rentin-
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - Illustriertes Soimtagsblatt.
Dame, ofcil hjz lde gifte
n.
llhrb«
(544}
'reit
en.
ier.
Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Lerlag von Joh. Aug. Koch.
ntet
M 240
r!887,
einer offensiven Politik bietet, welche ihre Spitze
Vt
gegenkommendsten Weise beigelegt worden. Daneben aber zieht sich zugleich wie ein roter Faden durch die deutsche auswärtige Politik der Gedanke, auch den wirtschaftlichen Einfluß Deutschlands in den Dienst einer konsequenten Friedenspolitik zu stellen. Als Operationsfeld dieser Politik bietet sich vor allem Rußland. Die Finanzen sind die schwächste Seite des im Uebrigen offenbar in rascher Entwickelung begriffenen Zarenreichs. Selbst zur Deckung der laufenden Bedürfnisse derselben muß regelmäßig zu Anleihen
1t»
L ab- 5490 luchh.
mielheu.
ath
:r.
neinem; fortan den deutschen Markt zu verschließen und das l!r. 18 । deutsche Publikum zur Veränderung seines Besitzes
im Bonambasi und des Aufenthaltes in Eokau waren mehrere Matrosen am Fieber erkrankt. Sie wurden an Bord des „Habicht" gebracht, der seewärts dampfte, um auf einer Spazierfahrt die Gesundheit der Kranken am sichersten wiederherzustellen. Die beiden liebel» thäter sind schon zu Kreuz gekrochen übrigens. Sie haben sich bereit erklärt, und die Strafe auszubringen und schon eine Anzahlung geleistet. Nun ist wieder Alles still am Kamerunstrand.
voraussichtlich zugleich dazu beitragen, Rußland zur Aenderung seiner dem deuffchen Jntereffe so überaus feindlichen Zoll- und Verkehrspolitik zu bewegen. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, daß demnächst Schritte nach dieser Richtung zu erwarten sind, zumal dieselben zugleich zum Schutze der bedrängten Landwirtschaft dienen würden.
die bulgarische Frage so behandelt, daß Rußland keinen Anlaß zur Empfindlichkeit hat, ebenso sind die Affairen । Schnäbele sen. und jun., sowie Brignon in der ent-
iethen. 19.
f dem i zur t mit
l
mer, 1
img.
»a.
t Gesang
i von solchen Papieren zu veranlassen.
Noch ungleich wirksamer würde eine empfindliche
Reize keuscher Weibltchkett. Sie hallen Beide einen Mann geliebt, aber er liebte mtr sie, ihre schöne Ma.ie. Wie wäre e8 auch anders möglich gewesen? Sie verstand nur zu wohl, daß es so hatte kommen müssen. Deshalb seufzte sie auf di« Frage deS Bruders tu diese Gedanken verloren: „Du lieber Gott!--"
„Sieh, bitte, diesen Stoßseufzer auch als meine Antwort auf die gleiche Frage an."
„Das sollte nickt meine Antwort sein. — Ich that es nicht um bei Dir bleiben zu können."
Er sah mit einem halb spöttischen, halb mitleidigen Blick auf ste nieder. „Gut! So unterließ ich es also, damit Du bei mir bleiben konntest, denn eine junge Frau hätte schwerlich darein gewilligt, die Herrschaft im Hause mit einer so despotischen Person, wie Du bist, zu teilen."
Martha hätte sich sicher gegen die Anklage, welche diese Worte enthirllen, verwahrt, hätte nicht in diesem Augenblick die Uhr geschlagen und ste erinnert, daß es hohe Zeit sei, wenn sie ihr Vorhaben, den Bruder umzustimmen zu versuchen, noch zur Ausführung bringen wollte. Sie ging also einige Minuten schweigend an seiner Seite her. Endlich begann sie mit einem möglichst unbefangenen Ton: „In einer halben Stunde muß der Notar hier sein."
„Das weiß ich. Weshalb fängst Du immer von Neuem davon an? Meinst Du, ich denke nicht schon von selbst genug au meinen Tod?"
„Aber Wilhelm! Ich glaube nur, Du würdest die Zeit bis dahin gern benutze», um noch einmal über aller nachzudenken. Deshalb erinnerte ich Dich daran."
