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Illustriertes Sonntagsblatt

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Versuch schwerlich widerstreben. Es braucht nicht Boulanger zu sein, der ans Ruder kommt; etwas von ihm steckt in fast allen französischen Generalen. Die gemäßigten Elemente der Republck haben daher alle Ursache, auf der Hut zu sein.

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Mau nimmt es sich immer vor man möchte wohl gern es kommen aber immer so viele nn» abweisbare Ausgaben* hieß es von allen Seiten.

die Gattin eines Mannes, dessen anerkannt schöne Landschaftsbilder ihm Ruf und Ansehen, aber keine Schätze einbrachten. Bald nach unserer Verheiratung sprach mein Mann davon, sich in die Lebensver­sicherung einzukaufen und ich war damals noch so .poetisch*, daß ich wie unsere junge Frau in Thräucn ausbrach und ihn beschwor, nie wieder ein so schreck­liches Wort zu nennen. Er willfahrte mir, von Lebens­versicherung war nie wieder die Rede. Vier Jahre lebten wir in glücklichster Ehe miteinander, mein Sohn und meine Tochter wurden geboren, da er. krankte mein Gatte; sein Geist umnachtete sich, die lange Krankheit raffte unsere Ersparnisse dahin. Als er starb, stand ich mittellos, eine Bettlerin mit meinen Kindern an feinem Sarge. Da wurde mit die An­zeige, daß der Verstorbene sein Leben mit 10,000 Thaler versichert hatte. Heimlich, ohne daß ich es wußte, hatte der gute Mann für uns gesorgt, sich die hohen Beiträge für die Versicherung abgedarbt und abgespart. Wie dankte ich ihm, wie bat ich ihm jetzt meinen kindischen Unverstand ab, wie kleinlich er­schien mir angesichts des wahren, unerbittlichen Lebens- ernstes jene falsche Sentimentalttät, auf die ich mir früher so viel eingebildet hatte. Da man bei uns nicht wie ehemals in Indien, feie Wittwen mit dem toten Gatten verbrennt, da nicht nur Wittwen, sondern auch Waisen beim Tode des Mannes zurückzubleiben pflegen, so ist es eine Notwendigkeit, für sie Sorge zu tragen und die Notwendigkeit heißt: Lebensver. sicherung, selbst wo Wittwenkaffe und Vermögen vor­handen ist, denn die erstere ist feiten ausreichend, das letztere kann verloren gehen. Davon handelt meine zweite Geschichte.

Fast nm dieselbe Zeit, als ich meinen Gatten heiratete, vermählte fich ein Freund von ihm, ein reicher Kaufmann mit einem vermögenden Mädchen. Als ich an jenem Tage meinem Manne die kleine Scene mit der Lebensversicherung gespielt, war er halb verdrießlich, halb gerührt zu seinem Freunde gegangen und hatte sie diesem erzähtt, der hatte sie

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Die Bekehrten. Lebensblld von Jenny Hirsch. (Schluß.)

Orleans oder Koulanger?- diese Frage aufzuwerfen, ist durchaus nicht ungerecht­fertigt. Das bekannte Manifest, welches Philipp von Orleans, Graf von Paris, vor zwei Wochen gegen die Republik erlassen, wäre, trotz seiner sehr geschickten Absassung, nicht nur in Paris, sondern auch in den Provinzen wenig beachtet worden, wenn die radikalen Republikaner nicht alles mögliche gethan hätten, ihm eine ganz unverdiente Wichttgkeit beizulegen. Mochte der ganze Inhalt des Manifestes der verheißungs­vollste sein, man legte doch wenig Wert darauf, weil sein Urheber nicht der Mann ist, dem ein ganzes Volk Vertrauen kann. Der Graf von Pans ist ein kühner und staatsmännischer Prätendent, der weit­gehende Begeisterung für seine Person entflammen kann, daran hätte man denken sollen in Paris. Man hat es nicht gethan; die Radikalen fordern Aus­treibung aller Orleans aus Frankreich, Konfiskation des ganzen Vermögens dieser Familie als ©träfe für das Manifest. Das war herzlich dumm, denn dieses Rachegeschrei, das eines großen, mächtigen Staatswesens unwürdig ist, hat im Lande sehr schlechten Eindruck gemacht, was die Republik anbe- trifft, der Person des Grasen von Paris dagegen bei den Provinzialen einen außerordentlichen Nimbus verliehen. Bis jetzt haben die Leute nichts von den Orleans gehalten. Nunmehr, wo so außerordentliche Maßnahmen gegen ihn in Vorschlag gebracht werden, müssen sie doch denken: Was ist das für ein Mann? Diese Stimmung tritt schon merkbar zutage, zumal es mit der republikanischen Finanzwirtschaft tagtäglich schlimmer wird, immer neue Ausgaben kommen. Die Pariser Regierung und alle gemäßigten Republikaner sind sehr verstimmt über diese Sachlage. Nicht, daß sie fürchteten, der Graf von Paris könne schon binnen Monatsfrist seinen Einzug in Frankreichs Hauptstadt halten; daran ist noch lange nicht zu denken.

