Wöchentliche Beilagen: Kreis - Blatt für die Kreise Marburg Ulli) Kirchhain. --"Illustriertes Sonntagsblatt.
Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag vou Joh. Tug. Koch.
JE 239.
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Marburg,
Mittwoch, 12. Oktober 1887.
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Die Exped. d Oberh. Zeit.
Der Toast des Großfürsten-
Im Weine steckt Wahrheit! Was mancher in ruhigem Zustande sich auszusprechen hütet, das bringt er zntage, wenn er eine Flasche Wein oder ein paar seinem inneren Menschen einverleibt hat. So ist es auch dem 28jährigen Großfürsten Nikolaus Michajlowitsch, dem direkten Vetter des Kaisers Alexander, gegangen. Er hat aus der Schule geschwatzt! Der Großfürst hat an Bord des französischen Poftdam- pfers „Uruguay" nach einem splendiden Diner einen Toast auf Frankreich ausgebracht. Das kann ihm niemand verbieten, und kein Mensch würde sich auch um die großfürstlichen Worte gekümmert haben, wenn er damit nicht eine Hetzrede gegen Deutschland und eine Revancherede schlimmster Art verbunden hätte. So hat seit dem fanatischen Deutschfeinde Skobelcw kein Russe gesprochen, und schlimmer machen es die Propheten der Pariser Patriotenliga auch nicht. Die Sache hat kolossales Aufsehen gemacht. Der Großfürst erklärt, er habe sich nicht in schroffer Weise ausgedrückt und die russische Botschaft in Paris schwört Stein und Bein, die Rede sei entstellt worden. Was hilft das alles? Passiert ist die fatale Geschichte, und wenn sie abgeleugnet wird, geschieht
Im Banne der Verhältnisse.
Roman von Theodor Mügge.
(Nachdruck verboten.) (Schluß.)
Der Major stierte den Hammer mit scheuen Blicken an. Er griff auch danach und ließ ihn wieder fallen. »Mir gehört er nicht!" schrie er ans und sank in den Stuhl zurück.
.Nein," sagte Mathis, „es steht ein R am Stiel eingegraben. Ihr mütztS am beste» wissen, Herr. Jsts nicht daffelbe Ding, das Ihr unter dem Stein verbargt?"
.Wir haben e8 ohne Zweifel mit einem Narren oder Wahnsinnigen zu thuul" antwortete Rachau nmherblickend.
.Nicht mit einem Wahnsinnigen, aber mit einem Schurken!" antwortete ihm eine eben so ruhige, als volltönende Stimme.
.Mein Sohn! mein Sohn I" murmelte der Major seine Arme ausbreitend. Aufzustehen vermochte er nicht. Mit weit offenen Avgen saß er da, von Luisens Armen umschlungen. Was weiter vorgiug, glitt wie Traumbilder an ihm vorüber. Er sah den Doktor Gottberg neben seinem Sohne, sah, wie er vor Rachau trat, als wüchse er auf und würde der Engel des Gerichts. Er sah auch, wie Rachau sich erhob in seiner Überraschung, sich niedersetzte und wieder anfstand und wie er verächtlich zu lächeln versuchte, als Gottberg zu ihm sprach: Zweifeln Sie nicht daran, daß die Stunde da ist, wo Sie Rechenschaft geben sollen!"
O," erwiderte Rachan, „ich zweifelte von Anfang an nicht, daß dies Ihr Werk sei; aber es ist ein Gewebe von Lügen, das ich zerreißen werde. Sie find dazu eiugeladeu worden," wandte er sich an den Ministerialrat —
.Um einen Elenden zu entlarven, der sich hier eingeschlichen hat," unterbrach ihn dieser.
