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Für das vierte Quartal 1887 ersuchen wir die Postbestellungen

auch an seinem Weibchen nicht das Mindeste auszu. setzen. Daß sie sich gern putzte, war bei ihren zwanzig Jahren erklärlich. Und bester schon, es putzt sich eine hübsche Frau, als eine häßliche.

»Dar hast Du sehr recht gemacht, mein Herz/ . T.Wären wir nicht auf offener Straße, solltest Du einen Kuß für Deine Klugheit haben!"

Und dann, während Du im Geschäft warst, war auch Dein Schneider da. Er sagte, er habe den eleganten Stoff, aus dem Tu Dir schon lauge einen Anzug gewünscht, soeben wieder erhalten. Ich habe ihn für heute nachmittag gleich zum Maßnehmen be­stellt!"

Du bist ein wahrer Engel heute," beteuerte Walther,aber Gott sei Dank, daß wir zu Hause sind. Meine Finger thun mir weh von Deinen Packeten."

notwendig, und da bin ich selbst gegangen. Zudem kauft man hier am billigsten! Stehst Du nun wohl,

Das neue Kleid.

Eine Familien-Plauderei.

(Nachdruck verboten.)

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bulgarischen Donaustadt erhoben wird. Das Haupt­gewicht der wider ihn laut gewordenen Klagen liegt in der unmenschlichen Art der Steuereintreibung und in den barbarischen Ausschreitungen, welche sich die Gendarmen als Vollstrecker der Befehle des Präfekten auch außerhalb ihrer dienstlichen Verrichtungen erlaubten.

Kein Pascha hat bei (Antreibung der Steuerrück­stände unmenschlicher gehandelt, als Mantow, welcher seit dem in Bukarest gegen ihn verübten Attentat, mit dem Glorienschein eines nationalen Märtyrers aus­gestattet, in diesem Märtyrium eine Art Freibrief für die strafbare Mißhandlung der Steuerzahler erworben zu haben glaubte. Doch beschränkte sich der Terro­rismus des Montowschen Regimentes nicht blos auf die Städter. Auch wohlhabende Landleute wurden unter der Drohung, daß man sie als geheime Feinde der Regierung denunzieren werde, zur Herausgabe ihrer besten Habseligkeiten gewungen. Allein nur der geringste Teil der auf diese Weise erpreßten Summen kam der Staatskasse zu gute, das Meiste behielten Mantow und seine Genossen für sich. Als in Vetova einige würdige türkische Greise gegen diese Ungerech­tigkeit zu reklamieren wagten, wurden sie Von den Gendarmen an die Bäume gebunden und in unbarm­herziger Weise bis zur Bewußtlosigkeit geprügelt.

An und für sich aus bedenklichen Elementen bestehend, ist die bulgarische Polizei durch die ihr während des Belagerungszustandes emgeräumten außer­ordentlichen Vollmachten geradezu verwlldert und zum Schrecken der friedlichen Bürger geworden: Miß­handlungen und Ausschreitungen wurden von diesem Gesindel in Rustschuk verübt, ohne daß eine Strafe eintrat. Namentlich hatten darunter die Türken zu leiden. Betrunkene Gendarmen drangen in die Rustschuker Moscheen ein und goffen den im Koran streng verpönten Wein auf die mit Koransprüchen gestickten grünen Teppiche. Als ein ehrwürdiger alter Türke bei einer Bulgarin darüber Klage zu führen wagte, daß ihre Sprößlinge die aus dem Gotteshause heimkehrenden Türken verhöhnt und mit Steinen be­worfen hätten, wurde er von herbeigerufenen Gendarmen halb tot geschlagen. Als aber in Rasgrad ein junger Türke am hellen Tage ermordet wurde, hat man den Mörder gegen ein einfaches Versprechen, daß er später sich stellen werde, auf freien Fuß gesetzt. Fälle dieser und ähnlicher Art kamen in Menge vor, und da kein Bulgare wagte, gegen Mantow und seine Leute klagbar aufzutreten, so sahen sich endlich die fremden Konsuln Rustschuks veranlaßt, einzuschreiten, was denu die Absetzung Mantows im Gefolge hatte.

