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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - Illustriertes Sonutagsblatt
Expedttiou: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Lug. Koch.
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Für die Monate November und
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mit deren Beiblätter
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sprechend, haben wir auch ein Wochen-Abonnement zum Preise
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Zeitungen darauf hin, daß die französische De Bange- Kanone der Kruppschen bei weitem vorzuziehen, daß es unter allen Umständen aber nicht zu verantworten sei, die in Rede stehenden Bestellungen auf Artillerie- Material der inländischen, d. h. der belgischen Industrie zu entziehen. Daß Belgien zur Zeit eine eingerichtete Fabrik für Geschützmaterial überhaupt nicht hat (denn die Cockerillsche Fabrik hat erst einige Ber- suchsgeschütze nach Kruppschem Modell angefertigt), und daß es gegenwärtig nicht angezeigt ist, viel Zeit durch Experimente zu verlieren, wird hierbei verschwiegen. Die Vorzüglichkeit der französischen De Bange-Kanone wird immer wieder unter Bezugnahme auf die hinreichend gekennzeichnete Bestellung in Serbien behauptet, dabei aber unbemerkt gelassen, daß sich seit dieser serbischen Bestellung noch kein Staat wieder hat bereit finden lasten, die De Bange- Kanone bei sich einzuführen. Abgesehen von einer schon vor längerer Zeit von Mexiko erteilten Bestellung, ist die serbische durch das Comptoir d'es- compte vermittelte Bestellung vielmehr bisher die einzige gewesen, welche De Bange überhaupt erhalten hat. In anbetracht dieser Sachlage ist es von Jw- tereste, die Verhandlungen, welche im belgischen Senate vom 24. Juni d. Js. stattgefunden haben, zu lesen. In der Sitzung von diesem Tage hat der belgische Kriegsminister Veranlassung genommen, sich über die belgische Artilleriefrage zu verbreiten, um, wie er selbst sagt, den Tadel, welchem in letzter Zeit die belgische Artillerie ausgesetzt gewesen ist, ein für alle Mal entgegenzutreten. Bei uns in Deutschland ist es bekannt, daß an der Spitze der belgischen Artillerie ein Mann von hoher Fähigkeit' und Sachkenntnis steht, der Generalleutnant Nicaise, welcher mit Fug und Recht für sich persönlich das Verdienst in Anspruch nehmen kann, die belgische Artillerie auf den anerkannt guten Stand, auf dem sie sich befindet, gebracht zu haben. Er war es, gegen den sich die Angriffe in der belgischen Preste vorzugsweise richteten, deshalb erklärte der Kriegsminister in der gedachten Sitzung, daß er es sich zur Pflicht mache, dielen hohen Offizier zu rechtfertigen, der, wie der Minister wörtlich sagte, seiner Waffe zur Ehre gereichte und dessen intelligenter Initiative und beharrlicher Ausdauer zum größten Teile der Ruf zn verdanken sei, welchen die belgische Artillerie in Europa genießt. Im Verfolg seiner Ausführungen giebt der belgische Kriegsminister, General Pontus, welchem selbst eine außergewöhnliche Sachkenntnis in Artilleriefragen nachgerühmt wird, umfassende Mitteilungen über den heutigen Stand der Artilleriefrage in Belgien,
von 20 Psg. eingerichtet, Bestellungen unter Beifügung des Betrages werden stets von Montag an bei der Unterzeichneten ent-
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Gautsch den Laufpaß zu geben. Das hat der Premierminister verweigert und er kann es auch nicht thun, denn damit machte er die Reichstagsmehrheit zu seinem Herrn und müßte künftig thun, was ihm vorgeschrieben würde. Es sind nun eifrige Unterhandlungen im Wege, um die fatale Geschichte auszugleichen, und man kann wohl annehmen, daß am Ende auch ein paffendes Mittel in einer kleinen Nachgiebigkeit der Regierung, der auch der am meisten interessierte Unterrichtsminister zustimmen kann, gefunden wird; aber die ganze Affaire ist doch geeignet, ernste Bedenken bezüglich des künftigen inneren Lebens in Oesterreich hervorzurufen. Graf Taaffe hat den Parteien, auf welche er sich bisher stützte, so lange und so viel nachgegeben, hat diese Unterstützung so theuer bezahlt, daß bei ihnen alle Zaghaftigkeit geschwunden ist. Die Czechen und ihre Verbündeten bitten und wünschen nicht mehr, die Zeiten sind vorbei, sie fordern und drohen. Wenn jetzt der Streit durch einen Ausgleich beseitigt wird, so wird es naturgemäß in Wochen oder Monaten abermals Zank geben und zuletzt wird es doch zum Bruch kommen. Die deutschen Parteien in Oesterreich haben längst diese Entwickelung der inneren Verhältnisse angekündigt, und nun scheint der Anfang vom Ende auch richtig da zu sein, d. h. der Anfang vom Ende des Kabinetts Taaffe.