Aber die Radikalen werden das Aeußerste auf­bieten, wieder zur Regierung zu gelangen und bei der wachsenden orleanistischen Strömung wächst auch für ehrgeizige Generale, und die besitzt Frankreich nur zu viele, die Möglichkeit, sich an die Spitze des Staats­wesens zurRettung des Vaterlandes" vor den orleanistischen Bestrebungen zu schwingen. Boulanger erstrebte schon ganz offen die Bildung eines Militär­regimentes; wenn er nicht sein Ziel erreichte, so lag dies hauptsächlich daran, daß sich ihm keine günstige Gelegenheit bot. Eine solche Gelegenheit wird sich aber leicht finden, wenn der Orleanismus fortgesetzten Aufschwung nimmt und die Armee wird einem solchen

jeilnah» und bi 'geßlich! ere Hm rrn Ass i )w ui

Deutsches Reich.

Berlin, 26. Sept. DieNordd. Allg. Ztg." schreibt:Dem Fürsten Bismarck sind zu seinem 25jährigen Ministerjublläum aus allen Teilen Deutsch­lands, sowie aus dem Auslande, namentlich aus Oesterreich, Italien und England zahlreiche wohl­wollende Begrüßungen zugegangen. Die Zahl der Telegramme allein beträgt viele Hunderte, an deren Spitze die Glückwünsche der Kaiserin, der kronprinz- lichen Herrschaften, verschiedener deutscher Souveräne und ihrer Minister sich befinden. Besonders sym- patische Kundgebungen erhielt der Reichskanzler von dem Könige von Italien und dem italienischen Minister- Präsidenten Crispi. Der Ausschuß der Berliner Universität hat an den Fürsten Bismarck zu seinem Jubiläum folgendes Telegramm gesendet:Seiner Durchlaucht dem Fürsten Bismarck. Tief durch­drungen von der Bedeutung, welche der 23. Sept. 1862, an welchem Tage Eure Durchlaucht den Vor­sitz des preußischen Staatsministeriums übernahmen, für die Geschicke Preußens und des Deutschen Reiches gehabt hat, hält es der unterfertigte Ausschuß der Studenten der König Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin für seine Pflicht, Euer Durchlaucht an dem heutigen Tage, als dem 25jährigen Gedenktage dieses so folgereichen Ereignisses im Namen der gesamten Berliner Studentenschaft seine aufrichtigsten Glück­wünsche unterthänigst darzubringen. Fühlen wir uns doch, die Studierenden der Berliner Universität, stehend im Mittelpunkte des Deutschen Reiches und Preußens, ganz besonders berufen, den nationalen Gedanken, welchem Eure Durchlaucht zum glänzenden Siege verholfen haben, festzuhalten und stets zu ver- treten, und wir geloben an diesem Tage von neuem, Eurer Durchlaucht als unserem erhebensten Vorbilde strenger Pflichterfüllung und unwandelbarster Treue zu Kaiser und Reich jederzeit nachzueifern. Indem wir für Eure Durchlaucht noch ein langes wirkungs­reiches Leben zum Segen Preußens und des gesamten deutschen Volkes von Gott dem Allmächtigen erflehen, verbleiben wir Euer Durchlaucht unterthäuigster und stets ergebener Ausschuß der Studenten der König!. Friedrich - Wilhelms - Universität zu Berlin. I. A.: Arthur Schulz, stud. hist., Wilh. Zemke, stud. phil.,

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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Lug. Loch.

