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Landwirtschaft aus der Feder bewährter Mitarbeiter, ausführliche Berichte über Sitzungen der landwirtschaftlichen Vereine und sonstige ge» meinnützige Mitteilungen gehören zum regelmäßigen Inhalt der „Oberhessischen Zeitung", sowie ferner Berichte über die Schwurgerichts- und
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»Alles!" antwortete eine Stimme.
Entsetzt prallte er zurück. Bis ins Mark war es ihm gedrungen. Er streckte die Hand mit der La-
Kreisblatt für die Kreise Marburg 1 und Kirchhain
verlassen; aber was zum Henker! hatte den» dieser Kasten mit Stricke» und dem kleinen Handpuffer eigentlich zu bedeuten?"
Rachau sah lächelnd auf den Kasten nieder und sagte dabei: »Unser verewigter Freund war der furchtsamste und mißtrauischste Sterbliche, den eL geben kann. Beständig quälte er sich damit ab, welches Unheil und welche Gefahren ihn bedrohten. Er beschäftigte sich mit allem möglichen Unglück, das ihm begegnen könnte; ganz besondere Angst aber hatte er davor, zu verbrennen. Somit reiste er niemals ohne eine Strickleiter, um sich zum Fenster hinaus retten zu können. Niemals wohnte er mehrere Treppen hoch, und jede Treppe von Holz erregte ihm schwere Bedenken. So auch mochte er kein Zimmer leide», war e8 auch das schönste und beste, das mehr als eine Thür hatte, weil um so leichter Diebe einbrechen könnten. Die EingangSthür verschloß und verriegelte er stets sorgfältig, und wen» eine zweite Thür nicht zu vermeiden war, wie dies in Gasthöfen häufig oder fast immer der Fall ist, so dienten der Strick und der starke Knittel dazu, einen Knebel an Klinke und Einfassung festzubindeu und zu drehen, welcher jedes Eindringen verhinderte. Niemals schlief er mit einem anderen in demselben Zimmer, auch mit mir nicht, denn seine Furcht, int Schlafe überfallen zu werden, ließ dies nicht zu; neben seinem Bett aber hatte er stets dies doppelläufige Terzerol, geladen und mit Zündhütchen versehen, um sogleich davon Gebrauch zu machen." - f:
Rachau nahm das Terzerol heraus, auf dessen Pistons wirklich die roten Kupferkapselu steckten, und sagte dabei: »Ich werde es behalten, eS soll mir ein Andenken sein; überdies würde e8 auffalle», wenn es vorgefundeu würde. Auch die Stricke lassen Sie uus beseitigen, wir können andere gleichgültige Dinge dafür hinein thuu. Niemand braucht von dieser angstvolle» Vorsicht etwas zu erfahren. Mau könnte sich allerlei Fabeln damit zusammeuräumen."
»Er ist wirklich ein noch größerer Narr gewesen,
einem tiefen Atemzüge.
Rachau in seinem weißgrauen Mantel, den Kopf
diesen Behälter, in welchem Sie Sachen von großem Wert vermuteten, i» besondere Obhut zu nehmen?" Die Frage hatte einen so spöttischen Klang, daß Herr von Brand, dessen Bestürzung und Scham ohnehin groß genug waren, nur mit einem unverständ-
f. W.' f. ausge« de sich
z. B. bei Kolonisations-Unternehmungen folgender bedeutungsvolle Unterschied geltend: „Der Deutsche
ist eine Politik des Hinauswerfens zu begründen und sie noch dazu eine echt russische, patriotische Politik zu nennen. In einem so großen Reiche, wie Rußland, wäre es schwerlich klug."
lerne vor sich au8, und sein Haar sträubte sich empor. Eine weiße schmale Gestalt stand vor der Thür.
»Wer da!?" schrie der alte Soldat, seiner Natur folgend.
»Nichts ist darin," antwortete die Gestalt, leise sich nähernd, „als diese Strickleiter, dieser Strick und dieser Stock, der als Kurbel dienen kann. Endlich dies kleine doppelläufige Pistol."