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Versöhnung war doch: Gleiches Recht für alle Nationen! Die Deutschen wollten gewiß nicht mehr haben, als Czechen, Polen und Slovenen, aber sie, der Kernstamm des ganzen Staates, wollten sich auch von den anderen nicht ducken kaffen. Und sie sollten geduckt werden, daran ist kein Zweifel! Die Attentate gegen das deutsche Bürgertum, die deuffche Bildung und die deutsche Sprache sind zahlreich, nur zu zahlreich; die Fälle, in welchen diese Angriffe in ihre Grenzen zurückgewiesen wurden, hingegen äußerst gering. Alle Reklamationen, alle Vorstellungen bei der Regierung in Wien halfen nichts, selbst bei solchen exorbitanten Vorkommniffen, wie in Königinhof, schritt diese nur äußerst lässig ein, denn Graf Taaffe brauchte seine Mehrheit im Reichsrate. Schritt für Schritt wurden die Deuffchen so zurückgedrängt, und es ist ein Jammer, was sich in Böhmen die deutsche Bevölkerung hat bieten laffen müssen.
In dem Nationalitätenhader bildet ein Hauptstreitobjekt naturgemäß die Schule und der Unterricht. Als vor einigen Jahren der Unterrichtsminifter Baron Conrad den Czechen, die in dem ganzen Kampfe gegen das Deutschtum in der ersten Reihe marschieren, nicht ganz zu Willen sein wollte, mußte er abtreten und der noch sehr jugendliche Geheimrat v. Gauffch, er ist heute erst fünfunddreißig Jahre, wurde Unterrichtsminister. Von dem wurde nun erwartet, er werde alle czechischen Forderungen ohne weiteres zugestehen. Die Regierung gab auch in manchem bereitwillig nach und eine Zeit lang war alles gut. Dann unternahm Minister von Gauffch einmal eine Inspektionsreise und machte dabei in den czechischen Schulen recht traurige Erfahrungen. Er tadelte offen und scharf und darüber gab es schon einen furchtbaren Lärm.
In diesem Sommer folgt nun ein die Mittelschulen betreffender Erlaß des Ministers, infolgedeffen auch eine Anzahl von czechischen Mittelschulen zur Schließung vorgemerkt wurde. Seitdem behaupten die Czechen, die Welt werde aus den Fugen gehen, wenn dieser Erlaß nicht zurückgenommen werde, und der Skandal übersteigt jetzt, wo in Wien die Parlamentsverhandlungen wieder begonnen haben, geradezu alles Maß und Ziel. Gauffch soll seinen Erlaß zurücknehmen, so fordern die Czechen und die mit ihnen verbündeten Deuffchfeinde, denen die Gelegenheit günstig erscheint, der Regierung neue Konzessionen auf Kosten der Deuffchen abznzwacken. Der Unter« richtsminister denkt natürlich nicht daran, sich so zu blamieren. Daraufhin hat man an den Ministerpräsidenten Grafen Taaffe die Forderung gerichtet,
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Graf Taaffe itt der Klemme.
Für die Deutschen in Oesterreich beginnt die
Agentur (Herr Buchbinder Rindt) Bestellungen auf die
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s. Akt Dezember nehmen alle Postan- Anm statten, auf dem Lande die Land- $affeL postboten, sowie in Kirchhain nnsere
Böses Gewissen.
Original-Roman von Xr. Rindler.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
entgegen. »
Bestellungen für hiesige Stadt
Deutsches Leich.