Für das vierte Quartal 1887 ersuchen wir die Postbestellungen aus die

Oberhesfische Zeitung

mit deren Gratis-Beiblätter

Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

iber «an den Seinen durch die Lebensversicherung zu- -te Ba! toen^en will, ihnen auch wirklich dereinst zukommen kon ai werde. Das regelmäßige Zurücklegen einer bestimmten

Sie wollen doch damit nicht etwa sagen, daß eine Frau ans den Mann Zwang ausübeu sollte?" fragte die junge Frau, die den ersten Anstoß zu dem Gespräch gegeben hatte und nun ganz kleinlaut ge­worden war.

Wenn er seiner Pflicht nicht eingedenk iff, aller­dings, obgleich ich nickt in Abrede stellen will, daß dies ein heikler Punkt ist. Vielleicht wäre eS besser, die Angehörigen der Frau veranlaßten den zukünf- tigen Gatten schon vor der Verheiratung dazu.*

Das ist unmöglich! Jemandem, der zum Trau­altar gehen will, kann man dock nicht zumuten, schon für fein Ableben zu sorgen,* sagte die Dame, der die LebeuSverficherung wie Blutgeld erschien.

Warum? Man errichtet doch Ehepatten, Erbver. träge, wechselseitige Testamente, für den Fall des Todrs einer der Ehegatten.*

Mag sein; ich glaube aber nicht, daß ein Vater oder eine Mutter so unzart sein kann, vom Schwieger- sohu schon vor der Verheiratung das Einkäufen in in die Lebensversicherung zu verlangen,* hieS eS da- gegen.

Bitte um Entschuldigung, so unzart bin ich ge. wesen,* versetzte die Professorin ruhig. Alle Augen richteten sich nach der schlanken Frau mit den feinen, geistvollen Zügen, die mit ihrem schönen stillen Lächeln fottfuhr:Ich habe, als ich vor zwei Jahren meine Helene verheiratete, dieses Anstmren allerdings an meinen Schwiegersohn gestellt.*

An Ihren Schwiegersohn, den Bankier Reuter, den einzigen Erben des Geheimen Kommerzienrats l* rief man verwundert.

An denselben. Er war erstaunt, wie Sie eS sind, nachdem ich ihm aber zwei kleine Geschichten er­zählt, erklärte er fich sogleich bereit, meinen Wunsch zu erfüllen. Wollen Sie dieselben auch hören?"

Gern! Gern!* tiefen die Damen, da die Frau Professorin vorttefflich erzählte.

So vernehmen Sie zuerst die Geschichte meines eigenen Lebens,* begann fie.Ich ward sehr jung

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Pr auti öwingen oft zum Angreifen der Ersparnisse und le Drei bamit ist die Sicherstellung des Atters illusorisch ge- wacht. Legen Sie denn z. B. geehrte Freundinnen, 1- wirklich regelmäßig kleine Ersparnisse zurück?* fragte :h-, geb die Staatsrätin.

Neue Teppiche, neue Vorhänge, neue Kleider/' flüsterte die StaatSrätin der neben ihr sitzenden Pro­fessorin zu, laut sagte fie:Da .sehen Sie, meine Damen, wie gut und nützlich die Lebensversicherung ist und sollte fie wirklich nichts fein als Zwang zum Sparen! Wie wir Menschen nun einmal geartet ist der Geist willig, aber das Fleisch schwach, ua*i haben wir wohl das Wollen, aber es fehlt uns am "O» Vollbringen und deshalb ist dieser Zwang heilsam."

sowie

Illustriertes Souutagsblatt baldigst erneuern zu wollen.