„Herr von Rachau!" murmelte der Major mit
Die Deutschen in Rußland.
Aeußerst drastisch spricht sich im neusten Hefte eines weitverbreiteten Moskauer Journals ein anonymer Verfasser von Skizzen „russischen Lebens" über die die Thäiigkeit der Deutschen in Rußland aus. Vor allem konstatiert der Verfasser die Thatsache, daß dsc Engländer und der Deutsche vorzugsweise allein und auf eigene Faust etwas unternehmen, während der Russe sich immer m Schaaren sammelt und alles in Gemeinschaft erledigen will. Hierbei macht sich
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expedition 2»/» Mk., bei den Postämter 2 Mk 50 Pfg. (exkl. - ~ -> .oo.
Bestellgeld». Jnserlunsgevühr für die gespaltene Zeile 21. September 1887
10 Psg , Reklamen für die Zeile 25 Pfg. "_________r
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von einer weißen Nachtmütze bedeckt, winkte ihm beruhigend zu. »Lassen Sie uns leise sprechen," sagte er. „Ich konnte nicht schlafen und wurde durch ein
„Ist das möglich!" rief er dann überwältigt.
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Deutsches Reich.
Berlin, 19. Sept. Der Kaiser wohnte gestern der Vorstellung im Schauspielhause bei, nahm heute vormittag zuerst kürzere Vorträge entgegen, empfing alsdann den General v. Wartensleben, den Kontre- admiral Paschen, den General v. Albebyll und den Geheimrat Anders und machte um 21/* Uhr eine Spazierfahrt. Nachmittags 3 Uhr empfängt der Kaiser das erbherzogliche Paar von Oldenburg und den neuernannten Intendanten des Hoftheaters in Hannover v. Lepel. --Morgen vormittag um tz Uhr beabsichtigt der Kaiser zu den Manöver» des Gardekorps nach Gransee sich zu begeben und nachmittags wieder hierher zurückzukehren. — Es verlautet. Prinz Wilhelm werde sich am 24. September auf die Einladung des Kronprinzen Rudolf zu Jagden auf etwa 14 Tage nach Oesterreich begehe». Dem Vernehmen nach hat die seit Längerem mit Untersuchungen über eine geeignete Methode der Denaturierung von Branntwein befaßte Kommission, ihre Arbeiten zum Abschluß gebracht. Auf Grund der gewonnenen Ergebnisse wird von derselben vorgeschlagen, als allgemeines Denaturierungsmittel für den zum Handel und Kleinverkehr, darunter auch den zu Haushaltungszwecken bestimmten Branntwein ein Gemisch von 2 Teilen Holzgeist und 1 Teil Pyridinbasen vorzuschreiben, welches in dem Verhältnis von 3 Litern zu je 100 Litern reinen Alkohols hinzugesetzt wird. Zur Denaturierung soll das bezeichnete Mittel jedoch nur dann zugelassen werden, weyn es, nachdem die zur Mischung gelangenden Stoffe durch einen amtlich bestellten Chemiker auf das Vorhandensein bestimmter Eigenschaften geprüft worden, m einer hierzu ermächtigten Fabrik unter amtlicher Aufsicht zusammengesetzt und seitdem bis-zur Verwendung unter amtlichem Verschluß geblieben ist. Die Erfordernisse bezüglich der Beschaffenheit der zur Herstellung verwendeten Stoffe sind folgender 1. Das Pyridinbasengemisch soll farblos oder schwach gelblich gefärbt sein, sein Wassergehalt 10 pCt. nicht übersteigen. Bei der Destillation von. SO Raumteilen des Gemisches müssen bis zu einer Temperatur von 140 Zentigraden mindestens 90 Raumteile übergegangen sein. Das Gemisch soll auf Platinblech ohne Rückstand verdampfen und mit Wasser ohne wesentliche Trübung in jedem Verhältnis mischbar sein. 2. Für den Holz-
