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hin und her treibt, der unreife Thor, der heute in den Abgrund stürzt und morgen vergöttert; sie ist zu allen Zeiten und bei allen Völkern mit Fug und Recht der Gegenstand der aufrichtigsten Mißachtung aller tieferen Denker und Dichter und die große Lüge der Demagogen gewesen, die pathetisch von der öffent­lichen Meinung sprachen, wenn sie ihrer höchst indi- vchuellen eigenen Meinung Ausdruck gaben und die Einfügung der öffentlichen Meinung als eines wesent­lichen Faktors in die Regierungsmaschine oder sogar ihre souveräne Herrschaft forderten, weil sie sich die Kraft zutrauten, sie durch ihre sophistische Beredt- samkett und ihre Volksverführungskünste nach ihrem Willen zu lenken und ihren persönlichen Zwecken dienstbar zu machen. Von allen diesen Dingen haben wir ein gut Teil auch in unserer eigenen neuesten Geschichte erlebt und sehen täglich denselben mit einer schillernden Devise verübten Betrug in unserer frei­sinnigen Presse und dem sonstigen Parteigetriebe dieses Lagers und es sollte ein Gegenstand ernster Untersuchung sein, welche Folgerungen sich aus dieser Erkenntnis für verschiedene wichtige Zweige unseres öffentlichen Lebens und die Anbahnung von Reformen auf diefen Gebieten ergeben.

Deutsches Reich.

Berlin, 3. Nov. Der Kaiser hat in der ver­gangenen Nacht mit einigen Unterbrechungen ziemlich gut geschlafen und verspürt keine Schmerzen mehr. Der Kaiser 'ist heute mittag aufgestanden, hat um 2 Uhr den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts Generals von Albedyll entgegengenommen und später den Hofmarschall des Kronprinzen, Grafen Radolinski, empfangen, welcher sich demnächst zum Kronprinzen nach Italien begibt. Allerhöchst wurde genehmigt, daß das Landeskonsistorium zu Hannover die kirchliche Aufsicht und Leitung über die deutsch-lutherischen Ge­meinden in Kapstadt, Worcester, King-Williams-Town und Brilish-Caffraria, sämtlich in Südafrika belegen, übernimmt. Gegen den Mißbrauch des Züchtigungs­rechtes der Lehrer hat die Königl. Regierung zu Schleswig folgende Verfügung erlassen: »Schleswig, den 10. Okt. 1887. Mehrere Fälle der letzteren Zeit, in welchen der Mißbrauch des Züchtigungs­rechtes der Lehrer zur Schädigung der Gesundheit der gezüchtigten Schulkinder geführt hat, veranlassen uns hierdurch zu verfügen:Den Lehrern und Lehrerinnen an den öffentlichen Volksschulen der Provinz ist das Schlagen an den Kopf und das Reißen oder Zausen an Ohren und Haaren, sowie überhaupt jede Berührung des Kopfes der Schul­

griff sie nach seiner Tasse, sie wieder zu füllen, da hielt er ihre Hand fest. Er stieß dabei ein wenig gegen die Theemaschine, daß ein paar Tropfen des siedenden Wassers herausliefeu über das feine Hand­gelenk Hortensens. Sie zuckte schmerzlich zusammen und drückte ihr Tuch auf die Stelle.

O, ich Tölpel!" rief Fritz und sprang erschreckt auf. Im nächsten Moment lag er vor ihrem Sessel auf den Knieen und bedeckte die schmerzende Stelle mit heißen Küssen. Sie bog mit der anderen Hand abwehrend seinen Kopf zurück; aber er bat;Lassen Sie mich, Hortense. Ich will artig sein, ganz artig. Aber ich habe Ihnen wehe getban; laffeu Sie es mich machen, wie meine Mutter einst mit mir gethan, wenn ich mich als Kind verletzt hatte. Daun nahm sie mich in ihre Arme, küßte die schmerzende Stelle und hauchte mit ihren Lippen Kühlung darauf. Und wenn sie mir dann noch die Thräueu vom Gesicht getrocknet, daun that es nicht mehr weh. Glauben Sie, Hortense, solch ein Kuß der Liebe hat heilende Macht."

Sie antwortete nicht; aber sie ließ ihn gewähren, und plötzlich tropften ein paar Thräneu ans die bleiche kleine Hand, die in ihrem Schooße ruhte.

