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Illustriertes Sonntagsblatt

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Der Bundesrat hat seine Arbeiten wieder ausge­nommen. Die Ausführungsbestimmungen zum Braunt- !Weinsteuergesetz sind genehmigt, die Fortdauer des Leinen Belagerungszustandes für Berlin und Hamburg ist beschlossen worden. Mit gesetzgeberischen Vorlagen

Kaiser Wilhelm ist aus Berlin wohlbehalten in Baden-Baden eingetroffen, wo am 30. September der Geburtstag der Kaiserin Augusta im engsten Familien­kreise gefeiert worden ist. Der Kaiser wird erst in vier Wochen wieder nach Berlin zurückkehren und diese Zeit ganz seiner Erholung leben. Der Kron-

dem Lande Bestellungen an.

DieOberhessische Zeitung" kostet bei der Post mit Bringer­lohn 2 Mk. 90 Pfg. (Bei unserer Agentur in Kirchhain (Herr Buch­binder Rindt) Mk. 2,60 und bei der Exped. für Marburg Mk. 2,25.)

Die Exped. d Oberh. Zeit.

Im Banne der Verhältnisse.

Roman von Theodor Mügge.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

ordneten O'Brien wegen Aufreizung zu 3 Monaten Gefängnis hat erst recht Öl ins Feuer gegossen und damit ist die Erbitterung aufs höchste gestiegen. Um die Versendung von Truppen und Polizeimannschaften zu erschweren, reißen die Irländer schon die Eisen­bahnschienen auf und zerstören die Telegraphendrähte. Es wird sicher noch einen langen und heftigen Kampf auf der grünen Insel geben. Auch aus Afghanistan lauten die Nachrichten von Tag zu Tag schlechter. Der Thronprätendent Ejub verstärkt seine Truppen­macht mehr und mehr, ein afghanischer General ist mit 2000 Mann geradewegs zu ihm übergegangen. Dabei ist der Emir krank und kann nichts thun.

Auf der Balkanhalbinsel ist es momentan recht still. Die Bulgaren sind bei der Wahlarbeit, die verschiedenen Parteien prügeln sich gelegentlich durch und Fürst Ferdinand residiert in Sofia. Minister­präsident Stambulow, der immer noch der eigentliche Herrscher des Landes ist, hat eine Rundreise unter­nommen, um bei dem Volke für seine Kandidaten einzutreten. Es war verschiedentlich die Rede davon, die Türkei wolle wieder Feuer unter den bulgarischen Kessel machen, aber bei dem Willen scheint es auch geblieben zu sein. Man will allseitig den Ausfall der nahen Sobranjewahlen abwarten, für welche die russische Partei zwar nur im Stillen, aber sehr ge­wichtig mit gefüllten Rubelsäcken agitiert. Die Türkei sitzt immer noch in tiefer Geldnot; mit Mühe ist es ihr endlich gelungen, die fälligen Gelder für chre Vertreter im Auslande aufzubringen.

L Früher schon zweifelte man genugsam, ob Fräulein Luise sich wirklich so weit vergessen könne und ob Herr von Brand nicht dazwischen fahren werde, wenn die Mutmaßungen etwa Wahrheit werden sollten. Zwar war der Major anscheinend ein Mann von derber Einfachheit, auch erhob er bei jeder Gelegen­heit den Doktor bis in den Himmel; allein alles hat seine Grenzen. Nun hatten sich vollends die Verhält. Nisse verändert. Herr von Brand war reich geworden, .somit blieb ganz natürlich für Doktor Gottberg nichts wehr zu hoffen. Man hatte schon in der letzte» Zeit bemerkt, wie der Doktor überall von dem vornehmeren Gaste verdrängt wurde, wie dieser fast immer allein die Familie begleitete, und nur die Mißgunst konnte Ausstellungen dagegen machen und eS für Unrecht erklären, daß das Fräulein von Brand einen befferen Geschmack zeige. Es gab aber keine Stimme, welche die Vorzüge des Herrn von Rachau nicht anerkannte, und mau fand e8 heuchlerisch genug, daß das Fräu­lein an diesem Nachmittage so gethan habe, als sei sie gleichgiltig gegen die Huldigungen, welche ihr von ihm dargebracht wurde». Es sollte niemand etwas davon merken, und doch schmeichelte es ihr ohne Zweifel, allein der vornehme Anstrich sollte nicht darunter leide». Man hatte aber doch gemerkt, wie zuweilen ihre Augen lange und fest auf ihm hafteten, weuu er mit anderen sprach, wie sie ihn beobachtete! und wie ihr Gesicht daun ehren eigentümlich trüben Ausdruck erhielt.