und der Engländer macht sich mit dem stolzen Bewußtsein seines Ich auf, mit gehobenem, persönlichem Gefühl, mit der Ueberzeugung, daß er an dem neuen Orte eine neue Ordnung der Dinge schaffen, daß alles von ihm abhängen wird. Der russische Bauer geht tote ein Dieb in der Nacht von dannen, mit schüchterner Aengstlichkeit; er fühlt und weiß nur das eine, daß er herzlich unbedeutend ist, daß nirgends etwas von ihm abhängt, und daß es am neuen Orte vielleicht besser fein wird. Natürlich ist auch der rassische Pionier nicht ohne persönliches Gefühl, aber es besteht nut dsrin, daß er fühlt, es müsse alles anders sein, und wünscht, der liebe Gott möge es anders machen. Er thut nichts dazu. Als Pionier mit der persönlühen Energie des Deutschen tritt in Rußland nicht der Bauet, sondern der Industrielle auf. Und er ist bis jetzt auch der einzige Faktor, der russische Kultur verbreitet^ aber er ist kein Organisator, sondern ein Raubwesen, der durchaus irgend etwas aufzehren muß. Der Deutsche und der Engländer verstehen das Verzehren gleichfalls: in Amerika hat der europäische Pionier fast alle Rothäute verzehrt, und jetzt läßt er sich in Afrika, Asien und an anderen Orten nieder, um die Eingeborenen zu verzehren ; ober für die ©einigen und für sich baut er Schulen, Kirchen, schafft Ordnung und Recht, und läßt seinen Nachbar ruhig leben und athmen., Der russische Pionier hat dagegen von Schulen, von Ordnung und Recht nicht die geringste Ahnung und hat sie noch nirgends geschaffen."
Der Verfasser. erzählt, rote er auf der Eisenbahn zwei junge russische Moskauer Kaufleute traf, die in Kommissionsgeschäften Moskauer Fabrikanten in Lodz gewesen waren. „Meine jungen Moskauer Kaufleute erwiesen sich natürlich als echte Patrioten und vertraten energisch die Verjagung aller Ausländer, namentlich der Deutschen, aus Rußland. Bismarck haßten sie, nicht wegen dessen europäischer Politik, sondern einfach, weil er ein Deutscher ist; an die russische
als ich dachte," sagte der Major. — »Nicht allein. Narr," antwortete Rachau; „er war ein herzloser, eigennütziger Mensch. Sie haben dies kennen gelernt."
„Selber ja," murmelte Brand.
„Abgefeimt für alles, was ihm Vorteil versprach.
Ohne Gefühl und ohne Gewissen."
»Das hat er bewiesen."
„Ich kann mir Ihre Entrüstung vorstellen. Sein Betragen in Ihrem Hause war bar ans berechnet, Ihnen Widerwillen einzuflößen."
»Beleidigt hatte ich ihn nie."
»Aber sein Plan mußte Ihnen bald einleuchten. Anscheinend warb er um ein zärtliches Familienband, in Wahrheit hat er nie heran gedacht. Er wollte Ihr Geld, und wenn Sie den Mut gehabt hätten, ihm die Hand, welche er begehrte, zuzusagen, würde er wahrscheinlich schmählich davon gelaufen sein."
»Der Niederträchtige!" rief der Majors intern er zornig auf den Leichnam blickte.
Die Unterredung war bisher von Beiden im dumpfen Geflüster geführt worden; bet diesem lauten AnSrufe legte Rachau ihm die Hand auf den Arm und winkte ihm Schweigen zu.
»Die allergrößte Vorsicht ist nötig. Leicht ist ein Verdacht aufgeweckt. Die Umstände sind allerdings derartig, daß man nicht wissen kann, was schon jetzt in den Köpfen spukt."
»Welcher Verdacht?" fragte der Major mit unsicherer Stimme.
„Fallen Ihnen nicht alle Vorteile dieses plötzlichen Endes zu?"
»Das ist nicht meine Schuld."
»Können Sie gewiß sein, daß nicht noch andere Leute wissen, wie es mit jenem Testament steht, dessen Abschrift dort im Koffer liegt, und dieser kalte Mann hier beabsichtigte?"