Berlin, 24. Okt. Der Kaiser ist heute mittag um 1 Uhr 15 Minuten zur Jagd nach Wernigerode abgereist. — Aus Anlaß der Allerhöchsten Verordnung vom 25. Mai 1887, betreffend die Einrichtung einer ärztlichen Standesvertretung, macht der Kriegs- Minister bekannt, daß den Militärärzten die Teilnahme an derselben gestattet ist. Seitens der Sanitätsoffiziere des Friedensstandes würde jedoch die Annahme einer auf sie entfallenden Wahl zur Aerzte- kammer von der einzuholenden Erlaubnis des zuständigen Korps-Generalarztes bez. des Generalstabsarztes der Armee abhängig zu machen sein. Militär- Aerzte des Friedensstandes unterliegen in keinem Falle den Disziplinarbefugniffen des Vorstandes der Aerztekammern. — In französisch-belgischen Zeitungen wird die Frage der Armierung der neuanzulegenden Maßbefestigungen seit einiger Zeit in deutschfeindlichem Sinne verhandelt. Man weiß, daß die belgische Regierung die Absicht hat, diese Befestigungen mit deutschen Geschützen auszurüsten, und die zur Vermehrung ihrer Feldartillerie erforderlichen Kanonen bei Krupp zu bestellen. Dem gegenüber weisen die
rfüßep Freitag i» vw zebeten, in dek [5734
Jetzt Versteht fie alles, Ihr alter Freund, Wilhelm ErackseldS einstiger Vormund, halte Recht behalten. JoackiwS Liede war nichts andere- gewesen, als das gefallen an einer frischen Maiendlüthe, deren ersten Dust er für sich begehrte, waS ihm der Muhe wert Wien fie zu pflück.n, um fie doch aber, sobald ein« ttnbere fein Ange f. [feite, fallen zu lasten. Und dies Wöiichte Blume bemerkte eS gar nicht, daß fie der Platz an seinem Herzen längst verloren und füllte,
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Chor
wenn sein Fuß einmal sie achtlos ft reift-, situ, Nahe noch immer beseligend. Sie hätte im Staude langsam welken und sterben müssen, wenn fi- nicht vorher zertreten wurde. Aber nein, soweit sollte das Gleichnis doch nicht ausgedehnt werden können. J.tzt wollte fie leben! —
»Wie die gnädige Frau verändert ist tu dem einem Tage/ flüsterte die Heine Zofe der alten Kammerfrau zu. »Sie geht herum rote im Sallas. Und dock kann fie Einen bisweilen ansehen, als wistr sie alles ganz genau, was um sie her geschieht/
Die Alte wachte darauf mir ein Zeichen mit Kopi und Hand, als wolle fie sagen: ,ES gehen hier jetzt fdlintme Dinge vor." Dann lautete fie nach dem Kinderziwmer hinüber, ans dem das h ll Jauchzen eines KinderstimmchenS tönte. »Da/ sagte fie bunn, .mit d m Kinde kann fie sogar lachen und spielen, rote fie es kaum vor dem Unglück gethan. Wahr- tiafttp, fie ist ein wahrer GotteSsegeu für das Kind.'
Der Tag der Beisitzmrg war gekommen. Clementine li-ß sich von ihrer Zofe in T-auergewäncer kleiden und sich bann in den Saal geleiten, wo auf schwarz «Katafalk, umgeben von hochragenden Drangen und Cypr ssilt, der offene Sarg stand. Bei ihrem Eintritt ging ein leises »emurwel durch die Versammlung, die fich zumeist aus Neugierigen zusawmen- I tzle, welche die schöne, junge Wittroe in ihrem Schme z beobachten wollten, denn:
Sahst Du die Schönheit nie im Augenblick des
Leidens, —
Niemals hast Du die Schönheit geiehn!