Während die teilnehmenden grennbe dies und au. dereS feststellten, hatte Herr von-Brand eine Unter­redung mit Luisen, welche den Neugierigen noch weit interessanter gewesen fein würde, wenn eS ihnen mög­lich gewesen wäre, sie zn belauschen. ES war jedoch nacht, niemand war zugegen.

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Für das vierte Quartal nehmen noch alle Post­anstalten Bestellungen auf die

Oberhesfische Zeitung

mit deren Gratis-Beiblätter

Kreisblatt für die Kreist Marburg und Kirchham

Wöchentliche Beilagen: Kreis - Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain

Expedirion Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie d. AmwnceN'Bureaux von Haasensteiu und Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXII (7111117

Moffe in Franlfurta.M., Berlin. München u. Köln; G-L. -JlU/igaiiy.

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris.

Prinz, den der Kaiser gern wieder in Deutschland sähe, wird den Winter in Italien verbleiben müssen. Er ist in Venedig angekommen. Dr. Mackenzie erklärt auf Grund erneuter persönlicher Untersuchung, daß es immer besser gehe, aber große Schonung ist für den hohen Patienten doch noch notwenig. Das Kehl- zweif kopfgewächs ist wohl beseitigt, aber die Heiserkeit ist noch immer nicht gehoben. Am Freitag war auch der Geburtstag des kranken Königs Otto von Bayern. Der Tag wurde nur durch Gottesdienst begangen. Tas Befinden des Königs ist unverändert, an eine Wiederherstellung nicht zu denken.

Deutsches Keich.

Berlin, 30. Sept. Der Justizminister hat unterm 23. September eine allgemeine Verfügung, betr. die durch die Parteien oder ihre Prozeßvertreter ver­schuldete Verzögerung in der Erledigung von Rechts­streitigkeiten, mit Bezug auf § 48 des Gerichtskosten­gesetzes vorn 18. Juni 1878 erlassen, in welcher betont wird, daß es als eine Aufgabe der Gerichte erscheine, auf Beseitigung der durch diese Verzögerungen erwachsenden Mißstände Bedacht zu nehmen. Der § 48 des zitierten Gesetzes verleihe dem Gerichte die Befugnis, bei einer durch Verschulden einer Partei veranlaßten Vertagung eine Strafgebühr zu beschließen. Von diesem in das freie Ermessen des Gerichts ge­stellten Schutzmittel werde aber gegen das um sich greifende liebel nicht genügender Gebrauch gemacht, weshalb die zunehmende Zahl der Vertagungen nicht mit Unrecht auf die unzeitige Nachsicht bei Beurteilung der Frage, ob eine Verschuldung als vorliegend anzu­

richtig, ob es wahr ist, ob unser Gast, unser Freund Rachau, ob er Dir gefällt ?"

.Er mißfällt mir nicht,' erwiderte sie.

Mißfällt er Dir nicht

»Was ist Dein Wunsch, lieber Vater?'

Er blickte vor sich nieder, dann, als habe er sich mit erneuter Entschlossenheit bewaffnet, wieder auf. Es kam ihm vor, als sei fein Kind ei» Marmorbild, als starrten dessen Augen ihn tot an. Er hob seinen Arm auf, als wollte er einen Schwur thun. Bitte, Schmerz, Angst und Liebe rangen in dem Worte, das über seine Lippen drang.