Im Banne der Verhältnisse.

Roman von Theodor Müggr.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

Mancher machte sich nachher heimlich lustig über den kummervollen Ernst dieses glücklichen Erben und über den Gram in seinem Gesicht; denn nicht zu leugnen war es, daß der tapfere Major sehr übel aussah. Seine sonst stolzen, festen Blicke waren ge­senkt und niedergeschlagen, das kräftige vollgeforwte Gesicht hatte gleichsam über nacht Falten bekommen, und sein freimütiges, soldatisches Wesen schien durch den plötzlichen Verlust dieses geliebten Verwandten so weit heruutergestimwt, daß alles weich an ihm geworden, sogar die Stimme. Die Billigeren nahmen diese Zeichen als Folgen des Schreckens und der Aufregung, die anderen meinten spottend, man könne doch nicht lachen, wenn man einen reichen Vetter begrübe; es sei daher anständig, so gerührt als möglich zu erscheinen, alles weitere würde sich schon finden. Die neugierigen Blicke untersuchten aber nicht'allein den Major, sondern auch seine Familie und beschäftigen sich ganz besonders mit Fräulein Luise. Daß der Verstorbene mit besonderen Absichten gekommen sei, schien den Meisten sehr glaublich, und Wenige gab es, die daran zweifelten, ob Vater wie Tochter Ja ge­sagt haben wurden. Auf jeden Fall jedoch war der Tod rascher gewesen, als der Bräutigam; uud was nun wahr oder nicht wahr sei, was Fräulein Luise gedacht oder gewollt habe, und ob sie jetzt traure

Augenblick. Ich gebrauche ein Stückchen Besatz; in fünf Minuten bin ich wieder hier 1* Graziös schlüpfte sie in den Laden hinein.

Der junge Gatte ging mit seinen Packeten im Arm vor dem Hause auf und ab. In den großen Schaufenstern lagen die modernsten Stoffe der.Saison ausgebreitet, tu allen Farben und alleuWkustern. Gelangweilt schaute Bruno sich die Sachen an. »Weiß der Himmel, wie viel Zeug Lina in den beiden Jahren unserer Ehe davon gebraucht hat. Herrgott, was kostete die billige Badereise an Toiletten! Aber sie hat ja versprochen, daß sie vor einem Jahre nichts wieder gebrauche, uud ihr Wort hat sie immer uock gehalten. Diesmal würde sie auch bei mir nicht auf Gegenliebe stoßen, sondern zu sehen bekommen, wer das letzte Wort spricht. Aber was bleibt sie lange! Eine Viertelstunde schon. Hätte ich das gewußt, wäre ich mit in den Laden gegangen. Was treibt sie denn nur eigentlich?"

Neugierig blickte er durch die Ladeuthür, deren große Glasscheiben einen weiten Blick in das Lokal hinein ermöglichten. Fran Lina saß stolz vor dem Ladentische, während ein KommiS einen schweren sei­denen Stoff vor ihr entfaltete. »Ich denke, sie will Besatz kaufen/ rief Bruno ärgerlich. »Da hat sie schon wieder einen neuen Kleiderstoff beim Wickel. Aber diesmal wird es partout nichts/ Er hustete so laut, daß man cs drinnen im Laden hören mußte. Frau Linas Köpfchen fuhr auch richttg herum. ES wurde aber nicht im Geringsten rot, als eS seine Herrin ertappt sah. Das Gesicht zeigte nur ein ganz unschuldiges Lächeln. Dann sprach sie noch ein paar Minuten mit dem Ladendiener, erhob sich und rauschte zur Thür. Zwei, drei Herren sprangen dienstferttg hinzu, die Pforte dcS Kleiderparadieses zu öffnen. »Kein Wunder/ dachte Bruno, der kein Auge von dem Raume abwandte, »eine solche Kundin. Aber diesmal hat sie doch die Rechnung ohne den Wirt gemacht, und sie soll mich kennen lernen. Die Ge­schichte muß ein Ende haben/

Bulgarische Zustände.