.Sie sind getäuscht und betrogen worden."
das anstandshalber. Es hilft aber alles nichts, die Thatsache steht fest, der junge Großfürst hat beim Wein ausgeplaudert, was streng verschwiegen bleiben sollte, die wahre Gesinnung weiter Kreise in Petersburg. Der famose Toast lautet 'nach den Aufzeichnungen von Augenzeugen wortgetreu:
.Frankreich arbeitet, die Revanche vorzubereiten, und es thut wohl daran. Aber es beweist sein gesundes Urteil dadurch, daß es sich von den beständigen Verhöhnungen seiner Nachbarin nicht aus der Ruhe bringen läßt. Möge es fortfahren, sich vorzubereiten, seine Bewaffnung zu vervollkommnen und ans seinen Soldaten jene Helden zu machen, deren Großthaten die Geschichte aufbewahrt. Rußland seinerseits bleibt nicht thatenlos. Es arbeitet namentlich daran, den deutschen Einfluß zu vernichten. Unsere ganze Familie, das möge man wissen, liebt Frankreich. Alle Bemühungen des Zaren sind darauf gerichtet, mehr und mehr den deutschen Einfluß zu mindern, der eine Zeitlang unter unseren Würde- ttägern groß war. Bald wird unsere ganze Regierung sich ausschließlich aus Männern zusammensetzen, die Frankreich lieben. Bis dahin, ich wiederhole das, möge Frankreich sich nicht aufregen lasien, denn im jetzigen Augenblick wäre es schwer, unsere effektive Allianz im Falle eines Krieges zu erlangen. In kurzer Zeit aber werden unter allen Umständen alle Hindernisse verschwunden sein, und ich werde der erste sein, der im Kriegsfall in die Reihen der französischen Armee tritt, die ich mit meinem ganzen Herzen liebe. Mem Beispiel wird, davon seien Sie überzeugt, von zahlreichen Russen befolgt werden."
So hat der Grqßfürst gesprochen, und alle Bemäntelungen können davon nichts abhandeln. Sie haben nur den Zweck, die fatale Sache wenigstens etwas wieder gut zu machen. Der Großfürst beweist übrigens durch sein Verhalten am besten, daß er als Hetzredner aufgetreten ist: Er hat in aller Stille Paris verlassen. Einem strengen Verweis seines kaiserlichen Kousins wird er ganz gewiß nicht entgehen, denn Alexander III. ist nichts so verhaßt, als wenn Jemand auf eigene Faust Politik machen will. Der Großfürst kann sich also bei der Derbheit des Zaren auf einen gehörigen .Rüffel" gefaßt machen. Es wäre auch verkehrt, dieser Weinrede eine große poli- tische Bedeutung zuschreiben zu wollen. Noch nicht dreißigjährige junge Männer sind nicht im Stande, der Weltgeschichte Gesetze vorzuschreiben, auch wenn sie Großfürsten sind. Die Bedeutung des Vorfalls liegt darin, daß er zeigt, welche Stimmung am Hofe in Petersburg herrscht. Der Hof ist nicht der Zar,
.Keine Frechheit kann Sie retten," sagte Gottberg- .Die Rache Gottcs und der Menschheit ist an Ihren Fersen. Dort liegt der Beweis Ihres Verbrechens, und hier — kennen Sie dies Nottzbuch?"
Rachau zuckte zusammen, einen Augenblick verfärbte er sich. — ,DaS ist in der That ein seltsamer Auftritt," sagte er dann, gelassen umherblickend. .Ich habe dieser edlen Familie einige Dienste erzeigen können, dafür sucht man mich zu beschimpfen. Wehe aber dem, der meine Ehre anzutasten wagt! Der Irrtum, welcher hier stattfindet, soll sogleich aufgeklärt werden. Diesem Herrn Doktor, der sich herauSntmmt, Rechenschaft von mir zu fordern, bin ich keine schuldig; ich verachte seine Verläurndungeu! Ihnen jedoch, Herr Ministerialrat von Brand, gebe ich diese gern und auf der Stelle. Begleite» Sie mich!"