Luise!' sagte er dumpf aus der Brust.

Vater!'

Willst Du es thun?'

3a, Vater.'

34) werde Dich nicht zwingen.'

Du sollst mich nicht zwingen.'

Oh, das ist mir lieb! Wirklich, Luise, mein liebes Kind,' er suchte in tiefen Atemzügen ruhiger zu werden, und indem er sie festhielt, fuhr er dabei fort:Rachau besitzt viele Vorzüge und Kenntnisse. Ich bin ihm Dank schuldig, sehr großen Dank. Ohne seinen Beistand ja, ohne seinen Beistand ich weiß nicht, was daraus geworden wäre. Die Hauptsache ist jedoch die, daß er Dich liebt und ver­ehrt, und ich hoffe, Luise, ich hoffe, mein kkiud, daß Du glücklich sei» wirst.'

3ch werde eS versuchen," erwiderte sie.

Soll ich ihm mitteilen," fragte er, feine Auge» senkendmorgen Mitteilen, daß Dn wenn er Dir seine Neigung gesteht seine Absichten aus­spricht"

3d) werde ihn erwarten, teurer Vater," fiel Luise ein.Sage ihm, was Dir am besten scheint."

Er hielt »och immer ihre Hände in den seinigen; sein graues Haupt neigte sich zu ihr. Wie ein Stummer sah er sie an, der ein schreckliches Geheimnis ausschreien möchte mtb dem doch die Sprache fehlt.

für den Reichstag hat sich der Bundesrat noch nicht zu beschäftigen; es ist noch kein Gesetzentwurf zum Abschluß fertig, und deshalb taucht immer wieder die Meldung auf, der Reichstag werde nach Neujahr erst in Berlin zusarnrnentreten. Der Reichskanzler ver­bleibt jedenfalls bis Neujahr in Friedrichsruhe, wohin ihm zu seinem Ministerjubiläum zahlreiche Glückwünsche gesandt worden sind. Ueber die Friedrichsruher Be­sprechungen zwischen Fürst Bismarck und Gras Kalnoky ist etwas Genaueres nicht bekannt gegeben worden. Soviel nur steht fest, daß die deutsch-österreichische Freundschaft durch keinen Mißton getrübt ist und Deutschland gar nicht daran denkt, für Rußland die Kastanien aus dem bulgarischen Feuer zu holen, am allerwenigsten jetzt, wo in Rußland zahlreiche neue Zollerhöhungen bevorstehen.

Kaiser Franz Joseph hat in Pest den ungarischen Reichstag mit einer Thronrede eröffnet. Die Re­gierung verspricht darin alles mögliche, um die heikle Finanzlage zu verbessern. In der Auswärtigen Politik erhofft sie eine dauernde Erhaltung des Friedens. Viel von sich reden machte das Aus­scheiden des sehr populären Erzherzogs Johann aus der Armee. Der Erzherzog soll ein sehr guter Freund des Koburgers sein und dadurch sollen allerlei Biißhelligkeiten entstanden fein, welche ihn bewogen, seinen Posten als Divisionskommandeur niederzulegen.

In Italien hat die Regierung erklären lassen, daß sie mit aller Strenge darauf achten werde, daß die Feier des Papstjubiläums in Rom keinerlei Störung erfahre. Von König Humbert und dem Minister­präsidenten Krispi hat übrigens Fürst Bismarck be­sonders herzliche Glückwünsche zu seinem Jubiläum erhalten.

Frankreich beschäftigte sich selbstverständlich aus­schließlich mit dem neuen Grenzkonflikt. Auch die ruhigsten Pariser Blätter erklärten von vornherein, Deutschland müsse Genugthuung für den Fall geben. Recht haben die Franzose» Deutschland gegenüber natürlich immer! Ueber die Probemobilmachung ist nun auch der amtliche Bericht erschienen. Interessant ist, daß darin unumwunden zugestanden wird, die Intendantur des 17. Armeekorps habe ganz mise­rabel fungiert. Die schuldigen Beamten sollen bestraft werden.