Hortense, Sie weinen?" Wie erschreckt das klang. Als er aber aufblickte, lächelte sie ihm mit thräuen- feuchten Augen zu und schüttelte leise den Kopf.

Nicht doch, mein Freund," flüsterte sie leise, und doch rannen wieder Helle Tropfen über ihre Wangen. Und nun tränt er mit heißen Lippen die Thräneu von ihrer Hand; er zog das schöne Haupt zu sich nieder und küßte die weinenden Augen und den lächelnden Mund.

Hortense!" flüsterte er dabei,weshalb diese Thränen? Hortense, o, Hortense, wie schön sind Sie."

Sie befreite ihren Kopf aus seinen Armen und lehnte sich in den Sessel zurück, nur ihre Hände ließ sie iu de» seine». Hab dann sprach sie, und ihre weiche Stimme hatte einen so geheimnisvoll der. schleierteu Klang:Ich mußte au «eine Ktudhett

linder zum Zwecke der Züchtigung verboten." Im übrigen wollen wir zwar von bestimmten eingehenderen Vorschriften über die Art und Weise der Ausübung des Züchtigungsrechtes der Lehrer absehen, machen aber im allgemeinen darauf aufmerksam, daß die Schul­zucht von tüchtigen Lehrern ohne häufigeren Gebrauch des Rechtes der körperlichen Züchtigung aufrecht er­halten werden kann und letztere überhaupt nur in Ausnahmefällen, und zwar in der Regel erst dann, wenn andere Strafmittel erfolglos geblieben sind, an­zuwenden, stets mit Maß und Vorsicht auszuüben und insbesondere bei Mädchen thunlichst zu ver­meiden ist. Die Schulbehörden der Provinz haben dafür zu sorgen, daß diese Verfügung allen Lehrern und allen Lehrerinnen der Schulen ihres Aufsichtsbe­zirkes zur Kenntnis gebracht wird, und auf geeignete Weise zu veranlassen, daß auch die künftig an diesen Schulen anzustellenden Lehrer und Lehrerinnen mit derselben bekannt gemacht werden. Königl. Regierung, Abteilung für Kirchen- und Schulwesen, v. Rumohr." Der Bundesrat nahm in seiner heutigen Sitzung die Ausschußanträge betreffend die Ergänzung der vorläufigen Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetze über die Besteuerung des Branntweins an und stimmte dem Ausschußberichte über den Gesetzentwurf betteffend den Verkehr mit Wein, uebst den darauf bezüglichen Eingaben zu.

Unmittelbar nach der Beratung der Aufhe­bung des Identitätsnachweises bei der Ausfuhr von Getreide wird der deutsche Landwirtschaftsrat, deffen Session heute ihren Anfang nimmt, die Erhöhung der landwirtschaftlichen Zölle in Beratung ziehen. Beide Fragen stehen in einem inneren Zusammen­hänge und werden auch als solche in den Referaten behandelt; während aber, wie wir mitgeteilt haben, Referent und Korreferent bezüglich der Aufhebung des Identitätsnachweises zu verschiedenem Urteil ge­langt sind, befinden sich die mit dem Referat und dem Korreferat über die Erhöhung der landwirt­schaftlichen Zölle betrauten Mitglieder des Landwirt­schaftsrats in Uebereinstimmung: Beide erklären diese Erhöhung für notwendig. Der Referent geht von der Wahrnehmung aus, daß die Befürchtungen und Hoffnungen, welche sich an die Erhöhung dieser Zölle im Jahre 1885 geknüpft, sich nicht erfüllt haben. Weder sei die von den Gegnern der Novelle vorher­gesagte Brotverteuerung, der Untergang der Mühlen­industrie und die Bereicherung des Großgrundbesitzers auf Kosten der Gesamtbevölkerung eingetroffen, noch sei der deutsche Landwirt in den Stand gesetzt worden, mit dem Auslande zu konkurrieren oder mindestens