DieOberhessische Zeitung", in großem Zeitungs­format erscheinend, wird auch im neuen Quartal fort- sahreu, die Zeitereignisse durch gediegene Leitartikel und zuverlässige Korrespondenzen eingehend zu erörtern. Wichtige Vorgänge bringt dieOberh. Zeit." ihren Lesern durch Telegramme sofort zur Kenntnis. Belehrende Aufsätze für Gewerbe und Landwirtschaft aus der Feder bewährter Mit­arbeiter, ausführliche Berichte über Sitzungen der landwirtschaftliche« Vereine und sonstige ge­meinnützige Mitteilungen gehören zum regel­mäßigen Inhalt derOberhessischen Zeitung", sowie ferner Berichte über die Schwurgerichts- und Straftammerverhandlungen, sowie überallelokalen und provinziellen Vorgänge.

Anzeigen finden in derOberhessischen Zeitung" 1 bei ihrem großen Leserkreis eine wirksame Verbreitung, ck Im Feuilleton erscheint im neuen Quartal:

Böses Gewissen.

Original-Roman von Tr. Rind Her.

Alle Landpostboten nehmen auf dem Lande Bestellungen entgegen.

DieOberhessische Zeitung" kostet bei der Post mit Bringer­lohn 2 Mk. 90 Pfg. (Bei unserer Agentur in Kirchhain (Herr Buch­binder Rind) Mk. 2,60 und bei

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS,

. sowie d. Annoncen-Bureaux von Haafenstein und Vogler

in Frankfurt a. M-, Gaffet, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIL Zaüraana. Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; ®. L. Buu B

Daube u. Go. in Frankfurt a. R., Berlin, Hannover. Paris.

m.-v et Summe ist übrigens im realen Leben, wenn nicht rZjfl sin gewisser Zwang besteht, wie bei den Einzahlungen - 1°!: -M die Lebensversicherung, nicht so einfach wie es bei de scheinen könnte. Krankheitsfälle, unvorhergesehene Notwendig werdende Ausgaben, Mißgeschicke aller Art

M. Wimmer, stud. jur. Das dem Fürsten Bismarck zu seinem fünfundzwanzigjährigen Minister- jubiläum übersandte Bouquett aus Eisen ist durchweg schlesisches Erzeugnis, dem Fürsten dargebracht von derBismarckhütte" und aus deren bekannten feinen Walzblechen gearbeitet. Das Bouquett ist ca. 75 cm hoch, hat als Spitze einen Ast von Eichenlaub mit eifernen Eicheln, umgeben von Lorbeerretsern und Oelbaumzweigen. Der übrige Teil des Bouquetts besteht aus Flieder, Maiblumen, Butterblumen, Helio­trop, Vergißmeinnicht re., untermischt mit Form­blättern, Frauenhaarlaub u. s. w., alles aus Fein­blech gearbeitet. Die Erbschaft, die dem Fürsten Hohenlohe durch den Tod des Fürsten Peter Wittgen­stein zugefallen ist, umfaßt nach einer Mitteilung in der amtlichen Wilnaer Gouvernements - Zeitung zwei Millionen Deffjatinen, das sind 400 Quadratmeilen, Grund und Boden. Der größere Teil dieses gewal­tigen Terrains besteht aus Urwäldern im Pinsker Gouvernement, welche bis vor kurzem Nur geringen Wert hatten, aber jetzt durch die projektierten Eisen­bahnen und Entwässerungs-Kanäle bedeutend im Werte gestiegen sind. Der Wittgensteinsche Nachlaß wird schon heute auf 25 bis 30 Millionen Rubel ge­schätzt. Nach der Durchfühmng der genannten Bahn- uud Kanalbauten dürfte fich jedoch der Wert dieses gewaltigen Territoriums mehr als verfünffachen. An­geblich sind alle Bemühungen, welche die Familie Hohenlohe sowohl direkt als auch durch Vermittelung der reichsdeutschen Diplomatie gemacht hat, um für diese Erbschaft in Petersburg eine Ausnahme von dem Ukas, nach dem die Ländereien binnen drei Jahren an einen russischen Besitzer verkauft werden müssen oder sequestriert werden, bis jetzt erfolglos geblieben. Die Nachrichten über den Rücktritt des Fürsten Hohenlohe von der Statthalterschaft wider­sprechen sich vollständig; während dieSttaßburger Post" und dieKölner Ztg." versichem, es sei alles müßige Erfindung und zwischen ihm und Bismarck herrsche Uebereinstimmung, bleibt diePost" bei dem Gegenteil. Es scheint uns auch schwer, die Ueber­einstimmung zu schaffen, wo so prinzipielle Gegensätze vorhanden sind, wie in der Auffassung der reichs­ländischen Germanisation.