„Bombenelemeut noch einmal, ich sage Dir, wenn ich einen Entschluß gefaßt habe, so bringt mich kein Teufel mehr davon ab. Du hast selbst genug, oder doch so viel Vermögen, daß eine alte Jungfer, wie Du doch nun einmal bist, sich damit eiurichten kann. All Deine diplomatischen Reden werden Dir dock nicht helfen, mir ein Legat adzuzwacken. Bei allen
Böses Gewisse«.
Original-Roman von Tr. Rindler.
(Rachdruck verboten.)
„Das kommt, weil Dn zu lange gesessen," sagte Martha, ihre Arbeit niederliegend. »Der Arzt sagte, Du müßtest immer von Zeit zu Zett im Zimmer auf und niedergehen, um eine völlige Blutstockung zu verhindern."
,3a, wenn solch ein Unruhteufel in mir steckte, wie in Dir."
,Jck, unruhig!" sagte sie aufstehend. ,3ch habe mich seit dem Mittagessen nicht vom Platze gerührt."
„Natürlich nicht," entgegnete er, während sie vorsichtig die Decke, die über seine Äntte gebreitet gewesen, bei Sette legte. .Natürlich nicht, schon um mir nicht etwa eine Tafle Kaffee besorgen zu müssen, weil Du weißt, daß mir das angenehm gewesen wäre."
.Der Arzt hat Dir den Kaffee streng verboten."
.Der Arzt und immer wieder der Arzt! Er verbietet mir, wie es scheint, aller, was Dir unbequem ist. Bei allen Tornistern der Armee, 's ist 'ne Strafe, auf Dich angewiesen zu sein!" Dabei richtete er sich mit Hilfe der Schwester mühsam ans.
.DaS ist Deine Schuld," entgegnete sie ein wenig scharf. .Du könntest jetzt Frau und Kinder haben, die Dich pflegen; weshalb hast Dn Dich nicht ver. heiratet?"
Da stand er und stieß einen SchmerzmSlaut ans. „Das verwünschte Bein! — Aber, wenn ich fragen darf, weshalb thatest Dn es nicht?"
Sie gingen gerade an dem bis' zum Fußboden reichenden Pfellerspiegel vorüber. Ste warf einen Blick auf das Bild, das er zurückstrahlte und seufzte. Der Bruder mit seiner hohen, hageren Gestalt, in seiner Obersteuuniform, der sich jetzt, peinlich vorwärts- sckreitend, auf ihre Schulter stützte, war einmal ein schöner Dtann gewesen, dem die Wahl frei stand unter den Töchtern des Landes. Sie aber--
Ihr Blick glitt an ihrer kleinen verwachsenen Gestalt nieder und ein bitteres Lächeln legte sich um ihren Mund, während im Geist das Bild der nur um ein Jahr jüngeren Schwester an ihre Seite trat, Wilhelms Ebenbild, nur gemildert und noch verschönt durch die
Deutsches Reich.
Berlin, 11. Okt. Die „Nordd. Allgem. Ztg." berichtet: Auf Veranlassung der Minister des Handels und des Kultus werde für die nächstjährige Münchener Kunstgewerbeausstellung die Bildung eines Landeskomitees und Geschäftsausschusses vorbereitet. Das Landeskomitee würde mit dem Münchener Direktorium in Verbindung treten und dann die in anderen Städten der Monarchie enfftehenden Komitees auffordern, sich ihm anzuschließen. — Der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten hat unterm 26. Sept. er. an die Regierungen folgende Zirkularverfügung erlassen : „Die ungewöhnliche Steigerung der Pensionszahlung für Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen Volksschulen veranlaßt mich, der königlichen Regierung nachdrücklich zur Pflicht zu machen, die Versetzung der Lehrer in den Ruhestand nur bei vorliegender zwingender Notwendigkeit eintreten zu laffen, da sonst nicht nur eine übermäßige Belastung der Staatskasse mit Pensionszahlungen, sondern auch ernstliche Schwierigkeiten für die Besetzung frei werdender Stellen erwartet werden müssen." — Nachträglichem Vernehmen nach war an alle deutschen Eisenbahnbetriebsämter, deren Gebiet Crispi auf seiner Reise berührte, vom Reichskanzler das Ersuchen gelangt, den Reisenden während seiner Reise mit Abfordern von Fahrkarten und dergleichen in keiner Weise zu belästigen. Die Reisekosten und alle weiteren damit zusammenhängenden Einzelheiten würden später vom Auswärtigen Amte geregelt werden. — Als Termin für die Einberufung des Reichstages wird jetzt der 14. November genannt.