zurückdenken bet Ihren Worten, mein Freund. Wie wenig Liebe ist mir zu Teil geworden, .und daß ich geworden, wie ich bin, es ist nicht mir allein zur Last zu legen. Ich hatte auch eine Mutter, sie war sehr schön; aber ihr Herz war so vielfach in Anspruch ge* ncmnten von der Welt, daß ihr wenig für ihre Kinder blieb. In meinen Kindhettserinnernngett herrschen hauptsächlich jene Augenblicke vor, in deueu ich, scheu in einen Winkel gedrückt, im Zimmer ge­standen, um die Mama in ihren schönen Kleidern zu bewundern, ehe sie zu einer Festlichkeit fuhr. Bis­weilen wagte ich eS, ganz leise den glänzenden Seidenstoff ihres Kleides zn berühren. Wenn Be­such bei den Ellern war, dann wurde ich wohl auch iu den Solon gerufen, um den Damen und Herren meinen Kuix zu machen; dazu wurde mir auch ein hübsches Kleidchen angezogen und die Damen und Herren sagten meiner Mutter, daß ich ein schönes Kind sei und daß ich ihr ähnlich sähe, und schenkten mir allerlei Zuckerwerk.

Meine Mutter fuhr auch bisweilen mit mir spa­zieren und kaufte mir viele hübsche Dinge. Sie war wohl j immer gut gegen mich, ohne doch meinem liebebedürftigen Kinderherzen jemals ein wenig Zärt­lichkeit zn Teil werden zu lassen. Mit meinen kleinen Leiden und Freuden mußte ich mich an die Bonne wenden. Aber Sie werden mich gar nicht verstehen; Sie haben sich gewiß niemals mit einer großen Sehnsucht nach ein wenig Liebe so ganz und gar verlassen und einsam gefühlt?"

O, doch. Es hat eine solche Zett gegeben. Nachdem ich meine Eltern verloren und meine Freunde verlaffen hatte, um im Jagen nach dem täglichen Brot da fern hinauf in den Norden, in eine Art von Verbannung zu gehen, da habe ich diese Einsamkeit deS Herzens kennen gelernt." Da plötzlich stand das Bild der kleinen Grethe vor seiner Seele. War es doch ihr liebes Lächeln, das ihn zuerst au» dieser Vereinsamung gelöst; aber er wollte nicht an sie denken, nicht jetzt, nicht hier. Und wie um den Gedanken

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Illustriertes Sonntagsblatt.

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i zeugungen bezahlt, die ihm wiederum der Minister !>0, liefert, den der Deputierte im Besitz seines Porte­

feuilles erhält. In England andererseits ist nicht

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Was diesen Erscheinungen aber ihr besonderes

1,40

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: völkerungsklassen, die an Idiotismus grenzt, augen­fällig. Der Polizeiches von London fügt sich den Geboten von Abordnungen, die ihm ein Haufe von Anarchisten und Vagabonden auf das Bureau schickt,

nur ein Verfall der Kraft der obrigkeitlichen Autorität, - sondern auch eine Zerrüttung des patriotischen Pflicht- gesühls seiner Staatsmänner, die sie in demagogische Manieren verfallen läßt, und eine Abstumpfung des politischen Urteils selbst in seinen gebildeteren Be-

: den unen tigen

»sie. ff- bad;.

neben den bestehenden Institutionen in Frankreich Md England nicht als ein zufälliges Anhängsel nebenherlaufen, sondern sich folgerichtig aus ihnen entwickelt haben und aus ihnen heraus ihre Abstellung md Heilung nicht finden können. Wie können die französischen Deputierten und Minister aufhören, l für die ihnen geleistete Unterstützung aus der Staats- ichpe zu zahlen, so lange sie nichts genauer wissen, als daß jeder Versuch von ihrer Seite, den Unfug dieser Handelsbeziehungen zu sistieren, zu keinem anderen Ergebnis führen wird, als zu ihrer Ersetzung durch gefügigere Leute so lange der feste Punkt

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zu nehmen."

Ah, ganz wie meine Gewohnheit.

Thee in den Hatels ist schlecht."

Ich bereite ihn mir selbst.*

Dann freilich wirb er gut sei».

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spräch mit Hortense vertiefen konnte. Zuerst galt es natürlich, ihr frenubschastliches Einvernehmen wieber herzustellen, was auch nach einem feierlichen Versprechen nie wieder auf Abwege zu geraten, wie gestern, ge­lang. Graf Darnmark» Vorschlag, nach Schluß des Concertes noch irgend eine andere Zerstreuung anfzu- snche», lehnte sie bestimmt ab und Fritz erbat sich sie nach Hause geleiten zu dürfen.