»Meinen Sie dar wirklich?" fragte Herr von Brand noch bestürzter. «-*•-=
»Ueberlegen Sie eS. Weiß nicht ein Jeder, daß Willens mitJhuen ging und nicht wieder lebendig gesehen
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt fite die Kreise Marburg ob Kirchhain
Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Hoch.
lichen Gemurmel antwortete.
,Lhr Irrtum war ein sehr verzeihlicher", sagte Rachau, „denn eS gibt wohl Wenige, die nicht von diesem Kasten getäuscht worden sind. Die Sorgfalt,
Für das vierte Quartal 1887 ersuchen wir die Postbestellungen f die -
Oberhessische Zeitung mit deren Gratis-Beiblätter
sowie ■ ? 77 1- 5
Illustriertes IorrntagMatt baldigst erneuern zu wollen. NW
Die „Oberhessische Zeitung", in großem Zeifimgs- ormat erscheinend, wird auch im neuen Quartal forte ahren, die Zeitereignisse durch gediegene Leitartikel nd zuverlässige Korrespondenzen eingehend zu Wörtern, Wichtige Vorgänge bringt die „Obcrh. Zeit." ihren Lesern durch Telegramme sofort zur Kenntnis. Belehrende Aufsätze für Gewerbe und
bei ihrem großen Leserkreis eine wirksame Verbreitung. Im Feuilleton erscheint im neuen Quartalt" Böses Gewissen. Original-Roman von Tr. Riudtler.
Alle Landpostboten nehmen auf
«st welcher unser verewigter Freund ihn behandelte, ihn nie von sich ließ, feine Reise ohne ihn antrat,
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie d. Annoneen-Bureaux von Haasenstein und Vogler ~
in Frankfurt a. SR., Cassel, Magdeburgu.Wien; Rudolf aäTT Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; <I. L.
Daube u. Co. in Frankfurt a. SR., Berlin, Hannover. Paris.
Strafkammerverhandlungen, sowie über alle lokalen imb provinziellen Vorgänge.
tbUi Anzeigen finden in der „Oberhesfischen Zeitung"
mußte Jedermann glauben machen, daßxkostbare Dinge darin verborgen feien, dennoch hat er nie etwas anderes enthalten, als was Sie soeben gefunden haben."
Herr von Braud hatte sich erholt und begriffen, daß er nichts Besseres thnn könne, als einzugestehen, was Rachau voraussetzte. „Ich will nicht leugnen, daß Sie Recht haben," sagte er. „Ich vermutete, daß Wilkens große Summen und Dokumente mit sich führte, und der Gedanke beunruhigte mich — nicht, wie ich gesollt, Vorsorge zu treffen —
„Damit kein Unbefugter sich ihrer heimlich bemächtigte," fiel Rachau mit seinem ironischen Lächeln ein. „Sie hatten nichts zu besorge». Unser verewigter Freund war viel zu vorsichtig, um sich mit vielem Gelbe zu belasten. Dort auf dem Tische liegt sein Taschenbuch, worin Sie finden werden, was er an Baa: Mitteln vorrätig hatte, und welches allerdings besser bewahrt fein sollte. In jenem größeren Koffer aber befindet sich ein Schreib, und Reisekosten, welcher, so viel ich weiß, einen vollständigen Nachweis über das gefommte Vermögen des teuren Tahiugeschiedenen enthält, nebst manchen anderen Papieren, die wichtig für Sie sei» werden."
Der Major beruhigte sich immer mehr; was er vernahm, mußte ihn dankbar stimmen, zugleich auch die Besorgnisse über dies nächtliche Begegnen aufheben. »Ich bin Ihnen sehr verbunden," sagte er, „und werde gewiß Ihre freundschaftliche Teilnahme nie vergessen.
»Niemals wird sich diese verleugnen," erwiderte Rachau. »Jeder Dienst, den ich Ihnen leisten kann, wird mit Freuden von mir geleistet werden."
»Dann nehmen Sie im Voraus auch vou mir dies Versprechen," sagte Brand mit seiner gewohnte» Herzlichkeit. ~
»Diese gütige Versicherung macht mich überaus gücklich," versetzte Rachau, »ich werde sie zu verdiene»
cheu."