Ein ganzes Jahr hindurch hat das Fürstentum Bulgarien sich keiner geregelten Regierung erfreut, wenigstens nicht, was wir unter einer geregelten Re­gierung verstehen. Die Regentschaft, welche jetzt vom Fürsten Ferdinand abgelöst worden ist, hatte wohl das Zeug, um die Verwaltung des Landes im rich­tigen Sinne zu leiten, aber es fehlte ihr dazu die Zeit. Bei dem ewigen Kämpfen mit den inneren Verschwörungen in dem fortwährenden diplomatischen Hader blieb für die Werke des Friedens nicht viel Zeit übrig. Die Regentschaft, gegen welche von rus­sischer Seite alle möglichen Jnttiguen ins Werk ge­setzt wurden, konnte außerdem gegen ihre erklärten Anhänger, wenn diese allzugroßen Uebermut zeigten, nicht mit der nötigen Schärfe vorgehen; weil sie sich dadurch selbst den Boden entzogen hätte. Das Volk ist dadurch, vor allem aber durch die politischen Wirren selbst, etwas ins Extreme geraten, und die Folge davon sind Skandale, wie der Karawalow- Skandal in Sofia zu Anfang der Vorwochen. Weiter ist während dieser Zeit in einzelnen Teilen des Landes von neuem das Räuberwesen aufgeblüht. An Räubern war schon unter dem Fürsten Alexander kein Mangel. Während des serbischen Krieges wurden die wilden, aber tapferen Bursche, einsach unters Militär gesteckt und schlugen sich vortrefflich. Die Friedensperiode und die unsicheren Zustände haben sie veranlaßt, sich ihrem alten Gewerbe wieder zu­zuwenden.

Einer kräfttgen Regierung wird es nicht schwer werden, diese Auswüchse zu beseitigen und das rus­sische Geschrei von einer bulgarischen Anarchie hat deshalb gar keinen reellen Boden. Bedenklich ist nur e i n Symptom in den inneren Verhältnissen Bulgariens und die Regierung des Fürsten Ferdinand wird diesem Punkte recht große Aufmerksamkeit wid­men müssen. Viele bulgarische Beamten haben sich nämlich das russische Verwaltungsregiment gar zu sehr zum Vorbild genommen und wirtschaften in nicht zu billigender Weise. Das zeigt sich beim Fall des Präfekten Mantow in Rustschuk, der auch mit dem deutschen Konsul zusammengcriet und jetzt abgesetzt ist. Mantow gelt als außerordentlich energischer uud fähiger Mann, aber seine Willkür ist doch etwas gar zu groß gewesen. Daß er sich in der Rolle eines Rustschuker Haußmann gefiel und zu Ver­schönerungszwecken ganze Häusereien abtragen ließ, ohne den betreffenden Besitzern eine Entschädigung anweisen zu lassen, ist der geringste Vorwurf, welcher gegen den bisherigen Allgewaltigen in der größten

mit deren Gratis-Beiblätter

Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchham

Alleil then a aber, je 4.

Anzeigen finden in der »Oberhessischen Zeitung" bei ihrem großen Leserkreis eine wirksame Verbreitung. Im Feuilleton erscheint im neuen Quartal:

Böses Gewissen.

Original-Roman von Tr. Rindtler.

Alle Landpostboten nehmen auf dem Lande Bestellungen entgegen.

DieOberhessische Zeitung" kostet bei der Post mit Bringer­lohn 2 Mk. 90 Psg. (Bei unserer

also st fasern^

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Strlag von Joh. Lug. «och.

Eilfertig trippelte die kleine Frau aus dem Laden heraus zu ihrem Manne hin. Ehe dieser nur ein Wort sagen konnte, hatte sie schon begonnen: »Sei Nicht böse, lieber Bruno, die Leute brinnen sind nicht abzuweifen. Sie legten mir einen neuen wunder­vollen Stoff vor und ich mußte ihn ansehen, obgleich ich mindestens zehnmal sagte, ich würde nichts kaufen/

»Das freut mich/ antwortete der Herr Gemahl zufrieden, »da will ich Dir gern ein Unrecht, da» ich in Gedanken Dir zufögte, abbittcu. Ich dachte schon, Du hättest Dir das Kleid vorlegen lassen. Du weißt ja selbst, für dieses Jahr ist das Kaufen zu Ende/

»Gewiß, gewiß/ war die eifrige Erwiderung,wie konntest Du nur so etwas von Deiner Lina denken. Aber sag einmal, Bruno, ist eS nicht praktisch, etwas gleich zu kaufen, das man später doch haben müßte, wenn man es jetzt viel billiger bekommen kann?"