ES war eine herrliche Wiuternacht. Der Himmel, so viel man davon unten auf den gasbeleuchteten Straßen erblicken konnte, war sternklar, und der Mond mühte sich vergebens, mit Gaslaternen zu concurriren. Hortense bat, man möge zu Fuß gehn und legte ihre Hand leicht auf Fritzs Arm. Er brückte die schmalen Finger an feine Brust; aber sofort wurde ihm die Hand entzogen.

Ich thne eS gewiß nicht mehr," bat er, und bann gingen sie plaudernd mit einander durch bas lebhafte Gewühl ber Straßen.

Sie haben noch nicht soupirt,* sagte Fritz, als sie im Hotel an dem Speisesaal vorübergingen.

Ich pflege des Abends nur eine Taffe Thee

scher isch. r.

fehlt, von dem aus der Kreislauf zwischen dem hungrigen oder ämter- und ordensgierigen Wähler und der mit allerhand guten Dingen vollgepfropften Tasche des Ministers durchbrochen werden kann? Und England hatte seine feste Autorität, zwar nicht, wenigstens nicht thatsächlich, die des Königtums, aber doch die des Parlaments, solange die Nobility und Gentry in geschlossener Gliederung und mit Hilfe eines zweckentsprechend eingerichteten Wahlapparats das Land beherrschten. Seitdem diese Gliederung aber unter der Einwirkung der vom Kontinent ein­dringenden radikalen Ideen gelockert ist und das Wahlrecht eine weitere Ausdehnung erhalten hat, geht die Herrschaft mehr und mehr an die Masse über, die das Parlament zusammensetzt und durch das Parlament den Willen der Krone bestimmt, und der Polizeipräsident von London, der seine Zeit erkannt hat, weiß, was er dem neuen Souveränmit dem knoblauchduftenden Atem", wie Shakespeare sagen würde, schuldig ist, und Gladstone, mit welchem Phrasenfutter derselbe beköstigt, umschmeichelt und gewonnen werden muß.

Man hat auch ohne diese lehrreichen und ab­schreckenden Erfahrungsbeispiele in Deutschland längst erkannt, selbst in Kreisen, die früher dem Irrlicht liberaler Abstraktionen folgten, daß nur die Staats­form eine Gewähr gegen die Gefahr ähnlicher Zer­rüttungen bietet, die dem Spiel des persönlichen Ehr­geizes, der Bereicherungssucht und der Volksauf- wühlung in dem über allen diesen kleinen und ephemeren Interessen stehenden, mit wirklicher Herrschergewalt bekleideten Königtum eine feste Schranke setzt, an der alle jene trüben Wellen sich brechen. Ist dieser feste Punkt vorhanden, wie bei uns in Deutschland, so kann die Frage, wie neben ihm der Volkswille, dem ein verständiges Staatssystem ein bestimmtes Maß von Anteil an der Ordnung der Landesangelegenheiten einräumt, herausdestilliert werden soll, von minderer Bedeutung erscheinen. Nur muß man von vornherein der Selbsttäuschung entsagen, daß auf irgend einem der Wege, die denkbar sind, um den wahren oder den in seinem Urteil reifsten Volkswillen zu ermitteln, mehr gewonnen werden kann als Stückwerk, oder daß von allen möglichen Wegen nicht derjenige die meisten Gefahren in sich schließt, der den Verstand da schöpfen will, wo er von je her am wenigsten gewesen ist und in alle Ewigkeit am wenigsten fein wird, bei dem großen Haufen. Denn dieöffentliche Meinung", zu der Hans und Kunz ihr Votum gleich­wertig mit jedem anderen beisteuern, ist noch heute wie zu allen Zeiten die Flugsandwelle, die jeder Wind

skeller it em- irfen: 0 M. Glas.

M., Glas.

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sofort 2,50. L fr 2,50,

Böses Gewissen.

Original-Roman von Tr. Rindler.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

Endlich setzte sich Fritz nieder, um an Hortense M schreiben.

Da ließ sich Graf Darnmark bet ihm melde», ber kam, ihm zu feiner Rettung ans ber Gefahr Glück fr« wünschen. Er sollte den ganzen Hergang noch einmal erzählen, aber Fritz hatte nicht die Ruhe dazu. As ber Graf, ber ein leidenschaftlicher Mufikenthnfiast var, ihm vorschlug, mit ihm ein Concert zu besuchen «ud im gleichen Augenblick Joseph zurückkam und Meldete, daß Fräulein Donalis soeben ausgefahren sei, er also auf den Brief keine Antwort habe erlangen können, die Jungfer auch nicht wisse, wo ihre Herrin den Abend zubringen werde, entschloß sich Fritz, ber V Aufforderung Folge zu leisten, nur um nicht den Mzen Abend über mit seiner Enttäuschung über L Hortenses Benehmen allein zu sein. Der Graf mit seiner unerschöpflichen Unterhaltuugsgabe würde me» «ififten verhindern, daß er feinen Gedanken gar zu ast Audienz gab.