Friedrichsruh, 23. Sept. Das Ministerjublläum des Fürsten Reichskanzlers wurde am Vormittag im engsten Familienkreise begangen. Am gestrigen Abend war Graf Herbert Bismarck mit dem Gesandten am spanischen Hofe eingetroffen; Herr Stumm reifte jedoch schon in aller Frühe wieder ab. Außer der Fürstin und dem Grafen Herbert waren am Vormittage unter seiner Fran mitgeteilt und gefragt, was fie sage« würde, wenn er sich einkaufe, und übermütig in ihrem gesicherten Besitze, hatte fie erwidert: Ei, so thue es doch, Vorficht ist zu allen Dingen gut!

Sie wußte damals nicht, wie wahr fie gesprochen. Unglückliche Spekulationen verschlang! n ihr und ihres Gatten Vermögen, der Gram darüber zehrte au seinem Leben; als er starb, blieb ihr und ihren Kindern nichts als 1000 Thaler von der Lebensversicherung, die andere Hälfte mußte fie noch den Gläubigern überlassen. Mit diesem Gelde etablierte fie ein Weiß» waareugeschäft, hat ihre Kinder gut erzogen und ist jetzt eine wohlhabende Frau; ohne dasselbe würde sie der Mildthätigkeit von Freunden und Bekannten an­heimgefallen sein.*

Es entstand eine Pause, nachdem die Professorin geendet; keine der Damen mochte zuerst das Wort nehmen, obgleich man sich recht viel zu sagen hatte, und ehe die Kühnste den Anfang gemacht, kehrten die Herren zurück; eS wa hohe Zeit zum Ausbruch geworden, und eS war gut so. Eine durch Beispiele erläuterte Wahrheit wirkt eindringlicher, wenn der Hörer sie für fich allein im Herzen bewegen kann.

Ob viele der Damen ihren Gatten von der Unter» Haltung erzählt? Unsere fange Frau hatte kein Ge» heimnis vor dem ihrigen; fie berichtete ihm, wie fie den Anstoß zu dem Gespräche gegeben, wie es ver­laufen war, und sagte zum Schluffe:Die Fran Professorin soll nicht wieder von mir sagen, ich sei kindisch und fentimental, ich schelte nicht wieder wegen der Lebensverficherung, aber ich wünsche, daß Du zweimal so viel magst einzahlen können als dereinst ausgezahlt wird.*

Das wünschen wir von Herzen allen, die aus diesem Heinen Aussatz ihre Nutzanwendung ziehen!

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[518 der Exped. für Marburg Mk. 2,25.) 1887

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und

Feiertagen. Quartal-AbonnementS-Preis bei der Expe- (.d<

dition 2«/, Mk-, bei den Postämtern 2 Mk 50 Pfg. (exkl. ,

Seftedgelb). 3nfettknggebübt für bie gespaltene Zelle MlttWock, 28. SepteMÜer 1887.

10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg. '' T

enoft r Ein zögerndes langgedehntes:Das nun gerade der Ex uicht,* war die Antwort.

Neuerdings hat aber eine der größten nnd best- . verwalteten VerfickerungSgesellschafteu, die Teutonia » in Leipzig, bei allen von ihr abgeschlossenen Ver- vcah. H fichernngen die unbedingte Unanfechtbarkett ihrer Po- [5lH licen schon nach fünfjährigem Bestände eingeführt. Wo eine derartige Einrichtung besteht, da muß jeder Zweifel schwinden, ob der Zweck, den man mit den Anzahlungen in die Lebensversicherung verbindet, auch sicher erreicht werden wird, ob die Summe, die man den Seinen durch die Lebensversicherung zu-