Für die englische Regierung wachsen jetzt die irischen Sorgen riesengroß an. Das Ausnahmegesetz ist freilich da und wird energisch angewandt, die Landliga ist unterdrückt, aber die Irländer setzen der Gewalt Gewalt entgegen, und fast täglich kommt es zu blutigen Schlägereien. Die Verurteilung des Abge-

Rachau war im Bettler hatte sich seinem ver' ehrten Freunde mit einem bedeutungsvollen Hände» druck empfohlen. Als Luise ihre wirtschaftlichen Ge» schäfte beendet hatte, trat sie mit dem Licht in der Hand herein, um den Vater noch einmal zu sehen und zn küsse».

Sie schien verwundert, ihn noch im vollen Anzüge zu finden.Bist Du deun noch nicht müde Papa?" fragte sie.

Er stand vor ihr still und sah sie an.Müde ohne Schlaf,' antwortete er.Das war ein schwerer Tag.'

Manches war schwer.'

Und die Zukunft waS bringt uns die?' Wer kann in die Zukunft sehen?'

Zukunft ist alles, Zukunft ist Hoffnung. Man muß in die Zukunft sehen.'

Man muß sorgen,' sagte Luise.

Er nickte ihr zu und antwortete nicht.

Sorgen, daß die Gegenwart ftiedlich und heite* ansfällt und die Vergangenheit Sie stockte.

WaS soll die Vergangenheit?'

Uus nicht bedrückt.'

Sein schlaffes Gesicht wurde rot, er sah scheu und doch scharf auf sie hin; tu seinen Ange» leuchtete ein Entschluß. »

Fort mit der Vergangenheit!' rief er rauh, seine Hand ausstreckend, als wollte er etwas vou sich stoßen. Ich wollte Dich etwas fragen.'

WaS, lieber Vater?'

Er legte die rechte Hand auf ihre Schulter, sie fühlte fein Zittern. Er sagte nichts, eS fehlte ihm der Mut. Sie hob ihr Gesicht zu ihm auf, und er suchte ein Lächeln auf seine Lippe» zu bringe».

Könntest Du Dich eutschließe»,' begann er u»d schwieg dann wieder.

Wozu?'

Du mußt heftateu!' fiel er hastig ei», und ohne taue zu hatten, sprach er »eiter:Sage mir auf-