Er sprach mti solchem Anstande, solcher Ruhe und Würde, daß die bange, erschrockene Gesellschaft nicht wußte, was sie denken sollte. Sie konnte das Böse, was sie hörte, nicht von einem Manne glauben, den sie so hoch schätzte und der mit solcher Kraft der guten Sache sich verteidigte. Bestürzt uud prüfend blickten alle auf die Strettenden. Niemand wußte, welcher Verbrechen Herr von Rachau eigentlich beschuldigt wurde; was man gesehen uud gehört, gab kein rechtes Licht, und der Major sah aus, als verstände er auch nichts davon. Keiner rührte sich daher, als Rachau bei seinen letzten Worten einen der Armleuchter vom Tische nahm und sich dem Seitenzimmer näherte. Niemand hinderte ihn daran. Der Ministerialrat von Braud that einige Schritte, bei denen er zu überlegen schien; in dem Augenblick aber, wo Rachau sich umwaudte und, den Leuchter in der Hand, die Gesellschaft lächelnd noch einmal anblickte, schlug dieser die geöffnete Thür hinter sich zu uud war verschwunden.
Alles war in einer Minute geschehen, jetzt sprang der 'Ministerialrat herbei und rüttelte am Schloß. Der Nachriegel war vor geschoben. .Haltet ihn!" schrie Gottberg, aus dem Saal eilend, und hinter ihm her liefen die Gäste. Stühle wurden umgeworfen.
und Alexander III. ist ganz gewiß nicht der Mann, der sich von seinem Hofe kommandieren läßt. Aber er ist Einflüsterungen zugängig, die in gewissem Sinne doch seine Haltung bestimmen, und welcher Art diese Einflüsterungen sind, darüber kann jetzt kein Zweifel mehr obwalten. Gedacht hat man es sich schon lange, woher der Wind in Petersburg weht. Großfürst Nikolaus hat das Verdienst, Gewißheit geschaffen zu haben.
Deutsches Keich.
Berlin, 10. Okt. Der Minister für Landwirtschaft und des Unterrichts haben den Landwirtschaftsschulen eröffnen lassen, daß der Reichskanzler die diesen Schulen bisher nur vorläufig erteilte Berechtigung zur Ausstellung von Schulzeugniffen über die wissenschaftliche Befähigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienste in eine dauernde und endgültige verwandelt habe, was nicht wenig zur Hebung diöser somit als tüchtig anerkannten Schulen betti«en wird. — Die Anordnung des Finanzminiftl^^vegen der kostenfreien Auszahlung der Amtsgehälter an Äeamte, an deren Wohnsitz sich keine Staatskasse befindet^ hat nur, nach neuerer Erläuterung, auf unmittelbare Staatsbeamte Bezug, findet also auf mittelbare Staatsbeamte keine Anwendung. — Von der regierungsfreundlichen Preffe wird der antideutsche Toast des Großfürsten Mkolaus als weinselig und, wie die „Köln. Ztg," sagt, als mehr läppisch, wie bedrohlich behandelt. Wir wiffen nicht, ob das die rechte Form ist, nachdem der Zar das Beispiel demonstrativer Zuvorkommenheit gegen Frankreich gegeben hat; denn jüngst gewährte er in Kopenhagen dem Befehlshaber des französischen Panzerschiffes „Chüteau Renault" eine feierliche Audienz, der eine wiederholte Einladung zur Kaiserlichen Tafel folgte. Französische Blätter melden diese Thaffache mit dem ttiumphierenden Zusatze, daß alle Tischgenossen, den Franzosen ausgenommen, Prinzen Königlichen oder Kaiserlichen Geblüts waren. Es hat daher die „Köln. Ztg." viel mehr Recht, wenn sie in einem andern Artikel über das Unterbleiben des Zaren-Besuches in (Stettin auf das drohende des Panslawismus hinweist und eine alberne Erfindung des Herrn v. Blowitz, die wir erst gar nicht mitgeteilt haben, richtig stellend, sagt: „Der Grund, warum Zar Alexander sich nicht hat entschließen können, den fteundnachbarlichen Besuch auszuführen, liegt vielmehr auf einem ganz anderen Gebiete. Er muß immer mehr mit den Panslawisten und ihren Freunden in Frankreich rechnen und in seinem Thun und Handeln immer mehr auf ihre der Tisch wankte, eine unbeschreibliche Verrwirrung entstand, und das Gekreisch der Frauen wurde durch den Lärm rauher Stimmen im Garten beantwortet. Plötzlich fiel ein Schuß, gleich darauf ein zweiter, ein wildes Geschrei schallte uach. Bleich und entsetzt stand Luise auf, ihr Vater mit ihr. Der Mlnisterlal- rat umfaßte die Beiden. .Hoffentlich hat er sich er. schossen," sagte er leise. .Besseres könnte uns nicht geschehen."