und die vor allen Dingen an jede Miene, jede Be roegnng der Trauernden ihre Mutmaßungen knüpsin wi llt.n, ob fie auch in Zukunft bleiben würde: „bas Btto ohne ®nabe/
Clementine nahm ihren Platz zunächst des Sarges ein. Anfangs wogte fie nicht auf den Toten zu bilden. Sie fürchtete, er könne noch jetzt feine Gewalt über fie ausüben. Doch — diese zwingenden,
umringten die jung. Wutwe, ihr Beileid zu bezeugen. Sie ließ eS geschehen, daß der Eine und Andere ihre schmale Hand an die Lippen zog, aber fie hatte kein Wort der Erwiderung auf all die gespendeten Tröstungen. Während bann der Sarg geschlossen wurde und die dumpf dröhnenden Harnmersckläge von den sckwarz drapierten Wänden wiederhallten, liest 6 ementine ihr Auge über die Versammlung schweifen. Es war nicht einer darunter der den Toten auf- Iichtig beteuerte. Er hatte niemals Freunde be» i fff en — nur Neider.
Auf dem Friedhöfe draußen folgte dann noch, als der Sarg in die Gruft gesenkt war, nach einer kurzen Ansprache deS Geistlichen etn gemeinsames G b-t für die Ruhe deS selig Entschlafenen. Eiern« ntine stand dabet mit gefallenen Händen, aber fie sp ach daS Gebet nicht mit.-------
Sm nächsten Tage saß Clementine in dem Em» pfangSzimmer dem Notar g«genübet, einem älteren Herrn mit «irrem wohlwollenden @kftet.
Er ordnete auf dem Tische bedächtig die Papier», anS brnen er soeben vorgelesen, blickte bann mit feinen klugen scharfen Sagen auf unb sagte: .Sie sind nun genau unterrichtet, Frau Baronin, über bie Bestimmungen b«8 Verstorbenen, rote ihre ganzen Vervältn ff-, die Ihnen eine unbeftbrät Ite Fortführung JhreS komfortablen, ja glänzenden L beuS gewähren. Sie pai rizipteren nur mit dem Kinde an der Hinter- laffensckaft.'
.So verfügte — der Tote/ setzte die junge Fran hinzu.
.Nanz recht!' nickte der alte Herr.
Cl« meutine blickte auf, und zum ersten Male während der ganzen Zeit tn die klug n, scharfen Augen ih es GasteS. .So verfugte der Zote, garz reckst, wi derholte fie und ihr klangvolles O-gan war hart. .Wer tagt aber, daß t<b mich ti.sin Verfügungen unterwerf«? — Ich will keinen Psinnig von seinem Gelde!' Sie sprang auf unb schlitt einigemal im Zimmer ans und nieder.
betüöreiten Aug«n waren g«f luffen — feine Mach! Mtbrocb-n. Es war eine eigentümliche Klarheit, di sie »bei kommen. Sl> hörte sids von den Gästen g.flüverte Wo t, verfolgte dabei die R-de des P >- oig- s, die ihr H«-z Wort für Wort Lug-u strafte, uns pr-ßte die Lippen fest zusammen, nm bei den LobeSerh düngen fu den Tot. n nichl wieder in jenes geller.de, höhnische Lach-n auSzudiechen.
.Lüge, Lüge, alles Lüg, !* firrte eS in ihre» Herzen, währ nd der Pr big-t sprach von dem edlen Herzen des Dah-ng«sltted«nen, der im Ueberfluß b.r notleidenden Brü r nicht vig-ssen, deffen Nam.n Iiels genannt wurde, wo S galt, Thräu-n zu t ocknen. Hatte er aber j Mais aus .iuem anderen Grunde ge geben, als um genannt zu «erd u, um Mil seinen, R-llchtn >« zu p adlen? Uns der Pi-diger sprach ueter von Dem V isto den u, wie er tn der langen etrankheit fein-r G mahlin als «amaiitrr b i ihr auSgehant und daß st 'S nächst Gott vor all m wohl f tuet sorgenden Lieb« zu bant-n habe, baß fi j tzt wsider aenes n, m«nn auw schm rzg«b och-n, in. mitten der Leidtragenden erscheinen konnte.
,O, über diesen barmh izi>en @au artter, be seiner jungen Gattin bi Treu btaar, während st alt' dem Krankenlager fich in Sehnsuckst nach ihm verzehrte u b ihre Se> le sein m Kusse «ntgegen schrnacht-te, nm bann die s lt neu B o amen fein, r Zäititelest hinzunehlmn, wie e ne unverdiente Gnade.'