Der Gatte horchte auf: »Wie meinst Du das?"

»Ja, sieh! Unser Wein uud gerade Deine Sorte genügt wohl noch für drei, vier Monate, aber als ich vorhin beim Kaufmann war, sagte der, er könne uns einen Posten ganz vorzüglichen Gewächses für einen sehr billigen Preis ablassen, wenn wir ihn so- fort nähmen. Ich dachte an Dich, mein guter Mann, und habe gleich bestellt. Du bist Doch einverstanden? Siehst Du, wir sparen recht viel Geld dabei, und als praktische Hausfrau muß ich doch aufs Sparen sehen?'

- a fjj. »er eae einer yuupijiruye ganz unoeimurer jeine 9T ä Frau begegnete. Fran Lina war das allerliebste Weibchen von zwanzig Jahren, und ttotzdern sie nun- 4», mehr bereits itoei 51a bre faft verheiratet war. hätte

sowie

Illustriertes Sonntagsblatt baldigst erneuern zu wollen.

Die »Oberhessische Zeitung", in großem Zeitungs- Aformat erscheinend, wird auch im neuen Quartal fort- sahren, die Zeitereignisse durch gediegene Leitartikel unb zuverlässige Korrespondenzen eingehend zu erörtern. Wichtige Vorgänge bringt dieOberh. Zeit." ihren Lesern durch Telegramme sofort zur Kenntnis. Belehrende Aufsätze für Gewerbe und Landwirtschaft aus der Feder bewährter Mit­arbeiter, ausführliche Berichte über Sitzungen der landwirtschaftliche« Vereine und sonstige ge» meinnützige Mitteilungen gehören zum regel­mäßigen Inhalt der »Oberhesfischm Zeitung", sowie

"Staat können. Das Pärchen hatte sich aus reiner, wahrer sen mit Liebe geheiratet, lebte aber trotz der Liebe doch auf reellem praktischem Boden. Frau Lina war als ans«

b*- kannte sie, als wenn ihr Mann unb alle Bekannte Hause ihre Kochkunst lobten. Bruno Wafther galt als ein Wyh, wahrhaft glücklicher Ehemann. Er nickte zu allen diesen Anerkennungen und sagte stets ja. Er hatte

Die beiden trafen sich also an der Straßenecke, i Das war das erstemal, daß um diese Zeit fick das iumen, Ehepaar auf der Straße begegnete. Die kleine Fran Lasser- Hat einen leisen Schrei der lleberraschunp, als der s467ö 6etr Gemahl ganz erstaunt fragte: »Aber woher ------ kommst Du denn unb mit so vielen Packeten? Und bei diesem naßkalten Wetter? Warum hast Du nicht

Herr Bruno Watther war auf dem Wege von feinem Bureau nach Hause, als ihm unterwegs an der Ecke einer Hauptstraße ganz unvermutet seine

auf die

«. Oberhessische Zeitung

- r~- mehr bereits zwei Jahre faft verheiratet war, hätte 150^2 man sie immer noch für ein junges Mädchen halten

nach Hause kommen!' »Hier hast Du alles. Aber warte hier vor diesem Modewaareugeschäst noch einen

f das Mädchen geschickt?" Frau Lina lächette stolz: TastetDas Mädchen hat zu Haufe zu thun; ich brauchte aber Kaffee unb Zucker und sonstige Kleinigketten

höchst^ ferner Berichte über die Schwurgerichts- und [506 Strafkammerverhandlungen, sowie über alle lokalen - und provinziellen Vorgänge. .

Deutsches Reich.