.Gottberg!" sagte Luise angstvoll.
Mathis stampfte auf feiner Krücke herein. .Fort- laufeu wird der junge Herr nicht mehr," schrie er. -Wie er zum Fenster htuauSsprang, war auch der Muller mit seinen Knechten da; ich wills aber doch nicht behaupten, daß sie ihn gefangen hätten, wenn der Doktor nicht gekommen wäre. So wie er den sah, kehrte er sich nm und drauf los, uud wie er die Pistole heraus hotte, weiß ich nicht, aber er schoß ab."
»Wo? wo? l" rief Luise, indem sie ihren Vater verließ nud der Thür zueitte; und ihre Arme aus- breiteud, sank sie in GottbergS Arme, den Tom hereinzog. — .Da ist er 1" schrie das Kind. .Er lebt! Kein Finger thut ihm weh. Der böse Rachau hat ihu nicht totmachen können."
»Ne," sagte Mathis, „draußen liegt er aber selber mit einem Loch im Kopfe, das nicht wieder heil wird. Wie er sah, daß er gefehlt hatte, setzte er sich das Ding an feine eigene Stirn, und diesmal gingS."
.Jst er todt?" fragte der Major, als wache er auf. .Mansetodt?" sagte Mathis.
.Und der Hammer dort!" sprach der alte Mann, indem er seine» gewaltigen Körper allfrtchtete. .Bei Gott! bei meiner Ehre, ich kenne ihn nicht! Kein Flecken hastet auf meiner Ehre, mein Sohn 1" , »3H weiß es, teurer Vater. Niemals war sie befleckt."
»Nicht?" fragte er, die Hand an seine Stirne legend — .aber dennoch" — ein Schauer flog über ihn hi» — .dennoch war es mir, als ob ich es sein
Wünsche Rücksicht nehmen. Es ist tiiK seltsames Verhängnis, das über den Zaren hereinbricht. Sein Kaiserlicher Großvater Nikolaus I. ließ sich von ber Welt als den Hort der konservativen Interessen, als das Oberhaupt der bestehenden europäischen Gesellschaftsordnung, vor allem als den Retter und Kräftiger des monarchischen Gedankens preisen und huldigen. Der Enkel dagegen sieht sich von den Vertretern des monarchischen Gedankens immer mehr verlassen, und während er selbst in seinem Lande Tag für Tag mit den Anarchisten und Nihilisten zu kämpfen hat, sind seine einzigen Freunde und Bundesgenoffen in Europa, die revolutionären Elemente." — Der Reichskanzler beantragte beim Bundesräte, den Hafenort Geestemünde mit dem Fisher ausgeschlossenen Test des Fleckens Lehe zu dem nämlichen Hxitpunkie wie die jetzt noch ausgeschlossenen Teile des bremischen Staatsgebietes dem -Zollgebiete anzuschließen und die anläßlich des Zollanschlusses für> Bremerhafen eintretünben Zollbegünstigungen auch auf den Verkehr mit Geestemünde anzuwenden.