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nehmen sei, zurückgeführt werde. Es erscheine daher geboten, mit größerer Strenge in der Beurteilung jedes Einzelnfalles, zu Gunsten der Gesamtheit, vorzu­gehen. Ferner wird in der Verfügung als empfehlens­wert bezeichnet, jeden Beschluß, durch welchen eine Partei auf Grund des § 48 a. a. O. mit der Straf­gebühr belegt werde, der Partei selbst, erforderlichen Falls neben ihrem Prozeßbevollmächtigten, zustellen zu lassen oder mitzuteilen. Das hier empfohlene Schutzmittel gegen unverschuldete Vertagungen sei freilich in denjenigen Fällen nicht anwendbar, in welchen es überhaupt nicht zur Eröffnung einer Ver­handlung kommt, die Parteien oder ihre Vertreter vielmehr vorher die Aufhebung des Termins ver­einbarten, ober den anberaumten Termin durch Nicht­erscheinen vereitelten. Allein auch in solchen Fällen, welche vorzugsweise in den durch Vertreter der Parteien betriebenen Prozessen Vorkommen, sei, obschon formell die Aushebung ober Vereitelung des Termins aus bem übereinstimmenden Willen der Parteien hervor- getzckngen erscheine, die Prüfung nicht auszuschließen, ob nicht das Verfahren der Prozeßvertreter auf einen Mißbrauch ihrer formalen Befugnisse zurückzuführen fei. Wo dann Grund zu der Annahme vorliege, daß die Vertreter die den Prozeß verzögernde Vereinbarung nicht ans in der Sache liegenden Gründen, sondern sei es ans eigener Versäumnis, sei es aus Konnivenz gegen eine Säumnis des anderen getroffen hätten, werde der Vorsitzende des Gerichts sich für berechtigt halten dürfen, von der Aufhebung ober Vereitelung des Termins den Parteien selbst amtlich Kenntnis zu geben. Der Justizminister fährt dann wörtlich fort: Außerdem aber werden die Gerichte es allgemein für ihre Pflicht erachten müssen, unsachlichen Termins- umgehungen auch dadurch entgegen zu wirken, daß sie überall, wo bei einzelnen Prozeßvertretern eine Neigung hierzu in gewohnheitsmäßiger Weise hervor­tritt, davon den Vorständen der Anwaltskammern Kenntnis geben, damit diese in die Sage kommen, ihrerseits zu prüfen: ob eine Verletzung der den Anwälten nach § 28 der Rechtsanwaltsordnung obliegenden Pflichten anzunehmen, und dagegen ein- zufchreiten sei. Die unnachsichtliche Anwendung der hier dargelegten Mittel zur 'Bekämpfung unnötiger Verschleppung der Prozesse wird den Gerichten um so dringender empfohlen, als damit der Beweis ge­führt wird, daß wenigstens ihrerseits nicht versäumt werde, einem Mißstände entgegenzuwirken, der mehr und mehr eine Schädigung der gesamten Rechts­pflege herbeizuführen droht.'

Einschließlich des neuen KriegsschiffesPrinzeß

Ich habe das nicht gedacht," murmelte er kaum ver» stündlich.

handle, wie es notwendig ist," unterbrach sie ihn.

Du, mein Kind, Du willst es so?"

Ich will, ja, ich will. DaS Kind gehört dem Vater. Dein Wille ist mir heilig, Deine Hoffnungen sind meine Hoffnungen," sagte Luise mit einem be­geisterten Lächeln, indem sie ihn umarmte.

Ich danke Dir! ich danke Dir!" erwiderte er, sie zärtlich au sich drückend.

O, bester Vater, fei, glücklich, sei froh," fuhr sie fort.Alle Freuden des LebeuS über Dein Haupt! Ehre hat Deiu Leben begleitet, Ehre wird es nicht verlassen."

Ehre! Ehre!" stöhnte der alte Mann.

Teurer, teurer Vater!" rief Luise, ihn mit ihren Küssen bedeckend,gieb mir Deinen Segen. Sorge nicht, schlaf süß, Deine Tochter wird für Dich wache»!"

Sie ruhte einen Augenblick an seinem Herzen, die mitternächtliche Stille spann graue Schleier über sie; dann entfernte sie sich und wandte sich nicht zurück; sie wollte ihm ihr zitterndes Gesicht nicht zeigen, nicht ihre Augen, die von Thränen verdunkelt waren, denen sie nicht länger widerstehen konnte. Keims Wortes mächtig, streckte er seine Arme nach ihr aus. Furcht und Hoffnungen, ein Strahl von Frieden und Zuversicht und ein Strom düsterer Zweifel und banger Ahnungen rangen in ihm, bis er mit einem tiefen Seufzer zusammenschauderud sagte:Meine Ehre ist ihre Ehre! Gerechter Gott! auch sie was weiß sie, was ahnt sie? Wohin ist es mit mir ge­kommen!" r ;

(Fortsetzung folgt.)

(Der Fleißige.) Erster Maurer sitzt nach Feierabend auf dem Gerüste und stopft seine Pfeife. Zweiter Maurer, im Vorbeigehen:Du bist woll »ich recht im Kopp, Jottlieb, bet Du nach Feierabend noch arbeetst?"

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und -

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