— Der Staatssekretär des Innern, Herr von Bötticher, ist nunmehr aus Karlsbad zurückgekehrt; sein Befinden ist ein recht befriedigendes uud gestattet ihm wieder, sich mit gewohnter Energie den Geschäften zu widmen. Es beginnen jetzt unter Leitung des Staatssekretärs die Arbeiten für die bevorstehende Reichstagskampagne. Die Gutachten der Bundes- Regierungen über die Alters- und Invalidenversicherung werden geprüft, um auf Grund derselben eventuell Abänderungen an dem Entwürfe vorzu-
In Kamerun
ist, wie schon kurz erwähnt, ein neuer bewaffneter Versuch gemacht, das Monopol der Zwischenhändler zu durchbrechen, welches die notwendige Erschließung des Hinterlandes bis jetzt verhinderte. Ausführlichen Berichten über die Expedition entnehmen wir das Folgende:
Zn den berüchtigten Händlern am Wuri und Abo, Zuflüssen des Kamerun, gehören die „Herren" Etoka in Bonambasi und Singi in Tiko. Etoka hatte vor einiger Zeit eine Karawane überfallen, die Oel und Elfenbein nach Kamerun bringen wollte, ihre Waren annektiert und die Träger festgehalten. Bei dem entstandenen Handgemenge sollen sogar mehrere Eingeborene getötet worden sein. Aehnlich hatte es Singi in Tiko gemacht, nur daß sein diesmaliger Raub nicht so ergiebig ausgefallen war. Etoka war zu einer Geldbuße von 5000 Mk., Singi zu 2000 Mk. verurteilt, zahlten aber nicht, weil sie sich in ihrer Entfernung von Kamerun sicher vor jedem Schuß hielten. Doch die Geduld des Gouverneurs hatte ihre Grenzen und um den Kerlen zu beweisen, daß es kein Spaß mit den Anordnungen und Strafen fei, wurde beschlossen , eine Exekution mit bewaffneter Hand vorzunehmen.
Am 11. Juli, morgens 5 Uhr, dampften vom „Habicht" die Barkasse und Pinasse ab, letztere 2 Bote mit 1 Offizier und je 20 Mann im Schlepptau führend und mit 1 Geschütz bewaffnet und nach einer 8stündigen Fahrt kamen sie in Bonambasi an. Der Kamerun und der Wuri sind beide kolossale Ströme, auf denen in der Regenzeit ein großes Kriegsschiff bequem manövrieren kann. Die kleinen Bote haben gar keine Schwierigkeit, bis zu 100 englischen Meilen weit stromaufwärts zu gehen; nur das Landen ist an den meist sehr sumpfigen Ufern schwierig. Als sich nicht gleich eine bequeme Stelle zum Anlegen fand, sprangen die Mannschaften bis an die Brust ins Wasser und erreichten watend das feste Land. Dann wurde die Kanone ausgeschifft und vorsichtig auf das Dorf losgegangen. Man fand es völlig von Bewohnern verlassen, wahrscheinlich haben diese durch die Trommelsprache Wind davon 'bekommen, was
ihnen drohte. Den beweglichen Besitz hatten sie mitgenommen, nur die Ziegen und Geflügel waren zurückgeblieben. Auf Befehl des Kommandanten der Expedition wurden die Tiere getötet und dann das Dorf zum warnenden Exempel in Brand gesteckt.
Hierauf ging es wieder abwärts bis zu dem Dorfe Etoka, das am rechten Ufer des Kamerun gleich unterhalb des Zusammenfluffes von Wuri und Abo liegt. In Erkau blieb die Expedition zu Nacht und fuhr am anderen Morgen in aller Frühe den Abo hinauf, besten Ufer einen ganz anderen Charakter haben, als die des Wuri. Das Land wird sehr bald hügelig und oberhalb Rokki treten sogar recht schroffe Gebirgsabhänge bis an den Fluß heran. Das Dorf Tiko, der Aufenthalt Singis, liegt am linken Ufer des Abo und bildet eine vollkommene, natürliche Festung. Von der sehr bequemen Landungsstelle führt ein Fußweg etwas bergauf zu zwei Versammlungshäusern, wo der Häuptling seine Angelegenheiten des Krieges und des Handels bespricht. Auf einem etwas höher gelegenen Plateau dahinter liegt das Dorf, dessen einzelne Hütten, wie überall im Kamerungebiet, mit starken Verzäunungen umgeben sind. Hinter dem Dorfe führt der Fußweg durch eine ganz schmale, steile Schlucht, die sich im rechten Winkel biegt, also ganz zu einer Verteidigung durch wenige Mann gemacht ist, nach einem noch höher liegenden Plateau, das sich Singi zu seinem Wohnsitze erkoren hat.