Warum sollt fie dieser Lua nkomödie nicht ein Ende macken durch ein einzig « Wort. WaS hindert, fie daran?
Da flusteite einer der Gäste hinter ihr einem an. deren zu: .Der Gute bat unfern Heben Baron bei Lebzeiten nicht gekannt, sonst mürbe er wohl andere Tugenden an idm zu rühmen haben.'
Die junge Frau neigte das Haupt unb führt, sas Spitzentuch an die Lippen, nm zu verbergen, wi sich die Zähne tief in die Urne sippe giub-n und ein pnipmuer T opfen langsam davon nvberrann.
Endlich war die Feierlichkeit zu Ende. Die Gäste
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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d- Blattes, sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a. SR., Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIL Mratrna. Moffe in Frankfurt a. M., Berlin. München u. Köln; G. L.
Daube u. Co. in Frankfurt a. SR., Berlin, Hannover. Paris.
Knau des Momentes zu entfernten, in welchem er •Men oder jenen berührt — der Mann, den fie so «*r alles geliebt, und der nichts war als ein übe« mtrtgter Wüstling. Sie sank auf die Polster zurück. 3hre Augen hefteten fich starr auf die Poittere, ihr Ng« nüber — fie verdeckt den Eingang zu dem Arbeitszimmer ihres Gemahls. Ein krawpfhasteS Zucken ?'ht über ihr Erficht unb ihre Hand ballt sich zur Must, als fie jener ersten Nacht tn jenem Zimmer
tthftr 8ttocfen - *n eine ihnen bargebotene Haub herzlich -- - iwzuschlagen. Aber bie Grundbedingung einer solchen
° Stunde der Genugthuung zu schlagen! Zwar haben die deutschen Abgeordneten im Oesterreichischen Reichsrat zu Wien nicht immer mit voller politischer Klug-
läten im österreichischen Kaiserstaate mit einander Oer» sthnen, und die Deuffchen wären wahrhaftig bereit
nehmen unsere Expedition und Oimfere Zeitungsträger an.
Mehrfachen Wünschen ent-
ain.
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1
Sie heftete bie Augen auf die zufammengezogenen Fenstervorhänge, auf denen draußen bte Helle FrühlingS- : r Mine lag. Rings war es so still — wie gestern. Rur waren da die Vorhänge zmückgeschlagen gewesen, so daß fie von ihrem Platz gerade hiueinsckauen konntr in die sonnendurchleuchtete Bläue des FrühlingS- hiwmels. Da brachte man ihr ihn. Sie fi-ht fich fchmeizgebrochen bei ihm niedergesunken, und wieder bricht jent8 gellende Lachen von ihren Lippen, daß bie Zote erschreckt zwischen der Portiere erscheint, «der fie wird von der Herrin nickt dem rkt und zieht stch geräuschlos wieder zurück. DaS Lachen betet [ih ab, wie es hei borge quollen und Ci. meutine erhebt fich ein wenig und blickt im Zimmer umher, wolle fie die Erinnerungen wecken, die fich für sie an jeden Gegenstand knüpfen. Sie weiß fich noch
Preis
rantte. gegengenommen und die Zeitung stocke i ‘ .....
)e Ä -i f heit gebandelt, und es ist die Frage, ob die Dinge . 5088 ®* »deuffchen" Oesterreich so weit zu kommen brauchten, lqeaen- ®’e bei der „Versöhnungspolitik" des Minister- siwirtb Präsidenten Grafen Taaffe gekommen sind, aber das föerrn ®nncn dock mit gutem Gewissen sagen, daß sie ® titdhi natnafan fttth VnoTrfto SnA SIPtMtftowitnt hott
ch nicht gewesen sind, welche das Ministerium den ^jechen, Polen, Slovenen rc. in die Arme getrieben --haben. Gras Taaffe wollte bie verschiedenen Nationali-
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und
Feiertagen — Quartal-AbonnementS-Preis beiderExpe- wlUtVIKlI«
ditionL'^Mk-, bei den Postämtern 2Mk 50 Psg. (exll. ™
Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die g-spaltene Zeile MlttWvch, 26. Oktober 1887.
10 Psg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. "