. Als sie in die Loge eintraten, die der Graf für W genommen, saß dort bereits, gegen den Zuschauer, »tont durch die halb vorgezogenen Gardinen verdeckt,

Wollen Sie ihn versuchen?" t

Er verneigte sich zustimmend und sie traten in Hortenses kleinen Solon. Die rote Ampel goß ihr träumerisches.Licht über den kleinen Raum aus, und Marion stand' knixenb hinter einem für zwei Personen gedeckten Tischchen. Hortense selbst füllte und reichte ihm die Taffe. Sie konnte nie schöner fein als jetzt, sagte er sich, wie er bei hundert anderen Gelegenheiten sich auch schon gesagt. Das feine Aroma des heißen Getränkes dnrchbnftkte den Raum; das schöne Weib ihm gegenüber lächelte und teilte ihm mit schlanken Fingern allerlei Süßigkeiten zu, dazu ber magische Schein ber Ampel: es war wie in einem Märchen. Jetzt

Are öffentliche Meinung.

In den letzten Wochen sind einige grelle Schlag­lichter auf schwere Schäden in den öffentlichen Zu- Mden Frankreichs und Englands gefallen, die zu (Erörterungen über die Ursachen dieser Krankheits- Erscheinungen anregen mußten. Man kennt die schmutzigen Skandale und Beschuldigungen, die sich an die Namen Cafsarel, Andlau und Wilson knüpfen, aber mehr als diese einzelnen Vorkommnisse will schließlich sagen, daß ein so ernsthaftes Blatt, wie derTemps", das ganze heutige offizielle und parlamentarische Frankreich als eine Trinkgelderbude bezeichnet, in welcher der Deputierte den Wähler, dem er sein Mandat ver­dankt, mit kleinen Aemtern und sonstigen Gunstbe-

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Wöchentliche Beilagen: Kreis - Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. «och.

Gepräge und ihre allgemeinere, auch uns berührende Bedeutung verleiht, das ist die Thatsache, daß sie

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Md weiß endlosen aufreizenden Kundgebungen und Prügeleien zwischen seinen Beamten und dem Pöbel in den Straßen der Hauptstadt kein Ziel zu setzen. Und Gladstone, dergroße alte Mann", ber frühere Md, wenn es das Glück will, zukünftige Premier- mmister der Königin von England, reist im Lande umher und hält, nachdem man ihn mit einer religiösen Hymne begrüßt hat, vor respektablen Leuten, die über - Heine Worte in rasenden Beifallsjubel ausbrechen, ' 7'In Brandreden gegen die Obrigkeit.

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes,

Feiertagen. - Quartal-AdonnementS-Preis bei derExpe- sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler

dition 2«/. Mk., bei den Postämtern 2 Mk 50 Pfg. (exkl. t in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXII. fcUDntUtKI,

Bestellgeld). Jnseriir-nsgebühr für die gespaltene Zeile S0NNav6N0. 5. 911)06111061 1887. Moffe in Frankfurta. M.,Berlin,Münchenu. Köln; B- L. v / r, a

10 Psg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. f Daube u. Co. m Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris.

«ne Dame. Hortense," rief Fritz überrascht, setzte «6« sofort verbessernd hinzu:Fräulein Donalis." Ten Grasen wünschte er nach dem Nordpol oder sonst eine unwirtliche Gegend, nur aus dieser Loge hinaus. Da bas aber nichts half, sah er sich doch t ba» | « die unangenehme Lage versetzt, ihn ber Dame öorzustellen nnb ber Graf war ein schöner nnb in» uressanter Mann, bas war ihm nicht abzusprechen.

Zu Fritz großer Beftiebignng schienen bie Beiden «ber dennoch wenig Eindruck auf einander zu machen, ®«b außerdem hatte ber Graf halb nur noch Siu» für die Musik nnb schien außer ihr nichts zu hören tsb zu sehen, so baß Fritz sich ungestört in ein Ge»