Als die Bote vor Ticko ankamen, war Singi bereits in seinem Palaoerhaus und lud den Gouverneur und den Kommandanten der Expedition ein, mit ihm dort zu verhandeln. Er that sehr demütig und klagte, daß er die Strafe nicht erlegen könne; er wolle aber sehen, ob es nicht möglich sei, die Herren zu befriedigen, wenn er Alles zusammenbrächte, was er hätte. Sie möchten sich nur eine kurze Weile gedulden. Nach einiger Zeit, als den Herren die Zeit lang wurde, sagte er, er wolle selbst hingehen, um zur Eile zu treiben. Kurz daraus brachte ein kleiner Negerbengel ein Päckchen mit Lumpen und sagte, das sei Alles, was sie hätten. Als nun der Befehl gegeben wurde, zu dem Dorfe und dem Wohnsitz Singis vorzudringen, um selbst zu holen, was er nicht geben wollte, fand man das ganze Nest leer; der schlaue Neger hatte nur Zeit gewinnen wollen, seine Leute und seine Habe in die steilen, unzugänglichen Schluchten des südlich gelegenen Terrains zu flüchten. Nun wurde auch das Dorf Tiko nieder- gebrannt und die Expedition kehrte heim, da ihr unter den obwaltenden Umständen nichts anderes übrig blieb. Infolge des unfreiwilligen nassen Bades
„Wilhelm I"
Keine Antwort. —
Sie beugte sich vor, um nach dem große» Lehnstuhl hinüber dem Bruder in das Gesicht zu sehe». Sie mußte aber schnell die Auge» mit der Hand bedecken; den» die »ntergehende Sonne sandte neckisch ihre glühroten Strahlen durch eine schmale Lücke zwischen den weißen Vorhängen des Fensters, an dem sie saß, ihr gerade in das Gesicht.
Der schmale, rote Lichtschein verlieh dem, durch die herabgelasseue» Vorhänge dämmerig erscheinenden Zimmer, mit einer an« Urväter-Hausrat bestehenden Einrichtung etwas unendlich wohlig Anheimendes. Er lies über die Helle Tapete der gegenüberliegenden Wand, ließ ei» paar brovcene Bilderrahme» hell aufleuchten und malte einen schimmernden Regenbogen ans die weiße Tischdecke, indem er sich in der Wasserkaraffe brack. Endlich spiette er dann auf den glänzenden Nadel» von MarthaS Stttckzeug und verlieh ihrem vorgebeugten Kopf mit seine» grauen Haaren einen täuschenden Jugendglanz.
Hinter der vorgehaltenen Hand sah sie nun die Augen des Bruders weit geöffnet. „Wilhelm!"
Ein ärgerliches „Hm" war die Antwort.
„Ich glaubte Du schliefest."
„Er wandte den Kopf halb um: „Und deshalb hattest Du nichts Eiligeres zu thun als mich zu wecken l Kenne das. Wie könntest Du mir auch eine Viertelstunde Ruhe gönnen?!"
„Ruhe, die hast Du ja doch den ganze» Tag."
„So, nennst Tn das Ruhe haben, wenn Du täglich 24 Stunden mit mir »anfft? Du weißt ja doch, daß jede Aufregung mir in mein krankes Bein fährt. Schockmillionen Donnerwetter, da haben wir es wieder." Und ausstöhnend fuhr er mit den Händen a» das sorglich verpackte gichtkranke Sein.
Die Erhaltung des Friedens und als Mittel zu diesem Zwecke die Verhinderung eines aktiven Zusammenwirkens derjenigen Mächte, von denen minder friedliche Absichten gehegt werden, Hilden das von der deutschen auswärtigen Politik unentwegt festgehaltene Ziel. Die Wege zu Erreichung desselben sind mannigfach. Die deutsche Politik beschränkt sich nicht auf das Zustandebringen und die Befestigung des mitteleuropäischm Friedensbündnisses, welches die Reisen des österreieyisch - ungarischen und des italienischen Ministers der auswärtigen Angelegenheiten nachdrücklich in Erinnerung brachten. Sorgsam wird alles vermieden, was die Leidenschaft bei unseren Nachbarn im Osten und Westen erregen
[5356 j welche diesen Zweck erreichen und bei der Natur des litetP t russischen Exports vorzugsweise auf dem Gebiete der * landwirtschaftlichen Zölle zu suchen sind, würden
Tornistern der Armee, die kleine Grethe wird meine Erbin und dabei bleibts." Sie machte» eben wieder eine Wendung im Zimmer und er lehnte sich stöhnend fester auf ihre Schulter.
