vaterland zu übermitteln. Mackenzie hat darum gebeten, daß noch andere Spezialisten zu ber in San Remo abzuhaltenden Beratung hinzugezogen werden, in Folge dessen sind Professor Schröter-Wien und Privatdozent Dr. H. Krause-Berlin aufgefordert worden, nach San Remo zu kommen. Die Vermutung liegt nach dem Wortlaut dieser Mittheilung nahe, daß die Neubildung nachgewachsen ist, worauf man bekanntlich auch für den Fall, daß sie eine gutartige ist, gefaßt war. Die letzten Nachrichten aus San Remo, vor allem aber die schleunige Abreise des Prinzen Wilhelm dorthin, haben hier begreiflicher­weise neue Beunruhigung erregt, doch verlautet aus absolut zuverlässiger Quelle, daß nähere Mitteilungen über die Art der Verschlimmerung des Leidens auch an maßgebender Stelle zur Zeit noch nicht vorliegen. Prinz Wilhelm ist heute Nachmittag bereits abgereift, in seiner Begleitung befindet sich auch Dr. Moritz Schmidt aus Frankfurt am Main. Prinz Wilhelm besuchte heute früh schon bald nach 7 Uhr längere Zeit den Professor Bergmann und war auch im Laufe des Vormittags noch einmal bei ihm. Die Voss. Ztg." erhält aus London folgendes Privat­telegramm:Ich kehre eben von einer Unterredung mit Mackenzie's Sohn zurück, welcher mir sagte, Sir Morell sei auf Vorschlag seines den Kronprinzen be­handelnden Hilfsarztes Dr. Hoewell von der Fran Kronprinzessin telegraphisch nach San Remo berufen worden, weil sich im Halse des Kronprinzen plötzlich ernste Symptome" eingestellt haben, welche die per­sönliche Behandlung Dr. Mackenzie's, vielleicht einen neuen operativen Eingriff nöthig machen. Durch starke Schwellungen ist die Stimme wieder ganz heiser geworden und es scheint, daß eine neue Ge­schwulst im Entstehen ist. Die Rückkehr Mackenzie's steht nicht im Zusammenhänge mit der Frage, ob der Kronprinz nach Berlin zurückkehren könne. Mackenzie würde zu einer Rückkehr des Kronprinzen nach Berlin nur dann seine Zustimmung geben, wenn außer­ordentlich wichttge Ereigniffe dies erheischen sollten." Es entbehrt nicht eines tragischen Beigeschmacks, daß gerade heute an der Spitze desReichsanzeiger" der

Böses Gewisse«.

Original-Roman von Tr. Rindler.

(Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung.)

Als aber der Justizrat davon sprach, daß die Tote kewünscht, aus dem nächsten Dorf.Friedhof beerdigt zu werden, statt in der Gruft der Barone Hindelang au der Seite ihres Gatten, ließ daS junge Mädchen

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte-, sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a. M-, Caffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIL Mraatta. Moffe m Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G- L. 's) *) ö d

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris.

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