Sttgarr» 10. Okt. Reichstags-Ersatzwahl. Abgegeben wurden im Ganzen 12 809 Stimmen. Nach den bis jetzt vorliegenden Ermittelungen erhielt Forcken- beck 7656, Reinecke 5119, Schneidermeister Schwager (Sprottau, Sozialdemokrat) 15. Ersterer ist somit gewählt.
Leipzig, 10. Okt. Das Reichsgericht verurteilte Neve zu 15 Jahren Zuchthaus wegen vorbereitender Handlungen und Aufforderungen zum Hochverrat, Zuwiderhandeln gegen das Sprengstoffgesetz, Verbreitung verbotener Druckschriften und wegen Meineids. — In den Entscheidungsgründen des vom Reichsgericht gegen Neve gefällten Urteils wird hervorgehoben, daß Neve schuldig befunden fei, der Absender einer Kiste mit Sprengstoffen nebst Anweisung und verbotener Druckschriften zu sein, welche im September 1886 in Sudenburg bei Magdeburg unter der Adresse Fritz Böhme für den Eisendreher Drichel eintrafen. Das Begleitschreiben habe mit den Worten „Glück auf, guten Erfolg" geschloffen. Daß Neve der Schreiber dieses Schriftstückes gewesen sei, habe der Gerichtshof für erwieftn erachtet; seit dem Jahre 1885 habe Neve mit Drichel im Verkehr gestanden und denselben zu anarchistischen Zwecken benutzt, namentlich um die Zeitschriften „Freiheit", „Rebell" u. f. w. einzuschmuggeln, welche zum Umsturz der Staats- und Gesellschaftsordnung auffordernde Artikel enthielten. Ebenso zweifellos sei die durch Neve erfolgte Verbreitung von Druckschriften, in welchen ein europäischer Krieg als das Signal einer Massenerhebung bezeichnet
müßte — als ob fein Mensch darau zweifeln könnte, als ob sie alle schreien müßten: seht da den Mörder! de» Mörder! — Und mein Kind, mein eigen Kind — Herr mein Gott! auch mein Kind glaubte es!"
„Vergieb, o tiergiebl* flehte Luise, aber wisse, bester Vater, daß ich in jener Nacht, als Willens tot in feiner Kammer lag, an der Thür stand, als Rachan Dir — die Wunde zeigte."
„Und wie war ich dahin gekommen?" stöhnte der alte Soldat. „Satans Blendwerk war es, Gier uach Geld uud Gut war über mich gekommen, und ich — ich — ich wollte mein Kind verkaufen, mein Kind! Der Teufel hatte mich, er zog wich Schritt für Schritt In seine Hölle."
„GottbergS treue Liebe und Freundschaft hat Dich erlöst, Vater, er hat uuS alle erlöst," unterbrach ihn der Sohn.
„Ewig sei eS ihm gedauttl" rief der Major. „An mein Herz, mein Sohn, Du sollst Dich nicht mehr von uns trennen.
„Dank verdient MathlS allein," sagte Gottberg, auf den Bettler zeigend, der vergessen im Winkel staud. „Ohne seine Hülfe wäre alles vergebens geblieben. Er sah den Mord, den Rachau beging, mit an, als er versteckt unter de« Tauneuzweigen lag; sah, wie er Willens blitzschnell uiederschlug, als dieser seine» Hut in der Hand sich arglos bückte, sah, wie er das Mordinstrument und das Notizbuch des Ermordeten unter dem großen Stein verbarg; und was auch dazwischen liegt bis zu dieser Stunde, er ist einer Stimme gefolgt und hat der Wahrhett die Ehre gegeben."
Der Major ging auf Mathis zu uud nahm dessen Haud in seine Hände; so bittend und reuig sah er ihn dabei an, daß es dem Bettler ganz welch uud weh ums Herz wurde. „Mathis," sagte er bann, den Kopf senkend, „vergieb mir, was ich an Dir ge- than. Ich bin hart gewesen, ich bin ungerecht gewesen; ich bitte Dich, MathlS, nimm meinen Dank