Berlin, 20. Sept. Der Kaiser hat der un­günstigen Witterung wegen die Fahrt nach Gransee zur Teilnahme an dem Manöver des Gardekorps aufgegeben. Heute vormittag nahm der Kaiser Borträge des Generals von Albedyll und des Chefs der Admiralttät, Geuerallieutenauts von Caprivi, entgegen und empfing mittags den russischen Militär- bevollmächtigten General v. Kutosoffz welchem der Kaiser gestern den Königlichen Kronenorden zweiter Klasse mit dem Stern verlieh. Nachmittags unter­nahm der Monarch eine Spazierfahrt. Nach den bisherigen Bestimmungen beabsichtigt der Kaiser am Sonntag Abend nach Baden-Baden abzureisen. Die pommerschen Blätter veröffentlichen nachstehenden Allerhöchsten Erlaß, welchen Se. Majestät der Kaiser und König bei Seiner Abreise an den Oberpräsidenten zu richten geruhte:Es ist Mir eine große Freude gewesen, in Meinen hohen Jahren die Provinz Pommern noch einmal besuchen zu können und in dem warmen Empfange, welcher mir und der Kaiserin und Königin Meiner Gemahlin von ihren Einwohnern bereitet ist, überall die alten Empfindungen treuer Anhänglichkeit und Ergebenheit wieder zu finden, die Meinem Herzen jederzeit so besonders wghlthuend gewesen sind. Indem Ich heute die Provinz ver­lasse, ersuche Ich Sie, dies zur allgemeinen Kenntnis zu bringen und dabei mit auszusprechen, wie ich mit Befriedigung erfahren habe, daß auch die Truppen während den großen Uebungen durchweg gute Auf­nahme gesunden haben. Stettin, den 17. Sept. 1887.

Wilhelm. An den Oberpräsidenten der Provinz Pommern. Aus einem Manöverbericht derFrkf. Ztg." entnehmen wir noch folgendes:Wir begaben uns auf den rechten Flügel des Lagers, wo das Regiment der Königsgrenadiere kampierte, mit dessen Führung während des Manövers Prinz Wilhelm betraut ist. Derselbe erfüllt auf das Pünktlichste die Pflichten eines Regimentskommandeurs. Wie er am Mittwoch der Einladung des Herrn von Ramin, auf Bruun, zu einem Diner nicht Folge leistete, weil er sein Regiment erst in die Quartiere führen müsse, so hat er es sich nicht nehmen lassen, den ganzen Nachmittag mit seinen Truppen im Lager zuzubringen unb auch in den Kreckower Baracken zu übernachten. Hell loderten die Lagerfeuer auf am Rande des Exerzierplatzes, die Militärkapellen spielten und an den Feuern entwickelte sich ein buntes bewegtes Treiben. Da kam der Soldatenhumor zu feinem Recht. Die schauspielerischen Talente der Kompagnie- Witzbolde mußten die ermüdeten Krieger nach den

Mau speiste vergnüglich, unter Plaudereien und Lachen, in gewohnter Weise. Nach Tische erschien der bestellte Wein, er war in der That vorzüglich, und etwas später erschien der Schneider zum Maß­nehmen. Bruno Walther war in der heitersten Laune. So hatte feine Frau ihn lange nicht gesehen, und auch sie war die vergnügteste Frau von der Welt.

(Schluß folgt)

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- unb Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS,

_ _ snun Feiertagen. - Quartal-Abonnements-Preis bei ber Expe- W sowie b. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler

J1S. bition 2'/» Mk., bei ben Postämter 2 Mk 50 Psg. (exkl. öin Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXfs

hs Bestellgeld;. Jnserti-msgebühr für die gespaltene Zeile DüNNerSlaN. 22. SCtitCttlbCT 1887. Moffe in Frankfurt a. M.,Berlin, Münchenu. Köln; G- L. " -xl ) o u3 10 Pig-, Reklamen für die Zeile 25 Pfg. " Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris.

was für eine umsichtige uud sparsame Frau Du hast?"

-l »Du bist ein Juwel!' antwortete Bruno lachend, er vo»aber nun gteb und laß mich fragen, damit wir schnell

i. Ets Agentur in Kirchhain (Herr Buch- mUtzbinder Rind) Mk. 2,60 und bei cderobH. fär Marburg Mk. 2,25.)

) Die Exped. d Oberh. Zeit.

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