»Gut, gut!" antwortete Herr von Braud ganz zu- . frieden gestellt, ,sp können wir diesen traurigen Raum
auswärtige und finanzielle Politik glaubten sie felsenfest, glaubten, daß Bismarck beschämt, daß der Rubelkurs wieder ein anderer wird, und in Moskau Fabriken mit allerlei schönem Kattun in großen Flor kommen würden. Ueberhaupt blickten sie in Gottes Welt durch das Guckloch einer Kattunfabrik." Diese jungen Leute sahen nun dicht vor Moskau einen Passagier einsteigen, von dem der eine dem anderen erzählte, daß er 10 000 Rubel Gehalt bezöge, weil er ein Deutscher sei. „Das ist also das ganze Geheimnis patriotischer Politik: ein Deutscher!" ruft der Verfasser aus. „Das heißt also, wenn man diesem Deutschen einen Fußtritt giebt, so werden die 10 000 Rubel sofort in der Tasche eines russischen Kommis erscheinen. Aber der Deutsche ist stark, und mit der Politik des Hinauswersens allein wird man seinen Gewinn nicht in die eigene Tasche hinüber- schaffen, weil hierzu auch noch deutscher Verstand nötig ist. Diesen aber hat sich der Patriotismus der Moskauer Fabrikanten bis jetzt noch nicht beschaffen können."
Und nun führt der Verfasser an einem praktischen Beispiel aus, was der Deutsche in Rußland bedeute, indem er auf die deutschen Sevekeschen Dampfer auf der Wolga hinweist. „Seveke ober der Deutsche" bedeute den ersten Versuch, den ersten Hinweis, wie die Passagier-Dampfschifffahrt auf der Wolga eingerichtet fein müsse, Seveke bedeute Ordnung, Reinlichkeit, Höflichkeit, Gefahrlosigkeit, Bequemlichkeit, Billigkeit; es bedeute, daß man nicht zu befürchten habe, mit einem betrunkenen Kapitän zusammenzustoßen, ausgeschimpft zu werden, in die Luft zu fliegen rc. Zu allen diesen Dingen sei wieder ein Deutscher nötig gelvesen, und wenn Seveke vorgeworfen werde, daß er Deutsche und nicht Russen als Kapitäne anstelle, so habe er wieder Recht, wenn er entgegne, daß er deshalb Deutsche nehme, weil die Russen niemals wissen, wann sie trinken können und wann nicht. Ueberhaupt, meint der Verfasser, habe der Deutsche an der Wolga allein noch für hundert Jahre Arbeit. In der Politik, in der Staatsverwaltung fei der Deutsche in Rußland zu pedantisch, zu streng, zu hochmütig, aber auf dem Dampfer, in der Fabrik, bei der Agentur, im Somtor fei derselbe „ein goldener Mensch, herein Rußland noch viel zu thun haben wird, bis man gedeihlich wirken und schaffen lernt. Der Deutsche ist einfach ein Mann der Ordnung, des Systems, der Initiative und der guten Gewohnheiten, welche dem breiten russischen Rücken nicht eigen sind. Nicht der Deutsche verursacht in Rußland Schmutzereien, sondern wir Russen thun das selbst, und um so weniger
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Jgxe l Geräusch, das ich zu hören glaubte, hierher geführt. iin6cr Leicht könnte ei anderen eben so gehe», wie mir," । htm fuhr er fort. ,Zch kann Ihnen über den Inhalt dieses Kastens einigen Aufschluß geben. Wahrscheinlich sind Sie t» der Absicht hierher gekommen,
UCt $er Exped. für Marburg Mk. 2,25.) t Die Exped. d Oberh. Zeit.
dem Lande Bestellungen entgegen. [ 1 Die „Oberhessische Zeitung" kostet bei der Post mit Bringer-
Herrir ; Roman von Theodor Mügge.
UtemDu irry UV Hit t Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
[42i9 Agentur in Kirchhain (Herr Buch- binder Rind) Mk. 2,60 und bei