„Ich bitte Dich, Wilhelm, so ereifere Dich doch nicht dermaßen. Es würde mir nie beikommen, Dich für mich um etwas zu bitte». Ich wollte Dich nur erinnern, daß Du doch am Ende auch Pflichte» gegen den einzigen Sohn Deiner Schwester hast und zwar näher liegende Pflichten, als gegen ein fremdes junges Mädchen, mit der Dich der Zufall einmal zusammen geführt."
„Fremd, so — ? Nun Du magst recht habe» und ich würde für de» Junge» vielleicht auch sorge», wen» er es verdiente."
„In wie fern sollte rr eß nicht verdienen, Dn kennst ihn ja gar nicht !"
„Ich wünsche nicht dm Herr» Neffen »och näher kenne» z» lernen. Während der zwei Tage, in dem» er uns letzthin mit seiner Gegenwart beehrte, habe ich mehr von ihm kenne» gelernt als uns gegenseitig lieb sein kann." Er ließ die Schulter der Schwester los und versuchte sich in der gewohnten straffen Haltung aufzurichtm. „Das will ein junger Mann fein, ohne Haltung, ohne Pünktlichkeit! Die Uhr immer eine Viertelstunde nach und die Kravatte mit ellenlangen Zipfeln! Und nun erst das Haar! Nicht etwa tnrg geschnitten, wie es sich für einen Offizier und jeden anständige» Mmfche» gehört, nein — in langen Strähnen um den Kopf hängend. Wie sagtest Du doch, wie seine Freunde das nenne»? Ambrosische Locke», wars nicht so? Nun so mag er doch leben, von Nektar und Ambrosia, das ist billig, dazu braucht er meine Erbschaft nicht."
„Du kannst ihn mit all Deinem bittere» Spott doch nicht herabsetzen, den» er ist ei< wahres, ein echtes Geniel"
„Natürlich, ein Genie mit ambrl rschen Locke»! Weißt Du, wie das auf gut Deuts-"' heißt? Ei» unordentlicher, pflichivergefleuer Nichtsthuer."
?frctar
), feit« s Etage, erweit [5432
>r.
50 W e kostet [5485 mieten, |fe 12.
ien inuttg rfrageir [5368
t itung, >« Hauer,
Raffe, alt, shaar» ifen. tib.____
l
ttags, rburg ttär- -bliche gegen Aeiß Hof 'm.
ttUttg k Beschränkung der russischen Ausfuhr nach der Richtung ögleich der Unterbindung der für eine offensive Politik Ruß- i. Erp. j lands erforderlichen Hülfsquellen wirken. Maßregeln,
les ist [ i »er« [5343 -lirteS
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes,
Feiettagen Quartal-Abonnemeats-Preis bei der Expe- sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler
dition 2^4 Mk-, bei den Postämtern 2 Mk 50 Psg. (exkl. . o # " in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXII. Mraatta.
Bestellgeld,. Jnserltmsgebühr für dte gespaltene Zecke DoNNkrstllÜ. 13. OftüBCt 1887. 'Rosse tn Frankfurta. M.,Berlin,Münchenu. Köln; G. L. ^uyrguug.
10 Pig., Reklamen für dir Zeile 25 Psg. Daube u. Co. in Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover. Pari«.
gegriffen werden und die Staatsschuld wächst lawinen- : artig. Trotz des in diesen Umständen liegenden leituna > Korken Moments der Unsicherheit der russischen Papiere harten« toar Deutschland nur zu lange der Hauptmark für )ktober Russenwerte. Die Gefahr einer ernsthaften Schädigung roßos ' des deutschen Kapitals ging Hand tn Hand mit der L opM anberen( daß deutsches Geld Rußland die Mittel zu
Hauses und so den Funken in das Pulverfaß werfen könnte. 7, sind Nicht hne eine gewisse Selbstverleugnung wird daher
itung,
ruhige f später auch gegen uns richten könnte. Seit Monaten 1 $ W i ist daher, und zwar, nicht ohne Erfolg, namentlich [5091 ; in der Presse dahin gearbeitet, den russischen Werten